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 Beitrag Verfasst: Samstag 27. Februar 2016, 20:36 
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Hütter hat die Qual der Wahl

YB will am Samstag GC, den Rivalen um Rang 2, unter Druck setzen – und strebt beim kriselnden FCZ einen Auswärtssieg an. Linksverteidiger Jan Lecjaks spielt auf einmal wieder eine wichtige Rolle.

Die YB-Jagd auf Rang 2 geht am Samstag in Zürich weiter – aber nicht gegen den Konkurrenten GC, sondern gegen den schwer kriselnden FCZ. Ein Sieg sei das ­Berner Ziel, sagt Adi Hütter, aber der YB-Trainer wehrt sich vehement dagegen, den Auftritt im Letzigrund als Pflichtaufgabe anzusehen. «Das wäre erstens re­spektlos gegenüber dem FCZ», sagt Hütter, «und zweitens müssen wir zuerst konstanter auf­treten, ehe wir einen Sieg als Pflicht betrachten können.»

Hütter ist kein Zeitungsleser

Die Konstanz – damit hat YB ja seine liebe Mühe. Am Samstag beim FCZ geht es für die Young Boys darum, die zarten Fortschritte aus dem Derby zuletzt gegen Thun (2:1) zu bestätigen. «Ich fand unsere Leistung 60 Minuten lang sehr gut», sagt Hütter, «wir hätten viel höher führen müssen. Am Ende mussten wir leider noch einmal zittern.» In den Medien wurde die YB-Vorstellung gegen Thun sehr kontrovers bewertet, aber das stört Hütter nicht sonderlich, weil er ohnehin kaum Zeitungen liest.

«Früher, als junger Trainer, wollte ich immer alles wissen. Aber heute lese ich kaum noch etwas, weil ich den ­Fokus auf die Arbeit mit dem Team lege und mich nicht zu stark beeinflussen lassen möchte.» Werde etwas Spektakuläres geschrieben, erfahre er es ja sowieso irgendwie, sagt der 46-Jährige schmunzelnd.

Chance für Lecjaks

Adi Hütter hofft natürlich auf positive Schlagzeilen aus YB-Sicht nach der Begegnung am Samstagabend. «Aber der FCZ besitzt durchaus Potenzial, gerade in der Offensive mit Aleksandr Kerschakow und Kevin Bua», sagt er. Allerdings treten die Zürcher unter Coach Sami Hyypiä äusserst bescheiden auf. Der stolze FCZ ist nach einer ganzen Reihe unverständlicher Personalentscheide tief in der Misere und kämpft um den Klassenerhalt.

Bei den Young Boys fehlt derweil Loris Benito vermutlich das ganze Jahr 2016. Der frühere FCZ-Akteur erlitt am Mittwoch im Training einen Kreuzband- und Meniskusriss. «Das ist sehr bitter für ihn und für uns», sagt Hütter, «zumal Benito in der Vorbereitung auf die Rückrunde richtig gut drauf war.» Wegen Benitos Ausfall rückt bei den Young Boys einer in den Fokus, der in der Winterpause fast schon weg war, gegen GC zum Rück­rundenauftakt auf der Tribüne sass und zuletzt zweimal spielte, weil Benito angeschlagen war – Jan Lecjaks, seit bald fünf Jahren bei YB unter Vertrag.

«Er macht das gut», findet Hütter, «schaltet sich nach vorne ein und ist aktiv.» Allerdings agiert auch Lecjaks äusserst wechselhaft, was sich beispielsweise bei seinen Flankenversuchen zeigt, die mal ausgezeichnet sind und mal kläglich. «Auch er kann und muss sich stabilisieren», fordert Hütter, «aber das ist ein Prozess.»

Obexer rückt nach

Jan Lecjaks hat sich bei YB in den letzten viereinhalb Jahren nicht nachhaltig als Stammkraft empfohlen. Einst wurde der Tscheche an Valerenga ausgeliehen, vor dieser Saison und im Winter stand der 25-Jährige vor dem Abgang, ein Transfer liess sich aber nicht realisieren. Nun erhält Le­cjaks unverhofft die Gelegenheit, sich doch noch zu etablieren.

Und nach Benitos schwerer Verletzung rückt Linus Obexer aus dem YB-Nachwuchs ins Kader der ersten Mannschaft. Der 19-Jährige wechselte 2008 vom FC Länggasse zu YB in die Juniorenabteilung, besucht noch das Gymnasium und ist Nationalspieler in der U-19-Auswahl. Der Stadtberner ist derzeit kaum eine Alternative für Starteinsätze in der Super League, er soll behutsam gefördert werden.

Insgesamt aber tobt bei den Young Boys ein respektabler Konkurrenzkampf auf fast allen Positionen. Hütter nennt es die «Qual der Wahl», die er habe, und das sei auch gut so. «So kann sich in den Trainings keiner ausruhen.» Und das soll mithelfen, das Niveau der YB-Auftritte zu steigern. Denn Rang 2, das kommunizieren die Vereinsvertreter deutlich, ist nun das Saisonziel.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22772136

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. Februar 2016, 00:25 
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Die FCZ-Krise geht in die nächste Runde

Der FCZ verliert sein Heimspiel gegen YB mit 0:1 und steckt weiterhin mitten im Abstiegskampf. Hoarau erziehlte das goldene Tor in der 50. Minute.

