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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 21:30 
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Thun entscheidet Berner Derby für sich

Thun mutiert langsam zum Angstgegner von YB. Die Stadtberner unterliegen im Derby mit 1:3. Der Vorsprung auf Basel beträgt noch vier Punkte.

Starke Thuner, enttäuschende Berner

Drei Tage nach dem spektakulären und für sie niederschmetternden 3:4 im Cup beim FCZ landen die Fussballer des FC Thun einen Coup in der Meisterschaft. Sie gewinnen gegen die Young Boys 3:1.

Das Resultat im Kantonalduell war eine ähnlich grosse Überraschung, wie es der 4:0-Sieg der Berner Oberländer Anfang August im Stade de Suisse gewesen war. Die Tor bis zur Entscheidung erzielten der nicht als Goalgetter bekannte Thuner Rechtsverteidiger Stefan Glarner acht Minuten vor der Pause sowie kurz nach einander in der zweiten Halbzeit Dejan Sorgic zum 2:0 und Miralem Sulejmani zum 2:1. Direkt nach dem 3:1 von Simone Rapp in der Nachspielzeit ertönte der Schlusspfiff. Thuns Trainer Marc Schneider zog aus der Überforderung der Abwehr in der Schlussphase des 3:4 verlorenen Cupspiels beim FCZ Konsequenzen. Er liess die Mannschaft entgegen seinen Gewohnheiten in einem defensiveren Grundkonzept spielen, mit einen Dreier- respektive Fünferabwehr.

Thun spielbestimmend

Es zahlte sich aus. Im neuen Kostüm gefielen die Berner Oberländer von Anfang an. Sie schnürten die favorisierten Stadtberner fast 20 Minuten lang ein und kamen zu drei guten Möglichkeiten. YB-Verteidiger Kasim Nuhu musste einen Direktschuss von Sandro Lauper aus rund 18 Metern in höchster Not mit dem Kopf entschärfen. Als die Young Boys zaghaft besser ins Spiel bekommen waren, schlugen die Thuner zu. Nach 37 Minuten verwertete Glarner eine präzise Flanke von Simone Rapp mit einem unhaltbaren Kopfball-Lob. Glarner war unbedrängt und hatte alle Zeit, den Kopfball vorzubereiten. Die ganze Aktion von Moreno Costanzo über Rapp zu Glarner erinnerte an ein lockeres Spielchen nach einem harten Training.

Ausbleibender Sturmlauf

Die Young Boys enttäuschten mehr als beim besagten 0:4 im August. Sie erspielten sich damals zahlreiche Chancen, verwerteten aber keine davon. Diesmal kam das Anschlusstor in der 75. Minute bei der allerersten reellen Chance zustande. Guillaume Hoarau spielte dabei Sulejmani mit einem prächtigen Absatzpass frei. Im Gesamten jedoch zeigte auch Hoaraus Hereinnahme anstelle von Jean-Pierre Nsame kaum Wirkung. Zwei halbbatzige Möglichkeiten von Michel Aebischer, der den weiterhin verletzten Sékou Sanogo vertrat, war nebst dem Tor alles, was die Mannschaft von Trainer Adi Hütter zustande brachte. In der letzten Viertelstunde liess YB jeden Sturmlauf, jedes Auflehnen gegen die drohende Niederlage vermissen.

Thun - Young Boys 3:1 (2:1)

7627 Zuschauer. - SR Amhof.

Tore: 37. Glarner (Rapp) 1:0. 73. Sorgic (Hediger) 2:0. 75. Sulejmani (Hoarau) 2:1. 93. Rapp (Kablan) 3:1.

Thun: Ruberto; Bürgy, Gelmi, Righetti; Glarner, Hediger, Lauper, Kablan; Costanzo (76. Spielmann); Rapp, Sorgic (87. Dzonlagic).

Young Boys: Von Ballmoos; Lotomba (72. Schick), Nuhu, von Bergen, Benito; Fassnacht, Sow, Aebischer, Sulejmani (86. Moumi Ngamaleu); Nsame (46. Hoarau), Assalé.

Bemerkungen: Thun ohne Tosetti, Rodrigues, Facchinetti, Bigler, Alessandrini, Hunziker, Sutter, Schäppi (alle verletzt) und Faivre (krank). Young Boys ohne Mbabu (gesperrt), Sanogo, Bertone und Seferi (alle verletzt). Letztes Super-League-Spiel von Schiedsrichter Sascha Amhof. Verwarnungen: 56. Sow (Foul), 62. Hediger (Foul), 67. Fassnacht (Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/11922206

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 22:05 
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Thun gewinnt das Berner Derby

Leader YB strauchelt im Berner Oberland!

Hoppla! Thun wird zum Angstgegner der Young Boys. Wie im ersten Derby der Saison besiegen die Berner Oberländer die Stadtberner auch zu Hause. 3:1 heissts am Ende in der Stockhorn Arena. Der FCB reibt sich die Hände.

Das Spiel:
Letzter gegen Leader. Drittschlechteste Defensive gegen beste Offensive. Eine klare Sache? Von wegen! In der Stockhorn Arena rackern und kämpfen die Thuner, wie man es von einem Team erwartet, das die Rote Laterne nach einer Nacht sofort wieder abgeben will. Gelb-Schwarz hingegen findet wie beim ersten Derby in Bern (0:4) nur ganz selten Mittel und Wege, die Oberländer in Verlegenheit zu bringen. Und wenn doch, liegen die Oberländer bereits mit zwei Längen voraus und können den Gegentreffer verkraften. Der Überraschungssieg ist perfekt – und YB hat noch vier Punkte Vorsprung auf den FCB.

Die Tore:
1:0, 37. Minute :
Flache Kombinationen bringen Rapp auf der linken Seite in den Strafraum. Der lässt Lotomba aussteigen, entdeckt auf dem weiten Pfosten Glarner und bereitet dessen überlegten Kopfball gegen den Lauf von Von Ballmoos perfekt vor. Herrlich gespielt.

2:0, 73. Minute:
Hediger bedient Sorgic mit einem Wechsel auf rechts. Der ist so alleine, dass er die Kugel mit der Brust abtropfen und dann trocken im Kasten unterbringen kann.

2:1, 75. Minute:
Der zur Pause eingewechselte Hoarau bedient Sulejmani mit einem Hakentrick. Aus spitzem Winkel trifft dieser aus linker Position zum sofortigen Anschlusstreffer.

3:1, 93. Minute:
Schneller Konter über links. Rapp auf und davon. Und voilà – alles klar. Schlusspfiff.

Die Stimmen:
«Den Sieg feiere ich trotzdem!», sagt der von YB an Thun ausgeliehene Nicolas Bürgy. Weitere Stimmen gibts im Video.

Das gab zu reden:
Mitten in der zweiten Halbzeit geht Dejan Sorgic nach einem Rencontre mit Steve von Bergen zu Boden. Der YB-Captain zeigt an: Schauspielerei. Doch beide langen ins Gesicht des Anderen. Kann man auch zweimal wegsehen, wie der gute Ref Amhof, dann ists okay. Übrigens: Für Amhof ist es der 98. und letzte Einsatz als Schiedsrichter in der Super League. Er arbeitet künftig zu je 50 Prozent als Schiri-Ausbildner und Lehrer.

Der Beste:
Kraftpaket Dennis Hediger ist wieder mal ein Perpetuum mobile. Energie ohne Ende, kaum zu bändigen. Klar, er kriegt Gelb und verpasst das 3:1. Aber er rackert für zwei, findet in der Pause energisch die richtigen Worte – und gibt den Assist zu Sorgics 2:0.

Der Schlechteste:
Slapstick, wie Kasim Nuhu sich bei Glarners Tor vorzeitig auf den Boden legt und Rapp den Weg für die präzise Flanke auf den Torschützen frei macht.

So gehts weiter:
Für Thun gehts am Samstag ins Wallis zu Sion (19 Uhr). YB empfängt die Grasshoppers am Sonntag um 16 Uhr im Stade de Suisse.

********************
TELEGRAMM

Thun – YB 3:1 (1:0) – Stockhorn-Arena 7627 Fans – SR: Amhof

Thun: Ruberto; Bürgy, Gelmi, Righetti; Lauper; Glarner, Costanzo, Hediger, Kablan; Sorgic, Rapp.

YB: Von Ballmoos; Lotomba, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Aebischer, Sow, Sulejmani; Nsame, Assalé.

Einwechslungen:
Thun: Spielmann (76. für Costanzo), Dzonlagic (87. für Sorgic)

YB: Hoarau (46. für Nsame), Schick (72. für Lotomba), Ngamaleu (86. für Sulejmani)

Gelb: 46. Sow. 62. Hediger. 67. Fassnacht (alle Foul).

Bemerkungen:
Thun ohne Faivre (krank), Rodrigues, Facchinetti, Tosetti, Schäppi, Bigler, Alesandrini, Sutter, Hunziker (verletzt).
YB ohne Mbabu (gesperrt), Sanogo, Bertone, Seferi (verletzt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 80376.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 22:07 
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Thun verpasst YB den nächsten Dämpfer

Thun hat den Lauf des Leaders YB stoppen können – einmal mehr. Dank einem engagierten Auftritt kamen die Oberländer im Derby zu Hause zu einem 3:1-Prestigesieg.

- Nur noch 4 Punkte Vorsprung: Der erste Verfolger Basel rückt näher
- 4 Jahre später: Seit dem 8.12.2013 hatte Thun zu Hause kein Derby mehr gewonnen

Umgekehrte Vorzeichen in der Stockhorn Arena: Der Leader YB wird vom Schlusslicht Thun in die Knie gezwungen. Für einen lange Zeit allzu behäbigen Auftritt gab es die Quittung in Form eines 1:3. Es ist dies die erst 3. Niederlage in der laufenden Meisterschaft.

Bittere Ausrutscher: Thun, Lausanne, Thun

Zu denken geben muss den Gelb-Schwarzen, wer ihre bisherigen Bezwinger waren: Lausanne und nun erneut Thun. Von den Berner Oberländern war man nach einem makellosen Saisonstart beim 0:4 zu Hause schon ein erstes Mal ausgebremst worden.

Nun gab es den nächsten Ausrutscher. Dabei hatte Thun zuvor 7 Mal in Folge im eigenen Stadion kein Derby mehr zu seinen Gunsten entscheiden können. Auf das 1:0 am 8. Dezember 2013 folgten 5 Pleiten und 2 Remis. Der Verdienst für das rare Erfolgserlebnis: Das Team von Trainer Marc Schneider verbessert sich von Rang 10 auf 8.

Ohne jegliche Duchschlagskraft

Stefan Glarner brachte die kompakt und solidarisch auftretenden Platzherren in der 37. Minute sehenswert auf die Siegesstrasse. Der Verteidiger köpfelte völlig freistehend eine Flanke von Simone Rapp lässig ein.

Energielos wirkende Young Boys waren davor nicht imstande, Akzente zu setzen. Und sie konnten auch auf den Rückstand nicht reagieren. Im Gegenteil: Dejan Sorgic erhöhte in der 73. Minute auf 2:0.

Im Gegenzug folgte der Anschlusstreffer dank Miralem Sulejmanis Schuss aus spitzem Winkel. Doch das war's schon wieder mit dem Aufflackern des Spitzenreiters. Als YB in der Endphase alles nach vorne warf, setzte Rapp in der Nachspielzeit mit dem 3:1 den Schlusspunkt.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... n-daempfer

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 22:08 
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Leader YB verliert schon wieder gegen den FC Thun

Drei Tage nach dem niederschmetternden 3:4 im Cup beim FC Zürich ist dem FC Thun ein veritabler Coup in der Meisterschaft gelungen: Er gewinnt daheim gegen die Young Boys 3:1.

Das Resultat im Kantonalduell war eine ähnlich grosse Überraschung, wie es der 4:0-Sieg der Berner Oberländer Anfang August im Stade de Suisse gewesen war. Die Tor bis zur Entscheidung erzielten der nicht als Goalgetter bekannte Thuner Rechtsverteidiger Stefan Glarner acht Minuten vor der Pause sowie kurz nach einander in der zweiten Halbzeit Dejan Sorgic zum 2:0 und Miralem Sulejmani zum 2:1. Direkt nach dem 3:1 von Simone Rapp in der Nachspielzeit ertönte der Schlusspfiff.

Thuns Trainer Marc Schneider zog aus der Überforderung der Abwehr in der Schlussphase des 3:4 verlorenen Cupspiels beim FCZ Konsequenzen. Er liess die Mannschaft entgegen seinen Gewohnheiten in einem defensiveren Grundkonzept spielen, mit einen Dreier- respektive Fünferabwehr.

Es zahlte sich aus. Im neuen Kostüm gefielen die Berner Oberländer von Anfang an. Sie schnürten die favorisierten Stadtberner fast 20 Minuten lang ein und kamen zu drei guten Möglichkeiten. YB-Verteidiger Kasim Nuhu musste einen Direktschuss von Sandro Lauper aus rund 18 Metern in höchster Not mit dem Kopf entschärfen. Als die Young Boys zaghaft besser ins Spiel bekommen waren, schlugen die Thuner zu. Nach 37 Minuten verwertete Glarner eine präzise Flanke von Simone Rapp mit einem unhaltbaren Kopfball-Lob. Glarner war unbedrängt und hatte alle Zeit, den Kopfball vorzubereiten. Die ganze Aktion von Moreno Costanzo über Rapp zu Glarner erinnerte an ein lockeres Spielchen nach einem harten Training.

Die Young Boys enttäuschten mehr als beim besagten 0:4 im August. Sie erspielten sich damals zahlreiche Chancen, verwerteten aber keine davon. Diesmal kam das Anschlusstor in der 75. Minute bei der allerersten reellen Chance zustande. Guillaume Hoarau spielte dabei Sulejmani mit einem prächtigen Absatzpass frei. Im Gesamten jedoch zeigte auch Hoaraus Hereinnahme anstelle von Jean-Pierre Nsame kaum Wirkung. Zwei halbbatzige Möglichkeiten von Michel Aebischer, der den weiterhin verletzten Sékou Sanogo vertrat, war nebst dem Tor alles, was die Mannschaft von Trainer Adi Hütter zustande brachte. In der letzten Viertelstunde liess YB jeden Sturmlauf, jedes Auflehnen gegen die drohende Niederlage vermissen.

Sollten sie am Schluss der Meisterschaft abermals hinter Basel klassiert sein, müssten die Young Boys wohl feststellen, dass sie zu viele Punkte gegen schwächere Mannschaften liegengelassen haben. Gegen den potentiellen Absteiger Thun holten die Basler in diesem Herbst sechs Punkte (5:1 Tore), die Berner dagegen beim Torverhältnis von 1:7 keinen einzigen.


https://www.nzz.ch/sport/fussball/thun- ... ld.1335279

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 22:11 
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03.12.2017

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Als stünde der FC Thun in einer Siegesserie

Nach dem Schlag in den Nacken beim 3:4 im Cup gegen den FCZ sofort aufstehen. Das verlangt Marc Schneider von seinen Thunern Spielern. Sie erhören ihn und spielen beim 3:1-Sieg gegen YB tadellos.

Wer immer eine 3:1-Führung in den letzten zehn Minuten verspielt und 3:4 verliert, muss mit schwerwiegenden Nachwirkungen rechnen. Für die tapfere Mannschaft des FC Thun gilt dies offensichtlich nicht. Die Berner Oberländer traten gegen den in Bezug auf die Mittel und das Potential im Kader übermächtig scheinenden Kantonsrivalen so dezidiert und selbstbewusst auf, als stünden sie inmitten einer Siegesserie. Dabei hatten sie vor dem Cupmatch in Zürich die letzten beiden Meisterschaftsspiele (gegen GC und St. Gallen) verloren. In der Stockhorn Arena traten nicht die Thuner wie ein verunsicherter Underdog auf, sondern just die Young Boys, der bis anhin souveräne Leader der Super League.

"Unsere Spieler haben das ganz hervorragend gemacht", konnte Marc Schneider nach dem Derby vermelden. "Nach dem Spiel in Zürich was dies eine sehr gute Reaktion. Genau das, was ich verlangt und erhofft hatte."

Keine zwei Minuten nach dem 2:0 kam YB durch ein von Guillaume Hoarau magistral vorbereitetes Tor von Miralem Sulejmani wieder heran. Schneider wurde gefragt, ob ihn dies nicht an die Schlussphase des Spiels beim FC Zürich erinnert habe. "Doch, ja", sagte er. "Nach diesem 1:2 sind wir ins Grübeln gekommen. Wir wussten, dass wir den Gegner jetzt unbedingt unter Druck setzen mussten. Sonst wäre es bei der Qualität von YB wohl wieder nicht gut herausgekommen. Der Ausgleich wäre nur eine Frage der Zeit gewesen. Wir suchten deshalb den Ballbesitz. Gegen Zürich ist uns dies nicht gelungen, gegen YB schon."

Die drei bisherigen Meisterschaftsniederlagen der Young Boys sind ein 0:4 und ein 1:3 gegen Thun sowie ein 1:2 in Lausanne. Trainer Adi Hütter wurde gefragt, wie er die drei Niederlagen untereinander vergleiche. Der Österreicher zögerte nicht: "Dieses 1:3 hier ist die verdienteste Niederlage. Wir sind nach diesem Spiel sehr, sehr enttäuscht."

Hütter erwähnte, dass es für seine Mannschaft das 30. Spiel der Saison in den verschiedenen Wettbewerben gewesen sei. Er brauchte dies keineswegs als Entschuldigung für die von A bis Z matte Darbietung seiner Leute. Er stellte einfach fest: "Wir waren heute mental und physisch nicht in der Lage, auf diesem Niveau gegen eine sehr gut eingestellte Mannschaft zu fighten."

Haben die Young Boys jetzt ein grundsätzliches Problem mit den Spielen gegen Thun? Hütter verneinte dies, sagte jedoch: "Klar ist, dass uns die sechs Punkte, die wir gegen Thun verloren haben, sehr weh tun."


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131968320

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 23:05 
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03.12.2017

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Der Letzte siegt im Derby mit Rumpfteam

Zweites Derby der Saison, zweite Pleite für YB. Während die Berner enttäuschten, landeten die Thuner mit dem 3:1 einen Befreiungsschlag und gaben die rote Laterne wieder ab.

Die Ausgangslage vor dem zweiten Derby war ähnlich gewesen wie im August. YB trat als sou­veräner Tabellenführer an, Thun hatte nach Niederlagen das Messer am Hals. Trotzdem gab es nun einen Unterschied: Beim 4:0-Coup in Bern hatten die Oberländer noch gehörig viel Glück beanspruchen müssen, am Sonntag war ihr 3:1-Sieg über den Kantons­rivalen verdient.Die Young Boys wirkten drei Tage nach dem Einzug in den ­Cuphalbfinal im Schneetreiben gegen St. Gallen müde und kraftlos.

Die dritte Niederlage der Saison war die logische Folge. «Thun war uns überlegen, wir waren zu wenig gut. Das ist deshalb für uns die verdienteste Niederlage in dieser Meisterschaft», sagte Adi Hütter. Dass sein Team nach dem Ausrutscher gegen Lausanne ausgerechnet zweimal gegen Thun als Verlierer vom Platz gehen musste, wollte der Österreicher nicht überbewerten.

«Wir haben ganz sicher kein Thun-Trauma. Aber die sechs vergebenen Punkte gegen sie tun uns natürlich sehr weh.» YB liegt eine Runde vor Halbzeit nur noch vier Punkte vor Verfolger und Titelverteidiger Basel. «Basel ist in bestechender Form», hielt Hütter fest und ergänzte: «Wir aber auch. Das war nun das erste Mal, dass wir nach einem FCB-Sieg nicht antworten konnten.»

«Wir haben ganz sicher kein Thun-Trauma. Aber die sechs vergebenen Punkte tun uns natürlich sehr weh.» YB-Trainer Adi Hütter

Thuner Nadelstiche

Davon waren die Berner am Sonntag weit entfernt. Die Favoriten vermochten sich kaum Chancen zu erarbeiten. Ein Schuss ins Aussennetz von Topskorer Jean-Pierre Nsame blieb lange die ­gefährlichste Aktion. Auf der Gegenseite setzten die Thuner immer wieder Nadelstiche. Sandro Lauper sah seine Schüsse in der Startviertelstunde zweimal geblockt. Thuns Torjäger Simone Rapp scheiterte mit einem Kopfball an YB-Goalie David von Ballmoos.

Nach einer halben Stunde liess Rapp Verteidiger Kasim Nuhu ins Leere rutschen, flankte zur Mitte, wo Stefan Glarner völlig unbedrängt mit einem Kopfball das 1:0 erzielen konnte. Fast hätten die Berner eine schnelle Antwort gehabt. Michel Aebischer kam vor Thuns Francesco Ruberto zum Abschluss. Der Goalie, der in den vergangenen zwei Partien gegen St. Gallen (1:2) und im Cup gegen den FCZ (3:4) mehrmals floppte, parierte aber mit einer Fussabwehr.

Im dreissigsten Spiel der Saison vermochten die Berner nach dem Seitenwechsel nur kurz das Tempo zu erhöhen. Aebischer und Jordan Lotomba kamen zu Chancen. Die Oberländer blieben jedoch mit ihren Kontern gefährlicher. Eine Kombination über Dejan Sorgic und Stefan Glarner hätte Moreno Costanzo krönen müssen. Sein Versuch flog indes weit über das Tor. Das 2:0 fiel doch noch. Die Young Boys konnten FCT-Captain Dennis Hediger nicht am Flanken hindern. Der Ball landete bei Sorgic, der von Ballmoos keine Abwehrchance liess.

Doch diesmal hatten die Berner tatsächlich eine schnelle Antwort bereit. Der für den ungenügenden Nsame eingewechselte Guillaume Hoarau bediente Miralem Sulejmani – 1:2.

Kein Thuner Zittern

Bei den Thunern kamen unweigerlich Gedanken an den vergangenen Mittwoch auf, als sie im Cup in der 85. Minute beim FC Zürich 3:1 geführt hatten und dann nach drei Gegentoren in neun Minuten noch als Verlierer vom Platz mussten. «Zwangsläufig kam diese Cupangst auf», gestand Marc Schneider. Der Trainer durfte danach aber zufrieden konstatieren, dass seine jungen Akteure aus der Lektion im Letzigrund gelernt haben. Die Thuner, bei denen immer noch neun Spieler fehlten, liessen sich nicht mehr so stark zurückdrängen wie in Zürich.

Stattdessen gelang Sekunden vor dem Abpfiff Rapp das 3:1. Der Stürmer zog mit seinem neunten Ligatreffer mit Topskorer Nsame gleich. Wichtiger für die Oberländer war indes, dass sie sich mit dem Exploit etwas aus ihrer schwierigen Situation befreien konnten. Sie liegen wieder einen Zähler vor Luzern und Sion. «Die schlechten Gedanken sind weg, die Jungs haben das gut gemacht», lobte Schneider. Wie für die Thuner am Tabellenende bleibt aber auch für die Young Boys an der Tabellenspitze der Druck gross.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24943524

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 3. Dezember 2017, 23:45 
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..hmmmm :| , heute haben wir wirklich schlecht gespielt, vor allem in der ersten halbzeit war der wurm drin. in der zweiten hälfte müssten wir viel mehr druck auf das thuner tor bringen. ich sah praktisch keine guten chancen von yb. offensiv war das leider gar nix heute. wenn diese sechs punkte uns am schluss hoffentlich nicht noch fehlen.


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 Beitrag Verfasst: Montag 4. Dezember 2017, 09:03 
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«Sind wir denn Real Madrid?»

Thuns Debütant Timo Righetti und YB-Captain Steve von Bergen werden das Derby in unterschiedlicherErinnerung behalten.

Timo Righetti lächelt. Der 19-Jährige ist beim FC Thun momentan der Mann der Premieren. Am Mittwoch kommt er im dramatischen Cupviertelfinal gegen den FCZ zu seiner Feuertaufe im Fanionteam des FC Thun, vier Tage später folgt das Debüt in der Super League im Derby gegen den sou­veränen Leader YB.

Und danach analysiert er seine Leistung das erste Mal überhaupt vor den Medien. «Sehr zufrieden» sei er, sagt Righetti, der anstelle des immer noch verletzten Mickaël Facchinetti auf der linken Abwehrseite verteidigte. «Ich bin froh, dass ich überhaupt die Chance erhalten habe.»

Da die Thuner nach wie vor eine lange Verletztenliste haben, dürften weitere Spiele dazukommen – und Righetti dürfte weitere Gelegenheiten erhalten, sich auf höchster Stufe zu präsentieren und für einen Profivertrag zu empfehlen. «Das ist mein grosses Ziel», sagt er. Die Teamkollegen stellen dem Debütanten, der im Sommer die Matura abgeschlossen hat und momentan ein Praktikum als Elektroplaner absolviert, ein durchwegs positives Zeugnis aus.

Für sein Alter sei Righetti sehr robust und körperlich extrem weit, meint Captain Dennis He­diger und lobt die mutige, unerschrockene Spielweise des Youngsters. «Das ist seine Stärke.» Stefan Glarner attestiert seinem Defensivkollegen grosse Ruhe und Souveränität und meint mit einem Lachen: «Als ob er schon zehn Jahre auf diesem Niveau spielen würde.»

Der Rechtsverteidiger feierte gegen die Young Boys zwar keine Premiere, aber sein letztes Tor in der Super League vor dem Kopfballtreffer vom Sonntag ist zumindest schon sehr lange her. 7 Jahre und 88 Tage, um genau zu sein. Auch damals reüssierte Glarner gegen YB. «Im Derby sind alle besonders motiviert», sagt Glarner. Nach der «grossen Enttäuschung» im Cup habe die Mannschaft unbedingt eine Reaktion zeigen wollen. Und Hediger ergänzt: «Dass wir trotz der vielen Verletzten eine solche Leistung bringen können, macht mich sehr stolz.»

Von Bergens Standpauke

Steve von Bergens Debüt auf höchster nationaler Stufe ist derweil schon über sechzehn Jahre her. Am 7. Juli 2001 debütierte er als 18-Jähriger für seinen Heimatklub Xamax und war dabei sogar noch 553 Tage jünger als Timo Righetti am Sonntag. Als der YB-Captain in den Katakomben der Thuner Stockhorn-Arena steht, ist ihm jedoch gar nicht danach, in Erinnerungen zu schwelgen oder an seine Anfänge als Fussballer zurückzudenken.

«Sind wir denn Real Madrid?», fragt er gereizt zurück, als er über die Niederlage der Young Boys Auskunft geben soll. «Wir können nicht einfach durchmarschieren und jedes Spiel gewinnen. Auch wir dürfen verlieren.» Von Bergen kann ein impulsiver, aufmüpfiger Gesprächspartner sein, der sich bei einem falschen Wort schnell persönlich angegriffen fühlt.

Allerdings ist er auch ein gestandener Profi, der sich nach der Standpauke Zeit nimmt und das Geschehen ruhig und sachlich analysiert. «Wir haben uns zu wenig bewegt und zu wenig kreiert. Das war ungenügend.»

Nach der 0:4-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen hatten alle Beteiligten von Pech auf der einen und Glück auf der anderen Seite gesprochen, waren die Young Boys doch klar überlegen – und mussten die Niederlage primär der mangelhaften Chancenauswertung ihrerseits und der ausgezeichneten Effizienz der Thuner zuschreiben. Diesmal ist das anders. Für von Bergen ist klar: «Diesmal ist die Niederlage verdient.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/25926691

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. Dezember 2017, 09:04 
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YB ohne Saft und Punkte

YB-Noten: Die Young Boys waren im Derby gegen Thun (1:3) müde und zu harmlos.

David von Ballmoos: Note 4,5
Der Goalie kassierte zwar drei Gegentreffer, Schuld traf ihn aber keine. Mit Paraden gegen Costanzo und Hediger verhinderte er eine frühere Entscheidung.

Jordan Lotomba: Note 4
Rückte für den gesperrten Mbabu auf die rechte Seite. Hatte ausser einem Abschluss nach einer ­Cornervariante keine Offensiv­szenen.

Steve von Bergen: Note 4
Der Captain agierte solid. Hatte Glück, dass sein Schlag ins Gesicht von Thun-Stürmer Dejan Sorgic nicht geahndet wurde.

Kasim Nuhu: Note 3
Verlor viele Kopfballduelle. Ge­genspieler Simone Rapp blieb auch bei der Aktion vor dem 0:1 Sieger. Ging ohne Not viel zu früh zu Boden, was Rapp eine Flanke auf Torschütze Stefan Glarner ­erlaubte.

Loris Benito: Note 3
Wirkungslos nach vorne. Stand zudem beim 0:1 und 0:2 zu weit von den Torschützen Glarner und Sorgic weg.

Christian Fassnacht: Note 3,5
Der Flügel konnte sich gegen seinen Ex-Klub nie in Szene setzen.

Djibril Sow: Note 4
Tat sich im Zentrum gegen Thuns Aggressivleader Dennis Hediger schwer. Konnte das Spiel nicht wie zuletzt ankurbeln.

Michel Aebischer: Note 4
Lange dominanter als Nebenmann Sow im zentralen Mittelfeld. Hätte vor der Pause den ­Ausgleich erzielen müssen, scheiterte aber an Thuns Goalie Fran­cesco Ruberto, der mit einer unkonventionellen Fussabwehr parierte. Nachdem er kurz nach dem Seitenwechsel das Tor mit seiner zweiten guten Chance knapp verfehlte, tauchte er immer mehr ab.

Miralem Sulejmani: Note 4
Brachte mit seinem raschen Anschlusstreffer zum 1:2 die Hoffnungen der Berner zurück. Seine Freistösse blieben ungefährlich.

Jean-Pierre Nsame: Note 3
Der Ligatopskorer wirkte blass. Ein Abschlussversuch landete im Aussennetz, sonst war von ihm diesmal keine gefährliche Aktion zu sehen. Hatte überraschend gegen den früheren YB-Junior und heute 19-jährigen, überaus robusten Thuner U-21-Akteur Timo Righetti einen schweren Stand.

Roger Assalé: Note 4
Willig und wirblig, aber ohne Fortune. Ein Kopfball in die Hände von Ruberto war seine beste Chance.

Guillaume Hoarau: Note 4
46. Minute für Nsame. Bereitete mit einem Hackentrick Sulejmanis 1:2 gekonnt vor. Ansonsten konnte er seine mangelnde Spielpraxis nicht verbergen.

Thorsten Schick: Note 4
73. Minute für Lotomba. Verfehlte mit einem Schuss das Tor (und das 2:2) nur knapp.

Nicolas Ngamaleu: ohne Note
86. Minute für Sulejmani.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27406902

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. Dezember 2017, 09:06 
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Da warens nur noch vier

YB zeigt in Thun die schlechteste Leistung der Saison, verliert 1:3 und muss Verfolger Basel aufrücken lassen.

Druck gehört zum Spitzensport, der richtige Umgang damit ist ein Erfolgsfaktor. Den Deutschen Oliver Kahn trieben die Erwartungen der Öffentlichkeit zu Höchstleistungen, Rennfahrer Kimi Räikkönen galt und gilt als einer, der sich davon nie beeinflussen lässt. Und YB? YB hat mit dem Druck so seine ganz eigene Geschichte – in dieser Spielzeit bis gestern Abend eine durchaus positive. Als Teilnehmer der Champions League hat der FC Basel mehr Auftritte am Samstag, während YB, in der Europa League oft am Donnerstag engagiert, viel am Sonntag spielen muss. Alleine seit dem Spitzenkampf vor einem Monat (1:1) hat Basel drei Mal erfolgreich vorgelegt – YB konnte zweimal nachziehen. Gestern ist das nicht geglückt, und das 1:3 gegen Thun ist nicht nur in dieser Hinsicht ein Novum in der YB-Saison.

Echte Fehltritte in der Meisterschaft gab es im Team von Adi Hütter nämlich bislang kaum, eigentlich gab es sie in der ganzen Saison noch nie, klammert man den Auftritt in der Champions-League-Qualifikation im Rückspiel gegen ZSKA Moskau einmal aus. Gestern in Thun, als nach Rapps Tor zum 3:1 die dritte Niederlage der Stadtberner endgültig feststand und klar war, dass der Vorsprung auf den FCB auf vier Punkte geschmolzen war, da sagte Trainer Adi Hütter: «Diese Niederlage haben wir wirklich verdient. Dieses Gefühl habe ich bei uns zum ersten Mal in der Meisterschaft.» Noch im August, beim ersten Berner Derby der Saison, war YB trotz ansprechender Leistung Mal um Mal ausgekontert und mit 0:4 bestraft worden. Mitte Oktober, beim 1:2 in Lausanne, war YB über weite Strecken das bessere Team. Gestern dann, beim angeschlagenen, mit ersten Abstiegssorgen betrübten Thun, da gelang YB lange Zeit: gar nichts.

Staunender Spalier beim 0:1

«Wir hatten das Messer am Hals», sagte Nicolas Bürgy, YB-Leihgabe in Thuner Diensten. Und so gingen die Oberländer auch ins Spiel, laufstark, leidenschaftlich und anfangs mit mehr Zug zum Tor. Früh kam Lauper nach einem Corner in ausgezeichneter Position zum Schuss. Der Ball prallte im Strafraum Nsame an die Hand und von dort ins Aus – eine Absicht war bei fast am Körper angelegtem Arm kaum zu erkennen. Nach gut 20 Minuten dann erstmals eine Möglichkeit für YB, Assalé auf Nsame, Aussennetz.

Ansonsten besass die erste Halbzeit in diesem Derby keinen grossen Unterhaltungswert. Die beiden Abwehrreihen machten zwar keineswegs einen unwiderstehlichen Eindruck, so richtig profitieren wollte davon zunächst aber niemand. Bis die Thuner in der 37. Minute einen Angriff schnörkellos zu Ende spielten – staunend verfolgt von den YB-Verteidigern. Erst ging Nuhu nach einem Wackler Rapps viel zu früh zu Boden, der Angreifer konnte ungestört auf Glarner flanken, der seinen Kopfball, von Benito unbehelligt, frech als Lupfer tarnen konnte.

Schwache Starts, offensive Ladehemmungen, Rückstände – all dem hat YB in dieser Saison schon zu trotzen vermocht. Gestern wartete der Anhang vergeblich auf eine Reaktion. Kurz vor der Pause kam Aebischer frei vor Thuns Goalie Ruberto zum Schuss, sein Abschluss aber fiel aus wie der YB-Auftritt insgesamt: Da steckte zu wenig Kraft dahinter.Zur Halbzeit reagierte Hütter ein erstes Mal, ersetzte Nsame durch Hoarau. Der Effekt blieb fürs Erste aus, die Begegnung zäh. In der 58. Minute hatte Costanzo nach Glarners Hereingabe das 2:0 auf dem Fuss – der frühere YB-Regisseur schoss aber meterweit übers Tor. Inzwischen hatte Hütter seine zweite Korrektur angebracht, brachte Schick für Lotomba und liess im 3-4-3-System spielen. Auch das hatte kaum Wirkung, vorab bekundete die neu formierte Abwehr Mühe, gerade beim 2:0 durch Sorgic. Erneut blieb Nuhu gegen Hediger zu passiv, wieder machte in der Mitte Benito eine unglückliche Figur.

Dass Hoarau im direkten Gegenzug Sulejmani gekonnt mit dem Absatz in Szene setzte und der Serbe seinen starken Lauf mit zuletzt sechs Treffern fortsetzte, fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht. Weil Schicks Schlenzer knapp am Tor vorbeiflog. Und weil Thun abgebrüht konterte, erst mit Hediger, dann erfolgreicher mit Rapp und dem 3:1. Und weil eben Basel am Samstag 4:1 bei Lausanne gewann und YB nicht nachziehen konnte, sind es in der Tabelle nur noch vier Punkte Vorsprung für Leader YB. «Wir haben keine Probleme mit dem Druck von Basel», sagt Hütter. «Wer in der Super League oben mitspielt, hat ständig Druck.»


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/20080731

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