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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 16:03 
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Alles zum Spiel YB - Valencia

Verletzt:
Lotomba, Von Ballmoos.

Gesperrt:
Camara (nach Platzverweis in Turin)

Das Spiel ist mit 31'120 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauft.

Die Matchbesucher werden gebeten, das Spielfeld auf keinen Fall zu betreten und keinerlei Gegenstände auf den Rasen zu werfen.
Eine frühzeitige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen.

Anreise- und Parking-Infos (Grafik): http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/A ... arking.png

Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.


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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 22:46 
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YB-Regisseur Djibril Sow verehrt die Spanier

«Valencia spielt den besten und schönsten Fussball»

YB-Regisseur Djibril Sow outet sich vor dem dritten Champions-League-Match von YB gegen Valencia als Fan des iberischen Fussballs.

Neun Spiele in der Primera Division, zwei in der Champions League und nur ein einziges gewonnen, bei Real Sociedad San Sebastian. Platz 14 in der LaLiga. Und erst ein Punkt in der Königsklasse, immerhin bei Manchester United. Wenn es einen guten Moment gibt, gegen Valencia zu spielen, dann jetzt!

«Wenn man die Statistiken sieht, sind die schwer zu glauben, bei der Mannschaft, die die haben», sagt YB-Regisseur Djibril Sow. «Unterschätzen werden wir sie niemals. Aber wenn sie nicht in Form sind, wollen wir das mit einem mutigen Auftritt ausnützen.» Man werde dann sehen, ob sie ins Schwimmen kommen würden, wenn es YB gelänge, sie vor Probleme zu stellen. «Aber es wird auch so sehr schwierig.»

«Lassen wir die spielen, wird es enorm schwierig»

Sow ist Anhänger des spanischen Fussballs. Das spürt man in jedem Satz. «Valencia spielt den schönsten und besten Fussball in unserer Gruppe.» Immerhin heissen die anderen beiden Teams ManUtd und Juve... «Klar. Doch Manchester hatte bei uns keine klare Spielidee, spielte enorm kompakt und mit schnellen Gegenstössen... Und Juve setzte vor allem auf Disziplin, liess gar nichts zu und verteidigte super. Da waren wir fast chancenlos. Der spanische Fussball hingegen ist sehr technisch, legt Wert auf Kombinationen. Und auch Valencia spielt enorm gepflegt hintern heraus. Wenn wir die spielen lassen und nicht eng beim Mann sind, wird es enorm schwierig!»

Und doch: YB steht unter einem gewissen Druck, denn mit einer Niederlage wäre selbst das Rennen um den dritten Gruppenplatz, mit dem man im Frühling in der Europa League weitermachen kann, nur noch Utopie. Zumindest Verlieren ist also absolut verboten! Noch besser wäre ein Sieg. Wenn man in der Champions League einen solchen holen will, dann im Heimspiel gegen Valencia. Und dann würde es auch einen ersten Champions-League-Torschützen in der Geschichte von YB geben. Endlich. Läuft da teamintern eine Wette? Djibril Sow verräts. Im Video.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 07751.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 22:48 
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Mit 36 Jahren

Wölfli kommt gegen Valencia zum CL-Debüt

Marco Wölfli wird am Dienstag in der Champions League von Beginn weg spielen. Für den Torhüter ist es eine Premiere.

Marco Wölfli wird im Herbst seiner Karriere nochmals ein wahres Highlight erleben. Gegen Valencia kommt er am Dienstag zu seinem Champions-League-Debüt.

Wölflis Glück im YB-Unglück

Grund dafür ist der Zusammenprall seines Konkurrenten David von Ballmoos. Der Emmentaler zog sich im Super-League-Spiel gegen Zürich eine Hirnerschütterung zu. «Wir sind überzeugt davon, dass er mit seiner Erfahrung eine gewisse Ruhe ausstrahlen wird», meinte YB-Trainer Gerardo Seoane an der Medienkonferenz.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... -cl-debuet

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 22:53 
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YB vor CL-Spiel gegen Valencia

Kein Druck und kein Verlass auf die Statistik

Auf dem Papier erwartet YB mit dem CL-Heimspiel gegen Valencia die «einfachste» Aufgabe der Kampagne. Gibt es die ersten Punkte?

Im dritten Spiel der Champions League wollen die Young Boys zwei Nullen tilgen: die Null der Punkte und die Null der Tore. Ausserdem werden in den 2 Spielen gegen Valencia die Weichen gestellt. Danach wird man sehen, ob die Berner Aussichten haben, europäisch zu überwintern.

