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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. August 2021, 11:08 
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Aufgepasst auf YB-Angreifer Meschack Elia!

Der BSC Young Boys, der am Sonntag in Basel gastiert, hat genügend Alternativen, den verletzten Topskorer Jean-Pierre Nsame zu ersetzen – wie etwa Meschack Elia.

ei den Youngs Boys fehlt nach wie vor Jean-Pierre Nsame, der Topskorer der letzten Jahre. Nun liegt es bei den Bernern an anderen, den Kameruner adäquat zu ersetzen.

Einer davon ist Meschack Elia. Der Stürmer aus dem Kongo hat bislang in der Liga zweimal getroffen – bei ebenso vielen Einsätzen. In der Qualifikation zur Königsklasse jubelte er einmal und bereitete zwei Tore vor. Es sind dies Werte, die dem 24-Jährigen viel Selbstvertrauen für die zukünftigen Aufgaben geben.

Wie es ist, im Joggeli zu treffen, weiss Elia. Im Dezember letzten Jahres erzielte er nach einem Fehler des damaligen Innenverteidiger-Duos Cömert/Klose das 1:0. Und: Beim 1:1 im März legte er für Sandro Lauper auf, der den Ausgleich schoss. Der FCB ist also vor dem flinken Angreifer gewarnt, der sich in einer beneidenswerten Frühform befindet.


https://www.bazonline.ch/aufgepasst-auf ... 3458792250

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. August 2021, 11:11 
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«Anspruch sind drei Punkte» – FC Basel will Meister YB vom Thron stossen

Am Sonntag (ab 16.30 Uhr) steht in der Super League der Knüller zwischen dem FC Basel und YB auf dem Programm. Das Duell steht unter besonderen Vorzeichen.

Darum gehts

- Am Sonntag (live ab 16.30 Uhr) kommt es zum Knaller zwischen YB und dem FC Basel.
- Beide Teams hatten unter der Woche kräftezerrende Auswärtsspiele.
- Die Berner dürften jedoch frischer in die Partie gehen.
- «Wir wollen drei Punkte», sagt FCB-Trainer Patrick Rahmen.

708 Tage – also fast zwei Jahre – ist es her, dass der FC Basel letztmals als besserplatziertes Team in einen Spitzenkampf gegen Dauerrivale YB ging. Am heutigen Sonntag (ab 16.30 Uhr) ist es aus Basler Sicht endlich wieder soweit. In der aktuellen Super-League-Saison hat der FCB die Nase vorne, vier Zähler liegt Rot-Blau vor der schwarz-gelben Konkurrenz, die aber noch ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Kommt es im St. Jakobs-Park nun zur grossen Wachablöse? Viermal in Serie mussten die Basler zuletzt beim Stemmen des Meisterkübels YB den Vortritt lassen. Die Horror-Bilanz aus dieser Zeit: 18 Spiele, zehn Pleiten. Nur gerade viermal konnte der FCB in den vergangenen vier Jahren gegen die Berner gewinnen. In der vergangenen Saison betrug der Rückstand am Saisonende satte 31 Punkte. «YB ist Favorit», sagt darum auch FCB-Trainer Patrick Rahmen. «Doch wir sind dabei, die Lücke zu schliessen.»

FCB mit zwei Tagen weniger Pause

Beide Teams blicken auf eine turbulente Woche zurück, in der der FCB aber wohl mehr Körner verbraucht haben dürfte. Während sich YB bereits am Dienstag gegen Ferencvaros (3:2) für die Champions League qualifizieren konnte, mussten die Basler am Donnerstag in Schweden gegen Hammarby bis ins Penaltyschiessen. Immerhin reichte es am Schluss für das Ticket zur Conference League.

«Wir hätten uns natürlich auch lieber in 90 Minuten durchgesetzt», meint Rahmen vor dem Spitzenspiel. «Aber die Emotionen vom Donnerstag können sicherlich auch zusätzliche Kräfte freischalten.» Trotzdem hätte sich Rahmen einen Spitzenkampf unter anderen Vorzeichen gewünscht. «Für beide Teams», so der FCB-Coach.

Topscorer Cabral bleibt wohl

Kein Mitleid mit dem FCB hat Fabian Lustenberger. «Wir haben letztes Jahr auch alle drei oder vier Tage gespielt», sagt der verletzte YB-Captain im Interview mit 20 Minuten. «Es geht also nicht um Vor- oder Nachteil, sondern darum, dass man bereit sein muss.» Trotzdem dürften die Berner dank der zwei Tage mehr Pause deutlich frischer in den Spitzenkampf gehen. Hinzu kommt, dass das Liga-Spiel vom vergangenen Wochenende wegen der beiden CL-Quali-Spiele nach einem YB-Antrag verschoben wurde.

