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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. März 2017, 13:07 
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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. März 2017, 13:10 
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Ein gefährdetes Kulturgut

Der FC Winterthur ist am Mittwoch beim Cup-Viertelfinal in Bern nur ein kleiner Gast – und trotzdem ein spezieller und stolzer Verein.

Die Idee kommt Andreas Mösli unvermittelt. Und sie kommt dem Geschäftsführer des FC Winterthur, weil er verärgert darüber ist, dass sein Club am Mittwoch den Cup-Viertelfinal auswärts bestreiten muss. In Bern wird das Spiel als Pflichtübung angesehen – in Winterthur, Möslis Heimat, wäre es ein Fussballfest geworden.

Eine ausverkaufte Schützenwiese hätte dem FCW gegen 100'000 Franken Gewinn eingebracht, das Catering nicht eingerechnet. Das ist viel Geld für einen kleinen Verein, der noch nicht weiss, was ihm die Zukunft bringen wird.

Mösli, einst Punker und Journalist, ist längst das Gesicht des Vereins aus der Stadt hinter Zürich, er ist ein Romantiker, der um den Platz des Kleinen kämpft und Spiele der Champions League nicht mehr zu persönlichen Pflichtterminen am Fernsehen erklärt. Mösli also sagt: Alle, Fans, Sponsoren, Fernsehen, Spieler und Trainer, sollten sagen können, welchen Cup sie möchten, wie für sie der optimale Wettbewerb aussähe.

«Das Ergebnis einer solchen Umfrage wäre spannend», sagt Mösli – spannend die Frage, ob viele so denken wie er. Er möchte, dass die Clubs der Super League schon in der ersten Runde aufeinandertreffen und nicht erst ab dem Achtelfinal. Der Unterklassige soll grundsätzlich Heimvorteil geniessen und nicht nur bis zum Achtelfinal. Jetzt aber heisst es in den Viertelfinals: Basel - Zürich, Sion - Kriens, YB - Winterthur. «Das ist einfach schade», sagt Mösli, «der Cup sollte doch von Überraschungen leben.»

Das Nischenprodukt

Scherzeshalber hat er den Bernern einen Platztausch vorgeschlagen. Dass er kein Gehör gefunden hat, kann nicht weiter erstaunen. Den Cup-Achtelfinal vom November 2011 verlor YB mit Christian Gross als Trainer in Winterthur nach Elfmeterschiessen. Aber Mösli stört noch etwas anderes: das Datum. Die Viertelfinals müssten aus seiner Sicht am Wochenende ausgetragen werden. So, mit einem Mittwoch und einem Donnerstag als Spieltagen, würde der Wettbewerb an Bedeutung verlieren.

Um die 600 Winterthurer Fans sind es trotzdem, die sich am Mittwoch in den Extrazug nach Bern setzen. Das ist nicht erstaunlich, weil der FCW auf einen treuen Anhang zählen kann. 3100 beträgt der Zuschauerschnitt, obschon die Mannschaft bislang eine schlechte Saison spielt. Das Interesse hat viel mit Mösli zu tun, der es verstanden hat, den FCW als Nischenprodukt zu platzieren. Er hat ihm den Anstrich des Alternativen gegeben und ihn zum «St. Pauli der Schweiz» gemacht, wie das deutsche Magazin «11 Freunde» einmal leicht überdreht schrieb.

In Winterthur geht es für Mösli um mehr als nur um Fussball. Es geht auch um «Friede und Freiheit», um Integration und Kampf gegen Familienarmut, um sauberes Wasser für alle und inzwischen auch um den Verkauf von fairem Kaffee im Stadion. Die Bierkurve, die kleine Fankurve mit dem Salon Erika als Apéro-Bar, ist schon fast zum Marketingprodukt geworden.

Zu einem Besuch auf der Schützenwiese gehören nach dem Spiel besonders an schönen Tagen auch die kleinen Konzerte in der Stadion-Beiz, der Libero-Bar. Was erstaunt es da, dass Mösli seinen FCW zum «speziellen Kulturgut» erklärt oder auch vom «Planeten FCW» redet?

Winterthur und sein FCW haben aber ein vergleichbares Problem. Sie leben im Schatten Zürichs, das, so Mösli, «wirtschaftlich, politisch und kulturell wie ein schwarzes Loch ist, das alles aufsaugt». Winterthur fehlt es als Stadt an Geld, dem FCW als Verein. Winterthur hätte zwar Grossunternehmen zu bieten, Axa, Sulzer, Rieter, aber deren Horizont ist die Welt.

Der FCW hatte seit 2001 wenigstens Glück mit dem Unternehmer Hannes W. Keller als Präsident. Aber diesen Sommer endet Kellers Ära endgültig. Die drängende Frage für den FCW heisst: Wie weiter?

Wenn eine Million fehlt

Bis 2015 führte Keller, in der Druckmesstechnik vermögend geworden, den Verein, er investierte bis dahin rund 15 Millionen und gefiel sich in der Rolle des Aussenseiters im Winterthurer Wirtschafts-Establishment. Nach seinem Rücktritt hat er sich generös gezeigt, das Defizit von jährlich rund 1 Million für weitere zwei Saisons gedeckt und ein Budget von rund 4 Millionen erlaubt. Dieses Loch muss fortan gedeckt werden.

