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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:27 
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YB-Mbabu trainierte einst mit ManUtd

«Pogba hat sich um mich gekümmert»

YB-Überflieger Kevin Mbabu verbrachte auf der Insel einst einen ganzen Tag mit Manchester-Superstar Paul Pogba. Der Franzose, damals 17, war Betreuer des Schweizers, damals 15.

Kevin Mbabu (23) betritt wie die gesamte YB-Mannschaft mit dem ersten Champions-League-Match gegen Weltklub Manchester United Neuland. Und doch: Pogba (25), der Superstar der Milliardentruppe aus dem Theater der Träume, kennt den Schweizer bereits. Die Frage ist nur: Weiss er das noch? Noch besser wäre es: Er erinnert sich nach dem Spiel ganz genau an den Genfer.

Die Geschichte geht so: Der hoch talentierte Servette-Junior Mbabu wird 2010 eingeladen, ein einwöchiges Testcamp im Trafford Training Centre zu bestreiten. «Nur schon dieses Gelände zu betreten, war unglaublich», erinnert sich Mbabu.

Trainiert habe man, so der Rastaman, mit der U18 und den Reserven. Dazu gabs Ende Woche ein Freundschaftsspiel. Aber vor allem: «Als ich dort ankam, wurden uns die Spieler vorgestellt, die da waren. Die erste Mannschaft war in die Staaten abgeflogen für eine Tournee. Paul Pogba blieb hier, weil er noch mit der U17 oder U21 war. Man hat ihn mir vor­gestellt, weil er Französisch sprach. Er hat sich um mich gekümmert, hat mir die Einrichtung gezeigt.» Pogba war also Mbabus persönlicher Betreuer für einen Tag!

Pogba, die Legende

Der Neo-Nati-Aussenverteidiger weiter: «Ich hoffe, er erinnert sich an mich. Er war schon damals sehr sympathisch. Ich bin jedenfalls glücklich, einen Spieler kennengelernt zu haben, der so gross geworden ist. Und ich glaube nicht, dass er sich gross verändert hat.»

Vielleicht nicht als Mensch, aber als Fussballer bestimmt. Mittlerweile wurde Pogba mit Frankreich Weltmeister – und ist damit automatisch bereits eine Legende. Mit einem geschätzten Jahressalär von 25 Millionen Franken. Plus fünf Millionen Werbeeinnahmen. Ob da einer wirklich unverändert bleibt?

*******
«Müssen in Führung gehen»

Wer ist Ihr Lieblingsspieler von ManUtd?
Kevin Mbabu: Paul Pogba.

Wie ist ManUtd zu knacken?
Wir müssen unseren Prinzipien treu bleiben und dürfen uns nicht vom Namen des Gegners einschüchtern lassen, von diesen Wetklasse-Spielern. Wir müssen an unsere Stärken glauben. Und in Führung gehen.

Was war Ihr erstes Champions-League-Erlebnis?
Das war die Belle Epoque der AC Mailand, als die die Champions League noch gewannen. Ich erinnere mich genau an das legendäre 3:3 im Final 2005 gegen Liverpool – und die Niederlage im Penaltyschiessen. Und natürlich unsere historische Qualifikation.

Wo sind Sie ausserhalb des Fussballs Champions-League-würdig?
Küche! Da bin ich nicht schlecht! Letzthin habe ich einen Nudelauflauf gekocht. Der war supergut. Champions League!


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 67012.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:29 
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«Auch die ManUtd-Stars stehen auf und pinkeln»

von Moritz Marthaler - In Bern steigt das Champions-League-Fieber. Vier Protagonisten sprechen über ihr Karriere-Highlight und warum vielleicht mehr drin liegt, als viele YB zutrauen.

Am Mittwoch startet YB im Stade de Suisse gegen Manchester United in die Champions League. Zum ersten Mal in der Clubgeschichte geht es für die Berner in den prickelndsten aller Clubwettbewerbe. Captain Steve von Bergen hat gegen den einen oder anderen der Stars schon gespielt – und erklärt, warum diese doch nicht so übermächtig sind.

«Das Highlight bleibt der Meistertitel»

Djibril Sow: «Das Highlight meiner Karriere bleibt natürlich der Meistertitel mit YB. Aber das Spiel am Mittwoch ist jetzt schon einmal ein Riesending, klar. Ich bezweifle, dass die uns unterschätzen werden. ManUnited hat sich auch schon schwergetan gegen Schweizer Teams. Jetzt wollten alle kommen, das ist natürlich schön, aber ich habe nur den engsten Freunden Tickets gegeben – und vor allem denen, die auch gegen Thun oder Lugano kommen (schmunzelt). Ein Sieg wäre eine Sensation, ein Punkt grossartig. Ob der Sieg im engen Cup-Spiel gegen Schaffhausen ein gutes Omen ist, weiss ich nicht, aber auf jeden Fall sind wir jetzt heiss auf Manchester.»

