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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 27. April 2016, 18:06 |
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27.04.2016  Zitat: Schällibaum lobt die Fortschritte bei YB
Marco Schällibaum, der frühere Erfolgstrainer der Young Boys, spricht über seine Arbeit in Aarau. Und über das Spitzenspiel zwischen GC und YB am nächsten Samstag.
Zu Gast in der Sendung «The Soccer Lounge» auf SPORTAL HD ist diese Woche Marco Schällibaum. Der Trainer arbeitet beim FC Aarau in der Challenge League seit Monaten sehr erfolgreich. Er spricht über seine Arbeit, seine impulsive Art und seine abwechslungsreiche Karriere, die ihn nach Kanada führte – und auch zweimal in eine längere Arbeitslosigkeit.
Marco Schällibaum, der einstige Erfolgscoach der Young Boys, äussert sich in der Sendung zusammen mit dem früheren YB-Goalie Ivan Benito sowie Fabian Ruch, Sportredaktor der Berner Zeitung, auch über das Spitzenspiel zwischen GC und YB vom nächsten Samstag. Und er lobt die Young Boys, die unter Trainer Adi Hütter auf einem sehr guten Weg seien. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23938226
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shalako
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Verfasst: Freitag 29. April 2016, 10:52 |
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29.04.2016  Zitat: Wie der Konkurrenzkampf die Young Boys beflügelt
YB muss bald dem FC Basel zum Meistertitel gratulieren – überzeugt aber ebenfalls seit Wochen. Das liegt auch am ausgeprägten Konkurrenzkampf im Team. Das Beispiel Scott Sutter.
YB ist im Hoch. Aber trotz zuletzt 9 Siegen in 10 Partien und erst 5 Niederlagen in 30 Runden beträgt der Rückstand auf den enorm starken, konstanten FC Basel 6 Spieltage vor Saisonende 16 Punkte. Bald müssen die Young Boys dem Serienmeister mal wieder zum Titel gratulieren. Wie immer seit 2010.
Rang 2 aber dürfte YB nicht mehr zu nehmen sein, selbst bei einer Niederlage am Samstag beim Dritten GC würde der Vorsprung noch 8 Punkte betragen. Und als Anreiz bleibt dem Berner Klub immer noch, die Rückrundentabelle zu gewinnen. Seit der Winterpause hat YB in 12 Begegnungen 29 Zähler geholt – nur einen weniger als Basel. «Die Vorbereitung auf die nächste Saison hat längst begonnen», sagt Trainer Adi Hütter, «wir wollen zeigen, dass wir bereit für weitere Fortschritte sind.»
Fredy Bickels Anspruch
Es läuft den Young Boys gerade wie geschmiert, ihre Auftritte sind spektakulär und torreich. Das hohe Niveau ist auch dem ausgeprägten Konkurrenzkampf zu verdanken. Zuletzt fielen erneut regelmässig Spieler aus, die Langzeitverletzten in der Defensive (Loris Benito, Gregory Wüthrich, Alain Rochat) werden jedoch nicht vermisst. Es hat mit Milan Vilotic, Jan Lecjaks und Scott Sutter starke Abwehrspieler, die einspringen können.
Ohnehin ist die Berner Mannschaft von hinten bis vorne breit besetzt. «Das benötigen wir, um oben mithalten zu können», sagt Sportchef Fredy Bickel. Im Tor leistet sich YB den prominentesten und teuersten Ersatzgoalie der Liga, den früheren Nationalspieler und langjährigen Captain Marco Wölfli. Und viele weitere Positionen sind doppelt überdurchschnittlich besetzt, beispielsweise das zentrale Mittelfeld. Dort streiten vier Akteure (Denis Zakaria, Milan Gajic, Leonardo Bertone, Sékou Sanogo) um die zwei Plätze.
«Ich bin nicht zufrieden»
In der Offensive wiederum stehen fünf sehr starke Spieler für vier Positionen zur Verfügung. Zuletzt gegen Zürich (3:0) musste Yuya Kubo vorerst auf die Bank, obwohl er im Spiel vorher in Luzern (3:2) zwei Tore erzielt hatte. Guillaume Hoarau, Alexander Gerndt und Miralem Sulejmani trafen gegen den FCZ, einzig der überzeugende Winterpausenzugang Yoric Ravet ging leer aus. Hinter dem Offensivquintett aber ist der Qualitätseinbruch markant. Auf den Flügeln dürfte YB im Sommer nachbessern, zumal offen ist, ob Routinier Raphael Nuzzolo in Bern bleibt. Hinter Ravet und Sulejmani benötigen die Young Boys Alternativen.
Besonders umkämpft wären bei YB eigentlich die Abwehrpositionen. Weil gegen Zürich mit Florent Hadergjonaj aber neben Benito, Wüthrich und Rochat noch ein vierter Akteur ausfiel, stellte sich die Viererkette mit Steve von Bergen, Vilotic, Sutter und Lecjaks von alleine auf. Sutter überzeugte, wie zuletzt oft, muss aber meistens zuschauen, weil Hadergjonaj als Rechtsverteidiger gesetzt ist. «Er spielt stark», sagt Sutter, «das akzeptiere ich.» Es sei nicht einfach, wenn man Ersatz sei. «Ich bin nicht zufrieden mit meiner Situation», sagt Sutter. «Ich bin nicht 35 Jahre alt, sondern erst 29, und möchte immer spielen.»
Viele Spiele nächste Saison
Scott Sutter ist ein loyaler Spieler. Und vielseitig einsetzbar, weil er auch die linke Aussenbahn beackern kann. Er dürfte in den letzten Wochen nicht immer verstanden haben, warum ihm dort Lecjaks vorgezogen wurde. Sagen würde Sutter das nie, dazu ist er zu lange im Geschäft. Er erklärt: «Es gefällt mir sehr gut bei YB, wir können nächste Saison angreifen, es wächst etwas zusammen.» Er beobachte aber genau, wie sich die Dinge entwickelten, schliesslich könnte Konkurrent Hadergjonaj im Sommer ins Ausland wechseln. «Ich will bereit sein, wenn sich eine Chance bietet», sagt Sutter.