Hoarau schiesst die Young Boys gegen den FCZ zum Auswärtssieg Hoarau gelang das einzige Tor der Partie fünf Minuten nach der Pause, indem er einen Abpraller verwertete. Zuvor hatte der in der Halbzeit eingewechselte Alexander Gerndt FCZ-Goalie Anthony Favre geprüft. Der FCZ stand in der Defensive zwar solid, brachte vorne aber wenig zustande.

Die erste Hälfte hatte in offensiver Hinsicht auf beiden Seiten wenig zu bieten; den grössten Applaus vom Publikum erntete Zürichs früherer Abwehrhüne Hannu Tihinen bei seinem Halbzeitbesuch. Auf dem Rasen standen die Abwehrreihen auf beiden Seiten ähnlich gut wie Tihinen dazumal. Mehr als je zwei Halbchancen kreierten die Teams nicht, die beste besass Yuya Kubo in der 19. Minute, als er nach einem Zuspiel von Florent Hadergjonaj verzog. Auf der anderen Seite zielte Alexander Kerschakow nach 23 Minuten über das Tor.

Hoarau trifft immer gegen den FCZ

Auch im zweiten Abschnitt blieben grosse Chancen Mangelware. In der Offensive zeigte sich die Differenz zwischen dem Dritt- und dem Achtplatzierten primär darin, dass YB seine erste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit «praktisch aus dem Nichts heraus» nutzte, wie Philippe Koch befand, und Alexander Kerschakow zehn Minuten vor Schluss auch bei seiner zweiten Chance aus spitzen Winkel nicht reüssierte. YB-Torschütze Hoarau erwies sich wiederum als FCZ-Schreck: Der Franzose hat bisher in jedem Ligaspiel gegen die Zürcher getroffen, wenn er auf dem Platz stand – in vier Spielen bereits fünfmal.

Zürichs Trainer Sami Hyypiä wirkte geknickt, wobei den Finnen vor allem die Zürcher Heimschwäche mit erst zwei Siegen aus elf Spielen beschäftigte: «Die klaren Chancen, um etwas zu holen, fehlten. Jetzt stehen wir zu Hause schon wieder ohne Punkte da.» YB-Trainer Adi Hütter freute sich vor allem über die drei Punkte und weniger über die Art und Weise, wie diese zustande gekommen waren: «Wir haben gut verteidigt und zu null gespielt. Aber vorne haben wir Steigerungspotenzial.» Steve von Bergen sprach hinterher von einem Sieg, der «nicht schön, aber wichtig» war, Abwehr-Kollege Gregory Wüthrich nannte ihn «dreckig».

In der Tabelle schloss YB dank dem zweiten Sieg in Folge bis auf einen Punkt zu GC auf, das am Sonntag in Vaduz antritt. Der FCZ verpasste es auf Platz 8, näher ans Mittelfeld heranzurücken und droht am Wochenende von Lugano und/oder Vaduz überholt zu werden.

Telegramm:

Zürich - Young Boys 0:1 (0:0).
7747 Zuschauer. – SR Klossner.
Tor: 50. Hoarau (Gerndt) 0:1.
Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic, Koch; Yapi (87. Turkes), Kukeli; Bua, Grgic, Buff (65. Koné); Kerschakow.
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Von Bergen, Lecjaks; Gajic (87. Sanogo), Zakaria; Ravet (79. Bertone), Kubo, Sulejmani (46. Gerndt); Hoarau.
Bemerkungen: Zürich ohne Nef, Vinicius (beide gesperrt), Alesevic, Schönbächler, Etoundi und Kleiber (alle verletzt). Young Boys ohne Benito, Kololli, Seferi (alle verletzt), Vilotic und Zulechner (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 22. Von Bergen (Foul). 45. Wüthrich (Foul). 59. Kerschakow (Foul). 60. Brunner (Foul). 74. Hoarau (Foul). 86. Kubo (Foul).


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... e-21268315

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. Februar 2016, 00:27 
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Zürich - Young Boys 0:1

Der FCZ kommt nicht vom Fleck

YB gewinnt das zweite Samstagsspiel der Super League gegen den FC Zürich 1:0. Den einzigen Treffer der Partie erzielt der Franzose Guillaume Hoarau. muss sich weiterhin als Abstiegskandidat sehen.

Im siebenten Anlauf unter ihrem neuen Trainer Adi Hütter schafften die Young Boys ihren zweiten Auswärtssieg. Das ist zumindest statistisch zufriedenstellend und nährt Hoffnungen, im Kampf um Platz 2 gegen die Grasshoppers doch noch bestehen zu können. Die Leistung der Berner auf dem Weg zu diesem 1:0 gegen den FCZ war allerdings nicht die eines Spitzenteams. Dass ihnen ein Tor zu diesem Sieg reichte, macht vor allem eines deutlich: Der FCZ kommt einfach nicht vom Fleck. Er muss sich weiterhin als Abstiegskandidat sehen. Und zwar keineswegs nur nach Punkten.