Die Geldsucher von der Schützenwiese müssen nun genau die Kreise angehen, um die sich Keller stets foutierte. Sie müssen wieder um die Gunst der Kleinsponsoren werben, die Keller mit seiner schroffen Art vor den Kopf stiess, weil er ihr Geld nie wollte. «Mein Vater war Fluch und Segen für den Verein», sagt heute selbst Mike Keller, der dem Verein als Vizepräsident vorsteht.

Bis zum nächsten Sommer wird der FCW insgesamt 16 Jahre in Sicherheit und Ruhe gelebt haben. Keller hat sportlich nie den Aufstieg gefordert, er hat nur den Abstieg immer zu vermeiden versucht. Dieses Denken hat den Verein geprägt und irgendwie auch gelähmt, er ist nie weitergekommen, sondern immer in der Challenge League stecken geblieben.

Seit 1985 hat er nie mehr zur höchsten Liga gehört. Und das als Verein aus einer Stadt, die weit grösser ist als die Super-League-Standorte Sitten, Thun, Vaduz oder Lugano, und als Ausbildungsort von Spielern wie Marwin Hitz (Augsburg), Pajtim Kasami (Nottingham), Remo Freuler (Bergamo), Luca Zuffi (Basel), Ermir Lenjani (Rennes), Amir Abrashi (Freiburg), Steven Zuber (Hoffenheim), Fabian Frei (Mainz) oder Admir Mehmedi (Leverkusen).

Sportlich steckt der FCW nach dem einen Jahr mit Sven Christ als Trainer und nur einem Sieg in dreizehn Runden tief in der Bredouille. Der Ligaerhalt ist das vordringliche Ziel unter Umberto Romano und Dario Zuffi. Dabei sagt Mösli: «Wir müssen doch andere Ziele haben, als einfach nur den Abstieg zu verhindern. Wir sind kein Dorf. Wir sind Winterthur.» So viel Stolz muss sein.


Der Halbfinal ist Pflicht

Acht Jahre ist es bereits her, seit die Young Boys im Schweizer Cup letztmals bis in den Halbfinal vordrangen. Damals, in der Saison 2008/09, klappte es gar mit der Finalteilnahme. Dort verlor YB trotz einer 2:0-Führung nach 37 Minuten gegen den FC Sion 2:3.

Wenn es am Mittwochabend im Stade de Suisse gegen den abstiegsgefährdeten Challenge-League-Club Winterthur geht, ist der Vorstoss der Berner in die Halbfinals Pflicht. «Wir sind der Favorit, das will ich nicht abstreiten», sagt Adi Hütter zur Ausgangslage. Das Heimrecht sei ein weiterer Vorteil.

Der YB-Trainer warnt aber davor, die Partie als Selbstläufer anzusehen: «Der FC Winterthur ist immerhin ein Profiverein. Ausserdem ist die Konstellation im Cup eine andere. Es geht in diesem Wettbewerb immer nur um das nächste Spiel, nur um diesen Sieg.»

Nach den ersten vier Auftritten in der Super League steigt Hütter «mit einem guten Gefühl» ins Cupspiel. Was ihm allerdings nicht gefallen hat, ist die zu hohe Zahl von Gegentoren. Gleich acht Treffer musste YB in den Spielen gegen Luzern, St. Gallen und GC hinnehmen. «Das passt mir nicht», bemerkt der Österreicher, «meine Sorgen wären aber grösser, wenn diese Gegentore taktisch bedingt wären. Es sind jedoch individuelle Fehler, die wir abstellen müssen.»

Bis am Montag wurden erst 6300 Tickets abgesetzt. Hütter hofft deshalb auf viele Kurzentschlossene, die das Team «in diesem sehr bedeutenden Spiel» unterstützen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/ei ... y/11009996

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. März 2017, 13:12 
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Cup-Kracher: Macht es der FC Winterthur wie 2011?

Heute Abend steht der Cup-Kracher bevor. Der FC Winterthur trifft im Viertelfinal auf die Young Boys. Und die Young Boys sind vor dem Duell gewarnt: In den letzten Jahren schieden sie mehrmals gegen Unterklassige aus. 2011 verlor YB in Winterthur im Penaltyschiessen.

Die Young Boys wollen den ersten Titel seit 30 Jahren gewinnen. Aufgrund der Basler Dominanz geht das auch in dieser Saison nur über den Cup. Bei der Viertelfinal-Auslosung stand den Bernern das Glück bei. Sie können zuhause gegen den Challenge-League-Klub Winterthur antreten.

Doch ist das tatsächlich ein Vorteil? YB ist seit der Berner Zeitenwende und dem Einzug ins Stade de Suisse vor zwölf Jahren in sieben von elf Fällen an Unterklassigen gescheitert. 2011, unter Trainer Christian Gross, auch einmal am FC Winterthur. Damals auswärts im Penaltyschiessen.

