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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 10:13 |
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Berner Zeitung, 09.02.2009
Häberli schiesst YB zum Sieg gegen Basel
Spektakulärer Start zur Rückrunde: Die Young Boys gaben gegen Basel einen 2:0-Vorsprung preis und erzielten kurz vor Schluss durch Thomas Häberli das 3:2. Aarau holte in Vaduz einen Punkt (1:1).
Erst schien YB sicher auf Kurs. Schon vor der Pause hatten die Berner gute Chancen. Nach dem Seitenwechsel brachten Saif Ghezal (49.) und Mario Raimondi per Penalty YB 2:0 in Führung. Innerhalb von nur sieben Minuten egalisierten Marco Streller und Eren Derdiyok die Partie. Wie Christian Gross mit der Einwechslung von Marko Perovic (Flanke zum 1:2) und Derdiyok ein gutes Händchen hatte, stachen auch die Joker Vladimir Petkovics: Doumbia lancierte Thomas Häberli kurz vor Schluss, und der Angreifer traf zum letztlich entscheidenden 3:2.
94. Min: Nochmals Freistoss FCB! Aber der letzte Versuch endete neben dem Tor. Und da ist der Schlusspfiff.
93. Min: Die Young Boys lassen den Ball in den eigenen Reihen laufen! Tor von Schneuwly zählt nicht. Warum auch immer? Aber es bleibt noch spannend.
92. Min: Die grosse Chance für Perovic! Wölfli mit den Fingerspitzen.
91. Min: Noch drei Minuten, schafft es Basel noch einmal?
90. Min: Vier (4!) Minuten Nachspielzeit.
90. Min: Heisse Szene auf der anderen Seite. Foul an Streller im Strafraum? Kann man pfeifen, muss aber nicht. Und Wölfli mit einer wichtigen Save für YB.
88. Min: 3:2 für YB durch Häberli. Herrlicher Pass in die Tiefe von Doumbia, Häberli überlobt, 3:2. Der Lucky Punch?
86. Min: Basel-Konter! Derdiyok mit einer Riesenchance. Der liegende Nationalstürmer kam noch einmal an den Ball, Wölfli und Affolter verhindern den Gegentreffer.
85. Min: Noch fünf Minuten plus Nachspielzeit. Wer hat das bessere Ende?
84. Min: Freistoss für Basel. Aber ein Foul im Getümmel und Entlastungsfreistoss für YB.
81. Min: Häberli und David Degen kommen zum Einsatz. Aber erst nach dem Corner? Nix passiert, es kann gewechselt werden: Degen kommt für Schwegler, Häberli für Baykal. Offensive total bei YB? Ja!
80. Min: Doumbia vergibt den Lucky Punch! Der Ivorer läuft alleine auf Yann Sommer, doch sein Schuss schwach und die Parade stark. Muss Tor sein, wie man sagt.
80. Min: Bei YB laufen sich Degen und Varela ein. Aber keine Angst, nicht Seite an Seite.
78. Min: Das Spiel kann im Moment auf beide Seiten kippen. Bleiben Sie mit der F5-Taste im Takt und live dabei!
77. Min: Die Partie muss unterbrochen werden, weil die YB-Fans zahlreiche Rauchpetarden losliessen und Sommer einnebelten.
76. Min: Sommer fliegt an einem Freistoss vorbei, doch dahinter kann Doumbia nicht profitieren. Fliegt ebenfalls am Ball vorbei.
75. Min: Die Partie hat Fahrt aufgenommen! Basel brauchte nur sieben Minuten, um den 0:2-Rückstand zu korrigieren.
73. Min: Und die nächste gute Chance wieder für den FCB: Marco Strellers Kopfball wird von Wöfli aus der hohen Torecke gefischt.
72. Min: Kopfball von Doumbia, der eben erst für Regazzoni gekommen war, knapp daneben.
71. Min: 2:2 durch Derdiyok. Zurecht war die Nervosität von Derdiyok. Dieser brauchte nicht lange, um die Partie auszugleichen.
