 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 2. April 2016, 23:32 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
01.04.2016  Zitat: Eine unüberwindbare Festung und ein Abwehr-Rätsel prägen den Kracher!
Der FC Basel empfängt am Sonntag im Rahmen der 26. Super-League-Runde den BSC Young Boys. Im Datacenter informiert euch sport.ch über Formstände, Verletzungen, Sperren, Direktbegegnungen, wagt eine Prognose und listet Wissenswertes zum Spiel auf.
Formstand
Zwar scheiterte der FC Basel vor der Nati-Pause im Europa-League-Achtelfinale an Titelverteidiger Sevilla, doch in der Super League sind die Bebbi weiterhin eine Klasse für sich. Mit 7 Siegen aus den letzten 8 Partien machte der FCB einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung 7. Meistertitel in Folge. Ob man den Sack mit einem Sieg gegen Verfolger YB am Sonntag definitiv zumachen kann?
Auch die Young Boys befinden sich in hervorragender Verfassung, sind in der Rückrunde noch ungeschlagen und konnten mit zuletzt fünf Siegen in Folge an den Grasshoppers auf Platz 2 vorbeiziehen. Kann man im Kracher gegen Basel einen Prestige-Erfolg feiern und die Ungeschlagenheit im neuen Jahr wahren?
Wissenswertes zum Spiel
Der Basler St.Jakob-Park scheint für die Young Boys zuletzt eine unüberwindbare Festung darzustellen. Der letzte Berner Sieg beim FC Basel datiert von 23. Mai 2012 und ist somit beinahe schon vier Jahre her (Moreno Costanzo und Matias Vitkeviez erzielten damals die YB-Tore,Yann Sommer, Benjamin Huggel, Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker standen alle noch für Rot-Blau auf dem Platz). Seither konnten die Bundesstädter in 7 weiteren Auftritten am Rheinknie gerade mal einen Punkt gewinnen.
Wen wird Adi Hütter in der Innenverteidigung neben Alain Rochat aufstellen? Abwehrchef Steve Von Bergen fehlt nach der vierten gelben Karte der Saison gesperrt und sein Partner Gregory Wüthrich verletzte sich schon vor einigen Wochen am Knie. Milan Vilotic spielte zuletzt unter dem österreichischen Coach keine Rolle mehr, stand nur zum Rückrunden-Auftakt gegen GC (1:1) und wurde zweimal sogar auf die Tribüne verbannt. Wird der 29-jährige Serbe rehabilitiert oder muss Denis Zakaria in der Innenverteidigung ran? Das 19-jährige Talent spielte bei Servette schliesslich oft auf jener Position.
FCB-Juwel Breel Embolo macht eine schwierige Durststrecke durch und wartet seit der 15. Runde auf einen Super-League-Treffer. Erfolgt für den Nati-Stürmer im Spitzenspiel gegen die Young Boys endlich die Erlösung? Dies ist gut möglich, denn schliesslich traf der 19-Jährige in den beiden bisherigen Direktbegegnungen der Saison auch schon.
Verletzungen und Sperren
FC Basel: Manuel Akanji, Jean-Paul Boëtius, Philipp Degen, Andraz Sporar (alle verletzt).
Young Boys: Loris Benito, Gregory Wüthrich, Taulant Seferi (alle verletzt) und Steve Von Bergen (gesperrt).
Von Sperre bedroht
FC Basel: Marek Suchy, Behrang Safari, Breel Embolo und Birkir Bjarnason.
Young Boys: Alain Rochat, Milan Gajic und Yuya Kubo.
Heissester Spieler:
Renato Steffen (FC Basel): Der 24-jährige Flügelspieler konnte in der Nati mit seinem ersten Einsatz von Beginn weg etwas mehr Selbstvertrauen tanken, befindet sich in hervorragender Form und ist gegen seinen Ex-Verein als giftiger Typ ohnehin topmotiviert.
Letzte 5 Direktbegegnungen
25.10.2015: FC Basel - Young Boys 1:0 (Super League) 23.09.2015: Young Boys - FC Basel 4:3 (Super League) 17.05.2015: FC Basel - Young Boys 0:0 (Super League) 22.02.2015: Young Boys - FC Basel 4:2 (Super League) 18.10.2014: Young Boys - FC Basel 0:1 (Super League)
Resultattipp der Redaktion
Die Young Boys tun sich im Basler St.Jakob-Park gewohnt schwer und der Ausfall von Captain Steve Von Bergen hilft auch nicht weiter. Der FC Basel feiert im Spitzenspiel einen 3:1-Erfolg und nimmt dem Team von Adi Hütter die Ungeschlagenheit. http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 09:08 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: Auf den Spuren von Renato Steffen
Heute trifft Steffen erstmals seit seinem Wechsel zum FCB auf seinen früheren Arbeitgeber YB. Was steckt hinter dem Temperament des Flügelflitzers?
Der Kumpel, der die Episode über Renato Steffen erzählt, lacht laut und sagt: «Genau so ist er, unser Reni. Frech, ehrgeizig und vor allem: eifach e liebe Siech.» Es ist eine Episode, die zeigt, wie Renato Steffen tickt und warum er uns Fussballfans viel näher ist als all die abgeschliffenen Fliessband-Kicker in der heutigen Zeit.
Und das ging so: Im Sommer 2012 fährt Steffen mit Kollegen aus seinem Heimatdorf Erlinsbach an ein Grümpelturnier. Was dort keiner weiss: Vor wenigen Tagen hat Steffen beim FC Thun seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Es ist brutal heiss an diesem Sommertag, an dem sich viele begabte Kicker auf den kleinen Fussballfeldern tummeln. Doch nur einer führt alle seine Gegenspieler an der Nase rum: Renato Steffen. Die anderen Teams beschweren sich bei seinen Kollegen, dass sie einen so guten Spieler mitgenommen haben. Auf dem Platz machen sie Jagd auf den frechen Dribbler mit dem losen Mundwerk. Nur mit Glück kommt Steffen um eine Verletzung herum. Dass er mit dem Schicksal spielt und riskiert, seinen eben wahr gewordenen Traum vom Fussballprofi platzen zu lassen, ist Steffen in dem Moment egal. Besser gesagt: Daran denkt er gar nicht.
Steffen und überlegen – das passt nicht immer zusammen. Das hat ihm geschadet – ist gleichzeitig aber die grösste Stärke des 24-Jährigen. Vom Aussortierten beim FC Aarau zum Schweizer Nationalspieler und EM-Hoffnungsträger – die «Schweiz am Sonntag» hat Weggefährten aufgespürt, die Renato Steffen auf seiner Tellerwäscher-Karriere begleiteten.
