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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Mai 2012, 09:12 
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Angst in der Garderobe

So machte Gross die YB-Spieler fertig

Nach der Entlassung von Christian Gross packen einige YB-Spieler aus – zum Teil anonym.

Scott Sutter wechselte innerhalb der Saison von den Young Boys zum FC Zürich. Der Grund, weshalb Sutter nun beim FCZ die Aussenbahn beackert, war Ex-YB-Trainer Christian Gross. Mit ihm hatte der 25-jährige Aussenverteidiger (zwei Länderspiele für die Schweiz) das Heu bekanntlich nicht auf der gleichen Bühne.

Weshalb er unter dem mittlerweile geschassten Gross einen solch schweren Stand hatte, fragt er sich noch heute. Sutter im Blick-Sporttalk (siehe Video oben): «Ich weiss nicht genau, was das Problem war. Im Fussball ist es so, dass dich einige Trainer mögen, andere nicht. Vielleicht hat ihm meine Spielweise nicht gepasst. Das kann ich akzeptieren.»

Oder waren es persönliche Gründe? Sutter: «Das kann sein, aber das müssen Sie Herrn Gross fragen.» Er selbst habe nie ein Problem mit Gross gehabt. Es sei nie zu Diskussionen gekommen.

Und wie beschreibt Sutter, der Gross nicht attackiert, seinen Ex-Coach? «Ohne Frage. Gross ist sehr professionell. Fussball kommt für ihn an erster Stelle. Die Frage ist, ob ein Trainer, der die Autorität verlangt und braucht, heute noch der Schlüssel zum Erfolg ist.» Sutter erwähnt FCB-Coach Heiko Vogel als Gegenbeispiel. Ein Trainer müsse auch da sein, wenn man ein privates Anliegen habe.

Andere YB-Spieler äussern sich – hinter vorgehaltener Hand und anonym – viel kritischer, teilweise gar nicht vernichtend über ihren Ex-Trainer. «Moreno Costanzo hatte es ganz schwer unter Gross. Jeden Tag musste er einstecken. Er konnte machen, was er wollte. Es war nicht gut genug. Auch Nuzzolo kam oft an die Kasse», sagt ein YB-Spieler zu Blick.ch.

In der Garderobe habe Gross mit seiner autoritären Art Angst und Schrecken verbreitet, schrie rum. Ein anderer Spieler, der auch anonym bleiben möchte: «Ich gebe zu, dass ich bisher die schlechteste Saison meiner Karriere spiele. Aber unter diesem Trainer war das nicht anders möglich.»

Was sich auch negativ auf das Selbstvertrauen der Spieler auswirkte: Gross habe dauernd neue Spieler gefordert. Und diese auch erhalten.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 74797.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Mai 2012, 11:01 
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«Ich gebe zu, dass ich bisher die schlechteste Saison meiner Karriere spiele. Aber unter diesem Trainer war das nicht anders möglich.»

im gegensatz zum interview mit wölfli lehnt sich sutter hier weit mehr aus dem fenster mit einer kritik an gross.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Mai 2012, 17:25 
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http://www.beobachter.ch/konsum/freizeit/artikel/19657/

Blick hinter die Kulissen eines Fussballspiels!


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Mai 2012, 10:56 
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Viele junge Spieler

Der neue Trainer, den YB sucht, wird bei der Kaderbereinigung mitreden wollen. Das Team ist sehr breit und teuer besetzt – und mit Scott Sutter (Zürich), Ammar Jemal (Köln) sowie Christian Schneuwly (Thun) kehren im Sommer noch drei ausgeliehene Akteure nach Bern zurück. Zumindest die Aussenverteidiger Sutter und Jemal aber dürften verkauft werden, Schneuwly dagegen könnte David Degen (zu Basel) ersetzen. Der 24-jährige, frühere YB-Junior Schneuwly passt perfekt ins neue Bild, welches die Young Boys nach missratener Spielzeit vermitteln wollen. Sie möchten jünger, freundlicher, dynamischer, bescheidener daherkommen.

Und es stehen ja viele sehr junge Kräfte im Kader der Berner: Neben den Venezolanern Alexander Gonzalez (19 Jahre) und Josef Martinez (18) beispielsweise der Tscheche Jan Lecjaks (21), der Sambier Emmanuel Mayuka (21), der Finne Juhani Ojala (22), der Ivorer Pascal Doubai (19) oder die Schweizer Freddy Mveng (19), Michael Frey (17) und Nassim Ben Khalifa (20), der Wolfsburg gehört. Der neue Trainer wird die richtige Mischung zwischen diesen Talenten und den zahlreichen gestandenen Akteuren im Kader finden müssen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13607863

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Mai 2012, 09:52 
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YB legt Rekurs ein

Fussball · Die Young Boys hoffen auf eine Reduktion der sechs Spielsperren gegen Raúl Bobadilla und Pascal Doubai.

