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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:11 
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Vor CL-Rückspiel bei ManCity

Mutig, solidarisch, effizient: Das YB-Rezept gegen das Überteam

Bereits ein Punktgewinn von YB bei Manchester City käme einer Sensation nahe. Die Berner haben nichts zu verlieren.

Wie deutlich sich die Ausgangslage im Duell am Dienstag zwischen Manchester City und YB präsentiert, unterstreicht unter anderem die Wettquote. Setzt man einen Franken auf einen Heimsieg der «Citizens», erhält man im Erfolgsfall 1,07 Franken zurück. Tippt man stattdessen auf einen Auswärtserfolg von YB, winkt als Gewinn mehr als das 28-fache (Stand: 06.11., 23 Uhr).

City zuhause unantastbar

Gegen das Team von Trainer Pep Guardiola ist im heimischen Stadion eigentlich kein Kraut gewachsen. Die «Skyblues» haben wettbewerbsübergreifend ihre letzten 22 Heimspiele alle gewonnen. Letztmals keinen Heimsieg bejubeln durften die City-Anhänger an Silvester 2022, damals rang Everton dem Branchenprimus ein 1:1 ab.

Noch extremer – und für YB nicht gerade ermutigend – sind die Statistiken der «Skyblues» in der Champions League. Aus den letzten 26 Heimspielen in der «Königsklasse» resultierten für Manchester City 24 Siege und 2 Unentschieden. Die letzte Niederlage zuhause liegt über 5 Jahre zurück, als Lyon die Überraschung schaffte. Ein halbes Jahr davor hatte auch der FC Basel das vermeintlich Unmögliche geschafft und bei den «Citizens» gewonnen. Damals beim FCB an der Seitenlinie: Genau, Raphael Wicky.

Die Chancen sehen, nicht die Gefahren

Der heutige YB-Trainer weiss bestens einzuschätzen, wie schwierig die Aufgabe ist, die sich seinem Team am Dienstagabend präsentiert. Der 6:1-Kantersieg von Manchester City am Wochenende gegen Bournemouth hat Wicky deshalb nicht weiter eingeschüchtert. «Wirklich überrascht hat mich das nicht. Sie haben letzte Saison Leipzig zuhause 7:0 und Real Madrid im Halbfinal 4:0 geschlagen. Wir wissen, was uns hier erwartet. Es geht für uns darum, die Chancen zu sehen, etwas zu gewinnen und nicht die Gefahren, etwas zu verlieren», erklärte er am Montagabend.

Die besten Chancen, etwas zu gewinnen, sieht der YB-Coach nicht darin, den Bus im eigenen Sechzehner zu parkieren, sondern im mutigen Spiel nach vorne. «Früher oder später werden wir unfreiwillig tiefer verteidigen müssen, das wissen wir alle. Trotzdem will ich, dass meine Mannschaft in Phasen vorne draufgeht», so Wicky.

Es braucht eine perfekte Leistung

Nach dem lange umkämpften Hinspiel wird Manchester City die Berner kaum auf die leichte Schulter nehmen. Guardiola gab am Montag an der Medienkonferenz zu, dass sein Team nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von YB im Wankdorf vom Schweizer Meister vor grosse Probleme gestellt wurde. Entsprechend müsse er vor dem Rückspiel noch einige Feinjustierungen vornehmen, meinte der Katalane. Mit einem weiteren Sieg würde sich ManCity vorzeitig das Achtelfinal-Ticket sichern.

Davon ist YB, das aus den bisherigen 3 Partien 1 Punkt holen konnte, meilenweit entfernt. Dass es für die Berner in dieser Gruppe schwierig werden könnte, war aber von Beginn weg klar. Nur schon ein Punktgewinn gegen Manchester City, die aktuell wohl beste Mannschaft der Welt, wäre eine riesengrosse Überraschung.

Damit dies gelingt, braucht YB am Dienstag eine perfekte Leistung. Für Wicky heisst das: «Wir dürfen kein Standard-Tor kassieren, müssen vorne effizient sein, der Goalie muss gut und die Mannschaft brutal solidarisch sein.»

Niemand sagte, dass es einfach werden würde.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... -ueberteam

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:13 
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YB-Coach Raphael Wicky

«Wir wissen, dass City die beste Mannschaft der Welt ist, aber …»

Raphael Wicky weiss, wie es sich anfühlt, Manchester City zu schlagen. Viel lieber als in die Vergangenheit schaut der YB-Trainer aber nach vorne und will bei der Rückkehr ins Etihad Stadium mutige Young Boys sehen.

Am Dienstag trifft YB in der Champions League auswärts im Etihad Stadium auf Titelverteidiger Manchester City (21.00 Uhr/blue Sport). Eine schwierigere Aufgabe gibt es nicht, das untermauert auch die Statistik. In diesem Jahr haben die Skyblues 22 von 22 Heimspielen gewonnen. Doch die Berner sind nicht nach Manchester gereist, um sich dort kampflos zu ergeben.

Und so erklärt YB-Coach Raphael Wicky im Interview mit blue Sport seinen Schlachtplan für den Champions-League-Kracher: «Ich glaube, es geht immer darum, in die Matches zu gehen und die Chance zu sehen, etwas zu gewinnen, etwas Aussergewöhnliches zu erreichen. Und nicht die Gefahren zu sehen, die der Match mit sich bringt.»

Er wolle, dass seine Spieler «mit dem Mindset, dem Glauben und dem Mut» auftreten, wie im Hinspiel im Wankdorf. «Wir werden unsere 30'000 Fans nicht hier haben», dennoch müsse sein Team «in allen Phasen mutig» sein. «Es geht darum, an sich selbst zu glauben, an seine eigenen Stärken zu glauben. Wir sind eine gute Mannschaft, wir sind gute Spieler», so Wicky. Der 46-Jährige sagt aber auch: «Wir wissen, dass City die beste Mannschaft der Welt ist.»

Wicky hat schon mal auswärts gegen City gewonnen

Natürlich wird Raphael Wicky an der Pressekonferenz vor dem Spiel auf die Vergangenheit angesprochen. So soll der YB-Trainer genau erklären, wie er es im März 2018 geschafft hat, als Trainer des FC Basel im Etihad Stadium einen historischen 2:1-Sieg gegen Manchester City im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zu feiern. Einen Sieg, der die Basler nach dem 0:4 im Hinspiel zwar nicht in die Viertelfinals zu hieven vermochte, jedoch trotzdem europaweit für Staunen sorgte.

