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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. Oktober 2015, 23:24 
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Bricht er ihn heute?

Costanzo und der YB-Fluch

Gegen seinen Noch-Arbeitgeber hat Moreno Costanzo (27) noch nie gewonnen. Obs heute klappt?

Es war eine Demontage! Oder um es mit den Worten von Moreno Costanzo zu sagen: «Die schlechteste Saisonleistung!» 4:0 stehts am Ende zwischen YB und dem FC Vaduz, die Ländle-Kicker hätten sich auch über ein 8:0 nicht beklagen dürfen. Wie ein Wirbelsturm fegen die Young Boys über die Liechtensteiner, es ist das Debüt von YB-Coach Adi Hütter. Und was für eines.

«Wir haben YB aufgebaut», sagt Costanzo. «Sie haben seit diesem Tag ein brutales Selbstvertrauen.» Sechs Spiele in Folge haben die Berner gewonnen. Siegen sie auch heute im Ländle, beträgt der Rückstand auf Meister und Leader Basel nur noch vier Punkte. Bei einem Spiel mehr.

Costanzo will das unbedingt verhindern. Schliesslich hat er mit Gelb-Schwarz noch eine Rechnung offen. Im Sommer 2010 kommt der Ostschweizer als Hoffnungsträger nach Bern, kann die enormen Erwartungen aber nur selten erfüllen. Zwar läuft er 166 Mal für YB auf und ist an 67 Toren direkt beteiligt, trotzdem findet man in der Hauptstadt keine Verwendung mehr für den hochtalentierten Regisseur.

Nach einem Abstecher zu Aarau ist Costanzo nun im Ländle gelandet und wird dort – trotz YB-Vertrag bis 2017 – bis im Sommer bleiben. Eine Rückkehr nach Bern in der Winterpause ist ausgeschlossen, das haben die beiden Vereine vertraglich vereinbart.

5 Spiele, 4 Niederlagen

Somit dürfte Costanzo in dieser Saison noch drei Duelle gegen seinen Noch-Arbeitgeber austragen, drei Chancen, um seinen YB-Fluch zu besiegen. Fünf Mal hat der Regisseur bislang gegen die Berner gespielt, gewonnen hat er noch nie. Mit dem FC St. Gallen gab es drei Pleiten und ein Remis, mit Aarau war er nicht spielberechtigt. Und mit Vaduz? Nun ja, das hatten wir schon.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... #ui-tabs-1

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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. Oktober 2015, 23:26 
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Hütter-Serie reisst in Vaduz

Schiri Hänni übersieht dieses YB-Hands!

Im sechsten Spiel unter Adi Hütter gibts erstmals keinen Dreier. YB spielt in Vaduz nur 1:1 – und hat Glück, dass Ref Hänni den Liechtensteinern einen klaren Penalty verweigert.

Das Spiel:
Achtung, fertig, los! Die Vaduzer zeigen YB von der ersten Sekunde an: Wir wollen Revanche für die 0:4-Klatsche vom 12. September! Das Heimteam erarbeitet sich Top-Chancen, trifft in der ersten Hälfte aber nur einmal: Neuymar ist erfolgreich, nachdem zuvor Sulejmani die wenig überzeugenden Gäste entgegen dem Spielverlauf in Führung gebracht hat. Nach dem Seitenwechsel dann dieser Aufreger: Im YB-Strafraum springt Gerndt der Ball klar an den Arm. Schiri Hänni siehts anders, lässt weiterspielen – kein Penalty! YB dreht erst in der Schlussphase auf. Zu wenig, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Die Tore:
0:1, 27. Minute: Das ist klasse gespielt. Bertone auf Kubo. Absatztrick des Japaners und schon steht Sulejmani alleine vor Jehle. Dieser schiebt problemlos ein.

1:1, 31. Minute: Eckball für Vaduz. YB kann nicht klären. Aus dem Hinterhalt kommt Neumayr herangebraust – der verdiente Ausgleich.

