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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 15:06 
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Christian Gross hätte bestimmt zum gestrigen Abend gesagt: Es war eine "night to remember".


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 15:27 
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Redknapp: ''Kunstrasen gehört verboten''

Harry Redknapp zeigte sich nach der 3:2-Niederlage gegen YB erleichtert: ''Wenn es so etwas, wie ''gute'' Niederlagen gibt, dann war das eine'', meinte der kauzige Tottenham-Coach. Schuld an den Problemen sei vor allem der Kunstrasen gewesen.

http://www.sport.ch/sportch/generated/article/fussball/2010/08/17/12754600000.html


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 18:14 
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Beiträge: 57
sport_ch hat geschrieben:
Redknapp: ''Kunstrasen gehört verboten''

Harry Redknapp zeigte sich nach der 3:2-Niederlage gegen YB erleichtert: ''Wenn es so etwas, wie ''gute'' Niederlagen gibt, dann war das eine'', meinte der kauzige Tottenham-Coach. Schuld an den Problemen sei vor allem der Kunstrasen gewesen.

http://www.sport.ch/sportch/generated/article/fussball/2010/08/17/12754600000.html


Kunstrasen gehört VERBOTEN !!! Keine Frage...hätten die Berner keinen, wärd ihr der gleichn Meinung, da bin ich mir sicher ! :wink:

Aber warten wir doch ab, bis in 1 Woche, wieviel der "Rasen" ausgemacht hat, bevor man hier hochmütig austeilt !

Seis wies ist, auf jeden Fall noch gratulation zum Sieg !

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Schweizermeister 2002,2004,2005,2008,2010 (2006 durch Schirri, 2007 am grünen Tisch geklaut !!!!) Cubholder 2002,2003,2007,2008,2010
Der NIED der übrigen Fussballschweiz ist unserer ganzer Stolz


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 21:49 
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Blick, 18.08.2010

YB-Boss ist stolz

Pleiten gegen Xamax und Bellinzona, dann spielt YB Tottenham an die Wand. «In London haben wir ein Endspiel», sagt Boss Ilja Kaenzig.

Was ist nur mit YB los? Nach den blamablen Auftritten in Bellinzona (1:2) und gegen Xamax (0:1) legen die Berner los wie ein wildgewordener Wespenschwarm.

Am auffälligsten ist die Leistungssteigerung bei Thierry Doubai. Der Ivorer, in der Super League behäbig, gewinnt Zweikämpfe, ist omnipräsent. Lulic, auch er in der Meisterschaft noch ohne Wirkung, rennt, ackert, schiesst und trifft.

Torhüter Wölfli pariert gegen Dos Santos in Weltklasse-Manier. Dann überläuft Bienvenu die englische Verteidigung im Stile eines 100-Meter-Sprinters. Moreno Costanzo vernascht seine Gegenspieler eins ums andere Mal.

Auf der rechten Seite grätscht Scott Sutter. Der junge Affolter gewinnt gegen den englischen Nationalspieler Jermain Defoe jedes Kopfballduell. Ammar Jemal steht wie eine Wand.

Die Rushes, die David Degen zeigt, bekommt man selbst in der Premier League nicht täglich zu sehen. Daneben läuft Xavier Hochstrasser wie ein Duracell-Häschen, während Routinier Christoph Spycher den Takt vorgibt.

Der neue YB-Boss Ilja Kaenzig ist stolz auf das Team: «Das war ein Spektakel. Wir haben in ganz Europa Sympathien gewonnen mit diesem Auftritt. Das Rückspiel in London wird ein Endspiel.»

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 21:50 
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Der Bund, 18.08.2010

Keine Zwischenfälle nach dem YB-Spiel

Das Qualifikationsspiel zwischen den Fussballclubs BSC Young Boys und Tottenham Hotspur am Dienstag im Stade de Suisse ist problemlos verlaufen. Die Fans der beiden Teams verhielten sich friedlich.

Die Kantonspolizei Bern zieht eine positive Bilanz zum Qualifikationsspiel der Champions League am Dienstagabend: Weder im Gebiet des Stadions noch in der Innenstadt sei es zu Zwischenfällen mit Fans gekommen.