Doch als der 46-Jährige am Montagabend auf dem Podium des Medienraums ebendieses Etihad Stadiums sitzt, präsentiert er den Medienschaffenden nicht die Blaupause, um gegen die Skyblues zu gewinnen. Er bezeichnet Manchester City, den Titelverteidiger in der Champions League, abermals als «beste Mannschaft der Welt», und er sagt: «Was ich aus der Erfahrung von vor fünf Jahren mitnehme, ist nichts Taktisches. Sondern den Glauben und das Wissen, dass ein Aussenseiter an einem Abend gegen jedes Team gewinnen kann.»

Citys eindrückliche Heimserie

Gelingt es den Young Boys, den Coup des FCB zu wiederholen, wäre es zweifellos einer der grössten Erfolge in der Vereinsgeschichte der Berner, der aufgrund des aktuellen Formstandes und der jüngsten Erfolge des englischen Triple-Gewinners noch höher einzustufen wäre als die Siege gegen Juventus Turin und Manchester United, welche die Young Boys in ihren vorangehenden Kampagnen in der Königsklasse verbuchen konnten.

Und auch höher als jener Coup des FCB, der damals auf einen Gegner traf, der sich im Hinspiel bereits eine formidable Ausgangslage geschaffen hatte und dementsprechend nicht mehr mit letzter Konsequenz und Entschlossenheit agierte.

Doch genauso wenig wie sich Wicky mit einer weiteren magischen gelb-schwarzen Nacht beschäftigen will, möchte sich der Walliser den Kopf darüber zerbrechen, dass Manchester City in diesem Jahr restlos alle seine 22 Heimspiele gewonnen hat. «Wenn ich mich nur mit den Gefahren und der Qualität dieses Teams beschäftigen würde, würde ich wahrscheinlich nicht mehr schlafen», sagt Wicky und meint, er wolle sich primär auf sich und sein Team konzentrieren.

Fragezeichen bei Haaland

Entsprechend will der YB-Trainer auch keine Energie dafür aufwenden, zu überlegen, ob Erling Haaland seinem Team am Dienstag wieder gegenüberstehen wird. Der Norweger, beim 3:1 vor zwei Wochen in Bern zweifacher Torschütze, wurde am Wochenende beim 6:1-Sieg der Citizens gegen Bournemouth zur Pause angeschlagen ausgewechselt. Auch wenn der 23-jährige Starstürmer ausfallen sollte, werde ein sehr guter Spieler seinen Platz einnehmen.

Wicky richtet den Blick lieber auf seine Spieler, erinnert an den guten Auftritt im Wankdorfstadion, als das Skore bis zur 67. Minute und Haalands erstem Treffer ausgeglichen war, und sagt, er wolle sein Team wieder so mutig agieren sehen. «Wir werden auch in diesem Spiel unsere Möglichkeiten haben. Und die müssen wir nutzen.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 57489.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:15 
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Vor Partie bei Manchester City

Guardiola fehlt die Zeit für YB

City hat 2023 jedes Heimspiel gewonnen. YB-Trainer Raphael Wicky sieht dennoch Chancen, nicht Gefahren: «Sonst könnte ich wahrscheinlich nicht schlafen.»

Da steht Kevin De Bruyne und hat den FA-Cup-Pokal in den Händen. Rodri kniet, vor sich die Champions-League-Trophäe. Und Erling Haaland blickt siegessicher, während er den Meisterpokal auf dem Kopf balanciert.

Daneben sitzt Raphael Wicky und sagt: «Schaue ich nur auf die Gefahren, die von City ausgehen, könnte ich wahrscheinlich nicht schlafen.»

Es ist Montagabend, als der YB-Trainer das bei der Medienkonferenz vor der vierten Gruppenpartie in der Champions League am Dienstag in Manchester sagt (21 Uhr). Der karge Raum ist mit grossen Bildern von De Bruyne, Rodri und Haaland ausgeschmückt. Die Aufnahmen entstanden im Frühling, als City in den kleinen Kreis der Triple-Sieger vorgestossen ist.

Wobei, das könnte eine gute Nachricht für YB sein: De Bruyne fehlt immer noch verletzt, und Haaland musste am Wochenende beim 6:1 gegen Bournemouth zur Pause angeschlagen ausgewechselt werden, sein Einsatz gegen die Young Boys ist fraglich.«Sollte er fehlen, kommt ein anderer sehr guter Spieler zum Einsatz», sagt Wicky. Der 46-Jährige hat sich vorgenommen, nicht zu viel Energie darauf zu verschwenden, wer bei City in der Startaufstellung stehen wird. Sein Motto: «Ich fokussiere auf die Chancen. Wir werden auch in diesem Spiel unsere Möglichkeiten haben.»

Vor zwei Wochen klappte das beim 1:3 lange gut, YB konnte die Weltauswahl nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich gar in Bedrängnis bringen, bis Haaland mit seinem verwandelten Penalty bei den Bernern für den Knackpunkt sorgte. Nur, da war die Bühne das ausverkaufte Wankdorf, nicht das Etihad, das trotz den 1850 mitgereisten YB-Fans vor allem in Hellblau getaucht sein wird. City hat in diesem Jahr sämtliche 22 Heimspiele gewonnen, ein Rekord. «Wir müssen in allen Phasen des Spiels mutig sein», sagt Wicky. «Wollen wir punkten, brauchen wir das perfekte Spiel.»

So will Wicky seine Spieler erleben

Natürlich wird Wicky auch diesmal auf einen der grössten Siege seiner Karriere angesprochen, als er im Frühjahr 2018 mit Basel bei City 2:1 gewann. Was er aus dieser Erfahrung mitnimmt und seinem Team auch vor Augen führen will: «In einem Spiel ist alles möglich. Das muss unsere Einstellung sein.» Bis auf die verletzten Mittelfeldspieler Kastriot Imeri und Lukasz Lakomy sind bei YB alle einsatzbereit.

Das weiss mittlerweile wohl auch Pep Guardiola. Noch am Montagnachmittag sagt der City-Trainer, er habe keine Zeit gehabt, sich den Sieg von YB am Samstag in Winterthur anzuschauen. «Wir sind so beschäftigt hier.» Aber es bleibe ja noch der Dienstagmorgen. Was er in Bern schon über die Young Boys in Erfahrung gebracht hat: «Sie waren sehr stark im Umschalten. Jedes Mal, wenn wir den Ball verloren, haben sie uns mit ihren Kontern vor Probleme gestellt.»

