 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 19. September 2015, 20:53 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
19.09.2015  Zitat: Schällibaums Respekt vor dem Wiedersehen mit YB
von Peter Berger - «Schällibaum for Bundesrat», «YB macht glücklich». Das war 2002. Heute trainiert Marco Schällibaum Chiasso und freut sich auf den Cup-Hit.
Marco Schällibaum, Sie trainierten YB zwischen 1999 und 2003, waren erfolgreich und beliebt. Haben Sie nach so langer Zeit noch Kontakte zu YB? Zu YB wenig. Aber ich habe immer noch Freunde in Bern und bin deshalb öfter in dieser schönen Stadt.
Im August steckte YB in einer tiefen Krise, kommt die Cup-Partie für Chiasso nun zu spät? Ja, allerdings. YB hat jetzt mit Adi Hütter eine gute Trainerwahl getroffen und ist zuletzt beim 4:0 gegen Vaduz unter ihm mit diesem Angriffspressing ganz anders aufgetreten.
Was rechnen Sie sich gegen den Ex-Club aus? Wir wollen realistisch bleiben. Wir haben grossen Respekt. Das Volumen von YB ist gewaltig. Da kommt eine riesige Lawine auf uns zu. Wir wollen aber versuchen, diese etwas zu steuern und so lange wie möglich mithalten.
Heisst das, Sie trauen ihrem Team nicht viel zu, obwohl Sie es in bisher 18 Spielen, wovon nur zwei verloren gingen, von einem Abstiegskandidaten zu einem Spitzenteam in der Challenge League gemacht haben? Wie gesagt, der Respekt vor YB ist sehr gross. Aber wir sind tatsächlich gut gestartet, haben einen tollen Spirit. Meine junge Mannschaft ist energiegeladen. Wir haben uns die bisherigen Punkte wirklich verdient und sind Dritter. Das geniessen wir. Uns ist auch bewusst, dass der Cup immer wieder Geschichten schreibt. Aber wir wollen die Kirche im Dorf lassen: YB ist haushoher Favorit und darf sich ein Ausscheiden gegen uns eigentlich nicht erlauben.
Wird die Cup-Partie in Chiasso zu einem Volksfest? Das wird schwierig. Wenn 2500 bis 3000 Besucher kommen, wäre das schon ein Luxus.
In der Meisterschaft kommen jeweils nur ein paar Hundert. Ist das nicht eine riesige Diskrepanz zu ihrem vorherigen Engagement in der Major League Soccer bei Montreal? Doch, das war ein Kulturschock. Ich habe einen Schritt zurück gemacht. Darauf bin ich aber auch etwas stolz, denn das können nicht alle. Für mich war es nach vier Jahren und der Trennung in Lugano jedoch auch eine Rückkehr in den Schweizer Fussball. Jetzt fühle ich mich in Chiasso sehr wohl. Aber klar bin ich immer noch ambitioniert und habe das Ziel, irgendwann wieder einen Super-League-Verein zu trainieren. http://www.20min.ch/sport/fussball/story/13436859
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
JFK
|
Verfasst: Samstag 19. September 2015, 20:57 |
|
Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13 Beiträge: 738
|
|
----------------------wölfli------------------------ sutter---------vilotic------von bergen---------lecjaks sulejmani--------zakaria-------gonzalez-------nuzzolo -----------------gerndt-----tabakovic--------------
chiasso - yb 0:3
gerndt, tabakovic, nuzzolo
5'000
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 20. September 2015, 22:30 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
20.09.2015  Zitat: Chiasso-Schällibaum und YB-Bickel
Die alte WG-Liebe ist nicht mehr so heiss
Marco Schällibaum stand bei YB und St. Gallen ganz weit oben auf den Kandidatenlisten. Doch er bekam keinen der beiden Jobs. So empfiehlt er sich halt weiterhin bei Chiasso für höhere Aufgaben.
Nein, den FC Basel oder Chiassos sonntäglichen Cup-Gegner YB kann man sich hier nicht vorstellen. Zweimal ist Training an diesem verregneten Mittwoch.
