Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 32 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 09:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
25.10.2012

Bild

Zitat:
Nef erinnert sich an die Lehrjahre in Udine

Vor bald zwei Jahren unterschrieb Alain Nef nach schwieriger Zeit bei Udinese in Bern. Heute (21.05 Uhr SF 2) trifft Nef mit YB in der Europa League auf die Italiener.

Die Pressekonferenz ist längst vorbei, als Alain Nef auftaut und zu erzählen beginnt. Auch der YB-Verteidiger hat am Tag vor dem dritten Europa-League-Gruppenspiel gegen Udinese artig wiederholt, wie wichtig das nächste Spiel sei und wie sehr man bei den Young Boys auf die Gelegenheit brenne, sich nach den zuletzt ungenügenden Vorstellungen wieder verbessert zu zeigen. Später dann gibt Nef, insgesamt zweieinhalb Jahre bei Udinese unter Vertrag, im Gespräch mit einem italienischen Journalisten den jovialen Parleur, souverän erklärt er dem wissbegierigen Besucher aus dem Friaul die Fussballschweiz, geduldig zählt er seine Stationen im italienischen Calcio auf – alles in mehr als passablem Italienisch. «Am Anfang, als ich in Italien ankam, sprach ich kein Wort», sagt Nef.

Am Anfang, das war 2006, als der Stadtzürcher Nef vom Meisterteam des FCZ seine grosse Odyssee startete, die ihn nach Italien führte, zuerst zum FC Piacenza in die Serie B, dann zum heutigen Gegner der Young Boys. Udinese Calcio ist eine zuverlässige Grösse in der höchsten italienischen Spielklasse, vor allem aber beschäftigt die umtriebige, gut vernetzte Vereinsleitung unzählige Spieler, die sie nach Bedarf bei Fussballklubs in ganz Europa abstellt und zwischenlagert.

Immer wieder ausgeliehen

Das ist auch Alain Nef widerfahren. Die modernen Spielerhändler von Udinese haben ihn dreimal ausgeliehen, zu Triestina, gar nach Huelva in die spanische Primera Division und schliesslich nach Bern zu YB, wohin er 2011 dann definitiv wechselte. Nef lächelt nun und erklärt dem noch immer eifrig notierenden Norditaliener, wie froh er sei, wieder in der Heimat zu spielen. «Persönlich, als Spieler, ist meine Situation jetzt viel besser als damals», gibt Nef zu.

Bis zu 50 Spieler buhlten jeweils im Trainingscamp über die Sommermonate um einen Platz im Kader von Udinese, gut die Hälfte schaffte den Sprung, «die anderen mussten froh sein, wenn es für sie Leihangebote gab», beschreibt Nef die speziellen Arbeitsbedingungen. In seinem ersten Jahr bei Udinese überstand er diesen Cut, gelangte aber nur zu fünf Einsätzen – vorwiegend im Uefa-Cup oder im Pokalwettbewerb. Im knallharten Konkurrenzkampf kam der kopfballstarke Nef fast nie auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung zum Zug.

Damals wie heute tritt Udinese mit einer Dreierabwehr an, Nef musste meist mit einer der Aussenpositionen vorliebnehmen. «Das waren sicher die lehrreichsten Jahre meines Fussballerlebens», sagt er heute, 30-jährig und um viel Erfahrung reicher. «Dort funktioniert es nicht wie in der Schweiz, wo jeder zwei, drei Sprachen spricht. Entweder du verstehst, was sie dir auf Italienisch mitteilen wollen, oder du sitzt schnell alleine da.»

Allzu viele bekannte Hände des Gegners wird Nef heute Abend, wenn YB gegen Udinese den ersten Sieg in der Gruppe A der Europa League anstrebt, dann doch nicht schütteln können. «Vom aktuellen Kader kenne ich noch etwa zehn Namen.» Einige davon können die Reise nach Berner verletzungsbedingt nicht mittun.

Beeindruckt von Di Natale

Allerdings ist es gut möglich, dass einer von Nefs zahlreichen Ex-Trainingskollegen heute den YB-Strafraum unsicher macht. Antonio Di Natale, zweifacher Torschützenkönig der Serie A, ist Nef noch in bester Erinnerung. «Am Anfang hältst du es nicht für möglich, dass er das, was er im Training kann, auch im Match zeigt. Das ändert sich schnell», schwärmt Nef von den Qualitäten des Nationalstürmers. Udineses Trainer Francesco Guidolin wird seinen besten Akteur heute wohl zunächst auf der Bank lassen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26638497

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 09:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
25.10.2012

Bild

Zitat:
Udinese - die Fussballerfabrik aus dem Friaul

Der heutige Gegner von YB in der Europa League setzte einst neue Massstäbe im Spieler-Scouting und hat mit diesem Geschäftsmodell weiter Erfolg.

In der Serie A steht Udinese auf Platz 11 mit 9 Punkten aus 8 Spielen, in der Europa League ist der Verein aus dem Friaul mit 4 Punkten aus 2 Spielen nach dem 3:2-Auswärtssieg in Liverpool vor drei Wochen gleichauf mit Anschi Machatschkala. Heute Abend im Stade de Suisse könnten die Italiener mit einem Sieg gegen YB in der Gruppe A der Europa League die Spitze übernehmen, sofern man davon ausgeht, dass sich Liverpool und Anschi gegenseitig Punkte abnehmen.

Beim Eröffnungsturnier des Stade de Suisse am 30. Juli 2005 spielte Udinese zuletzt in Bern und bezwang damals in einem Spiel über 45 Minuten YB mit 2:0. Torschützen waren ein gewisser Antonio Di Natale, mittlerweile 35 Jahre alt, und Paul Vitor Barreto. Nicht nur Di Natale, auch der Brasilianer spielt weiterhin für Udinese.

30 Spieler umfasst das Kader von Udinese, bei Granada sind es 25, beim FC Watford 36, und beim FC Cadiz sind 23 Spieler unter Vertrag. Alle vier Vereine werden von der Familie Pozzo aus dem Friaul kontrolliert, zudem sind weitere Spieler ausgeliehen, wie zum Beispiel U-21-Auswahlspieler Silvan Widmer vom FC Aarau. Der 19-jährige Aargauer unterschrieb vor dieser Saison nach der damals veröffentlichten Medienmitteilung beim FC Granada. Laut seinem Berater Fredy Strasser ist es ein Sechsjahresvertrag. Das Verteidigertalent wird in der laufenden Saison an den FC Aarau ausgeliehen, da Widmer in der Sportlerklasse der Kantonsschule Aarau im Frühling die Matura abschliessen will. «Das war möglich, weil Udinese Verständnis zeigte», sagt Strasser. «Wir haben immer mit Udinese verhandelt, mit Gino Pozzo und Geschäftsführer Franco Collavino, mit Granada hatten wir nie Kontakt.» Gino Pozzo ist der Sohn von Impressario Giampaolo Pozzo, seit 1986 Besitzer von Udinese Calcio. Mittlerweile hat der 71-Jährige das Tagesgeschäft an seinen Filius abgegeben. Zur Zukunft seines Schützlings Widmer meint Strasser: «Wir werden im Frühling zusammensitzen und schauen, wo Silvan spielen wird.» Und er betont, dass der Spieler selbst entscheidend mitreden könne. «Granada spielt ein klassisches 4-4-2, Udinese mehrheitlich 3-5-2. Das System von Granada mit vier Verteidigern käme Widmer entgegen. Sollte Granada aber absteigen, wird er nicht nach Spanien wechseln.»

Nefs Erinnerungen

Spezielle Erinnerungen an Udinese hegt auch YB-Verteidiger Alain Nef. Er war von 2008 bis 2010 beim heutigen Gegner unter Vertrag. Durchsetzen konnte er sich aber nicht. Nef sagt: «Vielleicht hätte ich ein wenig Geduld haben müssen. Ein paar Teamkollegen, die zu meiner Zeit auf der Tribüne sassen, sind jetzt Stammspieler. Manchmal braucht es auch das nötige Quäntchen Glück.»

Auch Ilja Kaenzig ist beeindruckt vom Geschäftsmodell der Pozzos. «Ende der Neunzigerjahre waren Udinese, Valencia und Leverkusen führend im Scouting und Fördern von Spielern», sagt der YB-CEO, der damals bei Leverkusen im Sold stand. Und ausgerechnet Udinese ist das heute noch. Kaenzig: «Die Leute um Geschäftsführer Franco Collavino sind clever und interessant.» Giampaolo Pozzo hatte früh gemerkt, dass er mit seinem Verein aus einer Stadt von 100 000 Einwohnern mit Europas Grossklubs nicht mithalten kann. Aber das hindert ihn nicht daran, Geld zu verdienen. Das Geschäftsmodell lautet immer gleich: Diejenigen Spieler, die bei Udinese zu Stars reifen, verkauft man für teures Geld. 2011 brachten die Transfers von Alexis Sanchez (FC Barcelona), Gökhan Inler (Napoli) und Cristian Zapata (Villarreal) einen Gewinn von nahezu 50 Millionen Euro.Udinese trainierte gestern um 11 Uhr noch zu Hause, flog danach nach Bern, und die Delegation mit 21 Spielern fuhr sodann direkt ins Stade de Suisse für einen Augenschein. In Bern rollte Trainer Francesco Guidolin die Bälle nicht mehr heraus. «Das ist nichts Aussergewöhnliches, wir halten es öfters so, dass wir vor einem Auswärtsspiel das Abschlusstraining zu Hause absolvieren», erklärt der Mister. Am Sonntag trifft Udinese auf die AS Roma, doch Guidolin wollte darüber kein Wort verlieren und gab sich professionell: «Unsere ganze Konzentration gilt YB. Wer gegen Liverpool drei Tore schiesst, hat Qualitäten.»

Mögliche Startformationen YB: Wölfli; Sutter, Nef, Ojala, Raimondi; Veskovac; Farnerud; Zárate, Costanzo, Nuzzolo; Bobadilla. Udinese: Brkic; Benatia, Danilo, Domizzi; Pereyra, Badu, Willians, Lazzari, Armero; Ranegie, Di Natale.

YB - Udinese Heute 21.05

Die Berner erwarten heute ein defensives Udinese, das in einem 3-5-2-System antreten dürfte. In Acht nehmen müssen sich die YB-Verteidiger vor den Kontern der Norditaliener. Mit ihren Gegenstössen konnten sie auch den FC Liverpool mehr als nur in Verlegenheit bringen. YB muss erneut ohne Christoph Spycher auskommen. Er leidet nach wie vor unter einer Knie-Entzündung. YB kommt heute zu einer Premiere. Die Gelb-Schwarzen sind noch nie im Europacup auf einen Klub aus Italien getroffen. Bis gestern wurden 18 000 Tickets abgesetzt.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 09:41 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
25.10.2012

Bild

Zitat:
Ständiges Rotieren erschwert den Weg zur Konstanz

Europa League · YB und sein Hauptproblem vor dem Spiel gegen Udinese

Am Sonntag hat Martin Rueda alle überrascht. Diese Aufstellung der Young Boys hat niemand auf dem Zettel gehabt. Die Kreativkräfte Moreno Costanzo und Alexander Farnerud im Zentrum des Mittelfeldes – konnte das gut gehen? Drei Mal schon in dieser Saison sind die beiden in dieser Saison nebeneinander aufgelaufen; hinter sich Christoph Spycher als Absicherung wissend. Im Letzigrund aber fehlte «Fangnetz» Spycher wegen seiner Knieverletzung. «Ich wollte gegen GC gewinnen», begründete der YB-Trainer seine gewagte Offensivaufstellung hinterher. Der Schuss jedoch war nach hinten los gegangen und YB schon zur Pause 0:3 zurückgelegen. Das 2:3 nach 90 Minuten hatte die achte Pflichtspielniederlage bedeutet.

So lässt sich mit Fug und Recht sagen, die Young Boys hätten das erste Saisondrittel verpatzt. In der Europa League stehen sie nach den Niederlagen gegen Liverpool und Anschi Machatschkala vor dem heutigen Heimspiel gegen Udinese unter Siegzwang, wollen sie europäisch überwintern. In der Super League hinken die fünftklassierten Berner mit 15 Punkten Rückstand auf Leader GC den Erwartungen weit hinterher.

Wer sich nach 22 Wettbewerbsspielen auf Ursachenforschung begibt, wird – neben dem Faktor «Kaderzusammenstellung» – beim Studium der einzelnen YB-Formationen fündig. Insgesamt hat Rueda im Vergleich mit der vorhergehenden Partie 69 Mal einen neuen Namen aufs Matchblatt gesetzt. Im Schnitt also von Spiel zu Spiel 3,4 Änderungen vorgenommen. Der YB-Trainer denkt aber nicht, dass dies ein Grund für die Inkonstanz seiner Mannschaft ist: «Wir trainieren seit Monaten tagtäglich zusammen, da kann es doch kein Problem sein, wenn mal der eine oder andere nicht spielt.»

Der eine oder andere? Nur Goalie Marco Wölfli, Innenverteidiger Alain Nef und Farnerud sind unbestrittene Titulare. Alle anderen haben viele Spiele von der Ersatzbank oder Tribüne aus verfolgt. Rueda erklärt die vielen Rotationen mit der Belastung durch Meisterschaft und Europacup. Die Suche nach einer Stammformation oder das Anheizen des Konkurrenzkampfes sind nicht die treibenden Kräfte beim ständigen Verändern der Startformation. «Ich muss gut beobachten, wer körperlich fit ist und wer eine Pause benötigt», sagt Rueda.

«Ein Profi will immer spielen. Aber sollte ich mich physisch nicht bereit fühlen und eine Pause brauchen, sage ich es dem Trainer», sagt Nef.

Rueda erklärt: «Wir rotieren nicht mehr so viel, wie noch in der ersten Phase der Saison.» Die Zahlen stützen ihn indes nicht: In den Spielen 1 bis 11 gab es 34 Wechsel, danach 35. Und vor dem Spiel 21 (1:1 beim FCZ) hatte er seine Equipe gegenüber dem 0:2 in Moskau gegen Anschi auf immerhin fünf Positionen verändert. Ohne dabei die «Bestwerte» von sieben Wechseln zu erreichen, wie zwischen den Spielen gegen Zimbru Chisinau und GC sowie Servette und Kalmar.

Nach Letzterem, einem 3:0, war zwischenzeitlich der Eindruck aufgekommen, Rueda habe seine Wunschformation gefunden. Beim 4:1 gegen den FCZ waren erstmals dieselben elf am Werk wie gegen die Schweden; und auch im nächsten Spiel in Sion hatte der 49-Jährige keinen Anlass für eine Änderung gesehen. Nach dem 0:1 im Wallis jedoch begann sich die Rotationsmaschine wieder zu drehen; langsam zuerst, dann erneut rascher. Beeinflusst auch von den Abgängen Mayukas und Silberbauers, dem Zuzug von Zarate sowie der Verletzung von Spycher.

Derweil Ottmar Hitzfeld seinerzeit als Trainer von Bayern München die eifrige Benützung des Rotationssystems damit erklärt hatte, er könne dadurch fünf bis zehn Prozent mehr aus den Spielern herauskitzeln, ist sie bei YB Ausdruck der verzweifelten Suche nach der idealen Aufstellung.

Doch das Rotieren zahlt sich nur für Topteams aus, die bereits in sich gefestigt sind. Wie für das aktuelle Bayern München des Jupp Heynckes. Dieser sagt: «Ich möchte, dass meine Spieler auch im Frühjahr keine müden Beine haben.» Seine Verteidigung verschont er aber von Wechselspielen. Seit dem Bundesligastart ist die Viererabwehr elf Mal in Folge in exakt derselben Besetzung angetreten. Das reduziert das Risiko, die zahlreichen Rotationen im Offensivbereich könnten sich negativ auf die Stabilität der Mannschaft und damit auf die Ergebnisse auswirken.

Ruedas meist erprobte Viererkette mit Scott Sutter, Juhani Ojala, Nef und Mario Raimondi ist lediglich neun Mal in dieser Besetzung aufgelaufen. Die regelmässigen Stellvertretungen für Sutter, Ojala und Raimondi durch Elsad Zverotic, Dusan Veskovac und Jan Lecjaks deuten daraufhin, dass auch dieser Mannschaftsbereich noch immer eine Baustelle ist. «Wir arbeiten jeden Tag an unserer Stabilität», sagt Rueda. «Für die Aufstellung gegen Udinese gilt es nun, die richtige Mischung zu finden.»

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 09:43 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
25.10.2012

Bild

Zitat:
Young Boys – Udinese

Heute oder nie!

Spiel der letzten Chance für YB in der Europa League. Und doch liegt der Fokus bereits beim Sonntagsspiel gegen den FCL.

Irgendwie ist es schizophren. Da arbeitet man ein Jahr lang auf dieses Ziel hin. Und wenn man es erreicht hat, wird es bei der kleinsten Krise in der nationalen Liga trotz Hammergruppe zur Nebensache – sofern es sich nicht um die Champions League handelt. Selbst für YB, für das die Rolle des Statisten allerdings vorgegeben war.

Dabei hat auch das heutige Intermezzo im YB-Theater seinen Reiz. Udinese Calcio ist ein Klub, der nach einem aussergewöhnlichen System funktioniert. Ein gewaltiger Scouting-Apparat bereist permanent alle Kontinente auf der Suche nach Talenten. Jene, die man für gut genug hält, werden unter Vertrag genommen. Und das schon mal auf Verdacht hin, denn im Portfolio des Unternehmers und Klubbesitzers Giampaolo Pozzo stehen rund 100 Spieler. Viele von ihnen sind an andere Vereine ausgeliehen.

«Da kommen bei der ersten Zusammenkunft schon mal vierzig Spieler zusammen», erinnert sich YB-Verteidiger Alain Nef an seine Zeit bei Udinese. Er gehört zu jenen, die es im Friaul nicht packten und (an Huelva) ausgeliehen wurden.

«Der ganze Scouting-Apparat kostet eine Stange Geld. Bei Udinese verdient kein Spieler mehr als eine Million Euro», erzählt Francesco Velluzzi von der «Gazzetta dello Sport». Mit einer Ausnahme natürlich: Superstar Antonio Di Natale, 2010 und 2011 Torschützenkönig in Italien.

Und das System geht auf. So nahm man dank Transfers wie jenen von Gökhan Inler (zu Napoli) und Alexis Sanchez (zu Barcelona) über 60 Millionen Franken ein. Als einer der wenigen Klubs im Calcio ist Udinese schuldenfrei.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 10:42 
Offline

Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13
Beiträge: 738
--------------------------wölfli-------------------------
zverotic----------nef-----------ojala--------------lecjaks
vitkieviez-----farnerud--------schneuwly----------nuzzolo
------------bobadilla-------------martinez---------------

yb- udinese 0:2


19'000


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 14:20 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
25.10.2012

Bild

Zitat:
Udinese: Erfolgreich mit dem «Pozzo-System»

Am Donnerstagabend (ab 21.00 Uhr live auf «SF zwei») möchte YB in der Europa League im Heimspiel gegen Udinese die ersten Punkte einfahren. Der Gegner aus dem Friaul hält sich mit bescheidenen Mitteln, einem weitsichtigen Mäzen und einem eigenartigen Transfersystem unter den Top-Teams der Serie A.

Udinese ist ein durch und durch spezieller Klub, der so gar nicht in die Welt des von Affären durchgeschüttelten «Calcio» passt. Das schmucke Stadion «Friuli» liegt weit ausserhalb der Stadt Udine, kein Spieler hat einen Marktwert von mehr als 15 Millionen Euro und die «Bianconeri» wurden in mehr als 100 Jahren noch nie italienischer Meister oder Cupsieger.

Die grössten Erfolge des Klubs aus dem Friaul, einer autonomen Provinz in der Nähe der Grenze zu Slowenien, muten bescheiden an: Im Jahr 2000 gewannen die Italiener unter Trainer Luigi De Canio den drittklassigen UI-Cup - und 2005 spielte man zum bisher einzigen Mal in der Champions League. Zudem konnten sie sich in den letzten beiden Serie-A-Saisons auf den Plätzen 3 und 4 klassieren.

Auf Augenhöhe mit Juventus und Inter

Doch Udinese setzt andere Prioritäten als das Sammeln von Titeln. «Wir müssen mit unseren Mitteln arbeiten», gibt Klubbesitzer Giampaolo Pozzo die Richtung vor. Udinese, das seit 1995 ununterbrochen und sehr erfolgreich in der Serie A mitmischt, wird von der Familie Pozzo beherrscht.

Der Geschäftsmann hat beim Provinzklub seit 1986 das Sagen und ist damit der dienstälteste Mäzen in der Serie A nach Silvio Berlusconi (AC Milan). Der inzwischen 71 Jahre alte Patron machte das kleine Udinese zu einer Referenzadresse im italienischen Fussball, die es mit den Grossmächten aus Mailand, Rom und Turin aufnehmen kann.

Abdi und Widmer sind im «System»

Die «Geheimwaffe» von Pozzo ist ein ausgeklügeltes Transfersystem, in welchem mit Almen Abdi und Silvan Widmer derzeit auch zwei Schweizer involviert sind. Über 20 Scouts halten in Westafrika, Nordeuropa und Südamerika Ausschau nach unentdeckten Talenten und lotsen diese ins Friaul. Dort angekommen, sollen sich die Spieler von Anfang wohl fühlen, betont Pozzo, denn: «wenn sich ein Spieler integriert fühlt, dann trifft er auch das Tor», zitierte ihn die Aargauer Zeitung .

Mehr als 100 Spieler unter Vertrag

Gemäss verschiedenen Schätzungen sollen bei Udinese aktuell mehr als 100 Spieler unter Vertrag stehen. Diese spielen entweder tatsächlich bei Udinese oder wurden ausgeliehen, beispielsweise an die ebenfalls von Pozzo kontrollierten Klubs Watford (England) oder Granada (Spanien). Abdi zum Beispiel wurde im Sommer nach Watford verschoben, wo er zu bedeutend mehr Spielpraxis kommt. Widmer, derzeit noch beim FC Aarau unter Vertrag, soll ab Sommer 2013 für Granada und im Jahr darauf dann für Udinese auflaufen.

Aus Talenten sollen Gewinne werden

Der Kreislauf im Pozzo-Universum hat zum Ziel, aus vielversprechenden Talenten Stars zu machen, um diese dann für viel Geld zu verkaufen. In den letzten Jahren gelang das mit Erfolg: Die Transfers des Schweizers Gökhan Inler (Napoli), des Chilenen Alexis Sanchez (Barcelona), des Ghanaers Kwadwo Asamoah (Juventus) oder des Slowenen Samir Handanovic (Inter) spülten mehr als 60 Millionen Franken in die Klubkasse. Die nächsten Spieler, die diesen Weg gehen könnten, sind der Brasilianer Maicosuel oder der Kolumbianer Luis Muriel.


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... zzo-System

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 14:36 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 6. August 2005, 11:17
Beiträge: 367
wölfli
sutter-nef-ojala-raimondi
veskovac
farnerud-schneuwly
zarate-bobadilla-nuzzolo

yb - udine 1:1

bobadilla


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 14:57 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12
Beiträge: 3258
Wohnort: Bern
gemütlich, gemütlich wie die friauler durch bern schlendern... :D

http://udinesecalcio.portals.twww.tv/vi ... a7399.html


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 22:30 
Offline

Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29
Beiträge: 1036
souveräni leischtig gsi hüt abe!!! :bravo: aber hey, warum nid geng so engagiert, mini herre? oder gilt am bobadilla sini ussag für di ganzi mannschaft?


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. Oktober 2012, 22:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 11. Mai 2004, 22:33
Beiträge: 493
Haribo hat geschrieben:
oder gilt am bobadilla sini ussag für di ganzi mannschaft?

Ich denke der Interviewer hat hier Boba ziemlich auf dem falschen Fuss erwischt. Man hat beim Interview gemerkt, dass Bobadilla nicht alles lückenlos verstanden hatte. Als er aber Spass hörte klang dies für ihn gut und mit 3 erzielten Toren im Rücken hätte er wahrscheinlich jede weitere Behauptung des Interviewers gutheissen.


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 32 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 24 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de