Sollten die Engländer gewinnen, sind sie für die nächste Runde qualifiziert, sie haben dann die Pflicht schnellstmöglich erfüllt. Die Young Boys können hingegen von nichts weniger als dem Spiel ihres Lebens träumen. Das könnte eine der von Wicky zitierten «Chancen» sein.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-gegen-m ... 1122088679

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:18 
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YB: Bringt Club-Legende Guillaume Hoarau in Manchester Glück?

Auf YB wartet heute um 21 Uhr die ganz grosse Bühne. In der Champions League geht es gegen ManCity – auf der Tribüne drückt eine Club-Legende die Daumen.

Das Wichtigste in Kürze

- Guillaume Hoarau ist als TV-Experte mit nach Manchester gereist.
- Der frühere Stürmer der Berner besucht seine Ex-Kollegen beim Abschlusstraining.

Einen grösseren Glücksbringer kann man fast nicht haben – in jeder Hinsicht! YB erhält beim Abschlusstraining in Manchester Besuch von Club-Legende Guillaume Hoarau. Der 39-Jährige ist als TV-Experte für «blue» im Einsatz und darum nach England gereist.

Und der fünffache französische Nationalspieler weiss, wie Champions League mit YB geht. Schliesslich schiesst Hoarau YB 2018 erstmals in die Königsklasse. Sein Doppelpack im Playoff-Rückspiel in Zagreb sorgt für Berner Ekstase.

Von seinen 118 Pflichtspieltreffern im YB-Dress erzielt er drei in der Gruppenphase der Champions League. Bis vor kurzem war Guillaume Hoarau damit Berner Rekordtorschütze. Diese Marke hat Meschack Elia mit seinem Traumheber gegen ManCity aber mittlerweile egalisiert.

Ob der Besuch des 1,92-Meter grossen Franzosen der YB-Offensive heute Abend Flügel verleiht? Dass Hoarau immer noch weiss, wo das Tor steht, beweist er aktuell in der 2. Liga inter bei Muri-Gümligen: In fünf Einsätzen kommt er beim Tabellenführer aus Bern auf vier Tore.


https://www.nau.ch/sport/fussball-int/y ... k-66644789

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:23 
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ManCitys Akanji vor YB-Match: «Ich weiss selber nicht immer, was Pep mit mir plant»

Manuel Akanji, 28, ist der erfolgreichste Schweizer Fussballer der Gegenwart. Erstmals seit dem Triple mit Manchester City spricht er ausführlich über Triumphe, Familie, Trainer Guardiola – und er erklärt, was es in der Nati nach den jüngsten Rückschlägen braucht.

Manuel Akanji, eigentlich dachten wir, mit einem Verteidiger ein Gespräch zu führen. Haben wir uns getäuscht? Sie schiessen ständig Tore! Mit der Nati gegen Weissrussland, gegen YB in der Champions League, und nun am Wochenende auch noch in der Premier League gegen Bournemouth ...
Manuel Akanji: Ich bin ja nicht der typische Torjäger und nicht dafür bekannt, allzu viele Tore zu schiessen (lacht). Ich würde mal sagen, in letzter Zeit hatte ich wohl einiges Glück.

Und nun legen Sie am Dienstag gegen YB gleich nochmals nach und schiessen den Schweizer Meister erneut ab?
Ich hoffe es! Aber ich mache mir jetzt nicht allzu grossen Druck. Schauen wir, was noch kommt.

Sie haben in diesem Jahr mit Manchester City gleich drei Titel gewonnen – Champions League, Liga und Cup. Mit ein bisschen Abstand: Was hat das Triple für Sie für eine Bedeutung?
Es ist schlicht und einfach unglaublich. Ich glaube, viel besser geht es gar nicht. All diese Titel gleich in der ersten Saison …

Können Sie beschreiben, was dieses Triple in der Wahrnehmung von City innerhalb der Stadt und in ganz England ausgelöst hat?
Schon ziemlich viel. Vor allem natürlich wegen des Triumphs in der Champions League. Es war der erste in der Geschichte von Manchester City. Der Final gegen Inter Mailand war das letzte Spiel der Saison, es war klar, dass diese Partie unsere Saison definiert. Entsprechend ausgelassen war die Freude auf den Strassen der Stadt.

Welcher Moment der Feierlichkeiten blieb Ihnen besonders in Erinnerung?
Die Parade durch die Stadt. Es hat geregnet, aber es hat niemanden interessiert, es wollten einfach alle nur feiern. Irgendwann sind wir Spieler auf dem Bus gestanden, haben die Shirts ausgezogen, das war dann wärmer als mit wegen der Nässe (lacht).

Wie ist das Leben als Familie in Manchester?
Uns geht es super, wir sind sehr glücklich in Manchester. Wir wohnen etwas ausserhalb von der Stadt, darum sind wir auch nur ab und zu in der City.

Als Sie eingezogen sind ins Haus, haben Sie mir von einem Fussballzimmer für Ihre beiden Kinder erzählt – gibt es das noch?
Nein, jetzt wird draussen Fussball gespielt! Aayden hat mittlerweile einen etwas schärferen Schuss, da wollen wir nicht riskieren, dass etwas kaputt geht … Wenn wir schon die Möglichkeit haben, draussen auf Gras zu spielen, finde ich, sollten wir das auch wahrnehmen. Sein kleiner Bruder Keeyan hat vor ein paar Wochen begonnen zu laufen. Es kommt Schritt für Schritt, er will sicher auch bald anfangen zu kicken.

Vor zwei Wochen in der Schweiz hat Trainer Pep Guardiola gewarnt, dass die Saison der Bestätigung umso schwieriger wird. Wie hält er den Hunger nach weiteren Erfolgen hoch?
Also es ist jetzt nicht so, dass er mit uns jede Woche darüber spricht. Er hat das ein- oder zweimal erwähnt in der Vorbereitung und vielleicht vor dem ersten oder zweiten Spiel. Wir wissen, dass wir in jedem Spiel unsere Leistung bringen müssen und dass es nur ums Gewinnen geht. Und ich denke auch nicht, dass wir Spieler im Kopf haben «Achtung, wir haben das Triple gewonnen, wir müssen jetzt aufpassen wegen dem oder diesem.»

