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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 30. Januar 2022, 00:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.01.2022  Zitat: YB machts wie der FCZ
So siegte der Meister: Der Ticker zum Nachlesen
YB überzeugt nicht, schlägt Lugano daheim aber 1:0. Zum Matchwinner avanciert Rückkehrer Fassnacht.
Bleibt alles gleich im neuen Jahr? Ja, YB tut sich schwer, YB leidet. Das Spiel hat der Meister einigermassen im Griff, aber vor dem Tor will ihm in dieser Partie gegen Lugano kaum etwas gelingen. YB-Trainer Wagner bringt Flügel Sulejmani, den Stürmer Kanga, das hat gegen die Tessiner schon einmal funktioniert, im Nachtragsspiel Anfang Dezember, als Sulejmani zweimal für Kanga auflegte und YB nach langer Baisse mal wieder gewann.
Und tatsächlich, auch das bleibt gleich im neuen Jahr. Zehn Minuten sind die beiden im Spiel, da leitet Sulejmani in für diesen Abend ungewohnter Dynamik einen Angriff ein, kann nach Zusammenspiel mit Kanga zur Mitte legen, wo Fassnacht vollendet. 1:0, es ist ein Lichtblick in einer zähen Partie.
Der Meister geht sie gemächlich an – und bereits wieder ersatzgeschwächt. Noch im Training tags zuvor verletzte sich Stürmer Elia, für ihn springt Mambimbi ein. Die fehlende Aufsässigkeit eines Elia macht sich bemerkbar: YB fehlt es wie so oft in der Vorrunde an Zug zum Tor, an Idee und Spielwitz. 70 Prozent Ballbesitz totalisieren die Young Boys nach 20 Minuten, optisch sind sie überlegen, aber Chancen spielen sie sich kaum heraus.
Das kommt einem irgendwie bekannt vor, und während der FCZ sein Spiel gegen Servette 1:0 gewonnen hat, wird sich der eine oder andere Fan im Wankdorf fragen: 2022, bist das wirklich du?
Auch beim Gast aus dem Tessin bleibt zunächst vieles beim Alten: Lugano ist der gewohnt unbequeme Gegner, agiert kompromisslos, an einer langen Leine des angesichts der Spielhärte sich recht zurückhaltenden Schiedsrichters Schärer.
Offensiv harmlos – und hinten manchmal nachlässig
Trainer Croci-Torti integriert zwei Neue in seine Startelf: den früheren FCZ-Nachwuchsspieler Maren Haile-Selassie und Adrian Durrer, der beim FC Basel zu wenig Chancen auf Einsatzminuten sah.
Bei YB gesellt sich zur offensiven Harmlosigkeit eine Nachlässigkeit im Defensivverhalten. Laupers Rückpass gerät zu kurz, der neue Goalie Racioppi bügelt in seinem ersten Einsatz für die Young Boys aus. Das Heimteam übersteht die heikle Phase, findet in der zweiten Halbzeit durch Wagners Wechsel besser ins Spiel. Lugano wagt sich nach dem Rückstand plötzlich in die Berner Hälfte, YB nutzt den entstehenden Raum zu wenig konsequent.
Es bleibt beim 1:0. Torschütze und Rückkehrer Fassnacht ist nach seiner Kopfverletzung der Matchwinner. Und er weiss: «Das war ein Knorz. Aber am Ende haben wir das auf dem Konto, was wir wollten.» https://www.bernerzeitung.ch/so-siegte- ... 3978000705
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shalako
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Verfasst: Sonntag 30. Januar 2022, 00:10 |
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29.01.2022  Zitat: 1:0 gegen Lugano
YB leidet und wird von Rückkehrer Fassnacht erlöst
Der Meister tut sich lange schwer und zeigt beim Rückrundenstart gegen Lugano bekannte Schwächen – aber auch eine neue Stärke.
Bleibt alles gleich im neuen Jahr? Ja, YB tut sich schwer, YB leidet. Das Spiel hat der Meister einigermassen im Griff, aber vor dem Tor will ihm in dieser Partie gegen Lugano kaum etwas gelingen. YB-Trainer Wagner bringt Flügel Sulejmani, den Stürmer Kanga, das hat gegen die Tessiner schon einmal funktioniert, im Nachtragsspiel Anfang Dezember, als Sulejmani zweimal für Kanga auflegte und YB nach langer Baisse mal wieder gewann.
