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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Mai 2011, 17:22 |
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Berner Zeitung, 09.05.2011 Zitat: Erminio Piserchia: eine Interimslösung mit Tradition
Nach Vladimir Petkovic und vor Christian Gross übernimmt Erminio Piserchia die Young Boys. Der Basler hilft zum wiederholten Mal als Zwischenlösung aus.
Bern, Sonntagmorgen, 9.30 Uhr. Ein letzter Blick, ein letzter Gruss, dann steigt Vladimir Petkovic in seinen Wagen und fährt davon. Nach einer erneut bescheidenen Darbietung seiner Mannschaft am Samstagabend beim FC Luzern (1:1) muss der 2008 verpflichtete YB-Trainer gehen. Während sich die Vergangenheit draussen auf der Strasse langsam vom Stadion entfernt, wartet drinnen, auf dem Kunstrasen, die zumindest nähere Zukunft. Routiniert, vertraut, mit viel Präsenz leitet Erminio Piserchia das Training. Der Assistenztrainer wird YB in den vier verbleibenden Spielen coachen. Ihn kennt man lange genug in Bern, um zu wissen, mit welcher Seriosität er diese Aufgabe angeht. «Die Mannschaft steht im Vordergrund», so sein erstes Statement zu seiner neuen Aufgabe.
Von Zaugg bis Petkovic
Die Floskel zeigt die Professionalität und, eben, die Routine, die Piserchia für diese Situation mitbringt. Der Basler stellt sich bereits zum vierten Mal als Zwischenlösung zur Verfügung. Im Oktober 2003 stiess er zu YB, wirkte an der Seite Hanspeter Zauggs, führte nach dessen Entlassung die Mannschaft, bis Gernot Rohr übernahm. Der Franzose ernannte dann René Lobello zu seinem Assistenten, doch als Rohr 2005 entlassen wurde, nahmen die Young Boys wieder die Dienste Piserchias in Anspruch. Und als schliesslich auch Martin Andermatt nach einem mässigen Saisonstart 2008 gehen musste, leitete wiederum der 47-jährige Piserchia das Training. «Natürlich macht es mich auch stolz, erhalte ich wieder das Vertrauen. Doch ich habe einen Auftrag bis Ende Saison. Wie es danach weitergeht, weiss noch niemand», sagt Piserchia zu seiner weiteren Zukunft in Bern. Christian Gross, als Fussballtrainer so etwas wie ein Titelgarant, wird klare Vorstellungen von einem funktionierenden Staff haben. Welche Rolle dabei Erminio Piserchia spielen wird, ist schwierig abzuschätzen.
Ein anderer YB-Routinier wird Piserchia bis zum Saisonende als Assistent zur Seite stehen. Der frühere YB-Stürmer und heutige U-18-Trainer Thomas Häberli freut sich auf seine «Rückkehr» ins Fanionteam: «Ich möchte mithelfen, dass YB den dritten Platz bis Saisonende verteidigt.»
«Emotionaler Moment»
Auch Torhüter Marco Wölfli nahm zum Berner Trainerwechsel Stellung. Der YB-Captain sprach von einem «emotionalen Moment» in der Kabine, als sich Vladimir Petkovic von der Mannschaft verabschiedete. «Doch wir sind Profis und schauen nach vorne.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30945470
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. Mai 2011, 16:26 |
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Berner Zeitung, 10.05.2011 Zitat: Grossoffensive sorgt für veränderte Spielersuche
CEO Ilja Kaenzig freut sich auf Christian Gross. Und er sagt: «Wir haben keine Pipeline, aus der Geld fliesst.»
Ilja Kaenzig ist viel beschäftigt. Der YB-CEO freut sich am Montag über die vielen Reaktionen, die er nach der Verpflichtung von Christian Gross als YB-Trainer erhalten hat: «Die meisten Leute sehen das positiv.» Und, ja, es sei schön, auch mal gelobt zu werden, sagt Kaenzig schmunzelnd, doch er blende Kritik wie Komplimente rasch aus. «Wir freuen uns, aber es gibt noch viel zu tun.»
Im Übrigen sei es nicht so, dass Gross (Zweijahresvertrag bei YB mit Option auf eine weitere Saison) ein «Titelgarant» sei, erklärt Kaenzig. So wurde er gestern zitiert. «Aber Gross hat viele Titel geholt, als Trainer bietet er uns ausgezeichnete Möglichkeiten, Erfolg zu haben.» Kaenzig ist es ein Anliegen, nach den Phase-3-Sprüchen im Verein letztes Jahr nicht arrogant zu wirken. «Und etwas möchte ich betonen», sagt der YB-Chef. «Es ist nicht so, dass wir eine Pipeline ins Stadion gelegt haben, aus der Geld fliesst.»
Marco Schneuwly bleibt
Ihn hätten die Berichte sehr gestört, sagt Ilja Kaenzig, wonach YB nun den Erfolg kaufen würde. «Das Gegenteil ist der Fall. Man kann Titel nicht kaufen und erzwingen. Wir optimieren die Strukturen, um Erfolg zu haben.» Einen Spieler wie Alex Frei, der rund 4,5 Millionen Franken Ablöse koste und im Jahr 2 Millionen Franken verdiene, könne sich der FC Basel leisten, sagt Kaenzig. «YB aber kann das nicht.»
Ohne die Unterstützung der YB-Investoren wäre der Coup mit Christian Gross für den Berner Verein nicht zu stemmen gewesen. Weil Gross ein komplett anderer Trainertyp als Vladimir Petkovic und mehr dem Realismus als dem Spektakel verpflichtet ist, richtet YB nun auch die Spielersuche völlig anders aus. «Gross setzt auf ganz andere Fussballer als Petkovic», sagt Kaenzig. Und so wird für die Offensive nun nicht ein flinker, vielseitiger Dribbler wie beispielsweise Luzerns Cristian Ianu gesucht, sondern ein kräftiger, gross gewachsener Stürmer. «Und weil Marco Schneuwly mit seiner Spielweise ein idealer Typ für Gross ist, bleibt er bei uns», sagt Kaenzig. Am YB-Angreifer Schneuwly, zuletzt nur noch dritte Wahl bei Petkovic, war unter anderem der FC Thun stark interessiert. Andere YB-Fussballer, die der Kategorie Techniker zuzuordnen sind, wird Christian Gross in den nächsten Wochen akribisch beobachten. Und: Wie wird Gross mit seinem einstigen Lieblingsschüler David Degen umgehen? Am Ende verstanden sich beide beim FCB nicht immer.
Abwehrchef dürfte kommen
Laut Kaenzig wird im Angriff eine «preiswerte Lösung» als Verstärkung kommen. «Vieles hängt davon ab, wer uns alles verlässt», sagt er. Die Defensive aber dürfte mit einer erheblichen Investition aufgebessert werden. «Wir erhalten zu viele Gegentore nach Eigenfehlern», sagt Kaenzig, «und werden die Abwehr verstärken.»
Damit YB mit Trainer Christian Gross im Sommer 2012 nach 26 Jahren endlich wieder Meister wird. 1986 wars übrigens ebenfalls der erste Meistertitel nach 26 Jahren gewesen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11312335
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 12. Mai 2011, 11:08 |
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Berner Zeitung, 12.05.2011 Zitat: Die zwei Spürnasen für Gross
Stéphane Chapuisat leitet die YB-Spielersuche. Sein wichtigster Mitarbeiter ist der Deutsche Ingo Winter. Der Gesamtkoordinator Scouting baut gerade eine umfangreiche Spielerdatenbank auf.
Im sportlichen Bereich versammelt sich bei YB einige Prominenz – und viel Fachwissen. Die Scoutingabteilung verantwortet Stéphane Chapuisat, seine wichtigste Fachkraft heisst Ingo Winter und stammt aus der Nähe Hannovers. Der Deutsche war im letzten Spätsommer als Gesamt-koordinator Scouting die erste Personalanstellung von YB-CEO Ilja Kaenzig. Dieser schätzt die Kenntnisse seines Mitarbeiters, den er seit gemeinsamen Zeiten bei Hannover 96 kennt: «Ingo liebt den Fussball, ist gut vernetzt und arbeitet hart und exakt.»
Leverkusens Vorzeigearbeit
Der 33-jährige Winter war parallel zum Studium der Politikwissenschaften als freier Fussballjournalist für diverse Tageszeitungen in Norddeutschland tätig und stiess 2004 als Assistent der Geschäftsführung Sport (und damit als rechte Hand Kaenzigs) sowie als Scouting-Koordinator zu Hannover 96. «Eine gute Spielersuche ist elementar», sagt er. «Aber der Markt ist sehr hart umkämpft. Man muss besser informiert sein als die Konkurrenz, schneller handeln und ein grösseres Beziehungsnetz pflegen.» Als internationaler Branchenleader gilt Bayer Leverkusen, wo Kaenzig angestellt war. «Leverkusen arbeitet professionell und hat beste Verbindungen. Darum gelingt es dem Klub oft, Talente zu verpflichten und sie später teuer zu verkaufen», sagt Winter.
Der Deutsche sitzt in seinem Büro im Stade de Suisse, es herrscht ein «gepflegtes Chaos», wie er sagt, überall liegen Zeitungen und Hefte herum, und Winter sagt lachend: «Ich habe einen Traumjob. Ich werde dafür bezahlt, Fussball zu gucken und Fachzeitschriften zu lesen.» Auch nach dem Ausscheiden von Kaenzig und Winter vor rund vier Jahren in Hannover blieben die beiden in Kontakt, und nachdem Winter je ein Jahr als Chefscout bei Kaiserslautern (damals 2.Bundesliga) und Carl Zeiss Jena (3. Liga) gearbeitet hatte, lotste ihn Kaenzig 2009 zu seiner Unternehmung «Boutique Football», die den Kontakt von Investoren zu Fussballklubs herstellen sollte. «Wir haben viel zusammen erlebt und vertrauen uns», sagt Winter. In Bern gefällt es ihm, bei YB hat er sich bestens eingelebt («turbulente Zeiten habe ich auch bei deutschen Klubs erlebt»), er gilt im Betrieb als umgänglich und kompetent.
Mittlerweile ist YB-Chefscout Chapuisat zum Fototermin eingetroffen. Ein lockerer Spruch hier («glaub dem Ingo nicht alles, er ist Deutscher»), eine humorvolle Antwort da («ach, der Chappi, nur weil er bei Dortmund ein paarmal angeschossen wurde, heisst es, er sei ein guter Stürmer gewesen»), und schon posieren sie an einem Pult. Häufig aber sind sie in der Schweiz und im Ausland unterwegs – und ständig sind sie am Telefon, um bei Spähern und Beratern, Eltern und Trainern Informationen zu sammeln.
Nicht mal Messi wäre eine 10
Hansruedi Hasler, dem Technischen Direktor bei YB, ist es ja ein Anliegen, in der Schweiz und vor allem im Raum Bern mehr Talente aufzuspüren. Im Nachwuchsbereich ist viel Steigerungspotenzial vorhanden. Der einstige Chefscout Werner Gerber arbeitet noch auf Mandatsbasis, und ab Sommer wird der frühere YB-Spieler André Niederhäuser neben seiner Tätigkeit als Nachwuchstrainer zusätzlich die Spielerbeobachtung der U-12- bis U-14-Junioren leiten. Ingo Winter deckt eher das Ausland ab, er baut gerade eine Spielerdatenbank auf. Bereits rund 2000 Akteure aus den 50 für YB wichtigsten Ligen sind nach unzähligen Kategorien in einer Skala von 1 bis 10 geordnet. Dabei geht es nicht nur um fussballerische Fertigkeiten, auch der Charakter und die private Situation werden analysiert.
Nicht mal Barcelonas Superstar Lionel Messi aber wäre eine 10, denn das würde laut Winter bedeuten: «Dieser Spieler ist in jedem Spiel über 90 Minuten absolut perfekt und kann sich nicht mehr steigern.» Für YB infrage kommen Akteure, die im Idealfall noch jung und in einer kleineren Liga aktiv sind – mit einer Gesamtnote 6. So wurden auch die letzten Erwerbungen Alexander Farnerud und Michael Silberbauer eingestuft. «Wir sind streng», erklärt Winter, «und schauen uns jeden Akteur mehrmals live an, ehe er ernsthaft ein Thema ist.»