70. Min: Petkovic wird nervös.
67. Min: Basel hat mit dem Anschlusstreffer Schwung aufgenommen. Und jetzt kommt Derdiyok für Gjasula.
66. Min: Grosse Ausgleichchance für den FCB. Jürgen Gjasula kommt frei zum Kopfball, setzt diesen aber vorbei. Gjasula und der FCB ist noch keine romantische Liebesbeziehung.
64. Min: 2:1 durch Marco Streller. Aus dem Nichts kam der Anschlusstreffer, war dafür umso herrlicher: Der eben erst eingewechselte Perovic bedient von der linken Seite her Streller, der sich gegen Ghezal durchsetzte.
Aarau hat ausgeglichen: Vaduz - Aarau 1:1.
62. Min: Perovic kommt für Stocker.
60. Min: 2:0 durch Raimondi. Der Berner verwandelt den Penalty sicher in die linke hohe Ecke.
59. Min: Herrliche Direktabnahme von Raimondi, die Sommer herrlich abwehrt. Dann verliert Zanni den Ball an Schneuwly und bringt diesen zu Fall. Bertolini zögert keine Sekunde. Penalty.
58. Min: Wir bestätigen: Gjasula, Streller, Stocker und auch Carlitos sind noch immer auf dem Feld.
56. Min: Wann reagiert Christian Gross und bringt zum Beispiel Eren Derdiyok? Oder Marko Perovic. Er erzielte in der Herbstrunde per Freistoss einen Treffer zum 2:1-Sieg.
55. Min: Noch ist keine Basler Reaktion zu erkennen. Vielmehr scheint YB sogar dem zweiten Treffer näher.
51. Min: Die nächsten heissen Szenen: Regazzoni fällt nach einer Berührung von Huggel. Ein Penalty wäre sehr hart gewesen.
49. Min: 1:0 für YB Saif Ghezal. Weiter Einwurf von Christian Schwegler, und der Tunesier ist etwas schneller als Marque.
47. Min: Erster Ball in den YB-Strafraum ohne Gefahr, im Gegenteil. Es gibt den schnellen Konter. Aber Marque kann Regazzoni gerade noch ablaufen.
46. Min: Keine Wechsel bei beiden Teams. Basel hat Anstoss.
45. Min: Jetzt ist Pause. Klare Worte auch von Heusler zur Tätlichkeit von Abraham. «Eine unnötige Undiszpliniertheit. Das kann auch mit der roten Karte bestraft werden.»
Ein Grund für die lange Zeit wenig berauschende Vorstellung sieht FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler auch im Kunstrasen. «Schade, dass es wegen dem Kunstrasen immer wieder zu Slapstick kommt.»
Nochmals eine heisse Szene mit Regazzoni, doch der Tessiner kann den Ball nicht richtig annehmen.
Pause auch in Liechtenstein: Vaduz - Aarau 1:0. Der Isländer Steinarsson, im Winter gekommen, erzielte das Tor.
44. Min: Abraham hatte ja schon in einem Testspiel Rot gesehen, nun dies. Eine weitere Bestrafung wird es nicht geben, weil der Schiedsrichter ja die Aktion schon bewertet und bestraft hat.
42. Min: Tumulte, ein YB-Spieler liegt am Boden. Gelb für Abraham und Schwegler. Der FCB-Abwehrchef mit einem Mini-Kopfstoss gegen Schwegler. Dafür hat es auch schon Rot gegeben. Also eigentlich meistens.
41. Min: Jetzt auch einmal Valentin Stocker: Freistoss herausgeholt. Eigentlich eine gefährliche Situation, doch Stocker trifft den Ball überhaupt nicht.
40. Min: Der nächste schöne Angriff von YB, doch die Flanke von Christian Schwegler ist zu unpräzis.
37. Min: Riesenchance für YB: Erst ein Rundumschlag fon François Marque an die eigene Latte, dann vergibt Miguel Portillo aus bester (lies: BESTE!) Position.
36. Min: Gelb gegen Reto Zanni wegen Reklamierens wohl. Er ist damit am nächsten Wochenende gesperrt.
Basel gerät mehr und mehr unter Druck. Die Berner haben offenbar nach einem langsamen Start den Rhythmus gefunden.
32. Min: Und gleich das nächste «Uuuuh!»: Nach einem missglückten Rückpass schiesst Sommer den heranbrausenden Schneuwly an; der Ball fliegt erneut nur knapp am Tor vorbei.
