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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 5. Mai 2013, 21:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.05.2013  Zitat: Saison-Tore 16 und 17 von Scarione
Die grosse Oscar-Gala
Powerfussball pur! Wie eine Dampfwalze überrollt ein begeisternder FC St. Gallen den trägen Berner Bär. Oscar Scarione zieht ihm das Fell über die Ohren.
Erfolgstrainer Jeff Saibene bringt das richtige Bild: «Wir haben YB ausgeknockt wie einen Boxer.»
Dann verfällt der stets zuvorkommende Luxemburger in Euphorie: «Das war eine fantastische Reaktion auf die Niederlage gegen den FCZ. Wir hätten auch vier, fünf oder sechs Tore schiessen können, das ist nicht mal übertrieben. Ich bin stolz auf diese Truppe! Eine Top-Leistung – nicht?»
Wissen Sie was? Saibene übertreibt wirklich nicht! Mit Leistungen wie dieser legitimiert und zementiert Aufsteiger St. Gallen seinen dritten Rang immer mehr. Statt des von vielen prophezeiten grossen Rückfalls erfolgt gar eine Leistungssteigerung. In den letzten sieben Spielen kassierten sie eine einzige Niederlage. Top!
Einer ragt aus dem homogenen, von Saibene top eingestellten und körperlich überaus fitten Team sogar heraus: Oscar Scarione! Der Gaucho bucht seine Saisontore Nummer 16 und 17 und setzt sich in der Torschützenliste von Marco Streller ab.
Gestern trifft der 27-Jährige zuerst zwar nur die Lattenunterkante. Doch dann setzt er nach einem Wölfli-Patzer derart hartnäckig nach, bis der Ball im Netz zappelt. Das Game-winning-Goal markiert er per Penalty.
«17 Tore sind sehr gut», sagt der Stürmer, «aber die Hauptsache ist, dass wir gewinnen. Das wollen wir weiterhin tun – dann schauen wir, wozu das reicht.»
Sagts, derweil Töchterchen Emma putzmunter in die Mikrofone der Journalisten plappert. In St. Gallen lebt sogar der Traum von der Champions League – auch wenn hier niemand wissen will, wie man diese beiden Wörter schreibt.
Und die Young Boys? Nach dem erknorzten 3:1 gegen Lausanne ist dieser Untergang gleich ein doppelter Schritt zurück auf dem immer schwieriger werdenden Weg Richtung Saison-Minimalziel Europa League. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf Zürich.
«Wir waren St. Gallen in allen Belangen unterlegen», sagt Moreno Costanzo, nichts beschönigend. Für YB kommt es nun knüppeldick. Nur drei Tage nach dem 1:3 in St. Gallen empfangen die Berner nun GC ohne die gesperrten Innenverteidiger Alain Nef und Dusan Veskovac und den am Knie verletzten Doubai, der gestern nicht ohne Hilfe aus dem Stadion gehen konnte.
Erste Diagnose: Verstauchung. Da ist das Comeback von Ex-Nati-Spieler Christoph Spycher nach fünf Monaten Verletzungspause ein schwacher Trost.
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shalako
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Verfasst: Sonntag 5. Mai 2013, 21:32 |
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05.05.2013  Zitat: Überzeugender Powerfussball
Der FC St. Gallen besiegt vor einem begeisterten Publikum die Young Boys hoch verdient 3:1 Doppeltorschütze Oscar Scarione und Kristian Nushi verwandeln in der AFG-Arena einen 0:1-Rückstand gegen die Young Boys in den 15. Saisonsieg.
Nach einer knappen Stunde erhob sich das St. Galler Publikum in der AFG-Arena und klatschte begeistert Applaus. Nicht, dass es aus dem Häuschen geraten war, weil die Gastgeber einem sicheren Sieg zustrebten. 1:1 stand es zu diesem Zeitpunkt «nur» zwischen dem Dritten und dem Siebten der Super League, doch der beherzte Angriffsfussball der Gastgeber riss den Anhang von den Sitzen.
Angetrieben von den starken zentralen Aufbauern Dejan Janjatovic und Stéphane Nater und dem spielfreudigen Topskorer Oscar Scarione, liessen die Ostschweizer die Kugel so gut und stil sicher laufen, dass der Führungstreffer nur eine Frage der Zeit sein konnte. Eine Viertelstunde vor Schluss war es dann so weit. Raphael Nuzzolo leistete sich ein Strafraumfoul gegen Ivan Martic, und Oscar Scarione verwertete den Strafstoss sicher zum 2:1. «Das war nie und nimmer ein Foul», lamentierte YB-Trainer Bernard Challandes hinterher.