Nur den Fussball im Kopf
Steffen wird am 3. November 1991 in Aarau geboren, die Familie wohnt im angrenzenden Erlinsbach. «Schon kurz nach der Geburt hatte er einen Ball zwischen den Händen», erzählt Vater Rolf. Eisenbahnen, Spielautos oder Lego sind nichts für den kleinen Renato – er sieht nur Bälle. Die Fussball-Gene hat er vom Vater geerbt, der als Aktiver in der 3. Liga spielte und später lange Schiedsrichter war: «Wenn er sich am Telefon mal wieder aufregt, kann ich ihm die Situation aus Sicht eines Schiedsrichters erklären. Dann wird er schnell einsichtig.» Der erste Klub, von dem Renato hört, ist Manchester United – ab sofort ist er Fan der «Red Devils». Mit sechs Jahren tritt er dem FC Erlinsbach bei und spielt dort bis zu den C-Junioren im gleichen Team wie Schwester Tatjana. Auch sie hat viel Talent und schafft es später beim FC Aarau bis in die Nationalliga B. An die Spiele werden die Geschwister von Mutter Silvia gefahren, weil Vater Rolf meistens selber irgendwo auf einem Fussballplatz herumrennt.
Renato sticht rasch mit seinen Dribblings und seinem Speed heraus – aber auch wegen seines überbordenden Temperaments. Rolf Steffen: «Er war sicher nicht immer ganz einfach, aber er ist mittlerweile ruhiger geworden.» Wie die meisten seiner Kollegen hat Renato das Ziel Fussballprofi. Ein erster Schritt dahin gelingt, als ihn der FC Aarau in seine Nachwuchsabteilung holt. Dort spielt er in der U14 und in der U16, bis er den Cut für die U19 nicht mehr schafft. Jürg «Güx» Widmer, der damalige FCA-Nachwuchschef:
«Schlechtes Verhalten, zu klein, zu wenig Talent – es kursieren verschiedene Gründe, warum Renato uns verlassen musste. Fakt ist: Wir haben im Gremium entschieden, dass er die Kriterien für die Selektion nicht erfüllt. Renato war ein spezieller Fall, er war sehr ehrgeizig, hatte seine Emotionen aber nicht immer im Griff. Ich sage nicht, wie viele rote Karten er wegen Tätlichkeiten erhalten hat. Wäre er im Junioren-Spitzenfussball geblieben, hätte ihm das Temperament irgendwann einen Strich durch die Rechnung gemacht und er wäre heute nicht Profifussballer. Wir haben entschieden, dass er in den Breitenfussball zum SC Schöftland wechselt. Das war für ihn die beste Lösung, denn dort und später bei Solothurn hatte er Personen um sich, die sich um ihn kümmerten und ihm halfen, das Temperament zu zügeln. Dass er es bis in die Nationalmannschaft schaffen wird, hätte ich ihm damals nicht zugetraut. Renato war als Teenager kein besonders grosses Talent, er war ja nie in einer kantonalen oder nationalen Auswahl. Aber er hatte eine grosse Entschlossenheit auf und neben dem Platz – sie ist der Grund für seine sensationelle Entwicklung.»
Einige Monate spielt Renato bei den Junioren von Schöftland, bevor er in die erste Mannschaft in der 2. Liga interregional befördert wird. Insgesamt bleibt er vier Jahre beim Dorfklub. Den Traum vom Profi gibt er in dieser Zeit zwar nicht auf, doch die Prioritäten verschieben sich. Auch auf Drängen des Vaters. Rolf Steffen: «Ich war von Beginn an skeptisch, ob einer aus einer normalen Familie, wie wir eine sind, es zum Profi schaffen kann. Viele Spieler wie Zuffi oder Gaudino haben Väter, die selber Profis waren und das Geschäft kennen.» Renato beginnt in Suhr eine Ausbildung zum Maler. Sein ehemaliger Chef Köbi Heller erzählt:
«Ich habe nur gute Erinnerungen an Reni. Klar, er hat einen eigenen Charakter und ist sehr verbissen. Aber er war ein sehr zuverlässiger und guter Maler. Direkt nach der Lehre wollte er Weiterbildungen machen, um gut vorbereitet zu sein für den Fall, dass es nichts wird mit dem Fussballprofi. Ich bin wie er Erlinsbacher, das verbindet. Vielleicht habe ich ihm deshalb einige Sonderrechte zugestanden, wenn es um den Fussball ging. Als er bei Solothurn in der 1. Liga kickte, musste er fünf Mal die Woche um 18 Uhr auf dem Trainingsplatz stehen. Das bedeutete: früher Feierabend. Dafür arbeitete er oft am Samstag, um die verpassten Stunden nachzuholen. Das war wichtig, um den anderen Angestellten zu zeigen, dass Reni nichts geschenkt bekommt. Als er eines Tages zu mir ins Büro kam und sagte, dass er kündigen müsse, weil er Profi bei Thun werde, sagte ich: Pack die Chance – und wenns nicht hinhaut, ist hier für dich immer eine Türe offen. Er kommt noch heute regelmässig vorbei für einen Schwatz.»
