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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. April 2018, 18:28 
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Hit gegen Lausanne live ab 16 Uhr

YB-Spiel im Zeichen des Abschieds von Andy Rihs (†75)

Auch und vor allem dank den Gebrüdern Rihs ist YB finanziell so gut aufgestellt wie noch nie. Was bedeutet: Man ist derzeit nicht auf Mäzenen-Gelder angewiesen.

Heute nimmt die YB-Familie beim Heimspiel gegen Lausanne Abschied von Andy Rihs. Das Team wird zum Gedenken an den verstorbenen YB-Mitbesitzer in speziellen Trikots antreten. Dem Motor hinter dem Engagement der Milliardäre beim Berner Traditionsklub. Es gibt eine Trauerminute – und etwas darüber hinaus. In welcher Form, darüber schweigt man bei Gelb-Schwarz. Der Abschied soll einerseits würdevoll, andererseits aussergewöhnlich sein.

VR-Präsident Hanspeter Kien­ber­ger sagt: «Wir müssen uns dem Spagat zwischen Trauer sowie Betroffenheit und sportlicher Leistung stellen. Unsere Mannschaft muss in der Lage sein, den erfolgreichen Weg auch im Sinne von Andy weiterzugehen.»

Wie aber schauts finanziell aus? YB legt klar, dass man sich um den Klub keine Sorgen machen muss. «Andys Bruder Hans-Ueli und dem gesamten Verwaltungsrat ist es ein grosses Anliegen, festzuhalten, dass sich an der wirtschaftlichen Situation des BSC Young Boys nichts ändert. Die Besitzverhältnisse sind klar und bleiben unverändert: YB gehört den beiden Familien Rihs, die als Einheit auftreten», schreibt YB.

Kienberger: «Zum Glück ändert an unseren Besitzverhältnissen nichts. Die beiden Familien Rihs sind unverändert Besitzer von YB. Das ist unser Fundament und unsere Basis für die weitere Entwicklung. Wir haben die Zusage der beiden Familien, dass sie mit uns den Weg weitergehen wollen, den wir eingeschlagen haben.»

Konkret: Das Aktienpaket der Gebrüder Rihs darf als Einheit verstanden werden. Nun führt also Hans-Ueli, der von allen nur Jöggi genannt wird, das Engagement weiter. Und im Moment steht YB dank der von Sportchef Christoph Spycher erfolgreich umgesetzten Sparpläne der Gebrüder Rihs derart gut da, dass man nicht auf einen Einschuss von Mäzenen-Geldern angewiesen ist.

Sprich: YB kann dieses – wie schon letztes Jahr – das Budget ausgeglichen gestalten, ohne dass die Rihs-Brothers – wie früher – Millionen einschiessen. «Wir sind wirtschaftlich unabhängig», bestätigt Kienberger.
Tolle Aussichten. Und vielleicht locken die ja einen ernsthaften Interessenten an, Klub und Stadion zu kaufen. Denn das Angebot von Andy Rihs gilt auch nach seinem Tod unverändert. Sollte jemand Kauf­interesse haben, vorzugsweise aus der Region Bern kommen und dasselbe Herzblut für YB an den Tag legen wie die Rihs-Brüder, kann über einen Verkauf verhandelt werden.

Hans-Ueli wird heute im Stadion anwesend sein. Er wird das Spiel im Presidents Club verfolgen, so, wie er und sein Bruder das immer getan haben. Weil dort im Aussenbereich freie Sitzwahl herrscht, wird es auch keinen Sitz geben, der zu Ehren von Andy Rihs für immer leer bleiben wird.

Die Trauerfeier findet am Montag, 7. Mai, im Zürcher Grossmünster statt.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 86891.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. April 2018, 18:30 
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Vier Tore, drei Punkte für Andy Rihs (†75)

YB fehlt noch ein Sieg zum Meistertitel!

Der 4:1-Sieg von YB über Lausanne steht ganz im Zeichen des letzte Woche verstorbenen Mäzenen Andy Rihs (†75). Und: Die Berner machen einen weiteren grossen Schritt in Richtung Meisterschaft.

Das Meisterrennen: YB bleibt makellos - Basel lässt beim 2:2 im Tourbillon Punkte liegen. Heisst: YB kann am kommenden Samstag mit einem Sieg im Heimspiel gegen Luzern die Meisterschaft sichern!

Der Abstiegskampf: GC punktete am Samstag, Sion holt einen Zähler gegen Basel. So ist Lausanne – im ersten Spiel mit Iljia Borenovic an der Seitenlinie – der grosse Verlierer des Spieltages und hat am Tabellenende neu drei Zähler Rückstand auf die Walliser. Das Heimspiel am nächsten Samstag gegen GC ist schon fast so etwas wie das Spiel der letzten Hoffnung.

Der Abschied von Andy Rihs (†75): Vor dem Spiel eine Schweigeminute, YB-Trikots mit der Aufschrift «Merci Andy» und Trauerflor. Dazu vor allem zu Beginn eine Topleistung der Heimmannschaft und drei sehenswerte Tore und drei Punkte in Richtung Meistertitel. YB verabschiedet seinen grössten Gönner vor über 26'000 Zuschauern mit dem Resultat seines Herzblutes: Gute Kulisse, gute Stimmung, guter Fussball in der Bundeshauptstadt.

