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 Beitrag Verfasst: Freitag 5. August 2005, 20:52 
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Gegen 1000 Beschwerden haben sie erhalten. BRAVO!!!


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 Beitrag Verfasst: Samstag 6. August 2005, 08:41 
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BZ, 06.08.2005

Stade de Suisse verspricht organisatorische Verbesserungen

Die Verantwortlichen des neuen Stade de Suisse in Bern wollen aus organisatorischen Fehlern bei den ersten Veranstaltungen lernen. Das betonte der neue Geschäftsführer Stephan Niedermaier am Freitag in Bern.

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Stefan Niedermaier, neuer CEO vom Stade de Suisse Wankdorf, steht mit Ersatztickets für den kommenden Fussballmatch YB-Aarau im neuen Stadion / Keystone

Bei den ersten Spielen und dem Eröffnungs-Wochenende hatten Warteschlangen und chaotische Zustände beim Ticket-Verkauf für Unmut gesorgt. Niedermaier kündigte an, das Stadion werde künftig früher geöffnet. Zudem ständen mehr Eingangstore offen, und man bemühe sich um zusätzliche Vorverkaufsstellen.

Niedermaier betonte zugleich, beim Stadion-Einlass werde es «immer Rückstau geben». Das sei eine Folge der seriösen Sicherheitskontrollen. Es sei absolut zumutbar, wenn jemand für seine persönliche Sicherheit 15 bis 20 Minuten anstehen müsse.


Begehrte Trosttickets

Auf grosse Resonanz stiess die Trost-Aktion für enttäuschte Besucher der Eröffnungsfeier. Bis kurz vor Meldeschluss am Freitagabend trafen rund 2000 Rückmeldungen ein, wie eine Sprecherin der Stade de Suisse AG auf Anfrage sagte. Für «berechtigte Kritik» am Eröffnungsspektakel gab es drei Gratis- Tickets für das nächste YB-Heimspiel.

Die Kosten der Trostaktion übernimmt die Stade de Suisse AG. Generell sagte Niedermaier, er sei von der Heftigkeit der Kritik überrascht worden. «Ich habe die Emotionalität eines Sportbetriebs wohl unterschätzt.»

Versprechen im Zeitungsinterview

Das Eröffnungsspektakel vom vergangenen Samstag hatte aufgrund des hohen Eintrittspreises von 100 Franken nur rund 15 000 Besucher angelockt - das neue Stadion fasst 32 000. Im Vorfeld waren bereits Zweifel an der Qualität der Eröffnungsshow aufgetaucht.

Wer nach dem Spektakel nicht begeistert sei, könne ihn anrufen und erhalte drei Gratistickets für ein YB-Spiel, versprach daraufhin der bis Ende Juli tätige Betriebsleiter Peter Jauch in einem Interview mit der Zeitung «Der Bund». Nun mussten die Stade- de-Suisse-Verantwortlichen Wort halten. Die Eröffnungsshow war von Zeitungskommentatoren und Leserbriefschreibern mehrheitlich verrissen worden.

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 Beitrag Verfasst: Montag 8. August 2005, 08:18 
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Bund, 08.08.2005

5000 Tickets

Auf das Angebot der Stadionbetreiber, wer nach dem «Eröffnungsspektakel» vom 30. Juli enttäuscht sei, könne drei Gratistickets für das Spiel YB – Aarau vom Mittwoch einfordern, stiegen über 2000 Personen ein. 5000 Tickets wurden nun verschickt. Gemäss Stade-de-Suisse-Betriebsleiter Stefan Niedermaier konnten 200 bis 300 Personen entweder nicht identifiziert werden, oder aber sie schrieben «dummes Zeug» in ihre Antragsbegründung. Andere hätten nur ein oder zwei Tickets bestellt. Nach der harschen Kritik an den langen Wartezeiten vor den Ticketschaltern waren am Samstag bei YB - GC keine Probleme feststellbar. Die Wartezeit vor der Kasse und beim Stadioneingang betrug 10 bis 15 Minuten. Laut Niedermaier ist die Suche nach zusätzlichen Vorverkaufsstellen im Gang. (cbn)

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 23. März 2006, 09:38 
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BZ, 23.03.2006

Stadion Wankdorf: Es braucht noch Verbesserungen

Die Organisation von Grossveranstaltungen im Stade des Suisse funktioniert in den Bereichen Verkehr und Sicherheit noch nicht völlig reibungslos. Stadt Bern, Transportunternehmen und Veranstalter planen deshalb eine Reihe von Verbesserungen.