Und tatsächlich, auch das bleibt gleich im neuen Jahr. Zehn Minuten sind die beiden im Spiel, da leitet Sulejmani in für diesen Abend ungewohnter Dynamik einen Angriff ein, kann nach Zusammenspiel mit Kanga zur Mitte legen, wo Fassnacht vollendet. 1:0, es ist ein Lichtblick in einer zähen Partie.
Der Meister geht sie gemächlich an – und bereits wieder ersatzgeschwächt. Noch im Training tags zuvor verletzte sich Stürmer Elia, für ihn springt Mambimbi ein. Die fehlende Aufsässigkeit eines Elia macht sich bemerkbar: YB fehlt es wie so oft in der Vorrunde an Zug zum Tor, an Idee und Spielwitz. 70 Prozent Ballbesitz totalisieren die Young Boys nach 20 Minuten, optisch sind sie überlegen, aber Chancen spielen sie sich kaum heraus.
Lugano ist unbequem und kompromisslos
Das kommt einem irgendwie bekannt vor, und während der FCZ sein Spiel gegen Servette 1:0 gewann, wird sich der eine oder andere Fan im Wankdorf fragen: 2022, bist das wirklich du?
Auch beim Gast aus dem Tessin bleibt zunächst vieles beim Alten: Lugano ist der gewohnt unbequeme Gegner, agiert kompromisslos, an einer langen Leine des angesichts der Spielhärte sich recht zurückhaltenden Schiedsrichters Schärer.
Trainer Croci-Torti integriert zwei Neue in seine Startelf: Der frühere FCZ-Nachwuchsspieler Maren Haile-Selassie und Adrian Durrer, der beim FC Basel zu wenig Chancen auf Einsatzminuten sah.
Bei YB gesellt sich zur offensiven Harmlosigkeit eine Nachlässigkeit im Defensivverhalten. Laupers Rückpass gerät zu kurz, der neue Goalie Racioppi bügelt in seinem ersten Einsatz für die Young Boys aus. Das Heimteam übersteht die heikle Phase, findet in der zweiten Halbzeit durch Wagners Wechsel besser ins Spiel. Lugano wagt sich nach dem Rückstand plötzlich in die Berner Hälfte, YB nutzt den entstehenden Raum zu wenig konsequent.
Es bleibt beim 1:0. Torschütze und Rückkehrer Fassnacht ist nach seiner Kopfverletzung der Matchwinner. Und er weiss: «Das war ein Knorz. Aber am Ende haben wir das auf dem Konto, was wir wollten.» In der Hinrunde war es oft umgekehrt – vielleicht bringt das neue Jahr mit der lange Zeit vermissten Effizienz ja doch noch etwas Neues. https://www.bernerzeitung.ch/yb-leidet- ... 5772785890
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shalako
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Verfasst: Sonntag 30. Januar 2022, 12:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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30.01.2022  Zitat: Die EinzelkritikYB-Noten
Fassnacht ungewohnt, zwei Joker wie immer
Wilfried Kanga und Miralem Sulejmani als Retter? Hatten wir schon mal. Dafür zeigt ein Rückkehrer, dass er auch eiskalt sein kann.
Anthony Racioppi – Note 5
Auch wenn es nicht immer so wirkt, aber gerade bei langen Lugano-Bällen oder (zu kurzen) YB-Rückgaben hat der frühere U-21-Nationalgoalie und YB-Debütant alles im Griff. Beim ersten gefährlichen Schuss von Lugano in der Mitte der zweiten Halbzeit kann er sich dann auch endlich mal auf der Linie auszeichnen.
Quentin Maceiras – Note 4,5
Ist bemüht, oft nahe dem gegnerischen Strafraum anzutreffen, nur seine Flanken kommen meist nicht an. Und wenn, dann vertändeln seine Mitspieler. Dennoch ein solider Auftritt des Rechtsverteidigers.
Sandro Lauper – Note 4,5
Riskiert früh im Spiel viel, als er nach Ballverlust Sandi Lovric abgrätscht. Trifft Ball und Gegner und kassiert dafür Gelb. Noch vor der Pause hat Lauper Glück, dass Goalie Racioppi gut aufpasst und eine missglückte Rückgabe gerade noch klären kann.