Fussballerisch vermag Steffen in Schöftland zwar zu gefallen, aber vorwärts auf dem Weg zum Profi kommt er nicht. Bis in Solothurn Roland Hasler zu Ohren kommt, dass es in Schöftland einen speziellen Spieler gebe. Hasler, damals Trainer des Erstligisten Solothurn, fährt an ein Spiel der Aargauer und weiss schon nach wenigen Minuten:
«Den Steffen will ich in meinem Team. Bei unserem ersten Telefonat aber meinte er, er wolle Schöftland und die Kollegen nicht verlassen. Da habe ich gesagt: Wenn ein oberklassiger Verein anruft, gehört es sich, sich hinzusetzen und das Angebot anzuhören. Ich musste ein bisschen resolut sein, bis er einlenkte. Bei unserem ersten Treffen haben wir sofort den Draht zueinander gefunden und er hat mir erzählt von seinem Traum, Profi zu werden – wenige Minuten später hat er dem Wechsel zugestimmt. Er bekam bei uns die Rückennummer 11 – als ich ihm sagte, dass die Zahl 11 in der Stadt Solothurn eine besondere Bedeutung hat (11 Brunnen, 11 Kirchen, 11 Museen etc.; Anm. d. Red.) wusste er nichts darüber. Aber schon im nächsten Training war er bestens informiert. Wir hatten damals einige gestandene 1.-Liga-Spieler im Team – die mussten sich erst an Renatos verbissene und aufmüpfige Art gewöhnen. Ich habe ihnen gesagt, dass Renato ein Juwel sei und wir ihn so nehmen müssen, wie er ist – zum Glück für Renato haben sie das akzeptiert. Wir nannten ihn «Speedy». In einem Gespräch mit Renato und seinen Eltern sagte ich, dass er für höhere Aufgaben bestimmt sei. Er war sofort Feuer und Flamme – und dann kam es zu einem kleinen Disput mit dem Vater, der seine Skepsis gegenüber dem Projekt «Profifussballer» äusserte; ich musste «Speedy» etwas beruhigen. In dem Jahr mit uns hat er viel gelernt in Sachen Teamplay. Gleichzeitig habe ich konsequent auf ihn gesetzt, auch wenn er mal einen Seich machte. Renato ist ein Spieler, der sich dem Niveau der Mitspieler und Gegner anpasst – gegen oben und gegen unten. Ich habe es ihm nie gesagt, aber ich ahnte: Er wird Nationalspieler und wahrscheinlich klopft sogar das Ausland an. Vorausgesetzt, er bekommt seine Aggressivität in den Griff – die wird schnell einmal falsch interpretiert.»
Es folgt der Match, der Steffens Leben auf den Kopf stellen sollte. Mit Solothurn trifft er im Frühling 2012 auf die U21 des FC Thun. Nach dem Spiel informiert sich Thuns Trainer Rüdiger Böhm bei Roland Hasler über Steffen und erwähnt den Erlinsbacher später in einem Gespräch mit Thun-Sportchef Andres Gerber. Jetzt geht es schnell: Kurz darauf erhält Steffen eine Einladung zum Probetraining im Berner Oberland. Er ist an jenem Tag sehr nervös und bittet Hasler, ihn zu begleiten. Steffen überzeugt und bekommt einen Profivertrag angeboten. Als er mit dem Papier in den Händen ins Elternhaus spaziert, legt auch Vater Rolf die Skepsis ab: «Er hat sich das alles selber erarbeitet. Wir haben ihn mental unterstützt, haben aber nie etwas forciert.» An Steffens erste Schritte als Profi erinnert sich Thun-Sportchef Andres Gerber:
«Wir dachten, er trainiere mit den Profis und spiele in der U21. Von wegen: Nach wenigen Trainings war klar, dass er für höhere Aufgaben bestimmt ist und er wurde schnell Stammspieler in der Super League. Es war sicher gut für ihn, sich im ruhigen Umfeld von Thun ans Profigeschäft zu gewöhnen. Mitspieler wie Hediger, Zuffi und später Trainer Fischer haben ihm mit ihrer ruhigen Art gutgetan. Die Gefahr, abzuheben und etwa mit einem fetten Auto zu protzen, bestand wegen seines Gehalts gar nicht erst. Auf dem Platz hat er eine Eigenart, von der jedes Team profitiert: frech, unbekümmert, ohne Angst vor grossen Namen und technisch hervorragend. Überspitzt formuliert: Als Mitspieler liebt man ihn, als Gegner hasst man ihn. Für uns war klar: Reni wird nicht lange bleiben, er hat das Zeug für ganz oben.»
Gerber sollte recht behalten, bereits ein Jahr später sichern sich die Berner Young Boys die Dienste des Flügelflitzers. Unvergessen, wie sich Steffen noch vor dem Saisonende im gelb-schwarzen Trikot ablichten liess – etwas, was ihm das Thuner Publikum noch heute übel nimmt. Vater Rolf zu der unüberlegten Aktion: «So ist er halt. Er wollte sicher niemandem wehtun, sondern wurde von YB dazu überredet und dachte sich nichts Schlimmes dabei. Er ist ein gutmütiger, halt e liebe Siech.»
In den zweieinhalb Jahren bei den Bernern spielt sich Steffen in den Fokus der Öffentlichkeit. Weil er am Laufmeter Tore erzielt und vorbereitet. Und weil er mit Theatralik, üblen Fouls und Provokationen auffällt. Sein Ruf ist seither zwiespältig – wie denkt der Vater darüber? «Ich sehe das gelassen und würde ihm nie reinreden. Auf dem Platz tut er alles, wirklich alles für den Erfolg seiner Mannschaft. Ich weiss, dass er nie einen Spieler absichtlich verletzen würde. Er ist ein Mensch, der von Emotionen geleitet ist und nicht jedes Mal alle Vor- und Nachteile abwägt, bevor er etwas tut.»
«Er ist immer noch wie früher»
Das Scheinwerferlicht, die neuen berühmten Freunde, das viele Geld – wie geht er damit um? Bekannt ist, dass sich Steffen vom ersten grossen Lohn bei YB einen schnittigen Sportwagen leistete – und sonst? «Er ist immer noch wie früher. Er kommt oft spontan in Erlinsbach vorbei und lädt uns zum Essen ein. Wenn er hier ist, sprechen wir über andere Dinge als Fussball. Und bevor er wieder geht, besucht er seine Kumpels», sagt der Vater.
Anders als die Väter von anderen Fussballern hält sich Rolf Steffen raus aus der Karriereplanung seines Sohnes. An Verhandlungen hat er noch nie teilgenommen. «Das ist sein Ding, dafür hat er einen Berater. Er besteht auch darauf, dass wir Eltern uns da raushalten. Wenn er uns um Rat fragt, sagen wir: Reni, das musst du selber entscheiden.» So war es auch im Winter beim Wechsel zum FC Basel, an dem sich die Meinungen rieben. Noch einmal der Vater: «Reni ist jetzt beim besten Klub der Schweiz und spielt nächste Saison wohl in der Champions League. Davon hat er geträumt, das mag ich ihm von Herzen gönnen.»
Heute nun kommt es für Steffen zum ersten Wiedersehen mit YB. Und wenn er auf dem Rasen im St. Jakob-Park versucht, dem FCB zum Sieg zu verhelfen, schaut ihm von der Tribüne aus Grégory Wüthrich zu. Der Kumpel aus YB-Zeiten ist zurzeit verletzt und übernachtete bei Steffen in dessen neu bezogener Wohnung in Rheinfelden. Steffen dazu im «Bund»: «Ich schätze es, Leute um mich herum zu haben, die mir etwas bedeuten.» Auch das eine kleine, aber feine Episode, die zeigt, wie Steffen tickt. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/bas ... -130173587
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 09:11 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: YB-Coach Adi Hütter im Interview
«Irgendwann wollen wir Basel richtig fordern»
YB-Trainer Adi Hütter hat das Ziel, die Lücke zum FC Basel zu schliessen. Heute Sonntag tritt er mit den Bernern im St.-Jakob-Park gegen den Serienmeister an.
NZZ am Sonntag: Sie sind seit sieben Monaten YB-Trainer. Was ist YB für ein Klub?
Adi Hütter: YB ist ein grosser Klub, es gibt eine grosse Erwartungshaltung. In Österreich ist das gar nicht so bekannt. Das verwundert mich manchmal, wie wenig man als Nachbarn voneinander weiss. Die Tradition von YB ist in Titeln begründet, die in der Vergangenheit liegen. Diese Geschichte müssen wir annehmen, aber nicht mit Absichtserklärungen, sondern mit Arbeit.
Nachdem YB seit 30 Jahren vergeblich auf einen Titel wartet, ist Scheitern Teil der YB-Mentalität geworden.
An meinem ersten Tag habe ich das Verb «veryoungboysen» lernen dürfen. Ich habe rasch begriffen, das es sich auf verpasste Titelchancen bezieht.
Die Young Boys haben ein Verlierer-Image. Wie wollen Sie das ändern?
Ich komme von aussen, und meine Aufgabe ist es, eine Mannschaft aufzubauen, die dem FCB gefährlich werden kann. Ich sehe mich nicht als Verlierer. Wenn es so ist, dass YB diesen Ruf hat, müssen wir hart daran arbeiten, ihn zu verändern. Man könnte nun hohe Zielsetzungen herausgeben, aber man muss sehen, dass der FCB in jeder Beziehung einen Vorsprung hat. In Deutschland sagt keiner, wir wollen Meister werden, wenn es den FC Bayern gibt.
Die meisten Trainer vor Ihnen haben gesagt, dass sie nicht interessiert, was vor ihnen war. Können Sie die YB-Geschichte wegwischen?
Nein, das will ich auch nicht. Es ist wichtig, dass ich die YB-Geschichte kenne. Aber meine Aufgabe ist es, nach vorne zu schauen, damit man dieses Wort «veryoungboysen» zu den Akten legen kann.
Sie haben gesagt, dass Sie in Bern Spuren hinterlassen wollen. Bedeutet das, dass Sie einen Titel gewinnen müssen?
Ja. Spuren hinterlassen heisst, dass ich meine eigene Spur suchen will und nicht den Weg gehen möchte, den meine Vorgänger beschritten haben. Es ist mein Antrieb, etwas Besonderes zu erreichen. Man könnte auch sagen, gut, jetzt bin ich hier und werde halt auch Zweiter. Ich aber sage: Nein. Nein. Nein. Um Zweiter zu werden, bin ich nicht hierhergekommen. Ich bin sehr stolz, YB-Trainer zu sein, aber was mich wirklich interessiert, ist, dass wir hier etwas bewegen können. Und da muss es das Ziel sein, die Kluft zuerst zu verringern. Irgendwann wollen wir Basel richtig fordern. Seit ich bei YB bin, haben wir aus 18 Spielen 36 Punkte geholt, nur 2 weniger als Basel. Das ist ein Anfang.
Was sagt es über die Liga aus, wenn Basel zum siebten Mal in Folge den Titel gewinnt?
Was der FCB erreicht hat, ist aussergewöhnlich. Vor zwanzig Jahren war Basel ein ziemlicher Chaos-Verein, nun hat er sich auf sehr hohem Niveau stabilisiert. Ich muss auch erwähnen, dass es die finanziellen Möglichkeiten des FCB erleichtern, gute Spieler zu verpflichten. In Österreich spielen auch nur zwei oder drei Klubs um den Titel, in der Schweiz ist es momentan nur einer. Wir bei YB haben wahrscheinlich die zweitbesten Möglichkeiten.
Ist die Liga besser als in Österreich?
Ja, das würde ich so sagen. Man sieht das beispielsweise daran, dass routinierte Spieler wie Kerschakow, Källström, Janko oder Hoarau eben nicht in Österreich spielen. In Österreich gibt es die Ressourcen dafür nicht.
Man interessiert sich auch nicht füreinander.
Das stimmt. Die Schweizer interessieren sich für die Super League – und die Bundesliga. Die Österreicher für ihre Liga – und ebenfalls die Bundesliga.
Sie sind in Bern gut empfangen worden – besser, als damals Marcel Koller als Teamchef in Österreich. Wieso?
Was Marcel in Österreich erlebt hat, war extrem, unter der Gürtellinie. Er hatte keine Vorschusslorbeeren, aber heute ist er ein Held, verdientermassen. Im Gegensatz zu ihm bin ich in Bern sehr gut aufgenommen worden. Ich bin gern hier, man wird auf der Strasse nicht gleich beschimpft, wenn es nicht läuft. Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit, entgegenkommend . . .
. . . also sehr nett. Etwas langweilig vielleicht? Vermissen Sie nicht einen schönen Schmäh?
Natürlich habe ich mitbekommen, dass die Berner angeblich etwas anders sein sollen als andere Schweizer, langsamer, heisst es.
Merkt man das Ihrer Mannschaft an?
Meine Spieler sind ja nicht unbedingt Berner. Ich empfinde es überhaupt nicht so, dass wir eine behäbige Mannschaft sind. Es soll ja eine Statistik geben, wonach wir sogar eines der aggressivsten Teams sind. Es bedeutet nicht, dass man keinen Erfolg haben kann, nur weil der Berner als gemütlich gilt. Ich habe im Eishockey im Halbfinal den SC Bern gesehen. Man kann den Modus zwischen Fussball und Eishockey zwar nicht vergleichen. Aber beim SCB spürt man: Die wissen, wie es geht, Meister zu werden.
Also ist es wieder eine Frage der Mentalität.
Ich habe die Mentalität bei YB auch schon kritisiert. Sie passt mir nicht hundertprozentig. Wenn es einmal gut läuft, stellt sich eine gewisse Zufriedenheit ein. Das mag ich nicht. Das haben wir im Herbst gesehen, als wir viel zu oft unentschieden gespielt haben.
Eine andere Frage: Warum sind Sie als Vorarlberger statt Skifahrer Fussballer geworden?
Bruno Pezzey war auch Vorarlberger, ein guter Fussballer, leider ist er viel zu früh verstorben. Vorarlbergische Spieler gab es schon vor mir ein paar. Was es aber noch nie gegeben hat, ist ein Trainer von dort.
Bis Sie gekommen sind.
Es gab einmal einen Vorarlberger, der in der höchsten österreichischen Liga interimistisch zwei Monate Trainer war. Sonst gibt es ausser mir keinen. Ich bin im achten Jahr Trainer, habe mit Salzburg das Double gewonnen, und jetzt bin ich im Ausland Trainer. Doch, das macht mich schon stolz.
Sie hatten als Spieler einmal ein Angebot von 1860 München, das Sie ablehnten, weil Sie Ihre Komfortzone in Österreich nicht verlassen wollten. Holen Sie das als Trainer jetzt nach?
Ich kam 1996 von der Hochzeitsreise aus der Dominikanischen Republik zurück, als 1860 mich unbedingt haben wollte – als Libero. Ich war aber Mittelfeldspieler. In die Bundesliga zu wechseln, war mir zu riskant. Wenn ich meine Spielerkarriere Revue passieren lasse, muss ich sagen: Das würde ich nicht mehr so machen. Ich würde auf alle Fälle rausgehen. Ich habe mir gesagt, dass ich die Komfortzone verlassen werde, wenn die Chance als Trainer kommen sollte.
Weshalb sind Sie plötzlich mutig geworden?
Es brauchte Zeit. Ich habe zum Beispiel als Trainer in Grödig nach erfolgreichen Jahren keinen neuen Vertrag unterschrieben, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen neuen Verein hatte. Meine Risikofreudigkeit hat sich da zu entwickeln begonnen. Später hatte ich in Salzburg einen Zweijahresvertrag, wir gewannen das Double, aber nach einem Jahr habe ich mir gesagt: «Ich lasse es. Es passt nicht.» Das muss man sich erst trauen.
Ist die deutsche Bundesliga Ihr Ziel?
Es ist noch kein Trainer vom Himmel gefallen. Ich musste mir meinen Weg hart erarbeiten. Als österreichischer Trainer kommt man nicht so einfach ins Ausland. Es gibt nur drei: Peter Stöger in Köln, Ralph Hasenhüttl in Ingolstadt und mich bei YB. Es ist etwas Besonderes für mich, in Bern Trainer sein zu dürfen. Aber irgendwann möchte ich weiter. Das ist kein Geheimnis. Mein Gefühl ist, dass ich ein Talent für den Trainerberuf habe. Ich bin nur einmal entlassen worden, in Altach, als Tabellenzweiter. Wenn mir nichts Schlimmeres passiert, bin ich zufrieden. Ich möchte für mich herausfinden, wie weit ich noch kommen kann. Nach Österreich kann ich immer wieder zurück. Aber das ist nicht meine Erfüllung.
Double mit Salzburg
fcl./ram. Adi Hütter, der 46-jährige Vorarlberger, hat seine Karriere als Spieler ausschliesslich in der österreichischen Liga verbracht. Er absolvierte 14 Länderspiele und war vor allem für Austria Salzburg eine prägende Figur. Seine Trainerlaufbahn begann bei den RB Salzburg Juniors. Sie führte ihn über Altach zu Grödig. Den Klub führte er in die höchste Liga und sogar in den Europacup. 2014 übernahm er RB Salzburg als Cheftrainer und verliess den Verein ein Jahr später nach dem Doublegewinn; der Sportdirektor Ralf Rangnick und er hatten unterschiedliche Zukunftsvorstellungen. Am 3. September wurde Hütter bei den Young Boys zum Nachfolger des nach fünf Wettbewerbsspielen entlassenen Uli Forte ernannt. http://www.nzz.ch/sport/fussball/irgend ... 1.18722042
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 09:15 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: Immer höher, immer weiter
Am Sonntag trifft Renato Steffen mit Serienmeister Basel auf seinen früheren Klub YB. Der spektakuläre Höhenflug des 24-Jährigen geht beim FCB ungebremst weiter.
Renato Steffen ist jetzt ein Schweizer Hoffnungsträger für die Euro 2016!
Es ist eine Aussage, die vor ein paar Jahren als 1.-April-Scherz abgetan worden wäre. Aber was ist an dieser spektakulären Aufsteigergeschichte des einstigen Malers schon normal? Renato Steffen, der vor fünf Jahren noch in Schöftland (2. Liga) kickte, fällt mit seiner frechen, wilden, unbeschwerten Spielweise auf, er ist anders und ein Farbtupfer in der zuletzt oft lethargischen Nationalmannschaft.
«Es ist ein tolles Gefühl, für die Schweiz spielen zu können», sagt Steffen. «Aber ich denke nicht jeden Tag daran, wie gross meine Chance auf einen Stammplatz ist. Ich werde alles dafür geben, um im 23-Mann-Kader für die EM zu stehen.»
Besuch im YB-Training
Steffens flotte Karriere auf der Überholspur fasziniert. Nach den Stationen Thun und Young Boys hat sich der wirblige Flügelspieler auch beim neuen Arbeitgeber Basel in Rekordzeit etabliert, am Sonntag trifft er mit dem FCB im Spitzenkampf auf YB. «Natürlich wird das ein spezielles Spiel für mich», sagt Steffen, «ich habe viele gute Kollegen bei YB. Das wird ein Spass, gegen sie nicht nur im Training spielen zu können.»
Steffens Verhältnis zu den ehemaligen Mitspielern ist sehr eng, nach seinem Wechsel im Januar zu Basel tauchte er sogar noch ein paar Mal im YB-Training im Stade de Suisse auf. «Ich wohnte in Bern und hatte mit einigen Spielern abgemacht», sagt Steffen, «also schaute ich kurz beim Training vorbei.» Mit den Schweizer U-21-Nationalspielern Florent Hadergjonaj, Gregory Wüthrich und Leonardo Bertone versteht sich Steffen besonders gut, am Sonntag aber wird die Freundschaft für 90 Spielminuten ruhen.
In Basel hat sich Steffen rasch akklimatisiert, obwohl die Reizfigur in der FCB-Fangemeinde nach diversen Rencontres in der Vergangenheit mit Basler Akteuren nicht nur Bewunderer hat – und teilweise heftig ausgepfiffen wurde. Bei seinem Debüt in Basel traf Steffen kurz nach seiner Einwechslung eiskalt und regte die eigenen Anhänger mit einer zweifelhaften Geste gleich noch einmal auf. Steffen hielt sich eine Hand ans Ohr, als wollte er den Jubel besser hören, erklärte aber danach, er habe natürlich niemanden provozieren wollen.
Leicht angeschlagen
So tickt dieser Heisssporn. Immer ein bisschen aufgedreht, oft am Rande des Wahnsinns, meistens prächtig aufgelegt. Die Pfiffe seien schmerzhaft gewesen, sagt Steffen. «Aber ich bin sicher, dass es die meisten Leute schätzen, wenn man auf dem Platz alles gibt.» Klub und Teamkollegen hätten ihn immer unterstützt, sagt der 24-Jährige. Seit ein paar Tagen lebt er im Raum Rheinfelden, die hohe Erwartungshaltung beim FCB passt ihm. «Auch YB ist ein Spitzenklub», sagt Steffen. «Aber hier ist das Selbstverständnis nach den vielen Titeln schon noch einmal etwas anders.»
Es würde keineswegs überraschen, sollte Steffen morgen im St.-Jakob-Park eine Hauptrolle bekleiden. Der Aargauer mag solche Partien auf grosser Bühne, er läuft zur Hochform auf, wenn die Spannung am höchsten ist. Die YB-Fans werden bestimmt wenig freundlich zu ihm sein, aber damit kann er umgehen, Anfeindungen ist er sich gewohnt. Ob er gegen die Young Boys allerdings in der Startformation stehen wird, ist gleich doppelt fraglich: Erstens musste Steffen gestern das Training wegen leichter Schmerzen im Oberschenkelbereich abbrechen – und zweitens ist die Konkurrenz in der FCB-Offensive prominent.
Wieso nicht Manchester?
Steffens Wechsel in der Winterpause wurde nicht ohne Nebengeräusche abgewickelt, YB-Sportchef Fredy Bickel war sauer auf Steffen und dessen Berater, die eine Vertragsverlängerung monatelang abgelehnt hatten. Schliesslich erhielten die Young Boys ein halbes Jahr vor Vertragsende des Spielers noch eine respektable Ablösesumme. «Wir haben uns ausdiskutiert und können uns in die Augen schauen», sagt Steffen, «doch was die Medien aus dem Transfer gemacht haben, war für alle nicht schmeichelhaft.»
Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit wird Steffen nun in einigen Wochen zum ersten Mal Meister. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Karriere, die man sich in den kühnsten Träumen nicht ausmalen könnte. Steffen selber kreiert ein hübsches Bonmot, als er gefragt wird, ob er das vor einigen Jahren für möglich gehalten habe: «Wenn man am Morgen um 7 Uhr auf der Baustelle beginnt, Wände zu streichen, dann ist das Tagesziel, eine schöne Arbeit zu machen. Der Gedanke, dass man mal einen Meistertitel holen könnte, ist weit weg.»
Und so fragt man sich, wie es mit dem Nationalspieler (4 Länderspiele) nach den Klubs Schöftland, Solothurn, Thun, YB und Basel in den letzten fünf Jahren weitergeht. Steffen hält den Ball für einmal flach. Er sagt: «Das ist Zukunftsmusik. Ich konzentriere mich voll auf den FCB und bin ja noch nicht lange hier.»
Steffens Lieblingsklub als Jugendlicher war übrigens Manchester United. Das scheint für ihn doch mindestens eine Nummer zu gross zu sein. Wobei: Diesem Renato Steffen ist irgendwie alles zuzutrauen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12866271
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
1898
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 09:16 |
|
Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 19:54 Beiträge: 292
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 12:09 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: Ein grosser Abwesender und ein mögliches Zeichen
Die Young Boys geben sich vor dem Spitzenspiel am Sonntag beim FC Basel zuversichtlich. «Wir werden nach vorne spielen», sagt Trainer Adi Hütter.
Es ist eine bemerkenswerte Statistik: Mit Trainer Adi Hütter an der Seitenlinie und Steve von Bergen auf dem Platz haben die Young Boys noch nie verloren. In zehn Partien resultieren gar acht Siege. Umso bitterer ist es für YB, fehlt der Captain nun gerade beim morgigen Spitzenspiel im Basler St.-Jakob-Park (16 Uhr) gelbgesperrt. «Natürlich ist Steve ein Schlüsselspieler », sagt Hütter. Er findet aber auch, im späten Stadium einer Saison müsse ein Spitzenteam mit solchen Absenzen rechnen und damit umgehen können.
Milan Vilotic, dem Hütter sehr gute Trainingsleistungen attestiert, wird von Bergen in der Innenverteidigung ersetzen. Mit Denis Zakaria kehrt zudem ein Leistungsträger nach Gelbsperre zurück. Der 19-jährige Mittelfeldspieler trainiert wie auch die drei anderen U-21-Nationalspieler Florent Hadergjonaj, Leonardo Bertone und Yvon Mvogo seit Anfang Woche wieder mit, Yuya Kubo (Spiel mit Japans U-23 ) und Miralem Sulejmani (zwei Teileinsätze mit Serbien) kehrten am Mittwoch nach Bern zurück.
Unter Hütter auf Augenhöhe
Beim gestrigen Medientermin im Stade de Suisse sind so viele Journalisten zugegen wie schon lange nicht mehr. Es kündigt sich ein grosses Spiel an, über 30 000 Zuschauer werden am Sonntagnachmittag in Basel erwartet, als einzige Teams der Super League sind die beiden Mannschaften in der Rückrunde noch ungeschlagen. YB konnte die letzten fünf Partien gar gewinnen, erzielte dabei im Schnitt knapp drei Tore pro Spiel. Hütter spricht von einer besonderen Affiche.
Und er findet, ein allfälliger Erfolg wäre zumindest für die nächste Saison ein Zeichen an die Konkurrenz vom Rhein. In der Hütter-Tabelle haben die Young Boys ab dem 7. Spieltag in achtzehn Partien nur 2 Punkte weniger geholt als der FC Basel (bei einem Spiel mehr). Und in beiden Direktbegegnungen bewegten sie sich auf Augenhöhe mit dem Serienmeister. In Bern gewann YB spektakulär 4:3, in Basel verlor es unglücklich 0:1. «Wir werden nach vorne spielen», meint Hütter. Und Vilotic sagt: «Das Spiel kommt für uns im richtigen Moment. Wir werden zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind.»
Übrigens, der letzte YB-Sieg im St.-Jakob-Park datiert vom 23. Mai 2012, als die Basler am finalen Spieltag bereits vorzeitig als Meister festgestanden hatten (seither 6 Niederlagen, 1 Unentschieden). Es ist ebenfalls eine bemerkenswerte Statistik. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17498209
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 12:11 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: Halten Steffens Nerven gegen YB?
Renato Steffens Wechsel von YB zum FC Basel war die Top-Transfergeschichte des Winters. Nun trifft der formstarke 24-Jährige erstmals auf seinen bisherigen Klub, der ihm einen unschönen Abgang bereitet hat.
Für Renato Steffen läuft es derzeit rund. Mit dem FC Basel ist ihm der Titel kaum mehr zu nehmen, die Fans haben sich nach anfänglichen Misstönen beruhigt, und bei der Nationalmannschaft gehörte er noch zu den Besten bei den missglückten Testspielen in Irland und gegen Bosnien. Unglücklicher Abgang
Am Sonntag trifft der Aargauer Offensivspieler mit dem FCB auf die Young Boys. Mit seinem Ex-Klub hat Steffen noch eine Rechnung offen: Nachdem er die YB-Spitze informiert hatte, dass er seinen im Sommer 2016 auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde, wurde er aufs Abstellgleis geschoben. YB-Sportchef Fredy Bickel drohte, Steffen werde in der 2. Saisonhälfte «keine grosse Rolle mehr spielen».
Ende Dezember soll Bickel gemäss Blick Steffen vor der versammelten Mannschaft aufgefordert haben, sofort seinen Spind zu räumen.
Anfang Januar wurde er vom Trainingsbetrieb bei YB ausgeschlossen. Am 12. Januar wurde der Wechsel fix.
Gegen die YB-Spieler hat Steffen nichts, im Gegenteil: «Ich habe bei YB sehr viele gute Kollegen gefunden.» An seine Zeit bei den Bernern habe er gute Erinnerungen, zudem habe er da den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft. «Aber jetzt konzentriere ich mich auf den FC Basel und will am Sonntag ein gutes Spiel machen.»
Steffen ist als emotionaler Spieler bekannt, der sowohl selbst provoziert als auch bei Provokationen entsprechend reagiert. Das könnten die YB-Akteure im Prestigeduell im St. Jakob-Park auszunutzen versuchen – so denn Steffen überhaupt von Beginn weg spielt. Der 24-Jährige verspürte zuletzt leichte Schmerzen im Oberschenkel. Auf den Spuren von Yapi und Bobadilla
Sollte er hingegen gar ein Tor gegen YB erzielen, würde er seine prominenten Vorgänger in den Schatten stellen: Weder Raul Bobadilla noch Gilles Yapi noch David Degen war nach dem Transfer von YB zum FCB im 1. Spiel gegen die Ex-Teamkollegen ein Treffer gelungen. http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... n-gegen-yb
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 12:14 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: FCB-Trainer Fischer vor Hit gegen YB
«Wollen Sie mir nicht zum Titel gratulieren?»
Basel empfängt YB am Sonntag zum Spitzenspiel der 26. Raiffeisen Super League Runde. BLICK hat nach der Länderspielpause mit Urs Fischer gesprochen. http://www.blick.ch/sport/fussball/fcb- ... 73679.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 12:18 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: Hart im Nehmen
Florent Hadergjonaj ist beim schlimmen Zusammenprall mit Sions Pa Modou glimpflich davongekommen. Sein Comeback im U-21-Nationalteam verlief problemlos, er ist fit für das Basel-Spiel.
Florent Hadergjonaj wird im Sion-Spiel verarztet - die starken Kopfschmerzen klangen bald wieder ab. Nachwirkungen gab es beim jungen YB-Verteidiger keine.
Florent Hadergjonaj braucht in dieser Saison einen «herte Gring», wie man es in Berner Mundart zu sagen pflegt. Im Herbst prallte er beim Spiel in Lugano auf kuriose Art mit Teamkollege Gregory Wüthrich zusammen, trug aber nur eine geschwollene Lippe davon. Viel übler sah die Sache vor drei Wochen aus, als der junge YB-Verteidiger in der Nachspielzeit bei einer Kopfballabwehr heftig mit Sions Pa Modou kollidierte. Hadergjonaj hatte mehr Glück im Unglück als sein Gegenspieler. Der Sittener erlitt einen Schädelbruch, was zwei Monate Pause und das Saisonende bedeutete. Der Berner kam mit starken Kopfschmerzen davon, «die nach zwei, drei Tagen nachliessen», wie er selber sagt. Trotzdem liess er sich in Zürich von einem Spezialisten untersuchen. «Der Test verlief positiv. Wir wollten aber nichts riskieren. So habe ich auf einen Einsatz in St. Gallen verzichtet.»
Zwei Wochen nach dem Vorfall spielte Hadergjonaj bereits wieder 90 Minuten durch, mit der Schweizer U-21-Auswahl in der EM-Qualifikation gegen England. Nachwirkungen spürte er keine mehr. Die Partie in Thun war ein Heimspiel für den gebürtigen Langnauer, «ich musste für Familie und Freunde zahlreiche Tickets hinterlegen, weil sie alle dabei sein und mich unterstützen wollten.» In Anbetracht der Vorgeschichte habe er beim 1:1 gegen die starken Engländer einen ordentlichen Match abgeliefert, findet der YB-Youngster. Das war ihm wichtig, sassen doch gegen 30 Talentscouts auf der Tribüne der Stockhorn-Arena, viele aus England. Hadergjonaj sieht solche Auftritte als «gute Bühne», um sich auch international zu präsentieren. Einmal im Ausland zu spielen, sei sicher ein Wunschtraum, sagt er. Dafür müsse jedoch vieles zusammenpassen. Noch bis Sommer 2017 läuft sein Vertrag bei YB. Sportchef Fredy Bickel möchte den 21-Jährigen gerne weiterhin in Bern halten.
Schweiz oder Albanien?
In Thun spielte Hadergjonaj zum achten Mal fürs U-21-Nationalteam. Offen bleibt, ob sich der Verteidiger mit kosovarischen Wurzeln auch auf Stufe A-Nationalmannschaft für den SFV entscheiden würde, falls er ein Aufgebot erhält. «Ich bin mit dem Schweizer und dem albanischen Verband in Kontakt, es ist nichts geregelt», sagt Hadergjonaj, der nun zuerst einmal diese EM-Qualifikation zu Ende spielen will. Dass seine rechte Aussenverteidigerposition im Schweizer Nationalteam mit Lichtsteiner, Lang und Widmer stark besetzt ist, werde auf seine Entscheidung aber keinen Einfluss haben, betont er. «Lichtsteiner ist ja schon 32», sagt Hadergjonaj, und die Herausforderung von Lang oder Widmer traut er sich selbstbewusst zu.
