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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 1. April 2013, 18:05 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.04.2013  Zitat: YB mit torlosem Remis in Lausanne
Reaktion, Ballbesitz, aber kein Tor
Die Young Boys spielen in Lausanne besser als auch schon, kommen aber trotzdem nicht über ein 0:0 hinaus.
Wenn das Szenario einer möglichen Trainerentlassung eingeleitet ist, bringt man es nicht mehr aus den Köpfen. Das geht dann so weit, dass sogar ein Aussenverteidiger wie Gonzalez kurz nach dem Spiel auf Spanisch gefragt wird, ob der Trainer auch beim nächsten Spiel noch coachen solle. Und natürlich hat auch der Sportchef Fredy Bickel solcherlei Fragen zu beantworten. Die Young Boys stehen zum x-ten Mal in dieser Saison mit dem Rücken zur Wand. Ihre Saisonbilanz auf fremden Plätzen ist atemberaubend schlecht – darüber lässt sich nicht debattieren: 13 Spiele, 1 Sieg, 4 Remis und 8 Niederlagen, Torverhältnis 9:23. Und es ist legitim zu fragen, wie ein Team mit so viel Potenzial nach gut zwei Dritteln der Meisterschaft eine solche Bilanz vorweisen kann. Farnerud verbannt
Der Trainer Martin Rueda nahm sich nachvollziehbar das Recht heraus, im Waadtland gegenüber der letzten Partie ein paar andere Spieler in die Startformation zu beordern. Das kräftigste Zeichen war die Verbannung des Schweden Farnerud auf die Ersatzbank. Der Entscheid sei aus sportlichen Gründen gefallen, sagte Rueda an der Pressekonferenz. Er zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Spieler, sie hätten alles versucht und seien «schlecht belohnt worden für den enormen Aufwand».
Das stimmt. Die Berner hatten ausgeprägt viel Ballbesitz, die letzte Geste missriet aber ausnahmslos allen aussichtsreich vor dem Tor Stehenden. Der Argentinier Zarate und wenig später Christian Schneuwly durften in der ersten Halbzeit zentral vor dem Tor schiessen, ihren Versuchen mangelte es allerdings an der letzten Entschlossenheit. Oder anders ausgedrückt: YB fehlt vor dem Tor in fremden Stadien das Grundvertrauen. Die Berner verpassten es, den bescheidenen Gegner stärker unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu verleiten. Und man wunderte sich, warum bisweilen eine Überzahl Verteidiger den oft einzigen Lausanner Stürmer Moussilou umlagerte.
Der Lausanne-Trainer Laurent Roussey holte an der Pressekonferenz tief Luft, bevor er zur Analyse ansetzte. Er verwies auf die Absenz kreativ starker Spieler wie Malonga oder Khelifi (beide verletzt). So habe man halt gespielt, wie man unter diesen Umständen habe spielen können. Arm nannte Roussey die Aktionen vorne in der Spitze, allerdings hätten seine Spieler das umgesetzt, was sie sich vorgenommen hätten: gut zu verteidigen. Und dann wandte der Franzose noch frech ein, dass sein Stürmer Moussilou «nach einer simplen Aktion» gar den Siegtreffer hätte erzielen können. Einzelgespräche Bickels
Es hätte zu der rund um YB herrschenden Tristesse gepasst, hätten die Berner dieses Spiel noch verloren. So aber konnte der Sportchef Bickel das Team «für eine aufopfernde Leistung» loben und eine grosse Leistungsdifferenz im Vergleich zum Heimspiel gegen Sitten feststellen. Bickel hatte zwischen den beiden Partien ausführlich mit allen Spielern gesprochen. Damit wollte er verhindern, dass eine mehr oder weniger verunglückte Saison in eine komplett verunglückte abgleitet. Das wäre der Fall, blieben die Young Boys ohne Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb.
Noch lebt die Hoffnung, dass die Berner den Schritt nach Europa wiederum schaffen. Sie hält notdürftig das Seelenheil aufrecht. Vorderhand. http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.18056452
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shalako
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Verfasst: Montag 1. April 2013, 18:07 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.04.2013  Zitat: Torlos in Lausanne
YB hat weiter den Auswärts-Wurm
Es bleibt dabei: YB kann auswärts keine Stricke zerreissen. Auf der Lausanner Pontaise gibts ein 0:0.
Erst ein einziges Mal konnten die Berner Young Boys in dieser Saison auswärts einen Sieg einfahren. Das war am 2. September 2012 beim 2:1 in Luzern. Und zuletzt gabs sogar sechs Auswärtsniederlagen in Folge für das Team von Trainer Martin Rueda.
Immerhin können die Berner in Lausanne diese Negativserie stoppen. Aber das 0:0 wird YB trotzdem zu wenig sein. Denn Lausanne beteiligt sich nicht gross am Spiel. Das Geschehen findet hauptsächlich in der Hälfte des Heimteams ab.
Die Young Boys erarbeiten sich zwar immer wieder Chancen. So etwa durch Zverotic per Weitschuss (14.) oder Zarate (21.), der Lausanne-Goalie Favre anschiesst. Aber etwas wirklich Zwingendes ist da nicht dabei, auch wenn YB die bessere Mannschaft ist.
Kurz nach der Pause muss Ref San das Spiel unterbrechen, weil der Wind hinter dem Tor die Werbebanden zerstört hat. Viel spektakulärer wirds aber nicht mehr.
Während bei YB auswärts der Wurm drin ist, hat Lausanne einen Heim-Komplex. Die Romands können 2013 auf der Pontaise weiter keinen Sieg feiern. Der Punkt hilft also weder den Romands noch YB. Die Berner bleiben auf Platz 6 der Tabelle kleben, Lausanne auf Platz 8.
Lausanne - YB 0:0 (0:0) Olympique de la Pontaise, Lausanne. - SR Fedayi San, Schweiz.
Lausanne: Favre A., Chakhsi A., Katz G., Tall I., Meoli S., Sanogo Junior S., Martin M., Gabri, Marazzi N., Roux J., Moussilou M. - Einwechslungen: Avanzini M. (30. für Marazzi N.), Tafer Y. (72. für Roux J.), Mickaël Facchinetti (80. für Martin M.).
YB: Marco Wölfli, Gonzalez A., Nef A., Burki M., Raimondi M., Zverotic E., Doubai P., Schneuwly C., Zarate G., Raphaël Nuzzolo, Gerndt A. - Einwechslungen: Farnerud A. (69. für Schneuwly C.), Afum S. (77. für Zarate G.), Frey M. (77. für Gerndt A.).
Verwarnungen: Lausanne: 80. Avanzini M. (Gelb). http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 55993.html
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Hauptstadt
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Verfasst: Montag 1. April 2013, 22:50 |
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Wo war heute Costanzo? Warum bringt Rueda ihn nicht mehr? Kann ich nicht nachvollziehen....sorry!
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. April 2013, 10:16 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.04.2013  Zitat: YB mit Nullnummer in Lausanne
YB tut sich in dieser Saison auswärts weiterhin schwer. Gegen harmlose Lausanner reichte es den Bernern nur zu einem 0:0-Unentschieden.
Nur einen Sieg hat YB in dieser Saison in der Fremde einfahren können. Und die Berner Auswärtsmisere geht auch nach der biederen Nullnummer in Lausanne weiter.
YB muss sich vorwerfen lassen, seine Feldüberlegenheit nicht in Tore umgemünzt zu haben. Die Berner dominierten zwar das Geschehen, richtig gefährlich wurde es aber nur selten vor dem Lausanner Gehäuse. Und wenn der Ball aufs Tor kam, geriet er zur sicheren Beute von Torhüter Anthony Favre. So zum Beispiel auch bei der grössten YB-Chance in der 21. Minute, als Gonzalo Zarate seinen Schuss aus 15 Metern abgewehrt sah.
Roussey reagiert mit WechselNach einer halben Stunde reagierte Lausanne-Trainer Laurent Roussey mit einem Wechsel. Michel Avanzini ersetzte Nicolas Marazzi. Die taktische Umstellung sei nötig gewesen, meinte Lausanne-Verteidiger Sébastien Méoli, «danach haben die Automatismen besser gegriffen».
Tatsächlich: Fortan standen die Waadtländer defensiv solider, machten die Räume enger und schafften es, das Geschehen etwas ausgeglichener zu gestalten, ohne jedoch selber offensiv zwingend in Erscheinung zu treten. Die Abwesenheit des angeschlagenen Top-Goalgetters Chris Malonga war deutlich spürbar.
Wölfli: «Entschlossenheit fehlt» Da auch auf Berner Seite Elsad Zverotic, Alain Nef und Marco Schneuwly mit ihren Abschlüssen das Tor verfehlten oder an Favre scheiterten, blieb es beim 0:0. «Wir müssen vor dem gegnerischen Tor entschlossener werden», meinte denn auch YB-Keeper Marco Wölfli nach der Partie. Ein Blick auf die Statistik untermauert diese Aussage. In 5 der letzten 6 Partien blieben die Berner ohne Torerfolg. http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... n-lausanne
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. April 2013, 10:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.04.2013  Zitat: Die Entdeckung im YB-Flickwerk
Bei der Nullnummer der Young Boys in Lausanne überzeugt Alexander Gonzalez als Rechtsverteidiger. Der junge, agile Nationalspieler aus Venezuela agiert manchmal eigenwillig wie ein Freigeist.
Seine Spielweise ist: spektakulär, unterhaltsam, wild. Vorne und hinten. Der junge Mann stürmt oft einfach mal drauflos, Hindernisse interessieren ihn nicht, und wenn sich ihm zwei Gegenspieler in den Weg stellen, dann versucht er einfach, beide auszudribbeln. Am besten mittendurch. Hinten, was die Mitspieler und den eigenen Trainer ärgert. Und vorne, was die Gegenspieler und den gegnerischen Trainer beschäftigt.
Alexander Gonzalez ist eine Attraktion, das ist er ganz gewiss, und wenn er wie am Montag in Lausanne als Rechtsverteidiger aufgestellt wird, dann agieren die Young Boys automatisch sehr rechtslastig. Der junge Venezolaner ist am Montag auf der Pontaise neben der wunderbaren Frühlingssonne die grosse Entdeckung in einer tristen Veranstaltung. Gonzalez rennt und dribbelt und fintiert, als nehme er an einer Castingshow teil, in der es gilt, möglichst viel zu rennen, zu dribbeln und zu fintieren.
Mit Tempo unterwegs
Alexander Gonzalez, 20 Jahre jung, steht vor einer glänzenden Zukunft als Rechtsverteidiger. Das behaupten Journalisten und Beobachter in Südamerika schon lange. Bei den Young Boys aber wurde Gonzalez seit seiner Verpflichtung im Januar 2012 meistens im rechten Mittelfeld eingesetzt. Wenn er überhaupt berücksichtigt wurde. Die YB-Trainer – zuerst Christian Gross, später Martin Rueda – bemängelten die defensiven Defizite von Gonzalez und vermissten die Zielstrebigkeit des emsigen, aber oft wirr wie eine wild gewordene Biene umherschwirrenden Südamerikaners.
Am Montag entschied sich Rueda, dem Nationalspieler, der letzte Woche in der WM-Qualifikation gegen Argentiniens Superstar Lionel Messi verteidigt hatte (0:3), in Lausanne endlich eine Einsatzgelegenheit auf dessen Wunschposition zu geben. Und sagt hinterher: «Gonzalez hat das gut gemacht. Er hat in den ersten 30 Minuten eine überragende Leistung gezeigt und seine Stärken wie die Schnelligkeit ausgespielt.» Sein Captain Marco Wölfli spricht von einem «Supermatch», den Gonzalez geliefert habe. Und der Gepriesene meint: «Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Aber wir sind ein bisschen traurig mit dem Resultat.»
Alexander Gonzalez, 12 Länderspiele, spricht ruhig und viel und abgeklärt. Er sagt nach dem 0:0: «Es war gegen einen so defensiven Gegner nicht einfach. Leider vergaben wir in der Startphase Chancen.» An vielen Aktionen war Gonzalez beteiligt. Er ist am 1. April die YB-Entdeckung – die für viele gar keine ist, weil Potenzial und Dynamik international bekannt sind. Fredy Bickel, der Sportchef, meint am Ostermontag: «Ich fand es eine gute Idee vom Trainer, Gonzalez hinten rechts zu bringen. Zumal Lausanne ja defensiv wie ein Auswärtsteam spielte.» So gefährdeten die beinahe fussballromantischen, anarchischen Ausflüge des Rechtsverteidigers, der mehr am gegnerischen als am eigenen Fünfmeterraum unterwegs ist, die YB-Defensive kaum.
Farnerud auf der Ersatzbank
Man darf gespannt sein, wie sich Gonzalez bei den Young Boys entwickeln wird. Er muss gewiss solider, zuverlässiger, defensiv stärker werden, aber mit seiner forschen, agilen Spielweise tut er den behäbigen Young Boys zweifellos gut. Die Berner präsentierten auch gestern wieder ein Flickwerk aus ihrem bunt zusammengestellten Kader. Man hat manchmal das Gefühl, dass es kaum eine entscheidende Rolle spielt, wer wo spielt. Martin Rueda setzte Alexander Farnerud auf die Bank, weil er mit den Vorstellungen des Schweden in dieser Saison oft nicht zufrieden gewesen war – und Christian Schneuwly spielte auf der Position des Regisseurs in der 4-2-3-1-Formation der Berner so, wie Farnerud oft agiert hatte: engagiert, aber glücklos. «Wir brauchen mal einen frühen Treffer, dann läuft es vielen besser», sagt Alexander Gonzalez.
Vielen Mitspielern bei YB würden vor allem seine Unbeschwertheit und sein Abenteuergeist guttun. Wer nichts riskiert, der gewinnt wenig. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22250289
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. April 2013, 10:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.04.2013  Zitat: YB: Fredy Bickel stützt Martin Rueda weiter
Zuerst schwungvoll, später brav – YB kommt nicht vom Fleck. Doch Sportchef Fredy Bickel stützt Trainer Martin Rueda weiter.
0:0 also. Nullzunull in Lausanne. Was jetzt, YB? Und vor allem: Was jetzt, Martin Rueda?
Im ziemlich entwürdigenden und vom Boulevard befeuerten Trainer-Playoff bei den Young Boys ist – um in der Sprache zu bleiben – das nächste Spiel 7 erreicht. «Ich mache meinen Job und konzentriere mich darauf, die Spieler gut einzustellen und richtig aufzustellen», sagt Martin Rueda am Montagnachmittag nach dem 0:0 in Lausanne. «Wir haben heute sehr gut begonnen, aber kein Tor geschossen. Nach der Pause fehlte uns dann ein wenig die Kraft gegen einen sehr, sehr defensiven Gegner. Aber wir sind für eine gute Leistung leider nicht belohnt worden.»
Schwach nach der Pause
Wenige Meter neben Rueda steht Fredy Bickel in den Kabinengängen der furchtbar alten Pontaise. Auch er ist nachdenklich gestimmt. «Man muss zwar das Glück erzwingen», sagt Bickel, doch der Sportchef findet, «dass wir wirklich nicht vom Glück begünstigt werden.» So ein Schuss, sagt Bickel, könne doch einfach auch mal irgendwie ins Tor fliegen. «Und wenn wir das 1:0 erzielen, gewinnen wir, weil Lausanne mehr fürs Spiel machen muss.»
So aber verschanzten sich die Gastgeber die gesamte Spielzeit im Reduit und verteidigten hartnäckig den einen Punkt. An Möglichkeiten, in Führung zu gehen, hätte es den Young Boys in der ersten Halbzeit keineswegs gemangelt. Christian Schneuwly aber zielte zu ungenau, Gonzalo Zarate vergab kläglich, das waren die zwei besten Gelegenheiten, denen die Berner nachtrauerten. Später aber bauten die zu Beginn bissigen, ein wirkungsvolles Pressing betreibenden Gäste enorm stark ab – und hinterliessen nach der Pause grösstenteils einen sehr harmlosen, sehr uninspirierten, sehr braven Eindruck.
Und so kann man die Veranstaltung am Montag mal wieder so betrachten, wie man je nach Perspektive gerade möchte – obwohl ein 0:0 bei einem derart schwachen Gegner für YB viel zu wenig ist. «Ich denke, wir haben eine Reaktion auf das 0:0 gegen Sion gezeigt», sagt Rueda. «Man sah ein Team, das lebt», sagt Bickel. Und Captain Marco Wölfli meint: «Natürlich ist das Ergebnis nicht gut. Aber gerade in der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass wir stark spielen können.»
Nun zwei Heimspiele
Es ist eine Saison zum Vergessen für YB, das ist schon länger klar, und Sportchef Bickel, seit drei Monaten im Amt, beobachtet in Ruhe die Entwicklung. Auf eine Trainerdiskussion lässt er sich auch am Montag nicht ein. «Ich weiss schon fast nicht mehr, was ich sagen soll», sagt Bickel, «in gewissen Zeitungen steht ja dann sowieso etwas anderes.» Er stellt sich weiter hinter Martin Rueda: «Wenn man nach der heutigen Partie den Trainer wechseln würde, wäre das sehr seltsam. Das Team hat ja wirklich nicht so gespielt, als ob es mit diesem Trainer nicht weitergehen könnte.»
9 Punkte aus den 3 Partien in Lausanne und zu Hause gegen Servette sowie Thun hatte Martin Rueda ja holen wollen. Diese Rechnung kann nicht mehr aufgehen. Doch der Kampf um einen Europacup-Platz geht weiter, zumal auch die Konkurrenten Zürich (1:3 gegen St.Gallen) und Sion (1:1 gegen Servette) patzten. Eine «ruhige Woche» wünscht Fredy Bickel den Medienvertretern zum Abschied. Und: «Bei uns wird ja nichts passieren.»
Und so folgt am Sonntag im Stade de Suisse das nächste Endspiel für Rueda. Dieses Game 7 – gegen Servette – sollte der Coach gewinnen, sonst wird es noch enger für ihn. Und man kann – Achtung, Ironie – den 1.April aus YB-Sicht sogar positiv betrachten: Der Rückstand auf Zürich ist verkürzt worden – und der Vorsprung auf das sehr bescheidene Lausanne beträgt weiter beruhigende sechs Zähler. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24429126
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. April 2013, 10:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.04.2013  Zitat: Die Noten zum Spiel YB gegen Lausanne
Die Akteure der Young Boys agierten beim bescheidenen Lausanne (0:0) solid, aber ohne zu brillieren.
Marco Wölfli: Note 4,5 Nahezu beschäftigungslos. Der Goalie war auf der Hut, als es ihn doch benötigte. Ruhig und sicher.
Alexander Gonzalez: Note 5 Der deutlich auffälligste Akteur auf dem Rasen. Probierte viel, setzte sich oft durch, war der grosse Lichtblick in einer ziemlich schwachen Partie. Der junge Venezolaner sollte mehr eingesetzt werden. Seine defensiven Mängel blieben in Lausanne unerkannt, weil der YB-Gegner kaum einmal gefährlich angriff.
Alain Nef: Note 4,5 Zweikampfstark, erledigte seine Arbeit in der Abwehr schnörkellos und ohne Probleme. Allerdings waren die Lausanne-Offensivkräfte fast inexistent.
Marco Bürki: Note 4,5 Auch der Youngster spielte an der Seite von Nef im YB-Abwehrzentrum souverän und liess kaum etwas anbrennen.
Mario Raimondi: Note 4 Weil Gonzalez auf der anderen Seite fast wie ein Flügelstürmer unterwegs war, blieb Raimondi meistens hinten. Hätte sich dennoch etwas mehr zutrauen dürfen. Wenn er einmal vorne war, fielen seine schwachen Flanken auf. Hinten tadellos, wobei Lausanne eben sehr harmlos war.
Pascal Doubai: Note 4,5 Stabilisierte das Zentrum, war solid, ohne zu brillieren. Wie YB.
Elsad Zverotic: Note 4 Lange Zeit ein Aktivposten mit guten Szenen. Nach der Pause aber häuften sich die Abspielfehler von Zverotic, der im 4-2-3-1-System der Young Boys eine zentrale Rolle einnahm.
Gonzalo Zarate: Note 4,5 Nach längerer Verletzungspause wieder in der Startformation. Seine Dynamik tut den Young Boys gut, er setzte auch in Lausanne bereits wieder Akzente und war vor allem zu Beginn sehr stark. Er traf das Tor aber auch nicht und baute deutlich ab.
Christian Schneuwly: Note 3,5 Erhielt als Spielmacher den Vorzug vor Alexander Farnerud und Moreno Costanzo. Schneuwly war engagiert, spielte aber glücklos und vermochte sich – erneut – nicht restlos aufzudrängen.
Raphael Nuzzolo: Note 3,5 Diesmal ohne Durchsetzungsvermögen am linken Flügel, blieb meistens hängen und war deutlich schwächer als Zarate.
Alexander Gerndt: Note 3,5 Der Winterpausenzugang ist immer noch nicht richtig zu beurteilen. War oft unterwegs und in viele Zweikämpfe verwickelt, aber kam zu keinem gefährlichen Abschluss und war als Stürmer letztlich zu wenig auffällig. Allerdings erhielt der Schwede auch kaum ein brauchbares Zuspiel.
Alexander Farnerud: Note 3,5 Kam nach 69 Minuten für Schneuwly. War nicht besser, aber auch nicht schlechter – und letztlich zu wenig präsent.
Samuel Afum (78.Minute für Zarate) und Michael Frey (78. für Gerndt) waren zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.
6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29430310
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. April 2013, 10:21 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.04.2013  Zitat: Wieder ein 0:0 und wieder dieselben Fragen
Trotz klarer Dominanz blieb YB auch gegen Lausanne ohne Tor. Sportchef Fredy Bickel hält an Trainer Martin Rueda fest.
Martin Rueda steckte nach dem Schlusspfiff die Hände in die Hosentaschen und schlenderte nachdenklich über den Rasen der Pontaise Richtung Kabine. Auf der Pontaise, die er so gut kennt, schaffte YB wieder kein Tor, wieder nur ein 0:0, wie vor zwei Wochen im letzten Heimspiel gegen Sion.
Wieder wurde das Soll nicht erfüllt. Auf der Pontaise blieb die Kabinentür für Minuten geschlossen, ehe sich Rueda zusammen mit Sportchef Fredy Bickel und Präsident Werner Müller zur Pressekonferenz aufmachte.
«Wir sind mit diesem 0:0 schlecht bedient», sagte Rueda. «Wir haben einen grossen Aufwand betrieben und hätten in den ersten 30 Minuten ein Tor erzielen müssen.» Doch der Treffer fiel nicht, weil Schneuwly und Zárate die beiden besten Möglichkeiten in der ersten Halbzeit vergaben. Mit Pressing, mit grosser Laufarbeit und aggressiv geführten Zweikämpfen dominierten die Young Boys die ersatzgeschwächten Waadtländer.
Die Erlösung mit dem Führungstor aber traf nicht ein. Je länger die Partie dauerte, desto komplizierter spielten die Young Boys gegen die massive Abwehrmauer der Waadtländer. Die beiden in der Winterpause engagierten Stürmer Gerndt und auch der später eingewechselte Afum kamen nie in Erfolg versprechende Abschlussposition.
YB noch ohne Auswärtstor 2013
Ein Freistoss von Schneuwly, den Favre aus der hohen Torecke holte, war die beste Möglichkeit der Berner nach der Pause. Und so sind die Young Boys auf fremden Terrain dieses Jahr weiter ohne Tor: 0:2 bei GC, 0:4 beim FCZ, 0:3 in Basel und jetzt das 0:0 in Lausanne, das sind keine Resultate, die des Trainers Position stärken. Auf der Tribune sass auch Bernard Challandes, seit einigen Spielen regelmässiger Gast bei den Spielen von YB.
Auf die Frage, ob Rueda auch beim nächsten Spiel gegen Servette noch Trainer bei YB sei, blickte Bickel, an die Wand des Tribünenganges gelehnt, über seine Brillenränder in die Journalistenrunde und verzog seine Mundwinkel. Diese Frage hatte er erwartet, und er fand sie nicht originell: «Die Mannschaft hat eine klare Reaktion gezeigt. Das war ein himmelweiter Unterschied zum Spiel gegen Sion», betonte Bickel.
Damals sei er verärgert gewesen über die Vorstellung von YB, diesmal tue ihm die Mannschaft leid. «Sie hätte ein Tor und den Sieg verdient.» Das Spiel habe gezeigt, dass der Trainer Einfluss auf die Mannschaft habe und etwas bewirken könne. Deshalb bleibe Rueda weiter im Amt. «Ich habe nicht vor, dass diese Woche etwas passiert.»
Nur, und das kann Bickel auch nicht wegreden: Das Resultat ist mit dem 0:0 auf der Pontaise gleich wie vor einer Woche, und Harmlosigkeit wie Unbeholfenheit der Young Boys im gegnerischen Strafraum waren einmal mehr offensichtlich. Rueda hatte seinen formschwachen Spielgestalter Farnerud vorerst auf die Ersatzbank gesetzt, der junge Doubai und Zverotic spielten im zentralen Mittelfeld. González wurde als rechter Verteidiger für Sutter nominiert, und der Venezolaner war lange Zeit der auffälligste YB-Spieler.
Er schaltete sich praktisch in jeden Angriff ein, gewann viele Zweikämpfe und Lausanne-Trainer Laurent Roussey reagierte schon nach einer halben Stunde. Er nahm Marazzi vom Feld, brachte Avanzini und liess Sanogo die Seite wechseln, der nun die Vorstösse von González einzudämmen hatte.
Rousseys Erklärung
«Lausanne spielte doch wie ein Auswärtsteam», meinte Bickel, und Roussey stritt das nicht ab. «Uns fehlten wegen Verletzungen mit Malonga und Khelifi zwei sehr wichtige Spieler. Wir haben verteidigt, und das haben wir gut gemacht. Hätte Moussilou seine Torchance in der Schlussphase genutzt, wäre uns gar der Hold-up gelungen.»
An diese Szene hatte auch Rueda gedacht. «Wir hatten viele Kräfte gelassen, und ich kenne Moussilou gut. Das Risiko, trotz klarer Dominanz noch ein Tor einzufangen, war bei uns allen im Hinterkopf.»
So aber blieb es beim 0:0. Und sollte YB am nächsten Sonntag gegen Servette das Heimspiel nicht gewinnen, weiss Fredy Bickel jetzt schon, welche Frage ihm von den Journalisten gestellt wird. Den Mechanismen des Fussballs kann auch er nicht entfliehen.
Telegramm
Lausanne-Sport - Young Boys 0:0 Pontaise. - 5300 Zuschauer. - SR San. Lausanne-Sport: Favre; Chakhsi, Katz, Tall, Meoli; Sanogo, Gabri, Martin (80. Facchinetti), Marazzi (30. Avanzini); Roux (72. Tafer), Moussilou. Young Boys: Wölfli; González, Nef, Bürki, Raimondi; Zárate (78. Afum), Doubai, Zverotic, Nuzzolo; Gerndt (78. Frey), Christian Schneuwly (69. Farnerud). Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Khelifi, Malonga, Guié Guié und Sonnerat (alle verletzt). Young Boys ohne Tabakovic (gesperrt), Affolter, Spycher und Simpson (alle verletzt). http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/26729514
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shalako
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Verfasst: Dienstag 2. April 2013, 12:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.04.2013  Zitat: Grottenkick in Lausanne
YB zum Davonlaufen!
Trotz erstem Auswärtspunkt seit Anfang Oktober 2012 spielt YB auch in Lausanne zu harmlos.
Was haben Sie denn das Gefühl? Haben Sie die erste Halbzeit gesehen?», entfährt es Martin Rueda, als er gefragt wird, ob er die Mannschaft noch erreiche. Die Nerven liegen blank beim YB-Trainer. Nur 0:0 gegen ein bescheidenes Lausanne. Ein Grottenkick.
YB-Verteidiger Alexander Gonzalez: «Ein bisschen traurig ist das schon. Wir wollten die 3 Punkte, um uns in der Tabelle nach vorne zu orientieren.» Mit einem Sieg wäre man punktemässig gleichgezogen mit dem FCZ auf Platz 5. Ein bisschen näher am Minimalziel Europa.
Doch YB ist verunsichert, offensiv zu harmlos. Wie schon gegen Sion (0:0) und Basel (0:3). Seit 282 Minuten sind die Berner ohne Torerfolg. Zum Davonlaufen! Dabei haben sie sich im Winter gezielt in der Offensive verstärkt, Afum aus Ägypten und Gerndt aus Belgien geholt. Beide sind noch ohne Tor!
Afum sitzt in Lausanne auf der Bank, kommt rund eine Viertelstunde vor Schluss. Ohne grosse Auswirkungen. Gerndt steht in der Startelf, kommt in der 15. Minute in guter Position zum Kopfball. Direkt in die Arme von Lausanne-Keeper Favre. Sein einziger Abschluss!
In dieser Startphase ist YB nicht schlecht, kommt neben Gerndt durch Zarate (21.) und Schneuwly (35.) in aussichtsreiche Positionen. Mehr aber nicht. Und so klagt Rueda: «Wir müssten in den ersten 30 Minuten ein Tor schiessen. Dann läuft das Spiel anders.»
Tut es nicht. Es läuft kaum mehr etwas in der zweiten Hälfte. Nicht für YB. Dennoch findet Sportchef Fredy Bickel: «Die Verunsicherung ist zu spüren, aber die Mannschaft hat aufopfernd gespielt. Ich habe eine klare Reaktion gesehen.»
Im Stadion sitzt auch Bernard Challandes. Offiziell als Beobachter der Schiedsrichter (Blick berichtete). Bestimmt hat er auch ein Auge auf YB geworfen. Wird er bald Ruedas Nachfolger?
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