Fabian Lustenberger – Note 5
Oft gefordert wird der YB-Captain nicht, wenn aber, dann verteidigt er alles weg. Dazu versucht er, im Spielaufbau Lösungen zu bieten – und als er es für notwendig empfindet, geht er zu Schiedsrichter Sandro Schärer und fordert für das gefühlt 425. Lugano-Foul endlich mal eine Gelbe Karte.
Jordan Lefort – Note 3
Es spricht nicht für ihn, dass die YB-Angriffsbemühungen meist über die rechte Seite verlaufen. Zumindest, solange er im Spiel ist. Und wenn mal über seine linke Flanke gespielt wird, dann leistet er sich meist einen Fehlpass. Muss in der zweiten Halbzeit dem jungen Lewin Blum Platz machen.
Christian Fassnacht – Note 4,5
Allzu oft war es bei ihm umgekehrt. An diesem Samstagabend tritt der wieder genesene Nationalspieler zwar selten in Erscheinung, dafür ist es spielentscheidend – die Gelegenheit nach Miralem Sulejmanis Hereingabe lässt er sich nicht entgehen und trifft zum erlösenden 1:0.
Christopher Martins – Note 4,5
Hinten ist er oftmals für den Spielaufbau zuständig und findet vorne dennoch Zeit, mehrfach aufs Tor zu schiessen. Obwohl, er versucht es zumindest, meist wird er geblockt – oder der Schuss geht am Tor vorbei. Trotz seinem ansprechenden Auftritt muss er nach einer Stunde raus – Trainer David Wagner opfert ihn für ein offensives Zeichen.
Vincent Sierro – Note 4
Tut sich lange schwer, kommt etwas mehr zur Geltung, als Martins ausgewechselt wird. Beispielsweise mit einem tollen Steilpass auf Kanga, was beinahe das 2:0 bedeutet. Muss kurz vor Schluss einem Innenverteidiger Platz machen.
Fabian Rieder – Note 3,5
Hat in der Stunde auf dem Flügel sichtlich Mühe, Akzente zu setzen. Zieht immer wieder in die Mitte, dort stehen aber schon einige Berner und viele Tessiner Beine. Als er nach Martins’ Auswechslung offiziell ins Zentrum darf, hat er etwas mehr Platz – aber nicht viel mehr Glück.
Jordan Siebatcheu – Note 4
Hängt lange Zeit etwas gar allein in der Luft, arbeitet dafür vorbildlich. Behauptet auch dann den Ball, wenn er einen gegnerischen Ellbogen am Hinterkopf und den anderen am Rücken hat.
Felix Mambimbi – Note 3
Sieht in der ersten Halbzeit gar kein Land, ist gegen physisch starke Lugano-Verteidiger chancenlos. Just als er nach der Pause etwas stärker wird, muss er Wilfried Kanga Platz machen. Eine verpasste Chance für den «Golden Boy».
Miralem Sulejmani – Note 5
60. Minute für Martins. Bereitet den 1:0-Siegtreffer von Fassnacht nicht nur vor, sondern leitet auch den Angriff zuvor selbst ein. Seine Einwechslung bringt also einen nötigen Impuls, um doch noch den Sieg zu erringen. Nicht zum ersten Mal – und schon gar nicht gegen Lugano.
Wilfried Kanga – Note 4,5
60. Minute für Mambimbi. Der andere dieser Impulse heisst Wilfried Kanga. Mit seinem Aussenristpass auf Sulejmani ist auch er an der Entstehung des 1:0 beteiligt. Dazu sind seine Läufe in die Tiefe eine ständige Gefahr für die Lugano-Abwehr.
Lewin Blum – keine Bewertung
70. Minute für Lefort. Kommt zu seinem Debüt als YB-Profi – und in der 81. Minute fast zu seiner ersten Torvorlage.
Cédric Zesiger – keine Bewertung
82. Minute für Sierro. https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-f ... 4293557591
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shalako
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Verfasst: Sonntag 30. Januar 2022, 12:48 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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30.01.2022  Zitat: Fassnacht nach Traum-Comeback
«Der Helm gibt mir Mut und Selbstvertrauen»
Drei Monate nach seinem Schläfenbeinbruch wird Christian Fassnacht gegen Lugano zum Matchwinner. Was er sagt und ob der Helm sein neues Markenzeichen wird.