32. Min: Endlich das erste «Uuuuuh!»
31. Min: Heisse Szene! Safari lenkt den Freistoss vor dem Tor noch ab, der Ball fliegt um Zentimeter über die Latte.
31. Min: Schönes Tricklein von Regazzoni, das immerhin einen Freistoss in gefährlicher Umgebung bringt.
30. Min: Schuss von Ergic, aber der Fall fliegt aus 20 Metern über das Gehäuse.
29. Min: Vierter Corner für Basel; Wölfli fliegt vorbei. Weil das auch alle anderen machen, passiert nichts. Einwurf FCB.
27. Min: Nach dem schwungvollen Start ist Basel nun etwas von der Bildfläche verschwunden. Die Young Boys übernahmen das Spieldiktat – aber noch damit für Gefahr vor Sommer zu sorgen.
25. Min: Eckball für YB. Streller wehrt ab.
24. Min: YB in der Nähe des FCB-Strafraums! Ein kleines Highlight.
Jetzt muss ein Tor her, um dieses wenig attraktive Rasenschach etwas aufzubrechen.
21. Min: Dass die Young Boys sich jetzt auch aktiv am Spielgeschehen beteiligen, hat leider keinen Einfluss auf das Niveau des Spiels. Es pendelt zwischen Abstössen und Ballverlusten im Mittelfeld – ein «Gurkenmatch», wie man so schön sagt.
19. Min: Die Partie hat etwas Schwung verloren. Kein Wunder bei diesem «Hudliwetter».
17. Min: Regazzoni hätte fast allein aufs Tor laufen können, stand aber im Offside. Kurz zuvor hatte der Tessiner seine Schnelligkeit gegen Abraham ausgespielt, aber ist dann trotzdem nur an der Seitenlinie gelandet.
15. Min: Basel ist definitiv besser aus dem Winter gekommen. Mit mehr Schwung. Vor allem Carlitos setzt den 17-jährigen François Affolter immer wieder unter Druck.
13. Min: Marco Strelelr versucht sich mit einem Dribbling an der Strafraumgrenze. Er hat andere Stärken.
13. Min: Jetzt auch der erste Corner für YB, ergebnislos.
10. Min: Erste gute Chance für YB, aber Regazzoni lässt sich etwas abdrängen.
9. Min: Schon der dritte Corner für den FCB. Aber wieder passiert nichts. Oder besser nicht viel: Wölfli greift vorbei, Abraham köpfelt wieder übers Tor.
8. Min: Jetzt haben auch die Berner etwas aus den Winterschlaf-Löchern gefunden und wagen sich etwas mehr über die Mittellinie.
6. Min: Strellers Flanke fliegt an allen vorbei. Das erlaubt ein Blick auf den anderen Platz: Vaduz - Aarau 1:0.
5. Min: Affolter verliert den Ball gegen Carlitos, der blitzschnell abzieht. Aber Wölfli wehrt in Corner.
4. Min: Erste Angriffsbemühungen der Young Boys; aber die Basler stehen defensiv sehr gut geordnet.
2. Min: Der erste Eckball für Basel. Abraham köpfelt daneben.
1. Min: Die Partie läuft.
Der abwanderungswillige Eren Derdiyok also erneut nur in der Rolle des Edeljokers.
Marco Streller ist jetzt nicht mehr mit der Spielmacher-Nummer 10, sondern mit der Mittelstürmer-Nummer 9.
Christian Gross: «Es war wichtig, dass die Mannschaft eine Pause hatte. Ich hoffe auf mehr Frische zum Start der Rückrunde.»
Yann Sommer kommt also zu seinem Super-League-Debüt mit seinem Stammverein FC Basel. Er hat die schwierige Aufgabe, den Captain und Teamleader Franco Costanzo zu ersetzen. Und der Argentinier war ja auch einer der besten Keeper der Liga – wenn nicht sogar der beste.
Vladimir Petkovic zum Rencontre Degen-Varela oder besser Varela -Degen: «Ich hoffe, es hat einen positiven Einfluss auf die Mannschaft.»
