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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Oktober 2012, 14:22 
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Das Schlüsselspiel beim Leader

Am Sonntag treten die Young Boys bei GC an. Verlieren die mässig in die Saison gestarteten Berner, liegen sie nach 13 Runden bereits 15 Punkte hinter den überraschenden Zürchern!

Vielleicht war es die Ruhe vor dem Sturm bei den Young Boys. In den letzten zwei Wochen jedenfalls gehörten die Schlagzeilen im Fussball dem Nationalteam, Ottmar Hitzfelds Mittelfinger oder Basels Trainerwechsel von Heiko Vogel zu Murat Yakin. «Es tat uns gut, nach den strengen Zeiten ein bisschen zu regenerieren und nicht alle drei Tage ein Spiel bestreiten zu müssen», sagt YB-Trainer Martin Rueda. «Denn jetzt folgen ja wieder viele Partien in kurzer Zeit.»

Am Sonntag tritt sein Team bei GC an, dann stehen nächste Woche innerhalb von drei Tagen die Heimspiele gegen Udinese in der Europa League (am Donnerstag) sowie Luzern (am Sonntag) an. «Natürlich kommt nun eine entscheidende Phase», sagt Rueda. «Doch wir stehen in jedem Spiel unter Druck. Das gehört dazu.»

Wölfli trifft auf Bürki

Die Ausgangslage vor dem Klassiker GC vs. YB morgen im Letzigrund ist äusserst interessant: Verlieren die ambitionierten Berner das Gastpiel bei den unerwartet souveränen und stabilen Grasshoppers, liegen sie nach 13 Spieltagen bereits 15 Punkte hinter dem Leader zurück! «Das ist kein schönes Szenario», sagt Rueda, «aber wir können mit einem Sieg auch wieder näher an die Spitze rücken.» Für ihn ist der Höhenflug des morgigen Gegners keine Überraschung. «GC hat sich klug verstärkt», sagt der frühere Spieler und Nachwuchstrainer der Grasshoppers. Auch er nennt Mittelfeldstratege Veroljub Salatic sowie die Innenverteidiger Milan Vilotic und Stéphane Grichting als GC-Schlüsselspieler. Die drei neuen Defensivkräfte führen die zahlreichen Talente.

Letzte Saison wäre GC ja abgestiegen, hätte Xamax nicht Konkurs anmelden müssen und Sion nicht mit 36 Punkten Abzug zu kämpfen gehabt. Unter Trainer Uli Forte legten die Zürcher zuletzt eine grandiose Siegesserie hin, gewannen achtmal de suite, wobei der junge Torhüter Roman Bürki bis zum letzten Erfolg in Thun (3:2) vor zwei Wochen während 659 Spielminuten ohne Gegentor geblieben war. Der 21-jährige Münsinger Bürki gehört YB, sein leihweises Engagement endet Ende Saison, und noch haben die Young Boys nicht entschieden, was sie mit dem starken U-21-Nationalkeeper vorhaben. Eine Rückkehr bereits nächsten Sommer ist unwahrscheinlich. Morgen trifft Bürki in einem brisanten Duell vorerst auf Nationalgoalie Marco Wölfli.

Wegweiser im Hinspiel

Im GC-Kader steht mit Nassim Ben Khalifa ein weiterer Akteur mit YB-Bezug. Er absolvierte eine enttäuschende letzte Saison in Bern, wurde im Sommer von Besitzer Wolfsburg erneut verliehen und ist nun auf bestem Weg, sein grosses Potenzial bei seinem früheren Klub endlich konstant unter Beweis zu stellen. Der 20-Jährige hat bisher vier Saisontore erzielt und wurde wieder ins Nationalteam aufgeboten.

Im Hinspiel in Bern war Ben Khalifa beim Stand von 0:0 übrigens ebenso mit einem Elfmeter an Marco Wölfli gescheitert wie YB-Regisseur Moreno Costanzo an Bürki. Salatic erzielte im Juli das 1:0-Siegtor mit einem Kopfball fünf Minuten vor Spielende. «Wir spielten damals gut und hätten es sicher verdient gehabt zu gewinnen», sagt YB-Trainer Martin Rueda.

Der GC-Auswärtssieg vor knapp drei Monaten war ein Wegweiser, nachdem die Zürcher das erste Saisonspiel zu Hause gegen Sion 0:2 verloren hatten. Seither läuft es den Grasshoppers wie geschmiert, während die Young Boys im Mittelfeld der Liga stehen. Auf dem Papier sind die Berner prominenter und besser (und vor allem: teurer) als GC besetzt – doch Papier kann sehr vergänglich sein. Gerade im Fussball. Morgen folgt für die hochkarätige Berner Offensive um die früheren GC-Akteure Raúl Bobadilla und Gonzalo Zarate sowie um Costanzo und Alexander Farnerud ein echter Leistungstest.

Verliert YB, ist es mit der Ruhe jedenfalls vorbei.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10787732

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Oktober 2012, 14:31 
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-------------------Wölfli-----------------------
Sutter-------Nef---------Ojala---------Raimondi
-------------------Spycher--------------------
--------Schneuwly--------Farnerud------------
Zarate----------------------------------Nuzzolo
-------------------Bobadilla--------------------

Grasshoppers - BSC Young Boys 1:2

Tore:

Grasshoppers: Mustafi
BSC Young Boys: Bobadilla, Zarate


Zuschauer: 12'000


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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2012, 08:19 
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GC fliegt weiter, YB stürzt weiter

Bereits 15 Punkte beträgt der Rückstand der Berner auf Rang 1 nach der 2:3-Niederlage am Sonntag beim überraschenden Leader GC. YB leistete sich in Zürich erneut eine völlig ungenügende erste Halbzeit.

Andy und Hans-Ueli Rihs, die Geldgeber und Besitzer von YB, verliessen den Letzigrund am Sonntagabend nach langer Tribünenunterredung mit CEO Ilja Kaenzig wenig erfreut. Die hohen Investitionen in Verein und Team zahlen sich auch in dieser Saison bisher überhaupt nicht aus. «Wenigstens war das Ende der Partie versöhnlich», meinte Kaenzig nach der 2:3-Niederlage der Young Boys bei GC. «Aber es wäre falsch, wenn wir jetzt sagen würden, man könne auf der zweiten Halbzeit aufbauen.»

Wie beim letzten Auftritt vor der Länderspielpause zwei Wochen zuvor beim FCZ (1:1) legten die Young Boys auch gestern eine miserable erste Halbzeit in Zürich hin. Vielleicht wäre alles anders geworden, hätte Josef Martinez seine Grosschance nach wenigen Minuten verwertet. Der junge Venezolaner scheiterte am starken GC-Keeper Roman Bürki, der YB-Leihgabe, die das brisante Goalieduell mit Marco Wölfli klar für sich entschied.

YB sehr offensiv und naiv

Martinez traf nicht, dafür offenbarte GC-Scharfschütze Izet Hajrovic mal wieder gegen die Young Boys seine Schusskünste. Er traf mit links und einem herrlichen Freistoss zum 1:0, das war in der 17.Minute, und er traf kurze Zeit später mit rechts, nachdem er Mario Raimondi ausgetanzt hatte. Wölfli wirkte bei beiden Gegentoren nicht souverän, verhinderte im GC-Sturmlauf vor der Pause aber einen noch höheren Rückstand. Uli Forte, Trainer der Grasshoppers, meinte, seine Spieler hätten in der ersten Hälfte nach der 1:0-Führung «entfesselt und wie in Trance» agiert. Steven Zuber schloss einen der wunderbaren Spielzüge in der 45.Minute zum 3:0 ab.

Und so musste man vor der zweiten Halbzeit aus YB-Sicht eine Kanterniederlage befürchten. Der Berner Trainer Martin Rueda hatte sein Team sehr offensiv aufgestellt («Wir wollten und mussten dieses Spiel gewinnen»), und reichlich naiv rannten die Seinen nach vorne – teilweise in einer 4-2-4-Formation mit Moreno Costanzo und Alexander Farnerud im defensiven Mittelfeld. Beide sind ja eher nach vorne orientiert, und weil Christoph Spycher mit Knieproblemen immer noch verletzt ausfiel, fehlte es YB im Aufbau eklatant an Zweikampfstärke und Dominanz. Die lauffreudigen, schwungvollen, physisch starken Grasshoppers um Vorkämpfer Veroljub Salatic deckten die Mängel der Gäste gnadenlos auf. «Wir wurden vorgeführt», sagte Ilja Kaenzig.

Auf der Suche nach Konstanz

Immerhin rafften sich die Young Boys, wie gegen den FCZ, zu einer Reaktion auf. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte vergab GC eine ausgezeichnete Möglichkeit zum 4:0, ehe YB den Ansatz einer Spannung in die Partie zurückbrachte. Martinez vollendete in der 50.Minute eine Vorarbeit Raúl Bobadillas mit einem feinen Volleyschuss. In der zunehmend gehässiger geführten Begegnung lehnten sich die Berner nun – endlich – gegen die Niederlage auf. Ihr zweiter Treffer durch Bobadilla, der teilweise wie ein Einzelsportler kämpfte, fiel erst in der 90.Minute.

«Wir drehen uns im Kreis», meinte Kaenzig. «Es würde mich nicht überraschen, wenn sich das Team am Donnerstag gegen Udinese in der Europa League und am Sonntag gegen Luzern rehabilitieren würde.» Benötigen aber würde YB eine Siegesserie – und Stabilität. «Wir haben in dieser Saison jetzt 21 Pflichtspiele bestritten», sagte Kaenzig, «aber personell und sportlich immer noch keine Konstanz gefunden».

Dabei hätten die Young Boys gestern mit einem Auswärtssieg ein Ausrufezeichen setzen können. So aber waren es die Grasshoppers, die als einziges Team der Top 5 in der Super League am Wochenende gewannen – und ihren Traumstart veredelten. Die Zürcher strahlen nach sehr schwierigen Jahren bemerkenswerte Spielfreude, Reife und Stabilität aus. Man darf gespannt sein, wo der Höhenflug des überraschenden Leaders enden wird.

Keine Trainerdebatte bei YB

YB dagegen, mit einer deutlich teureren und prominenter besetzten Belegschaft als GC, liegt 15 Punkte hinter Rang 1 – und steht mal wieder vor unangenehmen Wochen. Eine Trainerdebatte aber steht laut Kaenzig nicht bevor. «Wir haben den Trainer nicht nur einmal gewechselt», sagte er, «sind aber nicht weitergekommen.»

Coach Martin Rueda bemängelte intern und in den Medien ja bereits, er sei mit der Kaderzusammenstellung nicht zufrieden. Ob das die richtige Haltung ist, um mit YB den Turnaround zu realisieren, wird sich schon bald zeigen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20644299

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2012, 08:20 
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Bobadilla wieder ungeschickt

Unter den YB-Exponenten war nach dem ungenügenden Auftritt bei GC Ratlosigkeit zu spüren. Raúl Bobadilla verhielt sich nach dem 2:3 einmal mehr ungeschickt.

Die meisten Young Boys wählten nach der 2:3-Niederlage gegen GC einen einsamen Weg. Raúl Bobadilla war mehr nach Gesellschaft, der frühere GC-Spieler ging nach dem Schlusspfiff vor die Fankurve der Grasshoppers, um dort ausgiebig zu applaudieren. Die Geste löste nicht nur bei den Zürcher Fans Verwirrung aus, aus dem Fanblock drangen Pfiffe und Jubel. Nach seiner fragwürdigen, unüberlegten Aktion erwies sich Bobadilla später im Pulk zwischen YB-Akteuren und Stadionpersonal einmal mehr als Hitzkopf – sein Abgang, begleitet von einer Schimpftirade, war unrühmlich.

Einen anderen, professionelleren Weg wählte Moreno Costanzo. Besonnen und leise suchte er nach Antworten, druckste herum und versuchte gar nicht erst, seine Ratlosigkeit ob des Gebotenen zu verbergen. «So kann es nicht weitergehen», sagte der Mittelfeldspieler und schob nach, was schon früh in der Partie viele dachten: «Das Selbstvertrauen war klar verteilt.» Muss YB seine Ziele revidieren? «Das kann ich nicht beurteilen», meinte Costanzo, «aber so ist es sicher für niemanden zufriedenstellend.» Die gleiche Frage entlockte YB-Trainer Martin Rueda keine langen Vorträge über eine Neuorientierung im Mittelmass. «Wir wollen auf einen Europa-League-Platz», sagte Rueda.

«Es wird immer schwieriger»

Costanzo und Alexander Farnerud gaben im YB-Mittelfeld ein unstetes Duo, stellvertretend für den Schiffbruch, den die offensive Berner Taktik im Letzigrundstadion erlitt. Trainer Rueda hielt diesbezüglich dagegen, «keines der Gegentore hat etwas mit dieser Besetzung zu tun». Fakt aber bleibt, dass von der erhofften offensiven Schubkraft der beiden Kreativspieler nichts zu sehen war und dafür im Defensivspiel oft Lücken klafften. Christoph Spycher, nach wie vor am Knie verletzt, fehlte auch als Abräumer vor der Abwehr. «Er ist ein wichtiger Spieler, aber wir müssen doch auch ohne ihn auftreten können», befand Alain Nef, halb verzweifelt, halb kämpferisch klingend. «Es wird immer schwieriger», sagte er, auch im Hinblick auf die Torchancen, die YB wieder ungenutzt liess.

Kritisch befragt wurde nach der vierten Saisonniederlage vor allem Trainer Rueda, der kurz nach der Partie verständlicherweise noch mit keinem Plan zur Besserung aufwartete. «Wir haben auf zu einfachem Weg Gegentore erhalten, waren zu wenig aggressiv und zu oft zu spät», fasste Rueda vorab die Mängel zusammen. «Wir spielten auf Sieg und wollten hier ein Zeichen setzen», sagte er weiter, auf den plötzlichen 0:3-Rückstand nach eigentlich ausgeglichenem Beginn anspielend. In den YB-Reihen war auch gestern wieder Verunsicherung zu spüren, «die stellt sich dann jeweils schnell ein», gab Rueda zu. Dessen Auftritt spiegelte die YB-Verfassung indes nicht so schlecht wider. Ein wenig ratlos wirkte er und fast beängstigend ruhig. Und YB rutscht tiefer und tiefer, bleibt dabei immerhin unbeirrt auf diesem Kurs.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13095415

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2012, 08:21 
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Die Noten zum Spiel GC gegen YB (21. Oktober 2012)

Die Young Boys enttäuschten bei der 2:3-Niederlage in Zürich gegen GC, steigerten sich aber immerhin.

Marco Wölfli: Note 3,5
Zwei gute Paraden zu Beginn, aber die ersten zwei Gegentore waren nicht unhaltbar. Scott Sutter: Note 3
Kam oft zu spät, verlor einige Zweikämpfe, wirkte nicht sattelfest und erlebte einen ungemütlichen Nachmittag in Zürich.

Alain Nef: Note 4
Auch nicht immer stilsicher, aber wenigstens jederzeit kampfstark und mit viel Engagement.

Dusan Veskovac: Note 4
Ersetzte den nach Grippe noch nicht restlos fitten Juhani Ojala im Abwehrzentrum. Verhinderte mit viel Einsatz unmittelbar nach der Pause das 4:0 für GC. Auch er hatte teilweise Probleme mit den zügigen Angriffen der Gastgeber, war aber insgesamt solid.

Mario Raimondi: Note 3
Über die Flügel war YB extrem anfällig, und den Verteidigern Sutter und Raimondi fehlte gewiss die Unterstützung aus dem Mittelfeld. Aber Raimondi erwischte einen schwachen Tag, wurde mehrmals – wie vor dem zweiten GC-Tor – ausgespielt und leistete sich einige Fehler.

Alexander Farnerud: Note 3,5
Vermochte dem Aufbau kaum Struktur und Stabilität zu verleihen. Trat den späten Freistoss vor dem Tor Bobadillas. Moreno Costanzo: Note 3,5
Auch der Regisseur fand nie in die Partie und tat sich gegen den robusten Gegner schwer. Er schlug nur selten kluge Pässe. Und seine Freistösse und Eckbälle waren diesmal nicht gut.

Gonzalo Zarate: Note 3,5
Deutete seine Schnelligkeit und Klasse teilweise an. Probierte einiges, blieb meistens hängen.

Josef Martinez: Note 4
Einige auffällige Aktionen, vergab aber das frühe 1:0, als er alleine vor dem Tor an GC-Keeper Roman Bürki scheiterte. Schoss später einen tollen Treffer, als er eine Flanke Bobadillas aus 16 Metern verwertete. Spielte im offensiven Mittelfeldzentrum überraschend im 4-2-3-1-System, das oft wie ein 4-2-4 aussah.

Raphael Nuzzolo: Note 3,5
Weniger stark als in den letzten Wochen. Wenigstens mit zwei gefährlichen Schüssen. Raúl Bobadilla: Note 4,5
Probierte zu viel auf eigene Faust, setzte sich aber immerhin einige Male durch. Und: ein Tor, ein Assist. Hatte seine Emotionen mal wieder nicht im Griff. Dümmliche Aktion nach der Partie.

Michael Frey: Note 3
Kam nach 62 Minuten für Martinez. Fleissig, aber überfordert, verlor sehr viele Bälle.

Matias Vitkieviez: Note 3,5
Kam nach 70 Minuten für Nuzzolo. Eifrig, aber ohne Einfluss.

Alexander Gonzalez (80. für Sutter) war für eine Benotung zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12732600

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2012, 08:24 
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YB bleibt ein Mysterium

Die Young Boys begannen im Letzigrund gegen Leader GC erst Fussball zu spielen, als die Partie mit 0:3 schon entschieden war. Mehr als eine Kosmetik des Resultats auf 2:3 lag trotz einer Steigerung nicht mehr drin.

Dann kam er, der Höhepunkt der Berner Demontage vor der Pause: GC kombinierte sich stilsicher und schnell durchs YB-Mittelfeld, spielte auf der linken Seite Abrashi frei, der im Strafraum so mustergültig für Zuber auflegte, dass dieser den Ball in der Mitte nur noch zum 3:0 über die Torlinie drücken musste. Dieser Treffer in der 45. Minute bedeutete nicht nur die frühe Entscheidung, er war irgendwie das Spiegelbild der Auftritte der beiden Teams. Hier Leader GC, voller Selbstvertrauen, voller Spielfreude, voller Energie; dort die Young Boys, ohne Punch, ohne Ideen, ohne Lust.

Keine gute Figur

Auch Martin Rueda nahm ob des kläglichen Auftritts vor der Pause kein Blatt vor den Mund. «Wir haben uns nach dem ersten Gegentor vorführen lassen», sagte der YB-Trainer mit frustriertem Unterton, «es fehlte die Aggressivität, wir kamen immer zu spät.»

Dass YB die erste grosse Chance des Spiels hatte, bei der Josef Martínez den Ball aber freistehend aus wenigen Metern nicht am starken Roman Bürki vorbeibrachte, blieb am Ende nur noch eine Randnotiz. Izet Hajrovic lancierte zehn Minuten später die halbstündige GC-Gala mit einem Freistosstreffer aus 25 Metern. Marco Wölfli machte dabei keine gute Figur. Wie danach auch beim zweiten Tor desselben GC-Akteurs. Dass er beim 0:1 offenbar ausrutschte und dass der nicht sehr platzierte Ball beim 0:2 unglücklich aufsetzte, darf zwar mildernd erwähnt werden. Eine Mitschuld in beiden Fällen muss der YB-Captain trotzdem auf sich nehmen.

Das 2:3 fiel zu spät

Rueda wollte später dem Einwand, dass er sein Team zu offensiv formiert habe, kein Gewicht geben. «Wir wollten hier gewinnen, deshalb haben wir diese Aufstellung gewählt», begründete er und gab dabei zu bedenken, «dass wir immerhin fünf Mittelfeldspieler auf dem Feld hatten». Weil Spycher wegen seiner Knieentzündung weiterhin pausieren musste, hatte der YB-Trainer mit Costanzo und Farnerud einen offensiven «Doppelsechser» formiert und davor das Trio Zárate, Martínez und Nuzzolo hinter Bobadilla, der einzigen Spitze.

Die Berner fanden aber erst zu ihrem Spiel, als die Entscheidung bereits gefallen war. Klare Vorteile bei den Spielanteilen, ein Chancenplus und eine Leistungssteigerung reichten jedoch bloss noch zur Resultatkosmetik. Nach dem herrlichen 1:3 mittels Direktabnahme von Martínez dauerte es jedoch zu lange, bis Bobadilla in der 90. Minute das Anschlusstor gelang. GC, das nach der Pause stark abbaute, rettete die drei Punkte über die Zeit.

«Was sollen wir uns gross verstärken, wenn wir nur noch um Platz 5 spielen?»

«Das Resultat ist noch das Beste an diesem Spiel», übte sich YB-CEO Ilja Kaenzig in Galgenhumor. Auch er fand keine Erklärung für den völlig missratenen Auftritt vor der Pause. «Es ist ein Auf und Ab, wir kommen einfach nicht weiter», ärgerte er sich. Dann rechnete er vor: «Wir haben in dieser Saison nun schon 21 Pflichtspiele bestritten, und immer noch ist keine Stabilität beim Team zu erkennen.» Ein Rezept, wie dieses Problem schnell behoben werden kann, kennt er im Moment aber auch nicht. «Uns bleibt gar nichts anderes übrig, als weiter daran zu arbeiten.»

Die Option, mit Retouchen beim Personal neue Impulse zu setzen, schloss er aus. An der Position des Trainers werde «ganz sicher nicht» gerüttelt, und dass im Winter mehrere neue Spieler zum Kader stossen, schloss er ebenfalls aus. «Was sollen wir uns gross verstärken, wenn wir nur noch um Platz 5 spielen?», antwortete er mit einer Gegenfrage. Zudem würden auch die rücklaufenden Zuschauerzahlen beim Budget eher dazu führen, dass auf der finanziellen Ebene nochmals gespart werden müsse. Wohin der Weg von YB in dieser Saison noch führt, bleibt deshalb eine offene Frage. 15 Punkte beträgt der Rückstand auf Leader GC nach 13 Runden – das ist zu viel für eine Mannschaft mit Ambitionen wie YB!

Bobadillas Ehrenrunde

Beim BSC Young Boys war an diesem sonnigen Nachmittag in Zürich also vieles nicht zu erklären. Wie auch der letzte Akt, als Raúl Bobadilla nach dem Schlusspfiff eine überraschende Ehrenrunde vor der GC-Kurve drehte. «Er hat vor einigen Jahren hier gespielt und sich sehr auf diese Partie gefreut. Danach wollte er sich wohl bei den Zürcher Fans verabschieden», versuchte Rueda das unerwartete Verhalten seines Stürmers zu erklären. Der GC-Anhang dagegen empfand dies als Provokation. Es war das letzte von vielen Missverständnissen bei den Bernern, die ein Mysterium bleiben.

Telegramm

Grasshoppers - Young Boys 3:2 (3:0).

Letzigrund. - 11'900 Zuschauer. - SR Carrel. - Tore: 17. Hajrovic 1:0. 30. Hajrovic 2:0. 45. Zuber (Abrashi) 3:0. 50. Martinez (Bobadilla) 3:1. 90. Bobadilla (Farnerud) 3:2.

Grasshoppers: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Hajrovic (83. Feltscher), Abrashi, Toko (77. Gashi), Zuber; Ben Khalifa (86. Mustafi).

Young Boys: Wölfli; Sutter (80. Gonzalez), Nef, Veskovac, Raimondi; Zarate, Costanzo, Farnerud, Nuzzolo (70. Vitkieviez); Martinez (61. Frey), Bobadilla.

Bemerkungen: GC ohne Coulibaly. YB ohne Simpson, Doubai und Spycher (alle verletzt). - Verwarnungen: 24. Zarate (Foul), 46. Sutter (Foul), 56. Toko (Foul), 59. Salatic (Reklamieren), 83. Costanzo (Foul), 91. Bürki (Unsportlichkeit), 91. Vitkieviez (Unsportlichkeit).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/22342634

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2012, 08:29 
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3:2-Sieg des Leaders gegen YB

Der GC fast wie in Trance

Nach den 45 besten Minuten der Saison sind die Grasshoppers unbestritten die Nummer 1 der Super League – vier Punkte vor St. Gallen, gar elf vor Meister Basel.

Gewiss, am Schluss waren die Grasshoppers nicht mehr immer souverän; nach dem zweiten Gegentor in der 90. Minute gingen sie nur als knapper Sieger vom Platz. Aber das Resultat täuschte nicht einmal die Berner über den klaren Gesamteindruck hinweg: GC war die deutlich stabilere Mannschaft mit viel konkreterem Vorgehen – der neunte Sieg in Serie war logisch. Es liess sich in diesem Spiel auch ablesen, warum die Zürcher nun 15 Punkte Vorsprung haben auf die Young Boys, die doch als Anwärter auf einen Spitzenplatz in die Saison gegangen waren.

YB ohne Konstanz

Der YB-CEO Ilija Kaenzig stellte nach dem Spiel ernüchtert fest, dass es die Berner auch in 21 Pflichtspielen unter dem neuen Trainer Martin Rueda nicht geschafft haben, eine Aufstellung zu finden, die als Basis für Stabilität und resultatmässige Konstanz gelten kann. Noch immer hat YB keine zwei Meisterschaftsspiele in Folge gewinnen können.

Gestern Sonntag wollte Rueda mit einer betont offensiven Aufstellung, praktisch ein 4:2:4, ein «Zeichen setzen, dass wir hier gewinnen wollen». Aber dann vergab der Venezolaner Josef Martinez, der überraschend an der Seite Raul Bobadillas spielte, in der 7. Minute gegen den stark reagierenden GC-Goalie Roman Bürki die erste Chance der Partie. Zehn Minuten später hob Izet Hajrovic einen Freistossball aus 25 Metern über die Mauer in die nähere Ecke; der Ball war unerreichbar – zumindest für einen Torhüter wie Marco Wölfli.

Was folgte, war erstaunlich – eine nahezu perfekte Phase der Grasshoppers. Deren Trainer Uli Forte staunte noch später darüber, «dass sie sich da fast in Trance spielten». Hatte Hajrovic das 1:0 mit dem linken Fuss geschossen, traf er mit dem rechten zum 2:0 – aus 18 Metern, und wieder war der Ball für Wölfli nicht völlig unhaltbar. Mit dem 0:3 zur Halbzeit waren die Young Boys gut bedient. Und sie waren auch gut bedient mit dem 2:3 am Schluss, nachdem Bobadilla für Martinez das 1:3 vorbereitet und das 2:3 selber geschossen hatte.

Am Ende waren von Rueda viele «Wenn und Aber» zu hören – unter anderem auch die Variante, es hätte sogar noch der Ausgleich fallen können. Auch Forte wies darauf hin, derlei Ungeahntes passiere im Fussball immer wieder. Doch die Young Boys werden gut daran tun, die zweite Halbzeit nicht zu hoch einzustufen. Vielmehr müssen sie unter dem Eindruck der ersten 45 Minuten die Grundsatzfrage klären, ob mit dieser Mannschaft nicht mehr möglich ist – oder ob dieser Trainer nicht dazu fähig ist, das Potenzial abzurufen. Aufgrund der individuellen Fähigkeiten müsste man eigentlich glauben, es sei auch mit diesen Spielern mehr möglich – wenn auch keine Titel.

Bewusstsein des Seriensiegers

Das Ziel heisse weiterhin «Europa-League-Platz», sagte Rueda. Dass seine Taktik nicht aufgegangen war mit vier offensiven Spielern und dem zu stark geforderten Duo Farnerud/Costanzo im Zentrum, wird er bei genauerer Analyse auch erkennen. Die Grasshoppers wiederum müssen nach dieser schon bei Halbzeit gefeierten Vorstellung nicht von irgendwelchen Zielen reden. Sie können feststellen, dass sie im Moment das beste Team der Liga sind und sie ihre Konstanz auch über die Länderspielpause hinaus bewahren konnten.

Anders als YB hat die GC-Mannschaft klare Konturen und das Selbstvertrauen des Seriensiegers, «während wir schon nach dem ersten Gegentor verunsichert waren», wie Rueda klagte. Der nach seiner Verletzung zurückgekehrte Abwehrchef Stéphane Grichting und Vero Salatic waren wieder die tragfähigen Pfeiler; und Hajrovic wurde zum Mann des Tages. Aber noch wichtiger war, dass jeder Spieler seine Aufgabe zumindest solid erfüllte.

GC zeigte Geschlossenheit, Ballsicherheit und Stabilität. Eine Leistung wie in der halben Stunde vom 1:0 bis zur Pause hat die Anhängerschaft der Grasshoppers seit langem nicht mehr gesehen. Das wird mehr in Erinnerung bleiben als die Arbeitsleistung, mit der der Vorsprung später verteidigt wurde.


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.17703661

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Wölfli-Schreck

GC-Hajrovic schiesst YB ab

Zwei Tore beim 3:2-Sieg gegen YB. Izet Hajrovic beschert GC den neunten Sieg in Serie.

Wer soll dieses GC nur stoppen? Der Leader und Rekordmeister (27 Titel) lässt gegen die Young Boys nichts anbrennen und fährt mit dem 3:2 schon den neunten (!) Sieg in Serie ein.

Überragender Mann in einem starken Kollektiv: Mittelfeldspieler Izet Hajrovic (21). Nach einer Viertelstunde nagelt der 21-Jährige einen Freistoss aus 30 Metern mit links zur Führung ins Tor.

Schon wieder! Am 5. März 2011 hatte Hajrovic Wölfli mit einem direkt verwandelten Freistoss aus ähnlicher Position erwischt (siehe Video links). In der schwierigen letzten Saison traf Hajrovic nur einmal – gegen YB.

Dass es der U21-Internationale auch mit rechts kann, zeigt er nach einer knappen halben Stunde. Mit einer Körpertäuschung lässt er Mario Raimondi wie einen Junioren ins Leere grätschen, zieht von der Strafraumgrenze ab – 2:0.

Bei beiden Gegentreffern macht YB-Goalie Marco Wöfli, der möglicherweise im März gegen Zypern wohl das das Nati-Tor hüten wird, keine gute Figur.

Keine Schuld trifft Wölfli beim 3:0. Abrashi spielt nach Hajrovic-Steilpass quer, Zuber braucht aus fünf Metern nur noch einzuschieben (45.). GC-Zauber im Letzi!

Nach dem Pausentee kommt YB etwas besser ins Spiel und durch einen herrlichen Treffer des Venezolaners Martinez zum 1:3-Anschlusstreffer (50.). Sein erster Volltreffer in der Super League.

Am Schluss wirds doch noch einmal turbulent. In der 90. Minute nickt Bobadilla einen Freistoss ein, nur noch 2:3! Vier Minuten später ist Schluss, die Hoppers gewinnen mit 3:2. YB liegt schon 15 Punkte hinter dem Leader.

Bei GC glänzt einmal mehr YB-Leihgoalie Roman Bürki (21) in der ersten Hälfte mit zwei Top-Paraden. Trotzdem sagt YB-Boss Ilja Kaenzig vor dem Spiel: «Wölfli ist unser Captain und ein Teamleader. Er steht immer noch vor Roman.»

Grasshoppers - Young Boys 3:2 (3:0)

Letzigrund. - 11'900 Zuschauer. - SR Carrel. - Tore: 17. Hajrovic 1:0. 30. Hajrovic 2:0. 45. Zuber (Abrashi) 3:0. 50. Martinez (Bobadilla) 3:1. 90. Bobadilla (Farnerud) 3:2.

Grasshoppers: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Hajrovic (83. Feltscher), Abrashi, Toko (77. Gashi), Zuber; Ben Khalifa (86. Mustafi).

Young Boys: Wölfli; Sutter (80. Gonzalez), Nef, Veskovac, Raimondi; Zarate, Costanzo, Farnerud, Nuzzolo (70. Vitkieviez); Martinez (61. Frey), Bobadilla.

Bemerkungen: GC ohne Coulibaly. YB ohne Simpson, Doubai und Spycher (alle verletzt). - Verwarnungen: 24. Zarate (Foul), 46. Sutter (Foul), 56. Toko (Foul), 59. Salatic (Reklamieren), 83. Costanzo (Foul), 91. Bürki (Unsportlichkeit), 91. Vitkieviez (Unsportlichkeit).


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Wildwestszenen bei GC – YB

Drehen jetzt alle durch?

Traumtore, ein packendes Finale und zum Schluss wilde Tumulte. Das Spiel zwischen Leader GC und YB sorgt für Gesprächsstoff.

Im Spitzenspiel der Super League zwischen GC und YB (3:2) gehts drunter und drüber. Bis zur Pause spielt der Leader die Gäste an die Wand, führt schon mit 3:0. Am Ende wirds doch noch einmal richtig spannend.

Einen Freistoss nickt Ex-Hopper Raul Bobadilla (25) in der 90. Minute zum Anschlusstreffer ins Netz. GC-Goalie Roman Bürki, der von YB an den Rekordmeister ausgeliehen ist, klammert sich an den Ball. Will er so wertvolle Sekunden schinden?

Wilde Tumulte im Letzigrund: Torschütze Bobadilla (wird von GC-Captain Vero Salatic geschubst), Matias Vitkieviez (27) und Youngster Michael Frey (18) gehen auf Bürki los.

Nach dem Spiel der nächste Eklat: Der Argentinier Raul Bobadilla, von 2007 bis 2009 Top-Torjäger bei den Hoppers, beleidigt mit einer abschätzigen Geste die GC-Kurve.

Hoppers-Mediensprecher Adrian Fetscherin (37) beschwichtigt nach dem Spiel auf der GC-Facebook-Seite: «Wir glauben, dass ein Missverständnis vorliegt. Um diesbzüglich aber Klarheit zu bekommen, sind wir mit YB bereits in Kontakt getreten. Sobald eine Antwort von Raul da ist, teile ich sie Euch gerne mit.

Schon zuvor gibts jede Menge Gesprächsstoff: Izet Hajrovic (21) zeigt nach seinem Freistoss-Tor zum 1:0 (siehe Video unten) einen aussergewöhnlichen Tor-Jubel. «Das machen die Rapper in Amerika», erklärt der Doppeltorschütze im Pauseninterview mit dem «Schweizer Fernsehen».

Abgeschaut hat er sich das von der Rappern von Crime Payz und vom brasilianischen Kicker Pato. Gibts den Hajrovic-Spezial in Zukunft öfter zu bestaunen? «Nein, das war eine einmalige Sache.»

Auch GC-Überflieger Steven Zuber (21) hat noch seinen Auftritt. Nach dem Treffer zum 3:0, seinem vierten Saisongoal, macht der Flügelflitzer aus einem Mikrofon Kleinholz.

Drehen jetzt alle durch?


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 75330.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2012, 08:35 
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GC-Siegesserie geht auch gegen YB weiter

Die Grasshoppers haben gegen YB den 9. Sieg in Serie gefeiert. Die Zürcher schlugen die Berner mit 3:2 und konnten damit ihren Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen. YB lag nach einer enttäuschenden 1. Halbzeit bereits vorentscheidend 0:3 zurück.

Plötzlich wurde es noch einmal hektisch. Raul Bobadilla, der zuvor beste Chancen vergeben hatte, brachte mit dem 2:3-Anschlusstreffer in der 89. Minute doch noch einmal die Hoffnung auf einen Punktegewinn der Berner zurück. Doch GC zitterte den Vorsprung über die (Nachspiel-)Zeit und sicherte sich damit den 9. Sieg in Serie.

Ein Remis hätte dem Gezeigten nicht entsprochen. Zu passiv zeigte sich YB in der 1. Halbzeit und liess sich von GC praktisch wehrlos überrennen. Dabei hatte die erste gute Szene in der Partie den Gästen gehört. Der 19-jährige Venezolaner Josef Martinez tauchte plötzlich auf der rechten Seite alleine vor GC-Torhüter Roman Bürki auf. Dieser aber zeigte sich von Beginn weg hellwach und parierte den Flachschuss mit der Fussspitze.

Wölfli sieht nicht gut aus

Danach spielte nur noch GC. Die Hoppers zeigten sich bei besten äusseren Bedingungen in Spiellaune und kombinierten sich ein um das andere Mal durch die Berner Hintermannschaft. Zum Matchwinner avancierte dabei Izet Hajrovic, der erst einen Freistoss direkt verwandelte und anschliessend Routinier Mario Raimondi austanzte, um zum 2:0 einzunetzen.

Bei beiden Treffern machte YB-Goalie Marco Wölfli nicht die beste Figur. Und als Steven Zuber nach einer herrlichen Kombination über Hajrovic und Amir Abrashi zum 3:0 abschloss, schien die Suppe bereits nach 45 Minuten gelöffelt. Und damit war YB noch gut bedient. «Es hätten auch mehr sein können», meinte Hajrovic im Pauseninterview.

GC verpasst frühzeitige Entscheidung

Zu Beginn der 2. Halbzeit verpassten Milan Vilotic und Veroljub Salatic den definitiven K.o.-Schlag, ehe Martinez mit seinem 1. Super-League-Treffer die Hoffnung für die Hauptstädter nochmals zurückbrachte. Doch weil YB in der Folge im Abschluss sündigte und der erwähnte Anschlusstreffer durch Bobadilla zu spät kam, schaukelte GC die Führung über die Zeit.

GC vergrössert den Vorsprung

9 Siege in Serie, das gelang GC letztmals vor 14 Jahren. Und 1998 krönten die Hoppers diese Erfolgsserie dann auch mit dem Meistertitel. In der aktuellen Spielzeit bereits vom Titel zu sprechen, wäre vermessen. Doch mit dem Sieg setzt sich der Rekordmeister immer weiter ab in der Tabelle.

Das zweitplatzierte St. Gallen liegt bereits 4 Punkte zurück, der FC Basel wurde bereits um 11 Punkte distanziert. Und Gegner YB, das auf Platz 5 stecken bleibt, sieht sich gar schon mit einem Rückstand von 15 Punkten konfrontiert.


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... -YB-weiter

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