Er habe die letzten fünf Minuten beissen müssen, sagt Christian Fassnacht nach dem Spiel. «Drei Monate ohne Spielpraxis kann man nicht mit Tests kompensieren!»
Anfang November ists, als sich der Nati-Spieler nach einem Zusammenprall mit GC-Verteidiger Toti Gomes das Schläfenbein bricht. Noch heute hat er ab und an ein Rauschen im Ohr. Lärm bereitet ihm Mühe, wie der «Tagesanzeiger» jüngst berichtete.
Und nun trifft der Nationalspieler zum Rückrundenauftakt gegen Lugano. Vor der eigenen Kurve. Vor insgesamt über 22'000 Fans im Wankdorf, die dreimal seinen Namen brüllen. Fassnacht entscheidet ein Spiel, das auf der Kippe steht. Das gut und gerne auch zugunsten der Luganesi hätte ausfallen können. Hätte Bottani nach rund einer Stunde besser gezielt und wäre der aus Dijon geholt Racioppi nicht auf dem Posten gewesen, die Elf von Croci-Torti hätte sich womöglich für die 0:5-Pleite zum Vorrundenabschluss revanchiert.
Matchwinner Fassnacht
Doch es kommt anders. Der eben erst eingewechselte Sulejmani wird über links von Kanga lanciert, dringt mit Tempo in den Strafraum ein, spielt den Ball in den Rücken der Abwehr. Dort steht Fassnacht, der sich nicht zweimal bitten lässt und zum Matchwinner wird.
Überzeugen kann YB, das in den fünf Testspielen der Vorbereitung 24 (!) Tore erzielte, aber nicht. Torchancen? Mangelware! «Es war ein Riesenknorz, wir hatten uns rein spielerisch mehr vorgenommen», sagt Fassnacht. «Am Ende aber bekamen wir das, was wir wollten. Drei Punkte. Man kann auch mal so in die Rückrunde starten.»
Die Nachwehen seines Schläfenbeinbruchs habe er nicht gespürt, sagt der Zürcher zu Blick. Der Lärm im Stadion? Habe ihn nicht beeinträchtigt. Trotzdem trägt Fassnacht zum Schutz einen Helm. «Der gibt mir Mut und Selbstvertrauen.»
Bis zum Ende der Saison will er das Ding dann aber doch nicht tragen, so Fassnacht: «Ich hoffe nicht, dass der Helm zu meinem Markenzeichen wird.» https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 90863.html
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shalako
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Verfasst: Montag 31. Januar 2022, 02:16 |
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30.01.2022  Zitat: Märchenhaftes Comeback: 84 Tage nach Horror-Unfall ist Fassnacht Matchwinner für YB
Ausgerechnet Christian Fassnacht ist beim Rückrundenauftakt von YB gegen Lugano der Matchwinner. Der Offensivspieler gibt knapp drei Monate nach seinem Schädelbeinbruch ein Comeback wie im Märchen.
Am 6. November im Super-League-Spiel gegen GC muss Christian Fassnacht nach einem Zusammenprall ausgewechselt werden. Obwohl er benommen ist, kann der Schweizer Internationale den Platz selbstständig verlassen. Doch die darauffolgende Diagnose war niederschmetternd: Bruch des Schläfenbeins. Zudem ist das Gehör des Offensivspielers eingeschränkt – und wird es wohl auch bleiben.
«Der Fussball hat mir gefehlt», sagte Fassnacht kürzlich zu blue Sport. Zwar sei es auch mal schön gewesen, andere Dinge zu machen, doch als Sportler lebe man für die Momente auf dem Platz.
Genau ein solcher Moment kam im Spiel gegen Lugano. Das Team von David Wagner tat sich gegen die Tessiner je länger je schwerer. «Uns fehlte die Zielstrebigkeit», resümiert Fassnacht nach dem Spiel. «Irgendwann musst du bei einem solchen Knorz einfach den Ball irgendwie reindrücken.»
