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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juli 2014, 00:15 
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Zitat:
Wölfli wird am Samstag nicht im Tor stehen

Am Dienstag orientiert der BSC Young Boys über die neue Saison. Bernerzeitung.ch berichtete live von der Medienkonferenz.

Kranker von Bergen

Das für heute Nachmittag geplante Fotoshooting fürs Mannschaftsfoto fällt übrigens aus. Dies, weil Abwehrchef und neuer Captain Steve von Bergen an einer Magendarmgrippe leidet.
Ende

Das wars. Die Medienkonferenz ist bereits wieder zu Ende. Es folgen Interviews mit Spieler und Trainer.
Dreier- oder Viererkette

Coach Uli Forte lässt sich auch bezüglich Dreier- oder Viererkette in der Abwehr nicht in die Karten blicken. Auf jeden Fall wird er heute Abend gegen Wil - wie bei den vorangegangenen Testspielen auch - in der ersten Halbzeit mit Vierer- und in der zweiten mit Dreierkette spielen.
Mvogo/von Ballmoos

Forte verrät, dass im heutigen Testspiel gegen Wil (18 Uhr Stade de Suisse) die beiden Goalies Yvon Mvogo und David von Ballmoos je eine Halbzeit zum Einsatz kommen werden. Danach müsse man schauen, ob der ebenfalls noch leicht verletzte Mvogo fürs Startspiel am Samstag reichen werde.
Wölfli

Bei der Goalie-Frage will sich Uli Forte noch nicht festlegen, ob Wölfli oder Mvogo die Nummer 1 wird. Wichtig sei, dass Wölfli rasch gesund werde.
Kunstrasen

8 von 9 Super-League-Gegner spielen auf Naturrasen. Trotzdem hat sich YB für Kunstrasen entschieden. Werner Müller erklärt nochmals, dass dies vor allem wegen der schlechten Trainingssituation im Raum Bern passiert sei.
Rasen

Uli Forte verrät, dass YB die letzten zwei Trainings auf Naturrasen austragen wird - im Hinblick aufs Spiel gegen St. Gallen in der AFG Arena.
Spiel gegen St. Gallen

Am Samstag rechnet Uli Forte mit einem «kämpferischen» Spiel gegen St. Gallen. Er fordert von seinen Spielern an erster Stelle das kämpferische Element, erst dann komme das schöne Spiel.

Goaliefrage

Marco Wölfli wird definitiv nicht im Kasten stehen am Samstag gegen St. Gallen im ersten Meistersschaftspiel. Er ist noch nicht bei 100 Prozent.
Der Coach spricht

Uli Forte ist sehr zufrieden mit der Vorbereitung und zuversichtlich für den Saisonstart. Er kündigt an, dass er fürs Testspiel heute Abend gegen Wil Sanogo zum Einsatz kommen lassen wird.
Neuzuzüge

Fredy Bickel spricht über die Neuzugänge und Abgänge. Man habe das Kader leicht aufgestockt auf 26, obwohl man es ursprünglich auf 23 reduzieren wollte. Lohnkosten von mehreren Millionen konnten jedoch abgebaut werden.
Werner Müller

Der YB-Präsident spricht über die sportlichen Ziele: Überwintern im Cup sowie Teilnahme an der Europa League sind die vorerst wichtigsten Ziele.
Begrüssung

YB-Medienverantwortlicher Albert Staudenmann, YB-Präsident Werner Müller, Trainer Uli Forte und Sportchef Fredy Bickel haben es sich auf den Sofas bequem gemacht und eröffnen die Pressekonferenz.
Neuzuzüge

Die Vereinsverantwortlichen geben pro forma nochmals die Neuzuzüge für die kommende Saison bekannt. Es sind dies:

Séku Sanogo (Mittelfeld/25). Er kam vom FC Thun und unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2008.

Adrian Nikci (Angriff/24). Er wird bis Ende Jahr vom Bundesligisten Hannover 96 ausgeliehen.

Matias Vitkieviez (Angriff/29). Er ist nach Ausleihe an den FC St. Gallen wieder zurück bei YB. Er fällt jedoch mehrere Monate aus wegen eines Kreuzbandrisses im Training.

Gregory Wüthrich (Verteidigung/19) und Thomas Fekete (Verteidigung/18) aus dem YB-Nachwuchs erhalten einen Profivertrag bei der 1. Mannschaft.
Pressekonferenz

Es geht los: Die Pressekonferenz zum YB-Saisonauftakt startet im Mediencenter des Stade de Suisse.
Gestreift

YB wird in der kommenden Saison in gelbschwarz-längsgestreiften Trikots auflaufen. Die Mannschaft präsentierte das neue Leibchen am Samstag feierlich der Öffentlichkeit.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27578103

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juli 2014, 08:14 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juli 2014, 08:23 
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YB - Folgt endlich die grosse Erlösung?