Das Spiel: Die YB-Spiellaune ist in den Startminuten bis in den letzten Winkel des Stade de Suisse zu spüren. Bereits nach einer guten Viertelstunde steht es 2:0. Spätestens nach Hoaraus zweitem Tor zum 3:0 stempelt dann aber ein Berner nach dem anderen aus. Die Folge: Rapp bringt dem Schlusslicht die Hoffnung zurück und hat wenig später gar den Anschluss auf dem Fuss – scheitert aber am grundsoliden Marco Wölfli. So bleibt das Duell Leader gegen Schlusslicht eine klare Sache.

Die Tore:
10. Minute | 1:0 | Guillaume Hoarau . Blitzstart! Kevin Mbabu setzt sich auf der rechten Seite durch und flankt butterweich auf «AirFrance» Hoarau, der den Ball nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Fuss ins weite Ecke spitzelt.

16. Minute | 2:0 | Christian Fassnacht. Fast schon frech, dass YB breits nach einer Viertelstunde zu zaubern beginnt: Steilpass auf Sulejmani. Der legt direkt per Hacke zurück. Fassnacht drescht das Leder in den Winkel. 3 Ballberührugen, 2 Kunststücke, 1 Tor.

38. Minute | 3:0 | Guillaume Hoarau. Nach einer Freistoss-Flanke von Sulejmani verschätzt Lausanne-Goalie Castella den Ball. Der lange YB-Stürmer Hoarau sagt Danke und köpfelt sich mit dem 13. Tor an die Spitze der Torschützenliste.

60. Minute | 3:1 | Simone Rapp. Ein Lebenszeichen der Lausanner! Gétaz flankt von links in den YB-Strafraum, wo Rapp das Kopfball-Duell mit Von Bergen gewinnt und sich so mit seinem 11. Saisontor ebenfalls im Rennen um die Torschützenkrone hält.

91. Minute | 4:1 | Christian Fassnacht. Bereits die sechste Torvorlage in dieser Saison von Kevin Mbabu. Diesmal findet seine Hereingabe den Kopf von Fassnacht, der locker zum Doppelpack einnickt.

Das gab zu reden: Es war wohl die einzige Chance für Lausanne, zu etwas Zählbaren zu kommen, wenn Ref Tschudi den fälligen Penalty in der 37. Minute für Lausanne gepfiffen hätte. Doch der Ref liess sich durch eine Änderung der Flugbahn des Balls irritieren. Er war der irrigen Meinung, Mbabu habe den Ball berührt. Es war Rapp. Und damit das Foul glasklar. Im Gegenzug macht YB das 3:0. Das Spiel ist gelaufen.

Der Beste: Der Mann ist ein Phänomen! Mit dem 3:0 bucht Guillaume Hoarau seinen 13. Saisontreffer und übernimmt die Spitze im Torschützenklassement. Mit 12 Toren in der Rückrunde... Noch Fragen, warum YB Meister wird?

Der Schlechteste: Der bedauernswerte Nicolas Gétaz kriegt auf seiner linken Abwehrseite Knöpfe in die Beine gespielt. Zu seiner Ehrenrettung muss man allerdings sagen: Tolle Flanke zu Rapps Ehrentreffer.

So gehts weiter: Young Boys empfängt am kommenden Samstag Luzern (19.00 Uhr). Gleichzeitig steigt in Lausanne der Abstiegskracher gegen die Grasshoppers.

**********

YB – Lausanne 4:1 (3:0)
Stade de Suisse – 26'506 Fans – SR: Tschudi

YB: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sow, Sanogo, Sulejmani; Assalé, Hoarau.

Lausanne: Castella; Loosli, Monteiro, Rochat, Gétaz; Zarate, Fransson, Cabral, Geissmann; Margiotta, Rapp.

Tore: 10. Hoarau (Mbabu) 1:0. 18. Fassnacht (Sulejmani, Bertone) 2:0. 38. Hoarau (Sulejmani) 3:0. 60. Rapp (Gétaz) 3:1. 91. Fassnacht (Mbabu, Schick) 4:1.

Einwechslungen:
YB: Schick (71. für Sulejmani). Aebischer (78. für Assalé). Nsame (82. für Hoarau).

Lausanne: Zidane (63. für Zarate). Schmid (80. für Cabral). Zeqiri (86. für Margiotta).

Gelb: 20. Bertone. 27. Monteiro. 47. Fransson. 71. Nuhu (alle Foul).

Bemerkungen:
YB ohne Von Ballmoos, Sow, Lotomba (verletzt) – Lausanne ohne Manière, Kololli, Pasche, Dominguez (verletzt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 86891.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. April 2018, 18:32 
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Noch 3 Punkte bis zum Titel

YB siegt für Andy Rihs selig

- YB bleibt im 15. Pflichtspiel in Folge unbezwungen und baut die Tabellenführung wieder auf 13 Punkte aus.
- Beim 4:1-Heimsieg gegen ein desolates Schlusslicht Lausanne zeigen die Gelb-Schwarzen eine gefällige 1. Halbzeit und bauen dann ab.
- Vor dem Anpfiff sorgt der Abschied vom diese Woche verstorbenen Mäzen Andy Rihs für grosse Emotionen.

