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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 21:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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21.09.2018  Zitat: Heiss im Spiel,kühl in der Analyse
BernNach Manchester ist vor Basel: Am Sonntag empfängt Leader YB den grossen Rivalen. Trainer Gerardo Seoane begegnet dem attraktiven, aber diffizilen Programm mit Nüchternheit.
Neunzig Minuten stand er, ganz vorne an der Coachingzone, dirigierte, korrigierte, motivierte. Dann pfiff der Schiedsrichter, Gerardo Seoane schaltete nicht ab, aber mehrere Gänge runter. Das Interview mit dem Schweizer Fernsehen am Spielfeldrand, Minuten nach dem 0:3 analysierte er feinfühlig, präzis, souverän.So als hätte er ein Testspiel gegen die eigene U-21 gecoacht. Und nicht die grösste Partie in seinem jungen Trainerleben.
Dabei hielt der Mittwochabend für Seoane gleich mehrere Premieren bereit. Wie für den Club und die meisten seiner Spieler war es auch Seoanes erste Partie in die Königsklasse. Die erste vor einer solchen Kulisse, bei Flutlicht im ausverkauften und stimmungsvollen Stade de Suisse.
Gegen einen Gegner, der mit José Mourinho einen Trainer beschäftigt, der Seoane während der Trainerausbildung als Vorbild gedient hatte und nun für die Kompaktheit und Herangehensweise der Young Boys Lob zollte. Und was im Trubel um die Königsklasse fast ein wenig unterging: Es war Seoanes erste Niederlage als YB-Trainer.
Ohne Sow und Wüthrich
Das alles bietet viel Stoff zum Verarbeiten. So viel, dass er einen bis tief in die Nacht wachhalten und auch am Tag darauf die Sinne vernebeln kann. Doch wenn man Seoane am Freitagmittag die Erlebnisse darlegen hört, erhält man den Eindruck, der Mittwoch, die Champions League und Manchester United – das alles sei schon weit weg.
Bis und mit Donnerstag habe er das Spiel gemeinsam mit dem Team aufgearbeitet, nun gelte es, nach vorne zu schauen, auf den Sonntag und die Partie gegen den FC Basel, sagt Seoane. «Emotionen sind wichtig. Ebenso wichtig ist es, sie im Griff zu behalten.» Die richtige Balance finden, so nennt der YB-Trainer das.
«Emotionen sind wichtig. Ebenso wichtig ist es, sie im Griff zu behalten.» Gerardo Seoane
Nachwirken tut der Mittwoch dennoch, der junge Zentrumspieler Djibril Sow, der nach ansprechender Leistung angeschlagen ausgewechselt werden musste, fällt am Sonntag mit einer Oberschenkelzerrung aus.
Er dürfte auch am Mittwoch beim übernächsten Heimspiel gegen St. Gallen fehlen. Dasselbe gilt für Innenverteidiger Grégory Wüthrich, der sich am Tag vor der Partie gegen Manchester beim Abschlusstraining eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte.
Wohl mit Camara
Sein Ersatz, Mohamed Ali Camara, stand gegen die Engländer den ganzen Abend im Mittelpunkt, offensiv wie defensiv, positiv wie negativ. Seoane hielt gleich bei Spielschluss seine schützende Hand über den 21-Jährigen aus Guinea. Er tut es auch am Freitag, lobt ihn für seine Darbietung und attestiert Camara viel Potenzial.
«Er hat sich in den letzten Wochen enorm weiterentwickelt und wird es weiter tun.» Sollte Camara am Sonntag von der Partie gegen Manchester körperlich ausreichend erholt sein, werde er spielen, sagt Seoane.
Ansonsten dürfte der YB-Trainer die eine oder andere Rochade vornehmen, es seien strenge Zeiten, da gelte es, personelle Impulse zu setzen, sagt er. Am offensiven 4-4-2-System wird der Trainer gegen Basel sehr wahrscheinlich festhalten. Über 27 000 Tickets sind für die attraktivste Affiche im Schweizer Fussball verkauft worden, YB geht davon aus, dass das Stade de Suisse gegen Basel ausverkauft sein wird.
Grosse Kulisse, grosse Chance
Es lockt also erneut ein grosses Spiel vor grosser Kulisse sowie die grosse Chance, den ärgsten Konkurrenten nach 7 Runden schon um 12 Punkte zu distanzieren. Es ist ein Gedankenspiel, dem Seoane kein Gewicht beimessen mag, der Druck sei auf beide Teams gleichmässig verteilt, die Tabelle sowieso nur eine Momentaufnahme.
Seoane wäre nicht Seoane, würde er es nicht so formulieren. Das wird ihn nicht daran hindern, am Sonntag wieder neunzig Minuten ganz vorne an der Coachingzone zu stehen. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22470962
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 21:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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21.09.2018  Zitat: Risiken und Nebenwirkungen
Der entthronte Meister ist gerade schwer mit sich selbst beschäftigt – hat durch die Absenz im Europacup aber auch unverhofft etwas Raum und Ruhe erhalten.
Wer es nicht besser weiss, lässt sich vielleicht verblüffen. Von der Lockerheit, welche FCB-Trainer Marcel Koller am Freitagmittag ausstrahlt, vom zumindest vordergründig entspannten Umgang mit der europäischen Absenz beim grössten Schweizer Club. Und von der Champions-League-Hymne, welche nach dem Medientermin aus unerfindlichen Gründen durch den leeren St. Jakob-Park schallt.
Der Ton schafft ein skurriles Bild, weil die Königsklasse für den FC Basel gerade sehr weit weg ist. Der entthronte Meister steht unter Druck wie schon lange nicht mehr in den letzten Jahren. Auf 9 Punkte ist der Rückstand auf die Young Boys angewachsen, durch Niederlagen wie zum Auftakt gegen St. Gallen (1:2), durch Punktverluste wie zuletzt gegen den FC Thun (1:1).
Koller kommt noch immer an
Und nun also: ein bisschen Ruhe, ein wenig Lockerheit. Zum ersten Mal seit 15 Jahren oder einer kleinen Ewigkeit im Fussball haben die Basler in diesem Jahr den Europacup verpasst. Die unfreiwillige Absenz wiegt schwer, hinterlässt nebst der finanziellen bestimmt auch eine emotionale Lücke. Aber sie hat für den Moment eine möglicherweise angenehme Nebenwirkung: nämlich, dass der FCB vor und nach dem problemlosen Cupauftritt bei Echallens (7:2) zum ersten Mal seit langem in Ruhe arbeiten durfte.
«Wir konnten endlich ausführlicher vermitteln, was wir von den Spielern verlangen», erklärt Trainer Koller. Auch in der Länderspielpause hätten zu viele Spieler gefehlt, es gab kaum einmal zwei, drei Trainingstage nacheinander, «und wir sind ja erst seit Anfang August da». Der 57-jährige Zürcher betont das wiederholt, er scheint auch in seiner achten Woche als FCB-Coach noch ein klein wenig im Ankommen begriffen.
Aber er weiss, was es geschlagen hat. «Wir schauen momentan zu YB auf, wir werden dazu gezwungen.» Und vor dem Direktvergleich am Sonntag in Bern sagt er: «YB ist klarer Favorit.»