Es wäre bitter für die Young Boys, würde auch der frühere Nationalspieler (zwei Partien) wegen Perspektivlosigkeit auf einmal Abwanderungsgelüste hegen. Sutter sagt, er wolle eigentlich in Bern bleiben. «Und wir möchten nächste Saison ja eine Gruppenphase im Europacup erreichen. Wir werden also wohl viele Spiele bestreiten, ich werde auf meine Einsätze kommen.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18778353
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shalako
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Verfasst: Samstag 30. April 2016, 10:27 |
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30.04.2016  Zitat: YB und die nächste Saison
Was spriesst denn da?
Die Young Boys sind in der Rückrunde fast so gut wie der FC Basel. Wieder einmal scheinen sie fähig, nächste Saison den Serienmeister herauszufordern. Aber es fehlt Planungssicherheit.
s war Anfang Februar, die Rückrunde stand bevor, YB lud zur Pressekonferenz, und ein Journalist wollte wissen, ob es denn passe mit Guillaume Hoarau.
Ob es denn passe mit diesem Stürmer, der ein Riese ist, aber keine Rakete; der in Bern schon fast Kult ist, weil er eine gewisse Erhabenheit versprüht, wo immer er auch auftaucht, in der Kabine, auf dem Feld oder wenn er durch den Bahnhof schlendert, weitgehend unerkannt, aber mit gefälligem Grinsen im Gesicht, als besteige er sogleich einen Zug in die weite Welt, die ohnehin schon ihm gehört.
Ob es denn passe mit Hoarau, in diesem sagenumwobenen, viel Laufarbeit erfordernden Pressing-System des Trainers Adi Hütter, der erst seit September in Bern arbeitet.
Diese Frage war naheliegend, nicht wenige Leute stellten sie, vermutlich gab es nur einen einzigen Menschen, dem sie beim besten Willen nicht in den Sinn gekommen wäre – Hoarau. Und was sagte Hütter? Er erinnerte an seinen letzten Arbeitgeber, an Red Bull Salzburg, mit dem er 2015 Meister und Cup-Sieger wurde; im Sturm spielte er zeitweise mit dem Spanier Jonatan Soriano und dem Brasilianer Alan, und diese beiden, sagte Hütter, seien «nicht gerade die grössten Pressing-Haie».
Pressing-Haie! Hätten die Young Boys in der Rückrunde keine Unterhaltung geboten, wäre immerhin diese Wortschöpfung geblieben.
Für den Sommer büssen
Aber die Young Boys haben Unterhaltung geboten, von den letzten zehn Spielen gewannen sie deren neun.
Und Hoarau schoss in zwölf Spielen dreizehn Tore. Es passt gut mit Hoarau.
Es passt so gut, dass YB 2016 bisher nur einen Punkt weniger als der FC Basel gewonnen hat, YB 29, der FCB 30. Es passt so gut, dass wieder einmal ein Pflänzchen zu spriessen scheint, das etwas für die Zukunft verheisst.
Wäre da nicht das Wissen darum, dass es seit dem letzten Meistertitel 1986 immer wieder Phasen gab, in denen ein YB-Pflänzchen das Köpfchen streckte, bis es doch wieder zu wenig Sonne sah.
Und wäre da nicht die Tabelle, die YB eben doch weit hinter dem FCB aufweist, mit 16 Punkten Rückstand.
Und wäre da nicht dieses einzige Spiel von den letzten zehn Partien, das YB nicht gewann. Es war auswärts in Basel, Sieg für Basel, wieder einmal.
Vielleicht ist YB nicht nur einen einzigen Punkt schlechter als der FCB; handkehrum wirkt das Team auch nicht so viel schwächer, dass die Differenz 16 Punkte betragen müsste. YB büsst für die Desorientierung im Sommer und die Entlassung des Trainers Uli Forte nach drei Runden. Es mag sein, dass YB in den letzten Wochen von einer gewissen Unbeschwertheit profitierte; es gibt kein Ziel mehr, das zu erreichen oder zu verpassen wäre, Rang 1 ist weit weg, Rang 2 nahezu gesichert. Jedenfalls herrscht der Eindruck, dass YB in einer Position relativer Stärke wäre, um nächste Saison den FCB anzugreifen. Ist dem so?
Das Team ist gut und jung und teuer, es gibt Youngsters wie Yvon Mvogo, Florent Hadergjonaj oder Denis Zakaria und Prominenz wie Miralem Sulejmani, Steve von Bergen oder Hoarau (kein Pressing-Hai!). Fredy Bickel, der Sportchef, sagt: «Es ist etwas zusammengewachsen.» Seit 2013 arbeitet er in Bern, fast Halbjahr für Halbjahr hat er YB verstärkt, die Integration eigener Junger inklusive. Unbesehen davon musste sich Bickel in letzter Zeit vorhalten lassen, dass er für spätestens 2016 einen Titel versprochen hatte. Eine solche Prophezeiung liegt ihm heute fern – was auch daran liegt, dass er nicht genau weiss, wie die Equipe nächste Saison aussieht. Eigentlich ist alles klar, bis auf zwei ausgeliehene Spieler (Zulechner, Kololli) haben alle Kadermitglieder laufende Verträge. Aber in Wahrheit fehlt Bickel Planungssicherheit, er macht sich auf einen turbulenten Sommer gefasst, «weil etliche Spieler sehr gefragt sind».