Es war in der ersten Halbzeit ein schwacher Match. Nach Guillaume Hoaraus Tor gleich nach der Pause wurde er etwas abwechslungsreicher und spannender. Aber dieses eine Tor war die Entscheidung, ohne dass die Berner fortan offensiv nochmals etwas Interessantes geboten hätten. Es war die Entscheidung, weil die Zürcher umso ungefährlicher wurden je näher sie dem gegnerischen Tor kamen. Die Eindrücke waren keineswegs neu für Heimspiele unter Hyypiä. Auch der Finne stellte am Ende fest, «dass es war wie schon in ein paar Spielen zuvor».

a es war – aus Zürcher Sicht – fast noch schlimmer. Denn bei andern Gelegenheiten hatte sich der FCZ doch Chancen herausgespielt und musste dann feststellen, es habe ihm an Effektivität gefehlt. Diesmal war’s mit der Wirkung des Zürcher Angriffsspiels schon vorbei, ehe die Spieler in gute Abschlussposition kamen. Nach 94 Minuten war festzustellen: Sie hatten sich nicht eine klare Torchance herausgespielt; sie hatten nicht einmal gefährlich aufs Tor geschossen.

Keiner vom FCZ gewann je einen entscheidenden Zweikampf in der Nähe des gegnerischen Tors. Und dennoch wechselte Hyypiä seinen ehemaligen Captain Davide Chiumiento nicht ein, dafür den jugendlichen Debütanten Aldin Turkes. Das lässt tief blicken, was der Trainer von Chiumientos aktueller Verfassung hält. Aber es lieferten auch Kevin Bua, die Entdeckung des Herbsts, oder der kämpferische Russe Aleksander Kerschakow nichts, was über einen Ansatz hinausgegangen wäre.

Die Berner dagegen fuhren heim im Gefühl, «einen Arbeitssieg mitzunehmen», wie es ihr Trainer formulierte. Er war zufrieden mit der Abwehrleistung «gegen einen FCZ, der alles versucht hat». Aber natürlich war auch ihm nicht entgangen, dass seine Mannschaft spielerisch wenig geboten und nach dem Führungstor den Raum zum Kontern überhaupt nicht genutzt hatte. Besonders mager war der Auftritt des Serben Miralem Sulejmani. Aber drei Punkte – das allein hob die Laune.

Zürich - Young Boys 0:1 (0:0). - 7747 Zuschauer. - Schiedsrichter: Klossner. - Tor: 50. Hoarau (Gerndt) 0:1.

Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic, Koch; Yapi (87. Turkes), Kukeli; Bua, Grgic, Buff (65. Koné); Kerschakow.

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Von Bergen, Lecjaks; Gajic (87. Sanogo), Zakaria; Ravet (79. Bertone), Kubo, Sulejmani (46. Gerndt); Hoarau.

Bemerkungen: Zürich ohne Nef, Vinicius (beide gesperrt), Alesevic, Schönbächler, Etoundi und Kleiber (alle verletzt). Young Boys ohne Benito, Kololli, Seferi (alle verletzt), Vilotic und Zulechner (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 22. Von Bergen (Foul). 45. Wüthrich (Foul). 59. Kerschakow (Foul). 60. Brunner (Foul). 74. Hoarau (Foul). 86. Kubo (Foul).


http://www.nzz.ch/sport/fussball/der-fc ... 1.18702539

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Hoarau schiesst die Young Boys gegen den FCZ zum Auswärtssieg

YB gewinnt das zweite Samstagsspiel der Super League gegen den FC Zürich 1:0. Den Siegtreffer erzielt Guillaume Hoarau nach 50 Minuten. Beim FCZ akzentuiert sich die Heimschwäche.

Hoarau gelang das einzige Tor der Partie fünf Minuten nach der Pause, indem er einen Abpraller verwertete. Zuvor hatte der in der Halbzeit eingewechselte Alexander Gerndt FCZ-Goalie Anthony Favre geprüft. Der FCZ stand in der Defensive zwar solid, brachte vorne aber wenig zustande.

Die erste Hälfte hatte in offensiver Hinsicht auf beiden Seiten wenig zu bieten; den grössten Applaus vom Publikum erntete Zürichs früherer Abwehrhüne Hannu Tihinen bei seinem Halbzeitbesuch. Auf dem Rasen standen die Abwehrreihen auf beiden Seiten ähnlich gut wie Tihinen dazumal. Mehr als je zwei Halbchancen kreierten die Teams nicht, die beste besass Yuya Kubo in der 19. Minute, als er nach einem Zuspiel von Florent Hadergjonaj verzog. Auf der anderen Seite zielte Alexander Kerschakow nach 23 Minuten über das Tor.