Bis morgen Abend hat YB Zeit, Rekurs einzulegen gegen die happigen Sperren für Raúl Bobadilla und Pascal Doubai. Und die Young Boys nutzen dieses Recht, weil sie hoffen, dass die beiden Akteure nicht gleich für sechs Partien gesperrt bleiben. Bobadilla und Doubai waren letzte Woche derart streng bestraft worden, weil sie auf ihre Platzverweise im Spiel gegen Luzern (2:2) mit Beleidigungen gegen die Spielleiter reagiert hatten. Eine Reduktion der Sperren hätte zur Folge, dass die Akteure nicht auch in den ersten drei Partien der nächsten Saison gesperrt wären.

Lizenzentscheid am 24. Mai

Den Young Boys ist ja zudem die Lizenz für nächste Saison in erster Instanz verweigert worden. Die fehlenden Unterlagen und Bankgarantien hat der Verein nun bei der Swiss Football League eingereicht. Bei YB geht man davon aus, dass die Lizenzerteilung Formsache ist. Die Liga informiert am 24. Mai.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2012, 08:23 
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CAS lässt YB aufatmen

Keine Sion-Punkte für Thun, Lausanne, FCL und FCB

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Antrag der vier Super-League-Klubs abgelehnt. Die Tabelle erfährt keine Änderungen. YB kann die Europa League schon fast planen.

Die Saison neigt sich dem Ende zu. Doch ein juristischer Fall war unter anderem noch nicht geklärt. Weil Sion in der Hinrunde die sechs nicht-qualifizierten Spieler gegen sie eingesetzt hatte, stellten Thun, Lausanne, Luzern und Basel am 3. Februar 2012 beim CAS den Antrag auf Forfaitniederlagen gegen die Walliser. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League hatte den Protest der vier Klubs im Dezember 2011 abgewiesen.

Vor einer Woche, am 9. Mai, nahm sich der Internationale Sportgerichtshof des Falles an. Resultat: Thun und Lausanne (forderten 6 Punkte) sowie Luzern (zwei) und Basel (wollte ein 3:0 forfait statt ein 1:0) gehen leer aus. Sion werden die 13 gewonnenen Punkte auch nicht - wie von den Klägern gefordert - abgezogen.

Da die Titel-Entscheidung bereits gefallen ist und Sion als Barrage-Teilnehmer feststeht, hätte das Urteil nur noch Konsequenzen im Kampf um die europäischen Plätze haben können. Thun hätte YB mit einem 6-Punkte-Zuspruch nämlich rechts überholt.

Nun müssten die Berner Oberländer (40 Punkte), aktuell Fünfte, die beiden letzten Spiele in Luzern und gegen Zürich gewinnen, um das drittplatzierte YB (45 Punkte) noch zu überholen.

Die Stadtberner, welche die klar bessere Tordifferenz aufweisen, müssten gegen Sion und in Basel gleichzeitig verlieren. Dazu müsste das viertplatzierte Servette (45 Punkte) sein letztes Spiel zuhause gegen den FCB noch verlieren. Dann würden die beiden Berner Klubs in der Europa-League-Quali spielen.

Der CAS-Entscheid ist insofern clever, als Sion keine Handhabe hat, noch einmal zu klagen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 86982.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2012, 13:28 
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Die Tabelle erfährt keine Änderungen. YB kann die Europa League schon fast planen.

sehr gut!


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. Mai 2012, 12:01 
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Gute Aussichten in Europa

YB absolviert eine enttäuschende Saison, blickt aber der nächsten Spielzeit auch auf kontinentaler Ebene optimistisch entgegen.

Noch ein Spiel, am Mittwoch in Basel, müssen die Young Boys absolvieren, dann ist diese mühsame Saison für sie vorbei. Die Bilanz ist stark ungenügend, der Rückstand auf Meister FCB beträgt 26 Punkte, die Rückrunde war bis zur Freistellung von Trainer Christian Gross erschreckend schwach – trotz für Super-League-Verhältnisse ausgezeichnet besetzen Kaders. «Die Spieler haben zuletzt eine Reaktion gezeigt», sagt CEO Ilja Kaenzig. «Und zum Glück müssen wir jetzt in Basel nicht gewinnen, um den Europacup zu erreichen.»