Gegen die ausgeruhteren Berner will der FCB und Trainer Rahmen dennoch auf Sieg spielen: «Unser Anspruch sind drei Punkte.» Dabei helfen soll natürlich Topscorer Arthur Cabral (15 Tore in zehn Spielen). Falls der Stürmer den FCB noch in diesem Sommer verlassen sollte, wäre das Duell gegen YB seine Abschiedsvorstellung. Danach sieht es aber nicht aus. «Aktuell haben wir nichts vorliegen, auf das wir reagieren müssten», sagt Rahmen.


https://www.20min.ch/story/anspruch-sin ... 6486315793

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. August 2021, 11:15 
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YB komplettiert die «nicht optimale» Basler Woche

Noch vor einer Woche konnte der FC Basel das erste Kräftemessen mit Meister YB kaum abwarten. Nach einer kräfteraubenden Woche mit Europacup-Zusatz ist der Optimismus zumindest leicht gewichen.

Während einem Monat spielte der FC Basel die perfekte Saison. Neun Siege in Serie reihte das Team von Patrick Rahmen ab dem 22. Juli aneinander, bis die Serie am vergangenen Sonntag, dem 22. August, in Lausanne mit einem 2:2 gestoppt wurde. Für den FCB und seine Fans war der Auftritt in Lausanne aber erst der Beginn einer emotionalen Berg-und-Talfahrt, die an diesem Sonntag bereits ihr drittes Kapitel schreiben wird, im vermeintlichen Spitzenspiel in Basel gegen Meister YB.

Eine entscheidende Frage am Sonntag wird sein, wie gut die Basler Equipe die Strapazen der letzten Tage verkraftet hat, körperlich und emotional. Zwar erreichte der FCB am Donnerstagabend in der schwedischen Hauptstadt Stockholm eine erste wichtige Wegmarke der Saison mit der Qualifikation für die Gruppenphase der Conference League, liess auf dem Weg dorthin allerdings viel Kraft liegen. Trotz eines 3:1-Polsters aus dem Hinspiel musste Basel gegen Hammarby IF den Umweg über die Verlängerung und das Penaltyschiessen nehmen, um das Playoff-Duell für sich zu entscheiden.

«Im Hinblick auf das Wochenende war das vielleicht nicht optimal», sagte Fabian Frei am Donnerstag nur Minuten nach dem Abpfiff in das Mikrofon des Schweizer Fernsehen SRF. Sein Coach Rahmen verstand den Sachverhalt derweil differenzierter: Gut für die Moral, weniger gut im Hinblick auf die Energiereserven, so durfte man die Aussagen des 52-Jährigen zumindest deuten.

Goldene Chance?

Immerhin wird Rahmen im Hinblick auf Sonntag sein Team eines nicht müssen: motivieren. Vier Meistertitel für die Berner in Folge sind für alle Akteure am Rheinknie mehr als genug. Und während sich der FCB in den letzten Saison meist zu Beginn der Meisterschaft ein Handicap eingehandelt hat, könnte er im Kampf um den Titel nun seinerseits die Berner frühzeitig distanzieren. Mit einem Sieg des FCB nähme der Titelverteidiger aus Bern – bei einem Spiel weniger – die neue Woche mit neun Punkten Rückstand auf den wohl ärgsten Widersacher in Angriff.

Dass die Berner die Meisterschaft mit nur einem Sieg aus drei Spielen aufgenommen haben, ist erklärbar. Der neue Coach David Wagner hat in den ersten Runden die Priorität auf die Qualifikationsspiele für die Champions League gelegt. Nach dem Sprung in die Gruppenphase der Königsklasse sind das 0:0 gegen Aufsteiger GC und das 0:1 gegen Sion einfach zu akzeptieren. Bei einer Niederlage gegen Basel am Sonntag wäre dies anders.

Seoanes letzter Gruss an YB?

Eine Vorentscheidung im Kampf um den Meistertitel fällt am Sonntag ohnehin noch nicht. Viel zu lang dauert die Saison noch, selbst die Kader der beiden Teams sind noch nicht fix. Basel könnte etwa seinen Topskorer Arthur Cabral verlieren, es wäre zweifelsohne eine merkliche Schwächung. In zehn Spielen in dieser Saison hat der 23-jährige Brasilianer schon 15 Tore erzielt.

Wie brasilianische Medien berichten, soll Bayer Leverkusen, das seit dieser Saison vom ehemaligen YB-Meistercoach Gerardo Seoane geführt wird, Interesse am Basler Stürmer bekunden. Schnappt sich Seoane den Goalgetter tatsächlich, wäre es sein letzter Gruss an seinen alten Verein.

