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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. August 2015, 11:47 
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Der böse Geist von Baku

Karabach - YB findet in einer Stadt mit schlechten Erinnerungen für die Schweiz statt.

Was kommt fussballaffinen Schweizern zuerst in den Sinn, wenn sie den Namen Baku hören? Klar doch: das Debakel der Nationalmannschaft am 31. August 1996 im Nationalstadion Tofik Bachramow. Die Tenöre Sforza, Türkyilmaz, Knup, Hottiger, Ohrel, Vega und Chapuisat brachten das Kunststück fertig, sich gegen den Fussballzwerg Aserbeidschan bis auf die Knochen zu blamieren.

Die Einheimischen, die zuvor neun von zehn Wettkampfspielen verloren hatten, siegten hochverdient 1:0. Für den neuen Trainer Rolf Fringer, der dem Team nach der aufwühlenden Ära Jorge neues Leben einhauchen sollte, war es ein Horrorstart. «Dieser Mannschaft fehlt das Feuer, einige Spieler sind nicht mehr mit dem Herzen dabei», stellte er nach der inferioren Vorstellung frustriert fest. Einer muss der heutige Thun-Trainer Sforza gewesen sein, denn der Captain erklärte kurz darauf, er brauche dringend eine schöpferische Pause.

Im Angriff überdurchschnittlich

«Es war eine Niederlage, die uns allen zu schaffen machte», sagt Stéphane Chapuisat fast genau 19 Jahre später. Der Chefscout gehört zur YB-Delegation, die am Dienstag an den Ort zurückgekehrt ist, der sich tief im kollektiven Gedächtnis eingebrannt hat. Der 104-fache Nationalspieler hat nur noch verschwommene Erinnerungen an den Match von 1996. «Ich weiss noch, wie das Publikum geschrien und getobt hat – und dass wir schlecht spielten.» Haben die Schweizer den Gegner unterschätzt? «Ich denke schon. Das Team hatte zuvor noch gar nichts zustande gebracht.»

Die Young Boys stehen vor einer schwierigeren Aufgabe als damals das Nationalteam. Sie müssen gegen Meister und Cupsieger Karabach Agdam das 0:1 wettmachen, das sie sich im Hinspiel des Europa-League-Playoffs eingebrockt haben. Der stärkste Vertreter des zentralasiatischen Staats hat im Stade de Suisse überzeugt. Er ist gut organisiert und kann in der Offensive auf überdurchschnittliche Individualisten wie Reynaldo Silva und Denis Quintana bauen. «Nachdem ich das Team in der Meisterschaft beobachtet hatte, wusste ich, dass es spielerisch einiges zu bieten hat», weiss Chapuisat. Wolle YB das Steuer herumreissen, müsse es deutlich besser auftreten. Und wenn das Unternehmen Europa League schon in Baku endet? Dann hat auch YB sein «Debaku», wie der «Blick» 1996 nach dem Absturz der Schweiz titelte.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/29519605

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. August 2015, 11:49 
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Billiger Kubo, pulsierendes Baku, miserabler Rasen

YB ist in Baku angekommen. Zu reden gibt im Berner Lager vor allem der schlechte Zustand des Rasens im Tofiq-Bahramov-Stadion, wo die YB am Donnerstag zum Rückspiel der Europa-League-Playoffs anzutreten haben.

Baku ist eine Reise wert. Die aserbaidschanische Hauptstadt lockt mit prunkvollen Palästen, gigantischen Hochhäusern sowie einem Mix aus moderner Architektur im Zentrum und vielen engen Gässchen in der Altstadt.

Die Young Boys sind nicht aus touristischen Gründen in Baku, sie bestreiten hier am Donnerstagabend das Rückspiel in den Europa-League-Playoffs gegen Karabach Agdam. Und nach der 0:1-Heimniederlage im Stade de Suisse letzte Woche benötigt YB einen Sieg beim heimstarken Karabach - sonst endet die europäische Reise in dieser Saison bereits im August.

