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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 10:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Tagesanzeiger, 31.03.2007
GC verliert bei YB, Ailton sieht rot
Erstmals seit dem Einzug ins Stade de Suisse schafften es die Young Boys, gegen GC einen Sieg einzufahren. Dank Thomas Häberlis Treffer (13.) setzten sich die Berner 1:0 durch und schlossen bis auf einen Punkt zu den viertklassierten Grasshoppers auf.
Häberli verwertete eine schnell weitergeleitete Vorlage von Captain Hakan Yakin. Der Stürmer, der 20 Minuten nach dem Führungstor verletzt ausgewechselt werden musste, hob den Ball mit dem Fuss leicht an und erzielte aus der Drehung heraus sein siebtes Saisontor. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verpassten es die Young Boys, ihre klare Überlegenheit zu weiteren Toren auszunützen.
Varela und Ailton vom Platz gestellt
Sämtliche Angriffsbemühungen des zu ungenau und zu langsam agierenden Gegners wurden früh im Keim erstickt. Der als einzige nominelle Sturmspitze spielende Ailton bekam kaum einen brauchbaren Ball; falls doch, stand der Brasilianer öfters im Offside. Die Verhältnisse änderten sich nach der gelb-roten Karte gegen YBs Hitzkopf Carlos Varela (58.) wegen eines Fouls, das nicht in unmittelbarer Nähe des Geschehens passierte. In jener Phase vergaben Ailton (71./81.), der kurz vor Schluss nach einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen wurde, sowie Dos Santos (71.) die drei grössten GC-Chancen.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 10:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Tagesanzeiger, 31.03.2007
Zwölf Festnahmen nach Spiel YB – GC
Vor und nach dem Super-League-Spiel YB - GC in Bern ist es zu Ausschreitungen zwischen Fangruppen gekommen. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt.
Zwölf Personen wurden vorübergehend festgenommen, wie die Stadtpolizei Bern mitteilte. Um ein Aufeinandertreffen der beiden Fangruppen nach dem Spiel zu vermeiden, forderte die Polizei die GC-Fans auf, nach Spielschluss zwanzig Minuten in ihrem Sektor zu warten. Den Zürcher Fans sei es jedoch gelungen, vor Ablauf der zwanzig Minuten aus dem Stadion auszubrechen, hiess es weiter. In der Folge habe die Polizei ein Aufeinandertreffen der Fangruppen in der Umgebung des Stadions und im Hauptbahnhof Bern nicht verhindern können. Die Polizei setzte Tränengas und Gummischrot ein. An zivilen Fahrzeugen und Einsatzfahrzeugen der Polizei entstand Sachschaden. Kurz nach 21 Uhr hatte sich die Lage wieder normalisiert. (cpm/sda)
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 10:22 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 31.03.2007
Häberli mit dem Tor des Tages
GC kassiert mit 0:1 die erste Niederlage im Stade de Suisse - Luzern mit Remis
In den beiden Samstagsspielen der 25. Super-League-Runde ist nur ein Treffer gefallen: Während die Partie Luzern gegen Schaffhausen torlos blieb, erzielte YB-Stürmer Thomas Häberli gegen die Grasshoppers das Tor des Tages. Der Tabellenfünfte aus Bern schloss damit bis auf einen Punkt zu den Zürchern auf.
(si) Erstmals seit dem Einzug ins Stade de Suisse schafften es die Young Boys, gegen GC einen Sieg zu erreichen. Dank Thomas Häberlis Treffer bereits in der 13. Minute setzten sich die Berner 1:0 durch und schlossen bis auf einen Punkt zu den viertklassierten Grasshoppers auf. Häberli verwertete eine schnell weitergeleitete Vorlage von Captain Yakins auf sehenswerte Weise. Der Stürmer, der 20 Minuten nach dem Führungstor verletzt ausgewechselt werden musste, hob den Ball mit dem Fuss leicht an und erzielte aus der Drehung heraus sein siebtes Saisontor.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verpassten es die Young Boys, ihre klare Überlegenheit zu weiteren Toren auszunützen. Sämtliche Angriffsbemühungen des zu ungenau und zu langsam agierenden Gegners wurden früh im Keim erstickt. Der als einzige nominelle Sturmspitze spielende Ailton bekam kaum einen brauchbaren Ball; falls doch, stand der Brasilianer öfters im Offside.