Der Auftritt morgen im St.-Jakob-Park wird dennoch ein bisschen bitter für das ambitionierte YB, das in seiner Vorwärtsstrategie spektakulär Schiffbruch erlitt. Am letzten Mittwoch sicherte sich Rivale Basel ja ausgerechnet im Berner Stade de Suisse den einen nationalen Pokal durch einen glückhaften Sieg nach Elfmeterschiessen im Cupfinal gegen Luzern. Und morgen, eine Woche später, wird dem seit langem als Champion feststehenden FCB – endlich, endlich – die Meistertrophäe überreicht. YB ist mal wieder Zuschauer: mittendrin und doch nicht richtig dabei.

Europäische Ziele

Das soll sich in Zukunft ändern, das Team ist mit vielen begabten Akteuren besetzt und könnte nächste Saison Basel angreifen. Zumal der nationale Primus vor einem heiklen personellen Umbruch steht. Und europäisch strebt YB, wie in der letzten Saison, die Europa-League-Gruppenphase an. Zuletzt scheiterten die Berner ja in der Qualifikation oft unglücklich an stärker eingestuften Gegnern wie 2009 an Athletic Bilbao (1:0 auswärts, dann 1:2 zu Hause) und zuletzt 2011 an Braga (0:0 auswärts, 2:2 in Bern). Gegen den portugiesischen Vertreter war YB zweimal das bessere Team, im Hinspiel wurde Alain Nef ein Kopfballtor zu Unrecht wegen Abseits aberkannt. Es war nicht die einzige bittere Fehlentscheidung der Spielleiter gegen die Young Boys in den letzten Monaten, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Gesetzt – Rang 2 wäre wichtig

Hier geht es um die Aussichten in der Europa-League-Qualifikation im Sommer. Bleiben die Young Boys Dritte, gilt es die Runden 2, 3 und 4 zu überstehen, um die Gruppenphase zu erreichen. Aber gelingt es ihnen morgen, Luzern noch zu überholen, hätte das erhebliche Vorteile und würde YB im Sommer zwei anstrengende Runden gegen Teams aus kleineren Fussballländern ersparen. Weil Basel das Double gewonnen hat, erbt nämlich der Ligazweite den Schweizer Cupsiegerplatz – und müsste erst in den finalen Playoff-Spielen eingreifen. Siegen die Young Boys in Basel, während Luzern in Sion verliert, würde YB mal wieder Vizemeister und hätte zumindest das noch erreicht.

YB steht übrigens mittlerweile mit einem Uefa-Koeffizienten von 16,860 auf Rang 105 aller europäischen Vereine. Das dürfte bedeuten, dass die Berner in diesem Sommer in allen Runden gesetzt sein und in der Qualifikation einem höher eingeschätzten Gegner (wie eben zuletzt Bilbao oder Braga) ausweichen würden. Im letzten Jahr war YB mit einem Wert von 14,980 in den Playoff-Partien ja noch das beste Team, welches nicht gesetzt war (und das auch nur, weil es in der Runde zuvor in zwei Partien Treffer in der Nachspielzeit für Mannschaften gab, die einen höheren Koeffizienten als YB hatten).

Einem Kontrahenten aus einer starken Liga also könnten die Young Boys erst in der Gruppenphase zugelost werden – egal, ob sie die aktuelle Saison auf Rang 2 oder 3 beenden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23239239

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2012, 10:15 
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24.05.2012

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Ein starkes YB für die Liga

Der FC Basel dominierte unangefochten die vergangene Fussballsaison. Die Vorzeichen für YB stehen gut, um dem Liga-Dominator bald Paroli bieten zu können.

Der Schweizer Fussball blickt auf eine schwierige Super-League-Saison zurück. Der Lizenzentzug und Konkurs gegen Xamax, der Beinahekonkurs von Servette, die Krisen von YB, GC und Zürich sowie das Theater um den 36-Punkte-Abzug gegen den FC Sion prägten die letzten Monate und sorgten für negative Schlagzeilen. Nur in Thun (Bernard Challandes) und Luzern (Murat Yakin) haben die Trainer die ganze Saison bestritten. Vielen Vereinen fehlt es an Geduld und Weitsicht.

Nicht aber dem FC Basel. Er musste den Trainer zwar auch auswechseln, weil es Thorsten Fink nach Hamburg zog. Der Serienmeister setzte auf Kontinuität, beförderte den unbekannten Assistenten Heiko Vogel auf den Chefposten, wurde mit dem nächsten Double und unvergesslichen Auftritten in der Champions League belohnt.

Der überragende FC Basel war in dieser Saison zu gut für die Schweiz. Er zog an der Spitze einsam seine Kreise, im Titelkampf herrschte Langeweile. Die Liga braucht ein starkes YB als Gegenspieler des FC Basel. Die Young Boys sind derzeit der einzige Verein, der mit dem FCB mithalten könnte. Die Voraussetzungen sind in Bern fast noch besser als in Basel, weil das Stadion den gleichen Investoren gehört wie der Klub. Und das Zuschauerinteresse ist riesig, das Kader breit, gut und talentiert.

YB muss nun bei der Trainersuche eine kluge Wahl treffen und einen Coach engagieren, der Freude und Aufbruchstimmung vermittelt. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen um CEO Ilja Kaenzig und den Technischen Direktor Hansruedi Hasler ihre Ideen durchsetzen dürfen – und sie nicht einen Kandidaten des Verwaltungsrats, der sich sehr stark ins Tagesgeschäft einmischt, berücksichtigen müssen.

Weil der FCB vor einem grossen und heiklen personellen Umbruch steht und mehrere Leistungsträger verliert, könnte YB den Basler Giganten nächste Saison herausfordern. Die kriselnden Zürcher Vereine FCZ und GC dagegen dürften mit ihrer Stadionproblematik kaum ganz oben angreifen können. In Luzern und St. Gallen gilt es, die Begeisterung im Umfeld auszunutzen, um sich näher an die Branchenführer zu schieben. Und die Vereine in der Westschweiz werden weiter Wundertüten darstellen. Servette zittert sehr stark um die Lizenz, Lausanne hat Probleme in vielen Bereichen (Stadion, Team, Finanzen), hält sich aber gemessen an den Möglichkeiten ausgesprochen gut.

Der FC Sion mit seinem streitbaren Präsidenten Christian Constantin bleibt ein Sonderfall. Und solange im Wallis keine moderne Arena steht, wird Sion nicht mit Basel und YB in Konkurrenz treten können und bloss im Cup ein Titelkandidat sein. Würde Sion in der Barrage über Pfingsten gegen Aarau absteigen, stünde es mit seinem teuren Team zudem vor unangenehmen Zeiten in der Challenge League. Thun schliesslich, das erneut Fünfter wurde, hat wieder das Optimum herausgeholt. Bei den Oberländern gibt es zwar auch heftige Richtungskämpfe in der Chefetage, trotzdem wird im sportlichen Bereich besonnen und ohne Hektik gearbeitet.

Trotz allen Problemen: Die Super League ist ein attraktives Produkt. Das beweisen steigende Zuschauerzahlen, das Medieninteresse und der neue TV- und Marketingvertrag, der die jährlichen Einnahmen von 16 auf 28 Millionen Franken erhöht. Dennoch wird die Finanzierung eines Fussballteams nicht nur in der Schweiz eine Gratwanderung bleiben. Viele europäische Vereine sind stark verschuldet – und Champions-League-Sieger Chelsea zum Beispiel wurde in den letzten Jahren mit über einer Milliarde Franken vom Besitzer Roman Abramowitsch alimentiert. Es ist erstaunlich und schade, werden Fussballklubs oft immer noch wie Spielzeuge reicher Männer gehalten. Der Europäische Fussballverband will mit seinem Financial-Fair-Play-Programm nun dafür sorgen, dass die Klubs nicht mehr ungebremst Schulden anhäufen oder von privaten Personen unterstützt werden. Die Umsetzung wird nicht einfach sein. Schweizer Vereine haben unterschiedliche Geschäftsmodelle entwickelt, Transfers begabter Fussballer in grössere Ligen generieren hohe Ablösesummen. Basel, YB und Zürich verkauften zusammen in den letzten drei Jahren Spieler für über 100 Millionen Franken ins Ausland. Das beweist, wie hoch das Potenzial der Super League ist. Negativschlagzeilen hin oder her.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17530910

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2012, 10:28 
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23.05.2012

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Young Boys Trotz Platz 3 – Anspruch und Wirklichkeit liegen weit auseinander.

Und wieder einmal soll alles besser werden

Umspült vom rot-blauen Meistertrubel, verzogen sich die Young Boys gestern aus dem St.-Jakob-Park und trotz des 2:1-Sieges aus einer Saison mit vielen Enttäuschungen und Missverständnissen. Sagenhafte 23 Punkte Rückstand weisen die Berner auf den dominierenden Meister aus. Das vor Saisonbeginn formulierte Ziel, den FC Basel herauszufordern und den vor einem Jahr eingehandelten Rückstand von 16 Punkten zu minimieren, ist mit Trainer Christian Gross grandios gescheitert und bereits diffuse Vergangenheit.

Auch wenn sich YB mit Platz 3 zumindest wieder die Qualifikationsspiele für die Europa League gesichert hat: Anspruch und Wirklichkeit liegen erneut weit auseinander. Was bleibt, ist die teuerste Mannschaft in der 114-jährigen Geschichte des BSC Young Boys. YB hat das zweitgrösste Budget und das zweitgrösste Stadion in der Super League. Was fehlt, ist die Geduld, bei der YB-Führung wie im Umfeld.

Seit dem Einzug ins Stade de Suisse im Sommer 2005 ist noch jeder Trainer bei YB an den hochgeschraubten Erwartungen gescheitert, von Hans-Peter Zaugg über Gernot Rohr, Martin Andermatt, Vladimir Petkovic bis zum dekorierten Meistertrainer Christian Gross, der sich nur zehn Monate im Amt halten konnte.

Die Abschiedszeremonie gestern Abend beim FC Basel machte es nochmals deutlich: Auch der Meister ist gezwungen, sich immer wieder zu erneuern und zu hinterfragen. Der FCB muss auf die kommende Saison mit den Abgängen ihrer Talente Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka sowie von Routinier Benjamin Huggel praktisch das gesamte Mittelfeld ersetzen, zudem geht Abwehrchef David Abraham. Diese Lücken erfolgreich zu schliessen, ist für die Verantwortlichen des FCB eine ambitionierte Aufgabe, auch wenn das Geld dazu vorhanden ist. Doch die Basler haben schon mehrmals bewiesen, dass sie solche Herausforderungen mit Weitsicht und ein bisschen Geduld meistern können.Bei YB soll auf die neue Saison wieder einmal alles besser werden. Doch was sich die Berner nicht erkaufen können - sondern sich erarbeiten müssen -, sind Zähigkeit und Ausdauer, um ein Meisterteam aufzubauen.

15. YB-Trainer in 15 Jahren

Das fängt beim Cheftrainer an. Die Konstanz des FCB auf der Trainerbank ist beeindruckend. Mit dem Einzug in den St.-Jakob-Park 2001 brach beim FC Basel die neue Ära an; in diesen elf Jahren waren lediglich drei Cheftrainer im Amt. Thorsten Fink, im Sommer 2009 als Nachfolger von Christian Gross nach Basel gekommen, wählte nach zweieinhalb Saisons zudem selbst den Abgang nach Hamburg. Sein Nachfolger, Heiko Vogel, realisierte mit seinem Team mit dem Gewinn des Doubles und der Achtelfinal-Qualifikation in der Champions League die erfolgreichste Saison in der Geschichte des FC Basel 1893.

Bei YB sind aber Ungeduld und Unruhe die Konstante. Ein neuer Trainer soll es nun wieder einmal richten; der neue Mann wird der 15. Trainer in 15 Jahren sein. Und der Verein versucht, die hochgeschraubte Erwartungshaltung etwas zurückzufahren. CEO Ilja Kaenzig kündet an, dass es über den Sommer im Kader von YB wenig Mutationen geben werde.

Das bleibt abzuwarten und wäre untypisch für YB. David Degen strebt ohnehin einen stillen Abgang zum FC Basel an. Trotz seiner bescheidenen Rückrunde im gelb-schwarzen Dress ist Afrika-Meister Emmanuel Mayuka im Fokus einiger ausländischer Klubs, und sein Berater wirbelt. Wer weiss, bei einem entsprechenden Angebot könnte der Auftritt in Basel gestern bereits Mayukas Abschiedsspiel in der Super League gewesen sein. So würde der 22-jährige Stürmer Yannick N’Djeng von Espérance Sportive de Tunis wieder ganz aktuell; den Kameruner wollten die Berner bereits im vergangenen Winter verpflichten.

Und einige Leihspieler sorgen ebenfalls für rege Betriebsamkeit. Sie kommen zurück, wie Christian Schneuwly von Thun oder - zumindest bis zum Trainingsanfang am 14. Juni - Verteidiger Ammar Jemal aus Köln. Scott Sutter, der an den FCZ ausgeliehen war, hat am Dienstag schon einmal im Stade de Suisse sein Garderobenkästchen wieder eingeräumt.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Un ... y/10951433

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