Da isst die Mannschaft gemeinsam zu Mittag. Aber nicht im Restaurant. In einer Art Kantine der Kaffeerösterei Chicco D’Oro, die in Chiasso omnipräsent ist. Plastikteller. Kunststoffschüsseln. Neonlicht.
«Bescheiden, aber das reicht», sagt der Coach. Schällibaum verweist auf die Mittel, die dem Grenzklub zur Verfügung stehen. 2 bis 2,5 Millionen. «Das kleinste Budget der Liga. Und dabei müssen wir für jedes Spiel weite Reisen machen.»
Chiasso ist das einzig verbliebene Tessiner Relikt in der Challenge League. Das auch nahe dran war, in den Abstiegssog zu geraten. Bis Schälli im April kam. Und er startete durch!
Die Rettung gelang souverän. Jetzt steht Chiasso mit einem Pünktchen Rückstand auf Lausanne auf Platz drei. Doch viel beeindruckender ist eine andere Zahl: Seit der Zürcher an der Seitenlinie steht, haben die Rossoblu gerade mal zwei Spiele verloren. Von 18!
Auch das nächste wollen sie nicht verlieren. Und es ist für Schälli kein Spiel wie jedes andere. Es geht gegen YB. Seine alte Liebe. Vier Jahre war er in Bern. Er ist derjenige, der YB ins Oberhaus zurückbrachte, weshalb er in Bern vergöttert und diese Epoche verklärt wird. Zusammen mit Sportchef Fredy Bickel und Assistenztrainer Harry Gämperle bewohnte er im Marzili-Quartier die legendäre WG. Eines kann Schälli also gewiss nicht: Sagen, das Spiel gegen YB sei eines wie jedes andere.
«Nein, sicher nicht. Diese vier tollen Jahre existierten ja. Aber ich muss die Emotionen in der Schublade lassen. Es wird unglaublich schwierig.» Trotz der jüngsten YB-Geschichte mit dem peinlichen Scheitern in Le Mont und Buochs? «Gerade deswegen. YB ist gewarnt. Adi Hütter wird bestimmt nicht sieben oder acht Spieler schonen wie letzte Saison. Muss er auch nicht, weil YB nicht im Europacup spielt. Nein, die werden volle Kanne kommen!»
Viel geschrieben wird über die enge Verbindung zwischen Schälli und Bickel. Stimmt das so? «Nicht ganz», sagt Schälli. «Die Beziehung ist nicht mehr so intensiv wie früher. Aber sehr freundschaftlich. Wir haben Freude, wenn wir uns sehen. Aber dazu bleibt in unseren Jobs nicht sehr viel Zeit. Er hat seinen, ich meinen. Wir telefonieren oder simsen ab und zu. Aber nicht regelmässig.»
Und Schälli wäre gerne zurückgegangen zu YB. Jetzt, da der Klub gross ist. Die Mittel enorm. Dinge, die es zu Schällis Zeit nicht gab. «Sicher existierte ich in den Gedanken von YB, war auf irgendeiner Liste. Doch es stimmte halt nicht so, dass man mich hätte nehmen können. Fredy musste sich auch selbst schützen. Jetzt ist ein anderer gewählt worden.» Was Schälli anspricht: Seine Wahl wäre fadengerade auf Bickel zurückgefallen. «Ich weiss um diese Konstellation», sagt Schälli.
Und St. Gallen? «Auch die haben sich für einen Trainer entschieden, der nicht vorbelastet ist.» Schälli nennt zuerst das Positive. Will aber unbedingt anfügen: «In der Super League arbeiten nun sechs Ausländer. Wir sind doch kein Entwicklungsland. Sondern haben mit die weltbeste Trainerausbildung. Das ist beängstigend!»