Man kann die Meisterschaften in Spanien und in der Schweiz nicht miteinander vergleichen.
Autor: Gerardo Seoane


Mit den Spaniern wartet die vermeintlich einfachste Aufgabe in der Gruppe mit Manchester United und Juventus. Valencia hat in dieser CL-Kampagne ebenfalls noch kein Tor zustande gebracht und ist auch in der Meisterschaft noch nicht auf Touren gekommen:

- Erst 1 Sieg aus 9 Spielen
- Nur 7 Tore erzielt
- Nur Platz 14 in der Tabelle

Von den Zahlen will sich YB-Trainer Gerardo Seoane nicht täuschen lassen: «Ich werde mich nicht auf die Statistiken verlassen. Man kann die Meisterschaften in Spanien und in der Schweiz nicht miteinander vergleichen.»

Valencia habe durchaus Qualitäten in der Offensive, sagt Seoane, und nennt als Beispiele Rodrigo Moreno, Kevin Gameiro oder Michy Batshuayi. Ausserdem präsentierten sich die Young Boys in den letzten Spielen nicht eben sattelfest in der Defensive.

Wenn wir aggressiv spielen, dann ist etwas möglich.
Autor: Djibril Sow


Fast ins Schwärmen gerät Djibril Sow, wenn er über Valencia spricht: «Sie spielen den schönsten Fussball in dieser Gruppe. Wenn wir sie spielen lassen, werden wir grosse Probleme haben. Wenn wir aggressiv spielen, dann ist etwas möglich.»

Punkte seien also möglich, doch müssten sie nicht gar zwingend sein? «Wir lassen uns nicht unter Druck setzen», sagt Seoane. «Wir wissen, wo wir sind. Wir vergessen nicht, gegen wen wir spielen. Wir wissen, welche Unterschiede da sind.» Doch die Marschroute ist klar: «Wir wollen mit einem perfekten Abend das Bestmögliche herausholen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... -statistik

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 22:54 
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Nur 1 Sieg aus 9 Liga-Partien

YB-Gegner Valencia steckt tief in der Krise

Valencia, am Dienstag Champions-League-Gegner von YB, steckt in einer gewaltigen Krise. Obwohl die Mannschaft von Trainer Marcelino erst zweimal verloren hat. Wie geht denn das bitteschön?

Schuld am Valencia-Schlammassel sind die Spanier selber – und die verflixte Drei-Punkte-Regel. Denn Valencia hat erst ein einziges Spiel in der Primera Division gewonnen. 2:0 bei Real Sociedad San Sebastian. Neun Spiele sind in der LaLiga gespielt.

Was im Umkehrschluss bedeutet: Die Südspanier haben nicht weniger als sieben Mal Unentschieden gespielt. Und da kommt man einfach nicht vom Fleck. Auch wenn zwei beachtliche 1:1 darunter waren - gegen Barcelona und Atlético Madrid. Unter dem Strich ergibt das Rang 14. Weit hinter den eigenen Ansprüchen.

Valencias irre Torflaute

Und die Fledermaus-Elf schiesst auch keine Tore. Null in zwei Champions-League-Einsätzen (immerhin gabs da das 0:0 bei Manchester United). Sieben in den neun Ligaspielen. Erst einmal, beim 2:2 gegen Levante, gabs mehr als ein Tor. Sieben verschiedene Schützen haben die Treffer erzielt.

Keiner hat doppelt getroffen. Auch keiner aus dem hochwertigen Sturmtrio mit den Nationalspielern aus den derzeit wohl besten Landesauswahlen der Welt: Rodrigo (Spanien), Michy Batshuayi (Belgien) und Kevin Gameiro (Frankreich), der allerdings seit anderthalb Jahren nicht mehr berücksichtigt worden ist.

YB-Coach Seoane vor dem Spiel

«Das sind auch junge Sportler, die mit Vertrauen in Höchstform kommen», sinniert YB-Coach Gerry Seoane. «Wenn man nicht sehr gut in eine Saison startet, etwas Pech hat, auf Gegner trifft, die dich gut aus dem Spiel nehmen, kommt man vielleicht etwas ins Grübeln. Das sind Menschen, die im Moment nicht das Selbstvertrauen haben, wie sie es in der Vergangenheit gehabt haben. Aber von der Qualität her sind das unglaubliche Top-Stürmer, die jederzeit ein Spiel entscheiden können. Es wird sicher ein Genuss, denen zuzuschauen.»

Na ja, hoffentlich nicht allzu sehr aus YB-Sicht. «Das hoffen wir auch», sagt Seoane lachend …

«Die Statistiken sind schwer zu glauben»

Die Resultatkrise erstaunt YB-Regisseur Djibril Sow: «Wenn man die Statistiken sieht, ist es schwer zu glauben, bei der Mannschaft, die die haben», sagt der Zürcher. «Unterschätzen werden wir Valencia niemals. Aber wenn die Spanier nicht in Form sind, wollen wir das mit einem mutigen Auftritt ausnützen.» Man werde dann sehen, ob sie ins Schwimmen kommen würden, wenn es YB gelänge, sie vor Probleme zu stellen. «Aber es wird auch so sehr schwierig.»