Nach einem rund viereinhalbstündigen Flug ab Basel landete die YB-Delegation am Dienstag gegen Mitternacht Ortszeit in Baku. Die Einreise mit der Visaabwicklung ging schnell voran, jeder Spieler hatte vom Verein ein Couvert mit zwei Passfotos sowie 60 Euro erhalten.

So viel kostet das Visa zumindest für Schweizer, Menschen aus anderen Nationen bezahlen mehr oder weniger, die Logik der Preissetzung erschliesst sich nicht auf den ersten Blick. Am teuersten ist die Einreise für Leute aus der Elfenbeinküste (161 Euro), was die Young Boys nicht kümmern muss, ihr ivorischer Mittelfeldspieler Sékou Sanogo ist weiter verletzt und machte den Trip nicht mit.

Gratis ist das Visa einzig für Japaner, was insofern interessant ist, als dass YB grosse Hoffnungen in den formstarken Yuya Kubo setzt. Die japanische Offensivkraft erzielte beim mühevollen 2:1-Cupsieg in Kriens beide Tore und überzeugte zuletzt auch am Sonntag beim 3:1-Sieg in Sion mit Spielwitz, einem Treffer sowie einer grossartigen Torvorbereitung.

Keine Spielverlegung

Am Mittwochvormittag schlenderten die YB-Fussballer bei einem Spaziergang auf dem prächtigen Boulevard ein wenig in Baku umher, gegen Abend werden sie ihr Abschlusstraining im Tofiq-Bahramov-Stadion bestreiten. Die Arena bietet Platz für etwas mehr als 30'000 Zuschauer.

Vor kurzem war sie im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Champions-League ausverkauft, als Karabach gegen Celtic Glasgow klar dominierte, nach einem 0:0 aber ausschied, weil Celtic das Hinspiel in Glasgow 1:0 gewonnen hatte. In schottischen Medien wurde der katastrophale Zustand des Rasens in Baku scharf kritisiert. «Ich weiss natürlich noch nicht, wie die Bedingungen sein werden», sagte YB-Trainer Harald Gämperle am Dienstag vor dem Abflug nach Baku, «aber ich kümmere mich sowieso nur um Dinge, die ich beeinflussen kann.»

Tofiq Bahramov stadium right now. Are you ready for #Qarabag v #YoungBoys clash here? #europaleague pic.twitter.com/WT8so1jKoz
— Azerbaijan Football (@azfutbolu) 16. August 2015

Bis Mittwochmorgen war es nicht sicher, ob die Begegnung am Donnerstag tatsächlich im Tofiq-Bahramov-Stadion ausgetragen wird. Es finden weitere Sitzungen statt, in denen es auch um die Rasenqualität geht, der Spielort aber wurde mittlerweile bestätigt.

Für Karabach wäre es ein Nachteil gewesen, wäre die Begegnung verlegt worden, die Stimmung in der Arena ist explosiv, auch gegen YB werden sehr viele Zuschauer erwartet, die Eintrittspreise sind moderat (2 bis 10 Franken). Vor Ort werden auch etwa 50 Berner Anhänger sein. Normalerweise sind stets mindestens 800, manchmal sogar einige Tausend YB-Fans bei Europacuppartien auswärts dabei, die Anreise nach Baku aber ist beschwerlich und relativ teuer.

Einige Prestigeobjekte

Das gigantische Erdölvorkommen Aserbaidschans hat für einen riesigen Bauboom in Baku gesorgt, überall sind Baustellen zu sehen, es entstehen Sportstätten und Wolkenkratzer, Museen und Wohntürme. Im Sommer wurden in Baku die European Games durchgeführt, ab 2016 findet hier ein Formel-1-Rennen statt. Die Hauptstadt präsentiert sich als pulsierende Metropole, die in rasanter Veränderung steht. Mit knapp zwei Millionen Einwohnern ist Baku, am geographischen Übergang zwischen Europa und Asien gelegen, die grösste Stadt des Kaukasus.