So also bleibt Schälli weiterhin in Chiasso. Versucht weiter, das Unmögliche hier möglich zu machen. Sagt brav, dass es ihm sehr, sehr gut gefalle. Was man ihm auch fraglos abnimmt. «Aber will nicht jeder Challenge-League-Trainer in die Super League? Und jeder Zweitliga-Coach in die erste Liga?» Die Frage ist rhetorisch. http://www.blick.ch/sport/fussball/cup/ ... 83977.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 20. September 2015, 22:31 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
20.09.2015  Zitat: Chiasso-Trainer Schällibaum
«Ich musste Rega nach zwei Wochen rausstuhlen»
Ein ganz spezielles Spiel ist der Cup-Knüller gegen YB (Sonntag, 16 Uhr) für Chiasso-Captain Alberto Regazzoni (32).
Als Heissporn ist Alberto Regazzoni bekannt, wird er seiner Reputation immer weniger gerecht.
Bei YB war sein Abgang unschön. Auch in Sion, wo sein Coach einst auch… Marco Schällibaum hiess. «Ich musste ihn nach zwei Wochen rausstuhlen», sagt der Chef. «Derart unprofessionell verhielt er sich.» Und heute? «Heute hat er von sieben Tagen sechs gute. Früher wars umgekehrt. Er macht das toll als Captain! Er hat sich massiv entwickelt, ist gereift.»
Wie übrigens auch Schälli. Rega: «Er macht einen Superjob! Er ist ruhiger geworden, weiss mittlerweile genau, wann er emotional und laut werden und wann er sich zurückhalten soll.»
Und das Spiel gegen seinen Ex-Klub? «Sehr speziell! Ich bin mit YB zweimal Vizemeister geworden und stand in zwei Cupfinals. Cazzo! Und wir haben alles verloren…»
Umgekehrt nicht. Mit Sion stand Rega gegen YB im Final. Und schoss den entscheidenden und letzten Penalty im Elferlotto.
Fühlt sich Rega mit 32 wie eine Art Papa dieser Jungs? Er lacht: «Zum Glück haben wir Andrea Dossena. Der ist 34…» http://www.blick.ch/sport/fussball/cup/ ... 84583.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 20. September 2015, 22:33 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
20.09.2015  Zitat: Trotz Bertone-Platzverweis
YB gewinnt in Chiasso souverän
Vergessen die blamablen Auftritt in Le Mont und Buochs. YB nimmt die heikle Hürde Chiasso recht souverän. 2:0 im heissen Tessin.
25 Grad. Sommerfeeling. Sonnenfreaks in den Badis am Lago di Lugano und Como. Doch YB lässt sich von der Ferienstimmung im Südtessin nicht einlullen.
Gegen das Team von Ex-Trainer Marco Schällibaum, das in der Challenge League mit nur einem Punkt Rückstand auf Lausanne auf Platz drei liegt, macht YB das, was es braucht, um die nächste Runde zu erreichen.
Chancen aus dem Spiel heraus haben die Berner zwar genau gleich viele wie Chiasso, nämlich eine oder zwei, je nach Grosszügigkeit in der Zählweise.
Doch da sind die tödlichen stehenden Bälle der Berner, welche den Unterschied in einer sonst total ausgeglichenen Partie ausmachen. Gerndt köpfelt zuerst eine Sulejmani-Freistossflanke ein.
Und stochert später einen Bertone-Eckball über die Linie.Apropos Bertone. Der leistet sich die Dummheit des Tages und mäht Ciarocchi in der 70. Minute völlig überflüssig und dumm mit einer Blutgrätsche um.
Schiri Pache lässt sich von der entstandenen Rudelbildung, an der auch Schälli äusserst aktiv teilnimmt, nicht beirren. Er pickt sich den Sünder seelenruhig raus: Rot. Völlig zurecht.
Wie wichtig dieses Spiel YB war, zeigt der Umstand, dass genau dieselben Elf aufliefen wie beim 4:0 gegen Vaduz. Keine Schonung, Keine Experimente.
Trainer Adi Hütter weiss genau um die Wichtigkeit der ersten Spiele und des Cups. Ist es doch nach menschlichem Ermessen die einzige Möglichkeit, den angestrebten und angekündigten Titel in dieser Saison noch zu gewinnen.
Die Young Boys bekommen es im Achtelfinal mit dem FCZ zu tun. Ein richtiger Hammer!