Aber wen wird er wirklich ersetzen müssen? Geht der Goalie oder ein Verteidiger oder ein Mittelfeldspieler? Bickel ahnt, dass Änderungen bevorstehen – aber er weiss noch nicht, wo. Und weil etliche Entscheide erst nach der Euro, im Juli und im August, fallen könnten, droht ein rollender Prozess, ein Umbau im Frühstadium der Meisterschaft. Dem FCB steht Ähnliches bevor (vgl. Text nebenan), aber er hat sich darin schon öfter bewiesen: im Neubau des Teams auf hohem Niveau.
Und für YB geht es auch um eine andere Kunst: um die richtige Kommunikation, um den Zwischenton aus Aufbruchstimmung und Bescheidenheit. Es wäre wohl verfehlt, erneut zur Jagd auf den Titel zu blasen; doch es grenzte an Selbstaufgabe, nicht daran zu denken.
«Einen Schritt vorwärts»
Was spriesst denn da? Ist das YB-Pflänzchen schon stark genug? Bickel sagt: «Das Gerüst steht. Was daraus entstehen kann, hängt stark von den nächsten zwölf Monaten ab: ob wir es schaffen zu ersetzen, wen wir verlieren. Wichtig ist zu verwalten, was wir im Moment haben. Wenn wir zudem weniger Verletzungspech haben als in dieser Saison, kann die Mannschaft noch einmal einen Schritt vorwärts machen.»
Vermutlich ist es so: YB würde gerne vom Titel reden, aber doch nichts sagen. Denn die letzten Wochen könnten Mut gegeben haben: Es passt gut mit Hoarau. YB hat zwar eine offensive Grundausrichtung und schiesst viele Tore; aber dieses Partout-Pressing, dieses Pressing um jeden Preis, ist nicht so ausgeprägt, wie nach Hütters Amtsantritt vermutet worden war. Man könnte fast sagen: Nicht Hoarau passte sich YB an, sondern YB Hoarau. Und man hätte sich denken können, dass es so weit kommt. http://www.nzz.ch/sport/fussball/was-sp ... 1.18733779
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shalako
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Verfasst: Samstag 30. April 2016, 10:32 |
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30.04.2016  Zitat: Allen Stürmen getrotzt
Marko Dangubic ist das grösste YB-Talent mit Jahrgang 1996. Nun steht der U-21-Stürmer vor dem Einstieg in den Profifussball.
Schule, Team- und Spezialtraining, Physiotherapie, Kräftigungs- und Dehnübungen für die Hüften. Marko Dangubics Tage sind bereits vollgepackt mit Terminen. Und jetzt stehen auch noch die Abschlussprüfungen am Sportgymnasium Neufeld an. «Es ist stressig», bestätigt der Nachwuchsspieler. Um sogleich anzufügen, das Mehrpensum lasse sich bewältigen, wenn man die nötige Disziplin aufbringe. Was zum Beispiel heisst, zwischen Schulende und Training, welches in der Regel um 16 Uhr beginnt, in einer ruhigen Ecke zu lernen.
An Disziplin hat es dem grossgewachsenen jungen Mann noch nie gemangelt. Und auch nicht an Ehrgeiz, einer anderen ganz wichtigen Komponente im Spitzensport. Den Ehrgeiz hat er vom Vater geerbt, der in Serbien selber Fussballprofi war, bevor er Anfang der 90er-Jahre mit seiner Frau und dem älteren Sohn in die Schweiz zieht. Hier kommt Marko Dangubic 1996 zur Welt. Er wächst in einer Umgebung auf, wo sich fast alles um Fussball dreht. Am Tisch wird über Fussball debattiert, im TV läuft oft Fussball, vom Vater gibts Anschauungsunterricht, Ratschläge und Anweisungen. Übungsplatz ist meistens die Schulanlage Selhofen in Kehrsatz, dem Wohnort der Dangubics.
Früh den Vater verloren
Der Vater bleibt erster Ansprechpartner und wichtigste Bezugsperson, als Marko Dangubic elfjährig via Selection-Team bei YB landet. Wie zuvor beim FC Belp übt er sich auch hier fleissig in seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Toreschiessen.
Bis 16 gibt es in seinem Leben keine grossen Turbulenzen. Er geht gerne zur Schule, hat Erfolg im Fussball und geniesst die spärliche Freizeit mit Kollegen. Am 20. Februar 2012, nur wenige Tage nach seinem 16. Geburtstag, wird das Familienglück jäh zerstört. Sein Vater stirbt völlig überraschend an einem Hirnschlag. Schock, Trauer, Leere. Viele Fragen, unbefriedigende Antworten, familieninterne Diskussionen, wie es weitergehen soll. Für Marko Dangubic, der seinem Vater versprochen hat, immer alles zu geben, ist schnell einmal klar: Das Projekt Profifussballer wird durchgezogen – jetzt erst recht.
Die Hüften als Schwachstelle
Einige Wochen nach dem schweren Schicksalsschlag wartet bereits die nächste Bewährungsprobe auf den Teenager: Schnelles Wachstum und starke Belastung haben zu einer Deformation des rechten Hüftkopfs geführt. Mittels Arthroskopie soll der Schaden behoben werden. Nach der Operation im April 2012 folgt das übliche Prozedere: Rehabilitationsprogramm, Intensivierung des Trainings, Rückkehr auf den Fussballplatz. Wieder machen sich Schmerzen bemerkbar. Hoffen, Zweifeln, Bangen. Irgendwann ist klar: Die rechte Hüfte muss mittels einer grösseren Operation gerichtet werden. Drei Monate später ein erneuter Eingriff, diesmal wird präventiv die linke Hüfte behandelt. Das Karrierenende scheint nah. Aber nicht für eine Kämpfernatur wie Marko Dangubic. Er schuftet unter Anleitung von Physiotherapeuten wie ein Berserker, absolviert unzählige Spezialtrainings, dehnt und kräftigt die Muskulatur im Hüftbereich.