Die Verhältnisse änderten sich nach der gelb-roten Karte gegen YB's unbelehrbaren Hitzkopf Carlos Varela (58.) wegen eines Fouls, das nicht in unmittelbarer Nähe des Geschehens passierte. In jener Phase vergaben Ailton (71./81.), der kurz vor Schluss nach einer dummen Tätlichkeit des Feldes verwiesen wurde, sowie Dos Santos (71.) die drei grössten GC-Chancen.
Young Boys - Grasshoppers 1:0 (1:0). Stade de Suisse. - 15'259 Zuschauer. - Schiedsrichter: Kever. - Tor: 13. Häberli 1:0. - Young Boys: Wölfli; Christian Schwegler, Tiago, Zayatte, Raimondi; Varela, Yapi, Kavak (74. Hodel); Yakin (60. Hochstrasser); Häberli (33. Shi Jun), Marcos. - Grasshoppers: Coltorti; Sutter, Roland Schwegler, Weligton, Mikari; Renggli (67. Ristic), Voser; Pinto (67. Touré), Leon, Dos Santos; Ailton. - Bemerkungen: Young Boys ohne Aziawonou, Frimpong und Kallio, Grasshoppers ohne Galindo, Langkamp, Rinaldo (alle verletzt), Salatic (gesperrt) und Biscotte (nicht im Aufgebot). 33. Häberli verletzt ausgeschieden (Oberschenkel). 58. Gelb-rote Karte gegen Varela (Foul). 84. Rote Karte gegen Ailton (Tätlichkeit). Verwarnungen: 45. Dos Santos und Varela (beide wegen Unsportlichkeit), 48. Mikari (Foul), 87. Zayatte (Foul).
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YB-Forever
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Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 10:42 |
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Registriert: Sonntag 20. August 2006, 12:20 Beiträge: 75
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dr kösu hat geschrieben: die stimmung war gut ein bischen weige zuschauer .
Was????? Stimmung gut?????? Hast du ein anderes Spiel gesehen? Die letzten 10 min war sie OK aber sonst....
Wenige Zuschauer???? Mal ehrlich da war fast jeder im Stadion erstaunt, dass 15000 Nasen gekommen sind. Man hätte viel mehr mit etwa 10000 gerechnet.
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black_panther
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Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 11:13 |
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Registriert: Sonntag 14. August 2005, 12:25 Beiträge: 1122 Wohnort: Zollikofen
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Also ich fand die Stimmung in der ersten Halbzeit recht passabel und nach der pause ist sie zusammengebrochen... und das hat ein paar gründe...
Ok, di letzten 10 Min waren wirklich nicht sooo schlecht.
Zuschauer hab ich ja fast perfekt getippt bin aber selber überreascht.
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dr kösu
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Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 11:35 |
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Registriert: Samstag 17. September 2005, 09:38 Beiträge: 101 Wohnort: bern
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YB-Forever hat geschrieben: dr kösu hat geschrieben: die stimmung war gut ein bischen weige zuschauer . Was????? Stimmung gut?????? Hast du ein anderes Spiel gesehen? Die letzten 10 min war sie OK aber sonst.... Wenige Zuschauer???? Mal ehrlich da war fast jeder im Stadion erstaunt, dass 15000 Nasen gekommen sind. Man hätte viel mehr mit etwa 10000 gerechnet.
ich war für einmal im sektor b dort waren die Ybfans meistens nicht schlecht zu hören
_________________ yb 4ever
jump, jump... RK
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emperor_2*YB
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Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 17:33 |
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Also das 15'00 Fans kommen hätte ich nicht gedacht.
Doch die Stimmung war SEHR schlecht, die Kurve zog nie richtig mit und so etwas ähnliches wie Stimmung kam erst zum Schluss auf.
Und wenn man noch bedenkt das man gegen GCZ 1-0 führte.
