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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Juli 2020, 21:44 
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Geglückte UmstellungenFassnachts

Präsenz, Zesigers Robustheit

YB-Trainer Gerardo Seoane verzichtet gegen Lugano lange auf einen nominellen Stürmer. Mit Erfolg.

Trifft er, läufts YB. Fehlt er, stockt die offensive Maschinerie der Young Boys. Die Abhängigkeit des Meisters von seinem Topskorer Jean-Pierre Nsame ist in dieser Saison immer wieder offenbart worden. Was tun also, wenn der 23-fache Torschütze nach seinem Platzverweis letzten Dienstag in Genf gesperrt fehlt?

Es ist eine Frage, auf die es vor noch nicht allzu langer Zeit nur eine Antwort gegeben hätte, doch Guillaume Hoarau, der 2019 erstmals als bester Torschütze der Super League ausgezeichnet wurde, sitzt gegen Lugano 90 Minuten auf der Bank. Wie Gerardo Seoane später erklärt, wäre der Franzose höchstens für die Schlussphase zum Einsatz gekommen, falls der Spielverlauf ein Umstellen auf lange, hohe Bälle benötigt hätte. Dieses taktische Mittel braucht es gegen harmlose Luganesi nicht. Und der YB-Trainer ist nicht unfroh, Hoarau aufgrund seiner gegen Thun erlittenen Wadenverletzung gar nicht einsetzen zu müssen. «Wir wollen bei Gui nichts riskieren, weil er wichtig für uns ist», sagt Seoane.

Der 41-Jährige entscheidet sich auch nicht für die anderen nominellen Stürmer im Kader, Meschack Elia und Felix Mambimbi, die beide zu Teileinsätzen kommen, sondern für Christian Fassnacht, der vom Flügel ins Zentrum rückt. Es ist eine Position, die der 26-Jährige in seiner Karriere auch schon gespielt hat, wenn auch nicht oft. Er sagt, es sei schon eine Umstellung, ganz vorne zu spielen. Er müsse zwar weniger laufen, aber trotzdem anspielbar sein. «Ich habe versucht, in der Mitte Präsenz zu markieren», sagt Fassnacht, der vor dem ersten Tor Jordan Lotomba lancierte und später knapp an einem eigenen Erfolgserlebnis vorbeischrammte. «Ich hätte gern noch ein paar weitere Aktionen gehabt.» Seoane sagt, die Besetzung des Sturms sei sicher nicht ideal gewesen, «aber einen Spieler wie Nsame kann man eh nicht ersetzen.»

Bescheiden und glücklich

In der Innenverteidigung kam derweil Cédric Zesiger erstmals seit Wiederaufnahme der Meisterschaft von Anfang an zum Zug. In der Vorrunde war der 22-Jährige lange Zeit gesetzt gewesen. Jetzt, wenn mit Sörensen, Lefort, Camara und Lustenberger starke Konkurrenz bereitsteht, ist der Einfluss des Seeländers geringer geworden. Gegen Lugano gibt Zesiger jedoch eine gute Visitenkarte ab, rettet mehrmals für seinen teils fehlerhaften Nebenmann Camara, gibt sich robust und zweikampfstark. Es sei ihm sicher nicht schlecht geglückt, dieses erste Spiel in der Startelf seit dem 1. Februar, sagt Zesiger. «Ich bin einfach glücklich, konnte ich wieder einmal 90 Minuten spielen.» Zu sehr in den Fokus gerückt werden möchte er nicht, schliesslich habe er in der Vorrunde auch wegen der Verletzungen der Mitspieler so viel gespielt, meint Zesiger. «Jetzt will ich einfach jede Minute nutzen, die ich bekomme.» Gestern ist ihm das geglückt.


https://www.bernerzeitung.ch/fassnachts ... 1729097941

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Juli 2020, 21:45 
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Die EinzelkritikYB-Noten:

Zesiger bewirbt sich für grössere Rolle

Der junge Innenverteidiger ist beim 3:0 gegen Lugano der klar beste YB-Spieler

David von Ballmoos – 4,0

Der Goalie muss keinen einzigen Schuss abwehren, obwohl Lugano gerade in der ersten Halbzeit zu Chancen kommt. Erlebt so eine geruhsame Premiere im Wankdorf.