Es gibt einige Prestigeobjekte in einem zerrissenen Land, in dem viele der fast 10 Millionen Menschen in bitterer Armut leben. Mit den Menschenrechten ist es hier nicht besonders weit her, die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt, die Organisation «Reporter ohne Grenzen» führte Aserbeidschan auf ihrer Rangliste der Pressefreiheit 2015 auf Platz 162 von 180 Ländern (hier geht es zur kompletten Rangliste). Den Journalisten, welche YB begleiten, wurde geraten, bei der Einreise einen anderen Beruf anzugeben, falls man danach gefragt werden sollte.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25921965

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. August 2015, 18:25 
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Arge Rasenprobleme in Baku

Vor dem Play-off-Rückspiel zur Europa League zwischen Karabach Agdam und den Young Boys ist der Rasen ein grosses Thema. Zwischenzeitlich steht eine Verschiebung in ein anderes Stadion zur Diskussion.

Stéphane Chapuisat war am 31. August 1996 – wie auch Karabachs Trainer Gurban Gurbanow beim damaligen Gegner - Einwechselspieler, als sich die Schweiz beim 0:1 gegen Aserbaidschan eine der grössten Blamagen ihrer Länderspiel-Geschichte leistete. Schon damals war der Rasen im Tofik-Bachramow-Stadion von Baku gemäss dem heutigen Chefscout von YB in miserablem, vielleicht sogar noch schlechterem Zustand. Zuletzt beschwerten sich vor drei Wochen schottische Medien nach dem Auswärts-Auftritt von Celtic Glasgow gegen Karabach (0:0) trotz des Weiterkommens über das «Geläuf», das von der Beschaffenheit eher einer Pferderennbahn denn einem Fussballplatz ähnelt. Die Grasnarbe ist ziemlich knapp erkennbar.

Am Vortag des Spiels von YB in der Hauptstadt Aserbaidschans trafen sich die beiden Klubvertreter mit UEFA-Delegierten zum Austausch. Die UEFA legte nach einer Platzinspektion fest, dass keine «gesundheitsgefährdenden Umstände» vorlägen. Zumal es in Baku sechs verschiedene Fussballstadien gibt, darunter ein erst im März für die Europa Games eröffnetes mit einem Fassungsvermögen von über 68'000 Zuschauern, wäre eine Verschiebung möglich gewesen.

Nun wird das Rückspiel zwischen dem aserischen Meister Karabach Agdam und YB wie geplant am Donnerstagabend um 18 Uhr Schweizer Zeit im Tofik-Bachramow-Stadion stattfinden. Die Young Boys müssen dabei eine 0:1-Hypothek wettmachen.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/arge-r ... 1.18602261

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. August 2015, 18:27 
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Keine Verschiebung: YB muss auf ''Acker'' ran

Vor dem Playoff-Rückspiel zur Europa League zwischen Karabach Agdam und den Young Boys ist der Rasen ein grosses Thema. Zwischenzeitlich steht eine Verschiebung in ein anderes Stadion zur Diskussion.

Stéphane Chapuisat war am 31. August 1996 - wie auch Karabachs Trainer Gurban Gurbanow beim damaligen Gegner - Einwechselspieler, als sich die Schweiz beim 0:1 gegen Aserbaidschan eine der grössten Blamagen ihrer Länderspiel-Geschichte leistete.

Schon damals war der Rasen im Tofik-Bachramow-Stadion von Baku gemäss dem heutigen Chefscout von YB in miserablem, vielleicht sogar noch schlechterem Zustand. Zuletzt beschwerten sich vor drei Wochen schottische Medien nach dem Auswärts-Auftritt von Celtic Glasgow gegen Karabach (0:0) trotz des Weiterkommens über das "Geläuf", das von der Beschaffenheit eher einer Pferderennbahn denn einem Fussballplatz ähnelt. Die Grasnarbe ist ziemlich knapp erkennbar.