Choreo war aber geil, und 3 sehr wichtige Punkte haben wir auch geholt.
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shalako
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Verfasst: Montag 2. April 2007, 13:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 02.04.2007
Frühes Tor – neuer Name
YB hat das Heimspiel gegen GC vor 15259 Zuschauern 1:0 gewonnen. Routinier Thomas Häberli schoss das Siegtor, Talent Erhan Kavak stand erstmals in der Startformation. YB liegt noch drei Punkte hinter Rang drei.
Der Medienandrang in den Wankdorf-Katakomben war gross, es gab schliesslich auch einiges zu klären. Ailton, die gefragteste Figur, liess sich Zeit, und so stand einer im Mittelpunkt, der kurz vor Weihnachten zarte 19 Jahre alt geworden ist. Erhan Kavak, gebürtiger Türke, aufgewachsen in Bern, war der Stolz ins Gesicht geschrieben. In Badelatschen stand er vor der Fernsehkamera, «glücklich und kaputt», wie der Youngster erklärte. Zuvor hatte Kavak in vier Kurzeinsätzen 63 Minuten in der Super League gespielt – am Samstag kamen 74 Minuten dazu. Erstmals stand der Offensivspieler im YB-Heimspiel gegen GC in der Startformation, links im Mittelfeld, und Kavak wusste nach anfänglichen Problemen mit Kampfgeist und verblüffender Technik zu gefallen, entscheidende Akzente in der Offensive vermochte er indes keine zu setzen. «Sehr gut» sei Kavak gewesen, lobte YB-Trainer Martin Andermatt gleichwohl. «Er hat seine Aufgabe erfüllt.»
Von Breitenrain bis YB
Und so geriet Erhan Kavak unverhofft in den medialen Fokus. «Nervös» sei er gewesen, als er am Mittag erfahren habe, dass er gegen GC spielen würde. «Aber die Mitspieler haben mich sehr gut unterstützt», sagte Kavak in breitem Berndeutsch. Man hat sich ja mittlerweile daran gewöhnt, dass Berner Fussballtalente Namen wie Kulaksizoglu, Grubesic, Mitreski oder Kavak tragen und nicht mehr Weber, Wittwer, Schönenberger oder Kunz heissen. Beim FC Breitenrain startete Kavak mit 8 Jahren seine fussballerische Laufbahn, über die Nachwuchsabteilung des FC Thun und den Erstligisten Münsingen stiess Kavak zur U21-Auswahl der Young Boys. Seit einigen Monaten gehört Kavak, mit einem Profivertrag ausgestattet, jetzt dem ersten Team an. «Ich habe nicht damit gerechnet, bereits eingesetzt zu werden. Aber ich gebe im Training stets alles und versuche mich dem Trainer immer anzubieten», sagte Kavak artig.
Der «Fall Chiumiento»
Der Schweizer U20-Nationalspieler profitierte am Samstag auch von einem weiteren unprofessionellen Auftritt Davide Chiumientos, der sich über die Boulevardpresse beschwert hatte, seine Dienste würden bei YB zu wenig geschätzt. Der talentierte Chiumiento wird von gewissen Medien instrumentalisiert. «Er hat mir gesagt, dass er falsch zitiert worden sei», sagte Andermatt. Dennoch setzte der Trainer den begnadeten Dribbler, der seinen Vertrag in Bern noch nicht verlängert hat, demonstrativ auf die Ersatzbank – und beförderte Kavak zur Stammkraft. Der «Fall Chiumiento» dürfte die Young Boys noch einige Zeit beschäftigen, eine Offerte zur Vertragsverlängerung hat Chiumiento jedenfalls bisher ausgeschlagen. Er scheint falsch beraten zu sein, bei YB beobachtet man zudem den Hang des Hochbegabten zur Überheblichkeit mit Argwohn. Bescheiden, fast schon demütig, tritt dagegen Kavak auf. «Ich bin jung, ich kann noch viel lernen», sagte er zum Beispiel. Oder: «Ich freue mich jeden Tag, von Spielern wie Yakin zu profitieren.»