Wie Winterthur, der Tabellenvorletzte der Challenge League, macht auch der FC Aarau vor seinem heutigen Cup-Viertelfinal zuhause gegen den FC Luzern in der Meisterschaft eine schwierige Zeit durch. Zu Saisonbeginn als möglicher Herausforderer des FC Zürich gehandelt, beträgt der Rückstand der Aargauer auf Platz 1 bereits 22 Punkte.

Und nun also das Duell gegen den grossen Favoriten, David gegen Goliath. Der Trainer vom FC Winterthur, Umberto Romano, ist nervös: «YB ist eine grosse Macht und wir haben Respekt.» Doch sie müssten mutig spielen, wenn sie eine Chance haben wollen.

Am Wochenende verloren die Winterthurer noch 0:2 gegen den FC Schaffhausen. «Wir müssen besser spielen», sagt Umberto, «es klappt nur, wenn wir von hinten nach vorne und von vorne nach hinten kompakt stehen.»

Auch spielt heute Abend der FC Aarau gegen den FC Luzern. Am Sonntag verlor der FCA aber noch in Chiasso nach vier Gegentoren innerhalb von 14 Minuten 1:5. Trainer Marco Schällibaum forderte vor dem Spiel gegen den FC Luzern, «dass sich jeder Gedanken macht, wie so etwas passieren konnte». Er hoffe «nach dieser Ohrfeige auf eine Trotzreaktion», so der Zürcher.

Eine Erklärung für das Debakel im Tessin hat mit Sicherheit Torhüter Ulisse Pelloni parat. Er verschuldete mit Fehlern die Gegentore zum 1:1 und 1:3. Dass gegen Luzern nun sein Ersatz Lorenzo Bucchi, in den letzten drei Saisons die Nummer 2 beim FCL, im Tor steht, hat mit den Aussetzern Pellonis jedoch nichts zu tun. «Die Rochade stand schon vorher fest: Bucchi ist unser Cup-Goalie», so Schällibaum.

Auch beim FC Luzern steht ein Torhüterwechsel an. Trainer Markus Babbel wird wie in den drei Cupspielen im Herbst Jonas Omlin eine Einsatzmöglichkeit geben. Der 23-Jährige soll behutsam zum Nachfolger des zehn Jahre älteren David Zibung aufgebaut werden.

Die Cup-Viertelfinals vom Mittwoch:

Young Boys - Winterthur (Challenge League). - 19.30 Uhr. - Bisherige Cup-Duelle: 3:4 n.P. (2011/12), 1:2 (1974/75), 1:3 (1966/67), 6:1 (1961/62). - Abwesend: Gerndt, Wüthrich, Benito (alle verletzt); Russo (verletzt), Frontino (nicht spielberechtigt).

Aarau (Challenge League) - Luzern. - 20.30 Uhr. - Bisherige Cup-Duelle: 3:4 (2015/16), 2:1 (2014/15), 1:2 (2004/05), 0:1 (2001/02), 3:0 (1983/84), 1:0 (1940/41). - Abwesend: Besle, Peralta, Thaler (alle verletzt); keiner. - Fraglich: Garat; Arnold.

Die Cup-Viertelfinals vom Donnerstag. 19.00 Uhr: Sion - Kriens (Promotion League). - 20.30 Uhr: FC Basel - FC Zürich (Challenge League)


http://www.toponline.ch/winterthur/deta ... 001726592/

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. März 2017, 13:13 
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Der FCW gewann im Achtelfinal gegen Chiasso.

Winterthurer Cup-Kracher steht bevor

Hunderte Fussballfans mit rotem Schal fahren am Mittwoch nach Bern. Der Grund ist logisch: Der FC Winterthur spielt im Cup-Viertelfinal gegen die Young Boys Bern. Damit aber möglichst viele Fans den Verein vor Ort unterstützen können, wurde ein Extrazug organisiert.

Am Mittwochabend ist es wieder so weit: Klein gegen Gross, Favorit gegen Underdog, David gegen Goliath. Der FC Winterthur steht im Cup-Viertelfinal und spielt gegen den Zweiten der Super League, die Young Boys Bern.

Anders als in Deutschland, wo im Cup immer die Unterklassigen Heimrecht haben, müssen in der Schweiz die Kleinen ab dem Viertelfinal je nach Los auch zu den Grossen. Damit aber möglichst viele Winterthurer ihren Verein beim Cup-Kracher unterstützen können, wurde ein Extra-Zug organisiert. RADIO TOP hat mit dem Fan-Verantwortlichen, Roland Imboden, gesprochen.

«Für mich war das alles Neuland. Ich meine, vor elf Jahren hatten die Fans des FCW das letzte Mal einen Extrazug», erklärt Imboden. Seit der Cup-Auslosung vor zwei Monaten seien sie am Planen. Auch für Essen und Trinken ist im Zug gesorgt, bestätigt der Fan-Verantwortliche.

Der Reingewinn von diesem Catering gehe in die Kasse der Fankurve. «Damit wird dann unter anderem die grosse Choreo beim Cup-Kracher finanziert», sagt Imboden, «aber diese ist natürlich noch eine Überraschung.»


http://mobile.toponline.ch/detail/art/w ... 001726548/

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. März 2017, 01:22 
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Cup-Frust ohne Ende: YB scheitert an Winterthur

Es wird auch in diesem Jahr nichts mit einem Titel für YB: Die Berner unterlagen im Cup-Viertelfinal trotz drückender Überlegenheit dem unterklassigen Winterthur im Penaltyschiessen.

- Silvio verwandelt für Winterthur den entscheidenden Penalty lässig – zuvor scheitert der Berner Ravet.
- Nach 90 und 120 Minuten steht es 2:2.
- YB vergibt Grosschancen im Multipack, muss sich aber wie schon 2012 Winterthur beugen.

Die titellose Zeit der Young Boys wird nach 30 Jahren kein Ende finden. Die Stadtberner, die in der Super League 17 Punkte hinter Basel liegen, scheiterten im Cup einmal mehr an einem unterklassigen Team. Gegen den Vorletzten der Challenge League verspielte YB im Stade de Suisse gar einen 2:0-Vorsprung.

Und so wird YB und der Cup bis auf weiteres keine Liebesbeziehung mehr werden. Denn schon zum 6. Mal in den letzten 8 Jahren bedeutete ein Team aus den unteren Ligen das Out für die Berner. Bereits vor 5 Jahren hatte Winterthur – damals auf der Schützenwiese – die Young Boys im Penaltyschiessen eliminiert.

Alle Winterthurer treffen

Die letzte Aktion des Spiels gehörte Silvio. Der Winterthur-Stürmer verwandelte den letzten Penalty gegen Yvon Mvogo locker-lässig. Zuvor hatten auch seine 4 Teamkollegen vom Punkt die Nerven behalten. Auf Seiten der Berner war hingegen Yoric Ravet mit seinem schwachen Versuch an Matthias Minder gescheitert.

Winterthurs starke 5 Minuten

Das Berner Out passt zwar zu den missglückten Cup-Auftritten aus den Vorjahren. Die Niederlage war gleichwohl höchst unnötig. Denn YB war drückend überlegen und hätte weit mehr Tore schiessen müssen, als die beiden Treffer durch Guillaume Hoarau (8.) und Leonardo Bertone (39.).

Die Latten- respektive Pfostentreffer Hoaraus (92. und 114.) waren die grössten der vielen Topchancen. Auch Ravet vergab mit dem Kopf eine «Hundertprozentige».

So genügten Winterthur starke 5 Minuten mit Toren von Silvio und Einwechselspieler Manuel Sutter (61./66.) und ein nie endender Kampfgeist, um den Favoriten auf dessen Kunstrasen in die Knie zu zwingen.


https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... winterthur

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. März 2017, 01:24 
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Penalty-Sensation im Viertelfinal

Winti wirft YB aus dem Cup!

Challenge-Ligist Winterthur holt bei YB einen 0:2-Rückstand auf. Im Penaltyschiessen versagen einzig dem Berner Ravet die Nerven. YB fliegt damit sensationell in den Cup-Viertelfinals raus.

Das Spiel:
YB powert von Beginn an und sorgt zwischen dem Zweiten der Super League und dem Vorletzten der Challenge League mit zwei Toren vor der Pause für vermeintlich klare Verhältnisse. Erst als Winterthur nichts mehr zu verlieren hat, werden die Gäste frecher, nutzen den fünfminütigen YB-Blackout eiskalt aus. In der letzten halben Stunde kommts zu einem offenen Schlagabtausch, in dem Ravet für die Berner den Matchball vergibt. In der Verlängerung dominieren die Berner: Hoarau mit einem Lattenknaller und einem Pfostenschuss, erneut Ravet und der eingewechselte Sanogo sündigen gleich reihenweise im Abschluss. Im Penaltyschiessen treffen dann alle - ausser Yoric Ravet, der endgültig zur tragischen Figur wird. Die YB-Blamage ist perfekt, Winti steht in den Halbfinals.

Die Tore:
1:0, 8. Minute: Nach einem bösen Roth-Schnitzer klärt Winti-Goalie Minder gegen Ravet. Der Abpraller landet bei Schick, der mustergültig Guillaume Hoarau bedient. Kindergeburtstag für den Super-League-Topskorer!

2:0, 39. Minute: Assalé sprintet mit dem Ball übers ganze Feld, ist nur mit einem Foul zu bremsen. Den anschliessenden Freistoss zirkelt Leonardo Bertone aus halblinker Position in die Maschen.

2:1, 61. Minute: Ein langer Ball von Julian Roth auf Silivo reicht, um die komplette YB-Defensive Schachmatt zu setzen. Der Brasilianer lupft den Ball dann locker an Mvogo vorbei ins Tor.

2:2, 66. Minute: Scott Sutter klärt nur bis zu Schättin, der den Ball von links in den Fünf-Meter-Raum passt. Dort steht Manuel Sutter goldrichtig und gleicht aus.

Der Beste: Erst sieht er beim 0:1 schlecht aus, als er Ravets Schuss nach vorne abprallen lässt. Doch dann wird Wintis Goalie Nummer zwei Matthias Minder zu einem echten Cuphelden. Einhändig, mit dem Fuss, irgendwie. Er entschärft alles, was auf seinen Kasten kommt. Und er hält den Penalty von Ravet. Das reicht zur Sensation!

Der Schlechteste: Milan Vilotic bei GC. Alain Rochat auf der Bank. Und Kasim Adams Nuhu spielt. Begeht Bock um Bock. Und hat Glück, dass Schiri Pache nicht den Mut hat den fälligen Penalty nach Nuhus Foul an Silvio zu pfeifen (116.).

Das gab zu reden: Winterthur tritt im Tor mit Cup-Goalie Matthias Minder an, ungeachtet dessen, dass die etatmässige Nummer eins David von Ballmoos von YB ausgeliehen ist und wohl fürs Leben gerne gegen seinen Besitzerklub gespielt hätte. Doch nach dem Spiel muss man sagen: Alles richtig gemacht, Umberto Romano und Dario Zuffi!

So gehts weiter: Die Cup-Halbfinals werden am Donnerstag nach dem letzten Viertelfinal zwischen FCB und FCZ auf SRF2 ausgelost. Gespielt wird dann am 5. April. In der Meisterschaft trifft YB am Samstag auf Thun (17.45 Uhr). Winti muss am Sonntag zum FC Le Mont (15 Uhr).

YB-Trainer Adi Hütter: «Wir haben uns bis auf die Knochen blamiert. Wir sind alle unglaublich enttäuscht. Ein 2:0 gegen einen Challenge-League-Klub muss man ganz einfach verteidigen. Bei den Ansprüchen, die wir haben, dürfen wir nicht derart billige Tore kassieren. Das geht nicht! Ich werde nun am Donnerstagmorgen beim Auslaufen ganz klar sagen, was wir angerichtet haben. Denn das ist eine ganz Menge! Wir alle haben hier versagt. Da muss man Klartext reden.»

************

Stade de Suisse – 9462 Fans – SR: Pache

Tore: 8. Hoarau (Schick) 1:0. 39. Bertone 2:0. 61. Silvio (Roth) 2:1. 66. Sutter (Schättin) 2:2.

Penaltyschiessen: Di Gregorio 0:1. Hoarau 1:1. Cani 1:2. Ravet verschiesst. Schuler 1:3. Frey 2:3. Sutter 2:4. Sanogo 3:4. Silvio 3:5.

YB: Mvogo; Sutter, Nuhu, Von Bergen, Lecjaks; Schick, Zakaria,Bertone, Ravet; Assalé, Hoarau.

Winterthur: Minder; Roth, Katz, Schuler; Di Gregorio, Gazzetta, Mangold, Radice, Schättin; Sliskovic, Silvio.

Einwechslungen: YB: Frey (69. für Schick) Joss (83. für Sutter) Sanogo (91. für Bertone)

Winterthur: Sutter (59. für Sliskovic) Cani (59. für Radice) Lanza (81. für Schäppin)

Gelb: 38. Katz. 50. Schättin (beide Foul). 84. Schuler (Reklamieren) 108. Lanza (Foul).


http://www.blick.ch/sport/fussball/cup/ ... 03411.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. März 2017, 01:25 
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01.03.2017

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Winterthur versenkt die Young Boys im Penalty-Krimi

Der Cup-Halbfinal zwischen YB und Winterthur entscheidet sich erst im Penaltyschiessen. Der Super-League-Klub verliert gegen den Challenge-League-Verein 3:5.

Die Young Boys haben sich einmal mehr im Schweizer Cup bis auf die Knochen blamiert. Der Tabellenzweite der Super League unterlag in den Viertelfinals dem Challenge Ligisten Winterthur nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung mit 3:5 im Penaltyschiessen.

Zum Unglücksraben auf Berner Seite avancierte Yoric Ravet. Der Franzose, der bereits gegen Ende der regulären Spielzeit sowie in der Verlängerung jeweils eine Chance zum 3:2 kläglich vergeben hatte, scheiterte im Penaltyschiessen mit seinem schwach getretenen Versuch an Winterthurs Keeper Matthias Minder. Das Unvermögen Ravets war Minders Glück. Der 24-Jährige ist in der Meisterschaft hinter der YB-Leihgabe David von Ballmoos nur die Nummer 2 bei den Zürchern.

Während die Zürcher, die sich in der Challenge League in aktuter Abstiegsgefahr befinden, erstmals seit 2012 wieder in die Runde der letzten vier einzogen, scheiterte YB im K.o.-Wettbewerb einmal mehr gegen einen unterklassigen Vertreter. Seit der Saison 2003/04 zogen die Berner neunmal gegen einen Gegner aus einer unteren Liga den Kürzeren. In Anbetracht des Rückstands von 17 Punkten in der Meisterschaft auf den FC Basel dürfte auch in diesem Sommer das Berner Warten auf den ersten Titel seit 1987 weitergehen. Damals holte YB den Cup und damit seinen bislang letzten Pokal in die Klub-Vitrine.

Die Berner hatten sich das bittere Ende selbst zuzuschreiben. Nach 45 Minuten hatte nichts auf eine weitere Cup-Blamage hingedeutet. Der Tabellenzweite der Super League dominierte die erste Halbzeit fast nach Belieben, führte durch die Treffer von Guillaume Hoarau und Leonardo Bertone, der einen Freistoss aus 20 Metern herrlich verwandelte, 2:0 und liess ein halbes Dutzend weiterer erstklassiger Chancen ungenutzt.

Die Winterthurer spielten schwach, wirkten in der Defensive überfordert und kamen in der Offensive nur zu einem guten Abschluss durch Schättin, dessen Schuss kurz vor der Pause Mvogo glänzend parierte. Nach einer Stunde Spielzeit fanden die Gäste aber innerhalb von fünf Minuten aus dem Nichts zurück ins Spiel. Silvio (61.) und der kurz zuvor eingewechselte Manuel Sutter (66.) nutzten eklatante Berner Abwehrschwächen zum Ausgleich.

Der Doppelschlag zeigte Wirkung. Die Berner wirkten geschockt und danach spielerisch phasenwiese blockiert. Erst in der Verlängerung, als die Kräfte bei den Gästen schwanden, trat das Heimteam wieder dominant auf. Hoarau hatte den Lucky Punch für YB zweimal auf dem Fuss. In der 92. Minute traf der Berner Toptorschütze die Latte, in der 113. Minute den Innenpfosten.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -131031970

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. März 2017, 01:26 
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Verliererklub

Der Kommentar von Sportredaktor Fabian Ruch zur Cup-Blamage von YB gegen Winterthur.

YB verliert sogar Spiele, die man gar nicht verlieren kann. Wie gestern gegen den harmlosen, überforderten, limitierten FC Winterthur. Und trotz Chancen für vier Kantersiege.

Natürlich war enorm viel Pech dabei, aber es wäre insbesondere für die Young Boys fatal, die Ursache für die Niederlage darin zu sehen. In erster Linie führten eigenes Unvermögen in der Defensive sowie miserable Effizienz im Abschluss zu einer weiteren Peinlichkeit.

Wer eine Erklärung für die ­lange Reihe an Misserfolgen in bedeutenden Spielen sucht, landet bei der offensichtlich nach wie vor nicht vorhandenen ­Siegermentalität. YB ist immer noch ein Verliererklub – und hat sich am Mittwoch blamiert. Die Fussballschweiz lacht mal ­wieder über die Young Boys.

Dabei hatte das Team nach einer turbulenten Phase im Spätsommer eine gute Saison mit attraktivem Fussball absolviert. Das interessiert niemanden mehr. Gegen einen Abstiegskandidaten in die dritthöchste Liga darf YB zu Hause – zumal nach 2:0-Führung – niemals verlieren. Die Aufbruchstimmung unter dem klug arbeitenden Sportchef Christoph Spycher erlitt einen schweren Dämpfer.

Nun liegt der Klub erneut am Boden. Es ist auch für Trainer Adi Hütter ein grober Rückschlag. Bis gestern hatte unter seiner Regie grundsätzlich eine positive Ambiance geherrscht. Das ist definitiv vorbei.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13146246

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. März 2017, 01:28 
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YB, wie es versagt und verliert

BernTrotz 28:6-Schüssen, teilweise krasser Dominanz und 2:0-Führung scheidet YB im Cup-Viertelfinal gegen den harmlosen Challenge-League-Klub Winterthur aus. Mangelnde Effizienz bis ins ­Penaltyschiessen führte zur Blamage.

Und dann: Schockstarre im Stade de Suisse! Kurz nach 22 Uhr hat sich YB am Mittwochabend mal wieder übertroffen in der Disziplin Peinlichkeiten – und scheidet im Cup-Viertelfinal zu Hause gegen den Tabellenvorletzten der Challenge League, den FC Winterthur, aus.

Im ­Penaltyschiessen scheiterte einzig Yoric Ravet, während die fünf Schützen der Gäste cool und locker reüssierten. Und so ist das unrühmliche Kapitel an bitteren Niederlagen in der Vereinshistorie der Young Boys um eine weitere Geschichte reicher. Und der YB-Cupfluch hat wieder zugeschlagen. Unvermittelt. Überraschend. Brutal.

Hühnerhaufenhafte Abwehr

Dabei bewiesen die Young Boys mit einem vorerst beherzten Auftritt, dass sie das Heimspiel gegen den krassen Aussenseiter mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angingen. Sie schossen sich früh warm, kamen bald zu ausgezeichneten Torchancen und erzielten bereits nach acht Minuten das 1:0.

Natürlich durch Guillaume Hoarau, ihren Topskorer, der den Ball aus vier Metern nur noch ins verlassene Tor schieben musste. Vorangegangen war dem Treffer ein grober Fehler von Winterthurs Verteidiger Julian Roth.