Auch im zweiten Abschnitt blieben grosse Chancen Mangelware. In der Offensive zeigte sich die Differenz zwischen dem Dritt- und dem Achtplatzierten primär darin, dass YB seine erste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit "praktisch aus dem Nichts heraus" nutzte, wie Philippe Koch befand, und Alexander Kerschakow zehn Minuten vor Schluss auch bei seiner zweiten Chance aus spitzen Winkel nicht reüssierte. YB-Torschütze Hoarau erwies sich wiederum als FCZ-Schreck: Der Franzose hat bisher in jedem Ligaspiel gegen die Zürcher getroffen, wenn er auf dem Platz stand - in vier Spielen bereits fünfmal.

Zürichs Trainer Sami Hyypiä wirkte geknickt, wobei den Finnen vor allem die Zürcher Heimschwäche mit erst zwei Siegen aus elf Spielen beschäftigte: "Die klaren Chancen, um etwas zu holen, fehlten. Jetzt stehen wir zu Hause schon wieder ohne Punkte da." YB-Trainer Adi Hütter freute sich vor allem über die drei Punkte und weniger über die Art und Weise, wie diese zustande gekommen waren: "Wir haben gut verteidigt und zu null gespielt. Aber vorne haben wir Steigerungspotenzial." Steve von Bergen sprach hinterher von einem Sieg, der "nicht schön, aber wichtig" war, Abwehr-Kollege Gregory Wüthrich nannte ihn "dreckig".

In der Tabelle schloss YB dank dem zweiten Sieg in Folge bis auf einen Punkt zu GC auf, das am Sonntag in Vaduz antritt. Der FCZ verpasste es auf Platz 8, näher ans Mittelfeld heranzurücken und droht am Wochenende von Lugano und/oder Vaduz überholt zu werden.

Telegramm:

Zürich - Young Boys 0:1 (0:0). - 7747 Zuschauer. - SR Klossner. - Tor: 50. Hoarau (Gerndt) 0:1.

Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic, Koch; Yapi (87. Turkes), Kukeli; Bua, Grgic, Buff (65. Koné); Kerschakow.

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Von Bergen, Lecjaks; Gajic (87. Sanogo), Zakaria; Ravet (79. Bertone), Kubo, Sulejmani (46. Gerndt); Hoarau.

Bemerkungen: Zürich ohne Nef, Vinicius (beide gesperrt), Alesevic, Schönbächler, Etoundi und Kleiber (alle verletzt). Young Boys ohne Benito, Kololli, Seferi (alle verletzt), Vilotic und Zulechner (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 22. Von Bergen (Foul). 45. Wüthrich (Foul). 59. Kerschakow (Foul). 60. Brunner (Foul). 74. Hoarau (Foul). 86. Kubo (Foul).


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -130095132

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. Februar 2016, 00:32 
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YB gewinnt im Letzigrund

Die Young Boys haben in der 22. Super-League-Runde auswärts beim FC Zürich einen 1:0-Sieg eingefahren. Das einzige Tor der Partie erzielte Guillaume Hoarau in der 51. Minute.

Bis zum Seitenwechsel verlief das Spiel ereignisarm, beide Teams neutralisierten sich weitgehend gegenseitig. Dann traf Guillaume Hoarau nach einem Abpraller mit einem Flachschuss. «Praktisch aus dem Nichts heraus», geriet der FCZ in Rückstand, wie Verteidiger Philippe Koch nach dem Spiel befand. Genau da lag der Unterschied im Duell zwischen dem Dritt- und Achtplatzierten der Super League: Die Chancenauswertung.

Hütter: «Steigerungspotential»

«Jetzt stehen wir zu Hause schon wieder ohne Punkte da», sagte FCZ-Trainer Sami Hyypiä danach geknickt. Doch auch sein Berufskollege auf der Gegenseite zeigte sich nicht vollends zufrieden mit seiner Mannschaft: «Wir haben gut verteidigt und zu null gespielt. Aber vorne haben wir Steigerungspotenzial», gab Adi Hütter zu Protokoll.

FCZ erschreckend harmlos

Die Zürcher durften sich indes bei Torhüter Anthony Favre bedanken, dass es bis zum Schlusspfiff bei einem einzigen Gegentreffer blieb. Der 32-Jährige verhinderte nach der YB-Führung mit 2 Paraden gegen Alexander Gernt einen höheren Rückstand.

Offensiv präsentierte sich Zürich einmal mehr erschreckend harmlos. In den 4 Spielen seit der Winterpause hat der FCZ erst 2 Tore erzielt.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... letzigrund

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. Februar 2016, 00:37 
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YB wahrt Anschluss zu GC

Hoarau schiesst Bern zum Sieg

Die Young Boys gewinnen ihr Spiel gegen den FCZ dank einem Treffer von Hoarau mit 1:0. Es ist der erste Sieg der Berner gegen die Zürcher in dieser Saison.