Basel – Young Boys. – Sonntag, 16.30 Uhr. – SR Schärer. – Absenzen: Djiga, Padula, Quintilla, Zhegrova (alle verletzt); Lefort, Lustenberger, Monteiro, Nsame, Petignat (alle verletzt). – Statistik: Sowohl Meister YB als auch Herausforderer FC Basel haben ihr erstes Ziel in dieser Saison erreicht und bejubelten unter der Woche den Einzug in die Gruppenphase von Europacup-Wettbewerben. Während die Young Boys, die in der Champions League mittun, den Conference-League-Teilnehmer Basel auf europäischer Ebene abgehängt haben, könnte der Sonntag in der Meisterschaft ein umgekehrtes Bild liefern. Mit einem Heimsieg läge der FCB bei einem Spiel mehr bereits neun Punkte vor dem Titelverteidiger. In naher Vergangenheit beschieden Heimspiele den Baslern gegen YB allerdings keinen Erfolg. Aus den letzten drei Duellen in Basel resultierte kein Basler Sieg.


http://www.bluewin.ch/de/sport/fussball ... 59053.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. August 2021, 11:16 
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Patrick Rahmen vor YB: «Der Funke muss sofort überspringen»

YB kommt zum Spitzenkampf ins Joggeli. Der FCB läuft nach dem Kampf in Schweden auf dem Zahnfleisch. Soll aber von den Fans im Stadion getragen werden.

«Man hat gesehen, dass alle kaputt waren», sagt Patrick Rahmen nach der Rückreise aus Stockholm und vor dem anstehenden Spitzenkampf gegen YB. Der FCB musste beim Drama gegen Hammarby in die Verlängerung und ins Penaltyschiessen und hatte generell zwei Tage weniger Pause als der Meister.

Ein Duell auf Augenhöhe?

Zudem haben die Berner ihr Liga-Spiel in der Vorwoche gegen Lugano verschieben lassen. Die Akkus der Berner sind also voll. Während jene von Rotblau in den letzten Tagen ziemlich leer wirkten. Keine optimale Ausgangslage für den FCB: «Es wäre schön, wenn die Voraussetzungen für dieses Spiel anders wären. Aber wir nehmen es an und jammern nicht herum», so der FCB-Trainer.

Mental ist der FCB, genauso wie YB im Höhenflug. Beide Teams haben die Qualifikation für Europa geschafft. Ein Spektakel scheint heute Sonntag garantiert. «Durch den Sieg und das Erreichen der Gruppenphase sind wir extrem heiss. Schon im Flieger hat man gemerkt, wie sehr sich die Spieler auf dieses Spiel freuen», so Rahmen, der den Gast aus Bern aber trotz des hervorragenden Saisonstarts der Basler in der Favoritenrolle sieht: «Aufgrund der letzten Jahre sind sie zu favorisieren.

Jetzt sind sie sogar wieder in der Champions League. Wir hatten letztes Jahr 31 Punkte Rückstand auf sie. Das will ich zwar nicht zu hoch bewerten, weil wir jetzt in einer neuen Spielzeit sind. Wir sind dran diese Lücke zu verkleinern und haben den Anspruch am Sonntag die drei Punkte einzufahren», sagt Rahmen.

Die Fans im Rücken

Rund 25’000 Tickets hat der FCB im Vorfeld dieses Krachers an die Fans gebracht. Der St. Jakob-Park wird sich also gut gefüllt und stimmungsvoll präsentieren. Ein Faktor pro Rotblau – dessen ist sich Patrick Rahmen bewusst: «Ich freue mich auf die Emotionen. Dass das Stadion wieder gefüllt sein wird. Das wird ein wichtiger Punkt sein. Wir hoffen auf jeden Zuschauer, der uns unterstützt. In der Emotion drin und mit der Belastung der letzten Wochen, wird es eminent wichtig sein, dass uns die Leute unterstützen. Der Funke muss sofort überspringen, dass die Leute merken, dass wir von der ersten bis zur letzten Minute alles geben werden».


https://telebasel.ch/2021/08/29/patrick ... nel=105110

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. August 2021, 20:54 
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Spieler für Spieler

Der grosse Teamvergleich Basel gegen YB

Cabral oder Siebatcheu? Cömert oder Zesiger? Frei oder Martins? Wer hat in den Direktduellen auf den einzelnen Positionen die Nase vorn? In der Prognose sind es die Berner: 6:5. Gibts am Sonntag also einen Ein-Tore-Sieg von YB?

Lindner vs. Von Ballmoos

Der eine ist mit YB Serienmeister, der andere stieg sowohl mit GC als auch Wehen-Wiesbaden ab. Beim FCB als Nummer zwei gestartet, spielt Lindner bislang zwar fehlerlos und ist auf der Linie überragend. Die ganz grosse Präsenz im Strafraum aber besitzt der Österreicher nicht. Im Gegensatz zu Von Ballmoos.

Lopez vs. Maceiras

Der Basler wurde bei Real Madrid ausgebildet, bringt Zug auf die rechte Aussenbahn, ist derzeit besser drauf als Michael Lang. Und auch besser als Quentin Maceiras oder Silvan Hefti. Wobei sich die Frage stellt, ob der in Budapest rotgesperrte Hefti seinen Stammplatz überhaupt wiedererhält, denn Maceiras war dort besser als Hefti zuletzt.

Cömert vs. Zesiger

In der Nati-Hierarchie steht der Basler derzeit (noch) vor dem YB-Neuling, leistungsmässig aber hat Zesiger die Nase vorn. Weil er weniger Fehler macht als sein Basler Konkurrent. Cömert erwischte zuletzt beim 2:2 gegen Lausanne einen schwachen Tag, Zesiger legt bislang eine überzeugende Saison hin. Höhepunkt ist sein Treffer bei Ferencvaros.

Pelmard vs. Camara

Zuletzt gegen Hammarby zwar etwas nonchalant, als er am eigenen Strafraum dribbelt. Grundsätzlich aber verfügt der Franzose über alles, was einen modernen Innenverteidiger ausmacht. Mit Ausnahme seiner Körpergrösse (1,80 m). Konkurrent Camara ist zwar 11 Zentimeter grösser, aber sehr fehleranfällig, auch wenn er in Budapest fehlerfrei war.

Petretta vs. Garcia

Hätte der FCB-Verteidiger gegen Hammarby seine Top-Chance genutzt, die Basler hätten nicht in die Verlängerung gemusst. Auch defensiv mit Schwächen. Garcia hingegen ist derzeit in Top-Form. Beim 3:2 im Hinspiel gegen Ferencvaros überragend - und Torschütze sowie Assistgeber!

Xhaka vs. Aebischer

Der FCB-Terrier läuft in solchen Duellen immer besonders heiss, was bei der zu erwartenden hitzigen Atmosphäre ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein kann. Aebischer kann die Sparte «Terrier» zwar auch. Aber er ist derzeit nicht so dominant wie auch schon, weshalb ihm Vincent Sierro die Chefposition derzeit streitig macht. In Budapest spielte der Walliser.

Frei vs. Martins

Der Luxemburger ist derzeit in überragender Form, überzeugt als Ball-Staubsauger, ist Hirn des Berner Spiels. Auch Frei ist gut drauf, spielte zuletzt aber oft in der Innenverteidigung. Auch gegen YB? Oder zieht ihn Rahmen nach vorne? Als Frei gegen Hammarby plötzlich im zentralen Mittelfeld spielt, läufts wieder rund.

Males vs. Fassnacht

Wie wichtig der YB-Flügel für eine Mannschaft ist, hat er im EM-Achtelfinal gegen Frankreich gezeigt, als er zwei Bälle erobert, die zu Toren führen. Und mit seinem blitzsauberen 1:1 in Budapest. Males hingegen darf derzeit nur von der Nati träumen und hat gegen Hammarby keine Stricke zerrissen.

Esposito vs. Elia

Für solche Spieler kommen die Leute ins Stadion. Beide sind spektakulär, torgefährlich, machen Spass. Esposito hat derzeit die Nase vorn, weil der FCB besser in die Saison gestartet ist. Es ist allerdings eine sehr enge Kiste, denn auch die YB-Rakete ist gut drauf, hat gegen Ferancvaos zwei Assists geliefert.

Stocker vs. Ngamaleu

Es ist beeindruckend, wie der FCB-Captain nach seiner letztjährigen Suspendierung zurückgekommen ist und das Ruder an sich gerissen hat. Im Vergleich zum YB-Flügel hat der Innerschweizer aber trotzdem die zwei auf dem Rücken. Obwohl der Kameruner in den Champions-League-Playoffs das war, was man von ihm erwartet: Unterschiedausmacher.

Cabral vs. Siebatcheu

An König Arthur führt derzeit kein Weg vorbei. In Hammarby verwertete er die beiden entscheidenden Penaltys eiskalt. Der Brasilianer hat in 10 Spielen in dieser Saison sagenhafte 15 Tore erzielt. Nsame-Ersatz Siebatcheu kommt gerade einmal auf einen Drittel dieser Zahl. Gegen Farencvaros schwächelte der US-Franzose gar, mit dem verschossenen Penalty als negativen Höhepunkt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 87967.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 29. August 2021, 20:56 
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Ex-FCB- und -YB-Spieler Siegenthaler blickt zurück

Nach dem Cupfinal fuhr ihn die Polizei nach Hause!

55 Jahre hat Urs Siegenthaler für den Fussball gelebt. Als Spieler, als Trainer, als Chefscout beim DFB. Vor dem Duell seiner Ex-Vereine blickt der 74-Jährige zurück und erzählt seine besten Anekdoten.

Es gibt Fussballer, die drucken Visitenkarten mit ihren früheren Erfolgen. Und dann gibts Typen wie Urs Siegenthaler. Die wissen nicht, wie viele Titel sie mit Basel und YB gewonnen haben. Und wollen das auch nicht wissen. «Die Vergangenheit ist Angeberei, die Zukunft eine Herausforderung», sagt der 74-Jährige. Siegenthaler sitzt in einem Basler Café am Rhein und sieht um Jahre jünger aus, als er ist. Über 55 Jahre im Fussballgeschäft scheinen spurlos an ihm vorbeigegangen zu sein.

Vor dem Duell seiner beiden Ex-Vereine blickt Siegenthaler zurück. Auf ein Leben für und mit dem Fussball.