Die Young Boys profitierten in der 31. Runde der Super League auch von einem 2:2 des FC Basel in Sitten. Somit kann das Team von Trainer Adi Hütter schon in 6 Tagen in der Meisterschaft für endgültig klare Verhältnisse sorgen.

Sollten die Berner am nächsten Samstag im Stade de Suisse auch den FC Luzern bezwingen, ist ihnen der erste Titel seit 32 Jahren gewiss. Das Abschneiden des Titelverteidigers vom Rheinknie tags darauf gegen Thun wäre obsolet.

Ein emotionaler Spagat

Die Gelb-Schwarzen und ihr Anhang erlebten früh an diesem herrlichen Fussball-Nachmittag beide Extreme der Gefühlswelt. Zunächst wurde mit einer Schweigeminute an Andy Rihs gedacht. Zu Ehren des YB-Patrons trugen die Spieler Trikots mit dem Aufdruck «Merci Andy».

Kaum war die Partie angepfiffen, hängte ein spielstarkes YB nicht lange den Gedanken nach, sondern legte furios los:

- 10. Minute: Guillaume Hoarau, der Skorer vom Dienst, der zuletzt aber 2 Mal ohne Treffer blieb, schiesst seine Farben in Führung.
- 18. Minute: Christian Fassnacht schliesst einen Angriff wie aus dem Lehrbuch mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte zum 2:0 ab. Ein Zucker-Pass Leonardo Bertones wurde von Miralem Sulejmani mit der Hacke sehenswert zurückgelegt.
- 38. Minute: Wieder düpiert Hoarau Lausanne-Keeper Thomas Castella, indem er nach einem Freistoss am höchsten steigt.

Auch Fassnacht trifft doppelt

Mit diesem Polster im Rücken durfte es sich YB leisten, nach der Pause einen Gang runter zu schalten. Auf der Gegenseite sandten die abstiegsbedrohten Waadtländer immerhin noch ein Lebenszeichen aus. So besorgte Simone Rapp nach einer Stunde den 1:3-Anschluss.

Doch der Spitzenreiter geriet nicht mehr in Bedrängnis. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit machte sich auch noch Fassnacht zum Doppeltorschützen. Darum bewegt sich Lausanne mittlerweile am anderen Pol der YB-Gefühlswelt. Beim Einstand des Neo-Trainers Ilija Borenovic kassierten die Romands ihre 4. Pleite in Serie. Ganz am Tabellenende beträgt der Rückstand auf das neuntklassierte Sion einen Zähler.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... rihs-selig

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. April 2018, 18:37 
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YB lässt Lausanne keine Chance

Lausanne bleibt weiterhin Tabellenletzter der Super League. Bei YB treffen Guillaume Hoarau und Christian Fassnacht doppelt.

Allfällige Spekulation, dass die Young Boys kurz vor dem lange ersehnten Ziel, dem Meistertitel, im Match gegen einen Aussenseiter nervös werden könnten, beseitigten die Berner selber schon in den ersten Spielminuten. Sie erarbeiteten sich augenblicklich gute Chancen. Die beste davon verwertete Guillaume Hoarau nach zehn Minuten mit einem prächtigen Ablenker mit dem linken Aussenrist.

Dieses Tor hätte in jeder Wahl zum Tor des Monats gekürt werden können, wäre nicht Christian Fassnachts 2:0 nach 18 Minuten noch schöner gewesen. Der als Torschütze und besonders als Vorbereiter für YB ungemein wertvolle Miralem Sulejmani erlief an der Strafraumgrenze einen Steilpass. Er spielte den Ball mit dem Absatz Richtung Penaltypunkt zurück, und Fassnacht traf mit voller Wucht ins Lattenkreuz. Beim vorentscheidenden 3:0 nach 38 Minuten traf den Lausanner Keeper eine Mitschuld. Thomas Castella verliess nach einer scharfen, angeschnittenen Freistossflanke Sulejmanis das Tor, aber seine Faust war später zur Stelle als Hoaraus Kopf.

YBs ungewöhnliche Erfolgsserie in diesem Frühling geht mit dem ebenso ungewöhnlichen Hoch des 34-jährigen Franzosen Hoarau einher. Zu Beginn der Saison hatte er Mühe, nach einer Verletzung vom letzten April den Tritt zu finden. Danach verletzte er sich erneut und musste acht Spiele pausieren. Dennoch ist er mit nunmehr 13 Treffern der Leader der Torschützenliste.