Die WM in Brasilien ist bereits ganz vorüber, doch in 4 Tagen geht bereits die Super-League-Saison 2014/15 los. Kann der FCB seinen Meistertitel verteidigen und wie schneidet Aufsteiger Vaduz ab? sport.ch macht den Formcheck. Heute im Fokus: BSC Young Boys.

Nach mehreren Saisons im Mittelfeld der Super League wollen die Young Boys endlich wieder vorne mitspielen. Vom grossen Titel wird zwar beim Traditionsverein aus der Bundesstadt nicht mehr gesprochen, aber die Fans werden nach 27 titellosen Jahren immer ungeduldiger. Kommt es in der neuen Saison endlich zur Erlösung für den Berner Verein und sein Publikum?

Form: Derby-Niederlage und defensive Verbesserung

Die Testspiele in der Sommerpause dürfen nie überbewertet werden, bieten aber trotzdem einen gewissen Einblick in die Situation eines Vereins. Deshalb war man bei YB nach der 1:2-Derbyniederlage gegen Thun bestimmt nicht zufrieden. Danach konnte man sich jedoch steigern und ging ungeschlagen durch den Rest der Vorbereitung. Schaffhausen (4:3), Winterthur (3:1) und Lausanne (0:0) stimmten schon etwas positiver. Am Burkhalter Cup holte man sich beim 2:0 gegen Biel und Sieg im Penaltyschiessen über Thun den ersten inoffiziellen Saisontitel und rächte sich zudem am Berner Super-League-Konkurrent. Auch im MLG-Cup in Köniz konnte man zweimal eine ziemlich gute Partie abliefern und ging gegen die französischen Vereine Sochaux (1:0) und Stade Reims (0:0) ohne Gegentore vom Platz. Auffallend war dabei, dass man den Schwachpunkt aus der letzten Saison, also die Defensive, stark verbessern konnte, ohne auf dieser Position Neuzuzüge vermeldet zu haben.

Trotzdem dürfte der Saisonstart der Berner nicht unbedingt einfach werden. Mit den verletzten Steve Von Bergen, Milan Vilotic, Marco Wölfli, Matias Vitkeviez und Alexander Gerndt, sowie den noch gesperrten Neuzugängen Adrian Nikci und Sekou Sanogo fehlen wichtige Akteure im Kader von Uli Forte für die ersten Saisonspiele. Man darf hoffen, dass die jungen Talente auch im Ernstkampf einen so guten Eindruck machen, wie in den letzten Testspielen.

Transfers: Gesperrte und verletzte Neuzugänge

Zwar mussten die Young Boys nur zwei Abgänge vermelden, doch diese haben es in sich. Sowohl Legende und Kapitän Christoph Spycher (Karrierenende), wie auch Offensiv-Allrounder Josef Martinez (FC Torino) stehen nicht mehr im Kader der Bundesstädter. Zudem bewies man mit den Neuzuzügen kein goldenes Händchen und beklagte auch Pech.

Martinez-Ersatz und Rückkehrer Matias Vitkeviez riss sich im Trainingslager das Kreuzband, Spycher-Ersatz Sanogo und Flügelflitzer Adrian Nikci müssen noch Sperren aus der letzten Saison (bei anderen Vereinen) absitzen. Sportchef Fredy Bickel liess in der Pressekonferenz vor dem Saisonstart jedoch durchblicken, dass man beim Erreichen der Europa-League-Gruppenphase (zwei Quali-Runden sind zu bestehen) wohl nochmals auf dem Markt aktiv werden würde.

Stärken: Kunstrasen und Trainer-Kontinuität

Die Gelb-Schwarzen spielen zwar hauptsächlich aufgrund der prekären Trainingssituation wieder auf Kunstrasen, doch dies dürfte auch einen sportlichen Vorteil bringen. Die Berner erlebten ihre besten Zeiten des neuen Jahrtausends mit Vladimir Petkovic auf der Plastikunterlage. Ausserdem bewies Kantonsrivale Thun letzte Saison eindrücklich (zweitbestes Heimteam nach dem FC Basel), was so ein Kunstrasen ausmachen kann. Umso schwieriger dürften es die Young Boys dann aber haben, wenn man im Winter auf beinahe unbespielbaren Auswärtsplätzen auftreten muss.

Seit Petkovic hatte kaum ein Trainer bei YB das Zepter länger als eine Saison in der Hand. Als man letzten Sommer Uli Forte in die Bundesstadt lockte, sprach man von einem langfristigen Projekt und dies scheint auch weiter der Fahrplan zu sein. Zum ersten Mal mussten sich die Spieler nicht neu einstellen und können einen eingeschlagenen Weg forführen - dies könnte sich auszahlen.

Schwächen: Kein Leader im Kader und junges Team

"Nach dem Abgang von Spycher brauchen wir einen neuen Leader im Team", betonte Forte vor einigen Monaten. Diesen muss man aber auf der Mannschaftsliste der Young Boys lange suchen. Bis auf den dienstältesten Wölfli (31) kann kaum ein Spieler in diese Rolle schlüpfen. Gerne möchte man sie wohl Sanogo geben, doch der erst 25-Jährige ist neu im Team und spricht zudem kaum deutsch.

Die vielen Verletzungen zwingen die Berner auf eigene Nachwuchsspieler zurückzugreifen. Dies ist zwar eine gute Sache und erüllt mit Stolz, doch das Durchschnittsalter dürfte in dieser Spielzeit schon etwas gar tief sein. Es wird entscheidend sein, wie schnell sich die jungen Berner Talente entfalten.


Dieser Spieler wird explodieren: Sekou Sanogo

Die Young Boys haben den Mittelfeldrackerer nicht grundlos verpflichtet, sondern weil er in der letzten Saison bei Thun wahrlich explodiert ist. Der 25-Jährige erobert nicht nur unheimlich viele Bälle, sondern verteilt diese wieder und bringt sich auch gerne mal in der Offensive ein. Der Ivorer wird das gelb-schwarze Trikot wohl höchstens ein Jahr tragen und sich dann in Richtung einer grossen Liga verabschieden.

Dieser Spieler wird enttäuschen: Adrian Nikci

Nach guten Leistungen beim FC Zürich wechselte der Flügelmann vor zwei Jahren zu Hannover in die Bundesliga. Dort konnte sich der 24-Jährige aber kaum entfalten und kam zu sehr wenig Spielpraxis. Dies wird er auch in Bern zu spüren bekommen und in seiner einjährigen Ausleihe nicht überzeugen können.

Prognose von sport.ch: 3. Platz. Es wird auch in dieser Saison nicht reichen, um das eigene Umfeld endlich mit einem Titel zu erlösen. Die Young Boys erreichen zwar das Mininalziel Europa-League-Qualifikation, müssen sich aber erneut dem FC Basel und den Grasshoppers unterordnen.


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juli 2014, 10:33 
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Kopfschmerzen als Luxusproblem

von Peter Berger - Marco Wölfli, Yvon Mvogo oder David von Ballmoos? Die Nummer 1 ist bei den YB-Goalies noch nicht vergeben und der Konkurrenzkampf in vollem Gang.

Marco Wölfli ist auf dem Weg zurück. Nach dem Riss der Achillessehne im Dezember trainiert er wieder mit. Wölfli ist mit 32 Jahren nach dem Rücktritt von Christoph Spycher jetzt der Teamsenior der Young Boys. Der Goalie und vormalige Captain ist auch Identifikationsfigur. Ob er aber ins Tor zurückkehren darf, ist nicht sicher. «Darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf. Noch benötige ich ein paar Wochen, um ganz fit zu werden. Mir fehlt vor allem noch die Schnellkraft», sagt der Routinier.

Wölfli weiss, dass ihm Yvon Mvogo und David von Ballmoos Konkurrenz machen. Mvogo vertrat Wölfli bereits in der Rückrunde. «Ich möchte natürlich weiterhin spielen. Aber alle drei wollen diesen Job, es herrscht eine gesunde Konkurrenz», sagt Mvogo. Er dürfte am Samstag beim Saisonstart in St. Gallen im Tor stehen. Aber was ist, wenn Wölfli wieder fit ist? «Ich will dafür sorgen, dass der Trainer Kopfschmerzen hat, wenn er sich entscheiden muss», sagt der 20-jährige Mvogo.

Dann ist da noch David von Ballmoos. Der Keeper vertrat in der Vorbereitung Mvogo, der sich am Sprunggelenk verletzt hatte. «Ich bin im Moment hinter Yvon die Nummer 2», sagt der 19-Jährige. «Ich nehme Tag für Tag und warte auf den Moment, in dem ich ins kalte Wasser geworfen werde und in der Super League debütieren kann.» Und was sagt Trainer Uli Forte zur Goaliesituation? «Die Nummer-1-Frage ist noch nicht entschieden. Aber auf der Goalie-Position haben wir definitiv ein Luxusproblem», so der Trainer. Forte hätte «null Bedenken», von Ballmoos ins Tor zu stellen, wenn Mvogo noch nicht spielen könnte.

Unterschiedliche Typen

Für Wölfli sind die Youngster gleichauf. «Es ist egal, ob Yvon oder David beim Saisonstart zwischen den Pfosten steht. YB kann sich glücklich schätzen, zwei derart gute, junge Torhüter zu haben.» Der erfahrene Torhüter, der während Jahren auch zu den drei Nati-Keepern gehörte, sieht die jungen Konkurrenten auf dem gleichen Niveau. «Ihre spielerischen Qualitäten sind ähnlich, allerdings sind sie ganz unterschiedliche Typen. Dave ist leistungsorientierter, macht viel mit seinem Willen. Yvon dagegen ist halt afrikanisch und wirkt immer locker.»

YB-Frey: «Wie Deutschland»

Für YB beginnt die 1. Saison nach dem Rücktritt von Identifikationsfigur Christoph Spycher. «Er fehlt uns», stellt Michael Frey fest. «Wir sind gefordert. Jetzt müssen wir alle mehr Verantwortung übernehmen.» Der am Samstag beim Saisonstart in St. Gallen 20 Jahre alt werdende Stürmer betont: «Für uns gilt: Jeder für jeden, wie bei den Deutschen. Bei denen sah man an der WM nie jemanden, der nach einer missglückten Aktion frustriert die Hände verworfen hatte. Im Gegensatz zu anderen Teams, auch der Schweiz.» Der U21-Internationale will mit YB in die Top 3 sowie in die Gruppenphase der Europa League.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/28133215

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juli 2014, 10:36 
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16.07.2017

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«Der Goalie bin ig» – «oder ig» – «oder ig»: YB und sein Luxusproblem

Bei den Berner Young Boys stellt sich die Frage: Wer spielt im Tor, Wölfli oder Mvogo? Oder steht beim ersten Spiel gar von Ballmoos zwischen den Torpfosten

«Der Goalie bin ig» singt YB-Fan Kuno Lauener zum gleichnamigen Film nach dem Roman von Pedro Lenz. Bei «seinem» Team gibt es momentan zwei Kandidaten für den Posten im Goal. Einer ist 20 Jahre jung, U21-Nationalgoalie und eines der grössten Schweizer Goalietalente: Yvon Mvogo. Der gebürtige Kameruner war zuletzt Stammgoalie bei den Young Boys. Wieso «war»? Nun, weil nicht mehr ganz so klar ist, ob Mvogo es denn weiterhin sein wird.

Der andere Kandidat ist YBs eigentliche Nummer 1, Marco Wölfli. Bis vor kurzem auch die Nummer drei der Schweizer Nationalmannschaft. Wölfli zog sich im Dezember einen Achillessehnenriss zu. Eine schmerzhafte und vor allem langwierige Verletzung, da sie eine Pause von mindestens einem halben Jahr nach sich zieht. Mvogo ersetzte Wölfli während der gesamten Rückrunde ansprechend. Seine Fortschritte waren unübersehbar – auch für die sportliche Führung bei YB.

Mvogo beginnt als Nummer eins

Wölfli wollte zum Saisonstart am Wochenende wieder fit genug sein, um im Tor zu stehen. «Er hat zuerst gedacht, es reicht. Doch im Trainingslager musste er sich eingestehen, dass es noch zu früh ist», erzählt YB-Trainer Uli Forte. Also steht gegen St. Gallen Yvon Mvogo zwischen den Pfosten. Oder vielleicht sogar David von Ballmoos, die Nummer drei. Denn Mvogo hat sich auch leicht verletzt: Im Training zog sich der Goalie eine Verletzung am rechten Sprunggelenk zu. Es ist noch unklar, ob es für das erste Spiel reicht.

Doch zurück zur Frage, wer denn nun die Nummer 1 im YB-Tor sein wird. «Yvon Mvogo», antwortet Forte. Und auch Sportchef Fredy Bickel sagt: «Ich gehe davon aus, dass es Mvogo ist.» YB setzt tatsächlich auf den U21-Nationalgoalie und verbannt Klublegende Wölfli auf die Bank?

Forte und Bickel ergänzen sofort, dass dies nur für den Saisonstart gelte. Und wenn Wölfli, der mit seiner Reputation bestimmt nur schwer damit leben kann, auf der Bank zu sitzen oder nur im Cup zu spielen, zurückkommt? «Mvogo ist die Nummer eins», wiederholt Forte. «Aber klar: Wölfli will spielen. Jeder will das. Aber dafür muss er 100 Prozent fit werden. Es bringt nichts, jetzt zu werweissen, was sein wird.»

Es klingt ehrlich und man spürt heraus, dass Mvogo durchaus eine Chance hat, bei YB langfristig die Nummer eins zu bleiben. Mit der Verletzung von Wölfli wurden die Berner quasi zu ihrem Glück gezwungen: Mvogo musste fortan ins Tor, spielte stark und strahlte Ruhe aus. Ein zweiter «Fall Roman Bürki» konnte so möglicherweise vermieden werden.

Drei Klassetorhüter sind zu viel

Der künftige Bundesligagoalie beim SC Freiburg und Ex-YB-Junior Bürki kam bei den Bernern nicht an Wölfli vorbei. Also wechselte das Riesentalent 2011 zu den Grasshoppers. Für die Zürcher ein Bombentransfer. Doch auch bei YB weint man Bürki scheinbar nicht nach. «Niemand hat verstanden, weshalb wir Roman Bürki damals verkauften. Wir haben jedoch gesehen, dass wir ein Problem bekommen würden. Mit Mvogo, Wölfli und Bürki – da hätten wir drei Klassetorhüter gehabt. Deshalb haben wir Bürki verkauft», erklärt Bickel.

Wölfli muss sich nach seiner Verletzungspause jedenfalls zuerst wieder beim Trainer beweisen: «Yvon hat nun seine Chance, und wenn er seine Arbeit gut macht, dann wird es schwierig für Marco. Es kann nur gut sein für die Mannschaft, wenn wir zwei gute Goalies haben. Das ist eine schöne Situation», sagt Bickel.

Erfahrung sprich für Wölfli

Für Wölfli spricht allerdings seine Erfahrung, und dass er ein absoluter Leader ist. Und Leader kann YB auf dem Platz gut gebrauchen. Die vermeintlichen Leader sind nämlich zurzeit fast alle verletzt: Gerndt, Vitkieviez, Vilotic und von Bergen fallen alle bis auf weiteres aus. Spycher ist zurückgetreten. «Ich dachte, die Verletzungshexe sei endlich weg aus Bern. Aber sie ist immer noch da!», wettert Forte. «Nun müssen halt andere Verantwortung übernehmen.»

Ist Wölfli wieder fit, ist er einer, der eine Leaderrolle einnehmen kann. Vielleicht ist das dann doch ausschlaggebend. Oder zeigen die YB-Chefs Mut und setzen auf Mvogo? Wenn nicht, würde sich der junge Goalie sicherlich seine Gedanken machen. Und – wie Bürki damals – möglicherweise den Verein wechseln.

«Das denke ich nicht. Mvogo hat bei YB einen langfristigen Vertrag unterschrieben», sagt Forte. Allerdings weiss auch er, wie schnelllebig das Fussballbusiness ist. Und der Name Mvogo dürfte schon auf dem einen oder anderen Notizzettel stehen.

Mvogo bekommt jetzt seine Chance. «Dr Goalie bin ig» singt Kuno Lauener. Und vielleicht singt auch Mvogo zu Hause unter der Dusche: «Der Goalie bin ig.»


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -128178633

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juli 2014, 10:38 
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Bickels Aufgabe ist nicht einfacher geworden

Erneut schlagen die Young Boys im Vorfeld einer Spielzeit eher bescheidene Töne an. «Wir sind noch immer nicht so weit, wie wir irgendwann sein wollen», sagt Sportchef Fredy Bickel, der im dünnen, von Verletzungen geprägten Kader vor allem Chancen für die vereinseigene Jugend sieht.

YB bleibt sich treu. Die Zeit der grossen Gesten ist vorbei, seit dem Trainerwechsel von Christian Gross zu Martin Rueda wird defensiver, zurückhaltender kommuniziert. Über die Saisonziele informieren die Young Boys nicht mehr in den Logen unter dem Stadiondach, sondern im Mediencenter des Stade de Suisse, näher beim Rasen, beim Boden, vielleicht auch näher bei der Realität.

Und so lassen die Saisonziele, welche YB-Präsident Werner Müller gleich zu Beginn der Veranstaltung ohne grosse Umschweife verkündet, keine offenen Münder zurück – und auch wenig offene Fragen. YB will in der Super League auch diesmal zu den besten drei Teams gehören, «auf Rang drei von letzter Saison wollen wir aufbauen», bekräftigt Müller.

Die offene Akte Fernandes

Ob das, zusammen mit dem Überwintern im Cup und dem Erreichen der Europa-League-Gruppenphase, eine ansprechende Zielsetzung ist, hängt vor allem von der Verfassung der Konkurrenz ab. Gerade Topfavorit Basel muss Schwächen zeigen, damit andere davon profitieren können. «Wenn der FCB keine Fehler macht, ist er für niemanden einzuholen», sagt Fredy Bickel. Der Sportchef ist seit eineinhalb Jahren zurück bei YB, er kam, um Titel zu gewinnen, und irgendwann will und muss er dieses Vorhaben mit den Young Boys wahrmachen. Die Flinte ins Korn wirft er mit dieser Äusserung nicht, denn er fügt an: «Ich glaube nicht, dass Basel in dieser Saison fehlerfrei bleibt.»

Auch in dieser Sommerpause stand Bickel, stand YB vor keiner leichten Aufgabe. Einerseits bleibt den Young Boys das Verletzungspech dicht auf den Fersen; mit den verletzten Steve von Bergen, Marco Wölfli, Alexander Gerndt sowie dem zurückgetretenen Christoph Spycher fehlen YB sämtliche Spieler, welche beim geglückten Auftakt vor Jahresfrist (fünf Siege in Serie) die stabile Achse gebildet haben. Andererseits hat man beim Anhang auch gewisse Erwartungen geschürt, insbesondere mit der Ankündigung, Captain Spycher als Fussballer und Teamleader ersetzen zu wollen. Mit Sékou Sanogo konnte für die entsprechende Position vor der Abwehr zwar ein guter Spieler verpflichtet werden, «aber die Erfahrung und die Vorbildfunktion Spychers», so sagt Bickel, «sind nicht wettgemacht». Diese Lücke hätte ein Wunschtransfer Bickels schliessen sollen, der (noch) nicht realisiert werden konnte. YB und Bundesligist Freiburg sind sich nicht über einen Wechsel von Nationalspieler Gelson Fernandes einig geworden. Bickel will die Akte Fernandes aber noch nicht ganz schliessen, «es gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben».

Transfers so weit abgeschlossen

Ansonsten gestalten sich die Transferaktivitäten der Young Boys übersichtlicher als auch schon. Vier Zugänge sind offiziell zu vermelden, nebst Sanogo sind das der von Hannover ausgeliehene Adrian Nikci (siehe Interview) sowie die Nachwuchsverteidiger Grégory Wüthrich (19) und Thomas Fekete (18), welche je mit einem Profivertrag ausgerüstet wurden. 26 Spieler stehen bei YB momentan auf der Kaderliste. «Das soll in dieser Grössenordnung bleiben, damit wir immer genug Spielraum haben, vom eigenen Nachwuchs Talente nachzuziehen», wie Bickel erzählt. Der Sportchef erklärt die Berner Transferaktivitäten als abgeschlossen, unter der Voraussetzung, dass die Verletztenliste bald kürzer wird. Insbesondere bei einem Einzug in die Gruppenphase der Europa League – der Gegner in der 3.Qualifikationsrunde wird am Freitag bekannt – wird die Belastung gross, «dann würde ich im Sturm gerne noch handeln».

Am Samstag steigen die Young Boys mit dem Spiel bei St.Gallen in die Meisterschaft. Voraussichtlich mit Torhüter Yvon Mvogo, der sich von seiner Sprunggelenksverletzung so weit gut erholt zu haben scheint und gestern im Testspiel gegen Wil auflief.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17573283

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Juli 2014, 16:22 
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So sieht das Kader bei YB aus

Aktualisiert am 16.07.2014 Drucken Das Kader der Berner Young Boys wurde am Dienstag vorgestellt. Neben Nachwuchstalenten leihen die Young Boys neu Adrian Nikci von Hannover 96 aus. Alle Spieler und der Staff im Bild.

Am Dienstag stellten die Young Boys ihr neues Kader für die Saison 2014/2015 vor. Neu leiht YB von Hannover 96 den Spieler Adrian Nikci. Er wird in der kommenden Saison mit der Nummer 30 für Gelb-Schwarz auf dem Feld stehen.

Wieder zurück bei YB ist Matias Vitkieviez. Der uruguayisch-schweizerische Fussballer spielte letzten Sommer leihweise für eine Saison beim FC St. Gallen. Wegen eines Kreuzbandrisses muss dieser jedoch noch ein halbes Jahr pausieren. Ein weiterer Neuzugang ist mit Sekou Sanogo zu verbuchen. Der Mittelfeldspieler wechselt vom FC Thun zu den Young Boys, wo er bis 2018 unter Vertrag steht.

Auch in Sachen Nachwuchsförderung hat sich einiges getan: Neu im Kader sind gleich zwei Jungtalente: Gregory Wüthrich (19), der bereits in der letzten Spielzeit einige Partien bestreiten konnte und neu mit der Nummer 22 aufläuft, und der erst 18-jährige Thomas Fekete, mit der Nummer 33. Die weiteren Spieler mit ihren Nummern sind in der Bildstrecke aufgelistet.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29812995

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Juli 2014, 10:31 
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Standpunkt: YB steht vor einem Jahr der Konsolidierung

Sportredaktor Fabin Ruch blickt auf die kommende Super-League-Saison 2014/15, welche er für die Berner Young Boys als Übergangsphase sieht.

Prognosen in der Super League sind langweilig: Meister wird sowieso der FC Basel. So war das 2010. Und 2011. Und 2012. Und 2013. Und letzte Saison. Fünfmal in Serie reüssierte der FCB zuletzt, das ist Schweizer Rekord, und es spricht wenig dafür, dass die Basler ihre Serie nicht mindestens um ein weiteres Jahr ausbauen. Gewiss, mit Torhüter Yann Sommer (zu Mönchengladbach) und Flügelflitzer Valentin Stocker (zu Hertha Berlin) verliessen zwei Stützen das Team in Richtung Bundesliga. Doch nicht nur dank den Champions-League-Einnahmen ist der FC Basel längst gross und reich genug, den Substanzverlust aufzufangen. Dazu trägt vor allem eine kluge Transferpolitik bei. Gemessen an den wirtschaftlichen Möglichkeiten sind die Young Boys weiter der einzige Schweizer Klub, der einigermassen auf Augenhöhe zu den Baslern treten kann. YB ist gerade in einem spannenden Prozess, und so wie es aussieht, steht der Klub vor einem Übergangsjahr. Das ist einerseits hausgemacht, weil die Investoren um Andy Rihs nach den zweistelligen Millionenverlusten in den letzten Jahren die Kasse in diesem Sommer nicht erneut über Gebühr belasten wollen.

Und andererseits gehört es zum Dreijahresplan, den Sportchef Fredy Bickel entwickelt hat. Als Bickel im Januar 2013 zum zweiten Mal bei YB als Sportchef übernahm, lag der Verein ziemlich am Boden, die unselige «Phase 3» hatte Klub, Anhang und Umfeld in den Grundfesten erschüttert. Bickel erklärte damals, er wolle innerhalb von drei Jahren einen Titel gewinnen, daran dürfe man ihn messen. Und er stellte ebendiesen Plan auf, dem er nun entschlossen folgt, selbst wenn auch ihm nicht entgan- gen ist, dass Fans und Medien mit der Entwicklung nicht restlos zufrieden sind.

Erst nächstes Jahr Titelambitionen

In der letzten Saison ging es für YB laut Bickel darum, sich zu verbessern, was in einer turbulenten Spielzeit auch gelang. Nach dem katastrophalen Rang sieben eine Saison vorher beendeten die Young Boys die Super League als Dritte. Jetzt folgt das Jahr der Konsolidierung, Rang zwei oder drei ist im Plan vorgesehen, vielleicht ein Angriff auf Basel, falls der FCB schwächelt, vielleicht ein Exploit im Cup. Und nächste Saison dann, im Jahr drei, soll es endlich mit einem Titel klappen.

Die Frage ist nun, wie geduldig der Verein sein wird, falls es auch in dieser Saison zu Problemen kommen sollte. Im hektischen Resultatgeschäft Fussball ist es nicht einfach, die Ruhe zu bewahren, wenn es nicht nach Wunsch läuft. Die Young Boys wissen bestens Bescheid. Ihr Kader ist ordentlich besetzt, es sollte auf alle Fälle reichen, um mindestens Dritter zu werden.

Derzeit aber sind zahlreiche Leistungsträger verletzt, der Start ins Spieljahr wird dementsprechend heikel, und es wird spannend zu verfolgen sein, wie der Klub und vor allem Trainer Uli Forte damit umgehen können. Schliesslich wartet im August auch eine anstrengende Zusatzbelastung in der Europa-League-Qualifikation auf YB.

Auslaufende Verträge als Chance

Vielleicht ist es die Chance der Young Boys, dass man von ihnen nicht besonders viel erwartet. Die jungen, talentierten Akteure sind weiter als letzte Saison, und wenn die verletzten Routiniers wie Steve von Bergen, Milan Vilotic oder Alexander Gerndt in einigen Wochen voll belastbar sind, wird die Mischung im Team einigermassen stimmen.

Enttäuschend aber ist, dass es YB nicht gelungen ist, einen erfahrenen zentralen Aufbauer als Nachfolger des zurückgetretenen Christoph Spycher zu verpflichten. Wunschspieler Gelson Fernandes hat vom SC Freiburg bisher keine Freigabe erhalten, aber es würde nicht überraschen, wenn der Schweizer Nationalspieler noch in diesem Sommer, spätestens aber 2015 zu YB wechseln würde. Ohnehin ist davon auszugehen, dass Sportchef Fredy Bickel im nächsten Jahr, wenn mehrere Verträge auslaufen, einen umfassenden Kaderumbau vornehmen wird – um den FC Basel anzugreifen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25568677

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Juli 2014, 12:30 
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YB: Bescheidene(re) Ziele und die Suche nach Konstanz

Die Young Boys nehmen eine weitere Saison als Mitfavorit in Angriff. Vom Meistertitel redet in der Hauptstadt allerdings niemand. Eine Klassierung in den Top 3 und die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League wurden als Ziele definiert.

YB hatte vor einem Jahr mit 5 Siegen in Folge einen Traumstart hingelegt. Doch dann folgte der Einbruch und eine Saison, die von Höhen und Tiefen geprägt war.
Mit Konstanz erfolgreich sein

«Diese Ups und Downs wollen wir in dieser Saison vermeiden. Wie müssen stabiler und konstanter werden als zuletzt», forderte Coach Uli Forte. Vom Meistertitel will der 40-Jährige gar nicht erst reden. «Wichtig ist, dass wir die Verletzungshexe aus Bern vertreiben und den Fokus auf die Arbeit, und nicht auf den Titel legen.»

Wichtige Spieler verletzt

Mit Steve von Bergen, Matias Vitkieviez, Milan Vilotic, Marco Wölfli und Alexander Gerndt fehlen Forte noch immer wichtige Stammkräfte. Auch deshalb sind in der Hauptstadt die Ziele bescheidener als auch schon. «Ein Platz unter den Top 3, das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League und im Cup auch noch nächstes Jahr dabei sein», lauten die Vorgaben von Sportchef Fredy Bickel.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... h-konstanz

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Samstag 19. Juli 2014, 11:57 
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Forte will ein flexibleres YB

Über die Sommerpause sass YB-Trainer Uli Forte mit dem Team vor allem auch vor der Taktiktafel.

Einmal mehr täuschte ein Eindruck. Fünf Siege reihten die Young Boys vor einem Jahr zum Saisonstart aneinander, nur 18 Treffer kassierten sie in der ganzen Vorrunde, und trotz einer zwischenzeitlichen Baisse gaben sie in dieser Saisonhälfte das Bild einer ziemlich stabilen Mannschaft ab.

Das Gesicht dieses Teams war auch ihr System: Trainer Uli Forte liess zu Beginn ausnahmslos mit einer 4-2-3-1-Aufstellung spielen. Dann kam die Rückrunde, der wenig erspriessliche Frühling für YB, und Forte zeigte, kein absolut systemverharrender Trainer zu sein. Die letzten Erfolge, mit denen YB Rang 3 mit Ach und Krach sicherstellte, wurden mit drei Mann in der Abwehrreihe herausgespielt.

Blendender Ballbesitz

Entsprechend verbrachte Forte in der Sommerpause mit dem Team auch viel Zeit vor der Taktiktafel. Er vertiefte die Variante mit der Dreierabwehr (meist 3-4-3, auch mal 3-5-2), festigte das 4-2-3-1-System. «Ich glaube, dass wir nun fähig sind, den Systemwechsel auch innerhalb eines Spiels vorzunehmen.» YB soll also variabler werden in der neuen Saison. Uli Forte blüht zwar auf in dieser Taktikdebatte am Freitagmittag; bekannt zu geben, wie genau er dem «konter- und kampfstarken» FC St.Gallen zu begegnen gedenkt, davor hütet er sich aber wohlweislich.

«Beide Systeme kann man sehr verschieden interpretieren. Es ist aber wichtig, dass wir uns von eigenem Ballbesitz nicht blenden lassen», warnt Forte. Zum Sieg gelange man auch mal mit 30 Prozent Ballbesitz, die grossen Ligen und Turniere letzte Saison hätten das gezeigt – und zuletzt die WM in Brasilien.

Nicht abhängig vom Topskorer

Auch Uli Forte geht mit der Zeit, taktisch, fussballerisch. Auf seinen ersten Trainerstationen liess er zumeist noch in 4-4-2-Formation spielen, bei GC zwischenzeitlich 4-4-1-1. «Natürlich blickt man da nach links und rechts, auch mal ins Ausland», sagt Forte. Der Zürcher erwähnt etwa Juventus, italienischer Serienmeister mit Dreierkette und dem Schweizer Angriffsverteidiger Stephan Lichtsteiner im Mittelfeld.

Und wer schiesst denn eigentlich die Tore bei YB? «Da mache ich mir weniger Sorgen», meint Forte, «entscheidend wird sein, ob wir Chancen kreieren können.» Beim aktiellen Verletzungspech könne die Abhängigkeit von einem Topskorer auch zum Verhängnis werden. Ob aus der Not heraus oder nicht – Forte will auch in dieser Hinsicht ein flexibleres YB sehen. Am liebsten schon heute in St.Gallen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20751915

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