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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 8. August 2010, 12:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 08.08.2010 Dampfer verliert SchlagseiteMit dem Coup in Istanbul ist den Young Boys Befreiungsschlag gelungen Ökonomische Notwendigkeit Der gut abgestützte BSC Young Boys navigiert wirtschaftlich im mittleren Risikobereich. Der Exploit gegen Fenerbahce entlastet aber die Rechnung. Allein das dadurch erreichte Play-off gegen Tottenham um die Teilnahme an der Champions League ergibt 3 Millionen Franken Prämie. Der gut abgestützte BSC Young Boys navigiert wirtschaftlich im mittleren Risikobereich. Der Exploit gegen Fenerbahce entlastet aber die Rechnung. Allein das dadurch erreichte Play-off gegen Tottenham um die Teilnahme an der Champions League ergibt 3 Millionen Franken Prämie. Die Europa League, in der YB spielt, sofern Tottenham ein zu starker Gegner sein sollte, bringt 6 bis 8 Millionen – je nach zugelosten Gegnern und TV-Verträgen. YB braucht ökonomisch das internationale Flair für Kundenanlässe in den VIP-Logen, die in Bern so teuer vermarktbar sind wie nirgends sonst in der Schweiz. Für das Budget ist die Europa League wichtig, sonst müssten wohl Investoren in die Tasche greifen. Nicht jedes Jahr verkauft man für ein paar Millionen Seydou Doumbia nach Moskau. Rechnung Champions LeagueIn der Tendenz beginnt sich der FC Basel, dessen Personalaufwand nur durch die Champions League, Transfers oder die Präsidentin Gisela Oeri gedeckt werden kann, auf die Königsklasse einzustellen. YB kann das Budget tendenziell (noch) nicht auf eine Champions-League-Teilnahme ausrichten. Das wäre irrational und schwer zu kommunizieren nach der schier endlosen Geschichte der vielen verlorenen Partien in wichtigen Momenten. Die Berner sind zusammen mit dem FC Zürich hinter Basel die Nummer 2. Es ziemt sich für sie, was die Ansprüche betrifft, vorerst hinter Basel zurückzustehen. Eigentlich. Sie brauchen die Champions League nicht, aber attraktive internationale Gegner und einen Spitzenplatz in der Super League, um ihrem neuen Selbstverständnis nachzukommen. Der YB-CEO Stefan Niedermaier sagt, die Europa League sei «der nächste logische Schritt». Grösseres Beben abgewendetOb eine herbe Niederlage in Istanbul den Boden erschüttert hätte, bleibt spekulativ. Im negativen Fall hätte sich branchenüblich die Kritik am Trainer Vladimir Petkovic gehäuft. Vor dem Fenerbahce-Spiel liessen sich selbst Medienvertreter zu Fundamental-Kritik am YB-Trainer hinreissen, die YB in zwei Jahren ein- oder zweimal hatten spielen sehen. Es geht zu oft nicht um die Sache, sondern um die Polemik für das Medium. Spätsommer und Herbst sind in Bern klassische Zeitpunkte, um Trainer zu wechseln (Zaugg 2005, Rohr 2006, Andermatt 2008). Die Stadion-Investoren reagierten jeweils prompt. Im Fall einer Niederlage in Istanbul hätte der Trainer wohl einiges über sich ergehen lassen müssen. Letzte Saison nicht verdautDer Erfolg gegen Fenerbahce mag dazu beitragen, dass das bittere Ende der letzten Saison mit dem überdeutlich verlorenen Titelrennen gegen Basel schneller bewältigt wird. Aber verdaut ist das damals Erlebte noch lange nicht, weil das Verlierer-Image der Berner in wenigen Wochen zementiert wurde. Mit Neuzuzügen legten sich die Berner partiell eine neue Haut zu. Das mag in der Verarbeitung ihrer Vergangenheit helfen. Nur wenn sie auch gegen Tottenham «explodieren», ist das Loser-Image abgestreift. Bei eklatanten Leistungsabfällen wird das Vergangene aber schnell wieder an der Oberfläche erscheinen. Wetten, dass? Wunsch-Transfer SpycherIm Sommer griffen die Berner so tief in die Kasse wie noch nie. Für den jungen Moreno Costanzo verlangte der FC St. Gallen zunächst 2 Millionen Franken, während YB nur 800 000 bot. Man fand sich schliesslich bei 1,6 Millionen. Senad Lulic kostete 600 000, weil er aus einem laufenden GC-Vertrag herausgekauft wurde. Emmanuel Mayuka (Sambia) war ebenfalls ein Millionentransfer. Der Tunesier Ammar Jemal war offenbar nicht so teuer, kostete aber auch ein paar hunderttausend. Jedenfalls unterhält YB mittlerweile die teuerste Mannschaft der Vereinsgeschichte, obschon Gilles Yapi, einer der Topverdiener, für viel mehr Lohn zum FC Basel abgewandert ist. Der Bundesliga-Rückkehrer Christoph Spycher belastet das Lohnbudget arg, aber das Fenerbahce-Spiel hat gezeigt, wie wichtig die Erfahrung und die Ruhe Spychers sein können. Auf Spycher angesprochen, fragt Petkovic rhetorisch zurück: «Was meinen Sie, warum lasse ich ihn im Zentrum spielen?» Spycher verkörpert Widerstand in wegweisenden Momenten. Das fehlte YB oft: psychische Standfestigkeit neben spielerischem Glanz. Wunsch und RealitätYB hat 2009/10 nicht nur den Titel verspielt, sondern auch in der Kommunikation Fehler gemacht. Die Berner redeten sich so lange stark, bis ihnen im Endspurt die Maske weggerissen wurde. Sie zeichneten von sich Bilder, die mehr Wunsch als etwas anderes waren. Eine solche Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität kann zentrifugal wirken. Der CEO Niedermaier sagt, dass «30 bis 40 Faktoren» dazu geführt hätten, dass damals die Kommunikation «nicht mehr authentisch war». Aber YB sei «ein grosser Dampfer», der nicht schnell auf einen anderen (Kommunikations-)Kurs gebracht werden könne. Bescheidenere Formulierungen sind nicht das Geschick des Klubs, auch wenn sie angesichts der zweiten Plätze angebracht wären. Vielleicht ist es kein Zufall, dass YB den Coup in Istanbul aus einer aufgezwungenen und demütigeren Rolle schaffte. Petkovic sagt, dass «ich kein Schauspieler bin» und dass «ich Stärke nicht mit Worten, sondern mit Taten beweisen will». Sein kommunikatives Verhalten Ende letzter Saison sei «taktisch» gewesen, er habe das Team schützen und Verantwortung übernehmen wollen. Petkovic gelang es jedoch nicht, «taktisch» Verantwortung auf sich zu laden. Das Team zerbrach vielmehr am Erwartungsdruck. Der Kroate zeigt sich jetzt aber im Spielsystem lernfähig und setzt auf eine Vierer-Abwehr und einen Ein- oder Zwei-Mann-Sturm. Es ist klug von ihm, etwas zu verändern und sich nicht weiterhin in Rigidität zu verlieren. http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/dampfer_verliert_schlagseite_1.7130981.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 8. August 2010, 12:54 |
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Der Bund, 07.08.2010
Für eine konsequentere Fantrennung
Zusätzliche mobile Rollzäune sollen künftig verhindern, dass Fans gegnerischer Mannschaften ins angrenzende Wohnquartier gelangen können. Der Quartierleist befürwortet diese Massnahme.
Wenn YB morgen gegen GC spielt, bleibt es im Wankdorf ruhig – die Young Boys treffen auswärts auf den Rivalen aus Zürich. Würde die erste Mannschaft allerdings daheim auf den Grasshopper-Club treffen, wären die Sicherheitskräfte im und um das Stade de Suisse in erhöhter Alarmbereitschaft. Immer wieder ist es nach Spielen gegen die Zürcher zu Scharmützeln gekommen. Vor Jahresfrist kam beim Spiel gegen GC deshalb erstmals das mobile Rollzaunsystem zum Einsatz. Einmal ausgerollt und im Boden verankert, trennen die Zäune aus verzinktem Stahldraht die Fanmassen und lenken die Anhänger der gegnerischen Mannschaft auf direktem Weg von der S-Bahn-Station in den Gästesektor. Noch ist der Zaun zwischen Stadion und Wankdorf-Bahnhof allerdings nicht durchgehend. Das soll sich nun ändern.
Ausfallstrassen dichtmachen
Dieser Tage liegen auf dem Bauinspektorat Pläne für die Erweiterung der bereits bestehenden Zaunvorrichtungen auf. Gemäss diesen sollen im Bereich der Sempach-, der Morgarten-, der Winkelried-, der Klawa- und der Wankdorffeldstrasse Hülsen in den Boden eingelassen werden – zur Verankerung weiterer mobiler Zaunabschnitte. Gemäss dem Ingenieurbüro Marchand + Partner AG, das als Projektverfasser auftritt, kommen die Arbeiten inklusive Zaun-Neuanschaffung insgesamt auf rund 120 000 Franken zu stehen. Aufkommen für die Kosten wird die Stade de Suisse AG, wie Marc Heeb vom Polizeiinspektorat auf Anfrage sagt.
Bisher war es nur unmittelbar vor dem Gästesektor beim Stadion und beim Max-Daetwyler-Platz vor dem Feusi-Bildungszentrum möglich, den Rollzaun zu verankern. Mit den zusätzlichen Verankerungen könnten nun auch alle Ausfallstrassen, die vom Fankorridor in das angrenzende Wohnquartier abgehen, mittels Zaun abgeriegelt werden.
«Verruckte Szenen» gang und gäbe
Der Quartierleist Bern-Nord begrüsst die Vervollständigung des mobilen Fankorridors. «Es muss etwas getan werden», sagt Präsident Rolf Siegfried, der selbst seit mehr als 40 Jahren im Wankdorf wohnt. Immer wieder beobachte er von seiner Wohnung an der Winkelriedstrasse 9 «verruckte Szenen»: vor allem nach sogenannten Hochrisikospielen gegen Basel, den FC Zürich oder GC. Fans, die die Polizeikordons umgehen, sich gegenseitig provozieren und sich die Schlupflöcher im bisherigen Fankorridor zunutze machen, um im Schutze von Gärten und Wohnblöcken gegen gegnerische Fangruppierungen mobilzumachen. Dabei seien es nicht nur Anhänger auswärtiger Mannschaften, die für Scharmützel sorgten. «Auch YB-Fans provozieren.» Es sei «himmeltraurig», dass wegen «ein paar Schafsköpfen» ein solcher Zaun gebaut werden müsse, sagt der bekennende YB-Fan. Aber letztlich sieht Siegfried im Zaun, der in erster Linie der Personenlenkung dient, auch einen Schutz für die Anwohner. Immer wieder seien in der Vergangenheit Häuser oder Autos beschädigt worden. Nicht zuletzt deshalb wurde bereits vor gut eineinhalb Jahren die Liegenschaft an der Winkelriedstrasse 7 eingezäunt. Das Hochhaus wird von einem permanenten, 1,5 Meter hohen Zaun umgeben. Ebenso das Wohnhaus an der Wankdorffeldstrasse 69, das direkt am Fankorridor liegt.
Vonseiten der Anwohnerschaft sind bisher keine Negativreaktionen auf die Erweiterungspläne für den Rollzaun an Siegfried herangetragen worden. Der Zaun bringe aber im Prinzip nichts Neues. «Es wird ja bereits heute alles abgesperrt – einfach nicht mit einem Zaun.» Die Einsprachefrist läuft noch bis am 3. September.
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sport_ch
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Verfasst: Dienstag 10. August 2010, 14:52 |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. August 2010, 16:16 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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uefa.com, 10.08.2010 YB auf dem Weg nach obenFür die Young Boys aus Bern entscheidet sich schon in diesen Tagen, wie die weitere Saison verlaufen wird, wichtig dabei vor allem das Duell mit den Tottenham Hotspurs. Nach verlorenem Meisterschaftsfinale und verpatztem Saisonstart herrschte beim BSC Young Boys dicke Luft: Mit dem Sieg über Fenerbahçe SK beruhigten die Berner ihr Umfeld. Am 16. Mai unterlagen die Young Boys dem FC Basel 1893 im letzten Spiel der Meisterschaft 2009/10 0:2. Der FCB sicherte sich den Titel, nachdem YB 31 Runden von der Spitze gegrüsst hatte. Einmal mehr also konnte YB eine ausgezeichnete Ausgangslage nicht nutzen. So, wie er schon die Pokalfinals von 2006 und 2009 trotz Führungen verloren hatte. Die Kritiken danach waren vernichtend: YB fehle die Winnermentalität, habe grobe Fehler in der Personalpolitik begangen, und man werde noch lange auf die nächste Meisterschaft, die YB das letzte Mal 1986 errang, warten müssen. Da nütze auch das Selbstbewusstsein von Trainer Vladimir Petkovic nichts. Denn dessen 3-4-3-System birge zu viele Gefahren; YB sei so zu instabil, hieß es. Nach drei Partien der laufenden Super-League-Saison standen für die Berner zwei Punkte zu Buche; die 1:2-Niederlage bei der AC Bellinzona, einem vermeintlichen Abstiegskandidaten, schien das Fass zum Überlaufen zu bringen. Trotz namhafter Zugänge wie Christoph Spycher und Moreno Costanzo schien Petkovics Entlassung nahe. Bis zum vergangenen Mittwoch. An diesem Tag erreichte YB, endlich, einen herbeigesehnten Erfolg in einem wichtigen Spiel. YB gewann in Istanbul bei Fenerbahçe das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde für die UEFA Champions League. Das 1:0 war verdient; YB beherrschte den türksichen Spitzenklub fast nach Belieben. Und das in einem 4-1-4-1-System. "Ich habe immer an unsere Stärken geglaubt", sagte der angeschlagene Petkovic im Anschluss. "Das ist der wichtigste Sieg meiner Karriere." Auf das geänderte System wollte er den Sieg am Bosporus allerdings nicht zurückführen: "Diese System-Diskussionen sind lächerlich. Eine Mannschaft muss mehrere beherrschen." Er habe aber gewusst, dass seine Position bei weiteren Misserfolgen stark gefährdet gewesen wäre. "So ist das halt in unserem Sport." Am Sonntag landete YB auch den ersten Vollerfolg in der Meisterschaft. Zwar wurde der Grasshopper Club nur mit Glück bezwungen, doch YB wähnt sich nun erst recht auf gutem Weg: "Wir brauchten etwas Zeit, um in Schwung zu kommen", erläuterte Petkovic. Er gab aber auch zu, "dass wir noch besser spielen müssen." Doch was den Berner Trainer wie auch dessen Spieler beruhigt haben dürfte: YB gewann, ohne überzeugt zu haben, bereits das zweite wichtige, für den weiteren Verlauf der Saison gar kapitale Spiel innert weniger Tage. Auch zeigte sich die neu formierte Viererkette mehrheitlich solide. Qualitäten, die man von YB lange nicht gesehen hatte. Kommende Woche empfängt YB Tottenham Hotspur FC zu den Play-offs der UEFA Champions League. Nach den letzten Erfolgserlebnissen glauben sie in Bern durchaus an ihre Chance. Nicht grundlos: Er wisse, sagte Tottenham-Manager Harry Redknapp, "dass YB Fenerbahçe phasenweise an die Wand gehämmert hat." Dass dies gegen den englischen Spitzenklub auch gelingt, ist eher unwahrscheinlich. In Bern sind sie einfach mal froh, ihren Kopf aus der Schlinge gezogen zu haben. Vor allem Vladimir Petkovic. http://de.uefa.com/uefachampionsleague/news/newsid=1511901.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 11. August 2010, 07:10 |
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Berner Zeitung, 11.08.2010 Dudars Misstritt und Raimondis ForderungSpieler und Trainer der Young Boys waren am Tag nach der Entlassung Stefan Niedermaiers um Normalität bemüht. Reibungslos verlief das Training allerdings nicht. Die Tür zur YB-Garderobe bleibt an diesem Dienstagvormittag vorerst geschlossen. Trainer Vladimir Petkovic lädt zu Beginn des morgendlichen Trainings zur Sitzung. Der abrupte Wechsel in der Führungsspitze des Vereins soll jedoch dem Vernehmen nach kein Traktandum gewesen sein. Um 10.16 Uhr erscheinen einige YB-Akteure in den Katakomben und beginnen mit dem Aufwärmtraining. Während tags zuvor im Medienzentrum des Stade de Suisse die anwesenden Verwaltungsräte die Entlassung Stefan Niedermaiers sowie die Anstellung Ilja Kaenzigs verkündeten, vergnügten sich die YB-Spieler bei einer Bootsfahrt auf der Aare. Die Harmonie wurde erst am Mittag beeinträchtigt, als Trainer Petkovic seine Akteure über den Abgang des Stadion-CEO informierte. Bereits vor vier Jahren wurde die YB-Equipe im Rahmen eines Schlauchbootausflugs auf der Aare über eine Demission informiert – Trainer Gernot Rohr gab damals seinen Rücktritt bekannt. Es ist kurz vor 11 Uhr – im Stade de Suisse herrscht immer noch Ruhe. Neun Zuschauer haben sich auf den Sitzplätzen installiert und warten weiterhin geduldig auf die YB-Spieler. Die Idylle wirkt wie ein Gegenpol zur montäglichen Hektik. Dann, um 10.57 Uhr, betritt Torhütertrainer Peter Kobel als Erster den Kunstrasen – gefolgt von David Degen und den restlichen Spielern. Gestik und Mimik suggerieren eine bemüht lockere, positive Stimmung. Petkovic feixt mit David Degen, Degen feixt mit Mario Raimondi. «Natürlich war der Abgang ein Thema, gestern nach der Bootsfahrt und auch heute vor dem Training», sagt Raimondi, «wir haben lange mit Stefan zusammengearbeitet, er hat eine sehr gute ‹Büez› gemacht. Es bringt nicht viel, darüber zu diskutieren. Wir kennen die Gründe nicht, wir kennen die neuen Leute noch nicht.» Und die Stimmung im Team betreffend, ergänzt er: «Sie ist so wie immer, sehr gut.» Etwas sei doch speziell, sagt Raimondi, daran denkend, dass im Training mehrere Spieler abwesend sind. Tatsächlich stehen mit Marco Wölfli, den Debütanten François Affolter, Moreno Costanzo (Schweiz) und Henri Bienvenu (Kamerun) sowie Ammar Jemal (Tunesien) derzeit gleich fünf YB-Kräfte in Diensten von A-Nationalmannschaften. Dieser nennenswerte Umstand gilt in der Vereinsgeschichte mit Sicherheit als Rarität, wenn nicht gar als Unikum, ist jedoch inmitten dieser hektischen Tage leider nicht mehr als eine Randnotiz. Mit Emmanuel Mayuka hätte im Übrigen gar ein sechster YB-Spieler einen internationalen Einsatz absolvieren sollen – aus (Reise-) Kostengründen zog der Verband Sambias am Sonntagabend aber sämtliche an die in Europa tätigen Spieler versandten Aufgebote kurzfristig zurück. Um 11.20 Uhr vereint sich die Aufmerksamkeit der Anwesenden: Emiliano Dudar hat zu einem Kopfball angesetzt, tritt bei der Landung auf einen Ball und knickt um. Der Argentinier bleibt liegen – schreiend, fluchend, vor Schmerz leidend. Am Nachmittag sollte eine starke Überdehnung des angeschwollenen Fussgelenks diagnostiziert werden. Dudars Einsatz gegen Xamax ist fraglich. Nicht nur neben, sondern auch auf dem Feld stehen den Bernern ereignisreiche, wegweisende Tage und Wochen bevor: Drei Tage nach dem Gastspiel von Xamax empfängt YB im Champions-League-Playoff-Hinspiel Tottenham Hotspur im Stade de Suisse. Es erstaunt deshalb nicht, wenn Mario Raimondi sagt: «Wir müssen uns auf den Sport konzentrieren und schauen nach vorne.» Und: «Betreffend die Zukunft mache ich mir keine Sorgen und bin gespannt, die neuen Leute und ihre Ideen kennen zu lernen.» Der neue Verwaltungsratsdelegierte Ilja Kaenzig soll den YB-Spielern am Donnerstag vorgestellt werden. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Dudars-Misstritt-und-Raimondis-Forderung/story/23874383
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 12. August 2010, 08:19 |
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Berner Zeitung, 11.08.2010 Und der «BSC YB Hollywood» lebtYB ist seit Jahren ein zuverlässiger Lieferant prächtiger Schlagzeilen. Der unfeine Rauswurf von CEO Stefan Niedermaier ist jetzt der negative Höhepunkt spektakulärerGeschichten rund um den Berner Fussballklub. Es gibt Fussballvereine, die ziehen knallige Berichterstattung erfreulicher wie negativer Art geradezu an – Real Madrid und Bayern München sind internationale Beispiele, in der Schweiz darf man den FC Sion sowie YB zu den Schlagzeilenlieferanten Nummer 1 küren. Mit Madrid und München wollen sich die Stadioninvestoren in Bern ja in Zukunft duellieren, und bezüglich Unterhaltungswert spielen sich die Vorgänge bei den Young Boys teilweise tatsächlich auf gehobenem internationalen Niveau ab. Ärger und Verschwörungstheorien, Euphorie und Tristesse gab es rund um YB in den letzten Jahren regelmässig. Fredy Bickels RauswurfIn den Neunzigerjahren stand der elffache Meister mehrmals kurz vor dem Konkurs: Dubiose Investoren aus der Innerschweiz, Österreich oder Russland sollten präsentiert werden, Löhne konnten derweil nicht bezahlt werden, manchmal fehlte sogar das Geld, um Briefmarken zu kaufen – es war eine dramatische Zeit im baufälligen Wankdorfstadion, als teilweise höchstens drei Leute auf der improvisierten Geschäftsstelle arbeiteten. Heute besitzt YB wunderschöne Büroräumlichkeiten und Dutzende Angestellte im modernen Stade de Suisse, das Gebilde aus Klub und Stadionmanagement funktioniert, aber natürlich ist das kein Grund, nicht doch mal wieder für spektakuläre Aufregung zu sorgen. Der von vielen Seiten als unverständlich angesehene Rauswurf des YB-CEO Stefan Niedermaier jedenfalls ist nur der vorerst letzte Akt in einem – nun, ja – Drama mit einigen Hauptfiguren. Niedermaiers Vorgänger Peter Jauch zog sich den Zorn der Anhänger zu, als er den (wie Niedermaier heute) sehr beliebten Sportchef Fredy Bickel in einer hässlichen Affäre vor acht Jahren rauswarf. Trainer Marco Schällibaum, der YB in die NLA geführt hatte, sah ohne Bickel keine Zukunft mehr in Bern. Überhaupt, die Trainer. Im neuen Stadion sind weder Hans-Peter Zaugg noch seine Nachfolger Gernot Rohr und Martin Andermatt glücklich geworden. Jetzt steht Vladimir Petkovic, der bisher gute Arbeit leistet, unter Druck, er braucht Erfolg, um die reformwütigen, ungeduldigen, titelhungrigen Besitzer nicht zu enttäuschen. Nach den heftigen und wütenden Reaktionen auf die Entmachtung Niedermaiers allerdings dürften die Investoren derzeit eher darauf bedacht sein, nicht noch mehr Unruhe und Wut zu produzieren. Schlägerei, Knatsch, TrauerDem Übernamen «BSC YB Hollywood» wird der Klub dieser Tage wunderbar gerecht. Zwischenfälle gibt es in jedem Fussballteam, doch auch in dieser Hinsicht fabrizierte YB in den letzten Jahren reichlich Gesprächsstoff. Mit Carlos Varela oder Hakan Yakin figurierten ja auch Spektakelmacher vielfältiger Qualität im Kader, und manchmal gabs halt eine nette Schlägerei im Training (Varela mit David Degen), manchmal überwarf sich Star und Boulevardfigur Yakin mit dem Trainer (zum Beispiel Gernot Rohr). Und zwischendurch wurde auch mal ein Schiedsrichter (Jérôme Laperrière) im Stade de Suisse am Kopf von einem Feuerzeug getroffen, das ein YB-Fans geworfen hatte – und ein anderer (Massimo Busacca) zeigte der Berner Anhängerschaft nach Anfeindungen kurzerhand den Stinkefinger. Zwei tragisch verlorene Cupfinals gegen Sion (2006, 2009) sowie unbegreiflich schwache Vorstellungen in Finalissimas gegen Basel (2008, 2010) sorgten für sportliche Trauer beim nationalen Spitzenklub, der YB längst ist. Und nun steht der Verein vor einem spannenden, schlagzeilenträchtigen Herbst. Schon kursieren wilde Gerüchte, es gebe Investoren, die Stadion (und damit Verein) übernehmen und Stefan Niedermaier zurückbringen wollten. Und keineswegs überraschen würde auch, wenn YB in den nächsten zwei Wochen inmitten dieser Wirren der grösste Erfolg aller Zeiten (die Champions-League-Teilnahme) gelingen sollte. Es wäre: typisch YB. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Und-der-BSC-YB-Hollywood-lebt/story/15277334
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 12. August 2010, 08:24 |
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Berner Zeitung, 12.08.2010 YB-Akteure in HauptrollenDie Schweiz hat erstmals seit November 2008 wieder ein Testspiel gewonnen. In Klagenfurt schlug sie Österreich dank eines Tores von YB-Debütant Moreno Costanzo (73.) 1:0. Diego Benaglio parierte einen Penalty. Davon träumt jeder Spieler: Zwei Minuten hatte Moreno Costanzo das Trikot der Nationalmannschaft getragen, ehe ihm das Siegestor (1:0) gelang. Schwierig war die Aufgabe nicht, denn nach einer abgelenkten Flanke von Valentin Stocker musste der 22-jährige YB-Mittelfeldspieler den Ball unbedrängt nur noch über die Schulter von Torhüter Christian Gratzei lupfen. Für den technisch versierten Debütanten war dies ein Kinderspiel. In weiteren Aktionen stand Costanzo, der erst am Montag nachnominiert wurde, sogar einem zweiten Tor nahe (81./88.). Affolter im PechDas Siegestor schossen die Schweizer in der 73. Minute. Es kam nach der ersten Strafraumszene der SFV-Auswahl nach der Pause zustande und besiegelte somit einen letztlich glückhaften Erfolg, weil es zudem während der Druckperiode der Österreicher fiel. Mit Beginn der zweiten 45 Minuten hatte das Heimteam die Initiative übernommen und setzte die Schweiz zeitweise gehörig unter Druck. Das durchaus verdiente Führungstor blieb der Auswahl von Didi Constantini hingegen versagt. Weil die Abschlüsse zu unpräzise waren und Diego Benaglio den zu Unrecht verhängten Foulpenalty von Christian Fuchs parierte (64.). YB-Verteidiger François Affolter, mit dem spät eingetretenen Nassim Ben Khalifa ein weiterer Debütant, hatte Martin Harnik ausserhalb des Strafraums bedrängt, ehe der Österreicher über die Füsse des Schweizers stolperte. Das Tor und der Penalty waren die Aufreger in einer nicht langweiligen, aber irgendwie halt doch harm- und gehaltlosen Partie. In Österreich nennen sie es Urlaubsfussball. In Italien sagen sie «calcio d'estate». Gemeint sind die Testspiele vor den Ernstkämpfen, die Trainer und Publikum die Sichtung von Probables und neuen Namen ermöglichen. So gesehen war es typischer Urlaubsfussball, den die 18000 Zuschauer im wunderschönen Wörthersee-Stadion von Klagenfurt zu sehen bekamen. Denn Ottmar Hitzfeld nominierte vier U21-Spieler für die Startformation, darunter den Debütanten Affolter von YB, den Basler Rückkehrer Valentin Stocker sowie FCB-Shootingstar Xherdan Shaqiri, und bei Österreich standen zu Beginn sechs Spieler auf dem Rasen, die noch keine zehn Länderspiele absolviert hatten. Doch in Urlaubsstimmung waren zumindest diese Spieler nicht. Für die junge Schweizer Garde ging es bereits um einiges; um einen Platz im Team, das am 7. September gegen England in die EM-Qualifikation startet. Abgefallen war von ihnen keiner. Einen zweiten «Fall Rossin»' wird es gewiss nicht geben – nach den 90 Minuten von Klagenfurt wird keiner in Vergessenheit geraten. Affolter lieferte an der Seite von Stéphane Grichting und später Mario Eggimann eine ordentliche Premiere ab. Nur einmal, nach einem Steilpass von Christian Fuchs auf Erwin Hoffer, war die Abstimmung mangelhaft (11.). Dass die Österreicher trotzdem zu vielen vielversprechenden Torschüssen kamen, lag vor allem an den Aussenverteidigern Reto Ziegler und Stephan Lichtsteiner, welche viel Wille nach vorne zeigten, dabei aber ihre Positionen in der eigenen Platzhälfte einige Male sträflich vernachlässigten. Oder es hatte mit der mangelhaften Vorstellung von Mario Eggimann zu tun, der nach der Pause dreimal den Ball an der eigenen Strafraumgrenze vertändelte. Valentin Stocker und Xherdan Shaqiri hatten von Ottmar Hitzfeld klar die Order bekommen, Druck über die Seiten zu erzeugen. Auch hier hatte das Offensivspiel der Schweiz an der WM schwer gekrankt. Zumindest Stocker löste die Aufgabe auf der linken Seite gut. Er bewies, dass er auch in der Nationalmannschaft der torgefährliche Mittelfeldspieler sein kann, den Hitzfeld sucht. Costanzos EmpfehlungHakan Yakin, der erstmals seit September 2008 von Beginn weg spiele, war in den ersten 45 Minuten an den vier gefährlichsten Aktionen der Schweizer Equipe beteiligt. Allerdings hätte der Routinier im Ensemble der Jungspunde nach 25 Minuten zwingend seinen 21. Treffer im Nationalteam erzielen müssen, doch gelang es ihm nicht, Gratzei an der Fünfmeterlinie zu umspielen. Yakin spielte ordentlich, doch das entscheidende Tor schoss letztlich sein Ersatz – Moreno Costanzo. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YBAkteure-in-Hauptrollen/story/20920121
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 12. August 2010, 08:26 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 12.08.2010 Kuno Lauener nicht mehr im YB-Beirat Züri-West-Frontmann Kuno Lauener ist bereits am Montag aus dem Young-Boys-Beirat ausgetreten. Das bestätigte der Bandmanager Stefan Mischler gestern auf Anfrage. Charles Beuret, Vorsitzender des prominent besetzten Gremiums, hatte dies am Dienstag noch bestritten. Das stimme so nicht, «es ist ein Gerücht», sagte er. Laut Beuret werden sich VR-Präsident Benno Oertig und der neue VR-Delegierte Ilja Kaenzig am Samstag vor dem Spiel gegen Xamax mit dem YB-Beirat treffen. Bei diesem Gespräch erwarte man Antworten auf viele Fragen. Die Entlassung von CEO Stefan Niedermaier hat also auch beim YB-Beirat für erhebliche Turbulenzen gesorgt. Der Beirat versteht sich als Bindeglied zwischen YB und der Basis, und ihm gehören Persönlichkeiten aus der Welt des Sports, der Wirtschaft, der Politik, der Fanszene und der Kultur an. Der YB-Beirat umfasst 22 Mitglieder, und eines davon ist Kuno Lauener. Er gilt als Freund von Stefan Niedermaier, und Lauener hat bereits zu Beginn der Woche kundgetan, dass er die Entlassung nicht verstehen kann. http://www.derbund.ch/bern/Kuno-Lauener-nicht-mehr-im-YBBeirat-/story/11559388
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chato
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Verfasst: Donnerstag 12. August 2010, 09:55 |
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Zitat: Kuno Lauener nicht mehr im YB-Beirat
Züri-West-Frontmann Kuno Lauener ist bereits am Montag aus dem Young-Boys-Beirat ausgetreten. Das bestätigte der Bandmanager Stefan Mischler gestern auf Anfrage.
Charles Beuret, Vorsitzender des prominent besetzten Gremiums, hatte dies am Dienstag noch bestritten. Das stimme so nicht, «es ist ein Gerücht», sagte er. was jetzt? ist er ausgetreten oder nicht?
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shalako
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Verfasst: Samstag 14. August 2010, 15:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Berner Zeitung, 14.08.2010 Der YB-Film, der nahegehtYB-Fans sind leidensfähig. So sehr, dass die Premiere des YB-Films «Meisterträume» schnell ausverkauft war. Ein Film, der das Trauerspiel um die verlorene Meisterschaft von innen beleuchtet und ganz nah dabei ist. Sie sind gekommen, um noch einmal zu leiden. Im Orange-Cinema auf der Grossen Schanze wurde der Film «Meisterträume – eine Berner Fussballgeschichte» zum ersten Mal gezeigt. Die Niederlage gegen den FC Basel vom 16.Mai, im letzten Spiel der Meisterschaft, ist am Ende des Dokumentarfilms wieder präsent und die Stimmung der Fans wie damals gedrückt. Die Filmer Norbert Wiedmer und Enrice Ros waren mit ihren Kameras während der Saison nahe dabei. Gespräche zwischen Trainer Vladimir Petkovic, seinem Assistenten Erminio Pisercchia und einzelnen Spielern wurden gefilmt. «Dir tut immer etwas weh», sagt der Trainer zu seinem Spieler Alberto Regazzoni. Er tadelt ihn dafür und erklärt ihm, das müsse aufhören. Schlitzohr Regazzoni entgegnet: «Aber es könnte ja sein, dass ich wirklich immer Schmerzen habe.» Worauf ihm Petkovic trocken die Pensionierung empfiehlt. Der Film dokumentiert Gespräche, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Petkovic erklärt Regazzoni klipp und klar, dass er mit dessen Leistung nicht zufrieden sei. Der Spieler senkt den Kopf und lässt die Ansprache seines Chefs über sich ergehen. Aus Emiliano Dudar wollte Petkovic einen Führungsspieler machen. Dudar sollte mehr Einfluss auf das Spiel nehmen. Mehrmals sind die Zuschauer dabei, wenn die beiden zusammen reden. Immer wieder erklärt Dudar, dass seine Mitspieler nicht auf ihn hörten, da könne er lange reden. David Degen zum Beispiel verstehe ihn einfach nicht. Tiraden in der KabineWer vom YB-Trainer Vladimir Petkovic nur die Antworten im TV-Interview nach Spielschluss kennt, traut als Zuschauer des Films seinen Ohren kaum. In der Kabine vor seinen Spielern tönt er zuweilen ganz anders. Nach der wegweisenden Niederlage in Luzern ist er selber zwar nicht zu sehen, aber sehr gut zu hören. Während die Materialwarte Heinz Minder und Hans Imboden betreten draussen im Gang stehen, liest der Trainer seinen Spielern deutsch, italienisch und französisch die Leviten. Und das nicht zu knapp. Degen beim PsychologenNoch näher hin gingen die Filmer bei David Degen. Er wurde während der Sitzungen mit dem Psychologen gefilmt. In der ersten Sequenz beklagt sich der Spieler darüber, dass er nie gelobt worden sei. «Niemand hat mir je gesagt, das hast du gut gemacht, David», beklagt er sich. Der Psychologe empfiehlt ihm Lockerungsübungen, und auch da ist die Kamera dabei. Im Film hat Ex-CEO Stefan Niedermaier seinen letzten YB-Auftritt. Die Zuschauer bedachten ihn bei seiner ersten Szene mit einem warmen Applaus. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Der-YBFilm-der-nahegeht/story/13296879
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