Wie ist das bei Ihnen selbst?
Ich brauche keine zusätzliche Motivation, es ist eine neue Saison und ich will einfach alles gewinnen, was wir gewinnen können. So einfach ist das.

Ende September verlor Manchester City auf englischem Boden drei Mal hintereinander, gegen Wolverhampton und Arsenal in der Premier League und gegen Newcastle im Carabao-Cup. Gilt das dann schon als grosse Krise?
Wir haben nicht gerade von Krise gesprochen. Aber klar ist: Nach jedem Spiel, das wir nicht gewinnen, herrscht keine gute Stimmung in der Kabine. Wenn das dann drei Mal in Serie passiert, ist die Enttäuschung gross, klar. Das Gute war, dass wir zwischendrin in der Champions League auswärts in Leipzig eine gute Leistung zeigten. Das hat das Selbstvertrauen nochmals erhöht. Arsenal ist ein starker Gegner, da kann es auch passieren, dass man einmal verliert, auch wenn das nicht unser Anspruch ist. Aber die Reaktion darauf war gut, mit zwei Siegen in der Liga und bei YB.

Welche Entwicklung haben Sie persönlich bei Manchester City durchgemacht in den 14 Monaten, in denen Sie mittlerweile beim Klub sind?
Eine sehr positive. In dieser Mannschaft, mit diesem Trainer-Staff, da kann jeder so viel lernen. Ich habe das an mir selbst gemerkt in diesem Jahr, ich habe gelernt, auf so vielen verschiedenen Positionen zu spielen, wo ich es mir vorher nicht gewohnt war. Zu Saisonende habe ich in fast jedem Spiel wieder auf einer anderen Position gespielt – ich habe mich trotzdem wohl gefühlt und ich habe auch eine gewisse Konstanz hingebracht, um über längere Zeit gute Leistungen zu bringen. Ein weiterer Punkt: Je älter man wird, desto besser lernt man seinen Körper kennen. Ich habe das letzte Jahr ohne eine Verletzung durchleben dürfen. Ich hoffe, dass es so weitergeht und mache vieles dafür. Und schliesslich zum Fussballerischen: Wenn du jeden Tag so gefordert wirst im Training, von den Mitspielern, vom Trainer, dann macht das automatisch etwas mit dir. Du willst dich jeden Tag verbessern und du lernst von den Mitspielern.

Was macht Pep Guardiola im täglichen Training aus?
Er ist sehr … mir fehlt gerade das deutsche Wort, «demanding» …

… fordernd?
Genau! Ich bin mittlerweile fast mehr im Englisch drin (lacht). Er ist sehr fordernd mit uns. Er weiss, was wir können. Und darum erwartet er diese Dinge auch von uns. Sobald etwas nicht passt, spricht er das direkt mit uns an. Dazu analysiert er unsere Gegner sehr gut und bereitet uns bestmöglich auf die Herausforderungen vor.

Das ist dann auch gegen YB so? Ist ein Spiel gegen YB für ihn dasselbe wie eines gegen Manchester United?
So ein Derby gegen United ist schon noch einmal etwas anderes. Du gehst dahin, es ist eine andere Stimmung. Aber ein Spiel gegen YB wird nicht anders vorbereitet als gegen beispielsweise Brighton. Aber er geht nie in ein Spiel und unterschätzt den Gegner oder denkt schon nur: Wir gewinnen locker. Er nimmt jedes Spiel ernst.

In dieser Saison haben Sie auch schon die Position innegehabt, auf der Sie bei Ballbesitz ins Mittelfeld aufrücken. Sehen wir das nun öfter?
Das werden wir sehen! Ich kann es Ihnen nicht verraten, auch wenn ich wollte. Das sind taktische Dinge, die wir von Spiel zu Spiel anschauen. Ich weiss es selber nicht immer (lacht), was er mit mir plant.

So hält man einen Spieler auf Trab!
Definitiv.

Kommen wir noch einmal auf Ihre Tore zurück. Zumindest in der Nati waren Ihre Tore zuletzt mit Enttäuschungen verbunden. Beim 1:6 gegen Portugal im WM-Achtelfinal war das so. Und beim 3:3 gegen Weissrussland in der EM-Qualifikation auch. Muss die Schweiz hoffen, dass Sie in der Nati nicht mehr treffen?
Sie vergessen da natürlich mein erstes Nati-Tor! Das war ein «gutes», auswärts gegen Spanien in der Nations League, da gelang mir überdies auch noch ein Assist und wir siegten 2:1. Klar, gegen Portugal hat das Tor nicht mehr viel bewirkt. Aber gegen Weissrussland hat mein Treffer noch etwas ausgelöst, das Comeback eingeleitet, sodass wir dank Amdounis Tor am Schluss noch zu einem 3:3 kamen. Dieser Punkt könnte noch wichtig werden für uns. Aber klar, dieses letzte Spiel haben wir uns nicht so vorgestellt.

Wie sehen Sie die Entwicklung bei der Nationalmannschaft? Es gab zuletzt ein paar Enttäuschungen einzustecken.
Das gibt es manchmal. Manchmal hat man eine schlechtere Phase. Aber wir hatten zuvor ja auch einige gute Spiele. Das Wichtigste ist, dass wir uns nun auf die drei Spiele konzentrieren, die wir noch haben im November. Das, was in der Vergangenheit passierte, können wir nicht mehr ändern. Wir können nur aus unseren Fehlern lernen. Wir haben definitiv zu viele Tore bekommen, etwas, das wir uns nicht gewohnt sind. Wir müssen als Mannschaft wieder besser verteidigen. Wir hinten sind dafür da, das auszubügeln, wenn vorne mal ein Fehler passiert. Das war sicher nicht gut genug in den letzten Spielen. Das werden wir brauchen, wenn wir gegen Israel, den Kosovo und Rumänien spielen, weil das die drei stärksten Gegner in unserer Gruppe sind.