Dass Koller in dieser Situation die Lockerheit nicht verliert, macht ihn greifbarer, macht ihn zugänglicher. Gut gelaunt beantwortet er am Freitag auch sich wiederholende Fragen, erklärt augenzwinkernd, was eine weitere Niederlage bedeuten würde («12 Punkte Rückstand») und gibt ein kurzes Statement zum Kunstrasen ab («ich bin ein Naturbursche»).
Sechs Verletzte, keine Sorgen
In der Krise kam beim FCB zuletzt auch noch Pech hinzu. Nebst dem gesperrten Taulant Xhaka fehlen am Sonntag gleich sechs Spieler verletzt: darunter Innenverteidiger Marek Suchy und sein extra verpflichteter Ersatz Carlos Zambrano, Stammgoalie Jonas Omlin, Leader Valentin Stocker, Aufsteiger Samuele Campo. «Das ist ärgerlich. Aber Sorgen habe ich deswegen keine. Wir müssen flexibel sein, das gehört zum Trainerjob dazu.»
Eine von Kollers flexiblen taktischen Massnahmen ist indes nicht aus personeller Not heraus entstanden: Ricky van Wolfswinkel spielt seit der Ankunft des früheren GC-Trainers auf der rechten Aussenbahn. Der Holländer, im Sommer 2017 als Mittelstürmer und für immerhin 3,5 Millionen Euro von Vitesse Arnheim geholt, findet in dieser Rolle nur in Ansätzen zu alter Stärke zurück.
In der Qualifikation zur Europa League gelangen ihm drei Tore, heute ein Muster ohne Wert. In der Liga tut er sich mit Skoren schwer, überzeugt seinen Trainer aber mit «seiner Einstellung, mit defensiver Bereitschaft und gleichzeitig mit Zug zum Zentrum». Van Wolfswinkel ist nicht der Einzige, welcher beim FCB in dieser Saison auf ungewohnter Position eingesetzt wurde.
Alleine in der Innenverteidigung spielten seit Juli über vier verschiedene Paare, auch Mittelfeldmann Fabian Frei musste schon in der Abwehrzentrale aushelfen. Die Verletzungsmisere – sogar Sportchef Marco Streller zog sich bei einem Spiel mit dem FC Aesch einen Kreuzbandriss zu – ist die eine Erklärung dafür. Die Uneinigkeit in der konzeptuellen Ausrichtung, der Unterschied zwischen dem nachwuchstreuen Raphael Wicky und dem routineaffineren Koller ist eine andere.
«Ich bin ein Naturbursche.» Marcel Koller zum Kunstrasen
Und der Gegner? Wie oft ging der Blick dieser Tage nach Bern? «Ich habe mir das Spiel von YB gegen Manchester natürlich angesehen», sagt Koller, «aber ich habe jetzt nicht jeden von uns einzeln gefragt, ob er auch geschaut habe.» Koller registriert den Lauf beim Meister, den er trotz der Niederlage gegen die United als ungebrochen erachtet. Und er findet, dass die Dreifachbelastung Cup, Meisterschaft und Champions League aktuell noch keine Folgen zeitige.
Bei einer Niederlage am Sonntag läge Basel weit zurück, von einer Niederlage am Sonntag spricht Koller aber nicht. «Ist sowieso nicht mein Ding», sagt er und schmunzelt. Die Lockerheit sitzt. Koller kennt die Risiken der Krise – und schätzt seit neuestem auch ihre Nebenwirkungen. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28933730
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 22:06 |
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22.09.2018  Zitat: «Der FC Basel hat herausragende Spieler»
Am Sonntag steht das Spitzenspiel zwischen dem FCB und den Young Boys an. Aus Bern kommen lobende Worte, während in Basel vor YB gewarnt wird.
In den letzten Jahren war die Rollenverteilung im Schweizer Fussball äusserst deutlich. Der FC Basel stand den Young Boys immer vor der Sonne. Seit letzter Saison hat sich das Bild gedreht. YB steht mit neun Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz und spielt Champions League, während die Basler mit nur neun Punkten auf dem dritten Tabellenrang den Saisonstart erneut verschlafen haben.
Lobende Worte aus der Hauptstadt
Umso wichtiger ist nun das Duell der beiden grössten Klubs des Landes. Der FCB muss das Spiel unbedingt gewinnen, um den Rückstand auf den amtierenden Meister endlich zu verringern. FCB-Trainer Marcel Koller ist aber bewusst, wer der Favorit in diesem Spiel ist: «Zur Zeit müssen wir zu ihnen aufblicken, da sie vor uns stehen. In den letzten Monaten haben sie sehr gut gespielt. Das sind Sachen, die man mitnehmen kann und die man auch aufnehmen soll», so der FCB-Trainer.
Schwierig wird die Aufgabe am Sonntag auf jeden Fall für den FCB – das sagt nicht nur die Statistik. Die Young Boys sind sehr formstark und sind in dieser Saison in der Meisterschaft noch nicht gestolpert. Trotzdem sieht der Trainer von YB, Gerardo Seoane, im FCB einen weiterhin sehr starken Gegner: «Der FC Basel hat ein sehr gutes Kader mit herausragenden Spielern – auch Nationalspieler. Es ist schwierig, hier irgendwelche Schwachpunkte zu erkennen».
Der Faktor Champions League
Ein grosser Diskussionspunkt, der immer wieder auftaucht, ist die Erschöpfung – mental wie körperlich – durch die Champions League. Im Vordergrund steht dabei die deutlich höhere Belastung der Spieler. Ob dies nun ein Vor- oder Nachteil ist, darüber kann nach einem Spiel in der Königsklasse noch kein abschliessendes Fazit gezogen werden. Als der FCB anfänglich in der Champions League spielte, schwächelte die Mannschaft öfters und der Spagat zwischen der nationalen und internationalen Bühne gelang nur schleppend.
Könnte dies also ein Vorteil für den FCB sein? Marcel Koller neutralisiert diese Spekulation sofort: «YB hat mit der Champions League gerade erst begonnen. Ich glaube, das ist jetzt noch zu früh, die Belastung ist momentan noch nicht so hoch.»
Niederlage wäre fatal
Aus Sicht des FCB ist klar, dass das Spiel gegen die Young Boys nicht in einer Niederlage enden darf. Zwölf Punkte Rückstand auf den amtierenden Meister wären fatal. Obwohl man sich erst in der siebten Spielrunde befindet und weder Marcel Koller noch Gerardo Seoane von einer Vorentscheidung reden wollen, würde die Rückeroberung des Titels für die Basler ein weiteres Stück in die Ferne rücken. https://telebasel.ch/2018/09/22/der-fc- ... e-spieler/
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 22:08 |
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22.09.2018  Zitat: «Ein Sieg würde allen Hoffnung geben»
Fabian Frei sagt, wie wichtig das sonntägliche Spitzenspiel bei YB für den FCB ist und was er von Pünktlichkeit hält.
Fabian Frei braucht keinen Aufpasser. Also wartet er nicht, bis ihn der Medienmitarbeiter des FC Basel abholt, sondern erscheint allein am Treffpunkt. Als ob er zeigen will, was man längst weiss: Der 29-jährige Ostschweizer mag Fussballer-Macken haben. Aber selber denken, handeln und dafür geradestehen muss er nicht mehr lernen.
Früher nannten sie ihn Schlaubi. Weil er schon immer zu den klügsten Kickern gehörte und das auch zeigte. Inzwischen ist das selten zu hören. Mit Intellekt und Charakter hat dies nichts zu tun. Mit Alter und Status wohl schon. Fabian Frei ist kein junger, vorlauter Spieler mehr. Sondern er ist in seiner zweiten Phase beim FCB der Chef. Im Januar zurückgekehrt, steht er im Mittelpunkt des Interesses. Erst recht, seit er nach Marek Suchys Verletzung die Captainbinde trägt – und noch stärker, weil es nicht läuft. In der Krise reissen sich Fussballer nicht ums Mikrofon. Fabian Frei sagt, wie wichtig das sonntägliche Spitzenspiel bei YB für den FCB ist und was er von Pünktlichkeit hält.
BaZ: Fabian Frei, was kommt Ihnen zum 29. Mai 2013 in den Sinn? Ist das das letzte Mal, dass der FC Basel in Bern gewonnen hat? … Nein, Moment: Das könnte das Spiel sein, in dem ich den Elfmeter versenkte.
Genau. Der FC Basel gewann 1:0 und stand vorzeitig als Meister fest. Wie weit ist die aktuelle Ausgabe von einem derart schönen Moment entfernt? Ich könnte es mir einfach machen: So weit, wie man im September eben mathematisch von einem Erfolg wie einem Titel entfernt ist. Da ist keiner nahe dran. Aber es ist auch klar, dass die Gefühlslage beim FCB momentan eine komplett andere ist, als sie das in einer Phase des Erfolgs wäre. Schöne Momente gab es in dieser Saison bislang wenig. Es ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben.
Warum nicht? Über die Gründe wurde ja schon viel geschrieben. Aus Sicht des Spielers ist uns das Selbstverständnis abhanden gekommen, das den FCB früher ausgezeichnet hat. Damals gingen wir mit der Haltung auf den Platz, dass wir am Ende gewinnen – egal, was in den 90 Minuten passiert. Zuletzt reichte oft ein einzelnes Ereignis, um uns aus dem Tritt zu bringen.
Und jetzt? Jetzt müssen wir uns das wieder erarbeiten. Aber gleichzeitig müssen wir alle – also Spieler, Club und Fans – akzeptieren, dass der FCB eine schwierige Phase erlebt. Es ist nicht 2013. Nicht 2014. Und es ist schon gar nicht die Zeit, in der wir mit 20 Punkten Vorsprung führen. Das alles ist ungewohnt. Aber es ist kein Weltuntergang. Wir spielen nicht gegen den Abstieg, wie das dem FC Zürich passiert ist. Ich habe jedenfalls nie gedacht, dass der FCB die nächsten 100 Jahre Meister wird. Und zu glauben, dass ein Führungswechsel dereinst reibungslos verläuft, war naiv. Trotzdem kann der zweite Platz nicht unser Anspruch sein. Ich werde uns bestimmt nicht als Nummer zwei der Schweiz bezeichnen – allerdings wäre es seltsam, wenn ich aktuell sagte, dass wir die Nummer eins sind.
Der FCB hat mit Raphael Wicky jenen Trainer entlassen, der zum Konzept «Für immer Rotblau» zu passen schien, und mit Marcel Koller die Antithese geholt. Der Herbst ist ohne Europacup, in der Meisterschaft liegt man neun Punkte hinter YB. Im Moment wirkt es so, als ob der Club nach Orientierung suchte. Worum geht es in dieser Saison noch? Das sind viele und komplexe Dinge, die Sie einen Fussballer fragen …
Es heisst, Ihr Horizont ende nicht an der Eckfahne … Und meine Kompetenz? (Lacht.) Aus meiner Sicht geht es nach wie vor um zwei Wettbewerbe, deren Gewinn wir als Ziel formuliert haben. Im Moment ist aber klar, dass wir nicht davon reden müssen, dass wir auf Meisterkurs sind. Das sind wir nicht. Also geht es für uns darum, den Abstand auf die Young Boys zu verringern.
Wie wichtig ist da am Sonntag ein Sieg in Bern, gegen YB? Der wäre sehr, sehr wichtig. Auch wegen der Punkte. Aber vor allem auch, weil wir so ein Zeichen setzen. Wir haben schon lange kein grosses Spiel mehr gewonnen. Es wird Zeit, zu zeigen, dass wir das noch können. Für uns, den Club und das Umfeld.
Damit wieder Hoffnung ist? Es stimmt, davon ist momentan nicht so viel auszumachen. Ja, ich denke, ein Sieg gegen YB würde allen Hoffnung, Glauben geben. Ich denke, dass es ein Schlüsselerlebnis wäre, durch das wir ins Rollen kommen.
Sie scheinen da Potenzial zu sehen, das viele Aussenstehende nicht sehen … Aber wie war das denn in den acht Meisterjahren? Wie oft brauchte es einen Moment, ein Spiel, um in der Folge einen harzigen Start vergessen zu machen? Es kam mehrmals vor.
Sie glauben also, dass die aktuelle Mannschaft stärker ist als YB? Klar ist für mich, dass YB in der jüngeren Vergangenheit zugelegt hat. Die Berner haben eine richtig gute Mannschaft. Aber ich sage nicht, dass wir schlechter sind oder schlechter geworden sind. YB hat sich zuletzt mehr verbessert als wir – das kann ich gelten lassen. Und die Berner sind somit ein sehr starker Gegner. Aber ich bin überzeugt, dass wir die Mannschaft haben, um YB zu schlagen.
Warum hat dann YB neun Punkte mehr? Weil YB seit einiger Zeit auf einer Welle reitet. Die Berner hatten zuletzt im Zuge des Meistertitels jenes Selbstverständnis auf nationaler Ebene, das uns abhanden gekommen ist. Wir waren ja – ohne den Cup – in der vergangenen Saison in den Direktbegegnungen nicht schlechter. Aber wir haben in den anderen Spielen viel mehr Punkte liegen lassen. Wenn man das als Qualitätsmerkmal einer Mannschaft sieht, dann ist YB bis hierhin besser. Und war es definitiv in der Vorsaison, weil eine Tabelle nach 36 Runden nicht lügt. Aber jetzt sind erst sieben Runden gespielt.
Woher nehmen Sie die Zuversicht, dass beim FCB alles besser wird? Ich spüre von Spiel zu Spiel eine positive Entwicklung unter Marcel Koller als Trainer. Eine Klammer ist um die Partie auf Zypern zu machen. Dort hatten wir in erster Linie einen ganz schlechten Tag, was vorkommt, aber aufgrund der Bedeutung äusserst bitter ist. Natürlich spielt bei meinen Überlegungen auch eine Rolle, dass YB erstmals Champions League spielt.
Sie verbinden damit die Hoffnung, dass YB die Belastung spürt … Natürlich tu ich das. Darauf muss man in der jetzigen Situation ja auch hoffen – wenn YB einfach alles weiter gewinnt, dann wird es selbst mit vier Siegen in den Direktbegegnungen unglaublich schwierig.
Was sind die Königsklasse-Probleme? Sicher die körperliche Müdigkeit. Dazu kommt das Emotionale. Es ist menschlich, dass man im Cornaredo oder Tourbillon oder sonst wo in der Schweiz nicht mit jener Motivation und Spannung antritt, wie man das gerade im Old Trafford oder gegen Ronaldo getan hat. Du schaust einen Film vor dem Fernseher auch nicht wie im Kino. Und es ist auch eine Herausforderung für den Trainer: Die Beanspruchung führt dazu, dass in der Liga Spieler auflaufen, die in der Champions League enttäuscht zuschauen. Nun muss man sie trotzdem dazu bringen, dass sie voll gehen.
Wo man sich umhört, heisst es, Sie hätten sich mit Kollers Vorgänger Wicky nicht verstanden. Was entgegnen Sie? Das stimmt nicht. Ich mag den Typen Raphael Wicky. Was aber stimmt: Ich habe eine andere Auffassung vom Fussball, den der FCB national spielen soll, als dies bei Wicky teilweise der Fall war. Ich bin mehr beim Ballbesitz- und weniger beim Umschaltfussball zu Hause. Und ich bin nicht der Typ Spieler, der sich dazu keine Gedanken macht – ohne dass ich für mich in Anspruch nehme, dass meine Meinung richtig ist. Zudem ist es ein offenes Geheimnis, dass ich mich mittelfristig nicht als Innenverteidiger gesehen habe. Ich kam mit der Erwartung und dem Anspruch, im Mittelfeld eine Führungsrolle zu übernehmen. Aber: Ich verstand auch, warum ich in der Verteidigung zum Einsatz kam – und manchmal habe ich es dort auch gemocht.
Die Entlassung kam aber zum falschen Zeitpunkt, oder? Ich denke, das haben ja schon wichtigere Club-Exponenten festgestellt. Dass es zwischen zwei Qualifikationsspielen zur Champions League suboptimal war, ist nach dem 0:3 gegen Paok Saloniki irgendwo klar, und man kann das mit all der Unruhe nachvollziehen. Aber was, wenn wir gewonnen hätten? Es ist nicht so, dass das im Fussball noch nie vorgekommen ist.
Unter Koller fühlen Sie sich wohler … Ich will die Trainer nicht vergleichen. Aber ja, ich schätze Kollers Werte.
Was heisst das? Ich finde es zum Beispiel ganz okay, wenn auf Disziplin viel Wert gelegt wird. Mich hat vor einiger Zeit ein Spieler gefragt, warum ich immer pünktlich sei. Ich habe geantwortet, weil verlangt wird, dass man pünktlich ist – und ich entsprechend früh genug losgehe. Wer immer eine Minute vor der Zeit ankommt, der ist irgendwann zu spät. Dann einfach zu sagen, es hatte viel Verkehr, mag zwar stimmen, ist aber keine Entschuldigung. Inzwischen kommt eigentlich kein Spieler mehr zu spät.
Auch, weil der Bus pünktlich fuhr, obwohl Afimico Pululu nicht drin sass? Ja, das hatte sicher Wirkung. Wobei man das nicht zu hoch hängen sollte. Wir fuhren ja nicht nach Sion, sondern nur ins nächste Hotel. Und es war auch ein Missverständnis: Alle Spieler dachten, es gehe bei der vereinbarten Zeit darum, dass wir in der Kabine sitzen – der Trainer meinte aber die Abfahrtszeit des Busses. Dass Afimico da dann nicht drin sass, lag daran, dass sein Schrank aus Platzgründen noch in der Juniorenkabine ist. Im Grunde war er einfach zur rechten Zeit am falschen Ort.
Koller hat Ihnen auch klar jene Rolle zugedacht, für die Sie zurückgekehrt sind. Nun sind Sie sogar Captain und der Spieler, der immer Auskunft gibt … Mag sein. Aber wissen Sie, was?
Was? Es ärgert mich enorm, dass ich bisher fast nur dastand, um zu erklären, warum es nicht läuft. Ich will endlich auch erklären können, warum wir stark gespielt haben. Und zwar bald.
Was ist eigentlich, wenn der FCB gegen YB verliert? Daran denke ich nicht. Es wird nicht passieren. https://bazonline.ch/sport/fussball/ein ... y/24952012
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 22:12 |
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22.09.2018  Zitat: YB-Sportchef Christoph Spycher: «Wir können nicht in zwölf Monaten aufholen, was der FCB in 15 Jahren aufgebaut hat»
Seit zwei Jahren ist Christoph Spycher Sportchef bei den Young Boys. Unter dem 40-Jährigen sind die Berner nach 32 titellosen Jahren Meister geworden und haben sich für die Champions League qualifiziert. Trotzdem sagt Spycher: «Es werden wieder bittere Niederlagen und andere Zeiten kommen.»
Christoph Spycher, was nimmt YB mit aus dem ersten Champions-League-Abend und dem 0:3 gegen Manchester United?
Die Zufriedenheit nach dem mutigen Auftritt, die Enttäuschung wegen des Resultats und die Erfahrung für die Spieler. Sie sahen, was es auf diesem Level braucht, und wie viel fehlt. Jeder Junge will bei solchen Vereinen spielen, in England, Spanien, Deutschland. Manchmal tut es gut, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt und die Realität erkennt, die heisst: Ich spiele bei YB.
Was sind Ihre Erwartungen in der Champions League?
Sportlich haben wir die Ziele nach innen definiert, kommunizieren sie aber nicht nach aussen. Rund um den Fussball haben wir mit dem ganzen Tamtam umzugehen, mit den vielen Interviews und der öffentlichen Präsenz. Gleichzeitig müssen wir den Spagat schaffen zwischen der Champions League, der Super League und dem Cup. Das ist alles schwieriger als in der Europa League, weil wir nicht in Astana, sondern in Manchester, Turin und Valencia spielen.
Was sind die Gefahren dieses Erfolgs?
Er verschafft uns eine grosse Visibilität, die einen Einfluss auf das nächste Transferfenster haben kann. Kevin Mbabu zum Beispiel spielt jetzt in der Champions League und ist Nationalspieler geworden. Es wird Veränderungen geben im Winter und wir müssen schauen, dass es ein sanfter Umbruch wird. Wir wollen vorbereitet an diesem Transferfenster vorbeikommen.
Das könnte schwierig werden. Wenn einer international zwei, drei gute Partien abliefert, gibt es doch kein Halten mehr.
Im Sommer 2017 haben wir in Denis Zakaria, Yvon Mvogo und Yoric Ravet auch absolute Leistungsträger verloren. Trotzdem sind wir noch stärker geworden. Solche Abgänge sind die Realität im Schweizer Fussball. Man kann sie als Gefahr wahrnehmen oder als Chance und Herausforderung, die kaum voraussehbar ist. Die jetzige Planung wird noch 25 Mal über den Haufen geworfen.
Nach dem Meistertitel haben wenige Spieler YB verlassen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Transfersommer?
Wir haben immer gesagt: Wenn wir das Team zusammenhalten können, ist das top. Und wenn einer geht, dann ist das auch okay, sofern es mit der Situation des Spielers und des Vereins vereinbar ist. Wenn am letzten Transfertag ein zweistelliger Millionenbetrag für Kevin Mbabu geboten wird, dann haben wir keine Zeit mehr, ihn zu ersetzen. Das Timing ist also neben dem Preis entscheidend. Wir wollen kein Selbstbedienungsladen sein, der Sonderangebote macht. Spieler von YB haben ihre Qualität und somit ihren Preis.
«Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die Besten sind und Unglaubliches geschafft haben.»
In der Branche gibt es Stimmen, die sagen, Sie hätten zu hohe preisliche Vorstellungen.
Das ist immer eine subjektive Einschätzung. Wir machen die Preise ja nicht mit Würfeln. Wir spielen in der Champions League und haben Nationalspieler im Kader. Wir müssen keine Rabatte gewähren.
Aber wenn jemand einen zweistelligen Millionenbetrag für Kevin Mbabu bietet, dann muss sich YB das doch überlegen, auch wenn das Angebot am letzten Transfertag kommt.
Das sehe ich anders. Wir haben auch eine Gesamtverantwortung für die Mannschaft. Ich kann nicht den Traum eines Spielers erfüllen und einem anderen sagen: «Sorry, geht gerade nicht.» Wir kommunizieren den Spielern unsere Erwartungen sehr offen und sind bisher gut gefahren damit.
Einerseits müssen Sie Geld mit Transfers verdienen und deswegen Ihre Preisvorstellungen durchbringen. Andererseits dürfen Sie auch kein Verein sein, von dem es heisst, die Spieler kommen wegen zu hoher Forderungen nicht zum nächsten Karriereschritt. Wie gehen Sie mit diesem Spannungsfeld um?
Es ist nicht so, dass Spieler nicht weiterkommen. Seit ich Sportchef bin, sind Zakaria, Mvogo, Ravet, Yuya Kubo oder Kasim Adams Nuhu ins Ausland gewechselt. Die haben alle gute Wege gemacht. Wir wollen keine Spieler holen und ihnen sagen: «Lanciere hier Deine Karriere neu, dann bist du aber zwölf Jahre bei uns.» Wir wollen solche, die einen inneren Antrieb zum Fortschritt haben, die Stammspieler und Nationalspieler werden wollen, um dann in eine grosse Liga zu wechseln. Aber wir fordern auch ein gewisses Verständnis für die Situation von YB.
Welche Vorgaben macht Ihnen die Vereinsführung bezüglich Transfereinnahmen?
Im Budget steht eine Zahl. Aber das Transferjahr 2017 war für uns sensationell. Das hat uns etwas Druck weggenommen. Wir sind nicht darauf angewiesen, jedes Jahr 15 Millionen zu generieren. Es wäre auch zu riskant, sich darauf festzulegen. Sonst müssten wir einen Spieler für vier, den anderen für fünf und zwei weitere für drei Millionen ziehen lassen. So brächen jedesmal eine Handvoll Leistungsträger weg und es wäre unrealistisch, eine intakte Mannschaft zusammenzuhalten.
Das Interesse an YB hat mit dem ersten Titel seit 32 Jahren und der ersten Champions-League-Teilnahme stark zugenommen. Wie ist es für Sie, Teil dieser Entwicklung zu sein?
Mit dem Meistertitel erfüllte sich ein Traum, den ich als Spieler nicht verwirklichen konnte, als ich 2010 von Eintracht Frankfurt nach Bern zurückkam. Dass es in anderer Funktion geklappt hat, ist toll. Aber alles Extreme ist mir fremd. Wenn es schlecht lief, hatte ich als Spieler nie den Eindruck, nicht mehr auf die Strasse gehen zu können. Und ich habe jetzt als Sportchef im Erfolg nicht das Gefühl, dass wir die Besten sind oder Unglaubliches geschafft haben. Wir dürfen uns nicht aus der Bahn werfen lassen von denen, die über den Wolken schweben. Ich kann nüchtern erkennen, was gut ist und nehme die Meinung meiner Leute wichtiger als die Aussenwahrnehmung. Und ich weiss: Es werden wieder bittere Niederlagen und andere Zeiten kommen.
Sie kommunizieren sehr zurückhaltend, so wie der Verein auch. Jahrelang hat YB das Wort «Meistertitel» nicht in den Mund genommen.
Als ich 2010 aus Frankfurt zurückkam, habe ich das ganz anders erlebt. YB war damals auf einem guten Weg, stand zweimal in einer Finalissima gegen Basel, es war etwas am entstehen. Aber man hat zu offensiv kommuniziert. YB wollte Meister werden, feierte sich als Transfersieger, schürte riesige Erwartungen. Darunter hat die Mannschaft gelitten und nach fünf Runden lag man wieder sieben Punkte hinter dem FC Basel. Das hat mich geprägt. Auch wegen dieser Erfahrung kommunizierten wir in den letzten Jahren defensiver. Alles andere wäre nicht richtig gewesen.
Warum nicht?
Weil es nicht mit unserer Geschichte zusammenpasst. Nach dem Titelgewinn konnten wir allerdings schlecht sagen, wir wollen Zweiter werden. Es wäre unglaubwürdig gewesen. Schon in der Winterpause der letzten Saison mussten wir öffentlich vom Titelgewinn sprechen und standen auch dazu. Basel lag zwei Punkte hinter uns und wir merkten: Es kann nicht sein, dass der FCB sagt, er wolle Meister werden und wir reden von einem guten Start in die Rückrunde.
«Es ist illusorisch, dass die mediale Meinung immer deiner subjektiven Wahrheit entspricht.»
Beim FC Basel war es nach dem Umbruch im Sommer 2017 allerdings noch extremer. Raphael Wicky sagte vor dem Ligastart: «Meister werden wir.»
Der FCB hat aber eine andere Geschichte. Er hat seit 2002 etwas aufgebaut, das auf unglaublichem Level ist. Alle sprechen von einer Wachablösung. Ich sage: Nein, wir haben lediglich einen Meistertitel geholt. Wir sind ambitioniert. Aber YB kann nicht in zwölf Monaten aufholen, was Basel in 15 Jahren aufgebaut hat.
Wie haben Sie den FC Basel seit dem Führungswechsel wahrgenommen?
Wir kriegen natürlich mit, was in Basel passiert. Ich kenne viele Leute dort, habe mit Marco Streller, Alex Frei oder Raphael Wicky zusammengespielt, Marcel Koller war bei den Grasshoppers mein Trainer und Karl Odermatt habe ich auch kennengelernt. Aber ich sehe die Entwicklungen in Basel trotzdem nur von aussen.
Wie ist Ihr Verhältnis zum Basler Sportchef Marco Streller?
Gut. Wir sind in der Nationalmannschaft gut miteinander ausgekommen, aber eine enge Freundschaft ist nie entstanden, auch weil wir nie im gleichen Verein gespielt haben.
Marco Streller ist wie Sie ein junger Sportchef. Wie sind Sie zu dieser Funktion gekommen?
2010 stellten mir der damalige CEO Stefan Niedermaier und Chefscout Stéphane Chapuisat in Frankfurt das Projekt vor: Ich sollte als Spieler zurückkehren mit dem Fernziel, Sportchef zu werden. Nach der Profi-Karriere war ich Talentmanager, habe Trainerdiplome gemacht und mich an der Universität St. Gallen in Sport-Management weitergebildet. Dann kam der grosse Umbruch im Verein und ich musste entscheiden: Entweder wird ein Externer Sportchef, der womöglich alles über den Haufen wirft, oder ich mache es selbst. Ich habe mich für Letzteres entschieden.
Wie sind Sie in diese Rolle hineingewachsen?
Ich kannte das Vertragswesen aus meiner Zeit als Talentmanager, die Spielerberater und den Verein von innen. Mir schwebte eine klare Idee vor, wie YB funktionieren sollte. Ich tauschte mich mit verschiedenen Leuten aus, zum Beispiel mit Thuns Sportchef Andres Gerber, der ein Freund von mir ist, oder mit Georg Heitz, den ich sehr schätze. Zudem pflege ich Kontakte nach Deutschland. So habe ich mir ein Netzwerk aufgebaut.
Was bringen Sie als Mensch mit für die Funktion als Sportchef?
Relativ viel Empathie. Ich merke, wie die Menschen funktionieren und spüre gewisse Strömungen. So finde ich den Zugang zu verschiedenen Persönlichkeiten. Das war schon als Spieler eine meiner Stärken. Menschen liegen mir am Herzen, aber ich kann die emotionale Ebene von der Sachebene trennen. Beim Entscheiden bin ich konsequent und nicht konfliktscheu, obwohl ich Harmonie mag. Wenn es um das Wohl des Ganzen geht, bin ich bereit, Konflikte auszutragen.
An was für Konflikte denken Sie?
Als ich Sportchef wurde, gab es im Kader viele, mit denen ich noch zusammengespielt hatte. Alain Rochat musste ich sagen, dass wir auf junge Spieler setzen und keinen Bedarf für ihn haben. Scott Sutter konnte ich nicht den langjährigen Vertrag anbieten, den er sich gewünscht hätte. Michael Frey kannte ich schon, als er kleiner Junior war. Im Sommer 2017 musste ich ihm sagen, dass es für ihn nicht weitergeht. Aber deswegen habe ich heute kein Problem mit ihm.
Aber er mit Ihnen?
Nein. Wir haben noch immer Kontakt. Damals, im Moment des Gesprächs, war es brutal, es tat mir als Mensch weh. Aber als Sportchef war es meine Aufgabe, klar zu kommunizieren.
In den Medien wurde Ihre Beförderung zum Sportchef nicht nur gut aufgenommen. Die «Basler Zeitung» titelte zum Beispiel: «Christoph Spycher, der nächste Fehler bei den Young Boys.»
Ich habe das zur Kenntnis genommen. Es ist illusorisch, dass die mediale Meinung immer deiner subjektiven Wahrnehmung entspricht. Wenn du das erwartest, kannst du nicht in der Öffentlichkeit arbeiten. Meine subjektive Meinung erachte ich als relativ reflektiert. Und deswegen weiss ich am Abend vor dem Schlafen, ob ich einen guten oder schlechten Tag hatte. Ich brauche dazu keine Zeitung, kein Forum, keine Sozialen Medien. Sondern die Meinung meines privaten Umfelds und meiner wichtigsten Mitarbeiter.
Wann haben Sie den Umgang mit dem Leben in der Öffentlichkeit gelernt?
Relativ schnell schon als Fussballer. Wenn man in die Nationalliga A kommt, steht man in der Öffentlichkeit.
Als Sie 1999 in der Nationalliga A debütierten, hatten die heute wichtigen Sozialen Medien allerdings kaum Gewicht.
Die klassischen Medien spielten eine Rolle. In Deutschland war es dann um ein x-Faches schlimmer. Damit entwickelt man einen Umgang, wird jedoch nicht immun dagegen. Das ist menschlich und man muss lernen, es einzuordnen. Fussballprofi zu sein ist auch eine Lebensschule.
Wie geben Sie diese Erfahrung weiter an die jungen YB-Spieler?
Manchmal sage ich ihnen, dass das, was sie erleben, nichts ist im Vergleich zu den Ligen, in denen sie eigentlich spielen wollen. Ich kann ihnen zeigen, wie sie den Umgang mit Kritik lernen können. Wenn ein Fussballer aber daran kaputt geht und keinen Weg findet, dann muss ich ihm sagen: «Das ist nicht Dein Geschäft, du musst einen anderen Beruf suchen.» Aus meiner Sicht ist das der grösste Unterschied zwischen der Schweiz und den grossen Ligen: Hier gibt es ein paar Pfiffe, aber wenn es in Deutschland oder England mal wirklich schlecht läuft, dann erleben die Spieler eine feindselige Atmosphäre.
Was sagt das über das Zusammenleben aus, dass es in Fussballstadien feindselig zu und her geht – und das ausgehend von anonymen Zuschauern?
Es zeigt, dass der Fussball in den Gesellschaften anderer Länder einen grösseren Stellenwert hat. Das Stadion ist ein Ventil. Da kommen Leute zusammen, die ganz verschiedene Wochen erlebt haben. Sie haben eine Faszination, für den Fussball, für den Verein oder für die Fangruppe, in der sie sich bewegen. Sie tauchen ein in diese Welt, in der sie möglicherweise Halt suchen, und lassen dort ihre Emotionen ab.
Und welche Emotionen erwarten Sie am Sonntag gegen den FC Basel?
Wir hoffen auf eine gute Leistung im erneut vollen Stade de Suisse. Die Affiche ist super für den Schweizer Fussball und Spiele zwischen Basel und YB sind immer toll. Aber trotz des Vorsprungs von neun Punkten ist nach sechs Runden nicht der Moment, Bilanz zu ziehen.
Christoph Spycher ist in Köniz (BE) aufgewachsen. Beim FC Luzern wurde er Profifussballer, mit den Grasshoppers Schweizer Meister, mit Eintracht Frankfurt spielte er in der Bundesliga, bevor er bei den Young Boys 2014 seine Karriere beendete. Heute ist der 40-Jährige Sportchef bei den Bernern, mit denen er 2017 den ersten Meistertitel seit 32 Jahren gewann. https://tageswoche.ch/form/interview/yb ... ebaut-hat/
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shalako
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Verfasst: Sonntag 23. September 2018, 00:00 |
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21.09.2018  Zitat: YB-Coach Seoane zwischen ManUtd und FCB
«Unsere Fans machen europaweit Schlagzeilen»
Nach ManUtd ist vor FCB. Gerry Seoane muss seine Sternenjäger aus den Händelschen Träumen reissen und auf den FCB einstimmen. Denn am Sonntag gehts um 12 Punkte Vorsprung!
Gerry Seoane, wenn Sie nochmals auf den Mittwoch zurückschauen… …dann sehe ich eine über 30, 40 Minuten sehr gute Leistung. Danach haben wir den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht. Bis zum Schluss fantastisch war aber die Unterstützung der Fans, diese Stimmung macht sogar europaweit Schlagzeilen. Und ich denke, auch der eine oder andere Spieler von Manchester wird sich verwundert die Augen gerieben haben.
Die Fans werden Sie auch am Sonntag gut gebrauchen können, wenn es darum geht, mit einem Sieg den FC Basel auf zwölf Punkte zu distanzieren. Wir rechnen nicht. Wir nehmen Spiel für Spiel. Aber natürlich ist es ein spezielles Spiel, wie immer, wenn Basel kommt.
Wie sehen Sie den FCB derzeit? Die Basler haben sich defensiv stabilisiert. Ihr Offensivpotenzial ist sehr gross. Sie haben viele Nationalspieler. Und wie alle grossen Teams hat der FC Basel die Qualität, um aus Fehlern Profit zu schlagen.
Was ist das Schwierigste an einem Match vier Tage nach solch einem grossen Spiel wie gegen ManUtd ? Mental wird es eine Herausforderung sein, auf den Punkt bereit zu sein, so kurz darauf die nötige Aggressivität hinzubringen. Aber an diesen Schwierigkeiten müssen wir wachsen. Und es ist eine Superherausforderung, alle vier Tage zu spielen. Wir freuen uns auf jedes einzelne Spiel.
Wie schauts mit der Energie aus? Wir haben die Trainings eine Stunde nach hinten verschoben, damit die Spieler ausschlafen konnten. Am Freitag trainieren wir nur am Nachmittag. Zudem habe ich ein gutes Kader. Wir können also Retouchen vornehmen, den einen oder anderen frischen Spieler bringen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 86275.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 23. September 2018, 10:18 |
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23.09.2019  Zitat: Basels Silvan Widmer sagt YBs Loris Benito den Kampf an: «YB schon Meister? Sicher nicht!»
Erinnerungen an früher, Analysen zur Champions League und ein Ausblick auf das Spitzenspiel – Silvan Widmer und der FC Basel wollen das Titelrennen mit YB und Loris Benito neu lancieren.
Die Umarmung ist herzlich. Es ist Donnerstagnachmittag, die Spätsommersonne brennt noch einmal, als sich Silvan Widmer (25) und Loris Benito (26) an der Raststätte Würenlos treffen. Es ist der Tag nach der Champions- League-Premiere der Young Boys.
Gleichzeitig naht der Spitzenkampf der Super League, YB gegen Basel, und damit auch das Duell Benito gegen Widmer. Als sie für das Foto posieren und gebeten werden, sich ein bisschen grimmig anzuschauen, bekunden beide grösste Mühe. Ein Lachanfall folgt dem nächsten.
Das hat natürlich einen Grund. Die beiden Aargauer kennen sich seit gut zehn Jahren. Beide haben sie ihre fussballerische Ausbildung beim FC Aarau absolviert. Widmer ab der U15, Benito von klein an. Ein halbes Jahr haben sie noch zusammen beim FCA gespielt. 2011 war das, René Weiler war der Trainer.
Benito sagt: «Ich erinnere mich, wie du in deinem ersten Sommer-Trainingslager gleich den internen Triathlon gewonnen hast.» Widmer lacht. «Echt? Aber da muss man doch schwimmen, das kann nicht sein!» Benito: «Doch, doch, die Schwimmstrecke war überschaubar, nur einmal um einen Pfosten.»
Erstes Treffen in der Super League
Gut sieben Jahre sind seither vergangen. Beide sind weitergezogen. Widmer hat lange Jahre in der Serie A bei Udinese verbracht, bevor er im Sommer zum FCB wechselte. Benito ist via den FCZ und Benfica Lissabon 2015 bei YB gelandet. Und feierte vergangene Saison mit dem Meistertitel den grössten Erfolg der Karriere. Nun folgt am Sonntag das erste Aufeinandertreffen der beiden in der Super League.
Bei Kaffee und Tee sprechen Silvan Widmer und Loris Benito erst mal über den Champions-League-Abend. Das 0:3 von YB gegen Manchester war resultatmässig zu hart. «Ich habe etwa schon tausend Mal das Wort ‹schade!› gehört», sagt Benito, «aber am Ende setzt sich Qualität eben durch. Manchester hat mit einer Ruhe und Sicherheit gespielt, als würden sie genau wissen: irgendwann kommt dann das Tor. Und so war es.»
Widmer hat den Abend vor dem TV verbracht. «Ich musste Loris analysieren, für den Fall, dass er am Sonntag zum Einsatz kommt», sagt er mit einem Augenzwinkern. «Ich fand YB ziemlich stark. Vor allem in der ersten halben Stunde. Da dachte ich: Wenn sie so weiterspielen, gewinnen sie das Spiel.»
Angetan sind die beiden vorab von einem Namen: Paul Pogba. Die Wucht und das Selbstverständnis des Weltmeisters sind beeindruckend. Das kam am Mittwoch im Stade de Suisse deutlich zum Ausdruck. Widmer hat in der Serie A gegen ihn gespielt, als er noch bei Juventus Turin unter Vertrag war. «Damals war er noch nicht so dominant wie heute», sagt er. «Wenn er richtig Lust hat, dann: wow!», sagt Benito.
Die Gefahr des Gewinnens
Widmer wie Benito fiebern dem Spitzenkampf entgegen. Könnte er vorentscheidend sein? Widmer sagt: «Wenn YB gewinnt, wird am Montag überall stehen: Das Titelrennen ist vorbei! Aber so ist das nicht. Es bleiben noch 29 weitere Spiele, die Saison dauert noch eine Ewigkeit. Und trotzdem ist klar: Wir wollen und dürfen den Anschluss nicht verlieren. Darum ist dieses Spiel sehr wichtig.»
Benito hat in seiner Zeit bei YB miterlebt, wie die Berner dem ewigen und übermächtigen Rivalen Schritt für Schritt näher gekommen sind. Bis es im April für den lang ersehnten Titel gereicht hat. Nun sagt er: «Vielleicht ist die Niederlage gegen Manchester gerade zur richtigen Zeit gekommen. Denn es ist gefährlich, sich ans Gewinnen zu gewöhnen. Plötzlich macht man hier einen Meter weniger und gibt da nur noch 95 Prozent.»
Dass die Mannschaft von YB nach dem Meistertitel quasi zusammengeblieben ist, findet Benito erstaunlich. «Am Ende der Saison sassen wir noch einmal beisammen bei einem Essen und dachten: Das wird wohl das letzte Mal in dieser Zusammensetzung sein. Ich hätte mir gut vorstellen können, dass es zum Ausverkauf kommt», sagt Benito.
Auch ihn selbst würde das Ausland nochmals reizen. Verständlich, nun da er im vierten YB-Jahr steht. «Doch eines habe ich gelernt: Es braucht viel, damit ein Transfer wirklich zustande kommt.» Benitos Vertrag läuft Ende Saison aus. Damit steigern sich seine Aussichten auf einen schönen Vertrag noch einmal.
Transfer dank Streller
Widmer entschied sich nach fünf Saisons in der Serie A für den Schritt zurück in die Heimat. Nicht nur, aber auch, weil er vor kurzem erstmals Vater wurde. Töchterchen Alissa kam im Mai zur Welt. «Einen grossen Anteil am Transfer hat auch Marco Streller. Er hat sich intensiv bemüht um mich, immer wieder angerufen, ob er noch etwas tun könne für mich.»
Dass der Start mit dem FC Basel derart harzig werden würde, das hätte Widmer indes nicht gedacht. Vor allem das Aus im Europa-League-Playoff gibt zu denken. «Das war nicht einfach zu verkraften», sagt Widmer. «Es war ein Schock für uns alle. Allerdings denke ich nicht, dass dieser nun nachhallt.»
Der gemeinsame Nachmittag an der Raststätte Würenlos neigt sich dem Ende zu. Die Gespräche drehen sich je länger, je mehr um das Leben neben dem Platz. Bevor sich Widmer und Benito verabschieden, schwelgen die beiden noch einmal in alten Zeiten, philosophieren über das aktuelle Leid des FC Aarau. Und stellen dann klar: Am Sonntag wird die Freundschaft für 90 Minuten ausgesetzt. https://www.bzbasel.ch/sport/fussball/b ... -133237335
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shalako
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Verfasst: Sonntag 23. September 2018, 10:20 |
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23.09.2019  Zitat: Sind die Young Boys nun verwundbar?
In der Champions League setzte es für YB die 1. Saisonniederlage ab. Die Basler werden nun ihre Chance wittern.
Erst kam die Cup-Erlösung gegen Schaffhausen für YB erst in der Nachspielzeit der Verlängerung. Dann wurden die Berner bei einer mutigen CL-Premiere gegen Manchester United mit 0:3 abgewatscht. Die 1. Saisonniederlage war Tatsache.
Es wird den einen oder anderen personellen Impuls geben. Autor: Gerardo Seoanevor der Partie gegen Basel
Zuvor schienen die Berner unantastbar, überzeugten mit Ausnahme der 1. Cup-Runde in Biel restlos. Wenn nicht jetzt, wann sind die «Gelbschwarzen» dann zu stürzen, wird man sich in Basel wohl denken.
Die «Bebbi» stehen mächtig unter Zugzwang: Bei einem YB-Sieg lägen die Basler nach 7 Spielen bereits 12 Punkte hinter dem amtierenden Meister. Die Felle drohten erneut davonzuschwimmen. Viele Fragezeichen im Vorfeld
Die Basler selbst gehen mit gemischten Gefühlen in die Partie.
- Während der Nati-Pause blieb dem FCB viel Zeit für Trainings. Etwas, das Trainer Marcel Koller in der Anfangszeit stets fehlte. - Die Verletztenliste ist nach wie vor lang: Samuele Campo, Valentin Stocker, Marek Suchy, Carlos Zambrano und Jonas Omlin werden nicht dabei sein. Taulant Xhaka fehlt zudem gesperrt. - Aus dem letzten Aufeinandertreffen werden die Basler Mut mitnehmen: Mit 5:1 wurde YB zu Hause abgefertigt. - Blickt man nur auf die Partien im Stade de Suisse, sind die Young Boys im Vorteil. Nur gerade ein Unentschieden liessen die Berner in den letzten 5 Heimspielen gegen den FCB zu.
Abzuwarten bleibt, wie YB mit der Doppelbelastung umgehen kann. Koller meinte am Freitag, dass dies so früh in der Saison weder Vor- noch Nachteil für «Gelbschwarz» sei.
YB-Trainer Gerardo Seoane kündigte jedoch «den einen oder anderen personellen Impuls» an. Er dürfte also auf verschiedenen Positionen rotieren. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... verwundbar
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shalako
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Verfasst: Sonntag 23. September 2018, 10:22 |
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23.09.2019  Zitat: Fabian Frei vor Duell YB-Basel
«Kam nicht hierher, um Zweiter zu werden»
Basel steht gegen YB unter Zugzwang. Wir haben vor dem Klassiker FCB-Mittelfeldspieler Fabian Frei auf den Zahn gefühlt.
Es geht um ungewöhnlich viel für Basel so früh in der Saison. Verliert der entthronte Serienmeister beim Gastspiel in Bern, wächst der Rückstand bereits auf 12 Punkte an. Ob die Nerven am Rheinknie angespannt sind? Wir haben versucht, Fabian Frei mit provokativen Thesen aus der Reserve zu locken.
Zuerst gab es unter Marcel Koller 6 Siege in Serie, danach Unentschieden gegen Thun und Zürich sowie das Out im Europacup. These 1: «Der Effekt des Trainerwechsels ist bereits wieder verpufft»
«Überhaupt nicht. Wenn man die ersten 10 Spiele zusammennimmt, inklusive Cup, dann sind es 7 Siege und 2 Unentschieden. Diese Ausbeute ist okay, auch wenn wir nach den 6 Siegen natürlich am liebsten weiter gewonnen hätten. Schlimm war die Niederlage auf Zypern, die tat sehr weh. Insgesamt sehe ich aber eine positive Entwicklung, der Effekt ist nicht verpufft.»
These 2: «Der Machtwechsel ist vollzogen. Der FCB kann YB am Sonntag schlagen, aber den Titel kann er den Bernern nicht streitig machen.»
«Das könnt ihr sagen, wir sagen das so sicher nicht! Natürlich: YB ist letztes Jahr Meister geworden, verdient und klar, jetzt sind es 9 Punkte Vorsprung. Aber Machtwechsel tönt ein bisschen grob. Wenn wir am Sonntag gewinnen, bin ich überzeugt, dass die Meisterschaft noch lange nicht entschieden ist.»
These 3: «Sie können den Namen ‹YB› nicht mehr hören!»
«Nein. Natürlich wäre es mir lieber, wenn wir in der Situation von YB wären. Aber sie haben es sich absolut verdient, dass man so viel von ihnen spricht. Ich bin der Erste, der anerkennen kann, was sie in den letzten eineinhalb Jahren geleistet haben. Nichtsdestotrotz will ich alles unternehmen, dass sich dies wieder ändert und wir bald wieder dort oben stehen.»
Wenn der FC Barcelona anrufen würde, müsste ich es mir vielleicht noch einmal überlegen. Autor: Fabian Frei
Letzte Saison kein Titel, diese Saison kein Europacup. These 4: «Sie bereuen den Wechsel zu Basel»
«Keineswegs! Ich habe den Wechsel nie bereut und werde ihn auch nie bereuen. Logisch kam ich nicht hierher, um Zweiter zu werden. Aber es gehört im Fussball dazu, dass man schwierige Zeiten durchmacht. Ich bin absolut überzeugt, dass wir das überstehen, gestärkt zurückkommen und früher oder später wieder dort stehen, wo wir hingehören.»
These 5: «Trotz Vertrag bis 2022: Bei einem Angebot aus dem Ausland verlassen Sie den FC Basel.»
«Nein – okay, wenn der FC Barcelona anrufen würde, müsste ich es mir vielleicht noch einmal überlegen. Aber grundsätzlich ist für mich das Thema Ausland abgeschlossen. Ich habe beim FCB bewusst für viereinhalb Jahre unterschrieben und nicht mal annähernd einen Grund, mich mit einem Wechsel zu beschäftigen.» https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -zu-werden
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Hauptstadt
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Verfasst: Sonntag 23. September 2018, 11:46 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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von Ballmoos Mbabu-Camara-von Bergen-Benito Fassnacht-Bertone-Sanogo-Sulejmani Ngamaleu-Hoarau
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