Und so spielt der FCB: Sommer (sein FCB-Debüt); Zanni, Abraham, Marque, Safari; Huggel; Carlitos, Gjasula, Ergic, Stocker; Streller.
Das ist die YB-Aufstellung: Im Tor natürlich Wölfli; und dann Portillo, Baykal, Ghezal, Affolter, Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi, Schneuwly und Regazzoni. Wie sind die wohl gruppiert? Riecht nach 4-4-2, kann aber auch 3-4-3 sein. Im 3-4-3 wären wohl Portillo, Ghezal und Affolter die Verteidiger; im Zentrum spielten Schwegler, Baykal, Hochstrasser und Yapi; Regazzoni, Schneuwly und Raimondi sollen für offensiven Wirbel sorgen.
Die Streithähne Verela und David Degen sind erst auf der Bank wie auch Häberli und Doumbia.
In der Vorrunde verloren jeweils die Heimteams ihre Partien 1:2. Das sind die Absenzen: Bei YB fehlt nur Doubaï; der FCB muss ohne Chipperfield, Costanzo, Eduardo und Rubio auskommen.
Statistik: Das Duell YB - FCB steht zum vierten Mal seit Februar 2007 zum Beginn einer «Halb-Serie» auf dem Programm. Zweimal gewann der FC Basel im Stade de Suisse: am 10. Februar 2007 souverän mit 3:0; am 18. Juli 2008 glückhaft und nach einem Tor von Benjamin Huggel in der 87. Minute mit 2:1.
Schiedsrichter ist Carlo Bertolini.
Young Boys - Basel 3:2 (0:0) Stade de Suisse. - 19'705 Zuschauer. - SR Bertolini. - Tore: 48. Ghezal 1:0. 60. Raimondi (Foulpenalty) 2:0. 64. Streller 2:1. 70. Derdiyok 2:2. 88. Häberli 3:2. Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal, Affolter; Schwegler, Hochstrasser, Baykal (83. David Degen), Raimondi; Yapi; Schneuwly (83. Häberli), Regazzoni (72. Doumbia). Basel: Sommer; Zanni, Abraham, Marque, Safari; Huggel; Carlitos, Ergic, Gjasula (68. Derdiyok), Stocker (62. Perovic); Streller. Bemerkungen: Young Boys ohne Doubaï (rekonvaleszent) und Eudis (nicht im Aufgebot), Basel ohne Costanzo, Chipperfield und Eduardo (alle verletzt). 36. Marque lenkt Freistoss von Raimondi an die Latte. Verwarnungen: 36. Zanni (Reklamieren). 43. Abraham (Unsportlichkeit). 43. Schwegler (Unsportlichkeit). 50. Baykal (Foul). 75. Huggel (Foul).
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 10:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Basler Zeitung, 09.02.2009
Basel zeigte sich verbessert, machte aber hinten zu viele Fehler
Wie vor 12 Monaten verlor der FC Basel auch heuer zum Start der Rückrunde bei den Young Boys. Das 2:3 war wegen des späten YB- Tores unglücklich. Es war die Folge eines Mankos, das der FCB über den Winter nicht beheben konnte: die Mängel in der Abwehr.
Es war vor dem Auftakt zur zweiten Saisonhälfte in der Axpo Super League eine der meist diskutierten Fragen im Schweizer Fussball: Wie präsentiert sich der vor Weihnachten arg taumelnde FC Basel im neuen Jahr? Nachdem die Vertragsverlängerung mit Coach Christian Gross im Klub Ruhe hatte einkehren lassen? Nachdem die Winterpause infolge des Entscheids in der Trainerfrage einzelne (vor allem medial begleitete) Nachbeben gebracht hatte? Nachdem die im Spätherbst teilweise mehr als ein halbes Dutzend Namen umfassende Absenzenliste massiv verkürzt worden war?
FCB charakterlich verbessert
Nun, am Ende stand der FC Basel wieder mit leeren Händen da; zum dritten Mal in den letzten vier Partien in der Meisterschaft. Gross bilanzierte, man sei um den verdienten Lohn gebracht worden. Mindestens einen Punkt hätte sich der Meister in dieser nach der Pause spektakulären Partie und nach der Aufholjagd Mitte der zweiten Halbzeit tatsächlich verdient. Er zeigte sich im Vergleich zu den Niederlagen vor Weihnachten gegen Xamax (0:2) und Luzern (1:5) verbessert. Vor allem charakterlich. Diesmal liessen sich die Basler nach dem Rückstand nicht gehen wie zum Abschluss der Vorrunde auf der Allmend. «Wir kämpften uns toll zurück und hatten nach dem Ausgleich die Vorteile auf unserer Seite», sagte Marco Streller, der Torschütze zum 1:2-Anschlusstor.
Doch die temporären Vorteile nützten die Basler nicht zum Sieg. Sie wurden letztlich gar geschlagen, «weil wir uns hinten zu viele Fehler leisteten», so Gross. Der letzte führte in der 88. Minute zum 3:2 für YB. Die Innenverteidiger David Abraham und François Marque versagten im Stellungsspiel und liessen Thomas Häberli alleine aufs Tor ziehen. Die Defizite in der Defensive waren schon zuvor zu Tage getreten. Beim 0:1 (Ghezal) stellte sich Marque nach einem weiten Einwurf ungeschickt an, beim 0:2 (Foulpenalty von Raimondi) leistete sich Reto Zanni ein sogenannt unnötiges Foul an Alberto Regazzoni.
Mehr Gegentore als Aarau
Das Gesamtbild mag der FCB in diesen ersten 90 Minuten aufpoliert haben, der Eindruck der Abwehr bleibt trüb. 24 Gegentore sind es nun in 19 Spielen, das sind mehr als sie beispielsweise der FC Aarau kassierte, und das ist lediglich die fünftbeste Bilanz der Liga.
Schwächen machte Gross auch in anderen Mannschaftsteilen aus. «Nach einem guten Beginn in den ersten 10 Minuten verloren wir die Dominanz im zentralen Mittelfeld», so der Zürcher. Während hier die defensiveren Benjamin Huggel und Ivan Ergic ihre Rolle ordentlich spielten, genügte der offensivere Jürgen Gjasula abermals nicht. Der Deutsche stand erstmals seit dem 5. Oktober wieder in der Startformation, hatte bei seinem 68-minütigen Einsatz jedoch nicht eine gefährliche Szene. «Er war engagiert, lief viel. Doch Aufwand und Ertrag stimmen noch nicht», urteilte Gross.
Ungetrübte Freude konnte Gross so letztlich nur an den Torschützen Streller und Derdiyok haben. Erstmals in dieser Saison trafen die beiden Internationalen im gleichen Spiel. Joker Derdiyok erzielte sein Tor zwei Minuten nachdem er für Gjasula eingewechselt worden war. Ob die beiden in den nächsten Spielen auch gemeinsam von Beginn weg stürmen? «Die Zukunft wird zeigen, ob das geht», meinte Gross. Ob gemeinsam oder getrennt: der FCB ist in den nächsten Wochen wohl auf viele Tore des Duos angewiesen, will er die Jagd auf Leader FCZ erfolgreich gestalten. «Es ist bitter, wenn man drei Tore erzielen müsste, um einen Punkt zu gewinnen», lautete Gross' Fazit zum Startspiel in Bern.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 10:23 |
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Berner Zeitung, 09.02.2009
Häberlis Treffer in eigener Sache
Nach seinem Siegtor gegen den FC Basel will sich Stürmer Thomas Häberli nicht mit der Rolle als Ergänzungsspieler abfinden.
Ein letztes Interview, eine letzte Gratulation, dann durfte Thomas Häberli am Samstagabend, kurz nach 20.30 Uhr, endlich zum Essen mit den Teamkollegen. Den kurzen Weg vom Kabinentrakt zur Champions Lounge beschritt der 34-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. Fünf Minuten hatte Häberli nach seiner Einwechslung in der 83. Minute gegen Basel gebraucht, um das Siegtor zum 3:2 für YB zu erzielen. «Es ist genial, ist mir der Treffer gelungen. Ich freue mich für mich und meine Mannschaft», sagte der Matchwinner. Mit seinem vierten Saisontreffer sorgte der Stürmer für einen versöhnlichen Abschluss einer turbulenten Woche bei YB.