Sie haben kürzlich gesagt: «Ich mag mich erinnern an eine Zeit, da war es schwierig, gegen uns Tore zu erzielen.» Diese Stärke ist abhandengekommen. Dazu kam die unglückliche Aussage von Trainer Murat Yakin, gegen einen Gegner wie Weissrussland müsse man die Defensive nicht vorbereiten. Wie nehmen Sie das alles wahr?
Wir gehen in so ein Spiel und bereiten uns darauf vor, dass wir kein Gegentor erhalten. Es ist immer unser Ziel, dass wir die Null halten können. Und hoffentlich vorne früh ein Tor schiessen, was es ein bisschen einfacher macht, und dann die Führung ausbauen. Wir sind ja tatsächlich in Führung gegangen, haben aber dann drei Tore bekommen. Und es ist nicht so, dass alle drei auf die gleiche Art und Weise gefallen wären, sondern alle anders. Ein Gegentor kann man immer mal kassieren. Aber zu Hause drei Gegentore gegen Weissrussland, 1:3 in Rückstand geraten, das darf man so nicht akzeptieren. Daraus müssen wir lernen für die nächsten Spiele.

Verstehen Sie, dass nach drei Zusammenzügen, in denen es jeweils eine grosse Enttäuschung gab – 2:2 gegen Rumänien, 2:2 im Kosovo mit Gegentoren in der Nachspielzeit und eben dieses 3:3 gegen Weissrussland – der Trainer infrage gestellt wird?
Es ist nicht mein Job, mich um Diskussionen in den Medien zu kümmern. Mein Job ist es, dass ich das nächste Mal auf dem Platz meine bestmögliche Leistung zeige. Was in der Trainerdiskussion passiert, kann ich nur mit meiner Leistung beeinflussen. Ich versuche, auf dem Spielfeld immer mein Bestes zu geben.


https://www.watson.ch/sport/interview/5 ... -guardiola

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:26 
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Wie Meschack Elia zu einem der wichtigsten Spieler für YB wurde

Im Sturm der Young Boys ist Meschack Elia derzeit unverzichtbar. Und gerade auf der grossen Bühne der Champions League kann der Kongolese sein grosses Potenzial immer wieder andeuten.

Das einst blütenweisse Trikot ist durchnässt, und überall sind braune Flecken. Es sind Spuren, die belegen, dass Meschack Elia an diesem verregneten Samstag in Winterthur das gemacht hat, was er immer macht, wenn er sich das Dress der Young Boys überstreift: Er ist gerannt, er hat Tore eingeleitet, ist noch mehr gerannt, gegrätscht, hat Lücken geschlossen und Löcher aufgerissen – und er hat für einmal sogar selbst getroffen.

An drei Treffern ist er beim 4:1 gegen Winterthur beteiligt, wobei er mit seinem Schlenzer den sehenswerten Schlusspunkt setzt. «Travailler pour l’équipe» nennt es Elia. Arbeiten für die Mannschaft.

Das Rezept von Wicky

Der 26-jährige Kongolese würde sich auch als Mann des Spiels nie als solchen bezeichnen. Doch dass er in der Mannschaft von Trainer Raphael Wicky zu einem der wichtigsten Spieler geworden ist, ist unbestritten. Wicky meinte kürzlich, wenn es für ihn darum gehe, die in der Regel zwei Positionen im Sturm zu besetzen, wähle er aus dem Trio Cedric Itten, Jean-Pierre Nsame und Silvère Ganvoula einen aus, «und daneben wirbelt Meschack».

Elia ist im Ensemble der Berner gesetzt, was auch dadurch illustriert wird, dass er von 20 möglichen Partien nur in zwei Cupspielen eine Verschnaufpause erhalten hat. Der 30-fache Nationalspieler ist für YB unverzichtbar, weil er über ein Profil verfügt, das kein anderer in diesem Team hat: Er ist trickreich, spielintelligent, verfügt aber auch über einen wuchtigen Schuss, wie er das in dieser Saison sowohl gegen St.Gallen als auch im ersten Champions-League-Auftritt gegen Leipzig demonstriert hat. Sein grösster Trumpf ist freilich die Geschwindigkeit.

«Mit seinen Läufen und seiner Energie streut er Unruhe in der gegnerischen Abwehr», sagt YB-Sportchef Steve von Bergen und erwähnt eine wichtige Eigenschaft des Stürmers, die ihn für das Team so wertvoll macht: «So schnell sprinten wie Elia ist eine Sache. Diese Sprints zu wiederholen ist eine andere. Elia sprintet in der 3. Minute gleich schnell wie in der 80. Das ist der grosse Unterschied zu anderen schnellen Spielern.»

Das Auge von Chapuisat

Von Bergen ist noch nicht in der Verantwortung, als Elia nach Bern kommt. Damals im Herbst 2019, als die Young Boys und der damalige Sportchef Christoph Spycher glauben, mit Elia den perfekten Nachfolger für den abwanderungswilligen Roger Assalé gefunden zu haben, vom Spielertyp her vergleichbar klein und flink.

Schon 2016 ist Elia YB-Chefscout Stéphane Chapuisat ein erstes Mal aufgefallen, als dieser an der afrikanischen Nationen-Meisterschaft brilliert, einem Turnier, an dem nur die Fussballer spielberechtigt sind, die in den nationalen Ligen ihrer Herkunftsländer spielen. Elia schiesst vier Tore, den Kongo zum Titel, wird zum besten Spieler des Turniers gewählt. Statt in den Strassen der Millionenmetropole Kinshasa kickt Elia auf einmal für Tout Puissant Mazembe, über 2000 Kilometer südlich in Lubumbashi, der zweiten Millionenstadt im zweitgrössten Land des afrikanischen Kontinents.

Beim kongolesischen Rekordmeister und fünffachen Gewinner der afrikanischen Champions League erhält Elia seinen ersten Profivertrag – ein Arbeitspapier, das die Young Boys knapp vier Jahre später noch beschäftigen wird. Denn als Elia im Herbst 2019 in Bern eintrifft, hat er eine Odyssee hinter sich: Eigentlich sollte sein erstes Engagement fern der Heimat in Belgien sein. Als er aber merkt, bei Anderlecht nur für die zweite Mannschaft vorgesehen zu sein, geht Elia in die Schweiz und kommt bei Verwandten in Lausanne unter.