Talentspäher Christoph Spycher, welcher den langwierigen und schweisstreibenden Prozess begleitet hat, staunt noch heute, mit welcher Willenskraft und Konsequenz der serbisch-schweizerische Doppelbürger an seinem Comeback gearbeitet hat: «Er hat eine unglaubliche Mentalität. Manch anderer junger Spieler hätte kapituliert, wenn ihm derart viele Steine in den Weg gelegt worden wären.»
Beidfüssiger Strafraumstürmer
Die Leidensgeschichte mit den Hüften hat Dangubic rund eineinhalb Jahre wertvolle Ausbildungszeit gekostet. Seit er seinen Körper wieder voll belasten kann, versucht er mit Spezialtrainings Verpasstes nachzuholen. Im Sprintbereich, wo er schon länger gewisse Defizite aufweist, hat er die Vorgaben, die er zusammen mit Spycher festgelegt hat, erreicht. «Doch ein Riesensprinter bin ich immer noch nicht», weiss Dangubic.
In der U-21-Auswahl hat er in seiner zweiten Saison einige Duftnoten gesetzt. 14 Tore sind ihm bisher gelungen, zufrieden ist er dennoch nicht. «Ich hätte mehr aus meinen Möglichkeiten machen müssen.» Dangubic ist ein beidfüssiger Strafraumstürmer, der förmlich riecht, wohin der Ball kommt. Einiges hat er Stéphane Chapuisat abgeschaut, welcher regelmässig mit den Stürmern der U-14 bis U-18 arbeitet. Der 20-Jährige kommt ins Schwärmen, wenn er über den ehemaligen Weltklassespieler spricht: «Seine Lockerheit, sein linker Fuss, seine Körpertäuschungen – es ist ein Genuss, ihm zuzuschauen.»
Andere Vorbilder sind Zinedine Zidane, Zlatan Ibrahimovic und Aleksandar Mitrovic (Newcastle United). Von ihnen schaut er sich vor jedem Match Videoausschnitte an auf dem iPhone. «Das inspiriert mich und ist gleichzeitig visuelles Lernen.»
Vor dem letzten grossen Schritt
Erkundigt man sich in der Nachwuchsabteilung von YB nach Dangubic, fallen immer wieder die Begriffe starke Persönlichkeit, überdurchschnittliche Spielintelligenz, ausgeprägter Wille, vorbildliche Einstellung – alles gute Voraussetzungen, um die letzte Treppenstufe zu erklimmen. Gerne würde Dangubic diesen Schritt bei YB machen. Nur: Wunschdenken und Realität sind oft verschieden. Wie hart der Einstieg in den Profibetrieb für einen jungen Spieler ist, hat Dangubic in den wenigen Trainings erfahren, die er bisher mit der ersten Mannschaft bestreiten durfte. «Vom Tempo und der Intensität her ist das nochmals eine ganz andere Geschichte.»
Marko Dangubic habe «schwierige Jahre» hinter sich und brauche möglicherweise noch etwas länger, «um sich ganz oben durchzusetzen», sagt Sportchef Fredy Bickel. Weil er vorerst nicht an Hoarau, Gerndt und Kubo vorbeikommt, ist es naheliegend, den Stürmer auszuleihen. Bickel: «Für Marko ist es wichtig, zu möglichst viel Spielpraxis zu kommen.» Und sollten ihm über kurz oder lang die Hüften wieder einen Streich spielen, könnte das Sprachtalent immer noch auf Plan B zurückgreifen und ein Studium in Angriff nehmen.
Dem eigenen Nachwuchs mehr Vertrauen schenken
Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte YB den wenig schmeichelhaften Ruf, es lasse die besten Eigentalente regelmässig versauern. Konkret: Der Club stecke wohl jährlich rund drei Millionen Franken in die Nachwuchsabteilung, doch eine echte Chance, sich in der ersten Mannschaft zu etablieren, erhalte kaum je ein Eigengewächs. Seit Fredy Bickel als Sportchef zu YB zurückgekehrt ist, hat sich – nicht zuletzt wegen finanzieller Überlegungen – einiges geändert. Mit Florent Hadergjonaj, Leonardo Bertone, Gregory Wüthrich, Yvon Mvogo, Marco Bürki und Haris Tabakovic rückte innert kurzer Zeit gleich ein halbes Dutzend junger Spieler ins Rampenlicht. In der U-21-Trophy, die den Einsatz von Nachwuchsspielern in den Super-League-Teams misst, ist YB seit geraumer Zeit die Nummer eins. Man werde die aktuelle Quote nicht halten können, doch Ziel sei es, jede Saison ein oder zwei Nachwuchskräfte ins Profiteam zu integrieren, sagt Nachwuchschef Ernst Graf.
Zwecks gezielterer Betreuung wurde im Sommer 2014 die Stelle eines vollamtlichen Talentmanagers geschaffen, die von Christoph Spycher übernommen wurde. Er schuf einen Pool von rund 25 Talenten, denen er Feedbacks, Ratschläge und Empfehlungen gibt. Auch kontrolliert er die Leistungswerte und ordnet bei Bedarf Spezialtrainings an, die er zum Teil selber leitet. «Meine Aufgabe ist: Kämpfen für die individuelle Förderung jedes einzelnen Talents», sagt er.
Trotz umfassender Betreuung und klarem Bekenntnis zur eigenen Jugend: Der Schritt vom Nachwuchs- zum Profispieler bleibt ein riesiger. Zu einer gängigen Praxis geworden ist die Ausleihe von Jungtalenten, die schon in der 1. Mannschaft integriert sind, aber nur geringe Chancen auf Wettkampfeinsätze haben. Aktuelle Beispiele sind Sven Joss (Thun), David von Ballmoos (Winterthur), Nicolas Bürgy und Miguel Castroman (beide Wohlen). Nächster Kandidat ist Marko Dangubic (siehe Haupttext). Ihm folgen könnten in absehbarer Zeit die ein Jahr jüngeren Linus Obexer, Kwadwo Duah und Elia Alessandrini. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Al ... y/26271941
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shalako
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Verfasst: Samstag 7. Mai 2016, 19:10 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.05.2016  Zitat: Kaderplanung: Ruhe vor dem Sturm bei YB
Derzeit sieht es nicht so aus, als ob YB einen seiner talentierten Leistungsträger verliert. So könnte Basel nächste Saison angegriffen werden. Dennoch fehlt die Planungssicherheit, der Transfersommer dürfte ziemlich hektisch werden.