In den 83 Minuten, bevor er sich gekonnt gegen Basel-Goalie Yann Sommer durchsetzte und die späte Entscheidung herbeiführte, war Häberlis Stimmungslage noch anders gewesen. Enttäuscht war er, dass YB-Trainer Vladimir Petkovic ihn nicht für die Startformation nominiert hatte. Zwar wurde Häberli vom YB-Coach nach dem Tor zum 1:0 zum Aufwärmen geschickt, nachdem Mario Raimondi aber auf 2:0 erhöht hatte, musste er wieder auf der Bank Platz nehmen. «Ich rechnete nicht mehr damit, zum Einsatz zu kommen.» Nach dem Basler Ausgleich erhielt Häberli doch noch die ersehnte Einsatzmöglichkeit. Petkovic, der zuvor lange gezögert hatte, seine Mannschaft zu verändern, verstärkte die Offensive dann doch noch. Nach Seydou Doumbia kam auch Häberli auf den Platz. Doumbia leistete in der 88. Minute die Vorarbeit zum Siegtor. «Ich wusste genau, wie ich den Treffer erzielen wollte», sagte Häberli zu seinem Lupfer über den Basler Goalie.
Ein Déja-vu-Erlebnis
Häberli stellte nach dem Spiel auch neben dem Feld klar, dass er sich mit der Rolle als Ersatzmann nicht abfinden wolle: «Ich sehe meinen Platz nicht auf der Reservebank», sagte er. Dass er im Moment nicht zur Startformation gehöre, sei für ihn ein Déjà-vu-Erlebnis. In der Tat muss Häberli wie schon so oft in seiner neunjährigen Zeit in Bern zu Beginn einer Halbserie um seinen Platz in der Startformation kämpfen. Bis jetzt ist es ihm immer gelungen, die Position zurückzuerobern, und er sagt: «Ich gehe davon aus, dass es diesmal nicht anders sein wird.» So gesehen war das Tor gegen Basel auch ein Treffer in eigener Sache.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 10:24 |
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Basler Zeitung, 09.02.2009
Marco Streller: «Wir kassieren zu viele blöde Gegentore»
Marco Streller schoss beim 2:3 gegen YB sein zweites Saisontor - freuen konnte er sich darüber nicht. Die Formkurve des Aeschers zeigt jedoch nach oben.
Darauf hatte der Stürmer des FC Basel lange gewartet: In der 64. Minute erzielte Marco Streller gegen YB den Anschlusstreffer zum 2:1 – es war erst sein zweiter Saisontreffer.
Streller-Tore in der Meisterschaft sind in dieser Saison selten. Sein erstes hatte er beim 3:2-Sieg am 26. Oktober 2008 in Bellinzona erzielt. Nach seinen diversen Operationen nach der EM im Sommer kam der 27-Jährige lange nicht auf die Beine. Vor dem Rückrundenauftakt in Bern setzte Christian Gross seinen Stossstürmer entsprechend unter Druck. «Insbesondere von Streller erwarte ich viel», sagte der FCB-Trainer im BaZ-Interview, «der Bonus ist aufgebraucht.»
In Bern gab der Angreifer eine erste Antwort, und ein bisschen half dabei auch der Aberglaube: Neu trägt der Nationalspieler nämlich die Rückennummer neun, seine alte Lieblings- und Glückszahl. Die zehn hat er mit Marko Perovic getauscht – der Serbe, der am Samstag Strellers Tor mit einem feinen Querpass von der linken Seite vorbereitete.
Mit Streller und dem eingewechselten Eren Derdiyok stürmten die Basler in den letzten 25 Minuten des Spiels auf Teufel komm raus nach vorne, was mit dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich belohnt wurde. Streller und Derdiyok harmonierten gut – was die Debatte über ein Grundsystem mit zwei Angreifern wieder nähren wird.
BaZ: Marco Streller, was geht Ihnen durch den Kopf nach diesem verpatzten Auftakt? Marco Streller: Es ist extrem, ich brauche schon noch einen Moment, um diese Niederlage zu verarbeiten, denn sie ist sehr bitter.
Was enttäuscht Sie am meisten? Nach dem 0:2-Rückstand kamen wir zurück ins Spiel, der Gegner lag angezählt am Boden. Aber wir konnten das nicht für uns ausnützen, am Ende verlieren wir gar noch. Das tut weh.