Zu diesem Zeitpunkt will er unbedingt zu YB wechseln, und die Berner stellen sich auf den Standpunkt, Elias Vertrag mit TP Mazembe sei ungültig, weil das Alter widerrechtlich auf 18 angehoben worden sei. Der Klub beschuldigt den Spieler, seinen Pass gefälscht zu haben, und der kongolesische Verband sperrt Elia – ebenfalls widerrechtlich – für ein Jahr.
YBs Meschak Elia in Aktion, im Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Sonntag, 26. Juli 2020 im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Das Lob von Guardiola

Nach Intervention der FIFA ist Elia ab Anfang 2020 doch noch für die Young Boys spielberechtigt und absolviert am 23. Februar in St.Gallen sein erstes von bisher 151 Spielen für die Berner. Dass es so viele sein würden, hätte vor knapp vier Jahren wohl niemand gedacht. Weil die Schweiz für Elia ein Sprungbrett sein soll in eine grössere Liga. Angebote gab es schon einige, in diesem Sommer von Besiktas Istanbul. Zum zweiten Mal an der Gruppenphase der Champions League teilzunehmen war für den Stürmer aber Argument genug für einen Verbleib bei YB.

Weil er weiss, dass mit starken Leistungen auf europäischem Parkett noch andere Interessenten auftauchen werden. «Es ist nicht nur für mich eine Chance, sondern für alle meine Teamkollegen», sagt Elia, der mit drei Treffern nun zusammen mit Guillaume Hoarau bester YB-Torschütze in der Königsklasse ist. «Das Wichtigste ist, dass wir weiter Spiele auf diesem Niveau bestreiten können, damit wir als Mannschaft wachsen können.»

Pep Guardiola bezeichnete seinen Lupfer zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Manchester City vor zwei Wochen in Bern als «fantastisch». Elia lächelt und sagt: «Ein Tor kennt keine Schönheit. Ein Tor ist ein Tor.» Aber natürlich hätte er nichts einzuwenden gegen einen Treffer im Etihad Stadium von Manchester. Er sagt: «Ich werde weiter rennen, bis ich nicht mehr kann. Ich hoffe, alle werden wieder ihr Trikot dreckig machen.»

Raphael Wicky und sein Traum

«Was ich aus der Erfahrung von vor fünf Jahren mitnehme, ist nichts Taktisches. Sondern den Glauben und das Wissen, dass ein Aussenseiter an einem Abend gegen jedes Team gewinnen kann.» Das sagt YB-Trainer Raphael Wicky darauf angesprochen, dass ihm 2018 als Trainer des FC Basel ein 2:1-Auswärtssieg bei Manchester City gelang.

Der englische Meister hat in diesem Jahr restlos alle seine 22 Heimspiele gewonnen. «Wenn ich mich nur mit den Gefahren und der Qualität dieses Teams beschäftigen würde, würde ich wahrscheinlich nicht mehr schlafen», sagt Wicky und meint, er wolle sich primär auf sich und sein Team konzentrieren. «Wir werden auch in diesem Spiel unsere Möglichkeiten haben. Und die müssen wir nutzen.»


https://www.watson.ch/sport/fussball/78 ... r-yb-wurde

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«Wenn im Himmel Jahrmarkt ist ...»

Was YB alles braucht, um im Etihad zu gewinnen

Um 21.00 Uhr treffen die Young Boys auswärts auf Manchester City. Selbst den treuesten Berner Anhängern dürfte das Hoffen auf einen Sieg heute schwerfallen. blue Sport Experte Marcel Reif schätzt die Chancen des Schweizer Meisters vernichtend gering ein.

Am Dienstagabend wartet auf YB das vielleicht schwierigste Spiel im Weltfussball. Die Berner spielen im Etihad Stadium gegen Triple-Gewinner Manchester City. Wie gross sind die Chancen auf einen Schweizer Sieg?

«Im Himmel ist Jahrmarkt und Weihnachten und Ostern fallen auf denselben Tag. Das müsste alles passieren», scherzt Marcel Reif gegenüber blue News. Der Fussball-Experte glaubt nicht daran, dass der Schweizer Meister die drei Punkte aus Manchester entführt. «YB hat im Hinspiel eines ihrer besten Spiele seit langem gezeigt. Sie sind erhobenen Hauptes vom Platz gegangen. Aber sie hatten – wenn wir ehrlich sind – nie die Chance, dieses Spiel zu gewinnen.»

«ManCity kann sich nur selber schlagen»

Die grösste Hoffnung hat YB gemäss Reif, wenn City den Gegner unterschätzt. «ManCity kann sich nur selber schlagen. Ausmalen könnte man sich, dass sie die Nase so weit oben haben, dass sie den Platz gar nicht mehr sehen. Und dann geht auch noch jeder Ball, den YB nach vorne bringt, ins Tor rein. Bei City hingegen treffen fünf Bälle die Latte und den Pfosten.»

Reif sieht das vierte Champions-League-Gruppenspiel für YB eher als eine Chance, sich anständig zu präsentieren. Für ihn lautet die Devise: «Mit Respekt das Beste abliefern und nicht aus dem Etihad geschossen werden. Wenn dir das gelingt, hast du das Maximum erreicht.»

Die Partie zwischen YB und Manchester City kannst du ab 21.00 Uhr (Studio-Start um 20.00 Uhr) live auf blue Sport verfolgen.


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 58413.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:30 
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Der YB-Stürmer für die grossen Spiele

Bei Elia gerät selbst Guardiola ins Schwärmen

Elia hier, Elia dort, Elia überall. Vor dem Kongolesen haben sie bei Manchester einen Heidenrespekt. Der Hype um ihn und um seine Traumtore machen Meschack Elia ein wenig verlegen.

Wenn der grosse Pep Guardiola deinen Namen kennt, musst du ein grossartiger Fussballer sein. Okay, kennen wird Guardiola unzählige Fussballer. Da ist der Spanier unfassbar akribisch. Er seziert jede Mannschaft, gegen die er spielt. Aber wenn er dann deinen Namen nennt, und das mehrfach – dann ist das ein Ritterschlag.

Guardiola hat Elia dreimal gelobt

Meschack Elia (26) erhielt diesen. Noch vor dem Hinspiel. Noch vor seinem magistralen Tor zum 1:1, das die Sky Blues temporär aus der Spur brachte. «Aber er hat doch meinen Namen nicht genannt … Er sprach von der linken Seite. Dass YB vor allem von dort komme», so Elia, auf den Ritterschlag angesprochen. Hier irrt Elia indes! Guardiola hat den Namen des YB-Stürmers sehr wohl in den Mund genommen. Der Spanier hat Folgendes gesagt: «Elia ist so stark! Die greifen sehr gut an, speziell von der linken Seite.»

Das war vor dem Spiel. Nach dem 3:1 lobte er den wendigen YB-Stürmer gleich nochmals: «Der Abschluss von Elia beim 1:1 war fantastisch!» Und am Montag, am Tag vor dem Spiel in Manchester, ein drittes Mal: «Elia bereitet uns Probleme. Nicht nur wegen des Goals. Auch in anderen Momenten.» Wieder spricht er nur einen Namen aus. Jenen von Meschack Elia.

Elias Frust ist verflogen

Es sind nicht nur die Tore, welche Märkte öffnen. Sondern auch Aussagen. Und wenn beides zusammenkommt … Elia trifft gegen RB Leipzig, in St. Gallen, gegen Manchester City und in Winterthur. Vier Tore in gut sechs Wochen. Immerhin. Es geht aufwärts mit der Torproduktion. Dabei hatte Elia vor dem City-Spiel in Bern noch gesagt, er sei frustriert: «Ich bin in einer schwierigen Phase, was das Toreschiessen angeht. Die Anzahl Tore ist nicht gut. Ich spiele gut, aber ich treffe zu selten. Nun muss ich schauen, dass sich das ändert.»

Picasso oder Monet?

Er hat geschaut. Und nicht nur das. Seine vier Tore waren allesamt Meisterwerke. So schön wie Gemälde eines ganz grossen Meisters. Elia, der Picasso oder Monet des Fussballs? Er lacht. «Wie sagt man so schön? Tore haben keine Schönheit. Tor ist Tor. Ob Spitzkick oder Kopf. Jedes Tor zählt gleich viel. Zielen! Treffen! Darum gehts.»

Jetzt soll das erste hässliche Tor her

Dann kann man Elia nur etwas wünschen: Ein möglichst hässliches Tor im Etihad, das YB einen oder drei Punkte einbringt. «Warum nicht?», antwortet der Wirbelwind rhetorisch. «Ich werde meine Attitüde jedenfalls beibehalten und arbeiten, um dem Team zu helfen. Und wenn sich die Gelegenheit ergibt – auch zu treffen.»

Hoffnung besteht. Denn Elia scheint der Mann für die grossen Spiele zu sein. Für die ganz grossen sogar. RB und ManCity. In Bern. und nun das maximal grösste: Im Stadion des weltbesten Teams!


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 18903.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:34 
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Kann YB etwas gegen die Fussball-Übermacht ausrichten?

Der BSC YB trifft heute erneut auf den Titelverteidiger der Königsklasse. Im Hinspiel konnte man eine Halbzeit lang sehr gut mithalten, ehe sich die Klasse der Engländer als zu gross erwies. Will YB wichtige Punkte fürs internationale Überwintern von der Insel entführen, müssen die Berner über sich hinauswachsen.

Man kann von Anfang an ehrlich sein. Viel spricht in dieser Partie nicht für YB. Auf der einen Seite die «Sky Blues» von Star-Trainer Pep Guardiola. Auf jeder Position vollgespickt mit den besten Spielern der Welt, oftmals sogar doppelt. Kaderwert von Manchester City? 1,2 Milliarden Schweizer Franken, laut Transfermarkt.ch. Amtierender englischer Meister und Champions League Sieger.

Auf der anderen Seite «Gäub-Schwarz». Der Schweizer Tabellenführer ist zwar in der heimischen Liga in den letzten Jahren das Nonplusultra, international ist es aber noch selten gelungen, einen Exploit zu liefern, wie es etwa dem FC Basel letztes Jahr, mit dem Erreichen des Halbfinals der Uefa Conference League, gelang.

Im Vergleich der Kaderwerte kommt das BSC-Ensemble gerade mal auf «mickrige» 56 Millionen Schweizer Franken. Der wertvollste Spieler bei YB ist Meschack Elia, mit 5,8 Millionen Schweizer Franken. Die Briten haben drei Akteure, die 100 Millionen oder mehr wert sind. Die Favoritenrolle ist also klar verteilt – und trotzdem, Geld schiesst (meistens) keine Tore. Die Berner werden aus der ersten Begegnung, die am Ende mit 1:3 verloren ging, Mut schöpfen. Besonders in der ersten Halbzeit deutete die Mannschaft von Raphael Wicky an, dass YB auch international zu einer starken Mannschaft reifen kann. Schon nur ein Punkt könnte am Ende der Gruppenphase für das europäische Überwintern Gold wert sein.

Wie wird YB antreten?

Trainer Raphael Wicky wird sein Team ähnlich wie im Hinspiel aufstellen. Im Wankdorf lief der BSC in einem 4-2-3-1 System auf, mit einer nominellen Doppelsechs und den schnellen Meschack Elia und Joel Monteiro über die Aussenpositionen, um Umschaltmöglichkeiten möglichst rapide auszunutzen. Das wird auch im Etihad Stadion zu Manchester wieder das Ziel sein.

So gelang YB im Hinspiel auch das zwischenzeitliche 1:1. Ein schneller und direkter Pass von Sechser Cheikh Niasse in die Spitze, und Meschack Elia stand allein vor City-Torhüter Ederson. Ein wunderschöner Lupfer später, und schon zappelte der Ball zum Ausgleich im Netz. So kann es gehen.

Auf eben diesen Meschack Elia wird Wicky zählen. Der 26-jährige Kongolese läuft in der diesjährigen Champions League Saison regelmässig zur Hochform auf und stellt sich somit auch ins Schaufenster, für Topklubs aus dem Ausland. Er ist der Berner Topskorer in der Champions League. In drei Spielen traf er zwei Mal. Gegen RB Leipzig und Manchester City notabene. Das Handy von Sportchef Steve von Bergen dürfte bereits mehr als nur ein paar Mal geklingelt haben.

Eine weitere Personalie, die ihre Leistung aus dem Hinspiel gerne wiederholen würde, ist Anthony Racioppi. Teils mirakulös, wie der gebürtige Genfer die Bälle abwehrte. Er beendete das Spiel mit zehn Paraden und dürfte wieder ein Faktor werden, sollte es YB gelingen zu punkten.

Wie sind die Teams in Form?