«Ich fühlte mich zeitweise wie ein Ticketcorner»

Steve von Bergen: «In den letzten zwei Wochen fühlte ich mich zeitweise wie der Ticketcorner (lacht). Viele haben meine Nummer wiedergefunden in dieser Zeit. Aber das gehört dazu. Meine Frau hat das für mich geregelt, ich konnte mich gut auf die Vorbereitung konzentrieren. Nun freue ich mich enorm, gegen einige dieser Spieler habe ich schon gespielt, gegen Pogba in der Nationalmannschaft, Lukaku bei Everton, Darmian war auch in der Serie A. Aber das ist nicht so wichtig. Wenn wir nur über Qualität reden ist klar: Alle diese drei Spieler sind besser als wir. Aber im Fussball zählt manchmal noch mehr. Man muss den Komplex, die Ehrfurcht vor diesen Namen ablegen. Die sind nicht anders als wir, auch die stehen am Morgen auf und gehen pinkeln.»

«Ich stand mit Firmino auf dem Platz»

Christian Fassnacht: «Ich bin gespannt, wie das ist, wenn man gegen solche Spieler auf dem Platz steht und sie nicht nur am Bildschirm sieht. Bisher habe ich kaum gegen Weltstars gespielt, einmal mit Tuggen hatten wir ein Testspiel gegen Hoffenheim, und ich stand mit Firmino auf dem Platz. Es ist schon gut, können wir jetzt auch einmal als Underdog auftreten. Wir haben nichts zu verlieren, trauen uns viel zu. Gerade in den Heimspielen erhoffen wir uns den einen oder anderen Punkt. Vom Verlieren redet niemand. Aber wir sind realistisch genug, um zu wissen, wie schwierig das wird.»

«Vielleicht liegt ja mehr drin, als man uns zutraut»

David von Ballmoos: Heute bin ich weniger der PlayStation-Typ, nur als Kind habe ich ab und zu gespielt. Aber Lukaku gabs ja damals eh noch nicht (lacht). Der Respekt ist da, klar, aber alles ändern werde ich nicht, nur weil wir Champions League spielen. Im Vorfeld ist das jetzt etwas speziell, du beschäftigst dich plötzlich mit diesen Fussballern als Gegner, die du vorher nur als Stars gekannt hast. Aber wir schauen auf uns. Und wir haben uns das nicht alles erarbeitet, um jetzt schon zufrieden zu sein. Es liegt vielleicht mehr drin, als man uns zutraut.»


https://www.20min.ch/sport/dossier/cham ... tpredirect

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:30 
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Wie gross ist die ManU-Fanszene in der Schweiz?

Die Young Boys spielen am Mittwoch erstmals in der Champions League. Wir beantworten Fragen zum prestigeträchtigen Wettbewerb.

140 Mitglieder zählt der einzige Schweizer Fanclub von Manchester United, die Swiss Devils. Gegründet wurde er 1991 in Baden, nachdem Manchester United in Rotterdam den Europacup der Cupsieger gewann.

Fast von Anfang an dabei ist der Berner Marc Tanner, der seit zwanzig Jahren in der Region Zürich wohnt und heute Vereinskassier ist. «Sensationell, spielen sie in der Schweiz. Bisher kamen sie immer nach Basel und jetzt erstmals nach Bern», sagt Tanner.

Die Swiss Devils sind einer der kleinsten Fanvereine in Europa. Dreimal im Jahr treffen sie sich – für die Generalversammlung, einen Maibummel und ein Weihnachtsessen. «Letzteres führen wir im Mister Pickwick Pub in Baden durch. Natürlich gibt es Fish and Chips», sagt der 57-jährige Tanner.

Die Partien würden viele dank Teleclub daheim verfolgen. Den Match vom Samstag gegen Watford FC schaute sich Tanner im Pub an und traf dort zwei Mitglieder.

Ungefähr fünfzehn der Swiss-Devils-Mitglieder reisen morgen nach Bern. «Da YB für Engländer kein Topteam ist, war es einfach, an Tickets zu kommen», sagt Tanner. Für überzeugte Fans sei ihr Verein sowieso schon eine Runde weiter.

Marc Tanner selber wird nicht in Bern zugegen sein, weil das Spiel spät angepfiffen wird und er morgens früh rausmuss. Für ihn ist es eine spezielle Begegnung, denn in seiner Brust schlagen zwei Herzen. «Schon als Bub war ich YB-Fan», gesteht er. Deshalb tippt er auf ein Unentschieden.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/31978151

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:31 
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Was YB besser machen muss als Thun

Die Champions League ist für Europas Clubfussball das höchste aller Gefühle. Aber sie birgt Gefahren, wie das Beispiel des FC Thun zeigt. YB ist gewarnt.

Es waren Momente der Glückseligkeit damals im Herbst 2005. Der kleine FC Thun betrat die Showbühne Champions League. Erst eliminierte er in der Qualifikation Kiew, dann Malmö. Die Gastspiele im kurz vorher eröffneten Stade de Suisse in Bern wurden zu wahren Festspielen. Die unerwarteten Erfolge taten der Seele gut, denn im Oberland hatte das Jahrhunderthochwasser immense Schäden angerichtet, das Lachenstadion war geflutet, und einige Ticketbesitzer konnten wegen abgeschnittener Verkehrswege den 3:0-Erfolg im August gegen Malmö nicht im Stadion miterleben.

Dass im Lachenstadion die Infrastruktur veraltet war, Baucontainer als Büros dienten und Diebe leichtes Spiel hatten, um den Stars in der Thuner Garderobe Bargeld und Kleider zu entwenden, während diese in Bern gegen Kiew spielten, war in dieser Phase nebensächlich. Die Champions League überstrahlte alles.

Am 27. September 2005 feierten die Thuner in Bern gegen Sparta Prag ihren ersten und bisher einzigen Sieg in der Königsklasse. Auch gegen Arsenal und Ajax Amsterdam entzückte der Underdog phasenweise die Fussballwelt, ging aber trotz guter Leistung zweimal leer aus. In all den Hochgefühlen verloren die Thuner immer mehr die Übersicht.

Der Baumeister geht

Der Club hatte sich drei Jahre zuvor mit seriöser Arbeit in die damalige NLA emporgearbeitet. Hanspeter Latour verkörperte die Bodenständigkeit und Bescheidenheit. So lief der Trainer etwa aus Dankbarkeit für geschenkte Arzneimittel mit dem Plastiksack der entsprechenden Apotheke durch die Stadt.

Latour verliess Thun Anfang 2005 und wechselte zu GC, aber er war es, der den Grundstein für den 2. Platz im Frühjahr 2005 gelegt und damit den europäischen Höhenflug überhaupt erst möglich gemacht hatte. Der nationale Erfolg steigerte auch den Marktwert der Spieler. Mit Mario Raimondi, Fabio Coltorti, Michel Renggli, Baykal Kulaksizoglu, Pascal Cerrone und David Pallas gingen sechs Stammkräfte.

Sportchef Werner Gerber musste in kurzer Zeit Ersatz suchen und fühlte sich dabei von Trainer Urs «Longo» Schönenberger zu wenig unterstützt. Es kamen schliesslich vier Südamerikaner (Adriano, Bernardi, Leandro und Spadolo) sowie José Gonçalves, Grégory Duruz, Alen Orman und Goalie Eldin Jakupovic.

Während Latour wichtig war, dass die Spieler wussten, wo und für wen sie spielten, und er mit ihnen die Namen der umliegenden Berge lernte und sogar den Niesen bestieg, bekam die Homogenität erste Risse. Auch in der Führungsetage mit Präsident Kurt Weder entstanden Brüche. Der Club war mit einem Budget von 5,2 Millionen Franken gestartet. Die Champions League generierte Einnahmen von fast 20 Millionen. Der finanzielle Haushalt vervierfachte sich auf einen Schlag. Der Club war auf allen Ebenen überfordert.

Falsche Personalentscheide

Im Januar 2006 setzte Weder sein «Trüffelschwein» ab, so hatte der Präsident Sportchef Gerber bezeichnet, weil dieser immer wieder Spieler fand, die niemand auf dem Radar hatte. Einen Monat nach Gerber musste auch Trainer Schönenberger gehen und wurde durch Heinz Peischl ersetzt. Im Juli war auch Walter Ammann wieder weg, der für die administrative Bewältigung der Champions League geholt worden war und dann Gerber als Sportchef beerbte.

Reto Gertschen trat seine Nachfolge an. In der Folge wurden zahlreiche Spieler zu überhöhten Löhnen engagiert. Von einer verschworenen Einheit war nichts mehr zu sehen. Sogar der Tscheche Lukas Dosek, selber einer der Fehltransfers, bemängelte damals öffentlich den fehlenden Zusammenhalt im Team. Peischl warf zudem Captain und Identifikationsfigur Andres Gerber aus dem Kader. Erst nach dem Abgang des Österreichers im März 2007 gelang es Jeff Saibene, den Abstieg abzuwenden. Eineinhalb Jahre nach dem Griff nach den Sternen war der FC Thun schon fast in der Hölle.

Sex- und Wettskandal

In diese geriet der Club dann endgültig im November 2007, als der Sexskandal aufflog. Fast die ganze Mannschaft stand unter Generalverdacht, Sex mit einer Minderjährigen gehabt zu haben. Damit war diesmal der Grund für die Aufmerksamkeit ein ganz anderer als 24 Monate zuvor.

Club und Team wurden auch in internationalen Medien zerfleischt. Die sportliche Talfahrt (Trainer war René van Eck) war nicht mehr abzuwenden. Zwei Saisons nach dem grössten Erfolg in der Clubgeschichte stieg der FC Thun ab. Das Geld war längst weg.

Mag sein, dass die Sexaffäre und die Champions League auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Und doch hat die Champions League dazu geführt, dass im Club der familiäre Zusammenhalt und damit auch die interne Kontrolle verloren ging. Der frühere Sportchef Werner Gerber behauptet noch heute: «Ich hätte gemerkt, dass etwas im Busch ist.»

Auch zwei Jahre später hatte niemand mitbekommen, dass sich Spieler des FC Thun in die Fänge der Wettmafia begeben und mitgeholfen hatten, Partien zu manipulieren. Der Wettskandal 2009 war der letzte Tiefpunkt, der vielleicht auf die Nachwehen der Champions League zurückzuführen ist.

YB ist gefestigter

Thun ist nicht die einzige Mannschaft, die an den Millionen aus der Champions League zerbrach: Molde (NOR) oder Unirea Urziceni (RUM) sind weitere Beispiele, dass Geld allein nicht glücklich macht. Dass nun YB das gleiche Schicksal ereilt, ist nicht anzunehmen. «Wir waren Nobodys, YB hat bereits viel internationale Erfahrung», hat der damalige Captain und heutige FCT-Sportchef Andres Gerber schon mehrmals betont.

Auch Werner Gerber hat keine Bedenken: «YB hat auch jahrelang Fehler gemacht, verfügt jetzt aber über gefestigte Strukturen und mit Christoph Spycher über einen äusserst vernünftigen Sportchef. YB wird das Geld sicher nicht zum Fenster hinauswerfen.» Die Berner sind zudem den Umgang mit grösseren Beträgen gewohnt. Sie werden rund 30 Millionen einnehmen, damit dürfte sich ihr Haushalt maximal verdoppeln. Der Geldsegen wird schon deshalb nicht die gleichen Turbulenzen auslösen können wie damals beim FC Thun.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16287165

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:33 
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Als Bern YBs Europacup-Premiere verbot

Der ungarische Volksaufstand 1956 und dessen Nieder­schlagung hatte Auswirkungen auf YB. Die Stadtregierung verbot ein Heimspiel gegen Vasas Budapest. YBs Premiere im europäischen Fussball 1957 musste in Genf stattfinden.

Bern, Ende der 1950er Jahre: Im Zentrum beginnen die Arbeiten für den neuen Bahnhof. In der Reitschule drehen Schülerinnen auf Pferden ihre Runden, und am Stadtrand locken die Young Boys mit begeisterndem Fussball Tausende ins Wankdorfstadion. Zwischen 1957 und 1960 sollte YB mit Trainer Albert Sing viermal in Serie den Meistertitel holen.

In Bern war es ruhig. Die Welt aber befand sich ab Mitte der Fünfzigerjahre in der grössten politischen Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit mehreren Konfliktherden wie etwa der Suezkrise. Am 23. Oktober 1956 begann der ungarische Volksaufstand, der von den ­sowjetischen Besatzern blutig niedergeschlagen wurde. Die Schweiz und Bern bekamen die Folgen dieses weltpolitischen Ereignisses zu spüren – auch YB.

Die ungarischen Flüchtlinge

Tausende Ungarn flüchteten vor dem kommunistischen Regime. Die Schweizer Behörden liessen sie rasch und unbürokratisch einreisen, was international für Aufsehen sorgte. Bis Februar 1957 kamen 12'000 Ungarn im Land an. Die Schweizer Bevölkerung empfing sie mit einer Welle der Sympathie.

YB hatte sich mit dem Meistertitel 1957 für den erst zum zweiten Mal durchgeführten Europacup der Landesmeister qualifiziert, der in den Neunzigerjahren zur heutigen Champions League wurde. YBs Erstrundengegner allerdings sorgte für politische Nervosität: Vasas Budapest versprach einerseits Spitzenfussball.

Der ungarische Fussball stand in seiner Hochzeit, die «Goldene Elf», die Nationalmannschaft, dominierte den Weltfussball. Aber Vasas Budapest war andererseits auch der Verein des ungarischen Innen­ministeriums. Viele Schweizer Politiker lehnten jeden Kontakt mit «Sportlern von Moskaus Gnaden» strikte ab.

Auch die Stadtberner Regierung hatte Bedenken. Sie wies YB mit Nachdruck an, das Spiel gegen Budapest nicht in Bern durchzuführen. Der Zeitpunkt der Partie im Herbst 1957 sei aus Rücksicht auf den Jahrestag des ungarischen Volksaufstands ungünstig.

Die Gefahr von «Vorkommnissen im Zusammenhang mit Volkskundgebungen» sei erheblich. Auch an jedem anderen Datum müsse die Partie in Bern verboten werden. Wenn überhaupt, solle YB im Ausland gegen Budapest spielen. YB lenkte ein und vermeldete am 18. Oktober die Absage des Spiels in Bern.

YB-Heimspiel in Stuttgart?

Eine Forfaitniederlage kam für YB nicht infrage. Auf der Suche nach einem Ersatzspielort für das Europacupdebüt kamen die Berner auf Stuttgart. Trainer Albert Sing hatte Beziehungen aus seiner Zeit als Spieler bei den Stuttgarter Kickers spielen lassen. Doch drei Tage vor dem Spiel mit 14'000 verkauften Tickets kam die Meldung aus Stuttgart, dass das Spiel auch hier nicht statt­finden dürfe. Die Politik hatte beim Deutschen Sport- und beim Fussballbund interveniert.

Bei der Absage habe man sich an den Empfehlungen der Berner Stadtregierung orientiert, berichtete das «Berner Tagblatt». YB warb noch einmal bei der Stadtregierung für ein Spiel in Bern. Doch der Gemeinderat bekräftigte das Verbot einstimmig. Die «Einstellung der Bevölkerung zu den Vorgängen in Ungarn» sei zu berücksichtigen. «In Anbetracht früherer Vorfälle» könne das Spiel de­finitiv nicht hier stattfinden, ist im Protokoll nachzulesen.

Bei der Suche nach einem Austragungsort fand YB schliesslich Unterstützung beim Fussballverein Servette aus Genf. Der Verein hatte bei den städtischen Be­hörden erfolgreich für die Austragung im eigenen Charmilles-Stadion geworben. So ging die Europacuppremiere von YB am 20. November 1957 in Genf über die Bühne, mit Spielern wie Walter Eich, Willi Steffen, Heinz Schneiter, Toni Allemann, Ernst Wechselberger und Geni Meier.

Der Berichterstatter des «Berner Tagblatts» schwärmte von einer «Partie mit Länderspielformat». Wechselberger schoss die Young Boys vor 20'000 Zuschauern 1:0 in Führung, ein Eigentor kurz vor Schluss führte zum 1:1.

Im Bus durch Ungarn

Für das Rückspiel eine Woche später flogen die Berner nach Wien und fuhren mit einem Bus der Verkehrsbetriebe Wien gleich weiter nach Budapest. Die Reise durch das kommunistische Un­garn beeindruckte die Gruppe. Ein Chronist berichtete von Kampfspuren an Häusern, schwer bewaffneten Verkehrspolizisten, verschlossenen Gesprächspartnern und ärmlich gekleideten Menschen.

Das Spiel in Budapest fand bei Eiseskälte vor 25'000 Zuschauern statt und endete mit einer 1:2-Niederlange für YB, das Europacupabenteuer war vorbei. «Wir spielten auf einem Eisfeld», kri­tisierte YB-Trainer Albert Sing nach dem Schlusspfiff. Noch am Vortag habe man auf einem tadellosen Rasen trainieren können. Am Abend, enervierte sich Sing, sei dieser noch gespritzt worden.

Nach einer aufreibenden Rückreise mit langen Zollkon­trollen an der ungarischen Grenze kamen die YB-Fussballer wieder im beschaulichen Bern an. Im Gepäck hatten sie Dokumente der schweizerisch-ungarischen Freundschaft. Dutzende Ungarn hatten den Berner Fussballern in Budapest mit Tränen in den Augen Päckli in die Hand gedrückt. Mit der Bitte, diese auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs, in Bern, ihren geflüchteten Kindern zu übergeben.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/22100227

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:34 
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«Auch die gehen morgens pinkeln»

Die Spannung steigt: Am Mittwoch trifft YB auf Manchester United. Die Berner zeigen Freude und Respekt – sind aber bemüht, nicht zu viel Ehrfurcht zu zeigen.

Es ist dieser Tage rund ums Stade de Suisse schwierig, so zu tun, als wäre alles wie immer. Einige bei den Young Boys versuchen es, sie sind um Normalität bemüht, und natürlich versuchen sie auch, das Spiel vom Mittwoch so vorzubereiten wie jedes andere.

«Es bringt nichts, wenn wir jetzt alles über den Haufen werfen, was uns so weit gebracht hat, nur weil wir in der Champions League spielen», sagt etwa YB-Goalie David von Ballmoos. Doch schon das Lächeln, das er sich nicht verkneifen kann, als er die zwei Zauberwörter ausspricht, zeigt, dass sich wohl doch kaum einer diese Normalität bewahren kann.

Blau schlägt Gelb-Schwarz

Und das durchwegs im positiven Sinne. Wenn es am Mittwoch losgeht für die Berner in der Champions League, dann geschieht das ja auch nicht irgendwie, sondern gleich mit einem der grössten Heimspiele, das die Young Boys je ausgetragen haben: gegen Manchester United. Schon am Montagmittag, zwei Tage vor dem Spiel, hat die Uefa rund ums Stadion das Sagen.

Sternenbanner schmücken die Tribünen, und die blauen Sponsorenwände des grossen Players verdecken in den Katakomben alles Herkömmliche – auch das YB-Logo. Wer zahlt, befiehlt – und die Young Boys nehmen sich bei solchen Dingen gerade gerne zurück, um dafür auf der grossen Bühne mit auftreten zu können.

«Nach dem Meistertitel ist das bisher der Höhepunkt meiner Karriere», gibt Djibril Sow zu. Der 21-Jährige trifft am Mittwoch auf Spieler, die er bislang eher von der Playstation her kannte: Romelu Lukaku, der massige Stürmer, Paul Pogba, der elegante Ballverteiler, Alexis Sanchez, der feurige Flügel.

Gegen alle drei hat einer bei YB schon gespielt, und natürlich ist es in diesen Tagen noch wichtiger, dass er vorangeht. Steve von Bergen ist Captain bei den Young Boys, das ist er nicht zuletzt auch seiner internationalen Erfahrung wegen. Auf Pogba traf er einst mit Palermo, der Franzose spielte damals noch für Juventus, in zwei Spielen gab es zwei knappe 0:1-Niederlagen.

Auf Sanchez traf er ebenfalls in der Serie A und mit der Nationalmannschaft an der WM 2010, auch gegen den Chilenen gab es noch keinen Punktgewinn. Und Lukaku schliesslich kennt von Bergen aus dem Sechzehntelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Everton vor drei Jahren, als der Belgier beim 4:1 gegen YB gleich drei Tore erzielte. Dennoch sagt von Bergen: «Angst, Komplexe, Ehrfurcht – das alles müssen wir ablegen. Manchester hat viel Qualität, aber diese Spieler sind nicht anders als wir. Auch die stehen morgens auf und gehen erst einmal pinkeln.»

Egal, was sie am Mittwoch nach dem Aufstehen als Erstes tun – abends um 21 Uhr müssen die Young Boys bereit sein, wollen sie gegen die Engländer nicht untergehen. «Motivation ist kein Thema im Moment», sagt Christian Fassnacht. Sein internationaler Startkontakt beschränkte sich bislang auf Testspiele.

Als er noch bei Tuggen im Amateurfussball spielte, trat er am Rande eines Trainingslagers einmal gegen Hoffenheim an – und traf dort auf den heutigen Liverpool-Stürmer Roberto Firmino. «Es wird schon speziell, solche Ka­liber am Mittwoch im Kabinengang zu begrüssen», sagt Fassnacht. «Aber wir haben nichts zu verlieren. Und gerade in den Heimspielen erhoffen wir uns schon den einen oder anderen Punkt.»

«Was, wenn wir führen?»

Seit sich die Young Boys Ende August in Zagreb in extremis für die Königsklasse qualifiziert haben, hat der Trubel zwar stetig zugenommen. Die Spieler selbst haben seither jedoch auch Zeit erhalten, sich auf das Abenteuer einzustellen. Und es kamen ja sowohl in Meisterschaft als auch Cup ausschliesslich Siege dazu.

Das Selbstvertrauen ist da. «Wir haben uns das nicht alles erarbeitet, um jetzt schon zufrieden zu sein. Es liegt vielleicht mehr drin, als man uns zutraut», sagt Goalie von Ballmoos. Und Captain von Bergen will trotz grosser Namen einfach ein Fussballspiel vorbereiten. «Wir diskutieren auch das Szenario: Was ist, wenn wir in Führung gehen?» Spätestens dann jedenfalls wäre nicht mehr alles wie ­immer.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/20210086

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Soundcheck, Meetings und Überstunden

BernDie Champions League sorgt bei YB für Stress. Wird das Stadion umgerüstet? Müssen VIP-Fans umplatziert werden? YB-Vereinspräsident Albert ­Staudenmann liefert Antworten.

Für die Königsklasse muss der Schweizer Meister YB einiges an Aufwand auf sich nehmen: Am Wochenende wurde das Stade de Suisse mit den Champions-League-Bannern ausgekleidet. Dafür reisten Uefa-Mitarbeiter an, mehrere Sattelschlepper lieferten das benötigte Material. Die Sponsoren von YB wurden abge- und mit den Champions-League-Sponsoren überklebt.

Leichter geht es bei den LED-Bild­schirmen, die die gewünschten Namen und Logos sofort anzeigen. Auch der Soundcheck für die Hymne ist erledigt. «Unsere ­Erfahrungen aus der Europa League helfen uns enorm, aber es ist nochmals eine andere Dimension», sagt Albert Staudenmann, Vereinspräsident und Kommunikationschef von YB.

Alle Mitarbeitenden würden seit April Überstunden leisten: «Doch uns fällt das alles leicht, weil wir eine wunderbare Zeit ­erleben», so Staudenmann. Seit der Auslosung der Gegner stehen die YB-Verantwortlichen in Kontakt mit Manchester United, ­Juventus Turin und Valencia. Am Dienstag und Mittwoch finden zusätzliche Meetings statt, bei einem ist auch der vierte Offizielle dabei, dem die Trikots präsentiert werden müssen. An einer weiteren Sitzung besprechen Clubvertreter, Polizei, Sanität und Feuerwehr die genauen Abläufe.

Fliessender Feierabend

In einigen Bereichen mussten die Young Boys temporär Personal aufstocken, um die Arbeitslast zu stemmen. Man wolle nicht einfach Leute anstellen, die man dann später wieder entlassen müsse. Wie viele Temporäre es sind, kann Staudenmann nicht genau beziffern. Man schichte vor allem intern um.

«Das Ticketing-Personal fragt andere Abteilungen für helfende Hände nach Feierabend an. Es ist toll, wie ­alles mit Teamarbeit bewältigt wird», erzählt er. Das ist denn auch nötig, da innert einer Woche 24 787 ­reguläre Eintrittskarten verkauft wurden.

Eine turbulente Zeit hatte auch das 9-köpfige Verkaufsteam: ­«Alle 400 VIP-Kunden werden umplatziert, weil die Plätze von Uefa-Vertretern beansprucht werden», sagt Roman Grünig, Leiter Sales und Sponsoring. ­Innert 19 Tagen habe man 400 Angebote gemacht, die alle als ­Package – sprich alle drei Partien beinhaltend – verkauft wurden.

500 Franken kostet eine Partie, das sind 50 Franken mehr als eine Super-League-Partie. «Wir erhielten schweizweit Anfragen von ­Firmen, doch wir wollten ­zuerst unseren Partnern eine ­Gelegenheit bieten, bei den Spielen dabei zu sein», so Grünig. Die exklusivste Lounge, die Platz für 12 Personen bietet und 22 500 Franken kostet, hätte YB 20-mal verkaufen können.

Konsequente Kontrollen?

Spezielle Uefa-Vorschriften für Eingangskontrollen existieren nicht. «Wir greifen auf unser ­bewährtes System zurück», sagt ­Albert ­Staudenmann. Damit meint er Stichproben und Einblick in grössere Taschen. Würde man ­jeden Fan wie am Flughafen rigoros kontrollieren, würde dies stundenlang dauern.

Gleich bleibt auch die Medientribüne, deren 180 Plätze ausgebucht sind. Was Staudenmann freut: In ­Nyon, wo die Uefa den Hauptsitz hat, sei die YB-Euphorie ausgebrochen. «Das habe ich von einigen gehört. Und so einen kurzen Weg an ein Champions-League-Spiel hatten sie noch nie», sagt er. Auch deshalb fühle sich YB sehr willkommen in dieser Liga.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/31157457

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Benito: «Wir haben keine Angst»

YB-Trainer Gerardo Seoane und Spieler Loris Benito sind vor dem grossen Spiel gegen Manchester United keineswegs nervös.

Die Tickets sind längst verkauft, die Spannung ist hoch. Die Young Boys erwarten am Mittwochabend im Stade de Suisse zum ersten Champions-League-Spiel ihrer Geschichte einen grossen Club: Manchester United.

Am 19. Februar 2015 trafen die Young Boys daheim im Hinspiel der Europa-League-Sechzehntelfinals auf Everton. Sie verloren 1:4, Romelu Lukaku erzielte drei Tore. Seit gut einem Jahr spielt Lukaku für Manchester United. Wird er am Mittwochabend im Stade de Suisse die Young Boys in deren allererstem Spiel in der Königsklasse auf ähnliche Art desillusionieren wie damals? Geht es nur nach dem belgischen Stürmer, steht dem nichts im Weg. Er ist stärker und teurer geworden, er war ein Star der WM in Russland, und er war in der letzten Meisterschaft der sechstbeste Torschütze mit 16 Toren.

Betrachtet man aber parallel dazu die Entwicklung der Young Boys, könnte Lukaku es schwer haben. Unter Trainer Adi Hütter ist die Mannschaft ab 2015 gereift. Sie ist gut, so stabil und so selbstbewusst geworden, dass man es kaum noch vergleichen kann. Hütters Nachfolger Gerardo Seoane hat die Arbeit mehr als erfolgreich weitergeführt. Seit Anfang Dezember 2017 haben die Berner nur zwei von 24 Wettbewerbsspielen verloren. Eine solche Konstanz erreichte der Club nicht einmal in den vier Meistersaisons von 1957 bis 1960.

YB in Schaffhausens Rolle

An der Medienkonferenz in Bern liess sich Seoane nicht in die Karten blicken. Der Luzerner zollte dem favorisierten Gegner jeden Respekt, wie es sich gehört. Er stellte die Situation der Young Boys mit jener des FC Schaffhausen im Cupspiel vom letzten Samstag gleich. «In Schaffhausen waren wir der Favorit. Jetzt sind wir der Aussenseiter. Man kann es gut vergleichen.»


https://www.bernerzeitung.ch/sports/uef ... y/24484507

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«Es wäre okay, hier zu verlieren, aber...»

José Mourinho, Trainer von Manchester United, äussert sich zur CL-Partie gegen YB. Warum er mit einer Niederlage in Bern leben könnte.

Die wichtigsten Aussagen der beiden Protagonisten in Kürze:

«Die Mannschaft ist es sich natürlich nicht gewohnt, auf Kunstrasen zu spielen», gibt United-Goalie David de Gea zu bedenken. Das Team trainiere aber noch im Stade de Suisse und werde alles geben, um besten Fussball zu zeigen. Der spanische Nationaltorhüter erwartet gegen YB ein hartes Spiel. «Es ist eine harte Gruppe», sagt er zudem. Und angesprochen auf das frühe Aus in der Champions League in der letzten Spielzeit hebt de Gea hervor: «Das soll nun anders werden. Wir sind bereit die Champions League zu gewinnen.»

Trainer José Mourinho verrät zuerst, dass Antonio Valencia in Bern nicht spielen werde. «Wegen seines Knies mag Valencia Kunstrasen überhaupt nicht», begründet der Portugiese. Der Kunstrasen mache seinem Team zwar zu schaffen, doch das könne keine Ausrede sein, antwortet Mourinho auf die unnatürliche Unterlage angesprochen. Er bringt einen Vergleich «zum besten Tennisspieler der Welt». Roger Federer habe schliesslich auch seine Lieblingsunterlage. «Auch er kann nicht immer auf dieser spielen und will trotzdem immer gewinnen.» Seine Mannschaft reagierte mit zwei Siegen (2:0 gegen Burnley und 2:1 über Watford) auf die 0:3-Heimpleite gegen Tottenham und die 2:3-Niederlage in Brighton. «Die sechs Punkte nach den zwei Niederlagen waren enorm wichtig. Ich hoffe, der Aufwärtstrend geht weiter», sagt Mourinho dazu.

Zum Thema Königsklasse sagt der 55-Jährige: «Ein Team, das die Champions League gewinnen will, muss immer top spielen.» Doch nun – vor dem ersten Spiel – sei es noch zu früh, um überhaupt vom Titel zu reden. «Wir fokussieren uns auf das erste Spiel in einer Gruppe, die zu den schwierigsten gehört.» Angesprochen auf die beiden in der Schweiz erlittenen Niederlagen in der Champions League gibt der Coach zu bedenken: «Aber wir haben dann die Gruppe gewonnen. Wenn ich wählen könnte, morgen zu verlieren und dann die Gruppe zu gewinnen, dann würde ich das sofort annehmen.»

Zusammenfassung folgt

Eine Zusammenfassung der Aussagen von José Mourinho und Goalie David de Gea folgt demnächst an dieser Stelle. Auch ein Video von der Medienkonferenz in Bern liefern wir noch nach.

Abruptes Ende

Die Pressekonferenz endet überraschend schnell. Im Gegensatz zu anderen Auftritten wirkte Mourinho heute fast schon etwas schläfrig, doch er hat sich die Mühe genommen, alle gestellten Fragen zu beantworten. Seine Aussagen waren allerdings nicht sehr gehaltvoll. Da hat er in Vergangenheit schon Bewegenderes von sich gegeben und so für mehr Aufsehen gesorgt.

Rashford im Kader

Auf die Frage, ob Marcus Rashord gegen YB spiele, antwortet Mourinho: «Ich erinnere daran, dass ich nur elf Spieler aufstellen kann. Sind Sie glücklich mit denen, die dann spielen und nicht kritisch mit jenen, die nicht auflaufen.» Rashford sei jedenfalls im Kader und dabei. Dann beginnt der Portugiese aufzuzählen: «Aber ich habe Lukaku, Sanchez, Martial, Mata, Rashford, Pogba, Fred – und kann nicht alle gleichzeitig aufstellen.»

Spiel verlieren, aber Gruppe gewinnen

Mourinho wird auf seine beiden Niederlagen in der Champions League in der Schweiz angesprochen. Darauf reagiert er mit einem Schmunzeln. «Ja, ich habe beide hier verloren.» Ihm sei nun aber wichtig, dass seine Mannschaft die Gruppe gewinne. Wenn er wählen könne, zwischen einer Niederlage morgen Abend in Bern und dem Gruppensieg, dann würde er sich für das Erste entscheiden.

Lehren ziehen

«Ein Team, das die Champions League gewinnen will, muss immer top spielen», sagt Mourinho. Der Fokus liege aber auf dem Spiel von morgen Abend. Sein Team müsse jedenfalls Lehren aus der vergangenen Spielzeit in der Champions League ziehen.

Vergleich mit Federer

Mourinho vergleicht die Situation seines Teams mit Roger Federer, «dem besten Tennisspieler der Welt». Dieser habe auch seine Lieblingsunterlage, könne aber auch nicht immer auf dieser spielen.

Keine Ausreden

Der Trainer betont, dass der Kunstrasen keine Ausrede sein könne. «Wir werden alles versuchen, um drei Punkte zu holen.»

José Mourinho

Nun stellt sich der Coach den Fragen der Medien. Zuerst eine zum Kunstrasen.

Warten auf den Coach

José Mourinho nimmt sich Zeit. Der United-Coach ist noch nicht an der Pressekonferenz aufgetaucht.

Apropos

Auch wir geben unser Bestes mit der Live-Übertragung der Pressekonferenz. Technische Probleme machen uns zu schaffen. Wir entschuldigen uns in aller Form dafür.

"Geben unser Bestes"

Der Goalie hebt jedoch hervor, dass die Mannschaft im Stade de Suisse gut trainiert habe und besten Fussball zeigen wolle.

David De Gea

David de Gea ist zuerst vor die Medien getreten. Der Spieler von Manchester United betont, dass es sich sein Team nicht gewohnt sei, auf Kunstrasen zu spielen.

Livestream

José Mourinho, der exzentrische Trainer Manchester Uniteds, gibt ab 17 Uhr Auskunft zu YB.


https://www.bernerzeitung.ch/sports/uef ... y/21992338

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:42 
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17.09.2018

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Mourinho, Pogba und Co

Hier landen die Manchester-United-Stars in Bern

Mittagszeit, das Wetter ist bewölkt. Und die Stars von Manchester United sind unversehrt in Bern-Belp gelandet. Die Vorfreude auf den Champions-League-Kracher gegen YB steigt und steigt.

Sie sind da – die Superstars des glamourösen Manchester United!

Weltmeister Paul Pogba, Trainer-Ikone Jose Mourinho, Hexer David de Gea – und wie sie alle heissen. Um die Mittagszeit hat die Chartermaschine den Boden von Bern-Belp berührt.

Es wird gelächelt, gewinkt. Dann gehts in den Mannschaftsbus. Die Engländer logieren im Stadtberner Traditionshaus Schweizerhof. Dort, wo sonst Staatspräsidenten residieren.

Weils mit den Zimmern eng war, hatte man vorsorglich auch das Beau-Rivage in Neuenburg gebucht. Jetzt hat es doch genug Platz.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 69595.html

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