Die Waadtländer schienen im ersten Spiel unter Trainer Ilija Borenovic (zu) lange nicht an eine Chance zu glauben, obwohl sie das Heimspiel im Herbst gegen die Berner 2:1 gewonnen hatten. Dennoch glückten ihnen schon in der ersten Halbzeit drei Angriffe, die die Defensive der Berner ins Schwimmen brachten. Diese Szenen wiederum werden YBs Trainer Adi Hütter nicht gefallen haben. Selbst in der zweiten Halbzeit schien die Abwehr der Berner sehr anfällig zu sein. Dies äusserte sich am klarsten bei Lausannes Ehrentor.

Goalgetter Simone Rapp hatte für seinen Kopfball auf Flanke von Nicolas Gétaz sehr viel Platz. Nur fünf Minuten später verhinderte der erneut sehr stark spielende Goalie Marco Wölfli gegen den allein anstürmenden Rapp das sicher scheinenden 2:3. Mit ihrer gefälligen Leistung ab der 30. Minute dürfen die Lausanner für den anstehenden Abstiegskampf Mut schöpfen. In der Nachspielzeit zeichnete sich Fassnacht wie zuvor Hoarau als Doppeltorschütze aus.

Young Boys - Lausanne 4:1 (3:0)
26 506 Zuschauer. Schiedsrichter:Tschudi. – Tore: 10. Hoarau (Mbabu) 1:0. 18. Fassnacht (Sulejmani) 2:0. 38. Hoarau (Sulejmani) 3:0. 61. Rapp (Gétaz) 3:1. 91. Fassnacht (Mbabu) 4:1.
Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Bertone, Sulejmani (71. Schick); Hoarau (82. Nsame), Assalé (78. Aebischer).
Lausanne: Castella; Loosli, Monteiro, Rochat, Gétaz; Zarate (63. Zidane), Fransson, Cabral (80. Schmid), Geissmann; Margiotta (86. Zeqiri), Rapp.
Bemerkungen: Young Boys ohne Sow, Lotomba und Von Ballmoos (beide verletzt). Lausanne ohne Manière, Kololli, Pasche und Dominguez (alle verletzt). Verwarnungen: 20. Bertone (Foul), 27. Monteiro (Foul), 47. Fransson (Foul), 68. Cabral (Foul), 72. Nuhu (Foul).


https://www.nzz.ch/sport/yb-laesst-laus ... ld.1379668

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. April 2018, 18:39 
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Der Meistertitel ist zum Greifen nahe

Die Young Boys gewinnen Dank einer starken ersten Halbzeit gegen Lausanne mit 4:1.

Allfällige Spekulation, dass die Young Boys kurz vor dem lange ersehnten Ziel, dem Meistertitel, im Match gegen einen Aussenseiter nervös werden könnten, beseitigten die Berner selber schon in den ersten Spielminuten. Sie erarbeiteten sich augenblicklich gute Chancen. Die beste davon verwertete Guillaume Hoarau nach zehn Minuten mit einem prächtigen Ablenker mit dem linken Aussenrist. Dieses Tor hätte in jeder Wahl zum Tor des Monats gekürt werden können, wäre nicht Christian Fassnachts 2:0 nach 18 Minuten noch schöner gewesen. Der als Torschütze und besonders als Vorbereiter für YB ungemein wertvolle Miralem Sulejmani erlief an der Strafraumgrenze einen Steilpass. Er spielte den Ball mit dem Absatz Richtung Penaltypunkt zurück, und Fassnacht traf mit voller Wucht ins Lattenkreuz. Beim vorentscheidenden 3:0 nach 38 Minuten traf den Lausanner Keeper eine Mitschuld. Thomas Castella verliess nach einer scharfen, angeschnittenen Freistossflanke Sulejmanis das Tor, aber seine Faust war später zur Stelle als Hoaraus Kopf.

YBs ungewöhnliche Erfolgsserie in diesem Frühling geht mit dem ebenso ungewöhnlichen Hoch des 34-jährigen Franzosen Hoarau einher. Zu Beginn der Saison hatte er Mühe, nach einer Verletzung vom letzten April den Tritt zu finden. Danach verletzte er sich erneut und musste acht Spiele pausieren. Dennoch ist er mit nunmehr 13 Treffern der Leader der Torschützenliste. Die Waadtländer schienen im ersten Spiel unter Trainer Ilija Borenovic (zu) lange nicht an eine Chance zu glauben, obwohl sie das Heimspiel im Herbst gegen die Berner 2:1 gewonnen hatten. Dennoch glückten ihnen schon in der ersten Halbzeit drei Angriffe, die die Defensive der Berner ins Schwimmen brachten. Diese Szenen wiederum werden YBs Trainer Adi Hütter nicht gefallen haben. Selbst in der zweiten Halbzeit schien die Abwehr der Berner sehr anfällig zu sein. Dies äusserte sich am klarsten bei Lausannes Ehrentor. Goalgetter Simone Rapp hatte für seinen Kopfball auf Flanke von Nicolas Gétaz sehr viel Platz.

Nur fünf Minuten später verhinderte der erneut sehr stark spielende Goalie Marco Wölfli gegen den allein anstürmenden Rapp das sicher scheinenden 2:3. Mit ihrer gefälligen Leistung ab der 30. Minute dürfen die Lausanner für den anstehenden Abstiegskampf Mut schöpfen. In der Nachspielzeit zeichnete sich Fassnacht wie zuvor Hoarau als Doppeltorschütze aus.

Telegramm: Young Boys - Lausanne 4:1 (3:0) 26'506 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 10. Hoarau (Mbabu) 1:0. 18. Fassnacht (Sulejmani) 2:0. 38. Hoarau (Sulejmani) 3:0. 61. Rapp (Gétaz) 3:1. 91. Fassnacht (Mbabu) 4:1. Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Bertone, Sulejmani (71. Schick); Hoarau (82. Nsame), Assalé (78. Aebischer). Lausanne: Castella; Loosli, Monteiro, Rochat, Gétaz; Zarate (63. Zidane), Fransson, Cabral (80. Schmid), Geissmann; Margiotta (86. Zeqiri), Rapp. Bemerkungen: Young Boys ohne Sow, Lotomba und Von Ballmoos (beide verletzt). Lausanne ohne Manière, Kololli, Pasche und Dominguez (alle verletzt). Verwarnungen: 20. Bertone (Foul), 27. Monteiro (Foul), 47. Fransson (Foul), 68. Cabral (Foul), 72. Nuhu (Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/10874624

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. April 2018, 21:45 
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Basel patzt – YB fehlt noch ein Sieg zum Titel

Der abtretende Meister wird von einem entfesselten Sion überrascht. Die Berner hingegen können sich weiterhin auf Guillaume Hoarau verlassen.

Der FC Sion reagiert gegen den FC Basel mit einer starken Leistung auf die Heimniederlage unter der Woche gegen Lugano. Am Ende ist das 2:2 für die Walliser im Tourbillon ein schlechter Lohn.

Wer diese 94 Minuten in Sitten gesehen hat, kann sich nicht erklären, weshalb der FC Sion in der Super League gegen den Abstieg spielt. Das Team von Maurizio Jacobacci dominierte den Tabellenzweiten Basel weitgehend und erspielte sich eine klare Mehrzahl an Torchancen. Diese wurden zwar im Verlauf der zweiten Halbzeit weniger, doch in der 94. Minute kam Sion dem Siegtreffer nochmals ganz nahe: Einen Nachschuss von Pajtim Kasami, dem Besten im Walliser Team, wehrte Basels Verteidiger Raoul Petretta auf der Linie ab.

Zwei Punkte verloren, Selbstvertrauen gewonnen

So wussten die Walliser nicht, ob sie am Ende zufrieden sein sollten mit dem Nachmittag. Sie hatten auf den frühen Rückstand reagiert und nach einer Doublette kurz vor und kurz nach der Pause durch die Tore von Carlitos (42./Penalty) und Cunha (47.) hochverdient 2:1 geführt, aber den Sieg eben nicht in trockene Tücher gebracht. Sie haben zwar zwei Punkte verloren, dafür an Selbstvertrauen gewonnen. Wer den FC Basel in diesem Ausmass beherrscht, wird am Saisonende wohl nicht am Tabellenende stehen.

Auch für den FC Basel lieferte das Spiel mehr oder weniger befriedigende Erkenntnisse. Den offensichtlich angestrebten Punktgewinn haben die Basler realisiert. Sie sind nun seit acht Spielen ungeschlagen. Und noch wichtiger: Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie das Tempo erhöhen kann, wenn es erforderlich ist. Es war beeindruckend, wie der FCB nach dem 1:2-Rückstand während fünf Minuten und bis zum Ausgleich Druck machte. Von 0 auf 100 quasi. Das galt auch für Stürmer Ricky van Wolfswinkel. Der Niederländer stand erstmals seit sechs Wochen wieder in der Startformation - und erzielte beide Tore für den FCB.

YB souverän gegen Lausanne

Trotz ein paar schwerer Abwehrfehler haben die Young Boys auf dem Weg zum Meistertitel einen weiteren wichtigen Sieg errungen. Sie bezwangen Lausanne dank einem Offensivspektakel in der ersten Halbzeit 4:1.

Allfällige Spekulation, dass die Young Boys kurz vor dem lange ersehnten Ziel, dem Meistertitel, im Match gegen einen Aussenseiter nervös werden könnten, beseitigten die Berner selber schon in den ersten Spielminuten. Sie erarbeiteten sich augenblicklich gute Chancen. Die beste davon verwertete Guillaume Hoarau nach zehn Minuten mit einem prächtigen Ablenker mit dem linken Aussenrist. Dieses Tor hätte in jeder Wahl zum Tor des Monats gekürt werden können, wäre nicht Christian Fassnachts 2:0 nach 18 Minuten noch schöner gewesen.

Hoarau in Topform

Der als Torschütze und besonders als Vorbereiter für YB ungemein wertvolle Miralem Sulejmani erlief an der Strafraumgrenze einen Steilpass. Er spielte den Ball mit dem Absatz Richtung Penaltypunkt zurück, und Fassnacht traf mit voller Wucht ins Lattenkreuz. Beim vorentscheidenden 3:0 nach 38 Minuten traf den Lausanner Keeper eine Mitschuld. Thomas Castella verliess nach einer angeschnittenen Freistossflanke Sulejmanis das Tor, aber seine Faust war später zur Stelle als Hoaraus Kopf.