Chiasso - YB 0:2 (0:1)
Riva IV – 1420 Fans – SR: Pache
Chiasso: Kovacic; Lüchinger, Rouiller, Ivic, Dossena; Maccoppi; Guarino, Mihajlovic, Diarra (60. Melazzi), Regazzoni (69. Cortelazzi);
Ciarocchi.
YB: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen, Lecjaks; Zakaria; Steffen (84. Nuzzolo), Bertone, Sulejmani; Gerndt (78. Sanogo), Kubo (89. Afum).
Tore: 38. Gerndt (Sulejmani) 0:1. 50. Gerndt (Bertone) 0:2.
Gelb: 35. Diarra. 53. Von Bergen. 67. Guarino (alle Foul).
Rot: 70. Bertone (Grobes Foul) http://www.blick.ch/sport/fussball/cup/ ... 85373.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 20. September 2015, 22:36 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
20.09.2015  Zitat: Gerndt schiesst YB weiter - Siege für Basel, Sion und Luzern
Der Hütter-Effekt bei YB hält an. Die Berner gewannen beim 2:0 in Chiasso auch das zweite Spiel unter ihrem neuen Trainer. Basel und Sion zogen ebenfalls souverän in die Achtelfinals des Schweizer Cups ein, derweil Luzern bei Xamax etwas mehr kämpfen musste.
Zweiter Sieg im zweiten Spiel für Neo-YB-Trainer Adi Hütter. Der Österreicher konnte sich beim Gastspiel in Chiasso auf Rückkehrer Alexander Gerndt verlassen, der die beiden Tore zum 2:0-Sieg erzielte. Kurz vor der Pause traf der Schwede per Kopf, kurz nach der Pause schoss er nach einem Corner am ersten Pfosten ein.
Bertone mit unschönem Abgang
Während sich Gerndt kurz vor Schluss unter dem Jubel der YB-Fans auswechseln liess, hatte Leonardo Bertone einen unschönen Abgang: Er sah nach einer übermotivierten Grätsche und einer anschliessenden Raufferei mit Chiasso-Trainer Marco Schällibaum rot.
Basel nutzt Heimrecht zu lockerem Sieg
Mit dem Abtausch des Heimrechts hat sich YF Juventus die Chancen auf eine Überraschung gegen Schweizer Meister Basel selber genommen. Im halbleeren St. Jakob-Park entwickelte sich eine Partie ohne knisternde Cup-Atmosphäre. Der Oberklassige zeigte sich souverän und gewann verdient mit 4:1.
Je zwei Tore von Davide Calla und Matias Delgado sorgten für das klare Verdikt zugunsten des Schweizer Meisters, der mit diversen Ersatzkräften angetreten war. Mychell Ruan Da Silva erzielte für die Zürcher in der Schlussphase per Penalty immerhin den Ehrentreffer. Auch Sion ohne Probleme
Titelverteidiger Sion sicherte sich den Einzug in die nächste Runde mit einem ebenfalls mühelosen 2:0 in Münsingen. Geoffery Bia und Edmilson trafen für die Walliser, die den Berner Gastgebern kaum Torchancen zugestehen mussten.
Luzern dreht Rückstand in 4:2-Sieg
Der FC Luzern musste bei Xamax früh einem Rückstand hinterherlaufen. Charles-André Doudin brachte die Neuenburger nach 5 Minuten in Führung. Im Anschluss drehte Luzern die Partie und lag kurz nach der Pause 3:1 in Führung. Jakob Jantscher per Penalty, Jahmir Hyka und Marco Schneuwly sorgten für die Wende.
Die Neuenburger konnten durch den Anschlusstreffer von Freddy Mveng zwar noch einmal hoffen, Clemens Fandrich sorgte in der Schlussphase dann aber mit dem 4:2 für die endgültige Entscheidung. http://www.srf.ch/sport/fussball/schwei ... und-luzern
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 21. September 2015, 22:04 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.09.2015  Zitat: Ohne Ausflügler in der Sonnenstube
YB ging den Cup-Sechzehntelfinal bei Chiasso ernsthaft an und gewann verdient 2:0. Im Achtelfinal empfangen die Young Boys Ende Oktober den FC Zürich.