Profi beim FCB

300 Franken bekommt der Jung-Profi, als er 1967 für die erste Mannschaft des FCB debütiert, nebenbei besucht der angehende Architekt die Akademie der bildenden Künste in Wien. «Der damalige Trainer Helmut Benthaus meinte aber, ich müsse mich entscheiden, ob ich für den FCB spielen oder studieren wolle», sagt Siegenthaler. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Kleinbasler entscheidet sich für Ersteres, macht sich nebenbei aber selbständig, gründet drei Jahre nach dem Profi-Debüt eine AG, die auch 50 Jahre später noch erfolgreich wirtschaftet. Als Spieler macht er sich als Defensivspezialist einen Namen, der prägnante Schnauzer wird auf dem Feld zum Markenzeichen. Darüber sprechen möchte er nicht gross: «Ich habe meiner Tochter und meinem Sohn immer gesagt, dass es unwichtig sei, was ich in der Vergangenheit geleistet habe. Wichtig ist das Hier und Jetzt.»

Profi bei YB

Mitte der 70er Jahre wechselt Siegenthaler zu den Young Boys, holt mit den Bernern den Cupsieg gegen St. Gallen, fährt nach der Feier im eigenen Auto nach Basel und gerät kurz nach Burgdorf in eine Polizeikontrolle. Als der Polizist fragt, ob er «der YB-Sigu» sei, nickt der von der Party Gezeichnete und glaubt, dass er nun mit ernsthaften Konsequenzen rechnen müsse. Der Beamte aber schickt Siegenthaler auf den Beifahrersitz und fährt den völlig verdutzten Fussballprofi zurück ins Baselbiet. «Zum Dank erhielt er ein Billett für einen YB-Match.» Neben dem FCB und YB spielt Siegenthalter noch für Xamax, Winterthur und Schaffhausen.

Trainer-Karriere

Anfang der 80er Jahre steigt Siegenthaler beim FC Laufen als Trainer ein, führt den Klub von der 1. Liga in die NLB, arbeitet danach als Assistent von Daniel Jeandupeux in Toulouse. Dann übernimmt er den FCB und rettet den Klub nach eigener Aussage vor dem drohenden Konkurs. «Wir mussten im Winter Tannenbäume verkaufen, um Geld reinzuholen», sagt Siegenthaler. «Zeitweise haben etliche bei mir geschlafen, weil sie die Miete für ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen konnten.» Einmal blieb der Teambus auf der Rheinbrücke stehen, weil kein Benzingeld vorhanden war. Gar auf Warmwasserduschen mussten die Basler phasenweise verzichten. Dass der sportliche Erfolg aufgrund der prekären Verhältnisse ausbleibt, ist nicht überraschend. Ende der 80er Jahre steigt der FCB in die NLB ab.

Chefscout beim DFB

Vor ein paar Wochen geht Siegenthalers Engagement beim deutschen Fussballbund (DFB) zu Ende. Nach 17 Jahren. Weil sein Freund und langjähriger Weggefährte Jogi Löw den Sessel räumt, ist auch für Siegenthaler Schluss. Es ist das Ende einer Ära, die 2004 mit einem Kafi im Restaurant «goldener Stern» in Basel beginnt und im Weltmeistertitel 2014 seinen Höhepunkt findet. Ein Jahr zuvor verliert Siegenthaler seinen Kumpel im brasilianischen Stau, nur eine von unzähligen amüsanten Anekdoten. «Ich war am Confederations-Cup und hatte von Jogi den Auftrag, die Partie zwischen Nigeria und Uruguay zu schauen, als er plötzlich anruft und sagt, dass er auch nach Brasilien fliegen werde.» Siegenthaler warnte seinen Kumpel noch, dass er frühzeitig anreisen solle, weil das Verkehrschaos unglaublich sei. Prompt bleibt Löw stundenlang im Stau stecken und fliegt – dermassen entnervt – gleich wieder zurück nach Deutschland.

Berater bei YB

Es ist ein legendäres Interview, das Urs Siegenthaler im Herbst 2016 gibt. In der FCB-Loge sitzend, hinter ihm die Basler Muttenzerkurve, sagt der damalige YB-Berater, dass es «völlig unrealistisch» sei, den damals noch übermächtigen FC Basel anzugreifen. Eine Aussage, die bei den YB-Bossen nicht auf uneingeschränkte Begeisterung stösst. Nur: Zu jenem Zeitpunkt wartet Gelb-Schwarz seit 30 Jahren auf einen Meistertitel, der FCB hingegen ist das Mass aller Dinge, schwimmt im Geld und reiht Rekord an Rekord. «Ich bereue meine Aussage von damals nicht», sagt Siegenthaler. Es sei nun mal so gewesen. Zudem habe er bei den Bernern keine offizielle Funktion gehabt. «Ich war weder bestimmt noch gewählt», so der 74-Jährige. «Und dies war die Bedingung meinerseits, weil ich zu jenem Zeitpunkt noch beim DFB angestellt war.»

Jenes Engagement endet vor ein paar Wochen nach 17 Jahren. Für Siegenthaler geht das vorläufig letzte Kapitel eines bewegten Fussballerlebens zu Ende. Am Sonntag wird er wieder einmal im Joggeli sitzen, wenn die Basler YB mal wieder auf Augenhöhe begegnen.