Das Spiel: Der Match bietet in der ersten Hälfte kaum Highlights, sowohl Bern als auch Zürich neutralisieren sich mehrheitlich. Die meisten Szenen spielen sich im Mittelfeld ab, kein Team kann wirklich Druck aufs gegnerische Tor aufbauen. Spannung kommt erst in der 51. Minute auf, als Hoarau seine Farben mit 1:0 in Führung bringt. Zürich versucht zwar anschliessend, die Niederlage abzuwenden, im Abschluss zeigt sich das Team von Sami Hyypiä aber zu ungenau. So kann YB zwischenzeitlich bis auf einen Punkt zu den Hoppers aufschliessen, der FCZ bleibt weiterhin auf dem achten Tabellenrang sitzen.

Das Tor:
0:1, 51. Minute: Lecjaks bringt den Ball von links in die Mitte. Dort wird der Schuss von Gerndt geblockt. Allerdings kommt das Leder anschliessend zu Hoarau, der zum 1:0 für die Gäste einschiebt.

Das gab zu reden: Die FCZ-Tor-Impotenz. In den vier Super-League-Spielen 2016 hat der FCZ nur in Luzern getroffen (2:1). Schon in den Testspielen vor Rückrundenstart hat sich dieses Dilemma abgezeichnet. Da trafen die Zürcher in den 4 Partien sogar nur einmal...

Der Beste: Guillaume Hoarau. Hinten wehrt der grosse Franzose für seinen geschlagenen Goalie. Und vorne? Da trifft er mit seiner einzigen Chance.

Der Schlechteste: Kevin Bua. Der FCZ-Flügel ist zwar wie gewohnt blitzschnell. Nur kommt vom Genfer heute kein einziger gescheiter Ball in die Mitte.

Die Statistik: Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass die Berner gegen den FCZ gewinnen können. Bis jetzt spielte YB gegen die Zürcher zwei Mal Unentschieden in der Liga, dazu kommt eine Pleite im Cup-Achtelfinal.

So gehts weiter: Zürich trifft am Mittwoch um 20.45 Uhr im Cup-Halbfinal auf den FC Sion, am Wochenende trifft der FCZ am Samstag um 17.45 Uhr zu Hause auf den FC Thun. Die Berner dagegen empfangen am Sonntag um 16.00 Uhr den FC Luzern.


Stadion Letzigrund, 7747 Fans, SR. Klossner

Tore: 55. Hoarau 0:1.

Bemerkungen:

Zürich ohne: Nef, Vinicius (beide gesperrt). Etoundi, Schönbächler, Kleiber, Alesevic (alle verletzt).

YB ohne: Benito, Kololli, Seferi (alle verletzt), Vilotic (nicht im Aufgebot).

Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic, Koch; Yapi, Kukeli; Bua, Grgic, Buff; Kerschakow.

YB: Mvogo; Haderghonaj, Wüthrich, Von Bergen, Lecjaks; Ravet, Gajic, Zakaria, Sulejmani; Hoarau, Kubo.

Einwechslungen:

Zürich: Koné (65. für Buff). Turkes (88. für Yapi).

YB: Gerndt (46. für Sulejmani). Bertone (79. für Ravet). Sanogo (88. für Gajic).

Gelb: 22. Von Bergen (Foul). 45. Wüthrich (Foul). 59. Kerschakow (Foul). 60. Brunner (Foul). 72. Lecjaks (Foul). 74. Hoarau (Foul). 86. Kubo (Foul).


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 37068.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 28. Februar 2016, 11:09 
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«Das war ein dreckiger Sieg»

YB gewinnt gegen den FCZ mit 1:0. Trainer Adi Hütter spricht von einem «Arbeitssieg», Verteidiger Wüthrich von einem «dreckigen Sieg» und Steve von Bergen nur vom «wichtigen Sieg».

Fünf Monate musste YB unter Trainer Adi Hütter auf den zweiten Auswärtssieg warten. Ein Treffer von Guillaume Hoarau fünf Minuten nach der Pause reichte für den ersten Dreier seit dem 1:0-Sieg am 27. September 2015 in Thun. «Ausser über die drei Punkte freue ich mich über den Sieg und, dass wir nach längerem wieder einmal zu Null gespielt haben», sagt YB-Trainer Adi Hütter. Länger bedeutet wie beim Auswärtssieg 154 Tage oder eben fünf Monate.

«Ich bin mit dem defensiven Verhalten meiner Mannschaft zufrieden», so der Österreicher, das am Ende in einer Abwehrschlacht endete. «Der FCZ hat alles versucht, aber wir haben nicht viel zugelassen», sagt Hütter weiter. «Spielerisch müssen wir besser werden, aber es gibt so Runden, in denen man einen Arbeitssieg einfahren muss», so der YB-Trainer in seiner Analyse nach dem Spiel.

Kein Tiki-Taka in Zürich

«Es war ein dreckiger Sieg», sagt Gregory Wüthrich, «wir hatten nicht mehr viele gute Chancen danach auf das 2:0 und haben versucht, über den Kampf drei Punkte mitzunehmen.» Über den ersten Dreier auf fremden Boden freute sich auch Steve von Bergen. Über die Art und Weise könne man diskutieren. «Wir kommen sicher nicht nach Zürich und spielen Tiki-Taka. Zürich war sicher im Spiel einen Tick besser, aber sie waren nie wirklich gefährlich und ich glaube nicht, dass Yvon Mvogo eine Parade gemacht hat. Am Ende hat das Spiel den verdienten Sieger», so der Berner Abwehrchef.