Gegen GC sorgten nicht Chiumiento und auch nicht Kavak für die Musik in der YB-Offensive, die den Ton nach dem verletzungsbedingten Ausfall Thomas Häberlis nach einer halben Stunde indes nur noch selten traf. Zuvor hatte der routinierte Angreifer in der 13.Minute nach einem feinen Zuspiel Yakins das frühe Siegtor erzielt. Häberli und Yakin inspirierten die Angriffe, im Mittelfeld war Yapi der bewährte Ballverteiler, doch in Abwesenheit des immer noch verletzten Frimpong vermochten im Sturm weder Marcos noch Shi Jun ihre Einsatzchance zu nutzen. Ohne Häberli und ohne den nach einer Stunde ausgewechselten Yakin stellte YB seinen Offensivbetrieb (zu) früh ein. «Ich habe Yakin aus dem Spiel genommen, weil ihm nach dem Trainingslager des Nationalteams in Florida die Frische fehlte», erklärte Andermatt.
Raimondi in neuer Rolle
Und so verteidigten die Berner in der Schlussphase den 1:0-Vorsprung in personeller Unterzahl (siehe Text rechts) mit Geschick, Glück und einem überragenden Torhüter Marco Wölfli, der seit Wochen in blendender Verfassung ist. «Wichtig ist, dass wir den Anschluss an die Uefa-Cup-Plätze wiederhergestellt haben», sagte Wölfli. Und Mario Raimondi erklärte: «Wir haben uns für die letzten Spiele viel vorgenommen.» Raimondi war überraschend als Linksverteidiger nominiert worden und gefiel vor der Pause mit starken Aktionen in der Vorwärtsbewegung. «Das Team hat viel Herzblut gezeigt und darf stolz sein», sagte Andermatt. «Wir sind in der Super League seit fünf Partien ohne Niederlage. Der Sieg gegen GC ist aber nur wertvoll, wenn wir endlich auswärts gewinnen.» Die nächste Gelegenheit bietet sich YB am Samstag in Schaffhausen.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 2. April 2007, 13:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 02.04.2007
«Wenn wir das wüssten»
Die Grasshoppers verlieren in Bern gegen YB 0:1
Der Auftritt Ailtons in den Gängen des Stade de Suisse führt vor Augen, dass der Brasilianer kein Kind von Traurigkeit ist, dass er schon manches Stadion betreten und dabei auch manches Mikrofon vor sich gehabt hat. Die Grasshoppers haben soeben gegen YB 0:1 verloren, Ailton ist in seinem fünften Spiel für die Zürcher vor ein paar Minuten des Feldes verwiesen worden. In der ihm eigenen Art erklärt er die Szene, den Kontakt mit dem YB-Spieler Schwegler, den der Schiedsrichter als Tätlichkeit taxiert hat. Ailton verwirft die Hände, zuckt mit den Schultern und wendet sich beim Interview mit dem Kopf immer wieder vom Mikrofon ab. Ailton kann es einfach nicht verstehen. Auch die Fernsehbilder schlüsseln die Szene nicht auf. Nicht zu verstehen ist allerdings neben all dem auch, wie oft der erfahrene Ailton in Bern aus dem Offside zurückgepfiffen worden ist. Ein Beobachter auf der Tribüne behauptet, gezählt zu haben. Neun Mal? Elf? Zwölf? Auf jeden Fall ist es entschieden zu viel.
Später Zürcher Druck
Doch es wäre weit verfehlt, den GC-Auftritt auf Ailtons missglückte Vorstellung zu reduzieren. Die Zürcher gerieten früh in Rückstand (Häberli, 13. Minute) und kamen erst besser ins Spiel, als der Berner Varela des Feldes verwiesen wurde. Da lief aber bereits die 58. Minute. Die Young Boys zogen sich ab diesem Zeitpunkt ohne den unmittelbar danach ausgewechselten Yakin nur noch zurück, der GC-Spieler Michel Renggli sprach deshalb von einem «extrem defensiven» Gegner. Jetzt drückten die Zürcher, doch Scott Sutter, Mikari, Dos Santos und zweimal Ailton scheiterten mit ihren Abschlussversuchen. «Bessere Torchancen können wir fast nicht haben», übertrieb der GC-Goalie Fabio Coltorti. Michel Renggli, wo liegt der Unterschied zwischen dem 5:0-Sieg vor zwei Wochen gegen den FC Luzern und der 0:1-Niederlage in Bern? Die Antwort: «Wenn wir das wüssten.»
Mehr Labilität als Stabilität
Rengglis Aussage der Ratlosigkeit könnte auch auf die Young Boys gemünzt sein. Auch sie spielen einmal besser, dann wieder schlechter, was sich auch auf die Vorgänge fernab des Spielfelds auswirkt. In beiden Vereinen ist wiederholt von Veränderungen die Rede, ist mehr Labilität als Stabilität. In Bern wird schon länger Grosses angekündigt, der «Mister YB» gesucht und an einer funktionierenden Mannschaft gebastelt; in Zürich wünscht der «Nebenamt-Sportchef» Karl- Heinz Riedle offensichtlich Entlastung. Zudem gären Fragen, ob die momentane Transferpolitik der GC-Weisheit letzter Schluss ist, ob sie im Verein auch breit getragen wird und ob sich Walter A. Brunner als GC-Präsident noch wohlfühlt. Solange Ailton Offsides, einen Platzverweis und vergebene Torchancen und nicht Tore schildert, bleibt die gewählte GC-Richtung in der Kritik.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 2. April 2007, 13:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 02.04.2007
Ein paar Fragen und Geschichten
Die Young Boys gewinnen gegen die Grasshoppers eine eigenartige Partie 1:0
Die beiden Uefa-Cup-Aspiranten boten keine oder höchstens phasenweise höhere Kunst. Zwischendurch wurden einige Protagonisten dennoch in Wallung versetzt. Auf jeden Fall schien es von aussen betrachtet so, obschon die davon Betroffenen nachher ratlos im Kabinengang standen. Der feurige YB- Spieler Carlos Varela war nach zwei Verwarnungen wieder einmal des Feldes verwiesen worden. Er signalisierte mit Handbewegungen, sich gar keiner Schuld bewusst zu sein. Und er fragte, nachdem er vom Platzverweis Ailtons gehört hatte: «Was hat Ailton getan?» Dieser sei mit Schwegler zusammengestossen, wurde Varela ins Bild gesetzt. «Ist das so schlimm?», entgegnete der YB-Spieler, der mehr und mehr glaubt, unter den Schiedsrichtern «keinen Bonus mehr zu haben».
Etwas später erschien Ailton. Auch er befand zum Platzverweis, dass da «gar nichts» gewesen sei - «ich bin noch nicht lange in der Schweiz, aber die Schiedsrichter verstehe ich nicht». Die Fernsehbilder zeigten einen Kontakt zwischen Ailton und Schwegler. Aber ob das eine Tätlichkeit war? Auf jeden Fall streuten die Szenen ein paar Geschichten ins Spiel, an das man sich später kaum mehr erinnern wird. Während der GC erst in den Schlussminuten dezimiert wurde, waren es die Berner schon ab der 58. Minute gewesen. Zum Leidwesen der Partie. Denn die Young Boys zogen sich ohne Varela passiv vor das eigene Tor zurück. Schönheitspreise wurden keine mehr abgeholt.
YB gut, GC «verschlafen»
Für das heimische Publikum (15 259, im Schnitt) war das schade, weil der YB- Beginn vielversprechend gewesen war. Die Berner waren besser als der Gegner, dynamischer, williger und bestimmten den Lauf der Dinge. Nach einer sehenswerten Kombination und einem Direktzuspiel Yakins erzielte Thomas Häberli in der 13. Minute das 1:0, das dem Spielverlauf entsprach.
Abgesehen von einem von YB-Goalie Wölfli abgewehrten Schuss Diego Leóns und dem Nachsetzen Vosers hatten die Zürcher nicht viel zu bieten. Deren Goalie Fabio Coltorti und deren Trainer Krassimir Balakow sprachen hinterher unisono davon, dass der Beginn von ihrer Seite «verschlafen» worden sei. Der wirblige und zentral agierende León bemühte sich zwar redlich, aber viel schaute dabei nicht heraus. Ailton lief zum Beispiel unzählige Mal ins Offside und trat sonst dreimal in Erscheinung: mit einem am Tor vorbei fliegenden Kopfball (72.), mit einem von Wölfli abgewehrten Schuss (81.) und mit dem Platzverweis (84.).
War der 5:0-Erfolg im eigenen Stadion vor zwei Wochen gegen den FC Luzern nach dem schmählichen Cup- Out gegen den gleichen Gegner gemäss Balakow ein «Befreiungsschlag» gewesen, so ist die erste GC-Niederlage im Stade de Suisse ein neuerlicher Rückschlag. Woran fehlt's? Spielerisch haben die vor der Rückrunde abermals verstärkten Grasshoppers Qualitäten. Darüber besteht kein Zweifel. Aber das Team ist nicht gefestigt und driftete in der Hauptstadt zuweilen sogar in qualitative Untiefen ab. Erst nach Varelas Platzverweis wurde es druckvoller. Doch dies hatte wiederum mit dem eigenartigen und überaus frühen «Rückwärts-Verhalten» der Berner zu tun.
«Wieder alles offen»
Balakow gab an der Medienkonferenz «keinen Kommentar» ab zu den Gerüchten, dass der GC-Präsident Walter Brunner sein Amt zur Verfügung stelle. Es sei rund um den GC zuletzt viel spekuliert und geschrieben worden, wehrte der Trainer die Erkundigung ab, vieles, «das nicht stimmt». Aber verbürgt soll sein, dass der Schaffhausen-Sportchef Christian Stübi eine Anfrage vom GC-Sportchef Karl-Heinz Riedle erhalten habe. Brunner war am Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Auf der anderen Seite taten die Berner wieder einmal einen Schritt vorwärts, wieder einmal geschah dies im eigenen Stadion, wieder einmal mit guten Ansätzen, und wieder einmal weiss niemand, was davon zu halten ist. YB- Trainer Andermatt lobte sein «sehr diszipliniertes Team» und hatte dessen Glauben an den Sieg «in Form von Herzblut» gesehen. Und der auf der ungewohnten linken Abwehrseite eingesetzte Raimondi vertrat die Ansicht, dass «wieder alles offen» sei. Ähnliche Voten waren schon nach anderen YB- Heimspielen zu hören. Doch in dieser trotz allem labilen Verfassung kann das Ziel für die Berner (wie für die Zürcher) nur noch Uefa-Cup-Platz heissen. Alles andere ist vermessen. Alles andere ist höchstens Zukunftsmusik.
Zwischen YB und Chiumiento ist (noch?) keine Liebe
Zum Kunstwerk, das die Young Boys im Stade de Suisse zeigen wollen, gehört auch der 23-jährige Davide Chiumiento. Der Italo-Schweizer ist ein Ballakrobat, ein Artist, einer, der technisch Überdurchschnittliches zu bieten imstande ist. 2006 kam er nach Bern, obschon ihn das frühere YB-Technikerteam Gernot Rohr / Marcel Hottiger gar nicht wollte. Der Anfang war ein Missverständnis. Die Liebe ist daraus nach wie vor nicht geworden. Gegen den GC sass Chiumiento, der sich zuvor öffentlich kritisch über YB und den Trainer geäussert hatte, auf der Ersatzbank. Der YB-Trainer Andermatt setzt derzeit nicht auf ihn: «Chiumiento hat seine Ansichten, die er kundtut. Er sagt jetzt, er habe gewisse Dinge gar nicht geäussert. Wenn es für ihn darum geht, Druckpunkte aufzusetzen, halten wir diese gut aus.» Gemäss Andermatt hat YB dem bis Ende Saison leihweise angestellten Artisten eine neue Vertragsofferte unterbreitet. Ob die Liebe doch noch entbrennt? (bir.)
_________________ For Ever
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