Übrigens: Zu all dem fehlt Valencia am Dienstag noch der russische WM-Star Denis Tscherischew und der Portugiese Gonçalo Guedes.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 09918.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 22:56 
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Seoanes Spässchen mit Wölfli

Marco Wölfli wird gegen Valencia erstmals in der Champions League im Tor stehen. Sein Trainer Gerardo Seoane nimmt das locker.

Der YB-Spieler, über den am meisten gesprochen wird, ist am Montagmittag im Stade de Suisse nicht zugegen. Die Young Boys haben zur Medienkonferenz vor der Partie gegen Valencia geladen. In der Mitte des Podiums sitzt Trainer Gerardo Seoane, neben ihm hat Djibril Sow Platz genommen. Doch vorerst bekommt der junge Mittelfeldspieler keine Gelegenheit, sich zu äussern.

Nach ein paar Wortmeldungen Seoanes sieht sich der YB-Medienchef genötigt, Sow selbst zu lancieren. Der Nationalspieler antwortet auf die entsprechende Frage, dass Valencia jener Gruppengegner sei, der den ansehnlichsten Fussball spiele. «Aber wenn wir forsch und aggressiv auftreten wie in der ersten Halbzeit gegen Manchester United, ist vieles möglich.»

Von grösserem Interesse als Sow oder den Stärken und Schwächen der Spanier ist die Befindlichkeit Marco Wölflis. Der 36-jährige Meisterheld, im Sommer zum Ersatztorhüter degradiert, kann am Dienstag ein weiteres Kapitel seiner erstaunlichen Comeback-Story schreiben. Weil sich David von Ballmoos am Samstagabend beim FC Zürich eine Gehirnerschütterung samt Nasenbeinbruch zugezogen hat, kommt er zur Premiere auf grosser Bühne. Es tue ihm leid für von Ballmoos, sagt Seoane. «Aber wir freuen uns für Marco, dass er in seinem jungen Alter die Gelegenheit erhält, in der Champions League zu spielen.»

Das Spässchen verdeutlicht die Lockerheit, die Seoane an den Tag legt. Der 39-Jährige, dessen Eltern aus Galicien stammen, wechselt problemlos zwischen Deutsch und Französisch, seine Antworten übersetzt er gleich selbst ins Spanische. Zu Wölfli sagt er auch: «Ich hoffe, er kann die positive Energie der letzten Saison mitnehmen und auf die Teamkollegen übertragen.» Derweil meint Sow, als er wieder einmal zum Zug kommt: «Mit Marco haben wir einen Leader mehr auf dem Platz.»

Camara fehlt gesperrt

Auch die Defensive der Young Boys bot in den letzten Wochen Gesprächsstoff. In den vergangenen drei Partien gegen Juventus, Luzern und Zürich hat YB je drei Tore erhalten. Seoane bemängelt an der Medienkonferenz das Verhalten bei Standardsituationen sowie das Umschalten bei Ballverlust.

In der Innenverteidigung dürfte gegen Valencia erneut Sandro Lauper zum Zug kommen. Mohamed Ali Camara fehlt nach Gelb-Roter Karte in Turin gesperrt. Und Gregory Wüthrich ist zwar wiedergenesen, seinen letzten Ernstkampf bestritt er aber Anfang September.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/21599117

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 08:14 
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YB ist in der Champions League noch ohne Tor und Punkt – das soll sich gegen Valencia ändern

Zwei Spiele, null Punkte, null Tore. Gegen Man United und Juventus gab es für die Berner nichts zu holen. Doch nun strebt YB in der Champions League gegen das formschwache Valencia das erste Erfolgserlebnis an.

Spielen die Young Boys wie eine Altherrenmannschaft? Nein, natürlich nicht, wie am Samstag beim 3:3 gegen den FCZ ja bestens zu sehen war. Als sie in der zweiten Halbzeit ordentlich Dampf machten und hinterher niemand behaupten konnte, die Senioren Hoarau (34) und von Bergen (35) hätten wie Senioren gespielt. Und deshalb musste YB auch nicht zu einer Extra-Pressekonferenz einladen wie jüngst der FC Bayern, um unverschämte Medien und Kritiker in den Senkel zu stellen.