Verdient war die Führung aber allemal, sie hätte auch bereits früher fallen können; und als dann Kristian Nushi neun Minuten vor dem Ende das dritte St. Galler Tor schoss, war klar, dass die Ostschweizer den Bann brechen und erstmals nach elf Partien ohne Sieg seit dem 12. April 2008 wieder ein Spiel gegen YB gewinnen würden. Für die Berner allerdings bedeutete die Niederlage das elfte Auswärtsspiel in Folge ohne Sieg und damit bleiben sie mit lediglich einem Erfolg auf fremdem Terrain auch weiter die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga. Die Europacupqualifikation ist wieder in weitere Ferne gerückt, der FC Zürich auf Rang fünf hat vier Punkte Vorsprung.
Dabei war das Spiel eigentlich für YB gelaufen, denn entgegen dem Spielverlauf waren die Gäste nach 34 Minuten in Führung gegangen. Nach einem Fangfehler von St. Gallens Goalie Daniel Lopar hatte Stéphane Besle den vorgerückten YB-Innenverteidiger Alain Nef gefoult und der frühere St. Galler Moreno Costanzo wie eine Woche zuvor gegen Lausanne den Penalty sicher zur Führung verwandelt. «Danach hatten wir durch Costanzo gar noch die Chance zum 2:0», sagte Challandes, «doch unsere Halbzeitführung war gleichwohl unverdient.»
Die St. Galler, die vor einer Woche gegen den FC Zürich eine denkbar unglückliche Heimniederlage kassiert hatten, liessen sich durch den Rückstand aber nicht aus der Fassung bringen. Schon fünf Minuten nach Wiederbeginn traf der überragende Scarione zum 1:1, nachdem YB-Goalie Marco Wölfli einen nicht besonders gefährlich scheinenden Distanzschuss von Marco Mathys hatte abprallen lassen. Damit waren die Weichen endgültig in Richtung eines St. Galler Sieges gestellt, denn YB konnte nicht verbergen, dass in dieser Mannschaft einiges nicht zusammenpasst und auch der Trainerwechsel von Martin Rueda zu Challandes noch nicht zur grossen Wende geführt hat.
Der Auftritt der St. Galler dagegen hatte allerbestes Super-League-Niveau und Trainer Jeff Saibene war entsprechend zufrieden. «Ich glaube, ich bin noch nie so glücklich über eine Vorstellung von uns gewesen wie heute», sagte der Luxemburger. «Wir wollten eine Reaktion auf das Spiel gegen den FCZ zeigen, und dies haben wir eindrücklich geschafft.» Mit dem fünften 3:1-Sieg in dieser Rückrunde hat der Aufsteiger nachhaltig seine Ambitionen angemeldet. Der einzige Wermutstropfen war die späte Kunde aus Zürich, dass GC, der Konkurrent um Rang 2, in den letzten Sekunden noch zum Sieg gegen Servette gekommen war.
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shalako
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Verfasst: Montag 6. Mai 2013, 08:35 |
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06.05.2013  Zitat: Costanzos Ehrlichkeit, Spychers Hoffnung, Nuzzolos Ärger
Die Young Boys sind weiter auf der Suche nach Form, Konstanz und Klasse. Bereits am Dienstag, im Heimspiel gegen GC, wollen sie eine Reaktion zeigen. Wieder einmal.
Die Spieler der Young Boys schleichen am Samstagabend nach der nächsten Auswärtsniederlage mit gesenkten Köpfen in die Kabine. Nur ein Sieg und 8 Punkte (!) haben sie in 15 Partien in der Fremde geholt, es ist die Bilanz eines Absteigers. «So reicht es einfach nicht», sagt Moreno Costanzo nach der 1:3-Niederlage in St.Gallen. «Wir waren klar schwächer und haben verdient verloren. Da gibt es keine Zweifel.»
Der Spielmacher analysiert das Geschehen ehrlich und offen und betätigt sich nicht als Schönredner. «Es ist kein Zufall, stehen wir auf Rang 7. Wir erspielen uns zu wenig Chancen, sind kompliziert und machen zu viele Fehler.» Vielleicht, meint Costanzo noch, hätte die Partie eine andere Wendung genommen, wenn er selber kurz nach seinem verwandelten Foulpenalty bei einer guten Chance das 2:0 erzielt hätte.
«Sie provozierten Fehler»
Christoph Spycher hätte sich derweil sein Comeback anders vorgestellt. «Es ist klar, dass ich nach über fünf Monaten Verletzungspause nicht in Bestform sein kann», sagt der Routinier, der nach einer Stunde Spielzeit für Pascal Doubai eingewechselt wurde und mit seiner Ruhe noch der beste YB-Spieler war. «Mich ärgert diese Niederlage. Aber es ist uns nie gelungen, Sicherheit auszustrahlen. Wir verloren den Ball immer wieder.» Und St. Gallen habe ausgezeichnet gespielt, sagt Sypcher. «Sie provozierten bei uns viele Fehler.»
Weil die Young Boys deutlich die schwächere Mannschaft waren, haderten sie auch nicht besonders fest mit dem umstrittenen Penaltypfiff eine Viertelstunde vor Spielende gegen sie. «Das war kein Elfmeter», sagt Raphael Nuzzolo ruhig, «ich habe den Gegner nicht berührt, den Ball aber auch nicht.» Sein ungestümer Einsatz gegen Ivan Martic war zumindest ungeschickt. «Dennoch war es kein Penalty», sagt Nuzzolo. «Doch das passt zur Saison. Es läuft einfach nicht.»
Miserable Bilanz
Wenn man die YB-Spieler am Samstagabend beobachtete, erkannte man nicht viele Dinge, die wenigstens ein versöhnliches Saisonende für die Young Boys erahnen lassen. Es fehlte den Bernern an allem, was ein gutes Team ausmacht. «Wir können besser spielen», sagt Spycher. «Ich hoffe, wir werden aus den Fehlern lernen. Gegen GC wollen wir am Dienstag eine Reaktion zeigen.»
Nuzzolo betont unterdessen, das Ziel sei weiter, Fünfter zu werden und den Europacup zu erreichen. «Doch wenn wir uns nicht steigern, wird das bei jetzt 4 Punkten Rückstand unmöglich», sagt der Flügelspieler. Und Costanzo spricht Klartext: «Wenn wir so spielen wie in St.Gallen, haben wir im Europacup nichts zu suchen.»
Tatsächlich ist es kaum vorstellbar, dass die Young Boys mit dieser horriblen Bilanz (9 Siege, 9 Unentschieden, 12 Niederlagen) weiter vom kontinentalen Geschäft träumen dürfen. Und weil beinahe alle Spielerverträge weiterlaufen, wird es für die Verantwortlichen auch nicht einfach werden, die Transfersünden der letzten Jahre zu korrigieren – und dieser blutleeren Mannschaft ein neues Gesicht zu geben. Jenes dieser Monate, zuletzt am Samstagabend in St.Gallen präsentiert, ist nur noch ein riesengrosses Ärgernis.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23878636
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shalako
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Verfasst: Montag 6. Mai 2013, 08:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.05.2013  Zitat: Ein Spiegelbild dieser ungenügenden Saison
Ein schwaches YB verliert mal wieder auswärts. Bei der verdienten 1:3-Niederlage in St. Gallen enttäuschen die fehlerhaften Berner auf der ganzen Linie. Damit bleiben die Young Boys auf Rang 7.
Und ganz am Ende schlich sich eine Portion Enttäuschung in die St. Galler Feierlichkeiten. GC, ein Konkurrent der Ostschweizer an der Tabellenspitze, erzielte in der Nachspielzeit gegen Servette zwei Tore zum 2:0-Sieg, was in der AFG-Arena am Samstagabend mit Bedauern zur Kenntnis genommen wurde.
Der erstaunliche Aufsteiger St.Gallen setzt sich mit dem 3:1-Heimsieg gegen ein schwaches YB aber wie GC weiter sensationell als Verfolger Basels fest, während die abermals ungenügenden Young Boys ihren Status als schwächstes Auswärtsteam der Liga mit Konsequenz bestätigten. «Ich bin sehr enttäuscht», sagt YB-Coach Bernard Challandes. «Wir waren gegen einen sehr guten Gegner chancenlos.»
Überragender Scarione
Der FC St. Gallen war die in allen Belangen stärkere Mannschaft. Spielfreudiger, aggressiver, laufstärker ohnehin, aber auch viel besser organisiert. Personell aber sind die Young Boys insgesamt deutlich prominenter besetzt. Jeder Akteur im 4-4-1-1-System von Trainer Jeff Saibene weiss jedoch, was er zu tun hat, die Abwehrkräfte sind solid und bissig, im zentralen Mittelfeld organisieren die dominanten Stéphane Nater und Dejan Janjatovic klug den Aufbau, und vorne steht mit dem überragenden Spielmacher Oscar Scarione eine trickreiche, technisch begabte Offensivkraft.
Der Argentinier Scarione erzielte auch gegen YB zwei Tore und ist mit nun 17 Treffern bester Skorer der Super League. «Das war einer der schönsten Siege, seit ich in St.Gallen bin», sagt Saibene. «Wir spielten sehr stark. YB war ja unser Angstgegner.» Dabei hätte der Abend für die Gäste vorerst keinen besseren Verlauf nehmen können. Die Young Boys agierten zwar bereits vor der Pause fehlerhaft, unsicher und harmlos, aber sie erzielten das erste Tor. Es war ein Geschenk von St.Gallens Goalie Daniel Lopar, der den Ball nach einem Corner aus den Händen fallen liess. Im anschliessenden Durcheinander wurde Alain Nef gefoult, und es war der frühere St.Galler Moreno Costanzo, der mit einem Foulpenalty in der 34.Minute das 1:0 für YB erzielte.
Der strenge Penaltypfiff
Lopars Lapsus ermöglichte den maximalen Lohn für das defensive YB. Costanzo hätte sogar das 2:0 erzielen können, sein Schuss blieb jedoch hängen. Und nach dem Seitenwechsel drehten die St.Galler die Partie, sie stellten weiter das deutlich bessere Team. Sie profitierten von den Aussetzern, welche YB offenbarte. Und von den Präsenten, welche die Berner offerierten. In der 50.Minute etwa liess Gästekeeper Marco Wölfli einen harmlosen Schuss von Marco Mathys abprallen, Scarione stocherte den Ball im Nachschuss ins Tor. «Wir machten zu viele Fehler und Geschenke», sagt Challandes.
Die Young Boys stellten sich weiter äusserst kompliziert an, sie wirkten nie wie eine Einheit, die ein Ziel zielstrebig verfolgt. Im Gegenteil. Sie waren – wie so oft in dieser Saison – eine Ansammlung Einzelkämpfer, die nicht zusammenpassen. Und so erstaunte es niemanden, wurden sie in der Schlussphase für ihre Passivität und fehlende Klasse bestraft. Nach einem weiteren groben Fehlpass Alexander Farneruds an der Mittellinie schalteten die St.Galler rasch um, am Ende grätschte Raphael Nuzzolo im eigenen Strafraum relativ ungeschickt gegen Ivan Martic.
Der Penaltypfiff war gewiss streng, aber das 2:1 durch den Foulpenalty Scariones in der 76.Minute nichts anderes als die logische Entwicklung der Veranstaltung. Und nur fünf Minuten später setzte sich Kristian Nushi resolut gegen Scott Sutter durch und schoss das 3:1. «Der Penalty war bitter für uns», meint YB-Coach Challandes. «Aber unsere Niederlage ist dennoch korrekt.»
Die Reaktion der Young Boys auf den Rückstand vermochte nicht zu verblüffen – sie entfiel. Die Berner Akteure sehnten sich dem erlösenden Schlusspfiff entgegen. Und so geriet die Partie in St.Gallen zum Spiegelbild dieser miserablen Spielzeit. Mit Fehlpässen und Stellungsfehlern operierten die Young Boys in der Defensive, planlos waren sie im Mittelfeld. Und in der Offensive blieben sie mal wieder in der Fremde den Nachweis schuldig, über Durchschlagskraft und Ideen, Torgefahr und Wucht zu verfügen. Zum Glück für YB dauert diese Saison nur noch sechs Spieltage. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30840917
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shalako
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Verfasst: Montag 6. Mai 2013, 08:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.05.2013  Zitat: YB zerbrach unter dem St. Galler Druck
Die 1:3-Niederlage in der Ostschweiz ist ein weiterer Rückschlag für die Young Boys.
Die AFG-Arena wird für die Young Boys diese Saison zur Stätte des Untergangs. Am vergangenen 9. Dezember ging YB in diesem Stadion im Cup-Achtelfinal gegen den Challenge-League-Club Wil 3:4 k. o. Am Samstag nun wurden die Berner vom FC St. Gallen mit 3:1 ins Land der Träume geschickt.
Sechs Runden vor dem Saisonende in der Super League beträgt der Rückstand auf den anvisierten fünften Platz vier Punkte. In mathematischer Hinsicht liegt das Ziel noch in Reichweite. Doch nach dem Auftritt der Berner am Samstag bleibt nur noch tapferer Optimismus, um an einen erfolgreichen Schlussspurt der Young Boys zu glauben.Im Kabinengang nach dem Abpfiff betrieb YB-Trainer Bernard Challandes erste Frustbewältigung an den Spielleitern. «Ein solches Geschenk ist unmöglich», schleuderte er Patrick Graf entgegen. Der Schiedsrichter war bemüht, sich auf keine Diskussionen einzulassen. «Ich habe entscheiden müssen, und ich habe so entschieden. Es tut mir leid», sagte Graf und entschwand in die Kabine.
Der Penalty, den Graf nach einem Zweikampf zwischen Martic und Nuzzolo in der 76. Minute diktierte, war keiner. Dennoch räumte auch Challandes hinterher ein: «Der Sieg von St. Gallen ist verdient, aber ich hätte lieber ein anderes Tor erhalten.»
Es war ein denkwürdiger Abend in der AFG-Arena. So wie die Gastgeber auftraten, mit Energie, Zweikampfstärke, Begeisterung und Teamgeist, so bringt man das Publikum hinter sich. Die Vorstellung ihrer Mannschaft riss die St. Galler Zuschauer buchstäblich von ihren Sitzen. Bereits nach einer Stunde, als der Stand noch 1:1 lautete, wurde das Heimteam mit Standing Ovations nach vorne getrieben. Und die St. Galler rannten, powerten, liessen den Ball geschickt zirkulieren, und den Young Boys blieb kaum eine Atempause.
Viel Berner Lob für den Gegner
Hinterher suchten auch die YB-Spieler keine Ausflüchte. «Der Penaltypfiff ist ein Fehlentscheid. Das ist hart für mich und hart für die Mannschaft. Aber St. Gallens Sieg ist verdient», sagte Nuzzolo. «Was wir boten, war zu wenig, mit einer solchen Leistung holt man keine Punkte. St. Gallens Sieg ist verdient», konstatierte Moreno Costanzo. Und auch Christoph Spycher blieb bei seinem Comeback nach der mehr als fünf Monate dauernden Verletzungspause nur das ernüchternde Fazit: «St. Gallen hat stark gespielt, wir machten unter Druck zu viele Fehler.»
YB-Trainer Challandes gab in der Abwehr Sutter wieder einmal Auslauf, der beim dritten Gegentor mitschuldig war, dafür musste Raimondi auf die Bank. Und Costanzo spielte zuerst hinter der Sturmspitze Afum, wurde danach vom YB-Trainer auf die rechte Seite dirigiert, Farnerud rückte mehr ins Zentrum. Doch die momentane Verfassung des Schweden ist ein Spiegelbild der Mannschaft. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weiterhin auseinander. Auch Challandes ist es bisher nicht gelungen, der Mannschaft ein Gesicht zu geben, sie mit jener Leidenschaft aufspielen zu lassen, mit der er als Trainer lebt.
YB-Gedanken über Jeff Saibene?
Und ins Bild passt auch der Fehler von Torhüter Wölfli, als er den Ball nach dem Schuss von Mathys in der 50. Minute nach vorne abprallen liess; der überragende Scarione nutzte dies zum 1:1.
Dieses Spiel wird auch Sportchef Fredy Bickel ins Sinnieren bringen. Bei seinen Umbauplänen ist die Frage des Trainers weiterhin nicht gelöst. Auf seiner Longlist stehen über 30 Trainernamen. Er hat sich Gedanken über Sébastien Fournier gemacht, doch dieser verlängerte den Vertrag mit Servette. Vielleicht denkt Bickel nun auch über Jeff Saibene nach, der 2008 bei YB schon mal zu Vorstellungsgesprächen aufgeboten war, ehe man sich für Vladimir Petkovic entschied.
Die Probleme werden für Challandes nicht kleiner. Gegen GC am Dienstag (19.45, Stade de Suisse) muss er die halbe Abwehr umbauen, Nef und Veskovac sind gesperrt. Doubai erlitt eine Knieverstauchung.
Telegramm
St. Gallen - Young Boys 3:1 (0:1) AFG-Arena. – 13 370 Zuschauer. – SR Graf. – Tore: 34. Costanzo (Foulpenalty) 0:1. 50. Scarione 1:1. 76. Scarione (Foulpenalty) 2:1. 81. Nushi 3:1. St. Gallen: Lopar: Martic, Montandon, Besle, Pa Modou; Mathys (77. Wüthrich), Nater, Janjatovic (85. Schönenberger), Nushi; Scarione; Ishak (83. Cavusevic). Young Boys: Wölfli; Scott Sutter, Nef, Veskovac, Marco Bürki; Doubai (61. Spycher); Zverotic (70. Christian Schneuwly), Farnerud, Costanzo (84. Frey), Nuzzolo; Afum. Bemerkungen: St. Gallen ohne Etoundi (verletzt), Manuel Sutter, Lehmann, Ivic, Kovacevic und Tadic (alle nicht im Aufgebot). YB ohne Affolter, Simpson und Zárate (alle verletzt). 25. Lattenschuss von Scarione. Verwarnungen: 24. Doubai (Foul), 34. Besle (Foul), 60. Veskovac und Ishak (Unsportlichkeit), 74. Nef (Foul). http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/14639591
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shalako
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Verfasst: Montag 6. Mai 2013, 18:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.05.2013  Zitat: Die Noten zum Spiel YB gegen St.Gallen
Die Akteure der Young Boys enttäuschten in St.Gallen schwer (1:3). Und die Innenverteidiger Alain Nef und Dusan Veskovac sind nun am Dienstag gegen GC gesperrt.
Marco Wölfli: Note 3,5 Einige gute Paraden. Aber böser Fehler vor dem 1:1 der St.Galler, als er einen völlig harmlosen Schuss nicht festhalten konnte.
Scott Sutter: Note 3,5 Rückte nach guten Trainingsleistungen ins Team. Lange Zeit solid, ballsicher. Baute aber ab, beim dritten Gegentor ungenügend und viel zu zögerlich.
Alain Nef: Note 3,5 Zweikampfstark wie immer, hatte aber oft Mühe mit dem herausragenden Oscar Scarione. Zudem mit einem fürchterlichen Aussetzer kurz vor der Pause, den der im Abschluss klägliche Stürmer Mikael Ishak nicht ausnutzte.
Dusan Veskovac: Note 4 Noch der beste Abwehrspieler, aber auch mit Fehlern. Gerade im Spielaufbau nicht über alle Zweifel erhaben. Wie Nef, der andere Innenverteidiger, fehlt er nach seiner vierten Verwarnung nun am Dienstag gegen GC gesperrt.
Marco Bürki: Note 3 Der Youngster rückte für Mario Raimondi ins Team. Hinten links mit einigen beherzten Aktionen. Aber: viel zu fehlerhaft, mit teilweise verheerenden Stellungsfehlern und vielen Foulspielen.
Elsad Zverotic: Note 3 Rückte im sehr defensiv interpretierten 4-2-3-1-System wieder ins zentrale Mittelfeld. Verlor viele Bälle, hatte gegen Scarione oft das Nachsehen. Beispielsweise vor dem 1:1, als er an der Mittellinie ausgespielt wurde.
Pascal Doubai: Note 3,5 Lag dreimal angeschlagen am Boden, musste, am rechten Knie verletzt, ausgewechselt werden. Verlieh YB auch keine Stabilität.
Alexander Farnerud: Note 2 Was ist bloss mit dem Schweden los? Produzierte einen Fehlpass nach dem anderen, zum Beispiel vor dem St. Galler Angriff, der zum Penalty und dem 2:1-Tor führte. Es war unerklärlich, durfte Farnerud durchspielen.
Moreno Costanzo: Note 4 Musste merkwürdigerweise nach 20 Minuten vom Zentrum auf die rechte Seite – im Tausch mit dem überforderten Farnerud. Verwandelte den Elfmeter souverän, vergab kurz darauf das 2:0, tauchte danach auch oft ab.
Raphael Nuzzolo: Note 2,5 Überzeugte erneut nicht, blieb blass. Und hinten verschuldete er den strengen Penalty zum 2:1.
Samuel Afum: Note 3 Deutete sein Potenzial an. War aber vorne alleine, schoss überhastet, verlor viele Zweikämpfe.
Christoph Spycher: Note 4 Kam nach 61 Minuten für Doubai. Mit seiner Ballsicherheit ein Gewinn. Und der Routinier wird sich weiter steigern können.
Christian Schneuwly: Note 3,5 Kam nach 70 Minuten für Zverotic. Probierte viel, willig, blieb aber erneut einiges schuldig.
Michael Frey (84. für Costanzo) war zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.
6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22512184
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