Wem Siegenthaler die Daumen drückt, möchte er nicht verraten. FCB-Trainer Patrick Rahmen sei aber ein langjähriger Freund. «Ihm wünsche ich alles Gute und viel Erfolg.»

Ob auch in diesem Spiel etwas Unerwartetes geschehen wird? Siegenthaler jedenfalls wird sich nach 55 Jahren im Fussballgeschäft nicht mehr überraschen lassen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 88618.html

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Traumtor, Platzverweis und Schiri-Ärger – hitziger Spitzenkampf endet 1:1

Der Spitzenkampf zwischen dem FC Basel und YB hält alles, was er verspricht. Nach der frühen Führung wird der Berner Sturmlauf durch eine Schiedsrichter-Entscheidung abrupt gestoppt.

on Anfang an ist Pfeffer drin im Spitzenkampf. Nach vier Minuten haut Frei den Ball mit der ersten FCB-Chance über das Tor. Danach übernimmt YB das Zepter, ein Schuss von Ngamaleu zischt nach 13 Minuten knapp am Gehäuse von FCB-Goalie Lindner vorbei.

In der 20. Minuten fällt schliesslich der verdiente Berner Führungstreffer – unter gütiger Mithilfe der FCB-Abwehr. Elia kommt im Strafraum an den Ball, lässt die hüftsteifen Pelmard und Cömert stehen und legt zur Mitte. Dort drückt Siebatcheu den Ball über die Linie.

Kasami scheitert am Pfosten

In einem harten und intensiven Spitzenkampf lässt Schiedsrichter Sandro Schärer zu Beginn viel laufen – zu viel für den Geschmack von FCB-Trainer Rahmen. Er beklagt sich derart lautstark, dass er Mitte der ersten Hälfte die gelbe Karte gezeigt bekommt.

YB drückt mit der Führung im Rücker weiter, Siebatcheu und Fassnacht verpassen mit dem Kopf. Aus dem Nichts kommt der FCB nach 40 Minuten beinahe zum Ausgleich. Kasamis Kopfball landet aber nur am Pfosten.

Umstrittener Blitz-Platzverweis für YB

15-Tore-Mann Cabral? Der steht kurz vor der Pause ein erstes Mal im Mittelpunkt. Nach einer Rudelbildung sehen der Brasilianer und Maceiras Gelb. Nur wenige Sekunden später folgt der grösste Aufreger der ersten Hälfte. Eben jener Maceiras spielt zunächst den Ball, rutscht dann aber weg und kracht in Cabral. Gelb-Rot und Blitz-Platzverweis für den YB-Verteidiger! Ein umstrittener Entscheid, weil es sich aber nicht um einen direkten Platzverweis handelt, darf sich der VAR nicht einschalten.

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff brennt es endgültig im Joggeli. Esposito schlenzt einen Freistoss aus 20 Metern in den Winkel: 1:1 – der FCB ist zurück im Spitzenkampf!

Cabral verpasst Siegestreffer

Nach dem Ausgleich ist erst einmal Durchatmen angesagt. Erst nach 65 Minuten lanciert der FCB die Schlussphase. Cabral zimmert den Ball nach einem schön vorgetragenen Konter aber übers Tor. Rahmen wechselt, bringt Lang und Palacios. Ersterer läuft auf der rechten Seite durch und spielt scharf zur Mitte. Cabral verpasst den Führungstreffer mit der Hacke nur um wenige Zentimeter.

Kurz darauf flankt Petretta in den Strafraum – wieder Cabral, wieder kein Tor. So bleibts bis zum Schluss beim Unentschieden. Mit dem Punkt dürften am Schluss beide Teams leben können.


https://www.20min.ch/story/wer-gewinnt- ... 1619381093

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Alle Highlights im Video:

Über diesen YB-Platzverweis gegen Basel diskutiert die Fussball-Schweiz

Der Spitzenkampf zwischen dem FC Basel und YB hielt alles, was er verspricht. Nach der frühen Führung wird der Berner Sturmlauf durch eine Schiedsrichter-Entscheidung abrupt gestoppt.


https://www.20min.ch/video/traumtor-pla ... 5001367383

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FC Basel gegen die Young Boys

YB-Trainer nach 1:1 in Basel sauer: «Das ist nicht in Ordnung»

Kein Sieger zwischen dem FC Basel und den Young Boys. Nach dem 1:1 bleiben die Basler sechs Punkte vor YB. Knackpunkt ist die Gelb-Rote Karte gegen einen Berner.

Die vielleicht entscheidende Szene ereignet sich in der 43. Minute. Quentin Maceiras ist im Zweikampf mit Fabian Frei, er wird gestossen, kommt ins Straucheln. Er gerät in das nächste Duell mit Arthur Cabral, spielt einen Pass nach links – und trifft danach im Fallen den Brasilianer am Fuss. Schiedsrichter Sandro Schärer zeigt dem Rechtsverteidiger der Young Boys die Gelb-Rote Karte.