Zwar führten Baustellen zu kleineren Verkehrsbehinderungen. Abgesehen von einer kurzfristigen Sperrung der Papiermühle- und der Winkelriedstrasse konnte der Verkehr aber zirkulieren.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 21:52 
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Neue Luzerner Zeitung, 18.08.2010

Champions League, Playoff, Hinspiel: Young Boys - Tottenham Hotspurs 3:2 (3:1)

Nach der Gala die leise Enttäuschung

YB siegt gegen Tottenham nach einem begeisternden Auftritt. Doch die Berner schenken eine 3:0-Führung her und gewinnen «nur» mit 3:2. Ob das für den Einzug in die Champions League reicht?

Es war ein zwiespältiges Fazit, das YB-Trainer Vladimir Petkovic an diesem Abend ziehen musste. «Wir hätten sicher angenommen, wenn uns vor dem Spiel jemand einen 3:2-Sieg angeboten hätte. Aber unter diesen Umständen ist es ein mageres Resulat.»

Da kann man dem kroatischen Fussballlehrer nur beipflichten: Einerseits ist dem bescheidenen Super-League-Vertreter mit dem noch bescheideneren Saisonstart gegen das millionenschwere Star-Ensemble aus der Premier League ja ein grosser Exploit gelungen. Der Sieg über Tottenham ist sportlich noch höher einzustufen, als das 1:0 bei Fenerbahce Istanbul vor zwei Wochen. Nur: Es wäre mehr möglich gewesen für die ohne ihren verletzten Abwehrchef Dudar angetretenen Gelb-Schwarzen.

Wichtigstes Spiel seit 51 Jahren

Während wenige Meter neben dem Wankdorf-Stadion die Clowns des Circus Knie das Publikum mit ihrem Slapstick begeisterten, amüsierten sich die YB-Profis mit den verdatterten Tottenham-Grössen. Es war äusserst effektiver Fussball nahe der Perfektion, den die Berner in den ersten 30 Minuten auf den Kunstrasen zauberten. Im bedeutendsten YB-Heimspiel seit 1959, als die Berner vor über 70 000 Zuschauern das Meistercup-Halbfinale gegen Stade Reims bestritten, war den Gastgebern ein Start nach Mass gelungen: Nach 28 Minuten führte YB dank Toren von Lulic, Bienvenu und Hochstrasser bereits mit 3:0 und spielte mit der wackligen Tottenham-Abwehr um den englischen WM-Fahrer Michael Dawson Katz und Maus. «Die erste halbe Stunde war überragend. Derart grossartigen Fussball haben wir in diesem Stadion noch nie gesehen», sagte YB-Sportchef Alain Baumann.

Tottenham wie geschockt

Auch Harry Redknapp traute seinen Augen kaum. Der Tottenham-Coach sah sich angesichts der Nicht-Leistung seines Teams, welches den Gastgeber ganz offensichtlich unterschätzt hatte, bereits nach 36 Minuten zum ersten Wechsel genötigt: Aussenverteidiger Assou-Ekote – mit der Betreuung des überragenden Degen völlig überfordert – musste seinen Platz räumen.

Die Reaktion Tottenhams?

Sie blieb in der ersten Hälfte aus, obwohl die Engländer das 1:3 erzielten. Erst in der zweiten Halbzeit steigerten sich die Gäste. Für YB nahm der Abend in der 83. Minute ein relativ bitteres Ende: Der russische Nationalstürmer Pawljutschenko erzielte nach einem Konter das glückhafte 2:3 und sorgte dafür, dass Tottenham im Rückspiel alle Möglichkeiten offen stehen. Bereits ein 1:0-Sieg würde den «Yids» zur Champions-League-Qualifikation genügen.

Für beide Vereine geht es im Rückspiel am Mittwoch ja auch um viel Geld: Dem Sieger winken beim Einzug in die Champions League rund 30 Millionen Franken, dem Verlierer in der Europa League lediglich 7 Millionen.

Fast ebenso wichtig wie der Geldsegen wäre es für YB, Ruhe in den Verein zu bringen. Nach der umstrittenen Absetzung von Klubchef Stefan Niedermaier vor 10 Tagen hat sich die Aufruhr im Klubumfeld (und der Lokalpresse) noch nicht gelegt.

Spekulationen gehen weiter

Der Start von Niedermaier-Nachfolger Ilja Kaenzig war und ist kein einfacher; die Champions-League-Qualifikation wäre auch für ihn ein Segen.

Bis es soweit ist, werden sich die Spekulationen kaum legen. In den letzten Tagen war kolportiert worden, der frühere Bochum-Coach Marcel Koller solle als neuer Trainer installiert werden. Zufall oder nicht – gestern war der Zürcher jedenfalls im Stadion.

YB-Trainer Vladimir Petkovic hat seine Position mit dem gestrigen Exploit jedenfalls gefestigt. «Ich bin stolz auf mein Team», sagte der Kroate noch, bevor er die Chancen auf das Weiterkommen auf «nahe bei 50/50» bezifferte.

Was für eine Champions-League-Qualifikation der Young Boys spricht: Schon in der letzten Runde hatten die Berner beim 2:2 gegen Fenerbahce nach einer guten Leistung im Hinspiel mit dem Resultat gehadert.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 21:53 
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Misterargus hat geschrieben:
sport_ch hat geschrieben:
Redknapp: ''Kunstrasen gehört verboten''

Harry Redknapp zeigte sich nach der 3:2-Niederlage gegen YB erleichtert: ''Wenn es so etwas, wie ''gute'' Niederlagen gibt, dann war das eine'', meinte der kauzige Tottenham-Coach. Schuld an den Problemen sei vor allem der Kunstrasen gewesen.

http://www.sport.ch/sportch/generated/article/fussball/2010/08/17/12754600000.html


Kunstrasen gehört VERBOTEN !!! Keine Frage...hätten die Berner keinen, wärd ihr der gleichn Meinung, da bin ich mir sicher ! :wink:

Aber warten wir doch ab, bis in 1 Woche, wieviel der "Rasen" ausgemacht hat, bevor man hier hochmütig austeilt !

Seis wies ist, auf jeden Fall noch gratulation zum Sieg !


Merci merci! Gratulation zurück! Magere Leistung vom Penalty-Huggel und seinen blauroten Kollegen...


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. August 2010, 10:07 
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Der Landbote, 19.08.2010

Redknapps Lamento, Petkovics Prognose

Die Young Boys hätten die Tottenham Hotspurs höher als 3:2 schlagen können,dennoch glauben sie mehr als vorher an ihre Chance auf die Champions League.

bern – Es ging am Mittwoch schon gegen Mitternacht zu, als Tottenhams Manager Harry Redknapp anhob zu erklären, was zum Teil auch für ihn «nicht zu erklären» war: Wie seine Mannschaft in diesem so wichtigen Spiel als klarer Favorit in 28 Minuten 0:3 in Rückstand hatte geraten können. Minutenlang diskutierte er dann mit den englischen Presseleuten, deren Thema der «armselige Start» der «Spurs» war.

Aber sehr lange ging es dann doch nicht, bis Redknapp darüber zu lamentieren begann, was er «allerdings nicht als Entschuldigung» gewertet haben wollte, was aus seiner Sicht aber doch eine war: der Berner Kunstrasen. Bevor er die Uefa schlicht aufforderte, «für Wettbewerbe wie diesen den Astroturf wieder zu verbieten», sagte er, ihn habe schon am Vorabend ein «schlechtes Gefühl» beschlichen und das habe den ganzen Spieltag über angehalten. Als er nämlich gesehen habe, wie seine Spieler trainiert hätten, «wie sich der eine über dies, der andere über jenes beklagte»; wie sich also so mancher schwertat, sich mit dem ungewohnten Geläuf abzufinden.

Deshalb habe er sich dann auch entschieden, Robbie Keane, Tom Huddlestone und Aaron Lennon auf die Bank zu setzen. Die hoch bezahlten Londoner Profis fanden also Verständnis bei ihrem Chef, denn der sagte auch noch: «Ich habe früher selbst auf Astroturf gespielt und ich hasste jede Minute darauf.» Glücklicherweise habe man dies in England nicht mehr; die Queens Park Rangers spielten ja eine Zeit lang auf Kunstrasen.

«Verzweifelte Situation»

So also – und weil die Young Boys überraschend gut und aggressiv gespielt hätten, wesentlich besser als der Londoner Beobachter sie am vergangenen Samstag gegen Xamax gesehen habe – gerieten Redknapps «Spurs» in eine «verzweifelte Situation», wie er selbst zugab. Die Lage war so verzweifelt, dass der Manager das 2:3 «eine grossartige Niederlage, wenn es das überhaupt gibt» nannte. «Grossartig», weil es die Mannschaft nach Umstellungen und mit Charakter geschafft habe, das Schlimmste abzuwenden und den Schaden weitgehend zu begrenzen.

Die Ausgangslage ist nun wieder so gut, dass den «Spurs»nach ihrem ersten Auftritt auf Champions-League- oder Meistercup-Ebene seit einem halben Jahrhundert ein 1:0 reicht, an die Millionentöpfe der Gruppenphase heranzukommen. Also wird sich der Schrecken bald legen und das englische Selbstbewusstsein wieder Überhand nehmen. Redknapp sagte ja schon mal: «Sie sind», womit er die Berner meinte, «konterstark und sie werden das auch an der White Hart Lane sein. Aber wir spielen zu Hause und ich denke, wir sind dort besser.» Er hätte ja noch beifügen können, dass dort Naturrasen liegt.

Kaenzigs Zufriedenheit

Ilja Kaenzig, der neue Delegierte des YB-Verwaltungsrats, hörte sich das ganz aus dem Hintergrund an. Er war nach seinem ersten internationalen Auftritt als YB-Manager vor allem mal zufrieden, dass der Sport und nicht die Misstöne, die seine Amtseinsetzung tagelang begleitet hatten, im Vordergrund stand. Deshalb sagte er: «Ziel war, nach diesem Spiel noch eine Chance zu haben und nicht, wie manche befürchteten, zu einem Freundschaftsmatch nach London reisen zu müssen. Jetzt haben wir ein Fussballfest erlebt und stehen wir vor einem Final in London – das ist doch schon mal etwas.»

Kaenzig neigte also zur Zufriedenheit beim Wertungsspagat, ob dieses 3:2 nach einem 3:0 vor allem ein Erfolg war oder nicht doch eher eine verpasste Chance. Vladimir Petkovic, sein Trainer, sah die Dinge ebenfalls eher positiv: «Wenn jemand vorher gesagt hätte, wir gewinnen 3:2, wäre jeder glücklich nach Hause gegangen. Aber wie wir nun spielten, wie wir unseren Fussball interpretierten und mit welcher Mentalität, ist es ein mageres Resultat. Dennoch ist die Ausgangslage gut.»

Petkovic sprach von «nahezu perfekten ersten 35 Minuten»; von einem ersten Gegentor, das «Zufall» gewesen sei; von einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft «clever» auf Abwarten gespielt und dennoch ihre Chancen erhalten habe. Umso ärgerlicher sei dann das 3:2 gewesen. Wahrscheinlich war es auch nicht sehr klug, die Mannschaft in der 65. Minute mit einem Wechsel auf zwei Positionen zu ändern. Christian Schneuwly, der für Moreno Costanzo kam, war auf der rechten Flanke schwächer als David Degen, dieser auf Costanzos Position im Zentrum keine Idealbesetzung. Schneuwly verpasste dann innert kürzester Zeit auch zwei sehr gute Chancen aufs 4:1, das natürlich eine ganz andere Ausgangslage gewesen wäre.

«Nahe bei 50 Prozent»

Das war für Petkovic dann halt auch eine Frage der Klasse. «Da hat man wie gegen Fenerbahce gesehen», sagte der Coach, «dass auf diesem Niveau die Gegner konkreter sind, wir aber brauchen zu viel Aufwand, zu viele Chancen.» Immerhin sei seine Mannschaft in der ersten halben Stunde auch schon konkret gewesen, anders als noch gegen Fenerbahce, als trotz klarer Überlegenheit nur ein 2:2 herausgeschaut habe.

Gegen die Türken war das dann die Basis zum Coup in Istanbul, ein zweiter soll nun in London folgen. Oder wie Petkovic prognostizierte: Obwohl das Resultat eben mager gewesen sei, «gehen wir mit hohem Kopf (auf Deutsch: erhobenen Hauptes. Die Red.) nach London. Und jetzt liegen unsere Chancen nahe bei 50 Prozent.» Das ist auf jeden Fall mehr als die Young Boys vorher realistischerweise dachten, vor der halben Stunde, mit der sie selbst einen Veteranen wie Harry Redknapp in eine «verzweifelte Lage» brachten. (hjs)

http://www.landbote.ch/detail/article/redknapps-lamento-petkovics-prognose/gnews/99111628/

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. August 2010, 10:25 
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Der Bund, 19.08.2010

«Die Engländer haben uns unterschätzt»

YB-Spieler Christian Schneuwly suchte nach dem 3:2-Sieg gegen Tottenham Hotspur Ablenkung vor dem Fernseher. Sein Trainer Vladimir Petkovic will im Rückspiel auf Sieg spielen. Tottenhams Coach wettert derweil über den Kunstrasen.

Der aufwühlende Match gegen Tottenham Hotspur liegt erst wenige Stunden zurück. YB-Stürmer Christian Schneuwly trottet verschwitzt vom Kunstrasen des Stade de Suisse. Als Einwechselspieler hat er zusammen mit den Ersatzleuten eine ziemlich intensive Trainingseinheit hinter sich. «Ich habe nur 25 Minuten gespielt, da hatte ich schon noch etwas Puste», sagt der junge Freiburger lachend. Er wäre am Vorabend zum späten Helden geworden, wenn er beim Stande von 3:1 in der 79. oder der 81. Minute mit seinen Direktabnahmen aus günstiger Position nicht knapp über die Latte, sondern ins Netz getroffen hätte. «Ich habe mit vollem Risiko auf den Ball gehauen, einmal mit dem rechten Fuss, einmal mit dem linken», rekapituliert der 22-Jährige.

Die beiden Fehlschüsse beschäftigten Schneuwly am späten Dienstagabend, als er – wie üblich nach einem Heimspiel – mit seinen Teamkollegen hoch oben in der Champions Lounge des Stade de Suisse noch etwas ass und trank. «Um auf andere Gedanken zu kommen», schaltete er später zu Hause den Fernseher an. Der Erfolg war mässig. Zu aufwühlend und intensiv war das Playoff-Hinspiel vor über 30'000 Zuschauern gewesen. Der Match sei «sehr speziell» gewesen, das Publikum habe einen «unglaublichen Lärm» gemacht und für eine faszinierende Stimmung gesorgt. Auf die dürftige Leistung und die vielen Aussetzer der hoch gehandelten Hotspurs angesprochen, kommt Schneuwly zum Schluss: «Die Engländer haben uns unterschätzt.»

Eigenwillige Interpretation

Ein zweites Mal dürfte Tottenham dieser Fehler nicht passieren. Deshalb könnte das zweite Gegentor, welches YB kurz vor Schluss kassierte, in der Endabrechnung umso schwerer wiegen. Ganz anderer Meinung ist Schneuwly: «Ein 3:1 oder gar ein 3:0 wäre sehr gefährlich gewesen für uns. Tottenham wäre in seinem Stolz verletzt gewesen und hätte uns zu überrollen versucht im eigenen Stadion.»

Er ist nicht der Einzige, der diese spezielle Interpretation vertritt. Vladimir Petkovic meint, ein klarer Sieg hätte sein Team dazu verleiten können, sich zu sicher zu fühlen und in London nicht mit letzter Konsequenz den Torerfolg zu suchen. Der YB-Trainer will an der White Hart Lane auf Sieg spielen. «Können wir in London nochmals die gleiche Leistung abrufen wie im Hinspiel, kann uns dies auch gelingen.»

Schimpftirade über Kunstrasen

Tottenham-Trainer Harry Redknapp war sich nach der 2:3-Niederlage bewusst, dass seine Mannschaft mit einem dunkelblauen Auge davongekommen war. «Die Young Boys überrannten uns in der ersten halben Stunde, sie liefen durch uns durch, als wären wir nicht da», analysierte er schonungslos. Den Grund hierfür hatte er schnell gefunden: Das ungewohnte Terrain habe seiner Mannschaft arg zu schaffen gemacht. «Wir mochten den Kunstrasen gestern nicht, und auch heute verzogen die Spieler ihre Gesichter, als sie den Kunstrasen sahen», erklärte Redknapp gegenüber englischen Medienvertretern. «Es soll keine Entschuldigung sein, aber ich spielte schon auf Kunstrasen und hasste jede Minute darauf», wetterte er weiter. «Man muss gewohnt sein, darauf zu spielen. Nur wer jede Woche darauf spielt, gewöhnt sich daran.»

Wenn es nach dem impulsiven Redknapp ginge, dürfte im gesamten Champions-League-Wettbewerb kein einziges Spiel auf Kunstrasen ausgetragen werden. Fazit: Der ungeliebte Plastik lieferte Redknapp genügend Stoff, um von offensichtlichen Fehleinschätzungen in der Vorbereitung auf das verlorene Hinspiel abzulenken.

Wölfli angeschlagen

Nach dem intensiven Spiel zwischen YB und Tottenham beklagten beide Teams mehrere leicht verletzte Spieler. Bei den Bernern traf es Marco Wölfli und Xavier Hochstrasser. Wölfli liess seinen lädierten Knöchel gestern Nachmittag untersuchen. Hochstrasser erlitt eine Prellung und sollte laut Trainer Vladimir Petkovic am Sonntag gegen den FC Zürich einsatzfähig sein. Bei Tottenham schieden Luka Modric und Jermain Defoe mit muskulären Problemen aus. Beide seien für das Wochenende gegen Stoke City fraglich, sagte Trainer Harry Redknapp vor der Rückreise nach London.

http://www.derbund.ch/bern/Die-Englaender-haben-uns-unterschaetzt/story/21425862

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. August 2010, 15:40 
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YB bezwingt die Spurs!

Was für ein YB-Start in dieses Spiel: Bereits nach knapp zwei Minuten traf Lulic mit seinem Schuss den linken Torpfosten (2.). Keine zwei weitere Zeigerumdrehungen später lagen die Young Boys in Führung. Doubaïs Schuss wurde abgeblockt, landete vor den Füssen von Lulic und dieser liess Spurs-Torhüter Gomes keine Chance (4.).

Tottenham zeigte eine Reaktion. Der schnelle Dos Santos wurde von Wölfli gestoppt, Defoe schoss später über das Tor (7./8.). Die Young Boys spielten aber munter weiter, und nach einem Pass von Doubaï konnte Bienvenu alleine Richtung Tottenham-Tor ziehen. Der Kameruner liess Verteidiger Dawson stehen und zeigte keine Nerven im Abschluss: 2:0 für YB.

Angefeuert vom begeisterten Publikum spielten die Young Boys weiter nach vorne. Noch vor Ablauf der ersten halben Stunde lag der Ball erneut im Netz. Nach einem Traumpass von Costanzo traf Hochstrasser zum 3:0 (28.). Die Zuschauer trauten ihren Augen kaum. Was YB bis dahin zeigte, war grosse Klasse.

Vor dem Seitenwechsel kamen die Spurs dann besser ins Spiel. Der eingewechselte Huddlestone brachte Ordnung ins Spiel und die Gäste kamen nun zu gefährlichen Szenen. Vor allem Defoe tauschte mehrmals gefährlich vor Wölfli auf. Kurz vor der Pause verwertete der Verteidiger Bassong einen Corner mit einem wuchtigen Kopfball zum 3:1 (42.). Mit diesem Resultat ging es in die Pause.

In der Pause wechselte Tottenham-Coach Redknapp bereits zum zweiten Mal aus. Kranjcar kam für Modric ins Spurs-Mittelfeld. Die Gäste konnten in den folgenden Minuten den Druck erhöhen und es brauchte ein paar sichere Interventionen von Wölfli, um den zweiten Gegentreffer zu verhindern. YB fing sich aber relativ rasch wieder und kam durch Standard-Situationen zu zwei weiteren Gelegenheiten. Zuerst verpasste Sutter einen Corner nur um Haaresbreite (60.), später flog ein Bienvenu-Kopfball knapp über das Tor von Gomes (69.).

Doubaï verschonte YB zu Beginn der Schlussphase mit einer Rettungsaktion vor dem zweiten Gegentreffer und leitete gleich den Konter ein. Degen zeigte ein tolles Solo, spielte den Ball in die Gefahrenzone und Christian Schneuwly zog direkt ab. Der Ball flog ebenso knapp über das Tor wie nach einer zweiten Direktabnahme des gleichen Spielers (79./81.).

Wenig später gelang den Spurs der Anschlusstreffer doch noch. Pavlyuchenko hämmerte den Ball nach einem Doppelpass wuchtig in den Netzhimmel (83.). Dabei blieb es. YB konnte nach einer tollen Leistung einen grossen Sieg feiern und hat für das Rückspiel in London alle Chancen.

Stadion: Stade de Suisse
Zuschauer: 30166
Schiedsrichter: De Bleeckere (BEL)

Tore:
4. Lulic (Linksschuss; Doubaï) 1:0.
13. Bienvenu (Rechtsschuss; Doubaï) 2:0.
28. Hochstrasser (Rechtsschuss; Costanzo) 3:0.
42. Bassong 3:1.
83. Pavlyuchenko 3:2.

Auswechslungen:
35. Huddlestone für Assou-Ekotto.
46. Kranjcar für Modric.
65. C. Schneuwly für Costanzo.
66. Keane für Defoe.
90. Raimondi für Degen.

Ersatz:
YB: Bürki, M. Schneuwly, De Pierro, Hochstrasser, Regazzoni, Mayuka.
Tottenham: Cudicini, Kaboul, Lennon, Crouch.

Bemerkungen:
YB ohne Dudar und Lingani (beide verletzt). 2. Pfostenschuss Lulic.

Verwarnungen:
3. Assou-Ekotto (Foul), 68. Bassong (Reklamieren), 72. Bienvenu (Foul).


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