Dabei gäbe es doch auch für die Berner allen Grund, von den gigantischen sportlichen Problemen abzulenken. Gleich drei Mal in Folge sind sie jetzt sieglos geblieben und haben in Turin (0:3), gegen Luzern (2:3) und in Zürich jeweils drei Gegentore kassiert.
YB, die Schiessbude der Nation? Nein, natürlich nicht. Selbst wenn in diesen Spielen zu erkennen war, dass in der Innenverteidigung sowohl Mohamed Camara (ist gegen Valencia gesperrt) wie Sandro Lauper (noch) ziemlich fehleranfällig sind. «Gegen Luzern kassierten wir zwei Gegentore durch ruhende Bälle, was sonst keine Schwäche von uns ist», sagt Trainer Gerardo Seoane, «gegen den FCZ standen wir zwei Mal extrem hoch und wurden in der Phase des Umschaltens kalt erwischt.»

Torflaute bei Valencias Stürmern

Deshalb sich nun aber vor der Angriffswucht des FC Valencia mit den Topangreifern Rodrigo, Gameiro und Batshuayi zu fürchten, wäre übertrieben. Jeder dieser Nationalspieler (Spanien, Frankreich, Belgien) hat es in dieser Saison nur auf ein einziges Törchen gebracht. «Wir sollten uns nicht auf diese Statistik verlassen. Die drei sind hochkarätig», sagt Seoane.

Dass Stammgoalie David von Ballmoos mit einer Kopfverletzung ausfällt und somit Marco Wölfli im Alter von 36 Jahren zum Champions-League-Debüt kommt, wird bei YB nicht als Handicap betrachtet. «Für von Ballmoos tut es mir leid. Andererseits freue ich mich aber, dass Wölfli in diesem Alter noch die Königsklasse erleben darf. Er wird seine positive Energie auf die Mannschaft übertragen und Ruhe ausstrahlen», sagt Seoane.

3.1 Millionen für den Sieg

Dazu kommt der Kunstrasenvorteil, zumal der FC Valencia in der Heimat kein einziges Mal auf Plastik trainiert hat. Gelingt es YB, das Tor reinzuhalten, dann hat es den ersten Champions-League-Punkt, und damit eine Prämie von einer Million Franken, schon mal auf sicher.

Aber Gelb-Schwarz liebäugelt mit einem Sieg (Prämie: 3,1 Millionen Franken) gegen den formschwachen Gegner, der in elf Pflichtspielen lausige sieben Tore erzielt hat. Dafür aber muss bei YB die imposante Torproduktion aus der Super League auch in der Champions League anlaufen. Wie Valencia wartet YB noch auf den ersten Torjubel.

Angesichts der zwei bisherigen Gegner Manchester United (0:3) und Juventus (0:3) ist dies zwar keine Blamage, auf der anderen Seite aber hatte die «Berner Zeitung» vor zwei Wochen recherchiert, dass YB mit 34 Toren in 10 Spielen weltweit das torgefährlichste Team aus allen ersten Ligen sei.

Zwar ist es am Wochenende von Paris Saint-Germain (5:0 gegen Amiens) abgelöst worden, doch eine Equipe wie YB, die in der Meisterschaft in den letzten 42 Partien immer mindestens ein Tor geschossen hat, kann auch in der Champions League Tore schiessen. Erst drei Teilnehmer (Deportiva La Coruña (2004/05), Maccabi Haifa (2009/10), Dinamo Zagreb (2016/17), haben bisher in der Gruppenphase in sechs Spielen den Ball nie im Netz untergebracht.

YB spürt keinen Druck

Verlieren die Young Boys gegen Valencia, sind die Chancen indes gross, dass sie nicht europäisch überwintern. «Deswegen machen wir uns aber überhaupt keinen Druck», sagt Seoane, dessen Wurzeln in Spanien liegen und der als Profi einmal bei La Coruña unter Vertrag stand. «Wir freuen uns auf das Spiel und wollen mit einem perfekten Abend das Bestmögliche herausholen.»


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133617828

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 08:15 
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YB ist in der Champions League in guter Gesellschaft

Zwei Spiele, null Punkte, 0:6 Tore – die bisherige Bilanz der Young Boys bestätigt die Tendenz, dass sich kleine Klubs im Konzert der Grossen schwertun. Nun versuchen die Berner am Dienstagabend gegen Valencia in der Königsklasse Tritt zu fassen.

In der Schweiz ist das Kürzel YB Allgemeingut. Anders auf Sardinien. Wer sich dort Anfang Oktober in Bars danach erkundigt, wo der Pay-TV-Match von Juventus Turin zu sehen sei, hört die nachgelagerte Frage des Italieners: «Gegen wen spielt die Juve?» Die Antwort: «Young Boys.» Der Zusatz «Berna, Svizzera» ist vonnöten, weil auf Sardinien die Young Boys auch aus Kasachstan oder Tschechien stammen könnten. Die Champions League gibt viel Geld. Und Beachtung.