Mit Christian Gross als YB-Trainer haben sich die Prioritäten bei den Spielerfähigkeiten verändert. «Fussball ist faszinierend», sagt Ingo Winter. «Man muss sich laufend anpassen, am Ball bleiben und darf in der heissen Transferphase die Nerven nicht verlieren.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22698486
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shalako
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Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 09:30 |
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Der Bund, 14.05.2011 Zitat: Der neue Trainer hält YB bereits auf Trab
Christian Gross hält bereits Ausschau nach Neuverpflichtungen. Ehemalige Weggefährten äussern sich derweil zu dessen Chancen beim Traditionsklub.
Wenn die Young Boys am Sonntag im Stade de Suisse unter Interimstrainer Erminio Piserchia gegen den direkten Konkurrenten FC Sion um Platz 3 kämpfen, wird der neue Trainer Christian Gross sein zukünftiges Team nicht aus einem Logenplatz beobachten. Er ist laut YB-Chef Ilja Kaenzig nicht im Stadion. Die Vermutung, dass sich Gross bereits mit der nächsten Saison beschäftigt und am Sonntag zukünftige YB-Spieler beobachtet, bestreitet Kaenzig nicht – im Gegenteil. «Christian Gross wird nicht nur Spieler beobachten, sondern mit ihnen Gespräche führen», sagt Kaenzig.
In der Abwehr und im Sturm sieht Gross noch Bedarf, aber Kaenzig sagt auch: «Wir haben nicht ein zusätzliches Budget erhalten für Neuverpflichtungen. Es werden insgesamt vier bis fünf neue Spieler kommen, zwei davon, Michael Silberbauer und Elsad Zverotic, sind bereits verpflichtet.» Die YB-Planung wird auch davon beeinflusst, ob die abwanderungswilligen Thierry Doubai und Senad Lulic tatsächlich bei einem anderen Verein unterschreiben.
Der Blick fürs Detail
Gross aber überlässt nichts dem Zufall – auch Details sind ihm enorm wichtig. Das war auch schon so, als er vor 23 Jahren seinen ersten Trainerjob beim FC Wil übernommen hatte. «Wir befanden uns damals in der 2. Liga und in Abstiegsgefahr», erinnerte sich der damalige Präsident Hansruedi Scherrer. Und noch heute schaut er voller Bewunderung zurück. «Zwei Jahre später spielten wir als Nationalliga-B-Klub in der Auf-/Abstiegsrunde für die NLA.»
Als Spieler-Trainer habe Gross damals noch im Vollamt als Marketingchef beim Sportartikel-Ausrüster Blacky gearbeitet, erzählt Scherrer. Blacky war damals auch Ausrüster der Schweizer Nationalmannschaft. Und Gross hat beim FC Wil umgehend professionelle Strukturen eingeführt. «Er achtete auch darauf, was die Spieler essen. Das war vor über 20 Jahren bei uns gar kein Thema. Gross hat jedem Spieler ein Buch mit dem Thema Ernährung überreicht», erinnert sich Scherrer. Die Mannschaft habe er kontinuierlich, «aber ganz human» umgebaut.Noch jetzt pflegen Scherrer und andere, ehemalige Vorstandsmitglieder des FC Wil Kontakt mit dem Ex-Trainer. «Vor zwei Jahren trafen wir uns zu einem Geburtstagsfest, und Christian Gross weiss immer noch gut Bescheid über den FC Wil.»
Fussball an erster Stelle
Das überrascht Erich Vogel nicht, der Gross 1965 als C-Junior vom SV Höngg zu GC geholt hatte, und ihn später, als Vogel seine Trainerepisode beim Xamax gab, auch nach Neuenburg lotste. «Gross interessiert alles, was mit Fussball zu tun hat. In Wil machte er seine ersten, wichtigen Erfahrungen als Trainer in einem Umfeld, in dem er sich wohlfühlte. Das wird er nicht vergessen.» Vogel holte 1993 Gross als Trainer zu GC, nachdem der damalige GC-Manager mit Startrainer Leo Beenhakker ein Waterloo erlebte und mit den Grasshoppers in die Abstiegsrunde musste.
Vogel ist überzeugt, dass er nach GC und dem FC Basel auch die Young Boys in die Champions League führen wird. «Aber Gross weiss natürlich auch, dass die erste Saison mit YB für ihn sehr wichtig ist. Die Investoren und die Fans erwarten im nächsten Jahr einen Titel. Er ist extrem fordernd auch gegenüber sich selbst.» Aber er fordere auch das Umfeld. «Kaenzig und Hansruedi Hasler werden nun von ihm ständig auf Trab gehalten.» Gross werde den Druck aufrechterhalten, bis der Naturrasen im Stade de Suisse verlegt ist und dazu die entsprechenden Trainingsplätze geschaffen sind. Vogel: «Er hat auch bei der Verpflichtung von neuen Spielern sehr genaue Vorstellungen.»Auch die Spieler werden sich umstellen müssen. «Einige YB-Spieler haben in den letzten Monaten gemerkt, dass Petkovic bei der Chefetage nicht mehr die volle Rückendeckung hatte, und haben das ausgenutzt, um sich Freiheiten herauszunehmen», weiss Vogel. «Das geht nun nicht mehr.»
Vogel glaubt nicht, dass zwischen Gross und Kaenzig Kompetenzprobleme aufkeimen könnten. «In den ersten Interviews, die Gross gegeben hat, hat der die Autorität von Kaenzig und von Hasler gestärkt. Er weiss genau, dass sie aufeinander angewiesen sind, um Erfolg zu haben.»Sowohl als Spieler wie auch als Trainer sei Gross kein Riesentalent gewesen. «Er hat sich alles mit sehr viel Ehrgeiz erarbeitet. Schon mit 26 Jahren hatte er alle Trainerdiplome erworben, die man in der Schweiz erreichen konnte. Ganz im Gegensatz zu anderen Spielern. Viele kümmern sich bis zum 30. Altersjahr nicht, was nach der Karriere als Aktiver kommen wird.»
Wer wird Assistent
Vogel sagt, er habe keine Ahnung, ob Gross als Assistenten Piserchio bestätigen wird oder einen seiner Vertrauensleute nach Bern bringt. «Ich bin gespannt, wie er entscheidet.» Gross holte während seiner Zeit beim VfB Stuttgart Jürgen Seeberger als Trainer der Amateure ins Schwabenland. Den Posten des Assistenten war mit Jens Keller bereits besetzt, ein Vertrauensverhältnis zu Keller entstand nie, und nach der Entlassung von Gross drängte sich Keller als Nachfolger selbst auf – bis er später auch entlassen wurde. Seeberger, der noch einen Vertrag für die nächste Saison hat, aber mit Unbill beim VfB rechnen muss, gibt sich zu diesem Thema zurückhaltend. Er würdigt die Zusammenarbeit mit Christian Gross als «hoch professionell, verbindlich und sehr vertrauenswürdig.»
Auch Fritz Schmid, der während zehn Jahren mit Gross zusammenarbeitete, lobt die Professionalität des neuen YB-Trainers. Ein halbes Jahr bevor Gross im Frühsommer 2009 den FC Basel verliess, kam es zur Trennung mit seinem langjährigen Assistenten. «Wir haben uns gut ergänzt, aber nach 10 Jahren begann das gegenseitige Vertrauen zu leiden», sagt Schmid, der seither mit Gross nicht mehr in Kontakt ist.Hanspeter Latour war zweimal, bei den Grasshoppers und während anderthalb Jahren in Basel, der Assistent von Gross gewesen, bevor Latour als Trainer zum FC Thun wechselte und die Oberländer 2002 in die höchste Spielklasse führte. Zurzeit arbeitet Latour als Referent und für Radio und TV. «Ich bin voll ausgelastet und zufrieden mit meinen Leben. Den Rücktritt als Trainer gebe ich aber nicht», sagt der 64-jährige Latour. «Ich lasse alles offen.» Er denkt, in Zukunft werde er sich wieder öfter mit Gross treffen. «Vielleicht gehen wir zusammen joggen, wie früher.» Auf die Frage, wer von beiden über die bessere Fitness verfüge, sagte der um sieben Jahre ältere Latour. «Der Chregu vermag mir knapp zu folgen.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/23737245
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shalako
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Verfasst: Dienstag 17. Mai 2011, 09:22 |
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Berner Zeitung, 17.05.2011 Zitat: YB und Thun suchen Spieler
Mittelfeldspieler Christian Schneuwly wechselt leihweise für ein Jahr von YB nach Thun. YB-CEO Ilja Kaenzig ist froh, wenn die Saison zu Ende ist. Thun sucht nach der Schneuwly-Verpflichtung noch einen Stürmer.
Die Young Boys und der FC Thun haben gestern den Wechsel Christian Schneuwlys von den Stadtbernern zu den Oberländern bekannt gegeben. Der Mittelfeld-Allrounder wird für ein Jahr ausgeliehen. «Schneuwly ist ein erfolgshungriger Spieler, der von seinem Charakter her sehr gut zu uns passt», sagt Thuns Sportchef Andres Gerber. 14 Einsätze hat Schneuwly in dieser Saison bisher für YB bestritten (1 Tor/1 Assist), stand dabei aber nur während 397 Minuten auf dem Platz. In Thun soll der 23-Jährige zu der Spielpraxis kommen, die er braucht, um sich weiterzuentwickeln. Eine Ausleihe ist für Schneuwly nichts Neues: Die Saison 2008/2009 bestritt er auf Leihbasis für den FC Biel in der Challenge League. Auch dank seinen überzeugenden Leistungen beendeten die Seeländer die Saison damals auf dem für sie sehr guten fünften Platz.
Rang 5 – für die Young Boys, derzeit Tabellenvierte, ist das eine Schreckensvision. Nach dem 1:1 am Sonntag gegen Sion ist dieses Szenario aber nicht ausgeschlossen. Luzern liegt zwei Spiele vor Saisonende nur noch drei Punkte zurück. «Wir müssen jetzt alles tun, um uns mindestens Rang 4 so rasch wie möglich zu sichern», sagt CEO Ilja Kaenzig. Am vorletzten Wochenende hatte er nach der Freistellung von Trainer Vladimir Petkovic noch Rang 3 als Zielsetzung angegeben. Nach dem Unentschieden gegen den direkten Konkurrenten Sion können die Young Boys das Minimalziel nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Platz 4 würde bedeuten, dass dem neuen Trainer Christian Gross wenig Zeit bliebe, der Mannschaft seine Vorstellungen klar zu machen. Denn YB müsste dann bereits die zweite Qualifikationsrunde für die Europa League bestreiten, die am 14. und am 21. Juli stattfindet.
YB-Verhandlungen mit Liberec
Als Tabellendritte hätten die Young Boys etwas länger Zeit, um sich vorzubereiten. Die neue Saison beginnt am 15./16.Juli. Der YB-Trainingsauftakt ist auf den 15.Juni terminiert. Die dritte Qualifikationsrunde auf den 28. Juli/4. August. Eine Änderung ergibt sich, falls Sion am 29.Mai den Cupfinal gegen Xamax gewinnt. In diesem Fall würde der Viertplatzierte der Super League in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League antreten. An der zweiten würde der Fünftplatzierte teilnehmen. Doch wie sagt Kaenzig: «Es kann doch nicht sein, dass wir bangen müssen, ob Sion den Cupsieg holt, oder nicht.» Er sehnt das Ende der Saison herbei. Zuletzt schien bei der Mannschaft die Luft draussen zu sein. Daran änderte auch die Ablösung von Petkovic und die Installierung von Erminio Piserchia als Interimscoach nichts. In den zwei bisherigen Partien unter Piserchia verspielte YB jeweils eine Führung. Kaenzig sagt: «Die letzten Resultate sind für mich keine Überraschung. Sie entsprechen dem Trend der letzten Wochen.»
Bekanntlich sollen ein Innenverteidiger und ein Stürmer die Young Boys nächste Saison verstärken. Der kroatische U-21-Nationalspieler Renato Kelic war bereits in Bern zu Besuch. YB ist sich mit dem 20-jährigen Abwehrspieler über eine Verpflichtung einig, nicht aber mit seinem aktuellen Klub. «Wir müssen uns noch mit Slovan Liberec verständigen», sagt Kaenzig.
Thun wartet ab
Der FC Thun ist nach der Verpflichtung Schneuwlys – er soll Stefan Glarner ersetzen, der nach Sion wechselt – noch auf der Suche nach einem Ersatz für Stürmer Nick Proschwitz (zu Luzern). Christian Schneuwlys älterer Bruder Marco wird diese Rolle nicht übernehmen. Mit ihm standen die Thuner kurz vor der Einigung, nach dem Trainerwechsel in Bern sieht der kräftige Angreifer bei YB aber wieder Perspektiven. Bevor sie sich erneut auf Stürmersuche begeben, warten die Thuner aber ab, wie sich die Situation um Trainer Murat Yakin entwickelt. Er muss sich zwischen Thun und Luzern entscheiden.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12870722
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shalako
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Verfasst: Freitag 20. Mai 2011, 09:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 20.05.2011 Zitat: Warten auf Gross – Kelic-Transfer geplatzt
YB will in den letzten zwei Partien eine ungenügende Saison mit Anstand beenden. Die Kaderplanung läuft derweil auf Hochtouren. Doch das kroatische Verteidigertalent Renato Kelic kommt nicht.
Das lange Warten auf Christian Gross – so könnte man den Zustand bei YB auch beschreiben. Nach bloss drei Punkten aus den letzten sechs Partien sind die Young Boys froh, dauert diese Saison nur noch zwei Runden. YB-CEO Ilja Kaenzig bezeichnet die Spielzeit gar als «Reinfall».
Im Hintergrund aber wirbelt Starcoach Gross bereits mächtig, es gilt ja unter anderem, das neue Trainerteam zusammenzustellen. «Noch ist nichts entschieden», sagt Kaenzig. Und er stellt noch einmal klar, dass es keine riesigen Investitionen ins Team mehr geben wird. «Natürlich möchten wir am liebsten einen Spieler wie Alex Frei kaufen. Und viele Fans und Beobachter denken, wir würden teure Fussballer verpflichten», sagt Kaenzig. Aber das sei überhaupt nicht so. «Das ist hier kein Mäzenatentum. Wir müssen uns selber finanzieren.»
Seferovic auch ein Thema
Und deshalb ist YB, wie in den letzten Jahren regelmässig, auch auf Spielerverkäufe angewiesen. Thierry Doubai dürfte den Verein verlassen, aber im zentralen Mittelfeld sind die Young Boys nächste Saison mit Zugang Michael Silberbauer sowie Alexander Farnerud und Moreno Costanzo gut aufgestellt. Zudem kann der defensiv vielseitig einsetzbare Elsad Zverotic, der von Luzern zu YB wechseln wird, dort aushelfen. Senad Lulic dagegen, der mit Napoli und Lazio Rom in Verbindung gebracht wird, möchte Gross behalten. «Es ist alles eine Frage der Perspektiven und des Preises», sagt Kaenzig.
Senad Lulic als linker Offensivspieler würde bestimmt ersetzt werden. Derzeit ist der Transfermarkt unfassbar überhitzt, Hunderte von Spielern werden von Dutzenden Beratern angeboten – und interessante, junge Akteure gibt es auch in der Super League (beispielsweise bei GC). «Sicher ist nur, dass wir einen vierten Innenverteidiger und einen vierten Stürmer holen werden», sagt Kaenzig.
Da Gross wohl im 4-4-2-System spielen wird und jede Position doppelt besetzt werden soll, sucht YB einen zentralen Abwehrspieler neben Alain Nef, François Affolter und Emiliano Dudar, der aber gehen könnte, weil er nicht mehr erste Wahl sein dürfte. Und neben Henri Bienvenu, Emmanuel Mayuka und Marco Schneuwly soll ein vierter Angreifer geholt werden – der gar nicht unbedingt gross und kräftig sein muss. Gross setzte beispielsweise beim FC Basel auch auf die eher klein gewachsenen Argentinier Christian Gimenez und Julio Hernan Rossi.
Weil der neue Stürmer preiswert sein soll, denkt man bei YB auch an ein leihweises Engagement eines jungen Schweizers, dessen Karriere stagniert. Nassim Ben Khalifa (zuletzt von Wolfsburg an Nürnberg ausgeliehen) ist ein Kandidat, vor allem aber Haris Seferovic, 2009 auch U-17-Weltmeister geworden. Der 19-jährige Seferovic hat sich bei Fiorentina nicht durchgesetzt und erhielt zuletzt selbst im Nachwuchs kaum Spielpraxis.
Neue Suche nach Verteidiger
Irgendwann möchte YB in der rundum erneuerten und verbesserten Juniorenabteilung ja selber Talente ausbilden und später in die erste Mannschaft einbauen. Vorerst aber wird auch Frédéric Veseli, der Schweizer U-17-Weltmeistercaptain von 2009, als Zugang bei YB gehandelt. Der 18-jährige Veseli kommt im Starensemble Manchester Citys nicht vorwärts. «Eigentlich sollte ja Renato Kelic kommen. Aber der Deal ist leider geplatzt», sagt Ilja Kaenzig. Näher will der YB-Chef nicht auf das Scheitern des Wunschtransfers eingehen. Kelic, 20 Jahre alt, gilt als eines der grössten Abwehrtalente Europas, er war sich mit YB über einen Transfer einig – der Kroate von Slovan Liberec hätte in einigen Jahren zu einem Grossverein verkauft werden sollen. Offenbar aber fiel Kelic beim Medizintest in Bern durch. Und selbst wenn Kelic derzeit topfit ist und vielleicht nie Verletzungsprobleme haben wird, wäre ein Investment für die Young Boys zu riskant gewesen. Die Suche nach einem Verteidiger also geht bei YB weiter – wie das lange Warten auf Christian Gross. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11890653
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shalako
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Verfasst: Samstag 21. Mai 2011, 09:11 |
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Berner Zeitung, 21.05.2011 Zitat: Das Horrorszenario für die Young Boys
Für YB geht es nach sehr schwachen Wochen in den letzten beiden Partien bei Xamax und gegen St.Gallen noch um viel. Verspielen die Berner am Ende sogar die Europacup-Teilnahme?
Alles hatte so fröhlich angefangen an der Vorsaisonpressekonferenz am 14.Juli 2010 in der Sky Lounge im Stade de Suisse. «Wir wollen besser sein als in der letzten Saison», lautete das Motto der gut gelaunten YB-Verantwortlichen wenige Wochen nach der verlorenen Finalissima (0:2 gegen Basel) um den Meistertitel. CEO Stefan Niedermaier, Sportchef Alain Baumann und Trainer Vladimir Petkovic strebten nach Rang zwei verständlicherweise den nächsten Schritt und die erste Meisterschaft seit 1986 an. Und der Verwaltungsratsvorsitzende Benno Oertig kündigte wenige Wochen später bei der Ernennung Ilja Kaenzigs zum neuen Vereinschef sogar die mittlerweile legendäre «Phase 3» von YB an, die eine «20- bis 30-jährige Hochphase» nach dem Vorbild Bayern Münchens werden soll. Zumindest in der Super League aber verpassten die Young Boys kolossal sämtliche Ziele, sie haben nach 34 Runden gleich 26 Punkte (!) weniger auf dem Konto als vor einem Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Sie sind nicht mehr stolzer Leader wie damals, sondern stehen auf dem enttäuschenden Rang vier. Immerhin entschädigten teilweise glanzvolle Auftritte der Young Boys im Europacup für den Absturz in der Liga. Niedermaier, Baumann und Petkovic jedoch wurden in den letzten Monaten einer nach dem anderen entlassen – und derzeit droht den Young Boys sogar noch das Verpassen des Europacups. «Das ist für mich das Horrorszenario», sagt Ilja Kaenzig. «Es geht für unsere Spieler in den letzten zwei Runden auch um die Ehre.»
In erster Linie aber geht es für YB morgen bei Xamax und am Mittwoch im Heimspiel gegen St.Gallen um Prestige und Geld. In der aktuellen Spielzeit nahmen die Berner in finanziell heiklen Zeiten immerhin geschätzte sechs Millionen Franken durch die Europacup-Kampagne ein. Und Christian Gross, der YB-Coach in Wartestellung, hat bereits angekündigt, nächste Saison in allen Wettbewerben so lange wie möglich um den Titel zu spielen. Er führte Basel vor fünf Jahren in den Viertelfinal des damaligen Uefa-Cups, wo der FCB unglücklich gegen Middlesbrough ausschied (2:0, 1:4).
Früher Einstieg in Europacup?
Werden die Young Boys aber in den nächsten Tagen von Luzern, das mit besserer Tordifferenz nur 3 Punkte zurückliegt, überholt, müssten sie als Fünfte darauf hoffen, dass der Dritte Sion den Cupfinal gegen Xamax gewinnt – und YB in den Europacup nachrückt. «Es darf nicht sein, dass wir von anderen Teams abhängig sind», sagt Kaenzig. Der FCL trifft in den letzten 2 Runden noch auf die Titelkandidaten Zürich (zu Hause) und Basel (auswärts). Im schlimmsten Fall jedoch könnten die strauchelnden Young Boys (zuletzt 3 Punkte aus sechs Partien) ja sogar noch vom Kantonsrivalen Thun, der fünf Zähler zurückliegt, überholt werden und die Spielzeit als Sechste beenden. Davon will Ilja Kaenzig nichts wissen: «Es bleibt unser Ziel, Dritter zu werden.» Dazu müsste YB den FC Sion, der 2 Punkte voraus liegt, überholen.
Für die Young Boys hätte es übrigens massive terminliche Vorteile, würden sie die Saison als Dritte beenden – oder als Vierte mit einem Cupsieger Sion. Dann müssten sie erst in der 3.Qualifikationsrunde zur Europa League (28.Juli und 4.August) einsteigen. Als Vierte mit einem Cupsieger Xamax oder als Fünfte mit einem Cupsieger Sion müsste YB bereits die 2.Qualifikationsrunde bestreiten, das Hinspiel würde am 14.Juli und damit drei Tage vor Saisonbeginn der Super League stattfinden. Zudem droht in dieser Runde eine beschwerliche Reise zu einem Exoten des kontinentalen Fussballs.
Und so geht YB die 2 letzten Partien unter erheblichem Druck und keineswegs in Harmonie an: Die ungenügenden Auftritte sorgen für Missstimmung. Das beste Mittel dagegen sind positive Resultate. Und beim Trainingsstart unter Christian Gross am 15.Juni wird die Ambiance bestimmt aufgeräumt sein – und die Zielsetzung der Verantwortlichen für die nächste Saison unverändert hoch. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13064338
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shalako
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Verfasst: Samstag 21. Mai 2011, 09:16 |
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Der Bund, 21.05.2011 Wenn die Rohdiamanten fehlen Der Nachwuchsbereich von YB wird professionell geführt und verfügt über ein Millionenbudget. Dennoch schafft kaum je ein Eigengewächs den Durchbruch in der Super League. Woher rührt die Misere? Der FC Basel hat Xherdan Shaqiri, Valentin Stocker, Granit und Taulant Xhaka. Der FC Zürich Marco Schönbächler, Adrian Nikci, Admir Mehmedi, Philippe und Raphael Koch. Blickt man etwas weiter zurück, tauchen Namen auf wie Almen Abdi, Blerim Dzemaili (beide FCZ), Ivan Rakitic, Zdravko Kuzmanovic, Eren Derdiyok und Beg Ferati (alle FCB). Und YB? Gäbe es nicht François Affolter und Christian Schneuwly, es herrschte rabenschwarze Nacht. Der Bieler und der Freiburger sind die Einzigen, die seit der Saison 2005/06 den Sprung von der Juniorenabteilung in die Startaufstellung der ersten Mannschaft geschafft haben. Für einen Klub, der jährlich rund 2,2 Millionen Franken in die Nachwuchsförderung steckt und sich acht Vollprofistellen leistet, ein klägliches Resultat. Stefan Freiburghaus, Technischer Leiter YB-Nachwuchs, wehrt sich gegen die Schwarzmalerei. Er holt einen Stapel Papiere hervor und zeigt anhand von Organigrammen, Zahlen und Pyramiden die Entwicklung der letzten Jahre auf. Nichts fehlt: Die Zusammenarbeit mit Biel, Thun sowie Klubs im Westen von Bern, die Aufstockung und Professionalisierung des Betreuerstabes, der Ausbau des Lehrstellenangebots, die Inbetriebnahme des Campus Neufeld, die Einrichtung eines weiteren regionalen Stützpunktes in Langenthal für das Team Oberaargau/Emmental. Der zeitliche Vorsprung des FCBUnbestritten: YB hat Rahmenbedingungen geschaffen, die sich sehen lassen dürfen und vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) auch entsprechend gewürdigt werden. Wie der FCB und der FCZ besitzen sie das höchste Ausbildungslabel, welches vom SFV in Form von Zuschüssen honoriert wird. Und doch hinken die Berner der Konkurrenz aus Basel und Zürich mindestens einen Schritt hinterher. Diese führt nicht nur mehr Eigengewächse an die Spitze, sondern ist auch in den nationalen Auswahlen besser vertreten als die Young Boys. Für Freiburghaus gibt es dafür plausible Gründe: «Der FCB und der FCZ haben mit der gezielten Nachwuchsförderung einige Jahre früher begonnen als wir.» Initialzündung war in Basel der Bezug des neuen St.-Jakob-Parks im Jahre 2001. Unter der Leitung des deutschen Ex-Profis Peter Knäbel wurde etliches umgekrempelt. So ging der FCB Partnerschaften ein mit dem FC Concordia Basel, dem Team Jura und dem Team Solothurn. Ein weiterer wichtiger Punkt war die systematische Spielerbeobachtung. Wochenende für Wochenende schwärmten mehrere FCB-Scouts aus, um zwischen Basel, Genf, St. Gallen und Chur 10- bis 14-jährige Fussballer unter die Lupe zu nehmen. Aktuell beschäftigt der 13-fache Meister acht Scouts, die zum Teil auch im Ausland tätig sind. Weit kleinere Brötchen bäckt der FCZ. Neben drei «Freelancern», welche die regionale Fussballszene im Auge behalten, beschäftigen die Zürcher einen einzigen Vollzeit-Scout, den früheren YB-Spieler und -Trainer Bert Theunissen. «Er ist der Beste in der Schweiz», schwärmt FCZ-Sportchef Fredy Bickel. Grosse Mängel im ScoutingBei YB funktionierte das Scouting lange Zeit mehr oder minder nach dem Zufallsprinzip. Wenn ein Nachwuchstrainer irgendwo einen ausserordentlich begabten Junioren sah, bot er ihm zu einem Probetraining auf. Oder aber er ging sich einen Spieler anschauen, von dem ihm ein Trainerkollege vorgeschwärmt hatte. «Wir waren zu wenig präsent auf den Fussballplätzen», sagt Freiburghaus selbstkritisch. Das ist heute anders. Freiburghaus hat fünf Leute um sich geschart, die für YB gezielt Späherdienste verrichten in den Regionen Bern, Tessin, Innerschweiz und Westschweiz. «Wir müssen konsequenter und systematischer Talente erfassen, die 12- bis 14-jährig sind», so Freiburghaus. Laut seinem Vorgesetzten Hansruedi Hasler bestehen in dieser Altersstufe die grössten Defizite: «Wir können keine Diamanten schleifen, wenn wir keine Rohdiamanten haben.» Handlungsbedarf sieht Hasler aber auch bei den 16- bis 18-jährigen Spielern. «Wir haben in diesem Altersbereich einige Junioren-Nationalspieler, aber zum Beispiel nicht so viele, wie sie Luzern stellt.» Nicht entgangen ist dem langjährigen SFV-Ausbildungschef, dass bei YB der Zugang nach ganz oben fast komplett versperrt war in den letzten Jahren. Ob das mit der Qualität der Spieler oder dem mangelnden Selbstvertrauen in die eigenen Zöglinge zu tun hat, könne er nicht schlüssig beurteilen, sagt er. Rochaden im TrainerstabMit dem Namen Hasler sind einige Hoffnungen verbunden. Der Ehrenprofessor der Uni Bern soll YB im Nachwuchsbereich zur besten Adresse im Land machen. Eine Aufgabe, die mindestens fünf Jahre in Anspruch nimmt. Als der 63-Jährige bei YB begann, sagte er, für ihn stellten sich unter anderem folgende Fragen: «Haben wir die richtigen Trainer, um unsere Spieler vorwärtszubringen? Wie gut ist unser Scouting? Haben wir eine Infrastruktur, die unseren Ansprüchen genügt?» Die Scouting-Frage war am schnellsten beantwortet. Die Trainerfrage hat sich, zumindest auf Elitestufe, in der Zwischenzeit auch erledigt. Die nächsten Rochaden betreffen Ausbildner im Nachwuchs. Hasler will zu diesem Thema nichts sagen, bevor er mit den Betroffenen gesprochen hat. Eine weitere Baustelle ist die Infrastruktur, die nicht Haslers Vorstellungen entspricht. Wie der neue YB-Trainer Christian Gross ist er kein Kunstrasen-Freund. Seine Wunschvorstellung: zwei bis drei Naturrasenplätze für die erste Mannschaft und die ältesten Nachwuchsteams in der Nähe des Stade de Suisse. Ein heikles Unterfangen, da es kaum verfügbare Grundstücke gibt im Wankdorf-Perimeter und Investitionen von mehreren Millionen notwendig sind. In dieser Hinsicht ist der FC Basel einiges weiter. Auf den Sportanlagen St. Jakob soll noch heuer mit dem Bau eines neuen Campus mit vier sanierten Rasenfeldern und einem neuen Kunstrasenfeld begonnen werden. Finanziert wird die Anlage durch Kantonsbeiträge, Stiftungsgelder sowie durch die FCB-Mäzenin Gigi Oeri. Eine Vision habenPeter Knäbel, der beim SFV Haslers Posten übernahm, mag sich nicht über die Juniorenarbeit bei YB auslassen. Wichtig sei, dass ein Verein eine Vision habe, die von allen Entscheidungsträgern konsequent verfolgt werde. Der FCB beispielsweise habe vor einigen Jahren entschieden, der eigenen Jugend eine Chance zu geben. Weil alle am gleichen Strick gezogen hätten, sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis man die erste Ernte habe einfahren können. Knäbel traut Hasler zu, dass er bei YB die richtigen Weichenstellungen vornimmt: «Er weiss genau, was es braucht, um Erfolg zu haben.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/We ... y/23789264
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shalako
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Verfasst: Dienstag 24. Mai 2011, 08:41 |
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Berner Zeitung, 24.05.2011 Zitat: Hoffnung auf Kontinuität bei YB
Die Zeit der ständigen personellen Veränderungen in der Führungscrew soll bei den Young Boys endlich vorbei sein. Die Rivalen Basel und Zürich sind erfolgreicher, weil mehr Ruhe herrscht.
Morgen geht die letzte Runde der Super League über die fünf Bühnen in Basel, Zürich, Bern, Bellinzona und Sitten. Die Liga ist ja an Spannung kaum zu überbieten, und für YB geht es im Heimspiel gegen St.Gallen am Mittwoch darum, mit einem Sieg den dritten Platz zu sichern. Dann heisst es aus Stadtberner Sicht: Deckel drauf über eine enttäuschende Spielzeit. Und: erneuter Neuanfang ab Sommer. Im nächsten Jahr soll das talentierte Team endlich einen Titel gewinnen. Das war auch vor dieser Saison die Zielsetzung gewesen, und deshalb bleibt abzuwarten, ob die neuen Verantwortlichen auch Zeit erhalten, die Visionen und Pläne umzusetzen. Die regelmässigen Wechsel bei YB auf den entscheidenden Positionen (CEO, Trainer, Sportchef) haben in den letzten Jahren Kontinuität verhindert. Und damit letztlich auch den gezielten und nachhaltigen Aufbau zu einem Titelteam.
Jetzt ist Ilja Kaenzig seit neun Monaten der Chef, Hansruedi Hasler leitet seit vier Monaten als Technischer Direktor den Sportbereich und Thomas Gurtner seit einigen Wochen den Stadionbetrieb. Christian Gross beginnt seine Arbeit als neuer Coach offiziell am 15.Juni mit dem Trainingsstart, ist aber hinter den Kulissen bereits eifrig am Planen. «Wir haben die Strukturen verbessert und sind an den wichtigen Stellen sehr gut aufgestellt», sagt Ilja Kaenzig. «Nun geht es darum, den nächsten Schritt zu tun und Erfolge anzustreben.»
Fredy Bickels Kritik an YB
Kaenzigs Vorgänger Stefan Niedermaier war auch auf gutem Weg, seine Art und sein Wirken wurden weitherum geschätzt. Doch nach fünf Jahren als CEO im Stade de Suisse und vier knapp verpassten Titeln (zwei Meisterschaften, zwei Cupsiege) musste er im letzten August gehen. Die Besitzer des Vereins und des Stadions sind aber gewillt, mit der prominenten Führung Konstanz ins unruhige Gebilde zu bringen. Denn ein Blick auf die zwei YB-Rivalen FCB und FCZ zeigt: Ohne Kontinuität geht es nicht. Basel oder Zürich gewinnt seit 2004 den Meistertitel, das wird morgen nicht anders sein.
In Basel ist Gigi Oeri als Präsidentin und Mäzenin seit Jahren die starke Person. Zuerst war Christian Gross ein Jahrzehnt der Trainergarant für Titel, seit bald zwei Saisons ist es Thorsten Fink. Dank klugen Transfers sowie ausgezeichneter Juniorenarbeit steht dem FCB seit vielen Jahren das beste Kader der Liga zur Verfügung. Und beim FCZ arbeitet nun schon seit 2003 Fredy Bickel als erfolgreicher Sportchef. Er sagt: «Man kann nur Erfolg haben, wenn im Verein Ruhe herrscht.» Darum sagt der einstige Manager der Young Boys: «YB hätte längst einen Titel gewonnen, wenn es nicht regelmässig zu Veränderungen kommen würde.» Seit Bickels Abgang bei YB Ende 2002 arbeiteten mehrere Trainer und Sportchefs in Bern. «So ist keine Aufbauarbeit möglich», sagt Bickel. «Dabei sind die Voraussetzungen in Bern besser als in Basel und viel besser als bei uns in Zürich, weil Verein und Stadion zusammengehören.» Der 46-Jährige glaubt an eine rosige YB-Zukunft, wenn es endlich zu weniger Führungswechseln kommt.
Mit Christian Gross dürfte zumindest bei den Spielern Stabilität und eine positive Wagenburg-Mentalität Einzug halten. Gross schafft es meisterhaft, ein Team zusammenzuschweissen. Aber natürlich wird auch er an Resultaten gemessen – er muss die YB-Sehnsucht nach Titeln stillen.
Höchstens zwei Abgänge
Gross spricht bei der Transferplanung selbstverständlich mit. «Wir holen höchstens noch drei Spieler», sagt Ilja Kaenzig. Neben einem Innenverteidiger und einem Stürmer würde man Flügelspieler Senad Lulic, der bei Lazio Rom als Zugang gehandelt wird, ersetzen. Kaenzig verspricht: «Von den aktuellen Stammspielern werden uns einzig Lulic sowie Thierry Doubai möglicherweise verlassen.» Für Doubais Position hat man bereits den Dänen Michael Silberbauer verpflichtet. «Costanzo und Affolter aber geben wir nicht ab», sagt Kaenzig. An Spielmacher Costanzo waren zuletzt offenbar Sion und Xamax interessiert. Und Affolter gilt als grosses Abwehrtalent. «Es ist für Affolter und YB besser, wenn er noch ein Jahr bei uns spielt», sagt Kaenzig, «und seine Leistungen stabilisiert». Sein Urteil gilt für alle Spieler – und den gesamten Verein. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21760671
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. Mai 2011, 09:31 |
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20min.ch, 25.05.2011 Zitat: YB: Ab morgen gibt es Ferien
BERN. Morgen beendet YB die Saison mit einem gemeinsamen Essen. Heute wollen die Berner noch ihr Minimalziel, Rang 3, retten. Für einige könnte die Partie gegen St. Gallen der letzte YB-Auftritt sein. Senad Lulic (Lazio Rom) und Thierry Doubai (Werder?) gehen wohl. Interimscoach Erminio Piserchia wird kaum Assistent von Christian Gross bleiben. Als neuer Goalietrainer dürfte Pascal Zuberbühler kommen.
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