Wie das aussehen kann, zeigt YB in der 72. Minute bei einem Konter. Notabene die Taktik, mit welchen eigentlich die Gäste die Punkte aus dem Wankdorf entführen wollen. So läuft der eingewechselte Miralem Sulejmani auf der linken Seite durch und spielt den Ball quer in die Mitte, wo Fassnacht goldrichtig steht. «Ich treffe den Ball nicht schön, der Goalie berührt ihn sogar noch – aber Hauptsache der Ball landet im Tor,» meint Fassnacht trocken.
Torgefährlichkeit nicht verlernt
Es war bereits sein achtes Tor in der Meisterschaft, obwohl der Zürcher im Herbst aufgrund der Verletzung lange pausieren musste. Gleichzeitig war es der erste Treffer, den er mit dem neuen Helm erzielte. Im Vorfeld fragte er sich noch, ob er Zweikämpfe in der Luft anders bestreiten solle, damit er nicht immer zum Opfer werde. Gegen Lugano geht der 28-Jährige aber wie zu seinen besten Tagen ohne Rücksicht auf Verluste in die Duelle. Ein gutes Zeichen.
«Der Helm gibt mir unheimliche Sicherheit», betont Fassnacht. Es wäre fahrlässig, hier ein Risiko einzugehen, so der frühere FCZ-Junior, der sich über den Amateurfussball Schritt für Schritt nach oben kämpfte. Natürlich sehe man auf dem Feld ein wenig «komisch aus», aber es sei angenehm damit zu spielen.
Ein schöner Nebeneffekt ist, dass so die Angst bei ihm verschwindet. Und das Selbstvertrauen bei Fassnacht und seinen Teamkollegen, die in der Rückrunde acht Punkte auf den Leader – der FCZ gewann seine Partie gegen Servette – gutmachen müssen, automatisch steigt. «Es macht Mut, solche Spiele zu gewinnen», ist sich Fassnacht sicher. Die Konkurrenz darf sich also in der Rückrunde warm anziehen. http://www.bluewin.ch/de/sport/fussball ... 66532.html
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shalako
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Verfasst: Montag 31. Januar 2022, 17:06 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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31.01.2022  Zitat: Zittersieg gegen Lugano
YB ist harmlos, aber arbeitet sich zum Sieg
Die Young Boys enttäuschen spielerisch, mühen sich aber beim Rückrundenstart zu einem 1:0. Captain Lustenberger findet deutliche Worte – an Stürmer Nsame gibt es kurz vor Transferschluss starkes Interesse.
Ganz zum Schluss wird es nochmals richtig heikel. Lugano, bis dahin mit der Gefährlichkeit einer Zahnbürste, startet noch einen Angriff, der Ball fliegt in Richtung YB-Tor, Nikolas Muci grätscht dem Ball entgegen – und verpasst. Kurz darauf pfeift Schiedsrichter Sandro Schärer ab, und wer will, spürt den Boden unter den Füssen leicht zittern, von den 22’247 Steinen, die von den Herzen der Berner Fans fallen. Zumal auch die Konkurrenz aus Basel und Zürich gewinnen konnte.
Das 1:0 zum Rückrundenstart etikettiert David Wagner mit dem Fachausdruck «Arbeitssieg». Der YB-Trainer dürfte bewusst dieses Wort gewählt haben, schliesslich hängt er an, dass sich die Young Boys für diese zweite Saisonhälfte das Wort «Arbeit» auf die Fahne geschrieben hätten, das solle zur Folge haben, dass sie häufiger ohne Gegentor blieben. «Es hat mir richtig gut gefallen, wie sich meine Spieler gewehrt haben», sagt er. Doch er sagt auch: «Spielerisch war das kein Highlight. Wir haben noch viel zu tun.»
Tatsächlich ist von der offensiven Leichtigkeit der fünf Vorbereitungsspiele und dem 5:0 im Hinrundenabschluss in Lugano kaum etwas zu sehen. Gästetrainer Mattia Croci-Torti hebt hervor, dass die Young Boys nur zu zwei Schüssen auf das Tor seines Teams gekommen seien, aber: «Wie immer sorgen ihre Wechsel für den Unterschied.»