Und der FCZ? Er geht zum neunten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz. «Ich hatte auf dem Platz nicht das Gefühl, dass wir die schlechtere Mannschaft gewesen sind», sagt Philippe Koch. «YB hatte auch nicht die zwingenden Chancen und macht den Treffer auf eine Art und Weise, die ich nicht erklären kann. Und bei uns hat wieder einmal der letzte Pass, die Entschlossenheit gefehlt, ein Tor zu machen.»

Eklatante Heimschwäche

«Es war wie schon in ein paar Spielen zuvor», sagt FCZ-Trainer Sami Hyypiä. Aber er hatte unrecht: In anderen Spielen hat sich der FCZ gute Chancen herausgespielt und war an der Effizienz gescheitert. Gegen YB scheiterte er schon vorher, eher er überhaupt zu Möglichkeiten kam. Hyypiä: «In der ersten Halbzeit hatten wir viele Spieler im Strafraum, brachten aber die Flanken nicht in den Sechzehner. In der zweiten Halbzeit haben wir die Flanken reingebracht, aber dann war da keiner im Strafraum. So stehen wir Zuhause wieder ohne Punkte da.»

Die Heimschwäche der Zürcher ist eklatant: Von möglichen 33 Punkten bisher holte der FCZ im heimischen Oval lediglich 11 Zähler (2 Siege, 5 Remis, 4 Niederlagen, 19:22 Torverhältnis). Als Vergleich dazu: Die Grasshoppers machten im Letzigrund mit 22 Punkten doppelt so viele. Vielleicht ist es bei der Heimschwäche gar nicht schlecht, dass der FCZ im Cup-Halbfinal gegen den FC Sion am Mittwoch (20.45 Uhr) auswärts im Tourbillon antreten muss. «Ich weiss nicht, ob das gut oder schlecht ist, denn der Final wird bei uns in Zürich gespielt.»


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/13204033

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YB-Spieler ohne Brillanz zum Auswärtssieg in Zürich

Die Young Boys glänzen beim 1:0-Arbeitssieg in Zürich nicht. Aber die YB-Spieler agieren solidarisch und defensiv sehr solid.

Yvon Mvogo Note 4
Nahezu beschäftigungslos. Der Torhüter dürfte in seiner Profikarriere kaum mehr eine Partie erleben, in der er so wenig zu tun hat. Bei Flanken sicher.

Florent Hadergjonaj Note 4,5
Überzeugender Beginn, mit drei scharfen Hereingaben. Nachher stellte auch er seine Offensivaktionen fast ein. Defensiv solid.

Steve von Bergen Note 4,5
Ein ordentlicher bis guter Auftritt, stabil und ruhig. Einmal liess er sich von Aleksander Kerschakow ausspielen – und wurde für sein Foul früh verwarnt.

Grégory Wüthrich Note 5
Sehr konzentriert, aufsässig, dynamisch. Aber immer noch mit zu vielen ungestümen Aktionen. Verhielt sich nach seiner Verwarnung cleverer im Zweikampf. Mit Unsauberkeiten im Passspiel.

Jan Lecjaks Note 4,5
Einer der solidesten Auftritte des Tschechen bei YB. Ohne zu brillieren, aber engagiert. Und: Bereitete das Siegtor energisch vor.

Yoric Ravet Note 4,5
Aktiv, wirblig, mit Ideen, aber insgesamt auch mit zu wenig Durchsetzungsvermögen. Dennoch war es keine Überraschung, war der Franzose am Tor beteiligt.

Denis Zakaria Note 4
Fiel nicht ab, aber auch nur auf, wenn er defensiv einen Ball eroberte. Nach vorne zu statisch.

Milan Gajic Note 4
Mit deutlich weniger Einfluss als beim 2:1-Sieg eine Woche zuvor gegen Thun. Gajic erledigte seinen Part im Zentrum unaufgeregt, aber ohne Glanz.

Miralem Sulejmani Note 2,5
Kam nicht auf Touren, blieb oft hängen, half nach hinten nicht genügend aus, negative Körpersprache. Eine rätselhaft uninspirierte Vorstellung des Serben mit dem grossartigen linken Fuss.

Yuya Kubo Note 3
Kam in der Startphase zweimal zum Abschluss. Einmal schoss er daneben, einmal – wie so oft – übers Tor. Zudem wollte er einen Elfmeter schinden. Danach tauchte der talentierte Japaner ab, agierte blass, verlor viele Bälle, war nicht integriert.

Guillaume Hoarau Note 4
Er ist ein Phänomen. Erhielt kaum Bälle, das Spiel lief total an ihm vorbei, mit einigen Fehlpässen. Aber der Torjäger stand halt einmal genau dort, wo ein Torjäger zu stehen hat –und schoss seinen fast schon obligatorischen Treffer zum YB-Auswärtssieg.

Alexander Gerndt Note 4,5
46.?Minute für Sulejmani. Deutlich stärker und fleissiger als sein Vorgänger, belebte das Angriffsspiel – zumindest ein paar Minuten lang. Und das genügte YB ja.

Leonardo Bertone ohne Note
78.?Minute für Ravet. Kam, um das Resultat zu halten. Tat dies wie die Kollegen mit Kampf.

Sékou Sanogo ohne Note
87.?Minute für Gajic. Kam , um an der Uhr zu drehen.

Noten: 6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16297805

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Tristesse ohne Ende

Der FCZ verliert schon wieder daheim – 0:1 gegen YB diesmal. Hoarau erzielte das goldene Tor für die glücklichen Berner.

Immerhin Applaus bekamen sie – wenn schon die Punkte ausblieben. Ein wenig Trost von jenen, die ihnen immer beistehen. Die auch dann zahlreich kommen, wenn Tristesse herrscht: die Fans in der Südkurve.

Die Tristesse. Sie zieht sich hin beim FCZ. Zum zweiten Mal in Folge verlor er daheim 0:1. Zum dritten Mal in vier Partien seit der Winterpause gelang ihm kein Tor. Erhalten die Zürcher keine Schützenhilfe, sind sie heute Abend wieder Tabellenletzter. Derart angeschlagen, reisen sie am Mittwoch für den Cup-Halbfinal nach Sitten.

YB hingegen wurde für eine bescheidene Leistung reich belohnt: Zwei Chancen und ein Treffer von Guillaume Hoarau genügten den Bernern, um drei Punkte und zum zweiten Mal in Serie zu gewinnen. Coach Adi Hütter tadelte: «Es war eine Abwehrschlacht. Spielerisch hätten wir besser sein können.»

Mit etwas Rückenwind waren beide Teams in die Partie gegangen. Der FCZ, weil er beim 0:0 vor Wochenfrist in Lugano ansprechend gespielt hatte, nur die Tore nicht erzielt hatte. Und genauso YB nach einem 2:1 im Kantonsderby gegen Thun. Das genügte bei beiden Clubs schon für Morgenröte.

Chancen? Fehlanzeige

Von Aufwind war dann wenig zu sehen. Die 7747 Zuschauer im Letzigrund wurden Zeugen einer ersten Halbzeit ohne Höhepunkte. Von einem Spiel ohne Unterhaltungswert. Kerschakow schoss über das Tor, und sah eine weitere ­Abgabe von Lecjaks vor der Linie abgewehrt. Und auf Berner Seite zielte Kubo wenigstens ansatzweise Richtung Tor. Dann pfiff Schiedsrichter Klossner zur Pause. Keiner im Stadion nahm es ihm übel.

Chancen? Oder einfach einmal eine gelungene Aktion? Irgendwelche Ideen? Fehlanzeige.

Das änderte sich, als bei YB nach der Pause Gerndt kam, und es änderte sich schlagartig. In der 50. Minute zwang der Schwede FCZ-Goalie Favre zu einer Parade und verwertete Hoarau den Abpraller zur Berner Führung. Wenig später scheiterte Gerndt nochmals an Favre. In den 13 Minuten nach seiner Einwechslung hatte er mehr bewirkt als alle Kollegen und Gegner in einer ganzen Halbzeit.

Der Schlusspfiff als Höhepunkt

Das Spiel flachte danach wieder ab. Die Young Boys taten nichts mehr für die Partie – jedoch war auch das Heimteam nicht zu einer Leistungssteigerung fähig, die sich ausbezahlt hätte. Der FCZ blieb im Zentrum ohne Wirkung, und seinen Offensivkräften fehlte jede Durchschlagkraft. Ein halbes Dutzend Standardsituationen bot sich den Zürchern in der Schlussphase in Strafraumnähe. Keine davon sorgte für Torgefahr. Keinen einzigen Schuss hatte Yvon Mvogo in der zweiten Halbzeit abzuwehren.

«Scheiss YB» fiel den Fans in der Südkurve zur unerfreulichen Sache ein.

Dann pfiff der Schiedsrichter ab. Es war höchste Zeit.

Telegramm: Zürich - Young Boys 0:1 (0:0).
7747 Zuschauer. – SR Klossner.
Tor: 50. Hoarau (Gerndt) 0:1.
Zürich: Favre; Brunner, Sanchez, Kecojevic, Koch; Yapi (87. Turkes), Kukeli; Bua, Grgic, Buff (65. Koné); Kerschakow.
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Von Bergen, Lecjaks; Gajic (87. Sanogo), Zakaria; Ravet (79. Bertone), Kubo, Sulejmani (46. Gerndt); Hoarau.
Bemerkungen: Zürich ohne Nef, Vinicius (beide gesperrt), Alesevic, Schönbächler, Etoundi und Kleiber (alle verletzt). Young Boys ohne Benito, Kololli, Seferi (alle verletzt), Vilotic und Zulechner (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 22. Von Bergen (Foul). 45. Wüthrich (Foul). 59. Kerschakow (Foul). 60. Brunner (Foul). 74. Hoarau (Foul). 86. Kubo (Foul).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Tr ... y/18452790

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Knapper Sieg, aber viele Baustellen

Die Young Boys müssen sich ihren 1:0-Sieg gegen einen schwachen FCZ hart erkämpfen. Einziger Torschütze ist Guillaume Hoarau.

So unterschiedlich können die Ansichten über ein und dasselbe Fussballspiel selbst innerhalb der eigenen Mannschaft sein. Als Verteidiger Gregory Wüthrich nach dem 1:0-Sieg der Young Boys auf dem Letzigrund gegen den FCZ gefragt wurde, weshalb YB in der Schlussphase erneut die Spielkontrolle verloren habe und zittern musste, schaute er etwas irritiert und fragend zum Journalisten. «Ich hatte nie das Gefühl, dass es für uns gefährlich wurde und wir zittern mussten.» Es sei normal, dass der Gegner zu Freistössen und Eckbällen komme, erläuterte Wüthrich, wenn er, wie der FCZ, in den letzten Minuten alles nach vorne werfe. Aber gefährlich? Das sehe er nicht so, wiederholte Wüthrich und verwies auf seinen Torhüter. Yvon Mvogo habe doch keinen gefährlichen Ball abwehren müssen.

Einige Minuten später begann YB-Trainer Adi Hütter an der Pressekonferenz sein Statement so: «Wir haben heute eine Abwehrschlacht geliefert.»

Nun denn. Fakt ist, YB hat mit dem 1:0-Sieg den dritten Auswärtssieg der Saison eingefahren, den zweiten unter Hütter. Letztmals gewann YB in der Meisterschaft auswärts am 27. September des vergangenen Jahres, beim 1:0 in Thun. Und erst zum dritten Mal in dieser Meisterschaft blieben die Berner ohne Gegentor.

Erst dritter Auswärtssieg für YB

Offensichtlich war auch: Die mitgereisten YB-Fans waren zufrieden in der kalten Februarnacht und feierten ihre Spieler nach dem Schlusspfiff. Und aus der Südkurve des Letzigrunds hallten gellende Pfiffe. Die Fans des FCZ sind in Sorge und das mit gutem Grund. Der spielerisch dürftige Auftritt gegen YB lässt den Zürchern jedenfalls wenig Hoffnung, die Saison diesen Frühling noch mit dem Cupsieg im eigenen Stadion retten zu können. Am Mittwoch trifft der FCZ im Wallis im Cuphalbfinal auf Cupholder Sion.

Für die Young Boys war es immerhin der erste Sieg gegen den FCZ in der laufenden Saison, nach zwei Unentschieden und dem Cupout im eigenen Stadion. Mit der Einwechslung von Alexander Gerndt nach der Pause traf Hütter eine gute Entscheidung. Der Schwede hatte deutlich mehr Wirkung als zuvor Sulejmani. Vor der Pause spielte YB mit Hoarau und Kubo als Sturmspitzen, danach stabilisierte Hütter das YB-Spiel mit Umstellungen. Gerndt spielte etwas zurückgezogener als zuvor Kubo und der Japaner wechselte auf die linke Seite. Gerndt war massgeblich beteiligt am YB-Tor, wie auch Aussenverteidiger Lecjaks. Der Tscheche sprintete nach einem Absatzzuspiel von Ravet trotz Bedrängung zur Grundlinie; der Pass in den Rücken der FCZ-Abwehr kam genau zu Gerndt, dessen Schuss FCZ-Torhüter Favre mit dem Fuss abzuwehren vermochte; Hoarau war zur Stelle und erzielte sein viertes Meisterschaftstor.

Lob und Tadel von Hütter

«In kämpferischer Hinsicht bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden. Ich habe ihr nichts vorzuwerfen. Aber in spielerischer Hinsicht war einiges nicht gut», sagte Hütter. So spricht ein Trainer, der erleichtert ist, endlich wieder auswärts drei Punkte geholt zu haben, mehr aber nicht. Der Österreicher werkelt an diversen Baustellen. Der einstige Stammspieler Milan Vilotic figurierte erneut nicht einmal im Aufgebot. Gerndt kam wieder von der Bank. In Vaduz rettete er mit seinem Tor in der Nachspielzeit YB einen Punkt. Auf dem Letzigrund sorgte er als Einwechselspieler wieder für Betrieb. Wie sieht die Rolle des Schweden in Zukunft aus? Gerndt gibt sich wortkarg: «Ich war auch schon Ersatz, der Trainer hat so entschieden», sagte er zu seiner Reservistenrolle. «Ich freue mich, wenn ich dem Team nach meiner Einwechslung helfen kann.» Und auch mit Suljemani wird sich Hütter beschäftigen müssen. Seine Leistungskurve zeigt nach unten.

Acht Punkte aus vier Spielen hat YB in der Rückrunde geholt. «Das sind zwei Punkte pro Spiel. Wenn wir diesen Schnitt beibehalten können, dann schaffen wir Platz zwei», rechnete Hütter vor.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Kn ... y/11714658

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