Neben Hadergjonaj standen mit Goalie Mvogo, Bertone und Zakaria drei weitere YB-Spieler in der U-21-Startelf, Tabakovic sowie der eingewechselte Frey haben ebenfalls Berner Wurzeln. «Es ist toll, dass wir bei YB gleich ein Auto füllen können, wenn wir zu U-21-Spielen anreisen», schmunzelt der Flankenspezialist. Und während der Vorbereitung auf das England-Spiel hätten sie am Esstisch auch festgestellt, «dass gar kein Basler im Kader steht.» Andererseits figurierte kein YB-Spieler im A-Team für die EM-Tests gegen Irland (0:1) und Bosnien-Herzegowina (0:2). Darauf angesprochen, sieht es Hadergjonaj «als gutes Omen für die Zukunft», dass die Young Boys in der U-21-Auswahl heute so breit vertreten sind.
Das Spiel der Spiele
Der FC Basel wird für die jungen YB-Spieler an diesem Wochenende wieder zum Thema – diesmal nicht am Esstisch, sondern auf dem Rasen. Von Brisanz ist das Duell der Nummern 1 und 2 der Schweiz mit Blick auf die Tabelle nicht mehr. Der designierte Meister liegt 14, nach Verlustpunkten gar 17 Punkte vor den Bernern. Für Hadergjonaj spielt es keine Rolle, «ob es um den Titel geht oder nicht». Er freut sich auf die gute Stimmung, das volle Stadion und sagt: «Spiele gegen den FCB sind immer etwas Spezielles.» Um verschmitzt noch zu ergänzen: «Die Basler hatten zuletzt oft Mühe mit uns.»
Eine harte Nuss bleiben Gastspiele im St.-Jakob-Park alleweil. Hadergjonaj will sie mit seinen Teamkollegen knacken – in der Hoffnung, dass er dafür diesmal keinen harten Kopf braucht.
Mit Vilotic für den gesperrten von Bergen
Nach der Länderspielpause wartet mit dem FC Basel ein harter Brocken auf YB. «Wir müssen uns sehr gut vorbereiten. Wir wissen ja, was auf uns zukommt», sagt Adi Hütter vor der Partie im St.-Jakob-Park. Bei der letzten Begegnung in Basel, beim 0:1, habe die Leistung gepasst, das Resultat aber nicht. Diesmal will der YB-Trainer mit einem positiven Ergebnis nach Bern zurückkehren. Bei diesem Vorhaben muss er auf Steve von Bergen verzichten, der nach der vierten gelben Karte gesperrt fehlt. «In dieser Phase der Saison muss man damit rechnen, dass der eine oder andere Spieler wegen einer Sperre fehlt. Milan Vilotic wird zum Einsatz kommen. Er hat in den letzten Wochen sehr gut trainiert», spricht ihm Hütter sein Vertrauen aus. Ihm ist der Wert des Captains aber bewusst: «Wir haben mit Steve noch nie verloren, seit ich hier bin.» http://www.derbund.ch/bundprint/hart-im ... y/22343584
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 3. April 2016, 12:22 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
03.04.2016  Zitat: Ein Spitzenspiel ohne Spannung
Basel empfängt die Young Boys zum Klassiker
Am Sonntag kommt es in der 26. Runde der Super League zum Klassiker zwischen Basel und YB. Aufgrund des grossen Vorsprungs der Basler in der Tabelle hält sich die Spannung allerdings in Grenzen.
Basel gegen die Young Boys gehört zu den Klassikern des Schweizer Fussballs. Es ist das Duell der finanziellen und sportlichen Nummern 1 und 2 des Landes, die auch als einzige Teams in der Rückrunde noch ungeschlagen sind. Der Affiche zwischen Rotblau und Schwarzgelb fehlt aber für einmal die Spannung - zu weit ist der FCB in der Tabelle der Konkurrenz enteilt. 14 Punkte und ein Mehrspiel beträgt der Vorsprung des FCB zwölf Runden vor Schluss auf YB.
In Bern haben sie den Meistertitel seit langem abgehakt. «Daran verschwenden wir keinen Gedanken mehr», so YB-Trainer Adi Hütter, der auf den gelb-gesperrten Steve von Bergen verzichten muss. Der Österreicher ist beeindruckt von der Konstanz des sonntäglichen Gegners, auch in Zeiten von Doppel- und Dreifachbelastung. «Dies ist die ganz grosse Stärke des FCB», so Hütter, für den die Partie im Hinblick auf die Zukunft allerdings nicht ganz unbedeutend ist. «Es gilt, im Hinblick auf die neue Saison ein Zeichen zu setzen.»
Bereits um 13.45 Uhr treffen die drittplatzierten Grasshoppers auswärts auf den FC Thun. Die Grasshoppers holten aus sieben Spielen der Rückrunde nur acht Punkte. Trainer Pierluigi Tami zeigt sich wegen der leichten Formbaisse seiner Mannschaft aber nicht beunruhigt. «Wir haben noch elf Spiele Zeit, um Platz 2 in der Tabelle zurückzuerobern.»
Thun ist in dieser Saison trotz des Kunstrasens nicht besonders heimstark. Die Berner Oberländer gewannen nur vier von zwölf Heimspielen und holten auswärts mehr Punkte als zuhause. Die Mannschaft von Jeff Saibene trat zuletzt defensiv sehr stabil auf, ist aber inzwischen seit fünf Spielen ohne Sieg. Die letzten vier Partien endeten alle Remis. Auch deswegen hat für die Thuner weiterhin der Klassenerhalt oberste Priorität.
Der Tabellenvorletzte Lugano versucht nach dem ersten Sieg der Rückrunde gegen GC (1:0) vor zwei Wochen, zuhause gegen Sion nachzulegen. Inspiration holen sich die Tessiner auch von ihren Kollegen im Eishockey, Trainer Zdenek Zeman wird dem ersten Playoff-Final am Samstag in der Resega beiwohnen.
Die Vorbereitung der seit Wochen ersatzgeschwächten Walliser auf das Gastspiel im Tessin verlief nicht optimal. Trainer Didier Tholot standen während der Nationalmannschaftspause im Training zeitweise nur neun Feldspieler zur Verfügung. «Wir wollen aber nicht weinen», so der Franzose. Das Ziel der Walliser ist klar: ein Sieg am Sonntag, um Rang 4, der zur Europa-League-Qualifikation berechtigt, zu verteidigen. http://www.nzz.ch/sport/basel-empfaengt ... 1.18722078
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 30 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |