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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Februar 2012, 11:38 
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Schielen scheint wieder erlaubt

Die Young Boys setzen mit dem 3:1-Sieg gegen Servette ein starkes Zeichen
Die Berner Verantwortlichen dürfen sich ein erstes Kränzchen winden. Die Zuzüge Matias Vitkieviez und Raul Bobadilla schiessen die Tore zum Sieg.
Bernhard Brunner, Bern

Der überzeugende 3:1-Sieg der Young Boys gegen Servette ist das eine. Dass die Konkurrenten Basel und Luzern zum Rückrundenstart Punkte einbüssten, ist indes vielleicht das Wichtigere für den Verein mit den grossen (Titel-)Ambitionen. Der Trainer Christian Gross mochte sich erwartungsgemäss nicht auf Spekulationen einlassen.

Er dürfte aber in seinem Innern doch einigen Auftrieb verspüren, weil sein lauerndes YB ein wenig näher an die Beute gerückt ist. Er schaue nicht auf die Tabelle, «jetzt doch nicht», sagte Gross, und er mochte auch die nachgestellte Frage nicht beantworten, zu welchem Zeitpunkt er sich allenfalls einen Blick gönne. Neun Punkte Rückstand auf den FC Basel sind zwar immer noch eine halbe Weltreise, aber eben keine ganze mehr. Schielen scheint wieder erlaubt.

YB startete unter widrigen äusseren Bedingungen wuchtig – und willig, die bisher schlechte Bilanz in Heimspielen aufzuwerten. In der Vorrunde resultierten aus neun Partien nur zwölf Punkte, Gross musste sich wiederholt über die «mangelnde Dominanz und Entschlossenheit» beklagen.

Diesmal gab es auf diesem mentalen Terrain nichts zu mäkeln. Zweimal Matias Vitkieviez (von Genf gekommen) und Raul Bobadilla (Gladbach) erzielten die drei Berner Treffer. Gross attestierte dem doppelten Torschützen «eine grossartige erste Halbzeit», und seinen Argentinier lobte er «für die Demonstration, wie man einen Sturm anführt».

In der Tat versprühte Bobadilla viel Selbstvertrauen und eine hohe Verdrängung im Strafraum des Gegners. Er verkörperte etwas Unverwüstliches, das den Young Boys noch gut bekommen könnte. Gross ärgerte sich einzig über «das unnötige Gegentor» durch Vincent Rüfli in der 84. Minute, sonst lag Genugtuung in seinen Gesichtszügen. Einen «Start nach Mass» nannte der Trainer diesen ersten Auftritt im neuen Gewand.

Servette tat das Seinige, dass in der Kälte nie Spannung aufkam. Der Trainer João Pereira musste an der Pressekonferenz feststellen, dass es in der zweiten Halbzeit «nur noch um Ehre und Würde» gegangen sei. Die Genfer offenbarten zwar spielerische Substanz, aber es war nicht zu übersehen, dass sie keine verschworene Einheit bilden. Dazu passt auch, dass in der Romandie heftig über den Präsidenten Majid Pishyar debattiert wird: ob dieser ausstehende Zahlungen als Druckmittel einsetzt, um mehr Genfer Geldgeber ins Boot zu holen, oder ob schon wieder ein Szenario Richtung Konkurs droht.

Seltsam mutet zudem an, dass der neu verpflichtete Portugiese Thierry Moutinho noch immer keine Spielbewilligung hat, obwohl der Transfer schon seit Wochen feststeht. Der Trainer schüttelte bei der Frage nach Gründen nur den Kopf und sagte: «Die Ressourcen sind für einen Trainer so nicht die besten.»


http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 19118.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Februar 2012, 11:40 
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Skandinavische Coolness und südamerikanisches Temperament

Wie die Young Boys in eisiger Kälte einen überzeugenden ersten Vortrag im Jahr 2012 hinlegten – und sich ihr Verteidiger Dusan Veskovac als härtester Fussballer des Tages erwies

Wann ist ein Mann ein richtig harter Mann? Dusan Veskovac war am Sonntagnachmittag bei gefühlten minus 15 Grad zumindest der tapferste Spieler im Stade de Suisse. Der YB-Verteidiger verzichtete als einziger Fussballer auf einen Wärmeschutz – er trat ohne Unterleibchen, lange Unterhosen oder Handschuhe an. Teamkollege David Degen hatte gegen Servette die erste Halbzeit noch im Kurzarmleibchen bestritten, «aber als die Sonne verschwand, war das zu ungemütlich», sagte Degen schmunzelnd.

Die YB-Spieler gaben nach dem 3:1-Heimsieg gut gelaunt Auskunft, und nicht nur Christoph Spycher war froh, dass den Young Boys noch gewisse Textilien aus dem Trip nach St.Petersburg zur Verfügung standen. Vor einem Jahr war es in Russland im Rückspiel der Europa-League-Sechzehntelfinals ebenfalls äusserst kalt gewesen. «Wir waren jedenfalls gut ausgerüstet», sagte Spycher, «und sobald die Partie losging, dachte sowieso keiner mehr an die Temperaturen.» Vor immerhin rund 8000 frierenden Zuschauern (bei verkauften 13475 Karten) war den Young Boys ein überzeugender Start in die Rückrunde gelungen. Sie hatten lustvoll kombiniert, solidarisch gekämpft und herrlich herausgespielte Treffer erzielt. Der Naturrasen war stundenlang präpariert worden, dennoch war er natürlich nicht einfach zu bespielen. «Jene Seite bei der Haupttribüne, die nicht in der Sonne stand, war gefroren und hart», erklärte Spycher, «auf der anderen Seite aber war es ziemlich weich, da konnte man gut spielen.»

Man erhielt jedenfalls am Sonntag einen ersten Eindruck, wie sich das YB-Trainer Christian Gross in Zukunft so vorstellt mit seinem Team. Mit Entschlossenheit und Coolness dominierten der Schwede Alexander Farnerud und der Däne Michael Silberbauer das zentrale Mittelfeld, die beiden Skandinavier fühlten sich in der Kälte pudelwohl. Und in der Offensive sollen heissblütige Südamerikaner wie der Argentinier Raúl Bobadilla und der Schweiz-Uruguayer Matias Vitkieviez für Musik und Tore sorgen. Gestern klappte das prächtig, und wäre es nicht dermassen kalt gewesen, hätte vielleicht Gross in der ersten Halbzeit seine schwarze Mütze ob des schwungvollen Vortrags der Seinen kurz als Lobesgeste gelupft. Gewiss, der junge Venezolaner Josef Martinez, der von «schwierigen Verhältnissen» sprach, tat sich zuweilen schwer mit dem rutschigen Untergrund, aber auch er deutete sein Können an. «Wichtig ist, dass wir mit einem Sieg gestartet sind», sagte Raúl Bobadilla. «Ich denke, wir können mit unserem Team Erfolg haben.»

Der kräftige Strafraumstürmer Bobadilla hatte einen munteren Eindruck hinterlassen und so agiert, als ob er schon seit Jahren (und nicht erst wenigen Tagen) dem Berner Ensemble angehören würde. Neun Punkte beträgt der YB-Rückstand auf den Meister und souveränen Leader Basel nach dessen gestriger Nullnummer gegen Sion noch. «Es bringt uns aber nichts, auf Basel zu schauen», sagte Spycher. «Wir haben nun zwei wichtige Spiele in Sion und gegen Basel. Dann schauen wir, wo wir stehen.»

Und sein Mitspieler Dusan Veskovac war gestern tatsächlich ein richtig harter Mann. Er liess sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als er von einem Schuss genau dort getroffen wurde, wo es jeden Mann sehr schmerzt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24811540

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Die Noten zum Spiel YB gegen Servette (5. Februar 2012)

Die Young Boys überzeugten beim 3:1-Sieg gegen Servette vor allem vor der Pause mit einer sehr schwungvollen Darbietung.

Marco Wölfli: Note 4,5 Der bedauernswerte YB-Keeper fror in der eisigen Kälte einsam, wurde kaum gefordert – und war beim Gegentor machtlos.

Elsad Zverotic: Note 4,5 Zeigte rechts hinten eine beherzte Leistung, war stilsicher, nach vorne aber ohne viel Einfluss.

Alain Nef: Note 5 Der Herr der Lüfte gewann viele Kopfballduelle, war robust und zeigte eine gute Leistung.

Dusan Veskovac: Note 5 Bewies mal wieder, warum sein Trainer Christian Gross auf ihn setzt – und nicht auf François Affolter, der jetzt in Bremen spielt. Veskovac war präsent, er lief viele Steilpässe ab und gewann gegen ein allerdings harmloses Servette fast jeden Zweikampf.

Christoph Spycher: Note 5 Harmonierte auf links gut mit David Degen. An der Entstehung des 3:0 entscheidend beteiligt. Beim Servette-Tor stand er wie die gesamte Abwehr nicht ideal.

Matias Vitkieviez: Note 5,5 Starker Auftritt rechts im Mittelfeld. Schoss zwei Tore, war flink und viel unterwegs und ist eine echte Verstärkung für YB.

Michael Silberbauer: Note 5 Eine der besten Leistungen des in der Vorrunde oft enttäuschenden Dänen. Silberbauer eroberte viele Bälle, er war ein energischer Antreiber und bewies mehrmals gutes Stellungsspiel.

Alexander Farnerud: Note 5 Wie meistens ein Aktivposten, mit einigen guten Szenen und einem herrlichen Schuss, der nur knapp neben das Tor ging. Baute nach der Pause wie alle Teamkollegen sehr stark ab.

David Degen: Note 5,5 Begann eher überraschend links im Mittelfeld – und war einer der auffälligsten Kräfte. Kombinierte vor dem 3:0 herrlich mit Spycher, war auch sonst schnell, dynamisch und mit positiver Körpersprache unterwegs.

Moreno Costanzo: Note 4,5 Feine Flanke vor dem 1:0, musste aber als leicht hängender Stürmer im 4-4-1-1-System mit Rückenschmerzen nach 18 Minuten ausgewechselt werden.

Raúl Bobadilla: Note 5,5 Ein Tor, zwei Assists, viele starke Aktionen, robust im Zweikampf, kaum vom Ball zu trennen, wertvolle Anspielstation, erstaunlich gute Harmonie mit den noch wenig bekannten Teamkollegen – der neue YB-Torjäger feierte einen glänzenden Einstand.

Josef Martinez: Note 4 Kam schon nach 18 Minuten für Costanzo. Der neue YB-Venezolaner war sehr bemüht, tat sich auf dem schwierigen, rutschigen Terrain aber relativ schwer.

Raphael Nuzzolo (77.Minute für Vitkieviez) und Nassim Ben Khalifa (83.Minute für Bobadilla) waren zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12796720

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Februar 2012, 11:44 
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Hinter den Kulissen der Stadionsicherheit

Mitten in der Diskussion um mangelnde Sicherheit in den Stadien bläst YB zur Transparenzoffensive: Auf einem Rundgang zeigt der Verein, welchen Aufwand er bereits betreibt. Im Zentrum steht dabei eine Mischung aus Repression und Dialog.

Willkommen bei angenehmen minus 10 Grad.» Bernhard Blaser, stellvertretender Sicherheitsverantwortlicher im Stade de Suisse, empfängt seine Mitarbeitenden mit kühlem Humor. «Wir erwarten 9000 bis 10'500 Zuschauer», informiert Blaser. «100 bis 250 Gästefans dürften aus Genf anreisen, knapp 30 könnten problematisch sein.»

Noch zwei Stunden bis zum Spiel YB - Servette. Im Medienzentrum des Stade de Suisse haben sich unter anderen Sektorenchefs, Verantwortliche der privaten Sicherheitsfirmen und ein Fanverantwortlicher von YB zum letzten Briefing vor dem Spiel versammelt. Sie koordinieren die 238 Leute, die an diesem Sonntag im Stadiondienst für einen reibungslosen Ablauf sorgen. «Dieser Aufwand wird von aussen viel zu wenig wahrgenommen», sagt Albert Staudenmann, Medienverantwortlicher bei YB. Daher habe man nun zum Sicherheitsrundgang geladen.

Die Bemühungen des Vereins um Transparenz fallen in eine bewegte Phase: Vergangene Woche präsentierte die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) neue Massnahmen gegen gewalttätige Fans. Darunter befinden sich auch mögliche Auflagen für die Clubs: Bewilligungspflicht für Spiele, verschärfte Kontrollen an den Eingängen oder längere Rayonverbote – vieles scheint in der momentanen politischen Stimmung möglich.

Kameras bis zum Bahnhof

Dass die neuen Regelungen aber nötig sind, das wird vonseiten des Berner Fussballvereins bezweifelt. «Für uns würden die Massnahmen wenig ändern», sagt der Sicherheitsverantwortliche Hans Harnisch. «Wir tun jetzt schon sehr viel für die Sicherheit.» Der Rundgang ist mittlerweile fortgeschritten, man ist mit dem Lift nach oben in den vierten Stock gefahren. Hier, mit einer formidablen Aussicht auf Spielfeld und Fankurven, hat sich die Kantonspolizei eingenistet. Auf neun Bildschirmen werden im Führungszentrum unzählige Kameras vom Stadion bis hin zum Bahnhof Wankdorf überwacht. «Wir haben die Fans im Blickfeld, sobald sie ankommen», sagt Jürg Straubhaar, Chef des Polizeidialogteams. Die Kameras zeigen detailliert, wer wo was macht – auch Straftäter lassen sich so identifizieren.

Lieber Pyros als Chaos

In der Praxis sieht das aber meist anders aus: «Fans, die in der Kurve Pyros zünden, sind meist vermummt oder durch Banner geschützt», sagt der YB-Medienverantwortliche Staudenmann. Daher gestalte sich die Beweislage oft schwierig. Zudem müsse man stets die Verhältnismässigkeit von Interventionen beachten: «Würde etwa die Polizei in den Fanblock gehen, um einen Pyro-Sünder festzunehmen, dürfte das grosse Proteste auslösen.» Dann hätte man statt eines kleineren Vorfalls ein grösseres Chaos im Stadion. Untätig sei man deswegen aber nicht: Zum Ende der letzten Saison etwa seien fast 100 YB-Fans von einem Stadionverbot betroffen gewesen.

Für pragmatische Lösungen setzt sich auch Fanarbeiter Lukas Meier ein. Er hält die Neuerungen der KKJPD gar für «kontraproduktiv» und spricht sich für vermehrten Dialog zwischen den Parteien aus. «Wir sind in Bern in einer komfortablen Situation», sagt er. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Stadionbetreibern und Fans funktioniere gut, allmählich setze sich die Erkenntnis durch, dass reine Repression nichts nützt.

Repression und Dialog

Meier führt die in der Vorrunde geschaffenen Dialogteams der Polizei als Beispiel an: «Statt in den martialischen Uniformen wie bisher gehen sie mit Leibchen gekennzeichnet auf die Fans zu.» Die Strategie sei Teil des Hannover Modells, welches sozialwissenschaftliche Kompetenzen mit polizeilichem Sachverstand zusammenführt.

Dass man mit der Mischung aus Repression und Dialog auf dem richtigen Weg sei, glaubt auch der Sicherheitsverantwortliche Harnisch: «Die Probleme lassen sich nicht mit dem Doppelhänder lösen», ist er überzeugt. Davon will man nun auch die Berner Politik überzeugen: Der nächste Rundgang ist bereits in Planung.

Gefährliche Eiszapfen

Bevor YB gestern Nachmittag im Stade de Suisse gegen Servette antreten durfte, musste die Berufsfeuerwehr Bern ins Wankdorf ausrücken: Wegen des andauernden kalten Wetters hatten sich am Stadiondach Eiszapfen gebildet, die sicherheitshalber entfernt werden mussten. Vier Angehörige der Berufsfeuerwehr begaben sich gut gesichert auf das Stadiondach. Mittels eigens dafür angefertigter behelfsmässiger Werkzeuge konnten die Eiszapfen vom Dach gelöst werden. Die Sicherheit im Stade de Suisse war daraufhin wieder gewährleistet, wie die Berufsfeuerwehr Bern am Sonntagnachmittag mitteilte.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/29923011

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Februar 2012, 11:46 
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05.02.2012

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Blitzstart der Young Boys

Tore der Neuzugänge Vitkieviez und Bobadilla

Dank der Tore der Neuzugänge Matias Vitkieviez und Raul Bobadilla kommt YB gegen Servette zu einem nie gefährdeten 3:1. Der Uruguayer Vitkieviez sorgt gegen seinen Ex-Verein früh für die Entscheidung.

Im Januar hatte Matias Vitkieviez Servette verlassen und bei YB einen Vertrag unterzeichnet. Gleich im ersten Spiel der Rückrunde traf der Südamerikaner auf seinen früheren Verein - und schoss diesen ab. Zweimal war Vitkieviez nach Vorarbeit von Raul Bobadilla, auch er eine Neuverpflichtung, erfolgreich (4./28.). Bobadilla war ebenfalls noch vor der Pause erfolgreich. Der Argentinier traf nach dem Zuspiel von David Degen (43.).

YB war vor allem vor der Pause in allen Belangen überlegen. Es spielte mit viel Dynamik, so wie es Coach Christian Gross wünscht, und setzte den Gegner permanent unter Druck. Und in Bobadilla scheinen die Berner den Stürmer gefunden zu haben, den sie im Herbst noch vermissten. Der frühere GC-Angreifer ist fähig, die Bälle zu halten und für entscheidende Aktionen zu sorgen. Er war gegen Servette an jedem Tor beteiligt.

Nach der Pause machten die Young Boys nur noch das Nötigste und Servette kam dadurch immerhin zu einzelnen Vorstössen vor das Tor der Berner. Der Treffer von Ruefli vier Minuten vor dem Ende war jedoch nur noch ein Muster ohne Wert. Das Spiel war spätestens nach dem 3:0 von Bobadilla entschieden.

Young Boys - Servette 3:1 (3:0)

Stade de Suisse. - 14'375 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 4. Vitkieviez (Bobadilla) 1:0. 28. Vitkieviez (Bobadilla) 2:0. 43. Bobadilla (Degen) 3:0. 86. Ruefli (Yartey) 3:1.

Young Boys: Wölfli; Zverotic, Nef, Veskovac, Spycher; Vitkieviez (77. Nuzzolo), Farnerud, Silberbauer, David Degen; Costanzo (18. Martinez), Bobadilla (83. Ben Khalifa).

Servette: Gonzalez; Ruefli, Routis, Diallo, Kouassi (45. Pont); Moubandje, Nater; De Azevedo, Yartey, Carlos Saleiro; Eudis (69. Karanovic).

Bemerkungen: Young Boys ohne Ojala (verletz) sowie Simpson (nicht spielberechtigt) und Mayuka (beim Afrika-Cup), Servette ohne Pizzinat (gesperrt) sowie Esteban und Baumann (beide verletzt). Verwarnungen: 31. Farnerud (Foul). 48. Ruefli (Foul). 74. Zverotic (Foul). 88. Nater (Foul).


http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 13499.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Februar 2012, 11:48 
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06.02.2012

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Die Neuen bringen YB den Sieg

Matias Vitkieviez und Raul Bobadilla bescheren dem BSC Young Boys einen Rückrundenstart nach Mass. Ein starkes YB bezwingt Servette mit 3:1.

So hatte man sich das bei den Young Boys vorgestellt. Die in der Winterpause engagierten Matias Vitkieviez und Raúl Bobadilla sorgten bei ihrem Debüt mit YB gleich für die Differenz und erzielten alle drei Treffer beim ungefährdeten 3:1-Sieg gegen Servette.

In der Vorrunde hatte Vitkieviez (1:1 und 1:0 für Servette gegen YB) die Tore noch für die Genfer gebucht. Erst vor 18 Tagen ist er zu den Young Boys gestossen, und gestern brauchte er nur drei Minuten und einige Sekunden für sein erstes Tor für seinen neuen Arbeitgeber. Er verwertete ein Zuspiel von Bobadilla zur 1:0-Führung. Und die YB-Fans, die unter den gratis zur Verfügung gestellten Wolldecken schlotterten, hatten nach 28 Minuten ein zweites Mal Gelegenheit, die minus 10 Grad im Stadion zu vergessen. Degen lancierte auf der linken Seite Bobadilla, dieser spielte den Ball vor das Tor, der in Stellung gelaufene Degen verpasste – doch im Rückraum wartete Vitkieviez und es hiess 2:0.

Was hatte Trainer Christian Gross in der Vorrunde über die Abschlussschwäche seines Teams lamentiert – immer und immer wieder. Gestern sah das anders aus: Fünf Möglichkeiten benötigten die Berner vor der Pause, um drei Tore zu erzielen. In der 43. Minute riss Spycher mit einem Vorstoss auf der linken Seite die Servette-Abwehr auf, Degen leitete den Ball im Strafraum zu Bobadilla, der mit einer Körpertäuschung Servettes Diallo ins Leere laufen liess und zum 3:0 einschoss.

Nicht nur Vitkieviez und Bobadilla setzten zum Rückrundenauftakt Zeichen – sondern auch Gross: YB wird umgekrempelt. Sutter und Raimondi figurierten nicht einmal mehr im Aufgebot, und als Costanzo nach 18 Minuten mit Rückenbeschwerden vom Platz ging, erschien nicht der 20-jährige Ben Khalifa, sondern der 19-jährige Debütant Josef Martínez aus Venezuela. Ben Khalifa und Nuzzolo kamen erst in den Schlussminuten noch ins Spiel.

David Degen musste in der Starformation wie erwartet im rechten Mittelfeld Vitkieviez weichen – der Baselbieter bekam aber die Chance, sich auf der linken Seite zu beweisen. Und das zur Zufriedenheit des Trainers. «Er hat in taktischer Hinsicht ein gutes Spiel gezeigt und auch defensive Arbeit verrichtet», freute sich Gross. Wo Degen spielen wird, wenn für den Kanadier Josh Simpson einst die Spielberechtigung vorliegen sollte, ist eine spannende Frage. «Wir haben Konkurrenzkampf», sagte Trainer Gross zufrieden und zollte seinen Torschützen ein Sonderlob: «Matias Vitkieviez zeigte eine hervorragende erste Halbzeit und Raúl Bobadilla gefiel durch seine Dominanz».

YB fand die richtige Einstellung

Auf dem neuen Naturrasen, der auf der Seite der Haupttribüne allerdings gefroren war und laut Vitkieviez einer «Eisbahn glich», bekundeten beide Mannschaften Probleme. Die Young Boys aber fanden die richtige Einstellung zur Unterlage und zum Gegner, spielten einfach, aber mit Inspiration und waren in den Zweikämpfen präsent. Bis zum Gegentor in der Schlussphase geriet die YB-Abwehr kaum in Probleme, im Mittelfeld verrichtete der in der Vorrunde oft gescholtene Silberbauer wichtige Arbeit, besonders in der Phase der Balleroberung. Und mit Bobadilla in der Sturmspitze, der seine Zweikampfstärke einige Male demonstrierte und sich bei einer Szene wie ein Bulldozer durch die Servette-Abwehr pflügte, ehe er doch noch gestoppt werden konnte, und dem Opportunisten Vitkieviez bekommt auch Farnerud mehr Bewegungsfreiheit. YB wird für die Gegner nicht mehr so leicht auszurechnen sein.

Man tut allerdings gut daran, das Gebotene nach diesem ersten Spiel nicht überzubewerten. Der Gegner enttäuschte lange, und erst als die Partie längst entschieden war, raffte sich Servette auf, um wenigstens Schadenbegrenzung zu betreiben.

Doch dieser Auftakt macht aus Berner Sicht Lust auf mehr. Und wenn diese Kältefront dann irgendwann abzieht und Fussball wieder unter normalen Bedingungen gespielt wird, könnte es denn YB-Fans womöglich doch noch richtig warm ums Herz werden.

YB - Servette 3:1

Stade de Suisse: 14'375 Zuschauer. - SR Hänni.
Tore: 4. Vitkieviez (Bobadilla) 1:0. 28. Vitkieviez (Bobadilla) 2:0. 43. Bobadilla (Degen) 3:0. 86. Ruefli (Yartey) 3:1.
Young Boys: Wölfli; Zverotic, Nef, Veskovac, Spycher; Vitkieviez (77. Nuzzolo), Farnerud, Silberbauer, David Degen; Costanzo (18. Martinez), Bobadilla (83. Ben Khalifa).
Servette: Gonzalez; Ruefli, Routis, Diallo, Kouassi (45. Pont); Moubandje, Nater; De Azevedo, Yartey, Carlos Saleiro; Eudis (69. Karanovic).
Bemerkungen: Young Boys ohne Ojala (verletz) sowie Simpson (nicht spielberechtigt) und Mayuka (beim Afrika-Cup).
Servette ohne Pizzinat (gesperrt) sowie Esteban und Baumann (beide verletzt).
Verwarnungen: 31. Farnerud (Foul). 48. Ruefli (Foul). 74. Zverotic (Foul). 88. Nater (Foul).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/19302367

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Duo infernale

Beim 3:1 gegen Servette ist erstmals das YB «made by Christian Gross» zu sehen.

Da ist zum einen das Powerduo der beiden Neuen: Matias Vitkieviez braucht 180 Sekunden, um gegen seinen Ex-Klub zu treffen. Nach nicht ganz einer halben Stunde doppelt der Genfer mit uruguayischen Wurzeln nach. Das Spiel ist gelaufen im Kühlschrank Stade de Suisse: minus zehn Grad. Gefühlt minus zwanzig.

Beide Male gibt Raul Bobadilla, der von Gladbach gekommene Millionen-Wunschtransfer von Gross, den letzten Pass. Kurz vor der Pause macht der Gaucho den Sack selbst zu. «Das war nicht nur von mir ein starkes Spiel, die ganze Mannschaft hat gut gearbeitet», bilanziert der bullige Mittelstürmer.

Doch auch die neue YB-Flügelzange gibt Servette unlösbare Probleme auf: Rechts spielt Vitkieviez. Doch nicht anstelle von David Degen. Der Nationalspieler wandert auf die linke Seite. Eine Win-win-Situation für Gross: Zum einen reisst er damit keine Baustelle auf. Zum anderen ist YB viel gefährlicher als in der Vorrunde.

«Matias hat eine überragende erste Halbzeit gespielt», gibts dickes Lob vom Chef für Vitkieviez. Aber auch für Degen: «Dave hat taktisch und defensiv ein sehr gutes Spiel gemacht. Er hätte ein Tor verdient.» Der Baselbieter sagt zwar, Konkurrenz belebe das Geschäft, führt seine starke Leistung indes nicht darauf zurück. Der Doppeltorschütze seinerseits stellt fest, dass die Lösung Degen und Vitkieviez sehr gut funktioniert habe: «Wir können ja beide links und rechts spielen.»

Mit diesem Startsieg hat YB schon nach der ersten Runde den Rückstand auf Basel auf neun Punkte verkleinert. «Wenn das die Diskussion ist, dann bremsen wir sie sofort», wehrt Degen ab. Gross antwortet auf die Frage, wann er beginne, auf die Tabelle zu schauen: «Vielleicht erübrigt sich die Frage irgendwann.» Was er damit meinte, erläuterte er nicht näher. Die Interpretation kann indes nur sein: Der Rückstand kann sehr schnell kleiner werden. Fortsetzung folgt.

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Drei Tore und ein frisches YB-Gesicht

Fussball · YB hat zum Rückrundenstart eine starke Leistung gezeigt. Beim 3:1-Sieg gegen Servette taten sich insbesondere die Neuen hervor: Matias Vitkieviez traf zweimal, Raúl Bobadilla einmal.

Nach der erwärmenden Vorstellung sank die Betriebstemperatur schnell. Kurz nachdem der 3:1-Sieg von YB gegen Servette feststand, begann es auch die Spieler zu frieren. Folglich fielen einige Antworten der bestens gelaunten Young Boys kurz aus. Und einer musste, gezwungenermassen, etwas länger stehen bleiben. Zwei Tore waren Matias Vitkieviez gegen Servette geglückt, dem Team, mit dem er bis vor wenigen Wochen noch trainiert hatte. Interviews fürs Fernsehen, fürs Radio, auf Französisch, auf Spanisch, Posieren mit seinem Copain und Ex-Teamkollegen, dem Servette-Goalie David Gonzalez – Vitkieviez war der gefragte Mann bei YB. «Das war ein guter Start, aber entscheidend ist jetzt, die Form zu behalten», kommentierte er seine Leistung.

Bobadillas feine Finte

Der 26-Jährige schien sich im Stade de Suisse mit den ungewöhnlichen Bedingungen gut zurechtzufinden: Bereits nach vier Minuten schoss er die zielstrebig agierenden Young Boys in Führung, Moreno Costanzo hatte geflankt, Raúl Bobadilla im Strafraum abgelegt und Vitkieviez eiskalt verwandelt. Er stürmte direkt zur YB-Bank, um dort mit Ersatzgoalie und Spanisch-Deutsch-Übersetzer Ivan Benito ein Tänzchen zu zeigen – verhaltener Jubel war das nicht. «Meine Aufgabe ist nun, für YB zu spielen und mit dieser Mannschaft erfolgreich zu sein», sagte Vitkieviez. Es war die von Trainer Christian Gross oft geforderte, viel zitierte und für sein Coaching typische Spielweise, die YB in der Startphase zeigte. Der Gegner erhielt kaum Platz, wurde früh gestört. Die Flügelzange mit dem überraschend für die linke Seite nominierten David Degen und Vitkeviez machte einen guten Eindruck. «Taktisch fingen wir an, wie wir uns das vorgestellt hatten», sagte Gross nach dem Spiel. Logische Konsequenz des hohen YB-Drucks war das 2:0 in der 28. Minute. Degen, des Öftern mit hohem Tempo unterwegs, lancierte Bobadilla und verpasste in der Folge dessen Hereingabe nur knapp. Erneut profitierte aber Vitkieviez, im Stile eines Goalgetters traf er wieder in die entfernte Ecke.

Und noch vor der Pause kam mit Bobadilla der Zugang mit dem grössten Erwartungsdruck zur Torpremiere im YB-Dress. Degen war erneut über links vorgestossen, bewies im Strafraum Übersicht und passte quer zum Argentinier, der mit feiner Finte Issaga Diallo ausspielte und aus sechs Metern traf. Mit Josef Martinez feierte noch ein dritter der fünf neuen YB-Akteure sein Debüt. Der Venezolaner ersetzte in der 18. Minute Costanzo, der mit Rückenproblemen kämpfte.

Zwei Punkte aufgeholt

Christian Gross war mit dem Rückrundenstart seines Teams zufrieden, ortete ein leichtes Nachlassen nach dem 3:0 und ärgerte sich über das Gegentor. «Auf die Tabelle schaue ich heute Abend aber nicht mehr», erklärte Gross die unveränderte Gefühlslage bei YB. Der Start nach Mass ist geglückt, der Weg nach oben aber auch nach Basels enttäuschendem 0:0 gegen den FC Sion noch weit. Moritz Marthaler Noten Seite 18, Telegramm Seite 20

Erstes Spiel, erstes Tor: Raúl Bobadilla benötigte wenig Anlaufzeit im YB-Dress – bei seinem ersten Auftritt bereitete er zwei Tore vor und traf selber einmal.

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Bern tanzt zu heissen Latino-Rhythmen

Fussball · YB schlägt Servette dank drei Toren der Neuzugänge Vitkieviez (2) und Bobadilla mit 3:1
Ein Zuschauer auf der Haupttribüne springt von der eiskalten Sitzschale auf. Er schwingt sein Becken, lässt die Arme kreisen. Bei minus 10 Grad Celsius tanzt Bern zu den Rhythmen südamerikanischer Musik. Es läuft die 43. Minute. Der Argentinier Raul Marcelo Bobadilla hat soeben für die Young Boys das vorentscheidende 3:0 gegen Servette erzielt, mit einem frechen Dribbling und einem zielstrebigen Abschluss. Zuvor hatte Matias Vitkieviez, der Schweizer mit uruguayischen Wurzeln, in der 4.und 28. Minute die Berner mit zwei Toren in Vorsprung geschossen – dank zwei Assists Bobadillas. Es ist das geschehen, was der Trainer Christian Gross sich im Vorfeld gewünscht hatte: «Ich hoffe, dass wir so spielen werden, dass die Zuschauer trotz tiefer Temperaturen warm bekommen.»

Der neue südamerikanische Wind, den der Trainer gespürt hatte, blies am Sonntag in der Tat durch das Wankdorf. Die Neuzugänge Bobadilla und Vitkieviez schlugen voll ein. «Wir haben einen Start nach Mass erlebt», sagte ein zufriedener Christian Gross. Er hat in der Winterpause genau das bekommen, was ihm gefehlt – und genau das, was er verlangt hatte: Einen Stürmer, einen Flügelspieler. Mit Raul Bobadilla hat er eine Sturmspitze erhalten, die genau seinen Vorstellungen entspricht, ein grosser, wuchtiger Fussballer, der weiss, wo das Tor steht. Ein Spieler, der mit den Grasshoppers bereits bewiesen hatte, dass er in der Schweiz die Stürmer-Szene beherrschen kann und der danach auch in Deutschland Erfahrung gesammelt hat.

Erfolg, sofort

Bobadilla liess am Sonntag nicht auf seine Qualitäten warten. «Raul hat seine Dominanz gezeigt und hat ein herrliches Tor geschossen», lobte ihn sein Trainer Christian Gross. Bobadilla hatte ein vorbildliches Spiel geliefert, war viel gelaufen, hatte um jeden Ball gekämpft und liess sich die Kugel so gut wie nie abnehmen. Mit seiner physischen Präsenz bindet Bobadilla Ball und Gegner an sich, schafft Freiräume und weiss, wohin die Kollegen laufen. Vor dem 1:0 war der Ball eher zufällig von ihm auf Vikieviez abgeprallt. Das zweite Tor hatte Bobadilla hingegen klug vorbereitet, hatte präzis in die Mitte gespielt, wo Degen zuerst verpasste, aber weiter hinten Vitkieviez herbeigeeilt kam.

Und er ist Gross’ zweiter Glücksgriff: Matias Vitkieviez. Der ehemalige Servettien schoss seine einstigen Kollegen innert 28. Minuten mit zwei Treffern lässig ab. «Ich lasse die Gefühle ausserhalb des Platzes», sagte der Mann des Spiels im Nachhinein. Seine neuen Mitspieler hätten alles getan, um ihn gut aufzunehmen. Und er tat alles, um sich zu bedanken. Mit seiner Schnelligkeit und seiner Entschlossenheit auf dem rechten Flügel hat er genau das, was Christian Gross bisher auf jener Position vermisst hatte. Vitkieviez hat Degen von der rechten Seite verdrängt. Dieser musste auf links ausweichen, wo er eine durchschnittliche Partie bestritten und Bobadilla vor dem dritten Berner Tor angespielt hatte.

Dem FCB im Nacken

Durch das vergrösserte und qualitativ verbesserte Kader hatte Flügel Raphäel Nuzzolo keinen Platz mehr in der Startelf und Mario Raimondi sowie auch Freddy Mveng und Scott Sutter erhielten nicht einmal ein Aufgebot. «Der Konkurrenzkampf ist entbrannt und sehr gross», sagt Trainer Christian Gross. Auch der 19-jährige Venezolaner Josef Martinez hat im Sturm ein vielversprechendes Debüt gegeben. YB hat gegen ein schwaches Servette mit finanziellen Sorgen im Hinterkopf den Abstand auf Basel von 11 auf 9 Punkte verkleinert. Spürt man am Rheinknie den südamerikanischen Wind im Nacken? Gross schaut jedenfalls nicht auf die Tabelle und sagt, dass sich diese Frage vielleicht bald erübrigt. Wie er das meint, verrät er nicht. Die Interpretation ist aber einfach. Gewinnen die Young Boys die nächsten zwei Partien gegen Sion und Basel, dann sind sie plötzlich wieder ein Titelkandidat.

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Februar 2012, 22:26 
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YB gewinnt zum Rückrundenstart gegen Servette

YB bezwingt Servette zum Rückrundenstart nach einer starken Leistung mit 3:1. Die Tore erzielten die Winterzuzüge Matias Vitkieviez (2) und Raul Bobadilla. Ruefli schoss kurz vor Schluss das Ehrentor für Servette.

Besser hätte die Rückrunde für die Young Boys nicht beginnen können. Bereits nach vier Minuten lagen die Berner in Führung: Nachdem Costanzo den Ball zu Mitte gebracht und Bobadilla aufgelegt hatte, liess Vitkieviez Servette-Goalie Gonzales keine Abwehrchance. Die beiden Winterzuzüge der Young Boys hatten also bereits früh zugeschlagen (4.)

Im eiskalten Nationalstadion bestimmte YB auf sehr schwer zu bespielendem Boden das Spiel. Nach einer halben Stunde führte ein weiterer guter Angriff zum zweiten Tor: Bobadilla legte den Ball im Strafraum quer, am hinteren Pfosten war erneut Vitkieviez zur Stelle und schob den Ball über die Linie (28.). Noch vor der Pause schoss Bobadilla nach zwei Assists auch noch sein Tor. Spycher lief auf der linken Seite durch, Degen legte auf und Bobadilla setzte sich im Strafraum gekonnt durch – 3:0 für die klar überlegenen Young Boys.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierte YB die Partie weiter und hatte etliche Gelegenheiten, das Resultat zu erhöhen. So wurden je ein Tor von Bobadilla und Ben Khalifa wegen Abseits aberkannt, ein Weitschuss von Farnerud im letzten Moment entschärft und ein Heber von Degen fand den Weg ins Tor auch nicht. Servette besass über die gesamte Spieldauer kaum Szenen im Strafraum der Berner. Dennoch gelang Ruefli kurz vor Schluss mit einem satten Volleyschuss der Ehrentreffer. Es war nicht mehr als Resultatkorrektur aus Sicht der Gäste.

YB siegte hochverdient und vermochte die frierenden Zuschauer im Stade de Suisse mit ihrer Spielweise zu erfreuen.

Stadion: Stade de Suisse
Zuschauer: 14375
Schiedsrichter: Hänni

Tore:
4. Vitkieviez (Bobadilla) 1:0.
28. Vitkieviez (Bobadilla) 2:0.
43. Bobadilla (Degen) 3:0.
85. Ruefli 3:1.

Auswechslungen:
18. Martinez für Costanzo.
45.(+1) Pont für Kouassi.
70. Karanovic für Eudis.
77. Nuzzolo für Vitkieviez.
83. Ben Khalifa für Bobadilla.

Ersatz:
YB: Benito, A. Gonzalez, Doubai, Lecjaks.
Servette: Barocca, Schneider, Schlauri, Gross, Soares.

Bemerkungen:
YB ohne Ojala (verletzt), Mayuka (Afrika-Cup), Mveng, Raimondi, Sutter, Frey (nicht im Aufgebot) und Simpson (noch keine Spielberechtigung). Servette ohne Pizzinat (gesperrt), Esteban und Baumann (beide verletzt). 18. Costanzo mit Rückenproblemen ausgewechselt. 48. Tor von Bobadilla wegen Offside aberkannt. 92. Tor von Ben Khalifa wegen Offside aberkannt.

Verwarnungen:
31. Farnerud, 48. Ruefli, 74. Zverotic, 88. Nater (alle Foul).


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