Ein sehr harter Entscheid, der das Gesicht des Spiels komplett verändert. Entsprechend verärgert ist YB-Trainer David Wagner nach dem Spiel. «Das ist einfach nicht in Ordnung. Das ist einfach zu hart, was dort entschieden wurde. Und entsprechend ist das Spiel danach in eine ganz andere Richtung gelaufen.»

Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Berner in diesem Spiel der Schweizer Schwergewichte drückend überlegen. Sie sind auch zurecht in Führung. FCB-Innenverteidiger Eray Cömert verhält sich im Zweikampf mit Meschack Elia viel zu passiv. Der YB-Stürmer kann den Ball von der Grundlinie in die Mitte lupfen – und dort trifft Jordan Siebatcheu zur Berner Führung.

Die vielleicht entscheidende Szene ereignet sich in der 43. Minute. Quentin Maceiras ist im Zweikampf mit Fabian Frei, er wird gestossen, kommt ins Straucheln. Er gerät in das nächste Duell mit Arthur Cabral, spielt einen Pass nach links – und trifft danach im Fallen den Brasilianer am Fuss. Schiedsrichter Sandro Schärer zeigt dem Rechtsverteidiger der Young Boys die Gelb-Rote Karte.

Ein sehr harter Entscheid, der das Gesicht des Spiels komplett verändert. Entsprechend verärgert ist YB-Trainer David Wagner nach dem Spiel. «Das ist einfach nicht in Ordnung. Das ist einfach zu hart, was dort entschieden wurde. Und entsprechend ist das Spiel danach in eine ganz andere Richtung gelaufen.»

Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Berner in diesem Spiel der Schweizer Schwergewichte drückend überlegen. Sie sind auch zurecht in Führung. FCB-Innenverteidiger Eray Cömert verhält sich im Zweikampf mit Meschack Elia viel zu passiv. Der YB-Stürmer kann den Ball von der Grundlinie in die Mitte lupfen – und dort trifft Jordan Siebatcheu zur Berner Führung.

19 Minuten sind da gespielt. Und wenig deutet darauf hin, dass die Basler YB noch einmal fordern könnten. Zumal sie nach ihrem kräfteraubenden Spiel in Stockholm gegen Hammarby vom Donnerstag nicht sonderlich frisch wirken.

Aber eben, dann kommt dieser Platzverweis gegen Maceiras. Und Basel schöpft noch einmal Hoffnung. Aus dem Spiel geht auch mit elf gegen zehn Mann wenig. Aber es gibt ja noch Standardsituationen.

Cömert und Sebastiano Esposito diskutieren in der 52. Minute lange, wer den direkten Freistoss aus rund 18 Metern treten darf. Der 19-jährige Italiener setzt sich durch – und setzt den Ball perfekt über die Mauer.

Vor über 30'000 Zuschauern bleibt es bei diesem 1:1. Es ist ein gerechtes Resultat, auch wenn Cabral einmal mit einem Hackentrick nahe am 2:1 ist. Ein Sieg wäre aber ein zu guter Lohn gewesen für den FCB. Oder eine zu harte Strafe für YB.

Am Ende wirkten beide Teams zufrieden mit der Punkteteilung. Die Basler bleiben sechs Punkte vor dem grossen Rivalen. Und YB muss nicht als Verlierer nach hause reisen. Der Saisonstart der Berner ist zwar mit bloss fünf Punkten aus vier Spielen mässig. Aber das Team hat genügend Qualität, um bald nicht nur von der Leistung her, sondern auch punktemässig in Richtung Spitze vorzustossen.

https://www.bernerzeitung.ch/vor-dem-du ... 4430112332

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Basel - YB 1:1

Ein Witz, der nicht zum Lachen ist

Die Young Boys agieren schwungvoll, dominant und führen in Basel 1:0. Dann werden sie von Schiedsrichter Sandro Schärer durch einen sehr fragwürdigen Platzverweis ausgebremst.

Noch einmal wird es laut im Basler St.-Jakob-Park. Dabei ist dieses manchmal hitzige, über weite Strecken unterhaltsame Spitzenspiel schon zu Ende. FCB-Verteidiger Michael Lang steht vor der Muttenzerkurve, er gibt dem hauseigenen Sender ein Interview, das auf den Stadion-Bildschirmen übertragen wird.

Lang ist unzufrieden mit dem Vorprogramm. Er streicht heraus, dass YB am vorvergangenen Wochenende spielfrei gewesen sei und vor dieser Partie auch noch zwei Tage mehr Zeit zur Vorbereitung gehabt habe. Für seine Worte wird Lang von den YB-Fans ausgepfiffen. Vom eigenen Anhang erntet er Applaus.

Jeder hat seine Sicht der Dinge, auch das macht den Fussball aus. So entstehen Diskussionen. Und oft gibt es nicht die eine richtige Meinung, sondern können Tatsachen verschieden interpretiert werden.

Aber es gibt Ausnahmen. Die Szene, die dieses Spiel am stärksten prägt, ist so eine. Quentin Maceiras sieht von Schiedsrichter Sandro Schärer in der 43. Minute die Gelb-Rote Karte, obwohl er zuvor im Dribbling von Fabian Frei geschubst wurde, den Ball spielte und erst dann Arthur Cabral unabsichtlich am Fuss traf. Es ist ein offensichtlicher Fehlentscheid, einer, der vom Videoschiedsrichter aber nicht korrigiert werden kann. Dieser darf nur direkte Platzverweise überprüfen. Eine Regel, die zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit des VAR angepasst werden sollte.

Der Aussetzer des Talents

Schärer gilt als bester Spielleiter der Schweiz. Die Verantwortlichen des Schiedsrichterwesens hoffen, dass er bald in die höchste Gruppe der europäischen Unparteiischen aufsteigen und dann Partien der Champions League leiten kann. Doch am Sonntag erwischt der 33-Jährige vor einer Kulisse, die mit 30’027 Zuschauern Königsklasse-Niveau hat, keinen guten Tag.

Kurz vor der Szene mit Maceiras verwarnte er schon Michel Aebischer, obwohl auch dieser deutlich den Ball spielte. Schärer zeigt insgesamt zehn Gelbe Karten, er pfeift kleinlich, er tut, was ein Schiedsrichter nicht tun sollte: Er manövriert sich in den Mittelpunkt und bremst das Geschehen.

Die Gelbe Karte für Aebischer sei ein Witz gewesen, sagt YB-Trainer David Wagner. «Bei Maceiras konnte ich dann nicht mehr lachen.» Er wisse, dass er nicht mehr in England tätig sei, sagte der Deutsche in Anspielung auf die ruppige Gangart auf der Insel. «Aber die Gelb-Rote Karte ist viel zu hart. Das geht nicht in Ordnung.»

Wie ein einziger langer Berner Überfall

Die Partie wird durch den Platzverweis nachhaltig beeinflusst. Davor ist YB dominant, es macht nicht den Anschein, als würden die Young Boys gegen ihren ärgsten Konkurrenten spielen. Sie pressen hoch, erobern Bälle, das Geschehen wirkt wie ein einziger langer Berner Überfall. Das Team von Wagner kommt fast im Minutentakt vors Tor des Heimteams. Entlastung für Basel? Fehlanzeige.

Jordan Siebatcheu bringt YB nach 20 Minuten in Führung. Der von Real Madrid gekommene Sergio López zahlt beim Gegentor gegen Nicolas Ngamaleu einmal mehr Lehrgeld, sein Konto müsste längst leer sein. Und Andy Pelmard wird von Meschack Elia düpiert. Es ist ein harter Faktencheck für die zuletzt hochgelobten jungen Basler. Sebastiano Esposito kann sich nicht in Szene setzen.

Und Arthur Cabral, der zuvor in zehn Partien fünfzehn Treffer erzielte, ist bei den YB-Verteidigern Mohamed Camara und Cédric Zesiger bestens aufgehoben. Einmal nur wird der FCB gefährlich, Kasami setzt nach einem Freistoss den Kopfball an den Pfosten. YB verzeichnet 11:4 Schüsse, 6:0 Corner. So geht das 43 Minuten. Dann kommt Schärer und wendet die Partie.

Halbzeiten wie Tag und Nacht

Halbzeit eins und zwei sind wie Tag und Nacht. Anders als im Hinspiel gegen Ferencváros, als Silvan Hefti früh die Rote Karte sah, kann YB in Basel mit einem Spieler weniger keine Entlastung schaffen. Der FCB ist nun überlegen, aber er braucht erneut eine Standardsituation, um zu einer Gelegenheit zu kommen. Esposito tritt sie, und er tut es derart vorzüglich, dass YB-Goalie David von Ballmoos keine Chance hat: 1:1 nach 52 Minuten, die effizienten Basler erwischen den perfekten Start zur zweiten Halbzeit. Sie sind jetzt auf Kurs zum Sieg.

Eine Niederlage würde die Young Boys bei einem ausgetragenen Spiel weniger schon um 9 Punkte distanzieren, es wäre eine Hypothek, die den Druck im Herbst, wenn die Champions League alles überstrahlen wird, deutlich erhöhen würde. Aber die Gäste wehren sich leidenschaftlich, auch wenn einige ihrer Spieler auf dem Zahnfleisch gehen.

Elia ist längst müde gelaufen, ebenso Christian Fassnacht, der ständig in der Defensive aushelfen muss. Der Nationalspieler geriet übers Wochenende mit Wechselgerüchten in die Schlagzeilen. Er wird aber in Bern bleiben.

Zwei Chancen erarbeiten sich die Basler noch. Beide vergibt Cabral vor Anbruch der Schlussphase. «Ich bin stolz, wie die Mannschaft in Unterzahl gekämpft hat», sagt YB-Sportchef Christoph Spycher. Mit dem Punktgewinn ist er aufgrund von Schärers Eingriff nicht zufrieden. «Das Team hätte mehr verdient.»


https://www.bernerzeitung.ch/ein-witz-d ... 4037372262

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