Das manifestiert sich darin, dass die «Gazzetta dello Sport» vor dem Spiel Juventus - YB etwas über den YB-Stürmer Guillaume Hoarau schreibt. Überschaubar zwar, aber immerhin. Es gibt die Feriengeschichte einer Familie, die auf Elba am Fernsehen YB in Turin sehen wollte. Doch sie fand keinen Ort, und als Juventus schon nach 5 Minuten 1:0 in Führung lag, wie das Internet meldete, verzichtete sie auf weitere Pay-TV-Anstrengungen. Sie ahnte: Das kommt nicht gut. Die Bühne Champions League kann schnell zu gross werden.

1:4, 1:6, 1:6, 2:6, 2:7, 0:6

Auf Sardinien und auf Elba ist YB nach dem Juve-Spiel unter Einheimischen so wenig bekannt wie vor dem Spiel. 0:3, arrivederci. Nun will YB gegen den momentanen spanischen Mittelfeldklub Valencia nicht gleich die Sterne vom Himmel holen, aber etwas für das Gemüt tun. Von den vier Halbzeiten gegen Manchester United (0:3) und gegen Juventus (0:3) sendete nämlich nur eine ein hörbares YB-Signal aus – die erste gegen ManU.

YB ist in guter Gesellschaft, weil sich auch andere Klubs aus kleineren Nationen unter den Grossen des europäischen Fussballs abmühen. Mannschaften wie Celtic Glasgow, Anderlecht, Karabach, Olympiakos Piräus, Maribor, Feyenoord oder Nikosia holten 2017/18 kaum oder nur in jenem Moment Punkte, als es um nichts mehr ging. Ihr Torverhältnis nach je 6 Spielen: 23:109. Jetzt sind zwei Runden vorbei, und es sieht für Vereine wie Brügge, Eindhoven, Roter Stern Belgrad, AEK Athen, Viktoria Pilsen und YB nicht besser aus. Oder in Toren: 1:4, 1:6, 1:6, 2:6, 2:7 und 0:6. Das liegt im letztjährigen Schnitt und deutet nicht darauf hin, dass sich Kleine Gehör verschaffen.

Das schlagende Argument für die sonst mehrheitlich gemarterten Kleinen lieferte vor Jahresfrist der FC Basel, der nach seinem krassen Umbruch und mit dem Trainer Raphael Wicky gegen Benfica Lissabon, ZSKA Moskau und Manchester United nicht weniger als 12 Punkte holte. Das dürfte für lange Zeit Schweizer Rekord bleiben und ist ein herausragender Wert. Manchmal merkt man erst später, was man hatte.

Baustelle Abwehr

Es wäre vermessen, von YB in der Gruppe mit ManU, Juventus und Valencia 10 oder 12 Punkte zu erwarten. Aber wenn die Berner auf internationalem Terrain mehr Temperatur erhalten wollen, sind sie in ihrem Heimspiel auf dem Kunstrasen gegen Valencia gefordert. Aus den ersten zwei Spielen nimmt der YB-Trainer Gerardo Seoane drei Dinge mit: die Leidenschaft und den Mut gegen ManU; die Tatsache, dass «Unachtsamkeiten sofort ausgenutzt werden»; und «dass die ersten 5, 10 Minuten entscheidend sind, wie du ins Spiel findest». Da spricht er den Auftritt in Turin an, der eigentlich schon vor dem Anpfiff verloren war und fast in jedem Bereich zu viele Mängel zutage förderte, als dass der Klub auf hohem Niveau hätte bestehen können.

Das 3:3-Remis zuletzt in der Meisterschaft gegen den FC Zürich offenbarte eine Instabilität in der Abwehr. Da ist nicht der verletzt ausgeschiedene Torhüter David von Ballmoos gemeint, der durch Marco Wölfli ersetzt wird. Den späten Trouvaillen in der Karriere des 36-Jährigen wird jetzt noch jene der Champions League beigefügt. Nein, das 3:3 steht für eine Baustelle, zu der die zentrale Abwehr geworden ist. Sandro Lauper verteidigte neben Steve von Bergen, was nicht zu erhöhter Stabilität führte. Gegen Valencia wäre anstelle des bald 22-jährigen Lauper wieder mit dem 21-jährigen Mohamed Ali Camara zu rechnen, doch der ist nach dem Platzverweis in Turin gesperrt. Eine der Folgen aus der Turiner Lehrstunde.


https://www.nzz.ch/sport/yb-ist-in-der- ... ld.1430277

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 08:17 
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Der FC Valencia schiesst keine Tore mehr

Die Young Boys empfangen am Dienstagabend in der Champions League den FC Valencia. Das spanische Team ist ambitioniert in die Saison gestartet, enttäuscht aber in der Liga und spielt vor allem remis. Es fehlt an der Harmonie im Angriff.

Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch angesetzt. Die Champions League als Schaufenster nutzen und im Championat mindestens den vierten Rang wiederholen – so hatte man sich beim FC Valencia eine Saison vorgestellt, in der das hundertjährige Bestehen gefeiert wird. Hinter vorgehaltener Hand war sogar vom Titel die Rede, die klangvollen Namen der Zugänge beflügelten die Phantasie.

Nicht hoffnungslos

Vor diesem Hintergrund ist die Zwischenbilanz ernüchternd, die Lage aber nicht hoffnungslos. Obschon die Remis-Könige nur gerade eines von elf Pflichtspielen gewannen, sind sie in beiden Wettbewerben noch im Rennen. Auch andere Spitzenklubs haben in der Liga mehrfach Schwächen gezeigt, der Abstand zu den europäischen Plätzen bleibt daher überschaubar. Und dank dem Unentschieden bei Manchester United ist in der Königsklasse ein Weiterkommen möglich, sofern die Torflaute schnell überwunden wird. Eine Gelegenheit dazu bietet sich am Dienstag in Bern gegen die Young Boys.

«Die Mannschaft ist besser als letzte Saison, nur die Resultate fehlen», sagt der Trainer Marcelino Garcia Toral. Dem gebürtigen Asturier Toral hatte grossen Anteil daran, dass Valencia nach längerer Durststrecke und zahlreichen Trainerwechseln unverhofft schnell zur Spitze aufschloss. Im sportlichen Bereich darf er nun schalten und walten. Zwar konditionierten finanzielle Limiten die Personalpolitik, mit Kevin Gameiro und Michy Batshuayi zog es dennoch renommierte Angreifer nach Valencia. So verwundert die mässige Torausbeute: Sieben Treffer in der Liga, achtzehn weniger als vergangene Saison nach neun Runden, Fehlanzeige in der Champions League. Auch personelle Experimente im bewährten 4-4-2-System brachten keinen Umschwung.

Um spielerische Mängel wettzumachen, wären direktere Wege zum Tor und Flanken ein Rezept. Allerdings fehlt nach Simone Zazas Abgang ein Herr der Lüfte im Strafraum.

Das Problem ist weniger die Integration neuer Spieler, die selten auf Anhieb gelingt, als eine Baisse der Leistungsträger. Sekundiert vom Franzosen Geoffrey Kondogbia, lenkte der Captain Dani Parejo vergangene Saison das Spiel und erzielte mehrere wichtige Freistosstore. Von seinen Ideen profitierte besonders der Topskorer Rodrigo Moreno, der eine feste Grösse im Nationalteam ist. Auch die Zuspiele des Portugiesen Gonçalo Guedes, der gegen die Young Boys verletzungsbedingt fehlen wird, verwandelten Valencia in eine Torefabrik.

Weil dieses magische Quartett nach der Weltmeisterschaft in Russland einen längeren Anlauf brauchte und selten vollständig auf dem Platz stand, harzt es in Valencia. Guedes setzt in einem physisch starken Team mit seiner Technik und Schnelligkeit Akzente am Flügel, kommt aber nicht regelmässig zum Zug. Die Verhandlungen mit PSG um einen Transfer der Leihgabe zogen sich bis Ende August hin.

Destruktive Bewachung

Als der Deal endlich perfekt war, atmete der Trainer Toral auf – Valencia darf 40 Millionen Euro Ablöse in Raten über sechs Jahre abstottern. Doch im Match gegen Barcelona (1:1) wurde Guedes wieder ein Opfer destruktiver Bewachung. Spieler seines Typs scheinen den Zeitgeist herauszufordern, das ist ein gefährlicher Trend. Das spektakuläre Image der spanischen Liga basiert nämlich auf dem ungeschriebenen Gesetz, jene Individualisten zu schützen, die das Spektakel erst ermöglichen.


https://www.nzz.ch/sport/der-fc-valenci ... ld.1430196

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 08:52 
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Im Berner Adelsstand

YB-Kapitän Steve von Bergen erlebt heute Abend im Heimspiel gegen Valencia einen späten Höhepunkt seiner Karriere.

Das Wettangebot geht so: Spätestens in 5 Jahren trainiert Steve von Bergen Xamax!

Steve von Bergen lächelt, mit einer Mischung aus Belustigung und Entrüstung weist er jeglichen Verdacht von sich, an einer ambitionierten Trainerkarriere interessiert zu sein. «Ich habe noch nicht mal richtig mit einer Ausbildung begonnen», sagt er. Und: «In den letzten Jahren musste meine Familie oft extrem Rücksicht auf den Fussball nehmen. Das soll später nicht mehr so sein.»

Diesen Vorsatz haben schon viele gehabt, YB-Sportchef Christoph Spycher beispielsweise. Aber vom Fussball loszukommen, ist gar nicht so einfach. Und schon gar nicht für Menschen wie Spycher und von Bergen, klug und geerdet, mit Erfahrung, Sozialkompetenz, Führungsqualitäten. Steve von Bergen bringt jedenfalls vieles dafür mit, irgendwann als Fussballlehrer tätig sein zu können. Er befindet sich gerade auf Abschiedstour, aber das tat er im Grunde genommen letzte Saison ja auch schon.

Im Sommer lief sein Vertrag aus, es gab für seine Laufbahn drei Optionen: YB, Xamax, Feierabend. Der Neuenburger verlängerte um ein weiteres Jahr in Bern, Heimatverein und Ruhestand können warten. Und nun gibt es im Prinzip für die Zeit nach dem Sommer 2019 wieder diese drei Möglichkeiten: YB, Xamax, Feier­abend. Von Bergen sagt, er werde die Entwicklung abwarten. «So schnell werdet ihr mich nicht los», meint er schmunzelnd.

Alte Knochen,neue Gelassenheit

Steve von Bergen ist einen langen Weg gegangen, er hat 2000 in der NLA für Xamax debütiert, mit 17, und ist fast zwei Jahrzehnte später immer noch in der obersten Spielklasse unterwegs. Aus dem Schüler ist ein Lehrer geworden, der seinen Beruf mit Passion ausübt. Und von dem Christoph Spycher sagt: «Er ist für uns mit seiner Ausstrahlung und Art auf und neben dem Platz enorm wichtig.»

Vor dieser Saison hiess es bei YB, von Bergen werde vielleicht nicht mehr alle drei Tage spielen, sondern Pausen erhalten – und nun spielt von Bergen alle drei Tage, wenn es die Agenda so will, als wäre er nicht 35, sondern 25. «Zum Glück gibt es Länderspielpausen», sagt er. «Dann kann ich meine alten Knochen und Muskeln schonen.»

Auf diesem langen Weg mit von Bergen hat man sich gerieben und gestritten und aneinander gewöhnt, so sehr, dass heute sogar mal ein Witzchen oder eine Wette drinliegen. Kratzbürstig aber kann der Mann, der in Medienkreisen auch schon Journalistenfresser genannt wurde, immer noch sein, wenn er das Gefühl hat, ungerecht behandelt zu werden.

Dann kann er auch einmal monatelang Gespräche absagen. Weil sich von Bergen das leisten kann und leisten will. Polemik lehnt er aus Überzeugung ab. Mit sachlicher Kritik umzugehen aber, das kann selbst für einen wie ihn, der es direkt, authentisch, schnörkellos mag, zuweilen kompliziert sein.

Mehrere Zeitungen hatten den Sicherheitschef der YB-Defensive vor 14 Monaten nach einer Reihe missglückter Darbietungen in Zweifel gezogen. Von Bergen hat reagiert, und wie, er war ein Pfeiler des Meisterteams – und er ist auch im Champions-League-Herbst 2018 wieder eine Stütze. «In unserer Mannschaft herrscht eine tolle Stimmung», sagt er, «und wir haben eine ideale Mischung aus Routiniers, welche in der Kabine führen, sowie Talenten. Da fällt es jedem leichter, gute Leistungen zu zeigen.»

Lehrer für die Jungen, Lehrling in der Königsklasse

Möglicherweise ist Steve von Bergen fussballeraltersmild geworden. Zumindest ein bisschen. Vor 12 Monaten schrieb die «Berner Zeitung», der alte Mann habe sich neu erfunden. Und nun, mit mittlerweile 35, setzt von Bergen diesen Prozess entschlossen fort. Man spürt eine innere Ruhe, eine Genugtuung auch, der Erfolg mit YB hat ihn gelassener gemacht.

Von Bergen ist mit sich im Reinen. Zumal er den ultimativen Beweis erbracht hat, dass sich der 2013 unterschriebene Fünfjahresvertrag, prächtig dotiert, auch für seinen Arbeitgeber gelohnt hat. Wer die Young Boys nach 32 Jahren zum Meistertitel führt, darf sich «Von» nennen. Steve von Bergen ist gewissermassen in den Berner Adelsstand erhoben worden.

Sein Wert reicht weit über den Rasen hinaus, das bestätigen ­viele, zum Beispiel all die Yvon Mvogos und David von Ballmoose, Jordan Lotombas und Kevin Mbabus, Kassim Nuhus und Grégory Wüthrichs, die von ihm bei YB angeleitet wurden und werden. «Er nimmt sich viel Zeit für uns», sagt Mbabu, «und er strahlt immer eine grosse Ruhe aus. Man spürt, dass er eine riesige Erfahrung besitzt.»

50 Länderspiele hat von Bergen bestritten, er schlug an der WM 2010 mit der Schweiz den späteren Weltmeister Spanien, holte drei Meistertitel mit Zürich und YB, spielte in Bundesliga und Serie A, und nun erlebt er im fortgeschrittenen Fussballeralter auch noch die Sternenliga.

«Das sind besondere Spiele, die Champions-League-Hymne ist magisch», sagt er, «und wir haben ja eine richtig attraktive Gruppe erwischt. Leider für uns haben etliche Gegenspieler Weltklasseformat.» Auch er ist fasziniert von der Königsklasse, auf Trikotjagd jedoch geht er nicht. «Das hat mich nie gross interessiert, und heute bin ich zu alt dafür.»

Unbeschwert mit 25,unerschütterlich mit 35

Das Heimspiel heute gegen Valencia ist für die Young Boys die wohl letzte Gelegenheit, in den Kampf um Rang 2 oder zumindest Rang 3 noch einzugreifen. «Wir wissen, dass wir die perfekte Leistung benötigen, um Punkte zu gewinnen», sagt von Bergen. «Wir haben gegen Manchester United und bei Juventus 0:3 verloren und in Turin sogar eine Lehrstunde erhalten. Aber das ist vielen anderen Teams auch schon passiert.»

Und Valencia? Das sei zwar nicht wunschgemäss in die Saison gestartet, habe aber in den letzten Wochen gegen Barcelona und bei Manchester United unentschieden gespielt. «Wer von uns erwartet, dass wir diesen Gegner einfach so schlagen, lebt in einer Fantasiewelt.»

Realist von Bergen ist immer noch der beste YB-Innenverteidiger, beim 3:3 am Samstag in Zürich gegen den FCZ aber lief es auch ihm in der ersten Halbzeit nicht rund. Drei Tage später nun also Valencia, Königsklasse, von Bergen wird die Young Boys und speziell deren junge Buben wie immer führen, dirigieren, motivieren. Und er wird sich ­gewissenhaft vorbereiten, sein Arbeitstag dauert heute deutlich länger als vor 10 Jahren.

«Damals gab es fast nur Fussball für mich, heute habe ich Familie und zwei Kinder. Damals war ich schneller, heute hilft mir die Routine.» Und mit 25 sei er unbeschwert ins Training gegangen, nun würde er wohl einen Muskelfaserriss erleiden, wenn er auf den Platz liefe und gleich mal aufs Tor schiessen würde.

Sorgfältige Präparation sowie umfangreiche Regeneration gehören dazu, seit einem Jahr gönnt sich von Bergen sogar Massagen, er steigt jeden Tag unerschütterlich ein paar Minuten ins Eiswasser, lebt und ernährt sich gesünder. «Wenn man sieht, wie er täglich alles dafür tut, Erfolg zu haben», sagt YB-Trainer Gerardo Seoane, «weiss man, was für ein Vorbild er ist.»

Normaler Mensch,spezieller Fussballer

Von Bergen ist derart normal und old school, wie man im Jugend­slang sagt, dass er im bunten Fussballgeschäft mit all seinen Selbstdarstellern auffällt. Es ist ihm wichtig, Werte wie Anstand, Bescheidenheit, Demut vorzuleben. Aber manchmal muss er in der Kabine schmunzeln, wenn die Jungen sofort alles posten, ­liken, kommentieren auf Instagram, Twitter, Facebook oder welchen Apps auch immer.

«Das ist heute wohl so. Und sie sind so schnell. Ich muss nie Angst ­haben, irgendetwas zu verpassen.» Er besitzt zwar ein Smartphone, ein altes, das bald auseinanderfällt, Apps aber sind nicht seine Welt. «Ich brauche das Handy vor allem, um zu telefonieren. Ich werde nie verstehen, warum man sein Essen fotografiert und das ins Internet stellt.»

Solche Dinge muss Steve von Bergen nicht mehr begreifen. Die Sache mit der Trainerkarriere aber, die könnte irgendwann, vielleicht früher, vielleicht später, schon zum Thema werden. Möglicherweise wird er zuerst mal als Lehrling bei YB in den Betrieb einsteigen. 2019. Oder 2020. Und wenn sein Herzensclub Xamax 2023 einen Trainer sucht, könnte er bereit sein.


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