Saidy Janko – 3,5

Ob der Rechtsverteidiger auch nächste Saison für YB spielt, ist offen. Erlebt nicht seine beste Phase, in der Defensive zwar solid, mit dem Ball am Fuss aber uninspiriert.

Mohamed Camara – 4,0

Trainer Seoane zählt den Innenverteidiger zu den potenziellen Führungsspielern. Tritt gegen Lugano allerdings nicht wie ein Abwehrchef auf, ist im Stellungs- wie im Passspiel fehlerhaft. Nach der Pause verbessert, Camaras Auftritt wäre aber ungenügend geblieben, hätte er in der Nachspielzeit nicht nach einem Corner mit einer wunderbaren Einzelaktion das 3:0 erzielt.

Cédric Zesiger – 5,5

Erstmals seit der Wiederaufnahme der Saison von Beginn an im Einsatz. Nutzt die Chance, bügelt nach 28 Minuten einen Fehler Camaras aus, als er den Schuss von Holender blockt. Verliert nie den Fokus und ist mit seiner Zweikampfstärke ein Gewinn.

Jordan Lotomba – 4,5

Steht im Fokus von OGC Nizza. Zeigt im Offensivspiel gute Ansätze, seine Direktabnahme wird von Yao zum YB-Führungstreffer ins Tor gelenkt. Der junge Linksverteidiger will zuweilen zu viel und verliert so einige Bälle.

Fabian Lustenberger – 4,5

Der Captain kommt erneut im defensiven Mittelfeld zum Zug. Wird vom jungen Guidotti mehrmals hart angegangen, bewahrt die Fassung und absolviert seine Aufgaben insgesamt äusserst solid.

Christopher Martins 3,5

Deutlich fehlerhafter als Nebenmann Lustenberger. Als Martins wieder einmal das Spiel verschleppt, wirkt Trainer Seoane angesäuert. Muss sich steigern.

Nicolas Ngamaleu – 4

Erst am rechten Flügel, dann im Sturm. Ngamaleu ist mit seiner Schnelligkeit ein Unruheherd, er lässt allerdings gerade in der ersten Halbzeit Zielstrebigkeit vermissen. Verzieht einmal, legt dann in guter Position ungenau zurück.

Gianluca Gaudino – 4,5

Füllt die Rolle im zentralen, offensiven Mittelfeld gewohnt ballsicher aus. Findet im massiven Defensiv-Konstrukt – die Tessiner agieren gegen den Ball mit Fünferkette – jedoch kaum eine Lücke. Bei seinen Abschlüssen ohne Glück, sein Corner wird von Yao aber zum 2:0 ins Tor gelenkt. Das bringt Gaudino einen Assist ein.

Miralem Sulejmani – 4

Beginnt auf dem linken Flügel, streichelt ein paarmal mit dem linken Fuss vorzüglich den Ball, ist von der Form seiner besten Tage aber noch ein gutes Stück entfernt. Kommt mit einem Freistoss dem Tor relativ nahe.

Christian Fassnacht – 4,5

Startet als Sturmspitze und hat in der YB-Offensive nun schon auf jeder Position gespielt. Fremdelt erst leicht mit der neuen Aufgabe, hat in der ersten Halbzeit seine beste Szene, als er vor dem 1:0 Lotomba freispielt. Wird gefährlicher, als er Unterstützung von Ngamaleu erhält, verpasst nach Vorarbeit des Kameruners zweimal knapp.