Eine Bestätigung für Fassnacht
Vor allem diejenigen von Wilfried Kanga und Miralem Sulejmani sorgen für Croci-Tortis Déjà-vu. Knapp zwei Monate ist es her, als Lugano letztmals im Wankdorf zu Gast war. Auch damals war es eng, auch damals brachte Wagner das offensive Duo. Und auch damals waren sie spielentscheidend – Kanga traf zweimal, jeweils auf Vorarbeit von Sulejmani. Dieses Mal leiten die beiden den goldenen Treffer ein, sie profitieren davon, dass Lugano sich mal traut, höher anzugreifen, die Berner tief in ihrer eigenen Platzhälfte zu pressen. Der frühere Luzern-Trainer Fabio Celestini sagte im Herbst noch: «Wenn man das macht, spielen sie dich auseinander.»
Wie er das genau meinte, ist in der 72. Minute ersichtlich: Sulejmani spielt auf Kanga, der setzt seinen bulligen Körper ein, um sich Luganos Captain Fabio Daprelà genug weit vom Leib zu halten, um den Ball auf Sulejmani zurückzuspielen. Dieser sprintet in den Strafraum, sieht und findet Christian Fassnacht im Zentrum. Immerhin dieses 1:0 ist ein spielerisches Highlight. Und Fassnacht erhält nach seiner Kopfverletzung die Bestätigung, dass ihn sein lädiertes Gehör auch mit tausenden Fans im Stadion nicht behindert: «Das gibt mir weiter Mut und Selbstvertrauen.» Dafür kommen ungewohnte Probleme, in den Schlussminuten plagen ihn Krämpfe, mit Magnesium und Dehnübungen schleppt er sich durch. Nach Spielende kann der Siegtorschütze darüber lachen: «Ich bin das eigentlich nicht gewohnt, nach drei Monaten ohne Ernstkampf ist das aber normal.»
Was aber aus Berner Sicht nicht normal werden sollte, sind solche Auftritte. Fabian Lustenberger vermisste die Dynamik, die Energie: «So schlecht haben wir zu Hause in den letzten zweieinhalb Jahren, glaube ich, noch nie gespielt.» Deutliche Worte des Captains. Wagner sagt später: «Wir werden mit diesem Spiel total kritisch umgehen.»
Tatsächlich ist es erschreckend, wie harmlos die Young Boys über weite Strecken dieser Partie bleiben. Zwar sind sie viel im Ballbesitz, allzu oft aber ohne Durchschlagskraft. Die vielen Fehlpässe helfen nicht, noch weniger Luganos höchst respektvolle Spielweise. «Wir hatten kaum Pressingmomente, weil sie sowieso jeden Ball nach vorne schlugen», so sagt es Wagner. Heisst: zuerst hinter der Mittellinie Kopfballduelle gewinnen, dann den zweiten Ball – und dann gegen tief stehende und gut organisierte Tessiner wieder neu aufbauen.
Schnappt sich Venezia wirklich noch Nsame?
Schon gar keine Hilfe ist, dass die Berner kurzfristig auf Meschack Elia verzichten müssen. Der Kongolese zog sich am Freitag eine Sprunggelenkverletzung zu, weitere Untersuchungen am Montag sollen Aufschluss über die Schwere und die Ausfalldauer geben. Das lässt aber bereits erahnen, dass zumindest kommende Woche in St. Gallen nicht zwingend mit ihm zu rechnen ist. Ein schwerer Verlust, wie Lustenberger findet: «Mit seiner Schnelligkeit kann er den Gegner noch müder machen, so ein Spieler fehlt natürlich sehr.»
Später sollte Wagner erklären, dass Kanga nur aufgrund dieses Ausfalls ins Aufgebot genommen wurde. Mit nur vier Trainings nach seiner Bänderverletzung sei das nicht so geplant gewesen: «Er braucht sicher noch ein paar Wochen.»
Überhaupt könnte es im Sturm bei den Young Boys noch zu Mutationen kommen. Nach Gerüchten um eine Übernahme von Jordan Siebatcheu soll sich der Serie-A-Club Venezia nun für Jean-Pierre Nsame interessieren. Offenbar liegt ein Angebot vor, italienische Medien meldeten am Sonntagabend, Nsame weile schon für medizinische Abklärungen in Venedig. Am Montag schliesst das internationale Transferfenster. Es wäre ein Absprung in letzter Minute von Nsame – und nach Michel Aebischers Abgang für YB der Verlust eines nächsten verdienstvollen Akteurs. https://www.bernerzeitung.ch/erschrecke ... 0928230679
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