Die Young Boys benötigen also ein Geschenk, um in Führung zu gehen. Selber erspielten sie sich im Minutentakt allerbeste Gelegenheiten, nahezu jeder Akteur kam zu einer vielversprechenden Schussgelegenheit, nach einer Viertelstunde führten sie bei den Eckbällen 5:0 und bei den Schüssen 6:0, eine weitere Viertelstunde später waren diese Werte verdoppelt.

Zur Pause lag YB – scheinbar beruhigend – mit 2:0 in Führung. In der 38. Minute hatte Leonardo Bertone einen Freistoss aus 20 Metern wunderbar ins Netz geschlenzt.

Aus dem Spiel heraus schossen und schossen und schossen die Young Boys daneben, über das Tor oder einen Winterthurer an.

Zudem gelang Gästekeeper Matthias Minder eine herausragende Leistung. Möglicherweise fühlten sich die Young Boys ob ihrer schier grenzenlosen Dominanz zu sicher, zumal der Challenge-League-Abstiegskandidat einen lange Zeit schwachen Eindruck hinterliess.

Auf jeden Fall schlichen sich bei YB Mängel ein und Sorglosigkeiten. Die Winterthurer gaben kurz vor und nach der Pause zwei Warnschüsse ab, verhinderten weitere Gegentore aber nur wegen der fehlenden Effizienz der Young Boys.

Und so stand es auch nach einer Stunde 2:0 für YB. Nur 2:0. Und nicht 5:0 oder 6:1, was dem Spielgeschehen angemessen gewesen wäre. Und dennoch hätte man zu diesem Zeitpunkt eher darauf gewettet, dass YB noch ins Meisterrennen eingreift, als dass Winterthur die Partie drehen könnte.

Aber der Cup hat ja, 5 Franken fürs Phrasenschwein, eigene Gesetze – und Cupspiele von YB haben ohnehin sonderbare Gesetze. Nach 66 Minuten jedenfalls lautete das Skore 2:2, die bereits in den letzten Partien fehleranfällige Defensive der Young Boys hinterliess zweimal keinen stilsicheren Eindruck. Carlos Silvio und Manuel Sutter profitierten von den Unzulänglichkeiten in der hühnerhaufenhaften YB-Abwehr.

Latte, Pfosten, Unvermögen

Nach dem überraschenden Ausgleich der Gäste erlebten die nicht einmal 10 000 Zuschauer im Stade de Suisse eine andere Begegnung.

Und Psychologiestudenten wären auf ihre Kosten gekommen. Auf einmal wirkten die Young Boys wie blockiert, der grosse Siegdruck lähmte die Akteure, die Körpersprache verhiess wenig Erfreuliches, bei YB lief für über 15 Minuten wenig bis nichts zusammen.

Die rund 600 Winterthur-Fans sangen hämisch «YB isch nervös», was eine ziemlich präzise Analyse der bemerkenswerten Geschehnisse auf dem Feld war.

Es erstaunte jedenfalls nicht mehr, ging die Veranstaltung in die Verlängerung. Nun hatten sich die Young Boys wieder einigermassen gefangen.

Fehlerlos war ihre Darbietung nicht, doch sie griffen an, zuweilen wild, Sékou Sanogo schoss mehrmals aufs Tor, verpasste das 3:2 aber ebenso wie Ravet und Michael Frey, der in der 120. Minute den letzten Versuch mit dem Kopf aus wenigen Metern vergab.

Guillaume Hoarau wiederum stand mehrmals im Mittelpunkt. Etwa in der 92. Minute, als er aus der Drehung mit einem Volleyschuss die Latte traf, oder in der 113. Minute, als er am Innenpfosten scheiterte.

Und so blieb YB trotz 28:6-Schüssen der Gang ins Elfmeterschiessen nicht erspart. Mit dem peinlichen Ende für die Young Boys.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27985485

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 2. März 2017, 01:30 
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Winterthur sensationell – Luzern bezwingt Aarau

Winterthur dreht im Cup-Viertelfinal gegen YB einen 0:2-Rückstand. Luzern steht im Cup-Halbfinal.

YB blamiert sich im Schweizer Cup einmal mehr bis auf die Knochen. Der Tabellenzweite verliert den Viertelfinal gegen den Challenge-Ligisten Winterthur 3:5 im Penaltyschiessen.

Zum Unglücksraben auf Berner Seite avancierte Yoric Ravet. Der Franzose, der bereits gegen Ende der regulären Spielzeit sowie in der Verlängerung jeweils eine Chance zum 3:2 kläglich vergeben hatte, scheiterte im Penaltyschiessen mit seinem schwach getretenen Versuch an Winterthurs Keeper Matthias Minder. Das Unvermögen Ravets war Minders Glück. Der 24-Jährige ist in der Meisterschaft hinter der YB-Leihgabe David von Ballmoos nur die Nummer 2 bei den Zürchern.

YB muss weiter auf einen Titel warten

Während die Zürcher, die sich in der Challenge League in aktuter Abstiegsgefahr befinden, erstmals seit 2012 wieder in die Runde der letzten vier einzogen, scheiterte YB im K.o.-Wettbewerb einmal mehr gegen einen unterklassigen Vertreter. Seit der Saison 2003/04 zogen die Berner neunmal gegen einen Gegner aus einer unteren Liga den Kürzeren. In Anbetracht des Rückstands von 17 Punkten in der Meisterschaft auf den FC Basel dürfte auch in diesem Sommer das Berner Warten auf den ersten Titel seit 1987 weitergehen. Damals holte YB den Cup und damit seinen bislang letzten Pokal in die Klub-Vitrine.

Winterthur drehte Partie

Die Berner hatten sich das bittere Ende selbst zuzuschreiben. Nach 45 Minuten hatte nichts auf eine weitere Cup-Blamage hingedeutet. Der Tabellenzweite der Super League dominierte die erste Halbzeit fast nach Belieben, führte durch die Treffer von Guillaume Hoarau und Leonardo Bertone, der einen Freistoss aus 20 Metern herrlich verwandelte, 2:0 und liess ein halbes Dutzend weiterer erstklassiger Chancen ungenutzt.

Die Winterthurer spielten schwach, wirkten in der Defensive überfordert und kamen in der Offensive nur zu einem guten Abschluss durch Schättin, dessen Schuss kurz vor der Pause Mvogo glänzend parierte. Nach einer Stunde Spielzeit fanden die Gäste aber innerhalb von fünf Minuten aus dem Nichts zurück ins Spiel. Silvio (61.) und der kurz zuvor eingewechselte Manuel Sutter (66.) nutzten eklatante Berner Abwehrschwächen zum Ausgleich.

Doppelter Aluminium-Treffer Hoaraus

Der Doppelschlag zeigte Wirkung. Die Berner wirkten geschockt und danach spielerisch phasenwiese blockiert. Erst in der Verlängerung, als die Kräfte bei den Gästen schwanden, trat das Heimteam wieder dominant auf. Hoarau hatte den Lucky Punch für YB zweimal auf dem Fuss. In der 92. Minute traf der Berner Toptorschütze die Latte, in der 113. Minute den Innenpfosten.

Luzern kämpft sich ins Halbfinal

Der FC Luzern steht zum dritten Mal in den letzten vier Saisons in den Cup-Halbfinals. Er gewann beim Challenge-League-Klub FC Aarau 5:3, musste dabei aber länger zittern als nötig.
Der FC Luzern schoss in den ersten vier Minuten zwei Tore, er gab später einen 3:1-Vorsprung preis und siegte am Ende doch 5:3. In einer spektakulären, aber nie hochklassigen Cup-Partie gewann der Favorit am Ende verdient, weil ihm ein paar defensive Fehler weniger unterliefen, und weil er in der Offensive letztlich die zugestandenen Räume etwas konsequenter nutzte.

Am Ende steht der FCL zum dritten Mal in den letzten vier Saisons in den Halbfinals. Ganz zufrieden konnten die Innerschweizer dennoch nicht sein. Obwohl sie mit den ersten beiden Abschlüssen von Juric und Markus Neumayr schon 2:0 in Führung gingen, mussten sie zu lange um den Sieg zittern. Erst in den letzten 20 Minuten, als beim FC Aarau zusehends Kräfte und Hoffnung schwanden, gelang es ihnen, die Partie zu kontrollieren.


Young Boys - Winterthur 2:2 (2:2, 2:0) n.V. - Winterthur 5:3-Sieger im Penaltyschiessen.
9462 Zuschauer. - SR Pache.
Tore: 8. Hoarau (Schick) 1:0. 39. Bertone (Freistoss) 2:0. 61. Silvio (Roth) 2:1. 66. Sutter (Schättin) 2:2. - Penaltyschiessen: Di Gregorio 0:1. Hoarau 1:1. Cani 1:2. Ravet 1:2 (Minder hält). Schuler 1:3. Frey 2:3. Sutter 2:4. Sanogo 3:4. Silvio 3:5.
Young Boys: Mvogo; Sutter (83. Joss), Nuhu, Von Bergen, Lecjaks; Schick (69. Frey), Bertone (91. Sanogo), Zakaria, Ravet; Hoarau, Assalé.
Winterthur: Minder; Roth, Katz, Schuler; Mangold; Di Gregorio, Gazzetta, Radice (59. Cani), Schättin (81. Lanza); Silvio, Sliskovic (59. Sutter).
Bemerkungen: Young Boys ohne Benito, Gerndt, Wüthrich (alle verletzt), Gajic, Mbabu, Sulejmani (alle nicht im Aufgebot), Winterthur ohne Avanzini, Ljubicic, D'Angelo, Russo (alle veletzt). 92. Lattenschuss Hoarau. 113. Pfostenschuss Hoarau. Verwarnungen: 38. Gazzetta (Foul). 50. Katz (Foul). 83. Schuler (Reklamieren). 108. Lanza (Foul). 119. Minder (Unsportlichkeit).


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/18756142

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