Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 163 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. April 2012, 11:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.04.2012

Bild

Zitat:
«YB fehlt das bernische Element»

Fühlen Sie sich einsam an SCB-Spielen?

Denis Jeitziner: Nein, ganz und gar nicht.

Man sagt aber, dass sich die Kreativen und die Intellektuellen Berns YB zugezogen fühlen.

Das ist eine Legende. Denn diese Künstler-Intellektuellen und linke Szene sympathisiert zwar mit YB, ist aber nicht sichtbar an YB-Spielen dabei. Da ich jahrelang über den SCB geschrieben habe, ist die Distanz grösser. Ich bin eher SCB-Bewunderer und YB-Fan.

Es heisst auch: YB wird in der Stadt Bern geliebt, der SCB respektiert.

Diese Behauptung ist falsch. Ich habe Zeiten erlebt, als YB vor 1500 Zuschauern gegen Winterthur gespielt hat. Das sah damals nicht nach grosser Liebe aus. Unterdessen ist YB aber zu einem Kult geworden. Wohl auch deshalb, weil YB nie mehr Meister geworden ist. Denn ich behaupte, dass die Zuschauerzahlen zurückgehen werden, falls YB doch noch eines Tages Meister wird. Ich mache bei YB-Spielen immer wieder die Beobachtung, dass erboste Fans damit drohen, ihr Saisonabo zu zerreissen. Beim nächsten Heimspiel sitzen sie wieder auf ihrem Platz.

Warum gelingt dem SCB, was YB nicht gelingt?

Bei YB klebt seit Jahren das Pech an den Schuhen. Aber YB fehlt im Gegensatz zum SCB eine langfristige, geduldige Strategie. YB fehlen die Identifikationsfiguren. Man merkt, dass bei YB das bernische Element fehlt. Das fängt bei den Investoren an, setzt sich über die Trainer, die Spieler und die Junioren fort.

Wie schafft es der SCB, trotz Kommerzialisierung die Nähe zum Publikum zu bewahren?

Ganz einfach: Indem man eigene Junioren fördert und einbaut. Ausserdem weiss CEO Marc Lüthi, wie man den SCB in Bern zelebriert. Sei es bei einer Meisterfeier oder bei einer Trainerentlassung.

Der SCB als Bayern München des Schweizer Eishockeys?

Genau. Der SCB ist eine Marketing- und Geldmaschine und hat deshalb nicht nur Freunde in Bern. Aber das soll den SCB nicht stören. Denn Bern verkommt immer mehr zu einem Museum. Und politisch gibt es keine andere Schweizer Stadt, die so ideologisch regiert wird. Ausserdem ist Bern alles andere als wirtschaftsfreundlich.

Ist YB deshalb auf Investoren von ausserhalb angewiesen?

Bestimmt. In Bern Investoren zu finden ist extrem schwierig. Und wenn die Gebrüder Rihs bei YB aussteigen, droht der Absturz.

Der SCB funktioniert. Deshalb könnte Marc Lüthi doch die Seiten wechseln.

Warum nicht. Ich glaube, dass er YB zum Laufen bringen könnte, weil er eben die Mechanismen des Berners kennt. Wir Berner sind schon ein eigenes Völkchen.

Wie meinen Sie das?

Ein Berner denkt vor allem in Berner Dimensionen. Der Berner schaut nicht gerne über den Zaun. Christian Gross ist hier ein Zürcher, David Degen ein Basler.

Der Berner Werber und Sportjournalist Denis Jeitziner ist YB-Fan und SCB-Bewunderer.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. April 2012, 11:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.04.2012

Bild

Zitat:
Erfolg ist eine Frage des Geistes

Freud und Leid · Der SC Bern kann heute zum 13. Mal Meister werden, YB wartet seit 1986

SCB-CEO Marc Lüthi rüstet zur Meisterfeier. Auf der anderen Strassenseite versucht das YB-Management zu erklären, warum es schon wieder nicht zum Titel reicht. Wir erleben zurzeit in dramatischer Form die praktischen Auswirkungen eines Begriffs aus der bernischen Küchentisch-Philosophie: Geld und Geist.

Am Geld liegt es nicht. Der SCB und YB setzen ungefähr gleich viel Geld um: rund 50 Millionen pro Saison. Beide haben nicht genug Geld, um eine Meisterschaft zu kaufen. Aber beide haben genug Geld, um eine Meisterschaft zu gewinnen. YB ist wirtschaftlich stark genug, um den FC Basel sportlich herausfordern zu können. Was entscheidet, wenn das Geld nicht mehr die Differenz macht? Richtig, der Geist.

Unter CEO Ilja Kaenzig versucht YB einen noch höheren Fussballturm zu bauen als der FC Basel. Dieses Vorhaben ist kläglich gescheitert. Weil daraus ein Turmbau zu Babel geworden ist: Es wird nicht eine einheitliche Sprache gesprochen, der innere Zusammenhalt fehlt. Im Fussball sind die Mentalitätsunterschiede zwischen den Spielern grösser als im Eishockey. Es ist viel schwieriger, aus einer losen Interessengemeinschaft von Jungmillionären eine verschworene Gemeinschaft zu formen als im Eishockey. Dabei ist YB auch ein Opfer der Fussball-Globalisierung. Für die wenigsten Fussballstars ist YB das Ziel aller Träume. YB ist nur Zwischenhalt auf dem Weg in den wirklichen Fussball und zu viele trachten danach, so schnell wie möglich in eine ausländische Liga zu wechseln. Hingegen ist der SCB für sehr viele Schweizer Spieler das realistische Ziel aller Hockeyträume: Starruhm beim SCB ist im Eishockey reizvoller als im Fussball der Platz als Hinterbänkler bei Real Madrid.

Der SCB ist seit der Nachlassstundung von 1998 wirtschaftlich eigenständig geworden: Mit den Sport- und den Sport-Nebengeschäften kann ein Meisterteam finanziert werden. Aber die SCB-Titel unter Marc Lüthi (2004, 2010) waren nie gekaufte Lorbeeren. Der SCB war im 21.Jahrhundert noch nie die teuerste und mit den grössten Stars gesegnete Mannschaft der Liga und ist es auch jetzt in diesem Final nicht. Der SCB verdankt seine letzten Titel nicht spielerischem Feuerwerk. Sondern kluger Taktik, Mut, Kraft, Härte und Leidenschaft. Die Gegner werden nicht vom Eis gefegt. Sie werden durch Rumpelhockey vom Eis gearbeitet. Noch nie mit so hässlichem Defensivhockey wie im aktuellen Final gegen die ZSC Lions.

Typisch auch, wie der SCB seine Krise überwunden hat: Nachdem der Kanadier Larry Huras am 21. Oktober 2011 gefeuert und sein finnischer Assistent Antti Törmänen zum Cheftrainer befördert worden war, ging die Krise weiter und gipfelte am 21.Januar 2012 in einem schmählichen 1:6 in Fribourg. Im Rückblick zeigt sich: Es war nicht nur die schlimmste Demütigung der ganzen Saison. Es war zugleich die Geburtsstunde eines neuen SCB. Denn nun passierte etwas, das nur in der ganz besonderen SCB-Kultur möglich und bei YB undenkbar ist: Die mitgereisten SCB-Fans verlassen eine Viertelstunde vor Spielschluss die Arena in Fribourg, reisen heim nach Bern und erwarten die heimkehrenden Spieler bei der PostFinance-Arena an der Rampe, auf der jeweils der Mannschaftsbus in den Bauch des Hockey-Tempels fährt. Es kommt zu einer denkwürdigen Aussprache zwischen Fans und Spielern. Ein Fanvertreter appelliert im Namen aller an den Stolz der Spieler und übergibt Captain Martin Plüss eine Berner Fahne. Nicht einen SCB-Wimpel. Damit wird symbolisiert: Jetzt geht es um mehr als Sport. Jetzt geht es um die Ehre Berns. Und das verstehen die Spieler. Schliesslich ist jeder dritte im Bernbiet aufgewachsen.

Der bodenständige SCB wird stärker von der bernischen Landbevölkerung getragen. Multikulti-YB ist hingegen der Lieblingsklub der Linken, der Kulturprofitierenden und Intellektuellen in der politisch links-grün geprägten Stadt Bern. YB gehört zum Seelenleben jedes Stadtberners, dessen Herz noch ein wenig links schlägt.

Die SCB-Fans sind stolz, sie verlangen von ihren Lieblingen viel und in regelmässigen Abständen Titel. Diese Leistungskultur prägt das ganze Unternehmen von oben nach unten, vom Büro von SCB-General Lüthi bis hinunter in die Kabine zu den Spielern. Die YB-Fans sind hingegen längst Fatalisten geworden und ergehen in philosophischen Erklärungen über den Misserfolg. Vor dem tatsächlich verlorenen Cupfinal von 2003 (2:3 gegen Sion) hatten YB-Fans, das Unheil erahnend, ein T-Shirt mit dem Aufdruck «Cupverdammi» kreiert. So etwas wäre in der SCB-Fankultur undenkbar, würde als Verrat gebrandmarkt.

Leiden mit YB gehört sozusagen zur Kulturszene der Stadt Bern. Mit dem Bekenntnis zu YB grenzt man sich gegen die lärmenden Kapitalisten aus dem Eishockey-Tempel ab, die sich erst noch erdreisten, Erfolg zu haben und damit zu protzen.

Es wird nicht etwa so sein, dass sich die Linken und Intellektuellen und Kulturprofitierenden nicht an einem SCB-Meistertitel freuen werden. Ganz im Gegenteil. Es spricht nichts dagegen, sich ein wenig im SCB-Erfolg zu sonnen. Es lässt sich hinterher umso lustvoller über den Erzkapitalisten Marc Lüthi schimpfen. Und wenn man gegen Lüthi polemisieren kann, muss man (noch) nicht die Absetzung von YB-General Ilja Kaenzig und YB-Trainer Christian Gross fordern.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. April 2012, 16:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 6. August 2005, 11:17
Beiträge: 367
Zitat:
Denn ich behaupte, dass die Zuschauerzahlen zurückgehen werden, falls YB doch noch eines Tages Meister wird.

aha, dass könnte also die strategie von känzig uns co. sein. man sind das kluge kerlchen. :eyebrow:


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Samstag 14. April 2012, 10:13 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.04.2012

Bild

Zitat:
«Diese Mannschaft leidet nicht»

Der YB-Trainer Christian Gross weist grundsätzliche Kritik von sich

10 Siege, 9 Unentschieden und 8 Niederlagen: Wäre Basel nicht unerreicht enteilt und kämen dem Teilnehmerfeld in der Super League nicht die Fälle Xamax und FC Sion gelegen, wäre YB in der Krise.

Man trifft sich einen Tag vor dem Heimspiel gegen GC weit oben im Stade de Suisse im Raum des «Presidents Club», der «exklusivsten Member-Plattform des BSC Young Boys», wie er auf der Homepage des Klubs angepriesen wird. Der YB-Trainer Christian Gross hat zuletzt unangenehme Fragen beantworten müssen, weil die 1:3-Niederlage am letzten Sonntag gegen den FC Lausanne-Sport Spuren hinterliess. Die Art und Weise fuhr unter die Haut, im Stadion waren Pfiffe Ausdruck einer gewissen Auflehnung. Ein paar Tage später besänftigt Gross: «Wir haben schlecht verteidigt, und wir zeigen generell zu wenig Konstanz.» Gross relativiert, Gross dämpft und wiegelt ab, Gross fordert unvermindert «eine gewisse Geduld» ein. Das ist eine Seite.

Tags zuvor sagt ein Insider, der das Lausanne-Spiel entgeistert im Bereich des Presidents Club verfolgt hat und Kontakte zur YB-Chefetage pflegt: «Die zweite Halbzeit war ganz schlecht, eine Art Katastrophe, für mich schlichtweg unerklärlich. Man sieht den Ansatz nicht, wie es weitergehen soll.» Die Kritik schwelt in der Fankurve ebenso an wie in der VIP-Zone. Das ist die andere Seite.

Man kann den Lauf der YB-Dinge drehen und wenden sowie schön- oder schlechtreden, wie man will: Die Sprache der Fakten ist deutlich. Im Sommer 2011 kam der mit Titeln dekorierte Trainer Gross samt eigenem Staff nach Bern. Die Kosten stiegen auch deshalb, weil neues Personal wie Farnerud oder Silberbauer im Unterhalt teuer ist. Im Winter tätigten die Berner abermals Millioneninvestitionen. Aus der Bundesliga kam zum Beispiel Bobadilla, aus Venezuela stiessen die Jungen Martinez und Gonzalez dazu. Die Umgestaltung und die Personalfluktuation im YB-Haus waren ähnlich hoch, wie sie seit Jahren in der Organisation des Stade de Suisse sind. Die letzten Zöpfe der Ära des Trainers Vladimir Petkovic wurden kurzerhand abgeschnitten.

Und jetzt das: YB bietet immer wieder rätselhafte Spiele, die viel infrage stellen. Es gibt sie zwar, die guten Eindrücke – das 2:2 zum Rückrundenstart gegen Basel, die Reaktion in der zweiten Halbzeit beim 2:2 im Letzigrund gegen den FC Zürich, das 4:0 im Derby gegen den FC Thun. Aber es gibt auch andere Bilder wie das 0:2 in Zürich gegen GC, die erste Halbzeit gegen den FCZ, das 1:3 gegen Lausanne. Letztlich stehen in der Bilanz 10 Siege, 9 Remis und 8 Niederlagen. Hätte man die vor der Saison dem Trainer Gross sowie der Klubführung vorgelegt, hätten die wohl entsetzt die Arme über dem Kopf zusammengeschlagen und den Prognostikern Defaitismus vorgeworfen.

Gross lässt grundsätzliche Kritik an sich abprallen. Er widerspricht der Meinung zahlreicher Beobachter, die in der Mannschaft eine Blockade orten. «Diese Mannschaft leidet nicht», sagt er. Der Trainer stellt darüber hinaus in Abrede, dass zu viel Erwartungsdruck auf dem Team laste und von ganz oben nach unten durchgereicht werde, quasi vom Stadiondach direkt hinunter in die Kabine. «Wann zeichnet sich eine Mannschaft durch Leichtigkeit aus? Wenn sie gewinnt», entgegnet Gross. Und irgendwann sagt er in der Aufarbeitung: «Fragen Sie die Spieler!»

Aufregung stiftete nach dem Aussetzer gegen Lausanne unter der Woche eine Breitseite im «Blick». Die Zeitung kommentierte mit besonderer Schärfe, dass das YB-Projekt mit Gross gescheitert sei. Solches tut der erfahrene Trainer mit «Mechanismen der Medien» ab. Da die Zeitung die Kampagne gegen Gross schnell abbrach, liegt die Vermutung nahe, dass die YB-Chefs erfolgreich intervenierten. Wie auch immer: Neue YB-Kapitel versprechen Brisanz, die der Liga im Frühjahr 2012 wegen der klaren wie eigentümlichen Verhältnisse grundsätzlich abgeht. Doch viele Bilder wie diejenigen gegen den Aufsteiger aus Lausanne erträgt YB nicht. Dazu ist der Einsatz zu hoch.


http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fus ... 32074.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 16. April 2012, 14:39 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
16.04.2012

Bild

Zitat:
Heute Krisensitzung

Nach dem mageren 2:2 gegen GC kommt es bei den Young Boys zum grossen Krisengipfel!

Am kommenden Wochenende ist Gelb-Schwarz spielfrei. Deshalb ist der Zeitpunkt optimal für eine Bestandsaufnahme. Heute tauschen sich Klubführung und sportliche Leitung aus. Die Unzufriedenheit ist nach dem Remis gegen das mit Abstand schwächste Rückrundenteam keineswegs gesunken.

Die Spieler flüchten sich in Durchhalteparolen, an die sie selbst kaum mehr glauben. Trainer Christian Gross wirkt angeschlagen – aber nicht ratlos wie alle um ihn herum. Nach dem GC-Spiel sagt er: «Ich habe viel Positives gesehen. Am Schluss fehlte nur das Wettkampfglück.»

Anders ausgedrückt: Im nächsten Spiel kommt alles besser. Dumm nur, dass YB allmählich die Spiele ausgehen. Es bleiben nur noch sechs Runden zu spielen und das Projekt Gross ist kein bisschen weiter als zu Saisonbeginn. Zudem schlagen die schlechten Zuschauerzahlen gegen Lausanne und GC finanziell negativ zu Buche. Das kann weder Investoren noch Klubleitung milde stimmen.

Für Trainer Gross sprach auch schon mal mehr. Kommt es bei den Young Boys im Sommer zum grossen Knall? Nach den letzten Spielen schliesst das niemand mehr aus.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 17. April 2012, 10:01 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
17.04.2012

Bild

Zitat:
Krisensitzung

Kommt's bei YB im Sommer zum grossen Knall?

Nach dem mageren 2:2 gegen GC kommt es bei den Young Boys zum grossen Krisengipfel! Und im Sommer könnte es dann richtig krachen.

Am kommenden Wochenende ist Gelb-Schwarz spielfrei. Deshalb ist der Zeitpunkt optimal für eine Bestandsaufnahme. Heute tauschen sich Klubführung und sportliche Leitung aus. Die Unzufriedenheit ist nach dem Remis gegen das mit Abstand schwächste Rückrundenteam keineswegs gesunken.

Die Spieler flüchten sich in Durchhalteparolen, an die sie selbst kaum mehr glauben. Trainer Christian Gross wirkt angeschlagen – aber nicht ratlos wie alle um ihn herum. Nach dem GC-Spiel sagt er: «Ich habe viel Positives gesehen. Am Schluss fehlte nur das Wettkampfglück.»

Anders ausgedrückt: Im nächsten Spiel kommt alles besser. Dumm nur, dass YB allmählich die Spiele ausgehen. Es bleiben nur noch sechs Runden zu spielen und das Projekt Gross ist kein bisschen weiter als zu Saisonbeginn. Zudem schlagen die schlechten Zuschauerzahlen gegen Lausanne und GC finanziell negativ zu Buche. Das kann weder Investoren noch Klubleitung milde stimmen.

Für Trainer Gross sprach auch schon mal mehr. Kommt es bei den Young Boys im Sommer zum grossen Knall? Nach den letzten Spielen schliesst das niemand mehr aus.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 46947.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. April 2012, 15:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
22.04.2012

Bild

Zitat:
Die Pflanze, die nicht blühen will

Die teure Vorwärtsstrategie der Berner Young Boys erleidet Rückschläge. Das Team gibt Rätsel auf. Daran ändert bis jetzt auch die rigide Führung des Trainers Christian Gross nichts.

In letzter Zeit kam der SC Bern dem BSC Young Boys in die Quere. Die Eishockeyaner und die Fussballer waren sogar gleichentags im Einsatz, hier im Play-off, dort in der Meisterschaft, die einen im Zürcher Hallenstadion, die anderen im Berner Stade de Suisse. Da geht es um Aufmerksamkeit, um Anerkennung, um Neid, um Marktanteil, um Spötteleien, um die Frage des Mit-, Neben- oder Gegeneinanders.

Auch wenn dem SC Bern der Meistertitel in drittletzter Sekunde versagt wurde, hatte der YB-Trainer Christian Gross zuvor schnell erfahren, dass der Sportplatz Bern auch Eishockey bedeutet. Im Gegensatz zu seinem jahrelangen Arbeitsort Basel, wo nur der FC zu existieren scheint. Gross steht vor zehn Tagen in einer Gruppe, die das Thema streift, ob das SCB-Spiel allenfalls Auswirkungen auf den zuvor stattfindenden YB-Auftritt haben könnte. Gross lässt sich nicht aufs Glatteis führen und äussert alles vereinend: «Bern ist eine Sportstadt.» Davon zeugt die Statistik. Dem SCB füllen über 17 000 Zuschauer die Halle, YB weist über 21 500 verkaufte Eintritte aus. Das sind nationale Spitzenwerte. Aber die Zahlen bringen dem SCB keinen Meistertitel und YB keine gute Laune.

Petkovic mit besserer Bilanz

Als Gross den Satz mit der Sportstadt Bern äussert, hat er eine unangenehme Medienkonferenz hinter sich, weil YB seit Wochen gequält wirkt und Fragen aufwirft. Auch davon zeugt die Statistik. YB hat viel weniger als vor einem Jahr: 3 Siege weniger, 12 Tore weniger, 8 Punkte weniger. Allein der Wert der erhaltenen Tore ist besser geworden als vor einem Jahr mit dem Trainer Vladimir Petkovic. Das ernüchtert. Die Berner Schmerzen halten sich nur in Grenzen, weil in der Liga querbeet der Gedanke nicht zu verscheuchen ist, dass der FCB heuer wohl nur im Extremfall zu stürzen gewesen wäre.

Das Projekt Gross ist in Bern noch nicht angekommen. Die Einschätzung unterlegen neben der Bilanz auch Stimmungen und Schwankungen, die ins Grundsätzliche führen. Gross trat im Juni 2011 ambitioniert an, nachdem die Klubführung ein paar Monate zuvor mit der «Phase 3» den Sturm an die Spitze ausgerufen hatte. Man will mit YB die erste Trophäe seit 1987 (Cup), man investiert, holt den erfolgreichsten und nach Lucien Favre teuersten Schweizer Trainer. Die YB-Milchbüchleinrechnung hat aber ein Problem: Sie geht bis heute nicht auf.

Schon vor Gross verteuerte YB das Team mit den Nordländern Farnerud und Silberbauer. Gross brachte den eigenen Staff mit und vollzog im Winter den nächsten, millionenteuren Personalschnitt. Die Kosten stiegen, fast alle alten Zöpfe wurden abgeschnitten. Der Goalie Marco Wölfli wirkt wie der letzte Repräsentant vergangener Petkovic-Jahre, die YB zwar keinen Titel, aber zweite Ränge, einen Cup-Final und zwei Finalissimas bescherten. Man kann den Kern entfernen, in der Personalplanung den lokalen Bezug vernachlässigen und eine andere Leistungskultur zu implantieren versuchen. Aber dazu braucht man irgendwann Resultate und nicht konfuse Vorstellungen wie jene gegen Lausanne (1:3), die nicht nur die Chefetage unter Schock gesetzt haben soll. Dazu führte nicht einmal das Resultat an sich, sondern die Art des Auftritts, die Wirkung.

Es ist schwierig, mit Gross darüber zu reden. Er reklamiert Geduld, er sendet Zuversicht aus, er redet die Stimmung schön, verliert den Humor nicht. Er massregelt aber auch scharf Lokaljournalisten, er geht auf Details ein, die nur eines suggerieren: «Ich will die Kontrolle.» Gross lässt durchblicken, dass der Transfer Silberbauer nicht aus seiner Küche stammt. Und trotzdem setzt der Trainer auf den Dänen, den möglichen Euro-Teilnehmer, der zusehends in die Kritik gerät.

Der Schwede Farnerud ist ein überdurchschnittlicher Fussballer, aber er verliert sich zu oft auf dem Rasen, weil zu viel auf ihm lastet, zu viel an ihm hängen bleibt. Man denkt von aussen, dass der Typus Costanzo YB gut bekommen müsste – Wendigkeit, Unberechenbarkeit, Technik. Der Trainer begründet die Teileinsätze, dass sich die «Persönlichkeit Costanzos schrittweise entwickeln» müsse. Man fragt sich, warum der Afrika-Cup-Sieger Mayuka den Ball ständig mit dem Rücken zum Tor hat und eher verkümmert als sich entfaltet. Gross sagt: «Mayuka wird im Minimum 15 Tore erzielen. Er ist ein fröhlicher Mensch, muss aber lernen, nicht mehr auf Konter, sondern mit dem Rücken zum Tor zu spielen.» Mayuka hat 8 Tore. Degen wirkt verkrampft und entwickelt sich entgegengesetzt zur Aufforderung des Trainers, der mehrmals sagte: «Degen kann viel mehr, von ihm erwarte ich viel mehr.» Alle Exempel sind keine individuellen Weltuntergänge, werden aber in der Summe zur Belastung. Der Sportdirektor Hansruedi Hasler weist die Mängelliste nicht von sich, stellt ihr aber die für ihn positiven Entwicklungen der Spieler Bobadilla, Martinez, Gonzalez und Doubai entgegen. Er sagt: «Wir sind nicht dort, wo wir es erwartet hatten. Zu oft fehlt das innere Feuer. Das hat auch etwas Rätselhaftes. Aber wir sind nicht gescheitert.» Aber die Tendenz bleibt: kein Nullsummenspiel, Rückschritt statt Fortschritt.

Überfordert, überdüngt

Die radikale Leistungskultur scheint YB zuzusetzen. Das Biotop YB hinterlässt zyklisch und mehrschichtig den Eindruck der Überforderung, des hochtourigen Leerlaufs, der Überdüngung. Mit rigider Führung, Disziplin, Ordnung, mit Machtworten und harten Personalschnitten strebt Gross kompromisslos den Erfolg an. Auf dem Rasen ist davon wenig zu sehen. «Wenig Freude» sei zu spüren, sagt ein Insider, «man arbeitet und geht wieder nach Hause», fügt ein anderer hinzu. Ob und in welcher Form das zutrifft und ob hier nur Übergangene sprechen, spielt keine Rolle. Tatsache ist, dass YB auf dem Rasen wiederholt als Ganzes dies ausstrahlt. Wenn Gross meint, in der Kommunikation liege Optimierungspotenzial («Silberbauer muss besser mit Doubai und Doubai besser mit Martinez reden können»), ist das nur ein Teilbereich. «Mit Gross holt man einen bestimmten, einen eigenen Stil. Die Kultur-Änderung ist nicht einfach, aber notwendig», sagt der YB-CEO Ilja Kaenzig. Anders ausgedrückt: Das wird durchgezogen. Auch wenn die leidende Pflanze mit Gewalt zum Blühen gebracht werden muss.

Viel früher als erwartet ist YB mit der forschen Vorwärtsstrategie und mit Gross in eine unangenehme Lage geraten. Erstaunlich daran ist, dass nach kaum zehn Monaten das Wort «scheitern» in einigen Köpfen kreist. Das sehen Kaenzig und Hasler anders. Kaenzig fordert: «Das Team muss sich endlich wehren.» Davon ist viel zu wenig zu sehen. Bis jetzt. Die Pflanze will einfach nicht blühen. Immerhin bleibt der Spott des SC Bern überschaubar.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 13:29 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.04.2012

Bild

Zitat:
Zwischen Real und Realität

In den nächsten Tagen und Wochen entscheidet sich, ob Christian Gross auch nächste Saison YB-Trainer sein wird. Die Young Boys müssen sich erheblich steigern.

Die Rede ist am Freitagmittag vom FC Barcelona und von Real Madrid. Christian Gross wird am wöchentlichen Medientermin im Stade de Suisse auf die Champions-League-Halbfinals angesprochen und erzählt, wie er als Trainer des VfB Stuttgart im Achtelfinal der Königsklasse ein 1:1 gegen Barça erreicht habe – und mit GC in der Champions League bei Real vor langer Zeit nach harter Gegenwehr 0:2 verloren habe. Im Rückspiel mit Stuttgart unterlag Gross vor knapp zwei Jahren in Barcelona 0:4, weil der entfesselte, grossartige Lionel Messi nicht zu stoppen gewesen sei.

Barcelona, Real Madrid, Messi: Diese Anekdoten zeigen, welch erfolgreicher Coach Christian Gross war. Heute aber hat der frühere Titeltrainer ganz andere Probleme bei YB. Die Schlagworte tönen weniger freundlich: Krise, Verunsicherung, Jobgefahr. Die Young Boys absolvieren eine ungenügende Saison, die Spieler wirken ängstlich, die teilweise erschreckend schwachen Leistungen des Teams haben dazu geführt, dass Gross nicht mehr sehr sattelfest auf seinem Trainerstuhl sitzt.

Gross sieht Spielfreude

Hätte Christian Gross nicht die Vita von Christian Gross, diese Behauptung hält sich in der Branche hartnäckig, würde bei YB nach der sportlichen Talfahrt in den letzten Monaten längst ein anderer Trainer arbeiten. Aber Gross ist Gross, er reklamiert Zeit für den Umbruch und die Veränderung der Mentalität – und sagt auch am Freitag wieder: «Das ist hier ein Prozess, der länger dauern kann.» Selbstverständlich kämpft er um seinen Posten, den Rücktritt schliesst er kategorisch aus, und er glaubt bei seinen Spielern die Bereitschaft zu spüren, den Weg mit ihm weiterzugehen: «Die Trainings sind gut, die Spielfreude ist da, und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, einen Weg zu finden, in Zukunft erfolgreicher zu spielen.»

Durchhalteparolen aber bringen YB und Gross dieser Tage nicht weiter. Gefragt sind jetzt Taten. Am letzten Wochenende waren die Young Boys spielfrei, weil sie gegen Xamax (Lizenzentzug) gespielt hätten. Christian Gross nahm sich in den letzten zwei Wochen also Zeit, zahlreiche Einzelgespräche mit seinen Akteuren zu führen. Er will von einer Verunsicherung bei ihnen nichts hören: «Wir müssen einfach unsere individuellen Fehler abstellen.» Er spüre die Unterstützung der Spieler und die Rückendeckung der Vorgesetzten.

Interessanterweise nennt Gross den Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig den «wichtigsten Mann im Betrieb». Das ist kaum ein Zufall, denn es war Oertig, der im letzten Jahr stark für sich in Anspruch nahm, Hauptverantwortlicher der Gross-Verpflichtung gewesen zu sein. Jetzt schweigt Oertig. Zu Alltagsthemen wolle der Verwaltungsratspräsident derzeit keine Stellung nehmen, heisst es bei YB. Und CEO Ilja Kaenzig sowie Hansruedi Hasler, der Technische Direktor, erklärten in den letzten Wochen (in den Medien) mehrmals, man glaube an Christian Gross.

Wann reagieren die Besitzer?

Die haarsträubende Entwicklung des Teams und die miserable YB-Bilanz haben jedoch dazu geführt, dass Christian Gross nun Siege, Siege, Siege benötigt, um sein Experiment in Bern fortzusetzen. Sofort. Und so viele wie möglich. Denn wie lange Benno Oertig den Trainer noch stützen kann, ist fraglich. Die Brüder Andy und Hans-Ueli Rihs, Investoren und Besitzer des Stadions und des Vereins, dürften nicht mehr lange tatenlos zusehen, wenn der Erfolg bei YB weiter ausbleibt – und Zuschauer wie Sponsoren davonlaufen.

Noch aber ist Christian Gross in Bern nicht gescheitert, selbst wenn das viele Beobachter finden. Mit einem erfolgreichen Saisonendspurt kann er seinen Job retten, in den nächsten Jahren Meister werden – und dann wie vorgesehen die Champions League erreichen. Dort, wo Barcelona, Real Madrid und Messi warten.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/16004621

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 13:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.04.2012

Bild

Zitat:
Die Spieler der Young Boys stehen ebenfalls stark in der Pflicht

Bleiben die Resultate aus, gerät jeder Fussballtrainer der Welt unter Druck. So will es der Mechanismus des Geschäfts. Christian Gross, der YB-Trainer, steht also vor wegweisenden Begegnungen.

«Natürlich folgt nun eine wichtige Woche mit drei entscheidenden Partien», sagt Gross. Nach dem Auftritt heute in Genf gegen Servette stehen die Heimspiele gegen Zürich (Dienstag) und Luzern (nächsten Samstag) an. Und nach den kläglichen Resultaten in den letzten Monaten kann sich Gross nicht mehr allzu viele Punktverluste leisten. Gelingt den Young Boys aber eine Reaktion und überzeugen sie in den sechs letzten Begegnungen dieser Saison endlich konstant, könnten sie auch das Ziel ihres Coaches noch erreichen. «Wir wollen Zweiter werden», sagt Gross am Freitag wieder. Und so gestalten sich die kommenden Wochen für YB doch noch sehr interessant. Sie hatten sich das aber zweifellos anders vorgestellt. Um den Titel wollten sie mitspielen, die Heimspiele gegen Zürich und Luzern würden dann vermutlich vor ausverkauften Rängen ausgetragen werden. Aber selbst die grosse Treue des riesigen YB-Anhangs stiess in dieser Saison an ihre Grenzen – und so wird das Stade de Suisse nächste Woche erheblich weniger gefüllt sein. «Wir müssen aufpassen, dass die Lücken im Stadion nicht noch grösser werden», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig.

Der Trainer ist am Ende immer das schwächste Glied in der Kette. Aber in der Pflicht stehen vor allem auch die vielen guten Einzelspieler der Young Boys. Es ist rätselhaft, warum zahlreiche starke Individualisten – wie beispielsweise David Degen, Raphael Nuzzolo, Michael Silberbauer und Nassim Ben Khalifa – in dieser Saison grösstenteils blass blieben, schwach agierten, überfordert und verunsichert wirkten. Liegt es am Trainer? Können sie es nicht besser? Haben sie Angst, Fehler zu machen? Warum wirken sie oft derart leblos?

Fragezeichen um Fragezeichen, die Gross und die Spieler schleunigst verscheuchen müssen. Gefragt sind starke Leistungen, die Young Boys müssen Ausrufezeichen setzen. In den Testspielen bei den Erstligisten Freiburg (7:0) und Grenchen (8:0) stellte Christian Gross zuletzt viel Positives fest: «Natürlich sind diese Gegner kein absoluter Gradmesser. Aber mir gefiel, wie die Spieler aufgetreten sind.» Weil die Young Boys in den letzten Ligapartien Schwächen in der Abwehrarbeit offenbarten, will Gross nun «kompakter und vorsichtiger» agieren. Er deutet an, das System leicht anzupassen und in eine 4-2-3-1-Formation zu verwandeln (siehe auch Seite 24). So erhält Spielmacher Moreno Costanzo endlich eine Chance als Regisseur. «Und vor allem glaube ich, dass wir defensiv besser stehen», sagt Gross. Er erwartet zudem vor allem auch von den Flügelspielern eine deutliche Steigerung: «Wir müssen aggressiver und entschlossener sein.»

Vielleicht bräuchte es im Sommer noch einmal einen radikalen Kaderumbau, um die Wünsche von Gross zu erfüllen. Das aber würden die YB-Investoren kaum finanzieren. Und der Trainer selber sagt: «Die Kaderplanung ist im Moment nicht unsere oberste Priorität. Wir haben viele gute Spieler. Jetzt müssen wir uns auf dem Rasen wieder steigern.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23623475

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 30. April 2012, 13:39 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
30.04.2012

Bild

Zitat:
Gelb-Schwarz in der Sinnkrise

Mit der Entlassung von Christian Gross zieht die YB-Führung die Reissleine. Doch ergibt es wirklich Sinn, den teuren Titeltrainer fünf Runden vor Meisterschaftsende zu entlassen? Ein Kommentar.

Die YB-Führung zieht die Reissleine. Nach zuletzt schwachen bis sehr schwachen Auftritten hat sie gestern Christian Gross entlassen. Sie traute dem Trainer mit grosser Vergangenheit bei GC und Basel nicht mehr zu, dass er die Wende zum Besseren schafft. Die Entscheidung ist nachvollziehbar, wenn man die Leistungskurve von YB in diesem Frühjahr betrachtet. Nach einem guten Rückrundenstart präsentiert sich die weitaus teuerste Mannschaft aller Zeiten zumeist als ideen-, hilf- und konzeptloser Haufen.

Doch ergibt es wirklich Sinn, den teuren Titeltrainer fünf Runden vor Meisterschaftsende zu entlassen? Immerhin belegt YB in der Tabelle immer noch Platz 3 und dürfte sich trotz Formkrise für die Europa League qualifizieren. Und haben nicht dieselben Personen, die Gross jetzt vorzeitig in die Wüste schicken, ihn vor einem Jahr als «die bestmögliche Variante» für den ebenfalls geschassten Vladimir Petkovic angepriesen?

Wie lässt sich der Blues vertreiben?

Der Gesinnungswandel ist exemplarisch für die Sinnkrise, in welcher der BSC YB steckt, seit er mit aller Gewalt den Fussball-Olymp erklimmen will. Titel müssen her, koste es, was es wolle. So das Leitmotiv der Stadionbesitzer Andy und Hans-Ueli Rihs sowie Benno Oertig. Der umtriebige wie charismatische Stadionchef Stefan Niedermaier musste dem Bundesliga-erprobten Fussballmanager Ilja Kaenzig Platz machen, weil er mit Oertig nicht klarkam und zu wenig Fussballsachverstand hatte. Kaenzig trieb eine millionenteure Vorwärtsstrategie voran. Erfolg war ihr bisher nicht beschieden. Im Gegenteil. YB hat in den letzten 12 Monaten Zuschauer, Saisonabo-Käufer, Sponsoren und viel Goodwill verloren.

Wie lässt sich der Blues vertreiben, der den Klub erfasst hat? Eine schwierige Frage. Wie wäre es, wenn sich YB weniger unter Druck und mehr auf eigenes Schaffen statt auf überteuerte Söldner setzen würde? Die Equipe muss zwar aus wirtschaftlichen Gründen an der Spitze der Super League mitspielen. Doch es ist vermessen, von ihr jedes Jahr einen Titel zu verlangen angesichts der Stärke von Ligakrösus Basel.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ge ... y/13211749

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 163 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 50 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de