Bei YB gab es in den letzten fünf Partien lediglich zwei Siege. Diese kamen aber in den letzten zwei Begegnungen. Im Achtelfinal des Schweizer Cups gegen den Promotion League Club FC Rapperswil-Jona gewann man mit 2:0. Am Wochenende, auf der Schützenwiese in Winterthur, gab es trotz frühem Rückstand und 30-minütiger Unterzahl einen souveränen 1:4-Erfolg. Die Begegnung in Manchester wird das vierte Auswärtsspiel in Folge für den Schweizer Meister.

Manchester City nahm aus den vorherigen fünf Partien vier Siege mit. Lediglich gegen den FC Arsenal setzte es auswärts eine 1:0-Niederlage ab. Seither jedoch vier Vollerfolge. In diesen Partien kommt das Team, rund um Superstar Erling Haaland, auf ein Torverhältnis von 13:3. Am Samstag, im Heimspiel gegen den AFC Bournemouth, gab es gleich ein 6:1-Kantersieg. Die Berner sind also gewarnt. Ob sie der Fussball-Übermacht die Stirn bieten können, zeigt sich am Dienstag ab 21.00 Uhr.


https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/215173

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 8. November 2023, 00:38 
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Haaland-Show und Platzverweis – YB erlebt bei ManCity einen Abend zum Vergessen

Die Young Boys bleiben beim amtierenden Champions-League-Sieger chancenlos und verlieren gegen Manchester City 0:3. Wie schon vor zwei Wochen in Bern überragt Erling Haaland mit zwei Treffern.

Zuversicht währt nicht immer gleich lang. Als die Young Boys vor zwei Wochen Manchester City empfangen, ist sie wahrscheinlich nach einer knappen Stunde am höchsten, als Meschack Elia mit einem sehenswerten Heber das 1:1 gelingt und im Kollektiv der Berner Fanherzen die Hoffnung aufflackert, gegen den schier übermächtigen Gegner doch eine Überraschung zu schaffen.

Im Rückspiel im Etihad Stadium von Manchester vermag YB am Dienstagabend nie derartige Hoffnungen zu wecken. Anders als noch im heimischen Wankdorf haben die Berner nie wirklich Zugriff zum Spiel und verlieren ein Spiel 0:3, das sie auch 0:7 hätten verlieren können. Ederson, der brasilianische Goalie im Tor des englischen Meisters, muss den ganzen Abend lang keinen einzigen Ball parieren, und Elia, mit seinen zwei Treffern bisher die grosse Figur des Schweizer Meisters in der diesjährigen Champions-League-Kampagne, hat seine auffälligste Szene in der 78. Minute, als er nach nur wenigen Ballkontakten ausgewechselt wird.

Pep bringt die Jungen

Als der Kickoff dieses vierten Spiels der diesjährigen Gruppenphase zur Champions League noch rund eine Stunde entfernt ist, stärken sich Angestellte und Medienschaffende im Untergrund des Etihad Stadiums. Im mit Zeitungsartikeln über die jüngsten Erfolge zugepflasterten Raum wird Shepherd’s Pie und geräucherter Lachs serviert. Und man unterhält sich, von Anzugträger zu Anzugträger, über die erfolgsverwöhnten Skyblues, die an diesem Abend einem Gegner gegenüberstehen müssen, für den es sich scheinbar im Verständnis vieler doch gar nicht lohnt, die Schuhe zu schnüren und die hellblauen Trikots dreckig zu machen.

«Good luck», wünscht der eine Anzugträger dem anderen im Vorbeigehen, um dann leise murmelnd anzufügen, dass er nicht glaube, Manchester City werde an diesem Abend gegen die Young Boys auf Glück angewiesen sein, um zu gewinnen. Nein, Glück beanspruchten an diesem Abend schon eher die Gäste aus der Schweiz. Beispielsweise in der 6. Minute, als Loris Benito einen Schuss von Rico Lewis im letzten Moment von der Linie kratzen konnte. Lewis, der 18-jährige Engländer, bestritt gegen YB erst sein zehntes Spiel für Manchester City, sein zweites über die volle Distanz.

Wie Elia ist auch er ein Sinnbild dieses Spiels, nämlich dadurch, dass er illustriert, dass Trainer Pep Guardiola nicht seine allerbesten Kräfte forcieren muss, um gegen die Young Boys einen problemlosen Sieg einfahren zu können, den 23. in ebenso vielen Heimspielen. Mit Oscar Bobb kommt ein weiteres Talent zu einem Einsatz, die Einwechslung des 20-jährigen Norwegers wird frenetisch bejubelt.

Wohl entscheidendes Duell mit Roter Stern

Die Geschichte dieses Spiels schreibt aber ein anderer, nicht wesentlich älterer, aber umso torgefährlicherer Landsmann Bobbs. Über Erling Haalands Einsatzfähigkeit war im Vorfeld noch spekuliert worden, weil der kürzlich als bester Stürmer des Jahres ausgezeichnete 23-Jährige in der Meisterschaft ausgewechselt worden war. Mit einem Penaltytor nach einem Foul Sandro Laupers (23.) und einem sehenswerten Weitschuss (51.) schraubte Haaland sein Torkonto auf 15 bei 17 Einsätzen und zeigte den Young Boys wie schon in Bern die Grenzen auf.

Weil Roter Stern Belgrad gegen Leipzig ebenfalls verlor (1:2), sind die Berner nach wie vor punktgleich mit den Serben und haben in drei Wochen im Wankdorf die Chance, im Direktduell einen wichtigen Schritt Richtung europäischen Überwinterns zu machen. Leipzig steht wie Manchester City als Achtelfinalist fest.

Manchester City - Young Boys 3:0 (2:0)
SR Lambrechts.
Tore: 23. Haaland (Penalty) 1:0. 45. Foden 2:0. 51. Haaland 3:0.
Manchester City: Ederson; Walker (61. Phillips), Rúben Dias, Gvardiol; Lewis, Stones (46. Aké); Foden, Matheus Nunes, Kovacic (80. Doku), Grealish; Haaland (61. Bobb).
Young Boys: Racioppi; Janko (66. Blum), Amenda, Camara, Benito, Garcia (78. Persson); Elia (78. Ganvoula), Niasse, Lauper, Ugrinic (88. Males); Itten (65. Chaiwa).
Bemerkungen: 53. Gelb-Rote Karte gegen Lauper.
Verwarnungen: 15. Benito, 19. Lauper, 77. Amenda. Manchester City ohne Akanji (Ersatz).


https://www.watson.ch/sport/fussball/48 ... chancenlos

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