Statistik:
Jede Serie reisst einmal. Zum ersten Mal gibts für Adi Hütter keinen Sieg als YB-Coach (im sechsten Spiel)! Ausgerechnet Vaduz spuckt ihm in die Suppe. Die Liechtensteiner waren der Gegner, als Hütter am 12. September mit einem 4:0-Kantersieg in Bern seinen Einstand gab.

Der Beste: Markus Neumayr. Der Deutsche steht stellvertretend für den starken FC Vaduz, krönt seine Leistung mit dem Ausgleichstreffer.

Der Schlechteste: YB-Verteidiger Wüthrich. Holt sich schon früh Gelb und kann sich oft nur mit unfairen Mitteln helfen.

So gehts weiter:
Vaduz spielt in einer Woche in Luzern (17.45 Uhr). YB trifft in acht Tagen auswärts auf Schweizer Meister Basel (16.00 Uhr).


Vaduz – YB 1:1 (1:1)

Rheinpark, 3427 Fans, Hänni

Tore: 27. Sulejmani (Kubo) 0:1. 31. Neumayr (Caballero) 1:1.

Vaduz: Jehle; Grippo, Kaufmann, Bühler; Untersee, Ciccone, Costanzo, Borgmann; Caballero, Neumayr, Avdijaj.

YB: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Vilotic, Benito; Steffen; Zakaria, Bertone, Sulejmani; Gerndt, Kubo.

Einwechslungen Vaduz: Stahel (58. für Bühler), Kamber (65. für Caballero), Avdijaj (79. für Kukuruzovic).

Einwechslungen YB: Afum (64. für Kubo), Tabakovic (89. für Gerndt), Nuzzolo (89. für Steffen).

Gelbe Karten: 3. Wüthrich (Foul), 50. Grippo (Foul), 74. Costanzo (Foul), 76. Kaufmann (Foul).

Bemerkungen: Vaduz ohne Sutter, Schürpf, Von Niederhäusern, Hasler, Klaus, Fekete, Messaoud (alle verletzt), Muntwiler (gesperrt). YB ohne Von Bergen, Seferi, Hoarau (alle verletzt).


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... #ui-tabs-3

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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. Oktober 2015, 23:29 
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Vaduz stoppt Siegesserie der Young Boys

Die Young Boys haben unter Adi Hütter nach 5 Siegen in Folge erstmals Punkte liegen gelassen. Auswärts bei Vaduz kamen die Berner nicht über ein 1:1 hinaus.

Am 12. September hatte Adi Hütter beim 4:0-Erfolg im ersten Saisonduell gegen Vaduz einen perfekten Einstand als neuer YB-Coach gefeiert. Inklusive Cup reihten die Berner danach weitere 4 Vollerfolge aneinander.

Gut einen Monat später hat die Siegesserie unter Hütter nun ein Ende gefunden. In der 80. Minute vergab Alexander Gerndt nach einem Schuss aus der Drehung die letzte Chance, YB doch noch 3 Punkte zu sichern.

Vaduz hat die Chancen, YB macht das Tor

Vaduz schien aus der deutlichen Niederlage gegen YB Mitte September gelernt zu haben. Die Liechtensteiner machten vor allem in der ersten Halbzeit mehr fürs Spiel und kamen zu den zwingerenden Chancen. Ein Freistoss von Captain Markus Neumayr (3.) konnte Yvon Mvogo nur knapp über die Querlatte lenken, ehe kurz darauf auch Albion Avdijaj am YB-Keeper scheiterte.

Spätestens nach 22 Minuten hätten die Vaduzer aber in Führung liegen müssen. Avdijaj spitzelte den Ball nach einer Flanke von Axel Borgmann aber übers Tor. Die Nachlässigkeit der Gastgeber bestrafte Miralem Sulejmani nur 5 Minuten später. Ein Zuspiel von Leonardo Bertone leitete Yuya Kubo gekonnt mit der Hacke weiter, der Serbe brauchte nur noch einzuschieben.

Neumayr beendet Torfluch - Glück für YB

Vaduz liess sich vom Rückstand nicht irritieren. Nachdem die YB-Abwehr einen Eckball nicht ausreichend klären konnte, erzielte Neumayr mit einem satten Flachschuss den verdienten Ausgleich. Ohnehin war der Captain, der erstmals nach einem halben Jahr wieder in einem Super-League-Spiel traf, Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Liechtensteiner.

Dass Vaduz am Ende mit nur einem Punkt dastand, hatte auch damit zu tun, dass ein Handspiel von Gerndt (49.) im eigenen Straftraum nicht geahndet wurde. Nach einem Eckball vermochte der Schwede den Ball nur noch mit dem Arm von der Linie fernzuhalten, die Pfeife des Schiedsrichters blieb allerdings stumm.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... young-boys

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 Beitrag Verfasst: Samstag 17. Oktober 2015, 23:31 
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YB gibt erstmals unter Hütter Punkte ab

Im sechsten Pflichtspiel unter Adi Hütter geben die Young Boys erstmals Punkte ab. Im Auswärtsspiel gegen Vaduz kommen die Berner nicht über ein 1:1 hinaus.

Vaduz bot im Rheinpark seine mutmasslich beste Halbzeit der Saison. Die Liechtensteiner überraschten YB ab Spielbeginn mit schnellen Spielverlagerungen und temporeichen Vorstössen, die Folge davon waren fünf sehr gute Chancen. Woran es der gut vorbereitet wirkenden Mannschaft von Giorgio Contini mangelte, war die Effizienz. Dafür wurde sie nach 27 Minuten bestraft. YB nutzte die zweite schnelle Kombination zum Führungstreffer. Leonardo Bertone spielte einen Ball in die Tiefe, Yuya Kubo leitete mit einem sehenswerten Hackentrick weiter, Miralem Sulejmani vollendete. Für den formstarken Serben, der unter Hütter regelrecht aufgeblüht ist, war es der fünfte Treffer. Dazu kommen beim kostspieligen Neuzugang drei Assists.

Es war nicht so, dass die Vaduzer Reaktion auf den Nackenschlag spielerisch heftig ausfiel. Dennoch dauerte es bis zum Ausgleich nur vier Minuten. Markus Neumayr nutzte im Anschluss an einen Eckball die ungeklärten Verhältnisse in der YB-Abwehr zu seinem ersten Tor seit mehr als einem halben Jahr. Für die nach- und durchlässige Verteidigung der Young Boys war die Art, wie das 1:1 zustande kam, ein Spiegelbild des Auftritts vor der Pause. Gegen einen Gegner von grösserem Kaliber und mit mehr Durchschlagskraft wäre YB womöglich nach einer Viertelstunde 0:3 in Rückstand gelegen.

In der zweiten Halbzeit stimmte die Zuordnung beidseitig wesentlich besser, Chancen blieben Mangelware. Vom Glück begünstigt war YB in der 49. Minute, als eine Aktion von Alexander Gerndt am Pfosten des eigenen Tores fälschlicherweise nicht als Hands und folglich mit Penalty geahndet wurde. Nach drei spektakulären Heimsiegen gegen Vaduz (4:0), Basel (4:3) und GC (3:1) sowie den eher durchschnittlichen Leistungen in den Auswärtsspielen in Thun (1:0) und im Cup in Chiasso (2:0) gehörte jene vom Samstag wieder zur letzteren Kategorie. Hütters Forderung, auch in den Auftritten ausserhalb des Stade de Suisse dominant zu spielen, kamen die Spieler kaum wie gewünscht nach.

Telegramm:

Vaduz - Young Boys 1:1 (1:1). - 3427 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 27. Sulejmani (Kubo) 0:1. 31. Neumayr (Caballero) 1:1.

Vaduz: Jehle; Grippo, Kaufmann, Bühler (46. Stahel); Untersee, Ciccone, Costanzo, Borgmann; Neumayr; Caballero (76. Kamber), Avdijaj (79. Kukuruzovic).

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Vilotic, Benito; Zakaria, Bertone; Steffen (89. Nuzzolo), Sulejmani; Kubo (74. Afum), Gerndt (89. Tabakovic).

Bemerkungen: Vaduz ohne Fekete, Hasler, Klaus, Messaoud, Schürpf, Manuel Sutter, Von Niederhäusern (alle verletzt) und Muntwiler (gesperrt), Young Boys ohne Hoarau, Seferi, Von Bergen (alle verletzt), Gajic und Sanogo (beide rekonvaleszent). Verwarnungen: 3. Wüthrich (Hands). 50. Grippo. 74. Costanzo. 76. Kaufmann (alle wegen Fouls).


http://www.nzz.ch/sport/fussball/yb-gib ... 1.18631362

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. Oktober 2015, 11:26 
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18.10.2015

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YB im Glück

Die Young Boys lassen beim 1:1 in Vaduz erstmals unter Trainer Hütter Punkte liegen.

Vaduz Als Trainer eines Super-League-Clubs kam Adi Hütter gestern Abend erstmals in die Nähe seines Geburtsortes Hohen­ems. Nur 38 Kilometer trennen die Gemeinde im Vorarlbergischen und Vaduz. Doch so richtig heimisch konnte sich der YB-Trainer nie fühlen. Vom Pressing, welches der Österreicher von seinem Team verlangt, war nichts zu sehen.

Das Geschehen kontrollierte der FC Vaduz, welcher sich mit erstaunlicher Leichtigkeit immer wieder zu Chancen kombinierte. Einziger Makel: der Abschluss. Avdijaj (zweimal), Caballero und Kaufmann brachten den Ball aus wenigen Metern nicht ins Tor. Wie man aus einem Minimum das Maximum herausholt, demonstrierte dann YB bei seiner einzigen gelungenen Kombination vor der Pause. Der erstarkte Sulejmani brachte die Berner entgegen dem Spielverlauf in Führung (27.). Kurz darauf belohnten sich die Vaduzer für ihre Anstrengungen: Neumayr profitierte von einer missglückten Abwehr Zakarias.

Es dauerte auch nach der Pause lange, bis YB Druck erzeugte. Gerndt scheiterte zweimal an Jehle, Sulejmani traf freistehend den Ball nicht richtig, und in der Nachspielzeit traf Bertone mit einem Direktschuss Teamkollege Tabakovic. Ansonsten wäre der Ball wohl ins Tor geflogen.

Das aber wäre ein zu guter Lohn gewesen für die lange Zeit enttäuschenden Berner, die erstmals unter Hütters Leitung Punkte liegenliessen. «Wir müssen mit dem Unentschieden zufrieden sein», sagte Hütter, der auch gesehen hatte, dass Gerndt Anfang zweiter Halbzeit im eigenen Strafraum ein ungeahndetes Hands begangen hatte.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/22117618

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. Oktober 2015, 07:30 
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YB-Code geknackt

Ein ausgezeichnet eingestellter FC Vaduz entzieht sich dem Pressingfussball der lange Zeit schwachen Young Boys. Nach dem 1:1 in Liechtenstein liegen die Berner nunmehr neun Punkte hinter Leader Basel.

Ein grösseres Lob hätte sich Giorgio Contini kaum vorstellen können. «Vaduz hat uns das Leben sehr schwer gemacht, wir kamen mit der Spielweise des Gegners nicht zurecht und konnten ihn nie richtig unter Druck setzen», sagt Adi Hütter nach dem 1:1 der Young Boys am Samstagabend in Vaduz.

Contini sitzt an der Pressekonferenz zwei Meter neben dem YB-Trainer und kann sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Er sagt: «Vor wenigen Wochen verloren wir in Bern 0:4 und waren chancenlos. Es freut mich, wie das Team heute unsere Spielidee umgesetzt hat.»

Kluge Vaduzer Spielweise

Am 12. September setzten sich die Young Boys bei Hütters Trainerpremiere gegen Vaduz mit einem Kantersieg durch, es war die eindrückliche Demonstration des intensiven Balleroberungsfussballs, den sich Hütter vorstellt.

Nach fünf Siegen in Serie erlitten die Berner nun am Wochenende erstmals unter dem österreichischen Coach einen kleinen Rückschlag. Sie enttäuschten in Vaduz, und auch Hütter fand, ein YB-Sieg wäre nicht verdient gewesen. «Immerhin steigerten wir uns nach der Pause.»

Der YB-Code allerdings ist entschlüsselt. Contini hat den perfekten Matchplan entwickelt, um die Young Boys gar nicht erst in den Pressingmodus kommen zu lassen. «Wir spielten einfach, direkt, mit langen Zuspielen nach vorne», sagt Contini, während Hütter auffällt, «dass wir auch Mühe hatten mit den zweiten Bällen», die sich nach den schnörkellosen Vaduzer Pässen ergaben.

Giorgio Contini, der in Vaduz gute Arbeit leistet, stellte gegen YB das System um, seine Mannschaft agierte mit einer gut funktionierenden Defensive im 3-4-1-2-System und konnte oft eine personelle Überzahl in Ballnähe erzielen. «Vaduz hat die Lehren aus der 0:4-Niederlage in Bern gezogen», sagt Hütter. Für ihn geht es nun darum, ein Rezept gegen diese Spielweise zu entwickeln.

Auswärts klar schwächer

Denn bereits bei den Partien im Cup in Chiasso (2:0) sowie in Thun (1:0) hatten die YB-Gegner ähnlich agiert wie Vaduz, auch in diesen zwei Begegnungen taten sich die Young Boys schwer.

Sowieso ist die Leistungsdiskrepanz zwischen Auftritten in Bern und in der Fremde bei YB nicht erst seit dieser Saison auffällig. «Wenn wir einen weiteren Schritt nach oben machen wollen», sagt Renato Steffen, «müssen wir auswärts stärker sein.»

Die YB-Vertreter reagierten mit einer gewissen Gelassenheit auf den Stolperer. «Wer gedacht hat, dass wir hierherfahren und den Gegner an die Wand spielen», sagt Hütter, «lässt den Respekt vor Vaduz vermissen.» YB ist in diesen Wochen ausgesprochen jung besetzt, am Samstag waren erneut nur drei Akteure (Milan Vilotic, Miralem Sulejmani, Alexander Gerndt) aus der Startformation älter als 23.

Es ist nachvollziehbar, dass es in dieser Konstellation auch einmal zu einer schwachen Darbietung kommen kann. Der Debatte, ob der verletzte Torjäger Guillaume Hoarau überhaupt ins Hütter-System passt, wurde jedenfalls in Vaduz einiges an Schärfe genommen. Gerade in solchen engen Partien wäre der Franzose mit seiner Klasse ein wertvoller Faktor.

Hütters späte Wechsel

Für Erstaunen sorgte in Vaduz Hütters zurückhaltende Wechselpolitik. Er beorderte erst in der Schlussphase frische Kräfte ins Spiel, Raphael Nuzzolo und Haris Tabakovic durften in der 89. Minute aufs Feld.

Sein Team sei Mitte der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen, erklärte Hütter, deshalb habe er vorerst abgewartet. «Aber ich hoffte am Ende dennoch auf einen Lucky Punch.» Einen Vertrauensbeweis für seine Ersatzkräfte gab der Coach mit seinen späten Wechseln gleichwohl nicht ab.

Weil Leader Basel gestern das heikle Gastspiel in Sion 2:0 gewann, reist YB am nächsten Sonntag mit neun Punkte Rückstand zum Spitzenkampf nach Basel. Dort wartet ein ganz anderes Spiel als in Vaduz, weil der FCB auf feinere Stilmittel setzen wird.


Moreno Costanzo in Vaduz

Moreno Costanzo redet wieder mit Berner Journalisten. Im letzten halben Jahr war er nicht besonders gesprächig, weil er das Gefühl hatte, während seiner YB-Zeit nicht immer fair beurteilt worden zu sein.

Nach dem 1:1 zwischen Vaduz und den Young Boys sagt er: «Ich finde, wir hätten den Sieg verdient gehabt. Aber wenn man so viele Chancen wie wir vergibt, muss man froh sein, nicht verloren zu haben.»

YB-Leihgabe Costanzo zeigte eine ordentliche Leistung im zentralen Mittelfeld, er agierte defensiver als normalerweise und bestritt viele Zweikämpfe. «Wir wollten YB das Leben schwer machen, das ist uns gelungen», sagt er, «auch wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so stark auftraten wie zuvor.»

Ein Punktgewinn gegen die Young Boys sei ein gutes Resultat für sein Team, findet Costanzo, der bis Ende Saison an Vaduz ausgeliehen ist – und dessen Vertrag bei YB bis 2017 läuft. «Ich weiss nicht, was im Sommer passieren wird», sagt Costanzo, «ich bin einfach froh, komme ich bei Vaduz zum Einsatz.»

Der 27-Jährige lebt wieder in seiner Heimat in der Nähe St.Gallens und wirkt deutlich zufriedener als gegen Ende seines viereinhalbjährigen Engagements bei YB, wo er von Sommer 2010 bis Januar 2015 enorm wechselhaft agiert hatte.

Mit Aarau vermochte Costanzo in der letzten Saison den Abstieg nicht zu vermeiden. Aber wenn Vaduz so agiert wie am Samstagabend gegen die Young Boys, sollten die Liechtensteiner den Klassenerhalt realisieren können.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19707373

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. Oktober 2015, 10:03 
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19.10.2015

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Der erste Dämpfer unter Hütter

YB tut sich in Vaduz lange Zeit sehr schwer und muss sich mit einem Remis begnügen. Vor dem Spitzenkampf im St.-Jakob-Park liegen die Berner nun wieder neun Punkte hinter Basel.

Seit Adi Hütter bei YB das Sagen hat, ist in Bern schon viel geschrieben und geredet worden über Pressing und Gegenpressing. Der Österreicher ist ein konsequenter Verfechter der Balleroberung im Sprinttempo und des rasanten Umschaltens. Das erfordert Spieler, die schnell und viel rennen mögen und die gedanklich auch dann noch präsent sind, wenn die Beine müder und müder werden. Auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse ist der hüttersche Express-Fussball erstaunlich schnell ins Rollen gekommen. Nacheinander bekamen Vaduz, Basel und GC die neue Aggressivität, Unternehmenslust und Lebendigkeit des BSC Young Boys zu spüren.

All das war am Samstagabend in ­Vaduz während der ersten Spielstunde wie weggeblasen. Sprintende Berner? Wenn ja, dann meistens in der Rückwärtsbewegung nach einem Ballverlust. Frühzeitige Balleroberungen weit in der gegnerischen Hälfte? Wenns hoch kommt, ein halbes Dutzend. Eine der wenigen führte in der 27. Minute zur höchst schmeichelhaften Führung durch Sulejmani, der eine Ballstafette über Steffen, Bertone und Kubo mit einem satten Schuss abschloss. Das Beste der langen Durchhängerphase war das Resultat. Weil die schnörkellos nach vorne spielenden Gastgeber dreimal in aussichtsreichen Positionen äusserst knapp am Tor vorbeischossen oder nicht am starken Mvogo vorbeikamen, stand es 1:1. Einziger Torschütze bei ­Vaduz war der auffällige Spielmacher Marcus Neumayr.

Spätes Erwachen

Die letzten rund 35 Minuten nutzten die Berner, um den Gesamteindruck etwas zu schönen. Sie setzten sich zusehends in der Platzhälfte der kräftemässig nachlassenden Vaduzer fest, gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und bezogen konsequenter die schnellen Flügelspieler Sulejmani und Steffen ins Angriffspiel ein. Insgesamt machte der Serbe den besseren Eindruck als der Neu-Nationalspieler, welcher in den 1-gegen-1-Duellen zumeist den Kürzeren zog.

Gute Chancen zum Siegestor hatten andere Berner auf dem Fuss beziehungsweise Kopf. Gerndt scheiterte zweimal aus wenigen Metern an Vaduz-Goalie Jehle. Keine Chance hätte Jehle in der Nachspielzeit gehabt, als Bertone den Ball aus knapp 20 Metern perfekt traf. Sein Glück war, dass der kurz zuvor eingewechselte Tabakovic in der Schussbahn stand. «Der Schuss hätte in den Bügel gepasst», war sich Bertone wenige Minuten später in der Mixed-Zone sicher. Der Mittelfeldspieler wusste auch, wieso das Pressing lange Zeit nicht funktioniert hatte: «Wir waren zu wenig aggressiv und standen viel zu weit auseinander.»

Continis Gegenrezept

Dass YB in der tristen Atmosphäre des Rheinpark-Stadions lange Zeit nicht wie gewünscht den Taktstock schlagen konnte, hatte auch mit der Taktik zu tun, welche die Vaduzer praktizierten. Anders als bei der 0:4-Niederlage vor fünf Wochen im Stade de Suisse versuchten sie sich gar nicht erst im fehleranfälligen Kombinationsfussball, sondern setzten konsequent auf ein schnörkelloses, zumeist auf die Vertikale ausgerichtetes Spiel. Damit sorgten sie bei YB für einige Verwirrung. «Wir haben Vaduz etwas anders erwartet», gab Hütter zu.

Wieso sein Team sich so schwer tat, in die Gänge zu kommen, konnte sich der Coach nicht schlüssig erklären. Unangebracht fand er die Frage eines Journalisten, ob seine Mannschaft den Gegner unterschätzt habe. «Ich finde sie respektlos gegenüber dem FC Vaduz.» Die Liechtensteiner kämpfen seit längerem um mehr Akzeptanz in der Fussballszene Schweiz. Doch wer es wie Trainer Giorgio Contini schafft, mit No-Names wie Kaufmann, Borgmann, Bühler, Caballero, Avdijai und Untersee in der Startaufstellung den BSC YB ernsthaft in Verlegenheit zu bringen, der macht einiges richtig.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/-D ... y/26476689

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. Oktober 2015, 10:05 
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YB-Noten: Mvogo der Beste bei YB

Die Feldspieler der Young Boys enttäuschen beim 1:1 in Vaduz. Yvon Mvogo rettet den Bernern mit tollen Interventionen einen Punkt.

Yvon Mvogo: Note 5 Starke Paraden vor der Pause, jederzeit sicher und souverän. Der 21-Jährige bewahrte YB in Vaduz vor einer Niederlage.

Florent Hadergjonaj: Note 4 Einige gute Pässe in der Vorwärtsbewegung. Defensiv aber wie die Mitspieler in der ersten Halbzeit teilweise überfordert, stand oft zu weit weg vom Gegner.

Milan Vilotic: Note 4 Eine unauffällige Leistung, war nicht immer der Abwehrchef, der er in Abwesenheit des verletzten Captains Steve von Bergen sein sollte. Zuweilen mit eher unkonventionellen Grätschen.

Grégory Wüthrich: Note 4 Früh verwarnt, mit vielen Fouls, aber auch mit einer Steigerung. Harte Spielweise, kopfballstark, rettete mehrmals gut.

Loris Benito: Note 4 Links hinten wie Hadergjonaj auf der anderen Seite mit Licht und Schatten. Nach der Pause deutlich besser, ohne besondere Akzente setzen zu können.

Renato Steffen: Note 3,5 Immerhin an der Entstehung des YB-Tores beteiligt. Vermochte sich aber kaum einmal durchzusetzen, wurde von den Vaduzern oft hart attackiert, blieb ruhig und vermied eine Verwarnung. Damit ist er am nächsten Sonntag in Basel nicht gesperrt.

Denis Zakaria: Note 4,5 Der auffälligste YB-Feldspieler, gewann enorm viele Zweikämpfe, mit grosser Präsenz. Der 18-Jährige unterstrich erneut, ein riesiges Versprechen zu sein. Allerdings unterlief ihm vor dem Vaduz-Tor ein Fehler, als er den Ball nach einem Eckball ungenügend klären konnte.

Leonardo Bertone: Note 4 Bemüht, fleissig, vermochte jedoch die vielen Lücken bei YB vor der Pause ebenfalls nicht zu schliessen. Mit grossem Pech, als Tabakovic seinen tollen, scharfen Schuss kurz vor Schluss übers gegnerische Tor lenkte.

Miralem Sulejmani: Note 4,5 Der formstarke Serbe erzielte die YB-Führung mit einem sauberen Abschluss und deutete seine Klasse einige Male an. Insgesamt aber kam auch Sulejmani nicht wie gewünscht ins Spiel.

Yuya Kubo: Note 4 Unglückliche Szenen, schoss mehrmals weit übers Tor. Kubo kam im ausgeprägten Kampfspiel nicht richtig zur Geltung. Herrlich allerdings sein Absatztrick vor dem Treffer Sulejmanis.

Alexander Gerndt: Note 4 Lauffreudig wie gewohnt, kämpfte verbissen, vor dem gegnerischen Tor fehlten ihm teilweise die Kraft und die Präzision.

Samuel Afum: Note 4 74.Minute für Kubo. Kam während einer starken YB-Phase ins Spiel, mit guten Ansätzen, aber die Zielstrebigkeit fehlte.

Die eingewechselten Raphael Nuzzolo (89. Minute für Steffen), und Haris Tabakovic (89. Minute für Gerndt) waren für eine Note zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11470293

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YB-Hütter tobt

«Das ist respektlos gegenüber Vaduz!»

YB-Coach Adi Hütter ist nach dem 1:1 gegen Vaduz angriffiger als sein Team zuvor auf dem Platz.

Es braucht nur ein Wort, um Adi Hütter nach dem dürftigen Auftritt im Ländle auf die Palme zu bringen: unterschätzt! Auf die Frage, ob man den FC Vaduz nicht doch auf die leichte Schulter genommen habe, antwortet Hütter: «Das ist respektlos gegenüber dem Gegner!»

Zwar habe man die Liechtensteiner noch im September zu Hause mit 4:0 geschlagen, doch das könne man nicht vergleichen. «Daheim und auswärts sind zwei verschiedene paar Schuhe, wir haben in Bern auf Kunstrasen gespielt», so Hütter, der zum ersten Mal Punkte liegen lässt, seit er YB am 3. September übernommen hat.

Auffällig ist, dass die Berner unter Hütter zuvor in der Super League zwar viermal gewonnen haben, alle diese Siege aber auf Plastik zustande kamen. Nun spielt seine Elf gegen Vaduz zum ersten Mal auf richtigem Rasen, und schon hat sie grösste Mühe.

Am Ende ist Hütter mit dem Punkt sogar gut bedient, der tapfere Underdog hat die besseren Chancen und bekommt einen klaren Handspenalty nicht zugesprochen. YB-Schwede Alexander Gerndt spielt den Ball nach einer Ecke klar mit der Hand

Und die Berner? Von denen kommt lange Zeit gar nichts. Auch nicht von der Bank. Hütter wartet bis zur 89. Minute, ehe er mit Nuzzolo und Tabakovic zwei Offensivkräfte einwechselt. Zu spät? «Ich habe auf den Lucky Punch gehofft», so der Österreicher.

Ob dieser am kommenden Sonntag im kapitalen Duell gegen den FCB gewinnt? Fraglich, denn das Spiel findet im Joggeli statt. Auf Rasen. Gewinnen die Basler, beträgt der Abstand auf YB zwölf Punkte.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 71955.html

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