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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2016, 22:21 
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«Lars Lunde war ein Lausbub»

Wie war das damals, als die Young Boys Meister wurde? YB-Legende Martin Weber erinnert sich.

Am 24. Mai 2016 ist es auf den Tag genau 30 Jahre her, seitdem die Young Boys zuletzt den Schweizer Meistertitel geholt haben. Über diesen Titelgewinn und die Mannschaft, die diesen ermöglichte sind unzählige Anekdoten im Umlauf. Martin Weber, damaliger YB-Verteidiger, erinnert sich im Videointerview, was vor 30 Jahren geschah.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/la ... y/26025417

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. Mai 2016, 22:23 
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Das Tüpfelchen auf dem i

So unglaublich es heute scheint: Bern stand durchaus nicht Kopf, als YB Meister wurde. Statt auf dem Bundesplatz feierten die Spieler den Sieg im Bocciahäuschen.

«Ist das der neue Bus-Chauffeur?» Ich gebe es ja zu: Meine Frage, gestellt im Januar 1986 am Genfer Hallenturnier, war zynisch, aber schliesslich war die Vorrunde von YB auch nicht gerade das Gelbe vom Ei gewesen. Und nun sollte dieser kleine, etwas rundliche und nicht austrainiert wirkende Mann YB in der zweiten Saisonhälfte verstärken.

Die Skeptiker verstummten schnell, denn dieser kleine Mann, von Sportchef Walter Eichenberger nach Bern geholt, machte den Unterschied. Er hiess Robert Prytz, war 26-jährig, Mittelfeldspieler und 29-facher schwedischer Internationaler.

Trainer Alexander Mandziara kannte seine kreativen Qualitäten und liess ihm die entsprechenden Freiheiten – mit verblüffendem Effekt. Mit Prytz bekam YB einen echten Chef auf dem Spielfeld, einen Koordinator, dank dem die anderen Akteure regelrecht aufblühten: Im Mittelfeld Georges Bregy und Urs Bamert, im Sturm vor allem Dario Zuffi und Lars Lunde.

Plötzlich erhielten die Angreifer genau zugespielte Bälle in die Tiefe oder wurden mit weiten Pässen über 40 Meter und mehr versorgt. In der Defensive wuchs das YB-Bollwerk, unterstützt von mitdenkenden Mittelfeldspielern, über sich hinaus:

Jean-Marie Conz als Libero, Martin Weber als Vorstopper, auf den Seiten Jürg Wittwer und Roland Schönenberger. Goalie Urs Zurbuchen hatte oft ein Herrenleben. Die einstigen «Nobodys» waren plötzlich feste Grössen und fanden sich sogar im Nationalteam wieder.

14 Spiele – 13 Siege

Diese Rückrunde! Einfach phänomenal, nach einer Vorrunde, die YB mit 18 Punkten nur auf Rang 5 beendet hatte. Das «grosse» Xamax lag scheinbar unanfechtbar an der Spitze, was niemanden überraschte: Trainer Gilbert Gress coachte damals die weitaus teuerste Mannschaft der Schweiz.

Engel, Stielike, Don Givens, Hermann, Elsener: So hiessen die Stars der Mannschaft. Als es in der zweitletzten Runde zum entscheidenden Match kam, hatte YB die Neuenburger in der Tabelle zwar überholt. Trotzdem fuhren die Gelb-Schwarzen nur als Aussenseiter auf die Maladière.

Was auch der Grund war, weshalb die Vereinsführung um Präsident Ruedi Baer zum Voraus keine Meisterfeier organisiert hatte. Man wollte sich – falls es nicht klappen sollte – nicht dem Spott der Leute aussetzen.

Diese vornehme Zurückhaltung war unbegründet. Das Resultat ist bekannt – und noch heute sind wir Berner stolz auf den grossartigen Match, den «wir» mit einem unwiderstehlichen Lunde und dem glänzenden Regisseur Prytz an diesem Samstagabend in Neuenburg geliefert haben.

Ich erinnere mich, wie ich für den Montag-«Bund» mit Genugtuung schreiben durfte: «Das Tüpfelchen aufs i setzten die Young Boys an diesem 24. Mai 1986, der als grosser Tag in die Vereinsgeschichte eingehen wird: Sie gewannen im eigentlichen Finalspiel gegen Xamax auswärts gleich mit 4:1.

Die Zwischenbilanz des Frühlings 1986, die allein schon einen Meistertitel verdient hätte, sieht so aus: 14 Spiele, 13 Siege, 1 Niederlage, 42:6 Tore.»

Meisterfeier im Bocciahäuschen

Bern stand allerdings nicht Kopf, der Bundesplatz wurde nicht zur YB-Festhütte. Ein paar Autofahrer, die hupend durch die Strassen fuhren – das war schon alles. Die Mannschaft liess sich die Festfreude aber nicht nehmen: Auf der Rückreise nach Bern liessen die Spieler den Car anhalten, um in einem Restaurant ein paar Harassen Bier zu besorgen.

Im Wankdorf wollte man alsdann halt eine private Party feiern. Als Lokalität bot sich das Bocciahäuschen an, wo Bregy, Prytz, Lunde und Weber wie auf dem Spielfeld eine führende Rolle übernahmen. Viel davon, was dort bis in den frühen Morgen tatsächlich ablief, ist nicht verbrieft.

Sicher aber ist, dass wir Journalisten damals nicht dabei waren – die Arbeit rief! Und sicher ist auch, dass sich ein paar Spieler später in Begleitung des umstrittenen Financiers Jürg Stäubli, der sich gerne als YB-Fan in Szene setzte, ins Babalu begaben.

Die Helden von damals kennen viele Bernerinnen und Berner auch nach 30  Jahren noch mit Namen – aber das YB-Kader bestand nicht nur aus den schon genannten Akteuren.

Heute ist fast vergessen gegangen, dass auch Stefan Knutti, Kurt Brönnimann, Rolf Zahnd, Reto Gertschen, Alain Baumann, René Sutter, Stefan Bützer, Jo Radi und Stefan Moranduzzo ihren Beitrag leisteten zum 11. Meistertitel.

Genau wie Assistenztrainer Beat Jäggi und die Masseure Fredy Häner und Fredy von Allmen.

Real Madrid und der Cupsieg 1987

In der folgenden Spielzeit konnte YB den Meistertitel nicht bestätigen. Die Saison 1986/87 ist dennoch unvergessen: Im Meistercup bezwang YB im Wankdorfstadion das grosse Real Madrid 1:0.

Und im Frühjahr 1987 führte Mandziara seine Mannschaft zum Sieg im Cupfinal gegen Servette (4:2 nach Verlängerung). Es waren die letzten grossen Titel des BSC YB. Neue werden irgendwann wieder dazukommen. Wie sagt man doch in Bern: «Nume nid gschprängt!»

Charles Beuret war von 1979 bis 2006 Redaktor und Produktionschef beim «Bund», für den er YB begleitete. Im neuen Stadion realisierte er das YB-Museum und war bis 2010 Kommunikationschef bei YB/SdS. Seit seiner Pensionierung wirkt er im Teilpensum als Kurator des YB-Museums.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Da ... y/17774067

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Mai 2016, 21:35 
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Welches ist das schönste YB-Tor?

Es ist entschieden, YB ist nicht Schweizer Meister. Krönungswürdige Tore gab es trotzdem. Sagen Sie uns, welches ihr Favorit ist.

Die Saison ist vorbei. Dank einer spektakulären Rückrunde erspielten sich die Young Boys den unangefochtenen zweiten Tabellenplatz. In den 36. Runden erzielten sie 78 Tore. Manche sind längst wieder in Vergessenheit geraten, andere reissen Fussball-Liebhaber immer noch aus dem Sessel.

Doch welches davon ist das Sehenswerteste. Wer schoss das YB-Tor der Saison?


http://www.derbund.ch/sport/fussball/We ... y/27501714

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 4. Juni 2016, 08:59 
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Sulejmani traf am schönsten

Die Leserschaft hat entschieden: Miralem Sulejmani schoss das schönste Tor der YB-Saison.

78 Tore in 36. Runden erzielten die Young Boys in dieser Saison, und erspielten sich in einer spektakulären Rückrunde den unangefochtenen zweiten Tabellenplatz. Nur: Welches der Tore war das schönste? Wenn es nach der «Bund»-Leserschaft geht, ist der Fall klar: Das 1:0 von Sulejmani im Spiel YB-FCZ am 24. April war in unserer Online-Umfrage für 46 Prozent das schönste Tor von allen.

Das 2:0 von Hoarau im Spiel YB-FCL am 6. 3. 2016 holte noch 27 Prozent der Stimmen:


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Su ... y/27501714

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 4. Juni 2016, 09:27 
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Die Richtung stimmt ­– auch dank Trainer Adi Hütter

Sportredaktor Fabian Ruch zieht eine YB-Saisonbilanz.

Ein Spiel wie die Saison. So war das am Sonntag, als YB zu Hause gegen Basel bald 0:3 in Rückstand lag und am Ende halbwegs ehrenvoll 2:3 verlor. Schlimm war die Niederlage nicht, und doch war die Begegnung ein Fingerzeig für die Young Boys. Es reicht gegen den FCB noch nicht ganz, selbst wenn der Serienmeister mit einer besseren B-Mannschaft antritt.

Und doch sind die YB-Aussichten für die Zukunft sehr gut. Man mag das, weil man bei den Young Boys in der Vergangenheit so viele Rückschläge erlebte, als Zweckoptimismus empfinden, wenn man möchte. Aber die Richtung des Vereins stimmt im sportlichen Bereich auf vielen Ebenen – und die Resultate entscheiden, wie es um den Gesamtbetrieb im Stade de Suisse bestellt ist.

Hinter den Young Boys liegt eine ordentliche Saison. Und das ist zum heutigen Zeitpunkt als Erfolg zu bewerten. Nach dem katastrophalen Saisonstart, als bereits nach wenigen Wochen die Champions League wie die Europa League verpasst worden waren und der Meistertitel kein Thema mehr sein konnte, schaffte es der neue Trainer Adi Hütter, die Mannschaft sofort zu stabilisieren. Es war vielleicht Fredy Bickels grösster Fehler gewesen, Hütters Vorgänger Uli Forte nicht im Sommer ausgetauscht zu haben – wie es der Sportchef eigentlich machen wollte, weil er nicht mehr an Forte geglaubt hatte.

Insgesamt aber ist es Bickel gelungen, ein Team aufzubauen, das in der Lage ist, bald endlich wieder einen Titel zu gewinnen. Die Mischung aus Erfahrung, Klasse und Talent passt. Allerdings ist noch nicht klar, welches Gesicht die YB-Mannschaft in der nächsten Saison genau haben wird. Verlässt tatsächlich keiner der jungen, umworbenen Akteure wie Denis Zakaria, Yvon Mvogo und Florent Hadergjonaj den Verein, was auch aus Sicht der teilweise noch recht unerfahrenen Talente am sinnvollsten wäre, ist es den Young Boys zuzutrauen, den FC Basel anzugreifen.

Unzufriedene Kräfte wie Milan Vilotic und vor allem Sékou Sanogo werden bei YB wohl gehen, die Leistungsträger aber könnten gehalten werden. Im zentralen Mittelfeld fehlte zuletzt ein überragender Taktgeber. Allerdings dürfte das grosse Talent Zakaria bei entsprechender Entwicklung in die Chefrolle schlüpfen. Personalbedarf herrscht auf den Flügelpositionen. Dort sind die überzeugenden Yoric Ravet und Miralem Sulejmani gesetzt, doch weil auf YB bereits im Sommer erneut ein happiges Programm wartet, benötigt Coach Hütter starke Alternativen.

Der FC Basel aber bleibt das Mass aller Dinge in der Super League. Er arbeitet ausgezeichnet, und für einmal wird der personelle Umbruch moderat ausfallen. Sogar der Trainer, Urs Fischer, bleibt gleich. Und dank des Verkaufs von Breel Embolo für rund 30 Millionen Franken sowie wegen der Einnahmen aus der Champions League von mindestens 15 Millionen wird sich die glänzende wirtschaftliche Situation der Basler weiter verbessern.

Aber auch YB, das ist eine andere erfreuliche Nachricht, steht in dieser Beziehung nach struben finanziellen Jahren mit hohen Millionenverlusten seit 2010 vor rosigeren Zeiten. Im Team hat es mehrere Spieler, die teuer verkauft werden können, bei Zakaria lockt sogar eine achtstellige Ablösesumme. 2017 wird es zu mehreren Mutationen kommen, deshalb steht das Team nun vor der Reifeprüfung.

YB darf sich erneut hohe Ziele setzen. Alles andere wäre nicht glaubwürdig. Es war auch im letzten Sommer nachvollziehbar gewesen, einen Titel als Zielsetzung zu formulieren. Und am Sonntag wird der Verein noch einmal mit einem schwarzen Fleck der letzten Jahre konfrontiert.

Im Cupfinal stehen sich die zwei schlechtesten Teams der Liga, Zürich und Lugano, gegenüber. Gegen den FCZ hatte YB zu Hause im Achtelfinal eine der schwächsten Vorstellungen unter Hütter abgeliefert (1:3). In der Rückrunde agierten die Young Boys gegen kleinere Teams dann deutlich stabiler. Es ist ein weiterer Fortschritt auf dem Steigerungslauf unter Hütter zum souveränen Erreichen von Rang 2.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25182391

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