YBs Erfolgsserie in diesem Frühling geht mit dem ebenso ungewöhnlichen Hoch des 34-jährigen Franzosen Hoarau einher. Zu Beginn der Saison hatte er Mühe, nach einer Verletzung vom letzten April den Tritt zu finden. Danach verletzte er sich erneut und musste acht Spiele pausieren. Trotzdem ist er mit nunmehr 13 Treffern bester Torschütze der Liga.

Anfällige YB-Abwehr

Die Waadtländer schienen im ersten Spiel unter Trainer Ilija Borenovic (zu) lange nicht an eine Chance zu glauben. Dennoch glückten ihnen schon in der ersten Halbzeit drei Angriffe, die die Defensive der Berner ins Schwimmen brachten. Diese Szenen wiederum werden YBs Trainer Adi Hütter nicht gefallen haben. Selbst in der zweiten Halbzeit schien die Abwehr der Berner sehr anfällig zu sein. Dies äusserte sich am klarsten bei Lausannes Ehrentor.

Goalgetter Simone Rapp hatte für seinen Kopfball auf Flanke von Nicolas Gétaz sehr viel Platz. Nur fünf Minuten später verhinderte der erneut sehr stark spielende Goalie Marco Wölfli gegen den allein anstürmenden Rapp das sicher scheinenden 2:3. Mit ihrer gefälligen Leistung ab der 30. Minute dürfen die Lausanner für den anstehenden Abstiegskampf Mut schöpfen. In der Nachspielzeit zeichnete sich Fassnacht wie zuvor Hoarau als Doppeltorschütze aus.

Young Boys - Lausanne 4:1 (3:0) – 26'506 Zuschauer. – Tore: 10. Hoarau (Mbabu) 1:0. 18. Fassnacht (Sulejmani) 2:0. 38. Hoarau (Sulejmani) 3:0. 61. Rapp (Gétaz) 3:1. 91. Fassnacht (Mbabu) 4:1.

Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Bertone, Sulejmani (71. Schick); Hoarau (82. Nsame), Assalé (78. Aebischer).

Lausanne: Castella; Loosli, Monteiro, Rochat, Gétaz; Zarate (63. Zidane), Fransson, Cabral (80. Schmid), Geissmann; Margiotta (86. Zeqiri), Rapp.

Bemerkungen: Young Boys ohne Sow, Lotomba und Von Ballmoos (beide verletzt). Lausanne ohne Manière, Kololli, Pasche und Dominguez (alle verletzt). Verwarnungen: 20. Bertone (Foul), 27. Monteiro (Foul), 47. Fransson (Foul), 68. Cabral (Foul), 72. Nuhu (Foul).


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... s-29493042

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Totomat sorgt für Torjubel

Das Geschehen beim 4:1-Sieg von YB gegen Lausanne ist zuweilen zweitrangig. Die Aufmerksamkeit gilt dem Spiel von Basel in Sion.

Als die erste Halbzeit zu Ende geht, ist die Frage längst nicht mehr, ob YB gegen Lausanne gewinnt, sondern wie hoch. Guillaume Hoarau mit zwei Treffern und Christian Fassnacht haben für eine solch komfortable Führung gesorgt, dass das Geschehen unten auf dem Rasen zweitrangig ist. Die Aufmerksamkeit des Publikums gilt den beiden grossen Videoleinwänden oben am Stadiondach und dem Spiel von Sion zu Hause gegen Basel.

Als den Wallisern in der 42. Minute das 1:1 gelingt, brandet 80 Kilometer entfernt im Stade de Suisse Torjubel auf. «Eigentlich nehme ich es jeweils nicht wahr, wenn der Totomat eingeblendet wird», sagt der linke Verteidiger Loris Benito. «Doch diesmal ging es nicht anders. Es war so laut, da musste man nach oben schauen.»

Die Young Boys müssen zwei Punkte mehr holen als der FC Basel, damit ihr Meisterwunsch­szenario eintrifft: nächsten Samstag mit einem Heimsieg gegen den FC Luzern den Titel zu gewinnen. Das wäre auch ausnüchterungsmässig ideal, auf die Samstagnacht folgt der ruhige Sonntag.

Schreiender Stadionspeaker

Doch vorerst ist in Bern und Sitten noch eine Halbzeit zu spielen. Und sie beginnt mit einem Höhepunkt: Sion geht in Führung, die Berner jubeln. Dass Basel kurz darauf ausgleicht, verschweigt die Stadionregie. In Zeiten von Smartphones und Pushmeldungen hat der Totomat allerdings dramatisch an Ex­klusivität verloren.

Der Feststimmung bei der grossen Mehrzahl der 26'506 Zuschauer tut das 2:2 des FCB keinen Abbruch. Als Lausanne nach einer Stunde das 1:3 erzielt, singen die YB-Fans einfach weiter. Was ist schon ein Gegentor im grossen Ganzen? YB steht vor dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren.

Die Ausgangslage sorgt am Sonntagnachmittag für skurrile Szenen und Stress bei Match­besuchern. Es gilt, sich ein Ticket für die Partie gegen Luzern zu sichern. YB gibt später bekannt, dass der Run auf die letzten Plätze in der Schlussphase markant zugenommen habe, bei Spielende sind fast alle der knapp 6000 verfügbaren Billette vergriffen.

Die Euphorie ist spürbar, der Sta­dionspeaker, eigentlich ein nüchterner Vertreter seines Fachs, schreit nach dem 4:1-Sieg gegen Lausanne das Resultat aus Sitten ins Betonviereck: 2:2, Menschen liegen sich in den Armen. «Diese positive Stimmung mitzuerleben, ist genial», sagt Wölfli, ebenfalls ein nüchterner Vertreter seines Fachs.

Die Berner feiern nach Spiel­ende lange mit ihren Fans und treten danach nicht auf die Euphoriebremse. «Wir haben jetzt einen Matchball. Das ist wunderbar», sagt YB-Captain Steve von Bergen. Und Loris Benito, der in den letzten Wochen Fragen nach Meisterszenarien stets umdribbelt hat, sagt: «Es ist klar, dass wir nun etwas kalt stellen müssen.»

Das eine oder andere Bier würden sich die Young Boys nach einem Sieg gegen Luzern sicher gönnen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18924611

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YB-Noten: Fünf in den Top 10

Mit zwei Treffern beim 4:1-Sieg gegen Lausanne nähert sich Christian Fassnacht der Spitze der Torjägerliste.

Marco Wölfli: Note 4,5
In der ersten Halbzeit beinahe beschäftigungslos, wurde der Goalie nach der Pause gebraucht: Beim 1:3 von Rapp noch chancenlos, verhinderte Wölfli kurz darauf mit einer mutigen Intervention gegen Rapp den Anschlusstreffer.

Kevin Mbabu: Note 5,5
Nach überstandener Verletzung zurück in der Startaufstellung. Der rechte Verteidiger startete furios und war fortan kaum zu bremsen, mit vielen Ballkontakten. Bereitete das erste und das letzte Tor vor. Kasim Nuhu: Note 4
Lange unterfordert, bei Rapps Grosschance unachtsam. Insgesamt solid.

Steve von Bergen: Note 4,5
Der YB-Captain gab mit dem Anpfiff die Richtung vor, eroberte Bälle, klärte aufmerksam. Von Bergen zeigte erneut eine starke Dar­bietung. Einziger Makel: Beim 1:3 ist er zu weit von Torschütze Rapp entfernt.

Loris Benito: Note 4
Auf der linken Seite mit Dienst nach Vorschrift. Defensiv solid, nach vorn diskret.

Christian Fassnacht: Note 5,5
Strotzt vor Selbstvertrauen. Veredelte Sulejmanis Vorlage beim 2:0 mit einem satten Abschluss unter die Latte. Erzielte in der Nachspielzeit das 4:1. Es war das 9. Saisontor des Flügels und der 6. Skorerpunkt in den letzten drei Partien. Ist nun der fünfte YB-Spieler in den Top 10 der Torschützenliste und der Mann der Stunde.

Leonardo Bertone: Note 4,5
Im Mittelfeld unaufgeregter Ballverteiler, leitete das 2:0 mit feinem Steilpass ein.

Sékou Sanogo: Note 5
Nach Sperre zurück in der Startaufstellung. Sofort im Bossmodus: Gab keinen Ball her und liess seinen Gegenspielern nie Zeit zum Verschnaufen. Im Spiel nach vorn mit weniger Einfluss als zuletzt.

Miralem Sulejmani: Note 5
Nach diskreten Darbietungen in den Vorwochen blühte der Spassfussballer in der Sonnenstube auf, bereite das 2:0 mit wunderbarer Hackenvorlage vor, das 3:0 dann mit einem wohlgetimten Freistoss.

Roger Assalé: Note 4
Der Wirbelwind war für einmal ein laues Lüftchen. Konnte fast nie für Torgefahr sorgen. Mit seinen weiten Laufwegen und unermüdlicher Arbeit gegen den Ball dennoch wertvoll.

Guillaume Hoarau: Note 5,5
Der Franzose traf zwei Spiele lang nicht, hatte dementsprechend Nachholbedarf. Erzielte bis zur 38. Minute zwei Tore, übernahm mit 13 Treffern die Führung in der Torschützenliste. Und dies, obwohl er fast die Hälfte der Saison verletzt verpasste.

Thorsten Schick: ohne Note
71. Minute für Sulejmani.

Michel Aebischer: ohne Note
78. Minute für Assalé.

Jean-Pierre Nsame: ohne Note
82. Minute für Hoarau.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/17081857

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Zitat:
Etwas für Andy Rihs, *der von oben zuschaute»

Vor dem Match braucht YB noch acht Punkte für den Meistertitel. Nach dem 4:1 gegen Lausanne nur noch drei. Einen so zügigen Countdown ist man im Stade de Suisse nicht gewohnt.