Michel Aebischer – 4,0

69. Minute für Sulejmani. Hilft mit seiner Ballsicherheit, die Führung zu verwalten. Tritt vor Camaras 3:0 den Eckball.

Marvin Spielmann

79. Minute für Ngamaleu. Für eine Benotung zu kurz im Einsatz.

Felix Mambimbi

79. Minute für Gaudino. Für eine Benotung zu kurz im Einsatz.

Meschack Elia

85. Minute für Fassnacht. Für eine Benotung zu kurz im Einsatz.

Jordan Lefort

85. Minute für Lotomba. Für eine Benotung zu kurz im Einsatz.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-z ... 4232636655

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Juli 2020, 21:48 
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Luganos Yao als Pechvogel

YB tut sich schwer, siegt aber – auch dank 2 Eigentoren

- Die Young Boys gewinnen im Wankdorf gegen Lugano mit 3:0.
- Eloge Yao avanciert mit 2 Eigentoren zum Unglücksraben der Partie.
- Dank dem Sieg bleibt YB am ebenfalls siegreichen St. Gallen dran.
- Im 3. Sonntagsspiel schlägt Luzern Thun.

Nein, Eloge Yao wird Spiel 1 zurück im Berner Wankdorf nicht in guter Erinnerung behalten. Der Verteidiger von Lugano erzielte zwar 2 der 3 Treffer des Spiels. Beide allerdings auch auf der falschen Seite. Und in beiden Fällen konnte einem Yao leidtun:

- 32. Minute: Jordan Lotomba zieht aus ungünstigem Winkel direkt aus der Luft ab. Der Schuss misslingt, doch Yaos Ablenker macht den Ball wieder scharf. Lugano-Goalie Noam Baumann hat keine Chance.

- 59. Minute: Miralem Sulejmanis Eckball auf den langen Pfosten prallt an Yaos Rippen und findet von da den Weg in die Maschen. Auch in diesem Fall kann Baumann nicht mehr retten.

Von den beiden Nackenschlägen wussten sich die Gäste nicht mehr zu erholen. In den Schlusssekunden sorgte Mohamed Camara mit einem Geschoss aus kurzer Distanz noch dafür, dass auch ein YB-Spieler auf der Torschützenliste erscheint.

Lugano mit Vorteilen in Halbzeit 1

Das am Ende deutliche Resultat widerspiegelt das Spielgeschehen nicht ganz. Die Young Boys zogen nicht ihren besten Tag ein. Besonders in der 1. Halbzeit profitierten die Berner auch von der fehlenden Kaltschnäuzigkeit Luganos im Abschluss. Nach etwas weniger als einer halben Stunde konnte Filip Holender aus aussichtsreicher Position abschliessen, brauchte dafür aber zu viel Zeit.

Nur wenige Sekunden später ermöglichte ein fürchterlicher Rückpass von Camara die Riesenchance für Franklin Sasare. Doch der Nigerianer in Reihen der Luganesi verstolperte die grosse Möglichkeit auf die Führung.

Nach dem ersten Eigentor durch Yao geriet YB nicht mehr wirklich in Gefahr und kontrollierte das Spiel nach der Pause ohne zu glänzen nach Belieben.

Das weitere Programm

Weil auch St. Gallen am Sonntag siegreich war, beträgt der Rückstand der Berner auf die Ostschweizer weiter 2 Punkte. Am Mittwoch geht's für YB zuhause weiter mit dem Derby gegen Thun.

Lugano seinerseits könnte den Young Boys nach den beiden Eigentoren am kommenden Donnerstag ein weiteres Geschenk machen. Dann empfangen die Tessiner Leader St. Gallen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... eigentoren

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Juli 2020, 21:54 
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Berner bleiben FCSG im Nacken

Warum schaltet sich hier der VAR nicht ein?

Dank gütiger Mithilfe des Gegners und etwas Glück gewinnt Meister YB im Wankdorf 3:0 und bleibt St. Gallen auf den Fersen.

Das gab zu reden: Da schau einer mal, wo der Ball vor dem Corner von Gianluca Gaudino zum 2:0 liegt... (siehe Video oben). Klarer Fall: Tor irregulär. Der VAR bleibt stumm, somit avanciert Eloge Yao mit seinem zweiten Eigentor endgültig zum Unglücksraben der heutigen Partie.

So siehts im Meisterrennen aus: Alles unverändert. St. Gallen ist weiterhin zwei Punkte vor YB an der Spitze. Die Ostschweizer schlagen Krisen-Sion knapp mit 2:1 und bleiben Leader.

Das Spiel: Passend zur «Rückkehr» ins Wankdorf bringt der FC Lugano nicht nur das gute Wetter aus der Sonnenstube mit, er hat auch noch Geschenke im Rucksack. Das Ganze spielt sich in Person von Eloge Yao ab: Er schiesst YB mit zwei Eigentoren zum Sieg – da tut es auch nichts mehr zur Sache, dass YB ohne Super-Stürmer Nsame (3 Spielsperren) offensiv nur ein maues Lüftchen ist. YB ist zwar besser, die klaren Chancen fehlen aber. In der Nachspielzeit erzielt Aebischer noch das 3:0. So reist Lugano mit misslicher Gemütslage wieder nachhause. Fünf Tore haben die Tessiner seit dem Corona-Re-Start kassiert – drei davon waren Eigentore vom heutigen «Doppeltorschützen» Eloge Yao.

Die Tore:
1:0, 32. Minute, Eigentor: Der schnelle Lotomba läuft von links in den Strafraum, wird von Fassnacht per Chip-Vorlage angespielt und versuchts volley. Sein Schuss – eigentlich viel zu harmlos – wird von Eloga Yao (Lugano) zur 1:0-Führung abgelenkt.

2:0, 60. Minute, Eigentor: Gaudino schlägt einen Eckball scharf zur Mitte. Die Flanke segelt an Freund und Feind vorbei, bis sie «Doppeltorschütze» Yao an den Rücken springt und von dort unhaltbar ihren Weg ins Tor findet. Baumann kann fliegen wie er will, auch bei diesem Treffer ist er machtlos.

3:0, 94. Minute, Mohamed Ali Camara: Nach dem letzten Corner im Spiel fehlt bei Lugano die Zuteilung – Innenverteidiger Camara sagt danke und wuchtet das Spielgerät zum 3:0 in den Netzhimmel.

Der Beste: Einmal mehr eine ganz starke, abgeklärte Leistung von Captain Fabian Lustenberger. Zuerst im defensiven Mittelfeld. Dann als Abwehrchef. Als er ganz hinten dirigierte, kam Lugano zu keiner Torchance mehr.

Der Schlechteste: Zwei Eigentore! Der Luganos Ivorer Eloge Yao zieht einen rabenschwarzen Tag ein.

Das gab zu reden II: Topskorer Jean-Pierre Nsame fehlt rotgesperrt – und doch sitzt Superstar Guillaume Hoarau auf der Ersatzbank – und das 90 Minuten lang?! Nun ja, er war ja verletzt. Und wäre bei Bedarf bestimmt zum Einsatz gekommen.

So gehts weiter: Am kommenden Mittwoch empfängt YB den FC Thun zum Derby-Tanz (18.15 Uhr), Lugano spielt tags darauf im Cornaredo gegen St. Gallen (20.30 Uhr)

YB – Lugano 3:0 (1:0)

Wankdorf, 1000 Anwesende, SR: San (5)

YB
Von Ballmoos; Janko, Camara, Zesiger, Lotomba; Martins, Lustenberger; Ngamaleu, Gaudino, Sulejmani; Fassnacht.

Lugano
Baumann; Yao, Kecskes, Daprelà; Sabbatini; Lavanchy, Lovric, Guidotti, Jefferson; Sasere, Holender.