Und irgendeinmal sollte sich Adi Hütter auch noch zum Tessin äussern. Der Cup-Sechzehntelfinal war da schon lange abgepfiffen, der YB-Trainer hatte schon viele Fragen beantwortet. Grossartig sei die Gegend, meinte Hütter also und verriet, früher auch schon Ferien am nahe gelegenen Comersee gemacht zu haben. «Aber», schob der Coach nach, nun wieder in seiner Rolle als ernster Übungsleiter: «Das Wichtigste ist, dass wir die Reise nicht als Ausflug betrachtet haben.»
Das erste Zeichen von Seriosität hatte Hütter bereits vor dem Anpfiff ausgesendet. Er vertraute auf dieselben elf Spieler wie acht Tage zuvor gegen Vaduz. So musste auch Goalie Marco Wölfli, der sich seit seiner Degradierung zur Nummer 2 jeweils im Cup hatte beweisen können, mit dem Platz auf der Ersatzbank vorliebnehmen.
Unterhaltsamer Schällibaum
Die Young Boys starteten bei sommerlichen 25 Grad denn auch konzentriert in die Partie, sie waren von Beginn an aufsässig, setzten den Gegner unter Druck und kamen so in den ersten zehn Minuten zu drei Halbchancen. Das Spiel flachte danach etwas ab, doch just in dem Moment, als Chiasso ein ebenbürtiger Gegner zu sein schien, ging YB sieben Minuten vor der Pause in Führung.
Nach einem mustergültigen Freistoss von Miralem Sulejmani hatte Alexander Gerndt per Kopf getroffen. Und fünf Minuten nach dem Seitenwechsel war der Schwede erneut nach einem ruhenden Ball erfolgreich. Diesmal hatte Leonardo Bertone einer Corner zur Mitte gebracht. «Eigentlich gehören diese Situationen nicht zu meinen Stärken», sagte Gerndt.
Nun schien der Sechzehntelfinal für die Young Boys in der Sonnenstube der Schweiz zumindest zu einem Spaziergang zu werden. Nach üblen Niederlagen im Cup in den Jahren zuvor bei Le Mont und Buochs geriet YB beim Dritten der Challenge League nie in Gefahr, unfreiwillig für Häme zu sorgen.
Stimmung wollte so im Stadio communale vor nur 1420 Zuschauern keine aufkommen. Das feurigste Element war noch Chiassos Coach Marco Schällibaum. Der ehemalige YB-Trainer ist zwar nicht mehr der Vulkan früherer Tage, aber er vermag sich noch immer herrlich über Schiedsrichterentscheide zu echauffieren.
Busse für Bertone
In der 70. Minute brauchte sich Schällibaum allerdings nicht zu beklagen. Leonardo Bertone sah, nachdem er übermotiviert mit beiden Beinen voraus in ein Tackling gestiegen war, die Rote Karte. Völlig berechtigt sei der Platzverweis gewesen, meinte Hütter und kündigte an, der 21-Jährige, der nun am Mittwoch beim Heimspiel gegen Basel gesperrt fehlen wird, müsse einen Zustupf in die Mannschaftskasse leisten. «Einerseits hat er die Gesundheit eines Gegenspielers gefährdet, anderseits auch die Arbeit des Teams», meinte der Österreicher weiter.
Denn mit dem kühlen Kopf war es nun bei den Young Boys vorbei, die Souveränität verloren. Mit einem Mann weniger gerieten die Berner gegen einen Gegner, der sich bis dahin keine einzige nennenswerte Gelegenheit hatte erspielen können, in der Schlussphase unter Druck. Doch Torhüter Yvon Mvogo sorgte mit zwei starken Paraden gegen Andrea Maccoppi (72.) und Alessandro Ciarrocchi (91.) dafür, dass nicht noch einmal Spannung aufkam.