Immer wenn es auf die 75. Minute zugeht, zählen die Fans hinter dem Tor auf der Seite der Papiermühlestrasse die Sekunden herunter, bis die vielbeschworene YB-Viertelstunde beginnt. Keine Sekunde wird übersprungen, es geht von 10 bis 0.

Im Herunterzählen der Punkte, die es noch braucht, bis der erste Meistertitel seit 1986 endlich eingefahren ist, überspringen die Fans nur allzu gern mehrere Einheiten. Da Basel beim 2:2 in Sitten zwei Punkte liegenliess, hüpfte der Countdown an einem einzigen Nachmittag von acht auf drei.

Die Leistung seiner Leute begeisterte Trainer Adi Hütter, der sich in der Regel mit Lob zurückhält. Der Österreicher sprach von einem tollen Nachmittag. In der ersten Halbzeit sah er "ein sehr starkes Spiel, Tempo, Rhythmuswechsel, Tore. Schöne Tore, gut herausgespielt".

"Entscheidend ist", sagte Hütter an der Medienkonferenz nach dem Match, "dass wir jetzt wissen, dass wir in der kommenden Woche den ersten Matchball haben. Und den wollen wir nutzen. Fünf Runden vor Schluss 13 Punkte Vorsprung, das ist natürlich perfekt." Den ersten Matchball werden die Young Boys am Samstag um 19.00 Uhr im Heimspiel gegen Luzern haben.

Adi Hütter wurde auch gefragt, wie er selber und die Mannschaft mit dem Tod von Andy Rihs umgegangen seien. "Es hat mich persönlich sehr getroffen", sagte Hütter. "Ich hatte immer wieder Kontakt mit Andy, und am Schluss auch mit Jöggi (Rihs' Bruder). Bei Jöggi informierte ich mich immer über Andys Gesundheitszustand. Andy war eine Persönlichkeit nicht nur bei YB, sondern im gesamten Schweizer Sport. Und nicht nur als Geldgeber, sondern auch als Mensch. Trotz allem mussten wir versuchen, den Fokus sofort wieder auf das Spiel zu legen. Ich glaube, dass wir heute dem Andy, der von oben zugeschaut hat, Freude gemacht haben. Und das war überhaupt das Wichtigste am ganzen Tag."


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132469276

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Zitat:
«Andy Rihs hat uns von oben zugeschaut»

Nach dem Tod von Andy Rihs haben es die Young Boys geschafft, den Fokus wieder aufs Spiel zu legen. «Wir haben Andy Freude gemacht, und das ist das Wichtigste», sagte Trainer Adi Hütter.

Vor dem Match braucht YB noch acht Punkte für den Meistertitel. Nach dem 4:1 gegen Lausanne nur noch drei. Einen so zügigen Countdown ist man im Stade de Suisse nicht gewohnt.

Immer wenn es auf die 75. Minute zugeht, zählen die Fans hinter dem Tor auf der Seite der Papiermühlestrasse die Sekunden herunter, bis die vielbeschworene YB-Viertelstunde beginnt. Keine Sekunde wird übersprungen, es geht von 10 bis 0.

Im Herunterzählen der Punkte, die es noch braucht, bis der erste Meistertitel seit 1986 endlich eingefahren ist, überspringen die Fans nur allzu gern mehrere Einheiten. Da Basel beim 2:2 in Sitten zwei Punkte liegenliess, hüpfte der Countdown an einem einzigen Nachmittag von acht auf drei.

Die Leistung seiner Leute begeisterte Trainer Adi Hütter, der sich in der Regel mit Lob zurückhält. Der Österreicher sprach von einem tollen Nachmittag. In der ersten Halbzeit sah er «ein sehr starkes Spiel, Tempo, Rhythmuswechsel, Tore. Schöne Tore, gut herausgespielt».

«Wir wollen ersten Matchball nutzen»

«Entscheidend ist», sagte Hütter an der Medienkonferenz nach dem Match, «dass wir jetzt wissen, dass wir in der kommenden Woche den ersten Matchball haben. Und den wollen wir nutzen. Fünf Runden vor Schluss 13 Punkte Vorsprung, das ist natürlich perfekt.» Den ersten Matchball werden die Young Boys am Samstag um 19 Uhr im Heimspiel gegen Luzern haben.

Adi Hütter wurde auch gefragt, wie er selber und die Mannschaft mit dem Tod von Andy Rihs umgegangen seien. «Es hat mich persönlich sehr getroffen», sagte Hütter. «Ich hatte immer wieder Kontakt mit Andy, und am Schluss auch mit Jöggi (Rihs' Bruder). Bei Jöggi informierte ich mich immer über Andys Gesundheitszustand. Andy war eine Persönlichkeit nicht nur bei YB, sondern im gesamten Schweizer Sport. Und nicht nur als Geldgeber, sondern auch als Mensch. Trotz allem mussten wir versuchen, den Fokus sofort wieder auf das Spiel zu legen. Ich glaube, dass wir heute dem Andy, der von oben zugeschaut hat, Freude gemacht haben. Und das war überhaupt das Wichtigste am ganzen Tag.»


https://www.derbund.ch/sport/fussball/A ... y/28762728

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