Tore:

32. Yao (Eigentor, Lotomba, Fassnacht) 1:0

60. (Eigentor, Gaudino) 2:0

94. Camara (Aebischer) 3:0

Einwechslungen:

YB: Aebischer (69. für Sulejmani), Mambimbi (79. für Gaudino), Spielmann (79. für Ngamaleu), Lefort (85. für Lotomba), Elia (85. für Fassnacht)

Lugano: Janga (46. für Sasere), Covilo (67. für Guidotti), Pavlovic (67. für Jefferson), Lungoyi (82. für Lovric), Rodriguez (82. für Holender)

Gelb:

45. Guidotti (Foul)

Bemerkungen:

YB ohne Lauper, Garcia, Sörensen, Sierro, Petignat (verletzt), Nsame (gesperrt). – Lugano ohne Bottani, Custodio, Untersee, Obexer, Macek, Gerndt (verletzt), Maric (gesperrt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 71993.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Juli 2020, 21:55 
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Lugano im doppelten Pech

Hier legt sich Gaudino den Ball zu weit vor

In Zusammenarbeit mit Teleclub präsentiert BLICK die Highlights der Partie YB – Lugano (3:0).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 72286.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 5. Juli 2020, 21:56 
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Lugano-Goalie Baumann

«Wir haben YB den Sieg geschenkt»

Meister YB wird reichlich beschenkt beim 3:0-Sieg gegen Lugano. Gleich zwei Eigentore kommen den Bernern zugute.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 72401.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Juli 2020, 12:52 
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Drei Lapsus seit dem Re-Start

Luganos Yao ist europäischer Leader – im Eigentorschiessen

Zweimal traf Eloge Yao gegen YB ins eigene Netz. Dies geschah in der Super League seit 35 Jahren nicht mehr.

«Wer soll nun, da Nsame gesperrt ist, die Tore für uns schiessen?» Das fragten sich die YB-Fans, als am Sonntag der FC Lugano ins Wankdorf kam. Die Antwort reiste aus dem Tessin an, trug Dunkelgrün statt Gelb und freute sich nicht über seine beiden Tore, die dem Leader drei Punkte sicherten. Denn Eloge Yao spielt für Lugano. Doch er bezwang zweimal seinen eigenen Goalie Noam Baumann. Der Ivorer ist erst der dritte Spieler, der in der Super League zwei Eigentore in einem Spiel erzielte.

Als dies zum letzten Mal geschah, war Yao noch nicht geboren. 1985 traf Heinz Lüdi zweimal ins eigene Tor, als sein FCZ 3:3 unentschieden gegen den FC Wettingen spielte. Davor gelang diese Missgeschick Raymond Städelin, als Lausanne 1:3 gegen den FC Young Fellow verlor.

Bester Eigentorschütze Europas

Für Yao ist es seit dem Re-Start der Super League bereits der dritte Treffer ins falsche Netz – eine Rarität. Bereits in der ersten Partie nach der Corona-Zwangspause traf er für den Gegner aus Genf. In den letzten 20 Jahren passierte das Kunststück von drei Eigentoren nur Milan Vilotic in der Saison 2017/18, als er für GC auflief. Mit seinen Eigentoren führt Yao inzwischen die europäische Eigentor-Topskorer-Liste an.

Ein kleiner Trost bleibt dem 24-Jährigen aber: Den absoluten Eigentor-Rekord hält er nicht. Dieser ist fest in den Händen der Spieler von SOE Antananarivo und wird auch noch lange dort bleiben. Denn aus Protest erzielten die Spieler des Teams aus Madagaskar am 31. Oktober 2002 im Spiel gegen AS Adema 149 Eigentore. Das Spiel hält die Rekorde für den höchsten Sieg, die meisten Tore und die meisten Eigentore in einem Spiel.


https://www.bernerzeitung.ch/luganos-ya ... 0340398642

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Juli 2020, 12:54 
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06.07.2020

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Trotz Sperre gegen «unersetzbaren Nsame»

Darum sitzt Hoarau bei YB weiter auf der Bank

Keiner ist unersetzlich! Dies das übliche Credo von Trainern. YB-Coach Gerry Seoane wirft es über Bord. Wegen Jean-Pierre Nsame. Und er erklärt, weshalb Guillaume Hoarau gegen Lugano trotz Nsame-Sperre draussen bleiben musste.

23 Tore hat das französisch-kamerunische Tormonster diese Saison geschossen. Er war auf dem Weg zu Rekordwerten. Zumindest zu jenem von Seydou Doumbia, der die Bestmarke der Neuzeit mit 30 Toren in der Saison 2009/10 hält. Doch dann stoppt eine Unbeherrschtheit Nsames Lauf, als er Servettes Captain Sauthier ohrfeigt. Rot! Drei Spielsperren. Die erste gegen Lugano.

Kein Problem. Ist man geneigt zu sagen. YB hat mehr als genug valablen Ersatz: Guillaume Hoarau, Felix Mambimbi und Meschak Elia. Doch Seoane sieht das anders: «Es ist klar, dass man Jean-Pierre nicht ersetzen kann. Keine Mannschaft kann das, wenn einer zwanzig ‘Chäre’ schiesst», so der Luzerner. «Chare» (Wagen, Karre) steht übrigens für Tor. Artenschutz für den Kanonier!

Und dass er nicht ersetzbar ist, zeigt sich auch in der Aufstellung: Keiner der drei Genannten beginnt das Spiel als Mittelstürmer. Sondern Flügel Christian Fassnacht. Eine Ohrfeige für das Trio! «Wir haben uns für Fassnacht entschieden, weil er das auch schon gespielt hat. Auch wenn er kein richtiger Stossstürmer ist, sondern ein Neuneinhalber», so Seoane. Doch so richtig zufrieden war der Coach damit nicht, Als es in der Startphase nicht nach Wunsch läuft, stellt er auf zwei Stürmer um, nimmt Ngamaleu nach vorne. Dann fallen die Tore. Am Ende heisst es gegen Lugano standesgemäss 3:0.

Der natürliche Ersatz, wie es auch Seoane nennt, wäre natürlich Hoarau. Zumal dieser ein Problem hat, nämlich, dass er mit Nsame nicht kompatibel ist. Doch der Superstar sitzt 94 Minuten auf der Bank. Seoane: «Guillaume war wegen Wadenproblemen aus dem Thun-Spiel sieben, acht Tage out, kehrte erst am Freitag ins Mannschaftstraining zurück, das aktuell ohnehin reduziert stattfindet. Wir wollen mit ihm einen sauberen Aufbau machen, weil er für uns wichtig ist. Er war für die letzten zehn, fünfzehn Minuten vorgesehen, wenn es resultatmässig nötig gewesen wäre.» War es nicht. Am Mittwoch gegen Thun hingegen, wenn Nsame seine zweite Sperre absitzt, müsste Hoarau beginnen. Alles andere wäre dann ein Vertrauensentzug.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 73144.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Juli 2020, 13:13 
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YB schlägt Lugano dank Eigentoren und bleibt an St.Gallen dran

Dank zweier Eigentore von Eloge Yao schlägt Meister YB den FC Lugano. Damit wahren die Berner den Anschluss an Tabellenführer St.Gallen.

Das Wichtigste in Kürze

- Meister YB erfüllt mit einem 3:0-Heimsieg über den FC Lugano die Pflicht.
- Mann des Spiels für die Berner ist Lugano-Verteidiger Yao mit zwei Eigentoren.
- Der Meister empfängt nun am Mittwoch den FC Thun.

Die Erleichterung ist gross bei Meister YB nach dem Arbeitssieg gegen Lugano. «Wir haben sicher gewusst, dass es heute nicht einfach wird», gesteht Cédric Zesiger. «Aber wir haben gewusst, wie wir es machen müssen, um zu Chancen zu kommen.»

Nur dass diese Chancen im Spiel gegen den FC Lugano vorwiegend der Gegner verwerten musste. Denn massgeblichen Anteil am 3:0-Sieg bei der Wankdorf-Premiere hat Lugano-Verteidiger Eloge Yao. Im ersten Spiel nach der Stade-de-Suisse-Ära erzielt der Ivorer nicht nur eines, sondern gleich zwei Eigentore.

Vor allem in der Anfangsphase sind die Gäste aus dem Tessin durchaus auf Augenhöhe mit dem Meister. Über Numa Lavanchy kommen die Bianconeri nach knapp zehn Minuten auch zur ersten guten Chance. Dann übernehmen die Hausherren aber zunehmend die Kontrolle.

Yao trifft zweimal – aber für YB

Nach einer halben Stunde fällt das nicht unverdiente Führungstor für den Meister. Jordan Lotomba kommt im Strafraum in guter Position zum Schuss. Lugano-Verteidiger Eloge Yao hält den Fuss hin und fälscht den Ball ab. Der trudelt unhaltbar für Noam Baumann zum 1:0 ins Netz.

Und damit ist der Katastrophen-Nachmittag für Eloge Yao noch nicht beendet. Nach knapp einer Stunde muss Noam Baumann den Ball abermals aus dem Netz holen. Und wieder ist es sein eigener Verteidiger, der den Ball über die Linie befördert. Nach einem Eckball von YB hält Yao recht ungeschickt den Körper hin, Baumann ist erneut chancenlos.

Danach verlegt sich YB im eigenen Stadion auf das Verwalten der Führung und lauern auf Konter. Gefährlich werden die Gäste dank der konzentrierten Berner Abwehrarbeit aber nicht mehr. Dafür trifft YB in der Nachspielzeit durch Mo Camara noch zum 3:0. Der Meister liegt damit weiter zwei Punkte hinter dem FCSG, der zeitgleich den FC Sion bezwingt.

«Erleichterung ist das richtige Wort», urteilt Fabian Lustenberger nach dem Spiel. «Für Freude haben wir gar nicht so viel Zeit, weil es ja am Mittwoch gegen Thun weitergeht. Aber Erleichterung, weil es keine einfachen Bedingungen waren. Man hat am Schluss auch gesehen, dass die Luft ein wenig draussen ist.»

Trainer Gerardo Seoane ist froh, dass diesmal der Gegner das Toreschiessen übernommen hat. «Wir haben gewusst, dass es schwierig wird gegen Lugano, die defensiv sehr clever und sehr erfahren agieren. Kompliment der Mannschaft, dass sie Geduld gezeigt hat. Spielerisch und von den Torchancen war es sicherlich nicht das attraktivste Match.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-sc ... n-65737865

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Juli 2020, 13:15 
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YB: Fans vergessen vor lauter Euphorie um das Wankdorf das «K»

Nach fast 19 Jahren ist der Name Wankdorf zurück. Grund genug für ein Transparent von paar YB-Fans. Doch da ging etwas vergessen.

Das Wichtigste in Kürze

- Am Sonntag absolviert YB das erste Spiel seit 19 Jahren im Wankdorf.
- Fans enthüllen ein Transparent. Aus Wankdorf wird aber kurzerhand Wandorf.

600 glückliche Fans sind beim Comeback des Wankdorf-Stadions am Sonntagnachmittag bei grosser Hitze mit dabei. Anlässlich des Spiels gegen Lugano (3:0) wurden sie vom Heimklub YB ausgelost.

Ein paar YB-Anhänger nutzen die einmalige Gelegenheit und enthüllen zu Spielbeginn ein Transparent. «Wankdorf danke aune wo das müglech gmacht hei!» steht drauf.

Nur: Den Nostalgie-Liebhabern ging vor lauter Euphorie (oder aus Platzgründen) das «K» bei Wankdorf vergessen.

Das kann natürlich im Eifer des Gefechts passieren. Hauptsache, das Stadion hat seinen alten Namen wieder.

Möglich machte dies übrigens Stadion-Nachbar CSL Behring. Das Biotech-Unternehmen sicherte sich die Namensrechte und entschied, dass das Berner Fussballstadion künftig wieder nach dem Standortquartier benannt ist.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-fa ... k-65738240

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