Nun empfangen die Young Boys im Achtelfinal Ende Oktober den FC Zürich. Die nötige Ernsthaftigkeit dürfte nun so oder so gegeben sein. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10751406
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 21. September 2015, 22:06 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.09.2015  Zitat: Gerndt war zur Stelle
YB übersteht dank einem 2:0 in Chiasso die 2. Cuprunde und trifft nun auf den FC Zürich.
Viel Grund zum Strahlen hatte er wegen Verletzungsproblememn in den letzten eineinhalb Jahren nicht gehabt. Zuletzt laborierte er an den Folgen eines Blutergusses, der ihn seit dem zweiten Saisonspiel bis zum Comeback gegen Vaduz zum Zuschauen zwang. Gestern aber strahlte Alexander Gerndt übers ganze Gesicht. Mit seinen beiden Treffern gegen den Challenge-League-Vertreter Chiasso hatte er dafür gesorgt, dass YB im Cup ein neuerliches, frühes Scheitern erspart blieb.
Zweimal war er nach Standardsituationen zur Stelle gewesen: Kurz vor dem Seitenwechsel lenkte er eine Freistossflanke von Sulejmani mit dem Kopf ins Netz, gleich nach der Pause drückte er einen Corner von Bertone über die Linie. «Solche Tore nach Standards sind nicht meine Spezialität», sagte der Schwede, «doch es waren Treffer, die wichtig waren, weil wir dieses Spiel gewinnen mussten.»
YB schien nach Gerndts Doublette einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern. Dass der Nachmittag in sommerlicher Hitze für die Berner nicht gemütlich zu Ende ging, hatten sie sich selber zuzuschreiben. Ohne Not grätschte Bertone in der 70. Minute in die Beine von Ciarrocchi und sah die rote Karte. Eine korrekte Entscheidung von Schiedsrichter Pache, wie auch Adi Hütter fand.
Er habe die Sache bereits mit Bertone besprochen und ihm erklärt, dass er der Mannschaft damit geschadet habe, sagte der neue YB-Trainer später. Viel härter als die interne Busse wird Bertone treffen, dass er nun für das Heimspiel gegen Leader Basel gesperrt ist. Seinen Platz dürfte Rückkehrer Sanogo einnehmen, der gestern in den letzten Minuten sein Comeback gab.
Hütter verzichtet aufs Rotieren
In Überzahl drückte Chiasso nochmals auf den Anschlusstreffer, stellte sich aber nicht clever genug an oder scheiterte an YB-Goalie Mvogo, der eine fehlerlose Partie ablieferte. Zuletzt in den Cupspielen hatte er stets Ersatzmann Wölfli Platz machen müssen, was diesmal nicht der Fall war, weil Hütter auf die gleiche Startformation wie beim 4:0 bei seiner Premiere gegen Vaduz baute. «Wir hatten unsere Chancen, doch bei der Effizienz sah man wieder einmal den Unterschied zwischen Super und Challenge League», bilanzierte Marco Schällibaum. Dass YB mit allen verfügbaren Titularen angetreten sei, habe ihm aber gezeigt, wie gross der Respekt des Gegners gewesen sei. Auf der anderen Seite stellte Hütter klar, dass YB «verdient, aber nicht souverän» gewonnen habe. Der Österreicher freute sich, dass sein Team wieder ohne Gegentor blieb. Er betonte aber, dass er «kein Zauberer» sei und «noch viel Arbeit» vor sich habe.
Dank des 2:0 hat es YB im Gegensatz zum blamablen Scheitern im Vorjahr in Buochs diesmal in die Cup-Achtelfinals geschafft. Die nächste Hürde wird um einiges höher sein, als es Kriens und Chiasso in den ersten Runden waren. Am 28./29. Oktober treffen die Berner auf den FC Zürich, wobei das Heimrecht ein Vorteil ist. Priorität hat nun aber die nächste Runde in der Super League. YB darf am Mittwoch (20.30 Uhr) im Stade de Suisse gegen den FCB nicht verlieren. Bei einer Niederlage drohen 15 Punkte Rückstand und ein langweiliger Rest der noch langen Meisterschaft. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ge ... y/22253388
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 26 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |