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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 28. Mai 2017, 19:43 |
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28.05.2017  Zitat: Thun – YB 0:0
Schirinzi kassiert bei Abschied 5 Minuten nach Einwechslung Rot!
Kurz vor Anpfiff des Berner Derby zwischen Thun und YB (0:0) wird Enrico Schirinzi im Stadion verabschiedet. Da weiss er noch nicht, dass sein letztes Heimspiel im Thun-Dress extrem bitter enden wird.
Das Spiel: Dass es bei Thun noch um etwas geht, beim schon definitiv zweitplatzierten YB allerdings nicht mehr, merkt man dem Spiel an. Die Berner Oberländer zeigen sich im Derby aktiver und haben bei Hedigers Lattenkreuz-Knaller kurz vor der Halbzeit Pech. Abgesehen davon ist aber auch Thun zu wenig zwingend, um sich ein Tor zu verdienen. So endet das Berner Derby vor 7'400 Zuschauern 0:0 – Thun verpasst damit den Europa-League-Platz (5.) definitiv. Der Beste: Denis Hediger, der Mittelfeldterrier der Thuner gewinnt jeden Zweikampf und hat mit einem Lattenknaller das Pech auf seiner Seite.
Der Schlechteste: Roger Assalé, der YB-Stürmer, läuft und läuft. Nicht gratis, aber vergebens. Wieso er 90. Minuten auf dem Feld bleibt, weiss nur sein Trainer Hütter.
Das gab zu reden: Enrico Schirinzi (32): In der vergangenen Woche wird bekannt, dass der Schweiz-Italiener Thun nach sechseinhalb Jahren verlassen muss – sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. Bedeutet: Das Derby gegen YB ist Schirinzis letzter Auftritt vor den Thun-Fans. Und der Abschied wird extrem bitter: Fünf Minuten nach seiner Einwechslung in der 74. Minute geht er mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit Nuhu, trifft den Ghanaer in Gesicht-Nähe. Schiri Jaccottet zückt die Rote Karte. So endet Schirinzis Thun-Abenteuer, denn im letzten Saisonspiel in Vaduz wird er gesperrt sein.
Das gab zu reden II: Marco Wölfli, das YB-Urgestein (seit 1998 im Klub), verletzt sich im Dezember 2013 in Thun. Yvon Mvogo (jetzt 22) übernimmt und gibt die Nummer 1 nicht mehr ab. Jetzt kommt Wölfli am einstigen Unglücksort zum ersten Mal in der aktuellen Saison zu einem Liga-Einsatz. Wie bereits letzte Spielzeit, als der Ex-Nati-Goalie ebenfalls auf dem Thuner Kunstrasen kurz vor Saisonende zwischen den Pfosten stand. Es ist Wölflis 4. Liga-Spiel seit der Wachablösung im YB-Tor.
So gehts weiter: Die 36. und letzte Super-League-Runde geht nächsten Freitag (2. Juni) über die Bühne. Die fünf Parallelspiele beginnen alle um 20.30 Uhr. Thun spielt in Vaduz, YB zu Hause gegen Lausanne.
******** Thun – YB 0:0 Stockhorn Arena – 7417 Fans SR: Jaccottet Tore: Fehlanzeige! Thun: Ruberto; Glarner, Bürgy, Reinmann, Facchinetti; Tosetti, Hediger, Geissmann, Fassnacht; Peyretti, Sorgic. YB: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Rochat; Schick, Zakaria, Aebischer, Benito; Assalé, Ravet. Einwechslungen: Thun: Rapp (56.für Peyretti). Schirinzi (74.für Fassnacht). Spielmann (90. Für Sorgic) YB: Gerndt (68.für Schick). Lecjaks (81.für Rochat). Bemerkungen: Thun ohne Ferreira, Bigler, Schindelholz, Lauper, Bürki, Zino (verletzt). YB ohne Hoarau, Sanogo, Sulejmani, Wüthrich, Obexer (verletzt). 38. Lattenschuss Hediger. Gelbe Karten: 36. Schick, 53. Tosetti, 59. Aebischer (alle Foul). 90. Lecjaks (Unsportlichkeit). Rote Karte: 79. Schirinzi (Foulspiel) http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 47918.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 28. Mai 2017, 19:50 |
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28.05.2017  Zitat: Keine Tore im Berner Derby
Der FC Thun und die Young Boys trennen sich im letzten Derby der Saison mit 0:0. Denis Hediger traf die Latte und Enrico Schirinzi flog in seinem letzten Heimspiel für Thun vom Platz.Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live.
Thun und YB trennen sich im letzten Berner Derby mit 0:0
Nach zuletzt acht Derbysiegen in Folge geben die Young Boys damit wieder einmal Punkte gegen den FC Thun ab. Der FC Thun, für den vor dem Spiel noch eine Minimalchance auf die Europa-League-Qualifikation bestand, hatte in der ersten Halbzeit die besseren Chancen.
Fassnacht vergab alleine vor Marco Wölfli, der erstmals in dieser Saison im Tor von YB stand. Kurz nach Fassnachts Chance scheiterete Hediger an der Latte, den Abpraller konnte Sorgic nicht im YB-Gehäuse unterbringen. Nach der Pause entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, Aebischer hätte die Gäste etwa in der 57. Minute in Führung bringen können.
In der 78. Minute, vier Minuten nach seiner Einwechslung, wurde Enrico Schirinzi in seinem letzten Einsatz für Thun unter die Dusche geschickt, sein hohes Bein traf Kassim Adams Nuhu. Im Anschluss spielte YB Einbahnfussball auf das Thuner Tor, schaffte es aber nicht, den Ball an Ruberto vorbeizubringen.
Alles in allem ein verdientes 0:0, welches dem FC Thun aber alle Chancen auf Platz fünf nimmt.
Young Boys - FC Thun 0:0 Stockhorn Arena. - 7'414 Zuschauer. SR Jaccottet. - Young Boys: Wölfli; Nuhu, Von Bergen, Rochat (81. Lecjaks); Mbabu, Aebischer, Zakaria, Benito; Schick (67. Gerndt), Assalé, Ravet. Thun: Ruberto; Glarner, Bürgy, Reinmann, Facchinetti; Tosetti, Geissmann, Hediger, Fassnacht (74. Schirinzi); Sorgic (90. Spielmann), Peyretti (56. Rapp). Bemerkungen: Platzverweis: 78. Schirinzi (gefährliches Spiel). http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24944846
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shalako
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Verfasst: Sonntag 28. Mai 2017, 19:52 |
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28.05.2017  Zitat: Thun stoppt Niederlagenserie in Derby
Nach einer seit April 2015 anhaltenden Serie von acht Niederlagen in den Kantonalduellen holt der FC Thun daheim gegen YB wieder einmal einen Punkt. Thun steht beim 0:0 sogar näher am Sieg.
Thun hätte in der Pause unbedingt in Führung liegen müssen. Die Berner Oberländer dominierten erstmals in dieser Saison eine Halbzeit in einem Match gegen YB. Aus einer Überlegenheit, die sich mit rund 60 Prozent Ballbesitz ausdrückte, ergaben sich einige gute Torchancen - und eine sehr klare. In der Szene nach 38 Minuten traf zuerst Dennis Hediger mit einem wuchtigen Effetschuss aus fast 25 Metern an die Unterkante der Latte. Den Abpraller schien der 15-fache Saisontorschütze Dejan Sorgic ohne jede Mühe verwerten zu können. Entgegen seinen Gepflogenheiten setzte der frühere Krienser den Ball aus einer leicht seitlichen Position etwa einen Meter neben das verwaiste Tor.
Eine Chance von ähnlichem Kaliber und aus der nahezu identischen Position hatten in der zweiten Halbzeit auch die Young Boys. Michel Aebischer, der Aufsteiger der Rückrunde im Kader von Trainer Adi Hütter, vergab diese Möglichkeit auf ähnlich klägliche Weise, wie es Sorgic passiert war. YB hielt das Geschehen in der zweiten Halbzeit ausgeglichen und erarbeitete sich die etwas besseren Chancen. Über das ganze Spiel gesehen, hätte Thun den Sieg jedoch verdient. Trister Abschied für Schirinzi
Enrico Schirinzi, seit fast sieben Jahren in Diensten des FC Thun, bekommt am Ende dieser Saison im Berner Oberland keinen neuen Vertrag mehr. Der Ostermundiger wurde im Match gegen YB nach 74 Minuten eingewechselt. Fünf Minuten später sah er die Rote Karte, weil er Kevin Mbabu mit gestrecktem Bein angegangen war. Die TV-Bilder machten deutlich, dass es sich eher um einen unglücklichen Zweikampf als um ein hässliches Foul handelte. So wird nun der Blick auf die Rote Karte das Letzte sein, das Schirinzi aus seiner Thuner Zeit in Erinnerung behält.
Thun - Young Boys 0:0
7417 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Thun: Ruberto; Glarner, Reinmann, Bürgy, Facchinetti; Tosetti, Hediger, Geissmann, Fassnacht (74. Schirinzi); Sorgic (89. Spielmann), Peyretti (56. Rapp).
Young Boys: Wölfli; Nuhu, Von Bergen, Rochat (81. Lecjaks); Mbabu, Aebischer, Zakaria, Benito; Schick (70. Gerndt), Assalé, Ravet.
Bemerkungen: Thun ohne Schindelholz, Bürki, Ferreira, Bigler, Lauper und Zino (alle verletzt). Young Boys ohne Hoarau, Sanogo, Sulejmani, Obexer (alle verletzt) und Wüthrich (rekonvaleszent). Lattenschuss: 38. Hediger. Rote Karte: 79. Schirinzi (Foul). Verwarnungen: 52. Tosetti (Foul), 59. Aebischer (Foul), 90. Lecjaks (Hands). https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131373703
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shalako
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Verfasst: Sonntag 28. Mai 2017, 23:38 |
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29.05.2017  Zitat: YB-Noten: Aebischers Qualitäten
Die Berner Akteure fielen in Thun weder gross auf noch ab.
Marco Wölfli: Note 5 Der Routinier spielte, als wäre er nie weg gewesen. Agierte souverän in seinen Aktionen, liess keine Abpraller zu, überzeugte auch mit Körpersprache, indem er viel Ruhe auf seine Vorderleute ausstrahlte.
Kevin Mbabu: Note 4,5 Mit einigen guten Vorstössen über die rechte Seite, allerdings etwas ungenau beim finalen Pass. Auch in der Defensive wichtig, entpuppte sich bei mehreren Aktionen als eine Art Aggressivleader, eroberte so etliche Bälle.
Steve von Bergen: Note 4,5 Eine fehlerfreie Partie des Captains. Antizipierte einige Male gut, bevor überhaupt Gefahr entstehen konnte.
Kasim Nuhu: Note 4,5 Auch Nuhu liess kaum etwas anbrennen. Unerbittlich, hart, aber fair in den Zweikämpfen, setzte er seine überragende Physis mehrere Male gekonnt ein, verhinderte so mehrere Abschlüsse der Thuner. Versuchte sich in der Schlussphase sogar als (erfolgloser) Distanzschütze.
Alain Rochat: Note 4,5 Markierte per Kopf beinahe den Führungstreffer für die Berner. Auf den Romand war in der Defensive sowohl am Boden wie auch in der Luft Verlass.
Loris Benito: Note 3,5 Mit zähem Beginn und wenig Einfluss auf der linken Seite. Schien ab und zu etwas verloren in seiner Rolle als Aussenspieler, der sowohl gegen vorne Akzente setzen sollte, als auch hinten mithelfen sollte, den Laden dichtzuhalten.
Michel Aebischer: Note 5 Bewies mit einigen «Zuckerpässen», welche Spielmacherqualitäten in ihm schlummern. Gute Übersicht, kluge Zuspiele, getraute sich auch selber in den Abschluss.
Denis Zakaria: Note 3,5 Übte für seine Verhältnisse wenig Einfluss aus auf das Spiel seiner Mannschaft. Mit einigen guten Balleroberungen, aber insgesamt unauffällig.
Yoric Ravet: Note 4,5 Einer der aktivsten Berner Offensivkräfte. Engagiert und kreativ, aber mit zu wenig Durchschlagskraft in der gefährlichen Zone. Auch seine Standards sorgten schon für mehr Gefahr.
Thorsten Schick: Note 3,5 Das Spiel lief etwas vorbei am Österreicher, der kaum gelungene Offensivaktionen zu verzeichnen hatte. Wurde nach 67 Minuten durch Gerndt ersetzt.
Roger Assalé: Note 4,5 War mit seiner Antrittschnelligkeit ein steter Unruheherd für die Thuner Abwehr. Seine Laufwege muten teilweise aber noch etwas wirr an.
Alexander Gerndt: Note 4 Kam nach 67 Minuten für Schick. Ohne nennenswerte Offensivaktion.
Jan Lecjaks: ohne Note 80. Minute für Rochat.
Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31160248
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shalako
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Verfasst: Sonntag 28. Mai 2017, 23:40 |
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29.05.2017  Zitat: Berner Derby: Fussballfans feierten friedlich
Für einmal galten für Fussballfans im Derby zwischen dem FC Thun und YB keine zusätzlichen Auflagen. Trotz Polizeiaufgebot und Fanmarsch erlebten die Zuschauer ein friedliches Fussballfest.
Auf dem Perron am Thuner Hauptbahnhof war am Sonntag kurz nach 14 Uhr viel los. Eine grosse Schar gelb-schwarz gekleideter YB-Fans machte mit Pauken und Gesängen auf sich aufmerksam. Die Bahnhoftüren und der Kiosk waren wie immer geschlossen, als die rund 600 YB-Fans die Kyburgstadt in Beschlag nahmen und die gelben und extra bereitgestellten STI-Busse links liegen liessen. Lautstark und händeklatschend formierten sie sich zum Fanmarsch.
Nicht nur die YB-Fans, auch die FC-Thun-Anhänger feierten am Sonntag ohne zusätzliche Auflagen seitens der Stadt Thun ein friedliches Fussballderby. Ohne Pyros und Randale, aber mit bunten Fahnen. «Damit ist der Beweis erbracht, dass es an einem Fussballspiel auch friedlich zu und her gehen kann», bilanzierte am Sonntagabend Thuns Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler (SP). http://www.bernerzeitung.ch/region/thun ... y/22651192
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shalako
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Verfasst: Montag 29. Mai 2017, 08:07 |
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29.05.2017  Zitat: Glace statt Tore
Der FC Thun und die YB trennen sich im letzten Derby der Saison 0:0 unentschieden. Bei brütender Hitze tun sich die beiden Teams nicht weh. Enrico Schirinzi hat bei seinem letzten Heimspiel für den FCT einen ungewollt kurzen Auftritt.
Wenn in der Schweiz das beste Fussballwetter herrscht, die Zuschauer mit Glace und kurzen Hosen statt mit Apfelpunch und Wintermantel auf der Tribüne sitzen, ist das ein Indiz dafür, dass die Saison bald zu Ende ist. In diesem Jahr dürften aber die wenigsten traurig darüber sein, dass vor der Sommerpause nur noch eine Partie ansteht, auch die Young Boys nicht.
Seit Wochen bewegen sie sich im sportlichen Leerlauf, die Relevanz der Resultate tendiert gegen null. Und so überrascht es nicht, nutzt Adi Hütter das zweitletzte Testspiel dieser Saison dafür, Ungewohntes auszuprobieren. Erst zum zweiten Mal organisiert der Österreicher seine Mannschaft in Thun im 3-4-3-System, eine Ausrichtung, die es erlauben soll, sowohl offensiv als auch defensiv flexibler zu sein. So weit die Theorie.
In der Praxis sind es jedoch die Thuner, die sich vermehrt in Szene setzen können. Dejan Sorgic, Christian Fassnacht, Dennis Hediger, wieder Sorgic und Joël Geissmann kommen zu aussichtsreichen Möglichkeiten. Marco Wölfli im Tor der Berner lässt sich aber ebenso wenig bezwingen wie sein Antipode Francesco Ruberto, der mehrmals gegen den wirbligen Roger Assalé, Denis Zakaria, Alain Rochat und Michel Aebischer zur Stelle ist.
Es ist heiss in der Stockhorn-Arena, über 30 Grad werden gemessen. Auf dem Kunstrasen dürfte es sich aber noch einmal deutlich wärmer anfühlen. Entsprechend gemächlich lassen es die beiden Equipen zuweilen angehen. Man tut sich nicht weh, die 7417 Fans feiern vorab sich selber und sorgen mit ihrer Stimmung für einen würdigen Rahmen einer Veranstaltung, die für einige Akteure zum letzten Auftritt auf dieser Bühne werden soll.
Ex-Thun-Trainer Jeff Saibene, der vor kurzem Bielefeld vor dem Abstieg in die dritte Bundesliga bewahrt hat, wird ebenso verabschiedet wie sein Nachfolger Mauro Lustrinelli und Innenverteidiger Thomas Reinmann. Auch Enrico Schirinzi muss den FC Thun nach sieben Jahren verlassen, und so gewährt ihm Lustrinelli eine Viertelstunde vor dem Ende seine letzte Spielgelegenheit vor Heimpublikum.
Die Abschiedsvorstellung des Ostermundigers dauert indes nur fünf Minuten. In einem Zweikampf trifft der 32-Jährige Kasim Nuhu unglücklich am Kopf. Der Ghanaer geht zu Boden, und Adrien Jacottet beendet die FCT-Karriere Schirinzis mit einem (zu harten) Griff zum roten Karton in der Brusttasche. Dass mit Zinédine Zidane einer der grössten Fussballer der Geschichte seine Karriere im WM-Final 2006 auf ähnliche Weise beendete, dürfte für Schirinzi nicht tröstlich sein.
Nach Schirinzis Ausschluss kochen die Gemüter ein erstes Mal hoch. Hinter jedem Zweikampf wird in der Folge ein rüdes Foul vermutet. Und die kurzhosigen, Glace schlürfenden Zuschauer haben ihre sommerliche Gelassenheit abgelegt, um lautstark zu pfeifen. Die Young Boys finden mehr Räume vor und nutzen diese für einige flotte Angriffe.
Doch auch die Thuner spielen weiter nach vorne, denn schliesslich geht es für sie in diesem Moment tatsächlich noch um mehr als die goldene Ananas. Luzern liegt gegen Absteiger Vaduz im Rückstand, und mit nur einem Tor könnten die Thuner ihre Chance auf die Europa-League-Qualifikation wahren. Doch nicht nur gelingt dem FC Luzern in der letzten Minute der Ausgleich, auch vermögen die Thuner nicht mehr zu reüssieren.
Wenig später verabschiedet der Speaker die Zuschauer in die Sommerpause, und anstatt auf ein Treffen auf europäischer Bühne hinzuweisen, erinnert er an die Vorbereitungsspiele auf die neue Saison im Juli. Glace und kurze Hosen werden auch dann noch hoch im Kurs sein, und die sportliche Relevanz wird auch bald wieder steigen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15695815
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shalako
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Verfasst: Montag 29. Mai 2017, 08:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.05.2017  Zitat: Hitziges Hin und Her
Im letzten Kantonsderby der Saison begegnen sich der FC Thun und YB auf Augenhöhe. Trotz Chancen auf beiden Seiten fallen keine Tore. Besonders zufrieden stimmt das Marco Wölfli.
Wenn auch klein, waren die Hoffnungen beim FC Thun da, mit einem Sieg die Chancen auf den Platz für die Europa-League-Qualifikation wahren zu können. «Erstens ist es ein Derby, da will man immer gewinnen. Im Hinterkopf hatten wir sicher auch, dass bei einem Sieg und Punkteverlusten von Luzern noch etwas möglich gewesen wäre, dementsprechend sind wir auch aufgetreten», sagte Thomas Reinmann. Mit voranschreitender Spieldauer entwickelte sich zwischen Thun und YB ein munteres Hin und Her. Tore gab es dennoch keine, weshalb am Ende ein «gerechtes Unentschieden» resultierte, wie sich die Trainer Adi Hütter und Mauro Lustrinelli einig waren. Thun bleibt zum siebten Mal in Serie ungeschlagen, YB muss unter Hütter das erste Mal Punkte an den Kantonsrivalen abgeben.
Über das 0:0 bei Hitze und Platzregen freuten sich die Torhüter. Beim FC Thun spielte zum siebten Mal in dieser Saison Francesco Ruberto anstelle von Guillaume Faivre. Bei YB wurde Marco Wölfli von Adi Hütter erstmals in dieser Spielzeit in einem Super-League-Match aufgestellt. Die Fans skandierten den Namen der YB-Kultfigur vor und nach dem Spiel. «Es ist schön, dass sie mich so unterstützen», sagte Wölfli, dem vor einigen Tagen mitgeteilt wurde, dass er gegen Thun im Tor stehen würde. Sein letzter Einsatz liegt acht Monate zurück, im Cup spielte er gegen Bazenheid wie zuvor bereits gegen den Unterklassigen SC Veltheim. «Es ist nicht einfach, wenn du so lange nicht gespielt hast. Doch ich habe mir keinen Druck gemacht.»
Gegen einen gut aufspielenden FC Thun wurde Wölfli gebraucht: Der 34-Jährige pflückte Flankenbälle, lenkte einen Freistoss von Facchinetti über die Latte, stürmte Rapp entgegen, entschärfte Kopfbälle von Rapp sowie Fassnacht und strahlte dabei die gewohnte Ruhe aus. «Am Anfang konnte ich einige Flanken holen, danach war ich normal im Spiel. Es hat auch im Kopf gestimmt. Ich bin parat, ich trainiere genau gleich wie alle anderen – nur spiele ich am Wochenende eben nicht.» Auch sein Trainer sprach ihm ein Kompliment aus: «Nach so langer Zeit hat Wölfli ein tolles Spiel gemacht.» Mit seinem Dasein als Ersatztorhüter hadert der Routinier nicht. «Wir sind Profis und geben alle jeden Tag Vollgas. Am Ende sind wir ein Team.»
Das hohe Bein
Bei Hedigers wuchtigem Weitschuss in der 38. Minute wäre Wölfli aber chancenlos gewesen, doch der Ball prallte ans Lattenkreuz. In dieser Phase hatte der FC Thun das Spieldiktat übernommen. Nach der Pause war das Spiel dann wieder ausgeglichener, bis in der 79. Minute Enrico Schirinzi des Feldes verwiesen wurde: Er wollte mit dem Fuss an den Ball, Kasim Adams Nuhu mit dem Kopf. Mit seinem hohen Bein traf Schirinzi ohne Absicht den heranstürmenden YB-Verteidiger im Brustbereich. Nuhu wurde daraufhin bei jeder Ballberührung ausgepfiffen. «Das ist normal. Aber ich habe keine Absicht gehabt, dass er dafür eine rote Karte bekommt», so der Getroffene.
Drei – vier – drei
Innenverteidiger Nuhu spielte gegen Thun mit Von Bergen und Rochat in einer Dreierabwehrkette. Hütter liess seine Mannschaft wieder einmal in einem 3-4-3-System auflaufen. Beim 0:3 gegen den FC Basel sowie der 1:6-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach im letzten August trat YB bereits in dieser Formation an. Diesmal waren die Aussenverteidiger Mbabu und Benito etwas weiter vorne postiert, Ravet und Schick unterstützten Assalé im Sturm. «Steve und Alain sind gute Verteidiger. Wir haben die Champions-League-Qualifikation gesichert, deshalb konnten wir etwas ausprobieren», sagte Nuhu. Relativ defensiv interpretierten die Young Boys das System. Mit dem Beginn war Hütter zufrieden, doch noch hat nicht ganz alles gepasst. Normalerweise setzt er auf ein 4-4-2 oder 4-2-3-1, doch das 3-4-3-System sei eine Variante, auch in der nächsten Saison. Vor allem probiere er solche Dinge aus, um variabler zu werden, erklärte der YB-Trainer. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Hi ... y/13634383
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shalako
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Verfasst: Montag 29. Mai 2017, 08:22 |
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29.05.2017  Zitat: Ruberto spielte gegen sein Idol Wölfli
Im Derby trifft Thun-Goalie Francesco Ruberto auf sein früheres Vorbild Marco Wölfli. Beide zeigten eine starke Partie.
Francesco Ruberto strahlte nach Spielschluss in den Katakomben der Stockhorn-Arena wie ein Maikäfer. Der Italoschweizer ist in Fussballerkreisen zwar als Frohnatur bekannt, so gut wie nach dem Derby gegen YB ist die Laune des Thun-Keepers aber auch nicht alle Tage.
«Es war ein sehr, sehr spezielles Spiel für mich», sagte der Torhüter der Berner Oberländer, der zu Juniorenzeiten den Kasten der Gelb-Schwarzen gehütet hatte, irgendwann aber nicht mehr als gut genug empfunden wurde und die Berner verlassen musste.
«Ich wollte heute mit einer guten Leistung zeigen, dass YB einen Fehler gemacht hat», erklärte der 24-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht. Auftrag erfüllt. Ruberto, der den Vorzug vor Stammkeeper Guillaume Faivre erhalten hatte, hielt, was zu halten war. Er tat dies in einer souveränen, ruhigen Art, die ihm einige Experten wohl so nicht zugetraut hatten.
Und mehr noch: kurz vor der Pause rettete der Stadtberner seine Equipe vor einem Rückstand, indem er weit aus dem Tor eilte und den Ball vor dem pfeilschnellen YB-Stürmer Roger Assalé ins Aus spedieren konnte.
Speziell war für Ruberto auch der Umstand, dass mit Marco Wölfli sein ehemaliges Idol zwischen den Pfosten der Young Boys stand. «Als ich als Junior bei YB war, habe ich zu ihm aufgeschaut und wollte von ihm lernen. Insofern war diese Partie doppelt speziell», sagte Ruberto.
Wenige Meter daneben stand Marco Wölfli und erzählte von seinem ersten Spiel seit vergangenem September, als er in der zweiten Runde des Schweizer Cups in der Bazenheider Provinz eine Spielgelegenheit erhalten hatte. Es sei immer schön, wenn man zu null spielen könne, sagte der 34-Jährige.
Wölfli ist Profi, und so erstaunt es nicht, wenn er meinte, dass YB über drei sehr gute Torhüter verfüge, anstatt sich darüber zu beklagen, dass er vor seinem Einsatz in Thun in dieser Saison in der Super League noch gar nie zum Zug gekommen war. «Ich habe mich sehr gut gefühlt», sagte er, um gleich anzufügen: «Ich trainiere immer so, als ob ich am Wochenende spiele.»
Mit seiner mannschaftsdienlichen Art ist Wölfli ein wertvoller Mitspieler für die Jungen. Und Francesco Ruberto dürfte nicht der letzte gewesen sein, der zum Solothurner aufschaute. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14016969
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shalako
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Verfasst: Dienstag 30. Mai 2017, 00:05 |
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29.05.2017  Zitat: Blumen statt Tore
Thun vergibt im Derby die letzte Chance auf Platz 5. Für mehrere Spieler war es der letzte Auftritt für die Berner Oberländer.
Die Blumen wurden am Sonntag schon vor der Partie verteilt. Diverse Thuner absolvierten ihr letztes Heimspiel für den Club und wurden vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet. Der von YB ausgeliehene Innenverteidiger Marco Bürki zum Beispiel kehrt in die Hauptstadt zurück. Am Sonntag musste Bürki allerdings verletzungsbedingt passen. Oder Enrico Schirinzi, der einst als arbeitsloser Spieler zu Thun wechselte und dort seine letzte Chance als Profifussballer nutzte. Sein Abschied war von einer gewissen Bitterkeit begleitet. Er wurde in der 74. Minute für Fassnacht eingewechselt und wurde von Schiedsrichter Jaccottet fünf Minuten später mit einer strengen roten Karte des Feldes verwiesen. Schirinzi will seine Karriere aber noch nicht beenden – der 32-Jährige prüft Angebote aus dem In- aber auch aus dem Ausland. «Ich bin einem Abenteuer nicht abgeneigt, aber es muss für mich und meine Familie stimmen.»
Verabschiedet wurden mit Jeff Saibene und Mauro Lustrinelli auch die beiden Trainer, die den FCT in dieser Saison betreut haben. Saibene hat den Club im März verlassen und Bielefeld vor dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga bewahrt, sein Nachfolger Lustrinelli geht Ende Saison ebenfalls und übernimmt die Schweizer U-16-Auswahl. Einen Blumenstrauss durfte auch Stefan Glarner entgegennehmen. Der Bruder von Schwingerkönigs Matthias Glarner verlässt den Club aber nicht, er wurde für sein 200. Spiel beim FC Thun geehrt.
Nicht verabschiedet wurde Christian Fassnacht – doch der schnelle und torgefährliche Flügelspieler könnte den Club ebenfalls verlassen. In den letzten Jahren hat die geschickte Politik von Sportchef Andres Gerber bei der Verpflichtung von neuen Spielern stets für finanzielle Entlastung sorgen können. Die Thuner verkauften Lezcano, Ngamukol oder Steffen mit erheblichem Gewinn. Fassnacht könnte der nächste auf der Liste sein – die Young Boys sind stark am Stürmer interessiert.
Einer geht ganz still
Etwas ruhiger blieb es um das Karriereende von Thomas Reinmann. Der sympathische Verteidiger, der, so scheint es, unter grösstem Druck im eigenem Strafraum wie nach dem Spiel bei den heikelsten Fragen stets ein Lächeln bereithält. Mit dem letzten Heimspiel in Thun gegen YB schliesst sich für Reinmann ein Kreis. Durfte der gebürtige Oberaargauer in seiner Zeit beim YB-Nachwuchs doch ein einziges Mal für die erste Mannschaft der Stadtberner auflaufen. Es war im August 1999, damals in der Nationalliga B. Der Gegner hiess, wie könnte es anders sein, FC Thun. Reinmann wird künftig beim FC Herzogenbuchsee als Assistenztrainer und Spieler seine Fussballschuhe schnüren und im Nebenjob im Nachwuchs des FC Thun die Verteidiger trainieren. «Ich freue mich auf alles, was kommt, auf mehr Zeit mit der Familie und auf das letzte Spiel in Vaduz, dort habe ich auch drei Saisons gespielt.»
Mit dem 0:0 sind nun auch die letzten kleinen Hoffnungen der Thuner auf das Erreichen der Europa-League-Qualifikation beendet. Und weil Vaduz definitiv abgestiegen ist, geht es am Freitag im Fürstentum höchstens noch um einen weiteren Blumenstrauss für Reinmann. http://www.derbund.ch/sport/fussball/bl ... y/17614650
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