Noch fünf Runden dauert die Super-League-Saison, ganz oben ist alles entschieden. Erster Basel, Zweiter YB, wie gefühlt fast jedes Jahr. Vor dieser Spielzeit hatte man den Eindruck, die Young Boys seien bereit dazu, den FCB anzugreifen. Es kam ganz anders. Heute heisst der Trainer in Bern Adi Hütter und nicht mehr Uli Forte. Und man hat, nach sehr überzeugenden Resultaten von YB zuletzt, erneut das Gefühl, der Berner Klub könnte Basel attackieren. In der nächsten Saison.
Viele Beobachter attestieren Hütter und seiner Mannschaft grosse Fortschritte, die Auftritte sind meistens begeisternd, immer stabil, nie schwach. «Man sieht, dass bei YB etwas aufgebaut wird», sagt beispielsweise der frühere YB-Trainer Marco Schällibaum, heute bei Aarau engagiert. «Ich könnte mir gut vorstellen, dass die nächste Saison deutlich spannender wird.»
Kein Vertrag läuft aus
Die formstarken Young Boys dürfen zuversichtlich sein. Zumal der FCB mal wieder vor einem gröberen personellen Umbruch steht. Zuletzt gelang es dem Basler Verein stets, diese Veränderungen meisterhaft zu moderieren. Und diesmal? Bernhard Heusler, der Präsident des Erfolgsvereins, betont, es sei nicht selbstverständlich, Jahr für Jahr alle Abgänge ersetzen zu können. «Wir sind dankbar und wissen, dass es auch einmal anders sein kann.»
Und während das Basler Kader in einigen Wochen ganz anders aussehen wird, stehen die Young Boys vor einem ruhigen Sommer. Eigentlich. Denn der Transfermarkt ist unberechenbar. Und so sagt Fredy Bickel: «Es kann, Stand heute, gut sein, dass wir keinen neuen Spieler holen.» Aber der YB-Sportchef erklärt auch sofort: «Doch wir müssen auf alles vorbereitet sein. Ich erwarte jedenfalls trotzdem einen spannenden Sommer.»
Kein einziger Spielervertrag bei YB läuft Ende Saison aus. Das ist gut. Einerseits. Andererseits sind Bickel die Hände gebunden, zumal zahlreiche verliehene Akteure wie Moreno Costanzo (derzeit bei Vaduz stark) theoretisch ab Sommer wieder im Training dabei sind. «Wir werden Lösungen für alle finden», sagt Bickel.
Flügel dürfte kommen
In der Offensive dürfte YB starke Ergänzungsspieler suchen. Der ausgeliehene Philipp Zulechner hat bisher nicht bewiesen, warum er gehalten werden sollte, der routinierte Raphael Nuzzolo möchte mehr spielen, sein Weg könnte zu Xamax führen, wobei die Young Boys einen beträchtlichen Teil seines Gehalts übernehmen müssten. Benjamin Kololli ist wohl keine Alternative, und der junge Taulant Seferi ist dauerverletzt und steht erst 2017 wieder zur Verfügung.
Es ist also davon auszugehen, dass sich YB in der Offensive (und vor allem auf der Flügelposition) verstärken wird. «Wir brauchen ein breites und auch stark besetztes Kader», sagt Trainer Adi Hütter. Im Idealfall und bei Teilnahme an einer Europacup-Gruppenphase bestreiten die Young Boys ab Ende Juli bis zur Winterpause rund 30 Partien in viereinhalb Monaten. Da braucht es Akteure, welche die starken Flügelspieler Yoric Ravet und Miralem Sulejmani entlasten können.
«Es ist nicht einfach, in einem gut funktionierenden Team wie bei uns Transfers zu machen», sagt Hütter, «denn man kann auch viel kaputt machen. Nach einer schwachen Saison dagegen erkennt jeder, dass es Änderungen braucht.»
Was passiert im August?
Derzeit sieht es so aus, als ob YB keinen seiner talentierten Akteure bereits in diesem Jahr verliert. Fredy Bickel aber spricht vorsichtig von einer rollenden Planung. «Keiner unserer Spieler hat signalisiert, dass er gehen möchte. Aber wir wissen alle, wie schnell es im Fussball gehen kann.»
Das Dumme an der ganzen Situation für die Young Boys ist, dass es selbst Ende August, und damit kurz vor Transferschluss, noch zu gewichtigen Abgängen kommen kann. Beispielsweise, wenn YB in den Qualifikationsspielen zur Champions League und dann zur Europa League wie letztes Jahr ausscheidet. Oder, das würde vielleicht noch eher zu Wechseln führen, in diesen Begegnungen brilliert – und die umworbenen Berner Akteure im Schaufenster überzeugen.
Das Dilemma für YB
Nicht nur die Toptalente Yvon Mvogo, Denis Zakaria und Florent Hadergjonaj sind bei YB Kandidaten für einen Wechsel ins Ausland. Auch Yuya Kubo, Ravet, Sulejmani, Leonardo Bertone, die ob ihrer Reservistenrolle leicht unzufriedenen Milan Vilotic und Sékou Sanogo sowie die derzeit verletzten Gregory Wüthrich und Loris Benito könnten früher oder später gehen.
So unplanbar ist das. Und deshalb beobachten Bickel und seine Mitstreiter weiter fleissig ihre Wunschspieler. Das Dilemma daran ist: Im Moment braucht YB sie nicht – und im August werden sie kaum einfach so verfügbar sein, falls es Leistungsträger zu ersetzen gilt. Während der neu formierte FC Basel dann eingespielt sein könnte. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23994125
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Mai 2016, 11:45 |
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09.05.2016  Zitat: Der Fussball und seine Träume
Es war einmal: Biel - YB
Im Fussball wechseln Spieler, gehen Trainer und verschwinden Klubs. Träume aber bleiben, und so werden sich Bieler und Berner auch von der nächsten Saison nur das Beste versprechen.
8. Juli 2015, ein warmer Sommerabend in Biel. Bratwurstduft, Festbänke, 1710 Zuschauer, Testspiel FC Biel - YB, Challenge League gegen Super League. Es ist Saisonvorbereitung, der Grossklub wird wie ein Wanderzirkus begrüsst, YB bringt neue Attraktionen mit, Miralem Sulejmani zum Beispiel. «Der kann was», sagt ein älterer Herr, «sie haben's in der Zeitung geschrieben.»
Auf einer Festbank sitzt Fredy Bickel, der YB-Sportchef. Bickel sagt, in dieser Saison gehe es darum, bereit zu sein, wenn der Serienmeister FC Basel einmal schwächle, «letzte Saison wären wir nicht bereit gewesen. Ich möchte, dass wir es heuer wären.» Er spricht nicht aus, was die Young Boys sechs Tage später offiziell verkünden werden: dass sie das Ziel haben, in dieser Saison einen Titel zu gewinnen. «Schau, das ist Fredy Bickel», sagt ein Vater zu seinem Sohn; der Sohn fragt, wo denn Sulejmani sei. Ein Mädchen kreischt, als der YB-Stürmer Guillaume Hoarau auftaucht.
Bald darauf beginnt die Partie, die Bieler setzen etliche neue Spieler ein, sie haben einen neuen Mehrheitsaktionär, Carlo Häfeli, der für eine Vorwärtsstrategie steht. Biel geht 1:0 in Führung, Biel begeistert. Antonio Marchesano fällt auf, neu in Biel, ein kleiner Mittelfeldspieler, Nummer 10; Kwang Ryong Pak fällt auf, neu in Biel, ein grosser Stürmer aus Nordkorea, der in der Schweiz schon bei Wil, Basel, Bellinzona und Vaduz war, er wirkt schnell und entschlossen. Ein älterer Herr sagt, Sulejmani könne ja gar nichts, was sich der Bickel wieder gedacht habe bei diesem Transfer; Sulejmani sitzt noch auf der Ersatzbank. Nach der Pause wird Sulejmani eingewechselt, Pak trifft zum 2:0, Marchesano zum 3:0. Ein älterer Herr sagt, Sulejmani könne ja gar nichts, was sich der Bickel wieder gedacht habe bei diesem Transfer. Das Spiel ist fertig, 3:0, Uli Forte, der YB-Trainer, sagt: «Eine Ohrfeige zur richtigen Zeit.» Und der Chronist des «Bieler Tagblattes» schreibt: «Biel spielte teilweise brasilianisch.» Pak sagt: «Ich fühle mich hier absolut wohl.»
Zehn Monate später: Pak spielt beim Super-League-Aufsteiger Lausanne, Marchesano gehört dem FC Zürich, Forte ist längst entlassen, Basel hat nicht geschwächelt, dem FC Biel ist die Lizenz für die Challenge League aus finanziellen Gründen während der laufenden Saison entzogen worden.
Das ist das Schöne am Fussball: Spieler wechseln, Trainer gehen, sogar Klubs verschwinden. Aber Träume bleiben. Und so werden sich Bieler und Berner auch von der nächsten Saison nur das Beste versprechen. Und alle anderen mit ihnen. http://www.nzz.ch/sport/fussball/der-fu ... b-ld.18606
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Verfasst: Dienstag 10. Mai 2016, 10:59 |
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10.05.2016  Zitat: Beytrisons Meisterstück
Es ist noch gar nicht so lange her, da war sein Name untrennbar mit den Young Boys verbunden: Jean-Bernard Beytrison, Franzose und Spielerberater.
In der Endphase der Ära Niedermaier hatte er beträchtlichen Einfluss auf das Innenleben bei YB, weil Jean-Bernard Beytrison regelmässig seine Klienten an die Berner hatte vermitteln können. Noch immer sind die vier lukrativsten Spielerverkäufe in der YB-Historie Deals, mit denen Beytrison viel Geld verdiente.
Etwa bei Kader Mangane, der Ende August 2007, zwei Monate nachdem er von Xamax gekommen war, für über drei Millionen Franken zu Lens wechselte. Später spielte er für Rennes, Hilal in Saudiarabien, Sunderland und Erciyesspor. Mittlerweile ist der 33-jährige Verteidiger wieder in der Ligue 1 bei Ajaccio engagiert.
Auch mit Emmanuel Mayuka machte YB – und Beytrison – gutes Geld. 2010 gekommen, avancierte der Sambier eineinhalb Jahre später zum Nationalhelden, weil er das Binnenland zum Gewinn des Afrika-Cups geführt hatte. Im darauffolgenden Sommer ging Mayuka für über vier Millionen nach England zu Southampton. In der Premier League vermochte er sich allerdings nie durchzusetzen. Mayuka spielte stattdessen für Sochaux und Metz, seit dem Winter steht der 25-Jährige bei Zamalek in Ägypten unter Vertrag.
Ähnlich ist die Karriere eines weiteren Beytrison-Klienten verlaufen. Im Zuge einer starken Saison mit 16 Treffern schaffte Henri Bienvenu im Sommer 2011 für etwa 4 Millionen Franken den Sprung zum türkischen Grossklub Fenerbahçe. Nach gutem Start ging es für den Kameruner bergab, über Saragossa und Eskisehirspor kam er 2014 zu Troyes. In dieser Saison bestritt der 27-jährige Stürmer erst 7 Spiele. Er blieb dabei ohne Tor.
Beytrisons Meisterstück ist aber unbestritten Seydou Doumbia. Noch immer stellt die YB-Kultfigur, die 2010 für etwa 12 Millionen Franken nach Moskau gewechselt hatte, mit Abstand den wertvollsten Akteur in seinem Portfolio dar. Allerdings verläuft die Karriere Doumbias speziell, in der Schweiz und in Russland schoss er Tor um Tor, in Italien und in England blieb er wirkungslos. In Newcastle, wo der 28-Jährige seit dem Winter leihweise engagiert ist, steht er seit Mitte März nicht mehr im Kader.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28202432
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shalako
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Verfasst: Sonntag 15. Mai 2016, 17:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.05.2016  Zitat: Mehr Spannung abseits des Rasens
Sportlich geht es für YB in den letzten drei Runden um nicht mehr besonders viel. Hinter den Kulissen aber wird die nächste Saison geplant. Dabei muss Sportchef Fredy Bickel mit einigen Unwägbarkeiten umgehen können.
Noch drei Partien bestreiten die Young Boys bis Ende Saison. Am Pfingstmontag geht es zum abstiegsbedrohten Lugano, am Sonntag in einer Woche kommt der Meister Basel nach Bern, am 25. Mai folgt zum Abschluss das Derby in Thun. Sportlich geht es für YB einzig noch darum, die Rückrundentabelle zu gewinnen, da liegt der FCB zwei Punkte voraus.
Geht tatsächlich kein Spieler?
Am späten Donnerstagabend hatten die Young Boys ihrem früheren Trainer Uli Forte die Freigabe für den FC Zürich erteilt. Forte, dessen Vertrag bei YB bis Ende Juni gedauert hätte, erhält den letzten (und hohen) Monatslohn in Bern nicht mehr, prämientechnisch war bereits vertraglich festgelegt worden, wie Forte am Erfolg der Young Boys partizipiert. «Man kann davon ausgehen, dass die Sache auch für uns passt», sagt Fredy Bickel. Auf den YB-Sportchef wartet ein unruhiger Sommer, weil es viele Unwägbarkeiten zu berücksichtigen gilt. Die grosse Frage ist: Geht tatsächlich kein Spieler ins Ausland? «Bei mir hat sich bis jetzt niemand gemeldet», sagt Bickel zu den Gerüchten, der junge Mittelfeldspieler Denis Zakaria werde von RB Leipzig umworben.
Zakaria könnte ja wie Rechtsverteidiger Florent Hadergjonaj, Captain Steve von Bergen und Goalie Yvon Mvogo im erweiterten EM-Aufgebot der Schweiz stehen. «Wir sind in Gesprächen mit dem Verband», sagt Bickel. Vermutlich wird Mvogo, die Nummer 4 im Nationalteam hinter Yann Sommer, Roman Bürki und Marwin Hitz, bereits am übernächsten Montag ins Trainingslager der Nationalmannschaft im Tessin einrücken und die YB-Partie in Thun verpassen. Dort wird Marco Wölfli zwischen den Pfosten stehen. Die besten Chancen, an der EM in Frankreich dabei zu sein, hat bei den Young Boys der formstarke Innenverteidiger Steve von Bergen.
Das Beispiel Linksverteidiger
Knifflig wird die Situation bei YB im Sommer in vielerlei Hinsicht. Beispielsweise auf der Position des Linksverteidigers. Dort sind gleich vier Akteure im Kader. Stammkraft Loris Benito wird nach seinem Kreuzbandriss aber erst im Dezember wieder zur Verfügung stehen. Sein Ersatz, der Tscheche Jan Lecjaks, ist einer jener Spieler im Team, die im Sommer jederzeit von einem ausländischen Klub geködert werden könnten. Der 20-jährige Thomas Fekete, in der Vergangenheit oft verletzt und deshalb auch bei seinen leihweisen Engagements in Biel und Vaduz nicht mit viel Spielpraxis, sollte derweil zum Start der Vorbereitung auf nächste Saison dabei sein. «Wir müssen abwarten, wie stark er belastbar sein wird», sagt Bickel.
Und mit Linus Obexer, der am Donnerstag gegen St. Gallen (3:1) ein starkes Pflichtspieldebüt ablieferte, steht auch noch ein 18-jähriges Linksverteidigertalent im Kader. Für ihn wäre es am besten, möglichst viel spielen zu können, etwa als Leihkraft bei einem kleineren Verein. Aber YB kann es sich eben vielleicht nicht leisten, den U-19-Nationalspieler abzugeben. Bickel sagt, die Kaderoptimierung werde nicht einfach. «Wir werden alles in Ruhe mit Trainer Adi Hütter besprechen», erklärt der Sportchef. «Und grundsätzlich sind das ja nicht unangenehme Probleme, wenn man so viele talentierte Spieler im Team hat.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10547582
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shalako
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Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 08:43 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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17.05.2016  Zitat: Der Millionen-Poker
Fussball Einige YB-Akteure werden intensiv beobachtet. Insbesondere Yvon Mvogo, Florent Hadergjonaj und Denis Zakaria sind begehrt. Die Young Boys möchten das talentierte Trio noch nicht verkaufen.
Obwohl kein Spielervertrag mehr ausläuft, wartet auf YB ein sehr unruhiger Transfersommer. Mehrere Akteure der Young Boys werden ja von ausländischen Klubs umworben und intensiv gescoutet. «Bei uns sitzen an jedem Spiel zahlreiche Späher auf der Tribüne», sagt Fredy Bickel, «und es ist im Fussball nun einmal so, dass jeden Tag etwas passieren kann.»
Der YB-Sportchef bestätigt, dass vor allem die Youngsters Yvon Mvogo (21 Jahre alt), Florent Hadergjonaj (21) und Denis Zakaria (19) enorm begehrt sind. Die drei Schweizer U-21-Nationalspieler dürfen sich ja auch noch (geringe) Hoffnungen machen, an der Euro im Sommer in Frankreich dabei zu sein.
Die spannenden Fragen
Derzeit sieht es nicht nach einem Abgang aus. Die Talente betonen, es wäre gut für ihre Entwicklung, bei YB zu bleiben und zu reifen. Und Bickel sagt: «Wir haben keine Signale von den Spielern erhalten, dass sie gehen möchten. Im Gegenteil. Und es gab auch noch keine konkrete Anfrage.»
Doch es ist so, dass es einige Unklarheiten gibt: Was passiert, wenn einem Fussballer der sechsfache Lohn angeboten wird? Wird dem Jungen nicht der Kopf verdreht? Denkt der Spieler nicht auf einmal daran, was bei einem Kreuzbandriss sein könnte? Und vor allem: Bleiben auch die Berater ruhig, wenn die Millionen schon diesen Sommer locken?
Es sind Fragen, die sich immer stellen, wenn ein junger Schweizer Fussballer im Schaufenster steht. Und so bleibt YB nicht viel anderes übrig, als abzuwarten – und allenfalls den Lohn der Begabungen zu erhöhen. Es bringt laut Bickel auch nichts, eine Deadline zu setzen und beispielsweise zu erklären, dass man nach dem 1. August keinen Wechselwunsch mehr erfüllen werde. «Was ist, wenn Ende August das Hammerangebot eines Topklubs kommt?»
Die Young Boys setzen auf guten, konstruktiven Austausch mit den Akteuren. Und auf die Vernunft aller Beteiligten. «Das grosse Potenzial und die hohe Qualität der Spieler sind ja unbestritten», sagt Bickel, «und wir finden, dass es ihnen gut tun würde, noch ein Jahr bei YB zu bleiben.» Natürlich rechne auch er mit einem Abgang des Trios in den nächsten 12 bis 18 Monaten. Am liebsten, so der Plan der Young Boys, 2017 als Meister oder Cupsieger.
Abzuwarten bleibt, wie konkret das Interesse der ausländischen Vereine schon ist. Insbesondere Zakaria wird von fast allen Topklubs Europas beobachtet, über Pfingsten hiess es, Manchester City und Tottenham wollen den zentralen Mittelfeldspieler bereits in diesem Jahr verpflichten. Zuletzt allerdings schwächelte der Teenager leicht. Er ist erst ein knappes Jahr in der Super League, ein Wechsel käme wohl zu früh.
Und sinnvoller wäre es dann ohnehin, zu einem Klub wie RB Leipzig oder Leverkusen zu gehen – und dort weiter zu wachsen. Eine Möglichkeit wäre zudem, einen Wechsel abzuschliessen und leihweise noch ein Jahr bei YB zu bleiben. «Das ist denkbar», bestätigt Bickel.
25 Millionen Franken für YB?
Man darf auch gespannt sein, ob der rechte Abwehrspieler Hadergjonaj wirklich in Bern bleibt. Sein Berater Erdin Shaqiri, der Bruder von Xherdan Shaqiri, ist äusserst umtriebig, hat aber etwa bei Basels Breel Embolo, einem anderen Mandanten, bewiesen, auf das schnelle Geld verzichten zu können. Embolo wird nun im Sommer für mindestens 25 Millionen Franken Ablösesumme gehen.
Bei Zakaria soll es auch bereits um 10 bis 15 Millionen gehen, insgesamt könnte das Jungtrio YB rund 25 Millionen einbringen. Irgendwann. Weil es dem Verein wirtschaftlich in den letzten Jahren schlecht lief, sind das erfreuliche Aussichten. «Wir kommentieren keine Zahlen», sagt Bickel dazu, «zumal ja noch gar keiner ging.»
Das sagt Zakaria
«Im Fussball weiss man bekanntlich nie, was passieren wird. Aber ich gehe davon aus, mit YB die nächste Saison zu bestreiten, was meiner Entwicklung ganz bestimmt nicht schaden würde. Wir sind auf einem guten Weg, den wir fortsetzen wollen. Natürlich habe ich von den Gerüchten bezüglich Interesse grosser Vereine und einer allfälligen EM-Teilnahme gehört. Aber an diesen Spekulationen möchte ich mich nicht beteiligen. Ich konzentriere mich auf jene Sachen, die ich beeinflussen kann. Und das sind in erster Linie meine Leistungen bei YB.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16704824
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shalako
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Verfasst: Freitag 20. Mai 2016, 12:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20.05.2016  Zitat: Seit 1988: Eine schlimme YB-Bilanz
In den letzten 29 Jahren schafften es die Berner Young Boys zwar 15-mal unter die besten vier Teams – ein Titel sprang aber nie heraus.
Es ist eine Bilanz des Schreckens für die Young Boys: Seit 29 Jahren haben sie keinen Titel gewonnen. In dieser Zeit wurden dreizehn Teams Meister oder Cupsieger oder erreichten die Champions League (siehe links). Primus Basel, am Sonntag in Bern YB-Gegner, hat seit 1987 gleich 17 Titel (11-mal Meister, 6-mal Cupsieger) geholt und 6-mal in der Königsklasse gespielt.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Berner Zeitung diese zwei Grafiken in aktualisierter Version veröffentlicht. An der Ausgangslage hat sich nichts geändert: Der letzte YB-Titel, der Cupsieg im Final gegen Servette (4:2 nach Verlängerung), geht auf das Jahr 1987 zurück. Als die DDR noch existierte, Mathias Rust mit einer Cessna auf dem Roten Platz in Moskau landete, der US-Präsident Ronald Reagan hiess und Elisabeth Kopp als erste Frau im Bundesrat sass.
Es besteht aber Hoffnung für YB, dass die titellose Zeit bald zu Ende geht. Dem aktuellen Team ist es zuzutrauen, nächste Saison einen Pokal zu gewinnen. Vielleicht also erscheinen die Grafiken zum letzten Mal. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21634936
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