Keine ''gesundheitsgefährdenden Umstände''

Am Vortag des Spiels von YB in der Hauptstadt Aserbaidschans trafen sich die beiden Klubvertreter mit UEFA-Delegierten zum Austausch. Die UEFA legte nach einer Platzinspektion fest, dass keine "gesundheitsgefährdenden Umstände" vorlägen. Zumal es in Baku sechs verschiedene Fussballstadien gibt, darunter ein erst im März für die Europa Games eröffnetes mit einem Fassungsvermögen von über 68'000 Zuschauern, wäre eine Verschiebung möglich gewesen.

Nun wird das Rückspiel zwischen dem aserischen Meister Karabach Agdam und YB wie geplant am Donnerstagabend um 18 Uhr Schweizer Zeit im Tofik-Bachramow-Stadion stattfinden. Die Young Boys müssen dabei eine 0:1-Hypothek wettmachen.


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. August 2015, 18:31 
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YB in Aserbaidschan

Die Bilder vor dem Karabach-Spiel

http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 05154.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. August 2015, 18:35 
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Kaum zu glauben

Auf dieser Kuhweide spielt morgen YB!

Das grosse Thema in Baku ist der Zustand der Kuhweide im Tofik-Bachramow-Stadion. Selbst eine Verlegung des Spiels in ein anderes Stadion stand zur Diskussion.

Materialwart Nico Zaugg ist entsetzt: «Mit welchen Schuhen soll man da spielen? Sowas habe ich zuletzt als Bub an einem Grümpi gesehen.»

In der Tat. Von Rasen kann keine Rede sein im Tofik-Bachramow-Stadion zu Baku, wo YB morgen den 0:1-Hinspiel-Rückstand wettzumachen versucht. Vielmehr ist es Erde, mit Farbe geschönte Erde, versetzt mit ein paar wenigen Grashalmen.

Unfassbar! Vor dem Celtic-Spiel wollte man den Schotten das Abschlusstraining auf diesem Geläuf verbieten. Erst eine Intervention bei der Uefa ermöglichte den letzten Test auf dem Grünbraun.

Im Fall YB sah es so aus, dass wohl eigens ein schottischer Greenkeeper eingeflogen wurde. Doch der konnte auch nicht mehr viel ausrichten.

Bei der morgendlichen Platzinspektion durch die Uefa in Anwesenheit der beiden Teams wurde eine Verlegung in ein anderes Stadion diskutiert, die Idee aber verworfen. Für die Uefa sei der Zustand des Rasens nicht gesundheitsgefährdend.

Karabach verzichtet freiwillig auf das Training im Stadion. Trainer Gurban Gurbanow ist ziemlich angepisst: «Ich will nicht über den Rasen sprechen. Sie sehen selbst, wie er ausschaut. Wir haben aber keine Wahl und müssen darauf spielen.»

Und YB? Trainer Harry Gämperle: «Was soll ich sagen? Ich bin nicht verantwortlich für den Rasen. Warten wir das Training ab, um zu wissen, wie es geht.»

Milan Vilotic nimmts gelassen: «Es ist halt manchmal so im Fussball. Wir müssen bereit sein, egal, wie der Rasen ausschaut.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 07110.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. August 2015, 19:03 
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YB-Interimscoach Harry Gämperle im grossen Interview

«Es bringt nichts, den Zampano zu spielen»

Er schien aus dem Rennen. Und doch hat Harald „Harry“ Gämperle immer noch die Chance, YB-Cheftrainer zu werden. Das Interview vor dem entscheidenden Spiel in Baku.

Blick.ch: Harry Gämperle, mit welchem Gefühl fliegen Sie nach Baku?
Harry Gämperle: Mit einer gewissen Wut. Wir müssen einiges besser machen als im Hinspiel.

Was?
Die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte. Dazu die Aggressivität und das Gegenpressing, vor allem in der zweiten Halbzeit.

Karabach Agdam kann YB dank des 1:0-Vorsprungs kommen lassen. Werden Sie das Spiel zu machen versuchen?
Wir werden sicher am Anfang etwas an den Tag legen wollen. Aber die haben gefährliche, schnelle Leute. Und wir 90 oder gar 120 Minuten Zeit, um das nötige Tor zu schiessen.

Der Druck auf dem Team muss gewaltig sein. Ein Scheitern ist fast undenkbar.
Die Ausgangslage war immer gleich, vor jedem Spiel. Ob im Cup in Kriens, gegen Thun und Lugano, gegen Karabach oder in Sion. Druck ist immer da. Ich selber spüre den Druck nicht, ich spüre vielmehr das Vertrauen des Umfelds.

Was hat die zweite Halbzeit in Sion bewirkt?
Viele haben erwartet, dass wir wieder verlieren würden. In der ersten Halbzeit mussten wir untendurch, aber solche Druckphasen zu überstehen gehört dazu, das muss man auch können.

In Sion stand eine enorm junge Elf auf dem Feld. Spielen Denis Zakaria und Grégory Wüthrich auch in Baku?
Ich sehe kein Problem, die Jungen zu bringen, sie haben die Hürde Sion gemeistert. Allerdings ist Milan Vilotic wieder fit.

Sind Sie in die Trainersuche eingeweiht?
Ich bin informiert worden, dass ich bis Ende August Interimstrainer bin. Alles andere ist nicht meine Sache. Ich habe kein Problem, ins zweite Glied zurückzukehren.

Und wenn ein neuer Trainer kommt, der seinen eigenen Assistenten mitbringt?
Das würde mich nicht gross belasten. Wenn es so ist, ist es halt so.

Was, wenn Harry Gämperle doch noch angefragt würde, Cheftrainer zu werden?
Ich habe Ja gesagt, das Team interimistisch zu übernehmen. Ich wäre sicher da, wollte der Klub diesen Weg einschlagen.

Sie wirken immer cool und ruhig. An der Seitenlinie, gegenüber der Presse. Sind sie wirklich so?
Ich will eine gewisse Sicherheit auf die Spieler übertragen. Ich kann auch anders, das wissen die Spieler, dafür hat man das tägliche Training und die Garderobe. Aber jetzt den Zampano zu spielen, bringt doch nichts.

In Baku erwartet YB ein fanatisches Publikum.
Das wissen wir, wir haben das Spiel gegen Celtic Glasgow gesehen. Die Fans sind heissblütig, sie reissen das Team mit, bei jeder halbwegs guten Aktion geht ein Ruck durchs Publikum.

Und der Rasen ist eine bessere Kuhweide.
Schauen wir mal nach dem Abschlusstraining am Mittwoch, wie der ausschaut. Vielleicht haben sie ihn ja ersetzt... Wenn er aber so schlimm ist, müssen wir unser Spiel sicher adaptieren, mehr auf die zweiten Bälle gehen und Bälle hinter die Abwehr bringen, um Karabach so unter Druck zu setzen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 05164.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. August 2015, 07:28 
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Ein Auswärtssieg ist Pflicht

Die Young Boys stehen im Rückspiel der Europa-League-Playoffs in Baku mit dem Rücken zur Wand. Um das erste Saisonziel zu erreichen, ist ein Sieg gegen Karabach Agdam Pflicht.

Dieser Tage befinden sich die Young Boys weit weg. Einerseits ziemlich weit weg von der erklärten Zielsetzung, dem vierten Einzug in die Gruppenphase der Europa League seit 2010, andererseits auch von zu Hause. Noch nie musste der Berner Klub für eines seiner bislang 48 Auswärtsspiele im Europacup so weit reisen. Basel, wo die YB-Delegation am Dienstagnachmittag abhob, und Baku, wo Karabach Agdam seit 22 Jahren seine Heimpartien austrägt, sind rund 4300 Flug-Kilometer voneinander entfernt.

Mit dem 0:1 vor einer Woche im zu drei Vierteln leeren Stade de Suisse handelte sich YB eine Hypothek ein, die schwer aufzuholen ist. Die "Berner Zeitung" setzte das Rückspiel gewissermassen unter ein Motto: "Untergang oder Auferstehung". Der 3:1-Auswärtssieg in Sitten am Sonntag war ein Lebenszeichen, "aber erst der erste Schritt", wie es Captain Steve von Bergen formulierte.

"Wir probieren, am Anfang etwas zu reissen", so Trainer Harald Gämperle. "Wir haben 90, vielleicht auch 120 Minuten Zeit, um weiterzukommen." Einen Plan dafür scheint er zu haben. Er will, dass seine Spieler die Innenverteidiger der Aseris schneller beschäftigen, dass sie mehr aus der zweiten Reihe schiessen, dass sie ein aggressives Gegenpressing betreiben. Und Gämperle will den Gegner "so wenig wie möglich spielen lassen".

Der Rahmen in Baku scheint gegeben. Gegen Celtic Glasgow in der Champions-League-Qualifikation füllten 31'000 heissblütige Zuschauer die Arena, bei jeder halbwegs guten Aktion stieg der Lärmpegel sofort an. Es gehe ein regelrechter Ruck durchs Stadion, hat die Scouting-Abteilung festgestellt. Das wird heute Abend nicht anders sein. Ein Thema war und ist derweil die miserable Qualität des Rasens.

All die zu erwartenden Nebenschauplätze und aktuellen Probleme (unter anderem wie vor einem Jahr in der Meisterschaft bereits neun Punkte Rückstand auf Leader Basel, noch kein Spiel ohne Gegentor) scheinen Gämperle nicht aus der Ruhe zu bringen. So intensiv die Diskussionen in und um Bern sind, so cool hat er sich bislang der Öffentlichkeit präsentiert. Gämperle weiss zu gut, dass er sein Schicksal nicht in den eigenen Händen hält. Es ist resultat- und personenabhängig. Bis zum 31. August ist Gämperle als Interimscoach angestellt. Wie es nach den Gastspielen in Baku und am Sonntag im Letzigrund gegen GC weitergeht, ist offen.


http://www.solothurnerzeitung.ch/sport/ ... -129484900

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. August 2015, 07:36 
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Auf diesem Acker spielt YB um Millionen

Am Donnerstag bestreiten die Young Boys das Playoff-Rückspiel zur Europa League bei Karabach Agdam. Der Rasen des Tofiq-Bahramov-Stadions in Baku ist in ungewöhnlich schlechtem Zustand.

Es geht um viel für YB am Donnerstag im Playoff-Rückspiel zur Europa League. Setzen sich die Young Boys gegen Karabach durch, dürfen sie mit mindestens fünf Millionen Franken Einnahmen rechnen. Am Mittwoch gab es im Tofiq-Bahramov-Stadion nur ein Thema: der Zustand des Rasens. Er ist schlecht, es ist überall braun und hat Löcher, erst am Mittwochmittag wurde entschieden, dass die Partie nicht verlegt werden muss.

Die Young Boys müssen nach der 0:1-Hinspielniederlage gewinnen, der Rasen soll für sie kein Nachteil sein. «Wir sind bereit», sagt Verteidiger Milan Vilotic, Trainer Harald Gämperle meint: «Der Rasen ist für beide gleich.» Und Stéphane Chapuisat, der YB-Chefscout, erklärt, auch Karabach sei ein Team, das kreativ agiere. «Sie spielen auch lieber auf einem schönen Rasen.»

Mit grüner Farbe bestrichen

Das Spielfeld wird fleissig mit grüner Farbe bestrichen, damit es sich heute zumindest optisch halbwegs anständig präsentiert. YB richtet sich auf ein schwieriges Spiel ein, die Arena werde mit rund 31'000 Zuschauern (davon etwa 50 aus der Schweiz) ausverkauft sein, heisst es in Baku. Karabach ist heimstark – und defensiv ausgezeichnet.

Letzte Saison erzielten Twente Enschede, Inter Mailand und St. Etienne in Baku kein Tor (0:0), vor zwei Wochen endete auch das Champions-League-Ausscheidungsspiel gegen Celtic Glasgow torlos. Karabach bezwang hier vor einem Jahr Red Bull Salzburg und siegte bei Dnjepr Dnjepropetrowsk. Der spätere Europa-League-Finalist überstand die Gruppenphase nur, weil Karabach gegen Inter kurz vor Schluss ein Tor zu Unrecht aberkannt worden war. «Das ist ein starkes Team», sagt Chapuisat.

Er war in diesem Stadion dabei, als die Schweiz Ende August 1996 in der WM-Qualifikation peinlicherweise 0:1 gegen Aserbeidschan verlor. «Damals war der Rasen noch schlechter», sagt Chapuisat, der in jener Partie zwei Minuten vor dem aktuellen Karabach-Trainer Gurban Gurbanov eingewechselt wurde.

Gurbanov erwartet am Donnerstag eine enge, spannende Partie. «Wir wollen den Vorsprung nicht nur verteidigen», sagt er, «das wäre gefährlich.» Elfmeter habe er nicht trainieren lassen, sagt Gurbanov, «das wäre nicht sinnvoll, sonst denken die Spieler zu sehr daran, dass es ein Penaltyschiessen geben könnte.»

YB wäre vermutlich froh, 120 Minuten spielen zu dürfen, denn dann hätte man die reguläre Spielzeit ja 1:0 gewonnen. «Wenn wir so solidarisch und kämpferisch wie in Sitten beim 3:1-Sieg am Sonntag spielen», sagt Captain Steve von Bergen, «haben wir eine gute Chance.»

Endlich einmal zu null

Torhüter Yvon Mvogo meint, es sei Zeit für das erste Zu-Null-Spiel in dieser Saison. «Bis jetzt haben wir mit Ausnahme der Partien gegen Monaco immer einen Treffer erhalten», sagt Mvogo, «nun müssen wir die gesamte Spielzeit konzentriert verteidigen.» Ein Gegentor im Schnitt sei gar nicht so schlecht, findet von Bergen, «aber es muss unser Ziel sein, zu null zu spielen. Und wenn wir unsere Chancenauswertung verbessern, haben wir eine sehr gute Chance, die Europa League doch noch zu erreichen.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14504358

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. August 2015, 07:41 
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Das erste Debakel von Baku betrifft den Heimclub

Interimstrainer Harald Gämperle gibt sich am Tag vor dem Spiel Karabach-YB optimistisch. Indes gibt der Rasen in Baku zu reden.

Vom «Debaku» von Baku war am Mittwoch im «Bund» die Rede. Ein erstes Debakel gibt es auch schon rund um das Spiel Karabach Agram-YB zu vermelden. Ursache ist das Terrain im Nationalstadion Tofik Bachramow, welches sich vor dem Rückspiel des Europa League-Playoff in einem himmeltraurigen Zustand präsentiert. Halb verdorrte Grashalme, ein braungrüner Fleckenteppich und Tauben, die Jagd auf die frisch angesäten Samenkörner machen – für die Gastgeber beileibe keine gute Visitenkarte.

Karabach-Coach Gurban Gurbanow schritt am frühen Abend missmutig das Geläuf ab, welches bereits in der Champions League-Qualifikation für Aufregung gesorgt hatte. Celtic Glasgow, gegen den Karabach anzutreten hatte, beklagte sich lautstark über den Zustand des Rasens. Die Aseris verstanden die Empörung und flogen eilends einen schottischen Greenkeeper ein. Viel half es nicht. Als Gurbanow auf die Unterlage angesprochen wurde, verdüsterte sich ohnehin finsteres Gesicht noch eine Spur mehr. «Ich mag nicht mehr über dieses Thema sprechen», brummte er. «Wir haben keine andere Möglichkeit, als darauf zu spielen.» Bei der morgendlichen Platzinspektion wurde sogar eine Verlegung in ein anderes Stadion in Baku in Erwägung gezogen, aber schnell wieder verworfen. Der von der Uefa delegierte Funktionär sei zum Schluss gekommen, der Zustand des Rasens sei nicht gesundheitsgefährdend, sagte YB-Pressesprecher Albert Staudenmann.

YB-Interimscoach Harald Gämperle mochte sich gar nicht erst auf eine Polemik einlassen. «Das bringt nichts. Der Boden ist für beide Teams der gleiche. Wir werden unser Spiel ein wenig anpassen müssen», sagte er vor dem Abschlusstraining. Im Gegensatz zu Karabach führten es die Berner im Nationalstadion durch. Dort dürften am Donnerstagabend gegen 30'000 Zuschauer anwesend sein und das beste Team des Landes lautstark unterstützen. Gämperle erwartet «ein heissblütiges Publikum, welches bei jeder halbwegs guten Szene applaudiert». Der gebürtige Ostschweizer ist sich bewusst, dass sein Team «einiges besser machen muss als im Hinspiel», um die Qualifikation für die Gruppenphase doch noch zu realisieren. Von den Offensivkräften verlangt er «mehr Konsequenz im Abschluss» und ein aufsässigeres Stören in der Zone drei. «Wir müssen die Innenverteidiger mehr beschäftigen.» Was die Defensivarbeit anbetrifft, ist der Auftrag klar: YB muss jederzeit wachsam sein, um nicht von einem der gefährlichen Karabach-Konter überrascht zu werden.

Ein anderer Punkt, den Gämperle in der Vorbereitung angesprochen hat, ist der Wirkungskreis der Reynaldo Silva und Dani Quintana. Den beiden stärksten Individualisten weniger Spielraum lassen als letzten Donnerstag im Stade de Suisse: so lautet die Forderung des temporären Übungsleiters.

Das wichtigste Spiel des Jahres

Für YB geht es in Baku nicht gerade um die nackte Existenz, aber doch um sehr, sehr viel. Schaffen es die Berner nicht, das Rad in die andere Richtung zu drehen, so haben sie zweierlei Schaden. Der erste ist finanzieller Natur. Dem Klub fehlen dann rund fünf Millionen Franken, welche die Qualifikation für die Gruppenphase in jedem Fall einbringt, da jeder Teilnehmer neu eine Antrittsgage von 2,6 statt 1,4 Millionen Franken ausbezahlt erhält. Der zweite ist weniger gut messbar, aber deswegen nicht minder weniger schwerwiegend. Weil der Meisterschaftsstart auch schwach war, müsste der mit grossen Ambitionen in die Saison gestiegene Klub schon Ende August fast alle seine Saisonziele revidieren. Und der neue Trainer, der in diesem Fall kaum Harald Gämperle heissen wird, stünde vor der delikaten Aufgabe, eine Vielzahl von teuren Spielern bei Laune zu behalten.

Soweit ist es noch nicht. YB hat noch 90 Minuten – oder möglicherweise sogar 120 Minuten (bei einer 1:0-Führung nach Ablauf der regulären Spielzeit), um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Allzu viele Veränderungen in der Aufstellung wird Gämperle in Baku nicht vornehmen. In der Innenverteidigung kehrt Vilotic zurück (für Wüthrich), im zentralen Mittelfeld dürfte der routiniertere Gajic den Platz des 19-jährigen Zakaria übernehmen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/wi ... y/15161905

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