Im Bereich Verkehr erarbeitet eine Arbeitsgruppe zur Zeit eine Reihe von Verbesserungsmassnahmen, wie die Stadt Bern am Mittwoch mitteilte. Geplant sind namentlich Verbesserungen bei der Fahrgastinformation und der Lenkung der Personenströme bei der S- Bahn-Station Wankdorf.

Zu diesem Zweck sollen bei der Station zusätzliche Lautsprecher und Monitore montiert werden. Auf dem südlichen Bahnhofvorplatz sollen zudem künftig mit mobilen Absperrungen Warteräume für die Fans geschaffen.

Gefährliches Gedränge auf dem Perron

Die Massnahmen drängten sich aus Sicherheitsgründen auf, sagte dazu auf Anfrage Hugo Staub, der Leiter der städtischen Verkehrsplanung.

Vor allem, wenn nach einem Match gleichzeitig viele Fans ihren Zug erreichen wollten, sei es auf den Perrons teilweise zu einem grossen Gedränge gekommen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, hätten die Bahnen einen sehr grossen Personalaufwand betreiben müssen. Teilweise hätten gar die durchfahrenden Züge ihr Tempo drosseln müssen.

Mit den Warteräumen könnten die Fans künftig bis nach der Abfahrt des vorigen Zuges auf dem Bahnhofvorplatz zurückgehalten werden.

Die S-Bahn-Station sei von Kanton und SBB aus Kostengründen bewusst auf den normalen Pendlerverkehr ausgelegt worden, sagte Staub zur Frage, ob die Anlage zuwenig grosszügig gebaut worden sei. Die Massnahmen seien notwendig, damit der Bahnhof auch den Anforderungen bei Grossveranstaltungen genüge.

Im Bereich Verkehr ist zudem geplant, die ÖV-Tickets der Zonen 10 und 11 des Libero-Tarifverbunds in die Eintrittstickets zu den Veranstaltungen im Wankdorf zu integrieren. Die Veranstalter entschädigen dafür den Tarifverbund mit einer Abgeltung, die entsprechenden Verhandlungen sind laut Staub aber noch nicht in allen Fällen abgeschlosssen.

Fans besser trennen

Im Stadion selber sind beim Eingang zum Gästesektor zusätzliche Zäune zur Trennung der Fangruppen geplant. Verbessert werden soll zudem die Beleuchtung auf dem Quartierplatz zwischen Stadtion und benachbarter Schule sowie jene auf der Sempachstrasse westlich des Stadions.

Die Massnahmen stehen in keinem direkten Zusammenhang mit der Fussball-Europameisterschaft von 2008, wie Staub weiter sagte. Umgesetzt werden sollen sie zum Teil bereits in den nächsten Wochen, noch vor dem Cupfinal zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Sitten vom 17. April. Zu den Kosten konnte Staub keine Angaben machen.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. August 2006, 10:12 
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NZZ, 15.08.2006

Eine Lebensversicherung für YB

Die Betreiber des Stade de Suisse kommunizieren viel Gutes

Von einer «Verwöhnkultur» ist neuerdings die Rede, wenn erklärt wird, wofür das im Sommer 2005 inaugurierte Stade de Suisse stehen soll. Ein Jahr nach der Eröffnung präsentierten die Verantwortlichen des Stadions erstmals Zahlen. Zu erfahren war beispielsweise, dass über 80 000 YB- Würste verkauft und insgesamt über 500 000 Matchbesucher begrüsst worden sind. Weil der FC Thun mit der Champions League und die Nationalmannschaft mit den WM-Qualifikations- Spielen gegen Frankreich und die Türkei das Haus im Gegensatz zu YB mehrmals füllten, ist zwischen dem ausserordentlichen und dem ordentlichen Umsatz zu unterscheiden. Mit dem Zustupf wurden 35 Millionen Franken umgesetzt, ohne ihn sind es 4,2 Millionen weniger.

Die fast penetrant wiederholte Botschaft an die Öffentlichkeit war am Montag deutlich: Dem von einer komplizierten Holdingstruktur getragenen Stade de Suisse gehe es gut, die Flughöhe sei beinahe erreicht und die Rechnung nach einem Jahr annähernd kostendeckend. Im nächsten Jahr soll sie gewinnbringend sein. Gemäss Benno Oertig, der diversen Verwaltungsräten im komplizierten und verästelten Stadion-Konstrukt vorsteht, sind im ersten Jahr nur zwei Dinge «in die Hose» gegangen: die Eröffnungsfeier und die von YB gegen den FC Sion «verpasste Cup-Final-Chance». Sonst scheint alles auf guten Wegen zu sein. So wird das zumindest kommuniziert.

Die Struktur unter der Holding ist schwer zu durchschauen. Der BSC Young Boys wurde vom Stadion-CEO Stefan Niedermaier als «das mit Abstand wichtigste Bewegungselement» des Stadions bezeichnet. Weil nur eine Umsatz-Übersicht vorgelegt wurde und alles unter der Holding ineinander fliesst, können die Zahlen nur interpretiert werden - und nicht mehr. So beziehen sich 44 Prozent (13,5 Millionen) des ordentlichen Umsatzes auf die YB-Spiele, die im Durchschnitt von 14 527 Personen besucht worden sind. Im Bereich Vermarktung und Sponsoring wurden im Stade de Suisse 10 Millionen umgesetzt, wovon 40 Prozent (4 Millionen) auf YB fallen. Theoretisch erhöhte sich der YB-Umsatz somit auf 17,5 Millionen. Das ist noch nicht alles, weil der YB- Transfer-Aufwand in die in Luzern ansässige und ebenfalls von Oertig präsidierte Mibet Finanz und Verwaltungs AG ausgegliedert ist. Sie finanzierte zum Beispiel die nicht billigen Zuzüge der Spieler Hakan Yakin und João Paulo. Über die Investitionen der Mibet wurde nichts bekannt. Mit der Mibet nehme man «Risiko von YB weg», sagte Oertig.

Wie die Zahlen auch immer zu interpretieren sind, welche Budgetposten auch immer zu YB gehören - an den Fakten ändert sich nichts. Der während Jahren serbelnde BSC YB hat mit dem Stade de Suisse eine Lebensversicherung erhalten. Laut Niedermaier bezahlt der Klub zum Beispiel keine Stadionmiete, zudem laufen weite Teile der YB-Geschäfte (Finanzen, Sponsoring) über die Stadion-Administration. Offensichtlich ist, dass die Stadion-Betreiber die YB-Rechnung gegenüber der Öffentlichkeit klein halten und somit Druck von der Mannschaft wegnehmen. Gemäss den offiziellen Zielsetzungen muss YB in Zukunft unter den ersten drei klassiert sein, international dabei sein, 15 000 bis 17 000 Zuschauer anziehen und in der Betriebsgesellschaft 2006 den Break-even erreichen, um das Team «noch flotter» machen zu können, wie angekündigt wurde. Schon 2007 soll das Stadion einen Gewinn von 3 bis 5 Millionen Franken einbringen.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. August 2006, 10:14 
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Bund, 15.08.2006

Über 81'000 YB-Würste verkauft

Über 81'000 YB-Würste, mehr als 217'000 Liter Bier, fast 44'000 Tassen Kaffe, 30 Millionen Schweizer Franken Umsatz und über eine halbe Million Zuschauer: Dies sind die Zahlen nach einem Jahr Stade de Suisse. Das Ziel von einem Besucherdurchschnitt von über 15'000 wurde knapp verpasst.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung des Stade de Suisse ziehen nach einem Jahr Betriebszeit sowohl auf sportlicher wie auch auf wirtschaftlicher Ebene eine positive Bilanz. Verwaltungsratspräsident Benno Oertig erklärt: «Von den gesetzten sportlichen Zielenwurden fast alle erreicht: Das YB-Kader erreichte in der vergangenen Saison den 3. Meisterschaftsplatz und zog in den Cup Final ein. Zudem freut es mich, dass der Cup Final wieder in Bern ausgetragen wurde.» Einzig die Zielsetzung vom Zuschauerschnitt von 15'000 bis 17'000 Besucherinnen und Besucher pro Spiel wurde mit 14'527 Personen knapp verpasst. Oertig: «In aktuellen Jahr sieht es aber danach aus, als könnte die 17'000 Marke erreicht werden.» Oertig erklärt, dass in den ersten 365 kein Gewinn erwirtschaftet wurde – allerdings musste das Stade de Suisse auch keinen Verlust hinnehmen.
Kritisch äusserte sich Benno Oertig auch über die Eröffnungsfeier Ende Juli 2005 des Stade de Suisse: «Die Eröffnungsfeier war sicher nicht der Hit. Da sich die durchführende Firma bereits im Auflösen befand, ging die Show ziemlich in die Hosen.»

Sportliche und kulturelle Nutzung

Seit der Eröffnungsfeier Ende Juli 2005 fanden im Stade de Suisse 22 YB-Heimspiele und diverse Quali- und Freundschaftsspiele des Heimverereins, 2 Länderspiele der Schweizer Nationalmannschaft, der Cup Final und 6 internationale Spiele mit dem FC Thun statt. Über eine halbe Million Zuschauer zogen diese Spiele ins Stade de Suisse Bern, rund die Hälfte davon besuchten YB-Meisterschaftspiele. Zudem wurde im Stadion vor einigen Monaten der Naturrasen durch Kunstrasen ersetzt. Das Stadion wurde im ersten Jahr allerdings nicht nur für Fussball-Events, sondern auch kulturell genutzt: Die Band «Bon Jovi» gab ein Konzert und das YB-Museum wurde eröffnet. Über 37'000 Personen nahmen zudem an einer Stadioführung teil.

30 Millionen Franken Umsatz

Positiv fällt auch die wirtschaftlichen Bilanz nach 365 Tagen Stade de Suisse aus. In den ersten zwölf Monaten ist ein Umsatz von über 30 Millionen Schweizer Franken erwirtschaftet worden. Stefan Niedermaier, CEO des Stade de Suisse präzisiert: «44 Prozent der Einnahmen sind auf YB-Heimspiele zurückzuführen. Die Tendenz ist steigend.» Weitere 33 Prozent sind aus Vermarktung und Sponsoring generiert worden. Aus dem Bereich «Restauration» stammen fünf Prozent des Umsatzes: Es wurden über 81'000 YB-Würste, 38'000 Pizzen, 44'000 Hamburger und 217'000 Liter Bier konsumiert.

Es muss nicht immer Popmusik sein

Auch in Zukunft bleiben die Ziele der Verantwortlichen des Stade de Suisse ambitioniert. Stefan Niedermaier: «Sportlich gesehen wollen wir in die Top 3 der Meisterschaft und in den Cup Final. Wirtschaftlich möchten wir einen Gewinn von 3-5 Millionen Franken erwirtschaften.» Zudem sollen drei bis fünf Konzerte im Stadion stattfinden. Allerdings soll es auch hier eine Änderung geben. «Es muss ja nicht immer Popmusik sein», vernimmt man bei den Verantwortlichen einstimmig.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. August 2006, 10:15 
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Bund, 15.08.2006

Ein Stadion macht Freude

Die Betreiber des Stade de Suisse sind mit den ersten 12 Monaten zufrieden, doch sie wollen noch besser werden
Deutlich mehr Umsatz als budgetiert dank dem FC Thun und der Nationalmannschaft, «fast eine schwarze Null» bei YB: Die Betreiber weisen fürs erste Geschäftsjahr bessere Zahlen aus als erwartet.

Der Start vor einem Jahr verlief wenig verheissungsvoll. Das dreitägige Eröffnungsfest war wegen der hohen Eintrittspreise und einer höchst umstrittenen Show für nicht wenige Besucher ein grosses Ärgernis. Hochrote Köpfe gab es auch beim ersten Champions-League-Qualifikationsspiel des FC Thun gegen Dynamo Kiew zwei Tage später. Grund: Probleme mit dem neuen Ticketingsystem, was vor den Kassenhäuschen zu langen Warteschlangen führte.

Die beiden Pannen wurden gestern von den Stadionverantwortlichen kurz angesprochen, als sie vor den Medien das erste Betriebsjahr Revue passieren liessen. Sonst aber waren es vorwiegend positive Punkte, die sie hervorstrichen. 11 von 13 Zielen seien erreicht worden, sagte Benno Oertig, Verwaltungsratspräsident der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG (SdS AG), die auch bei YB das Sagen hat. Was die sportlichen Belange betrifft, so ist Oertig einzig mit dem Besucheraufmarsch nicht ganz zufrieden. Statt der budgetierten 15 000 bis 17 000 kamen im Durchschnitt 14 527 Zuschauer zu den YB-Heimspielen. Zum Vergleich: Thun lockte bei seinen Champions League-Auftritten im Schnitt 26 051 Zuschauer in das Stade de Suisse. «Der FC Thun war wirtschaftlich ein gutes Zubrot», sagte Stade-de-Suisse-Betriebsleiter Stefan Niedermaier.

4,2 Millionen Umsatz wurden allein an Spielen des FC Thun und den beiden WM-Qualifikationsspielen der Schweiz generiert. Ansonsten waren es in den ersten 12 Monaten 30,8 Millionen. Zu diesem Betrag trugen die Aktivitäten von YB 44 Prozent oder rund 13,5 Millionen Franken bei. Niedermaier: «YB ist unser wichtigstes Bewegungselement.» Weitere grosse Posten sind die Vermarktung und das Sponsoring, die 10 Millionen Franken einbrachten.

Damit YB vorne mitspielen kann, nahmen die Stadionbetreiber beträchtlich Geld in die Hand. Das Geld für neue Spieler kommt aber nicht von der SdS AG, sondern von der Mibet AG, die alle Transfers für den Verein tätigt. Wie viel diese in der letzten Saison ausgegeben hat, wurde gestern nicht bekannt gegeben. Schon bald wird die Mibet AG ihr Betätigungsfeld ausdehnen. VR-Präsident Oertig liess am Rande der gestrigen Pressekonferenz durchblicken, dass die Finanzierungsgesellschaft in beträchtlichem Umfang in das geplante YB-Tainingszentrum in Rubigen investieren will. Das Zentrum dürfte zwischen sechs und acht Millionen kosten.

Drei bis fünf Millionen Gewinn

Im ersten Betriebsjahr schreibt die SdS AG laut Niedermaier «knapp schwarze Zahlen». Im kommenden Jahr will die SdS drei bis fünf Millionen Franken Gewinn schreiben. Im Bereich Events wird angestrebt, drei bis fünf Grosskonzerte durchzuführen. «Wenn möglich nicht ausschliesslich aus dem Bereich Rock und Pop», sagte Niedermaier. Die Auslastung des Businessbereichs soll von heute 66 auf 80 Prozent gesteigert werden. Schliesslich will Niedermaier den Presidents Club ins Leben rufen, «ein exklusiver Klub mit nur elf Mitgliedern», der hie und da für YB in die Schatulle greifen soll.

[i] Das neue Wunder von Bern: Buch zur Entstehungsgeschichte des Stade de Suisse, herausgegeben von Bernhard Giger; erhältlich im Benteli-Verlag (http://www.benteliverlag.ch).


EXTRA

Zahlen zum Wankdorf

522 407 Zuschauer besuchten im ersten Jahr ein Fussballspiel im Stade de Suisse. 246 951 Eintritte gingen auf das Konto von YB, 182 357 Besucher waren bei den Spielen von Thun zugegen. Je über 30 000 kamen zu den zwei Spielen der Schweiz. Einige Verkaufszahlen zum Stadioncatering: 81 125 YB-Würste, 38 000 Pizzas, 44 322 Hamburger, 217 614 Liter Bier.

Im Business Center wurden 1300 Veranstaltungen abgehalten. An diesen wurden 40 000 Gäste gezählt. An den Stadionführungen nahmen seit der Eröffnung 37 150 Personen teil. (ruk)

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. August 2006, 10:16 
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BZ, 15.08.2006

81 125 YB-Würste verkauft

30,8 Millionen Franken setzte das Stade de Suisse im ersten Jahr um. Die Chefs ziehen eine positive Bilanz. 500 000 Personen besuchten die Fussballspiele. Und als Renner entpuppte sich die YB-Wurst.

Bevor die Zahlen dominierten, setzte die Stadionleitung gestern auf Emotionen. Mit einem visuellen Rückblick startete sie die Medienkonferenz zum 1-Jahr-Jubiläum des Stade de Suisse Wankdorf. Die wichtigsten Momente, die sich in den letzten zwölf Monaten im Stadion zugetragen hatten, wurden noch einmal auf eine Leinwand projiziert: Das erste YB-Spiel gegen Marseille, die Thuner Auftritte in der Champions League, der Cupfinal YB – Sion, die WM-Qualifikationspartien der Schweizer Nationalmannschaft und schliesslich der Einbau des künstlichen Rasens. Benno Oertig, Verwaltungsratspräsident der Stade de Suisse AG, und Stadion-CEO Stefan Niedermaier zeigten sich danach sehr zufrieden. Das Stade de Suisse Wankdorf habe ein erfolgreiches erstes Betriebsjahr hinter sich. 30,8 Millionen Franken Umsatz erzielte die Aktiengesellschaft – ohne Thuner Festspiele in der Champions League. «Damit haben wir den Break-even geschafft. Die Bilanz ist ausgeglichen», sagte Oertig und fügte an, das sei für ein Unternehmen dieser Grösse nach nur einem Jahr nicht selbstverständlich. Zum «ordentlichen» Umsatz kommen zusätzlich 4,2 Millionen von den Thuner Europacup-Abenden in Bern. «Für uns war das ein schöner Zustupf», sagte Niedermaier.


Zufrieden mit YB

Wichtigste Einnahmequelle für die Stade de Suisse Wankdorf AG sind die Heimspiele der Young Boys. Sie machen 44 Prozent der Einnahmen aus (siehe Grafik). Die Zuschauerzahlen sind dennoch das «Sorgenkind» der Stadionbetreiber. «In dieser Hinsicht haben wir unser Ziel verpasst», sagte Oertig. Vor der Eröffnung hatte man einen Schnitt von bis zu 17 000 Matchbesuchern angepeilt, erreicht wurden 14 500. «In der laufenden Saison werden wir die Vorgabe erfüllen», zeigte sich Stefan Niedermaier optimistisch. Der Stadionchef erhofft sich dadurch auch Mehreinnahmen im Cateringbereich. Der Konsum der bei den Fans beliebten YB-Wurst dürfte damit weiter ansteigen. «Im ersten Jahr wurden 81 125 YB-Würste verkauft», gab Niedermaier fröhlich bekannt.

Bis auf die Zuschauerzahlen sind Niedermaier und Oertig zufrieden mit YB. «Das Team hat den von uns geforderten dritten Schlussrang in der Super League erreicht und ist im europäischen Wettbewerb dabei», sagte Oertig. Auch die Teilnahme am Cupfinal sei als Erfolg zu werten – ebenso die Tatsache, dass das Endspiel nach einigen Jahren Unterbruch erstmals wieder in Bern stattgefunden habe. «Auf die Sponsorensuche, die wir selber vornehmen, wirkten sich die Resultate positiv aus», sagte Niedermaier, der vor dieser Saison den Bau- und Heimwerkermarkt OBI für drei Jahre als YB-Hauptsponsor gewinnen konnte.


Nicht nur Rockmusik

Im nächsten Betriebsjahr wollen die Stadionverantwortlichen «das Erreichte bestätigen» und die Kosten optimieren. Niedermaier sieht etwa bei den Sicherheitsausgaben Sparpotenzial. Im ersten Jahr habe man dafür eher zu viel aufgewendet, sagte er. «Allerdings hat sich der Aufwand gelohnt, indem wir vom Schweizerischen Fussballverband, Fifa und Uefa in dieser Hinsicht Bestnoten erhalten haben und mit weiteren Topspielen im Stadion rechnen können», sagte Niedermaier.

Auch in Sachen Events wollen Niedermaier und Oertig zulegen. Bis zu fünf Konzerte sollen in den kommenden zwölf Monaten im Stadion stattfinden. Die Bewohner des Nordquartiers, die befürchten, wegen der Musikanlässe noch häufiger mit Lärm und Mehrverkehr konfrontiert zu werden, beruhigte Niedermaier. «Der Spielplan von YB lässt es gar nicht zu, mehr als fünf Konzerte zu organisieren.» In Zukunft soll es sich ohnehin nicht wie bisher ausschliesslich um Rock- oder Popmusik handeln, die im Stade de Suisse ertönt. «Wir können uns alle möglichen Stilrichtungen vorstellen», sagte Niedermaier.
Der nächste Künstler allerdings, der im Stade de Suisse auftritt, ist ein Vertreter der Populärkultur. Niedermaier und seine Mitarbeiter bereiten die beiden Robbie-Williams-Konzerte vom 23. und 24. August vor. Dafür haben die Arbeiten im Stade de Suisse bereits begonnen.Alexander Wäfler

522 407 Zuschauer besuchten die Fussballspiele im Stade de Suisse. Alleine die Young Boys lockten mit ihren 22 Heimspielen 246 951 Leute ins Stadion. 37 150 Personen nahmen an Stadionführungen teil. Die Besucher konsumierten insgesamt 81 125 YB-Würste, 38 000 Pizzas, 44 322 Hamburger und 217 614 Liter Bier.aww

Das Stade de Suisse unter der Lupe

In Buchform wird auf ein Jahr Stade de Suisse geschaut. Auch der Rückblick aufs alte Wankdorf kommt nicht zu kurz.
Es war allerhand los im Stade de Suisse im ersten Jahr nach der Eröffnung. Die Sterne der Champions League glänzten vom Wankdorf aus in die weite Welt. Das Nationalteam legte den Grundstein zur WM-Teilnahme, und Rockmusiker Bon Jovi liess den Puls von 40 000 Besuchern höher schlagen.

Im Benteli Verlag ist ein Buch produziert worden, das die vielseitige Palette der Ereignisse zusammenfasst und vieles mehr bietet. Autor Bernhard Giger, Newschef dieser Zeitung und YB-Fan, hat ein Werk mit 120 Seiten und zahlreichen Farbbildern kreiert, das in Erinnerungen schwelgen und Emotionen aufkommen lässt. Das Buch trägt den Titel «Das neue Wunder von Bern – Stade de Suisse Wankdorf» und ist im YB-Fanshop und im Buchhandel für 48 Franken zu kaufen.


Blick hinter die Kulissen

Im ersten Teil lässt BZ-Fotograf Andreas Blatter die vierjährige Baugeschichte Revue passieren und vor allem Bilder sprechen. Am 3. August 2001, nach dem letzten Spiel im Wankdorf (YB – Lugano, 1:1), kamen die Souvenirjäger auf ihre Kosten – beobachtet vom Fotografen.

Im zweiten Teil geht Giger auf die Entwicklung des Stadions ein, das mit der WM 1954 Kultstatus erreichte. Nachzulesen ist zum Beispiel, wie die Stadtregierung Ende der Vierzigerjahre vorerst einen Neubau im Neufeld ins Auge fasste, ehe das Wankdorf ausgebaut wurde. Selbstverständlich kommen auch die grössten YB-Erfolge nicht zu kurz.
Im dritten Teil beleuchtet BZ-Redaktor Konrad Tobler die «kleine Stadt in der Stadt», das Stadion wird von ungewohnten Seiten beleuchtet – im Sinn der vielseitigen Nutzung. Auch im vierten Teil wird ein Blick hinter die Kulissen gewährt – mit Porträts von Menschen, die oft im Stadion verweilen oder im Umfeld der Arena ihren Arbeitsplatz gefunden haben. Der fünfte Teil, die Events, rundet das Buch ab – zwischen Thun und Kuhn, Sion und Everson, Nervenkitzel und dem ersten Flitzer.

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