Warum gibt ein Titelanwärter wie der FCB ein solches Spiel noch aus den Händen? Wir kassieren zu viele blöde Gegentore. Wobei ich auch betonen muss: Die meisten Leute kennen ja meine Abneigung gegenüber dem Kunstrasen. Heute waren die Verhältnisse noch schwieriger als sonst, der Platz war nass und rutschig. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir machen einfach zu viele Fehler und kassieren zu viele Gegentore.
Für Gesprächsstoff lieferte in der 89. Minute Ihr Zweikampf im Strafraum mit YB-Verteidiger Miguel Portillo. Elfmeter ja oder nein? Ein klarer Penalty. Ich stoppe den Ball und habe ihn unter Kontrolle, da zieht mich mein Gegenspieler zurück und ich falle zu Boden.
Christian Gross hat Sie vor dem Auftakt unter Druck gesetzt. Wie haben Sie seine Worte aufgenommen? Der Trainer erwartet mehr von mir, das ist sein gutes Recht. Wer meine ganze Geschichte mit den Verlet- zungen und den Operationen kennt, weiss, dass ich schon lange keine ganze Saisonvorbereitung beschwerdefrei durchziehen konnte. Nun habe ich eine gemacht, und mit dem Auftakt heute kam gleich das erste Goal. Das ist ein erster Schritt, aber richtig freuen kann ich mich nicht. Schliesslich haben wir verloren, und am Ende zählt nur das Resultat der Mannschaft.
Nach der Einwechslung von Eren Derdiyok spielte der FCB plötzlich viel druckvoller. Was sagen Sie zur Systemumstellung? Ich spiele gerne mit zwei Stürmern, das ist kein Geheimnis. Entscheiden muss der Trainer.
Wie sehr verändert diese Niederlage den Fernkampf um den Meistertitel mit dem FC Zürich? Ich sehe tendenziell eher ein Vierkampf, YB wird nach diesem Sieg auch vorne mitreden. Wir haben nun gegen GC und den FCZ zwei Heimspiele, die wir unbedingt gewinnen müssen. Dann schauen wir weiter.
Worauf führen Sie diese jahrelange Rivalität mit dem FCZ eigentlich zurück? So viel Zeit haben wir jetzt nicht, damit ich das alles im Detail erzählen kann. Beides sind Traditionsclubs, die Meister werden wollen. Aber das ist jetzt alles unwichtig, wir müssen sofort wieder aufstehen und nach vorne blicken. Die nächsten beiden Heimspiele werden ganz wichtig.
_________________ For Ever
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Bierflasche
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Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 10:38 |
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Häberlis spätes Tor entschied
Zum Rückrundenstart stellte Vladimir Petkovic sein Team etwas um. Yapi agierte gegen den FC Basel offensiver als zuletzt und unterstützte die beiden Stürmer Schneuwly und Regazzoni. Die Young Boys kamen vorerst nicht richtig ins Spiel und mussten dem Gast aus Basel in den ersten Minuten bereits drei Eckbälle und eine gute Torchance von Carlitos gewähren. In der YB-Offensive setzte der agile Regazzoni nach rund zehn Minuten ein erstes Zeichen.
Nach 30 Minuten hatte YB die beste Phase in der ersten Halbzeit und kam innert Kürze zu drei guten Chancen. Raimondis Freistoss wurde von einem Basler Abwehrspieler knapp über das eigene Tor gelenkt (31.). Wenig später traf Goalie Sommer YB-Stürmer Marco Schneuwly bei einem Befreiungsschlag und der Ball flog knapp am Tor vorbei (33.). Die «heisseste» Szene der ersten Hälfte ereignete sich in der 37. Minute. Hochstrasser schlug einen Freistoss scharf vor das Tor, dort lenkte Basels François Marque den Ball an die eigene Torlatte. Den folgenden Abpraller setzte Miguel Portillo aus kurzer Distanz über das Basler Gehäuse (37.).
Nach dem Seitenwechsel wurde die Steigerung der Berner belohnt. Saïf Ghezal köpfte einen Schwegler-Einwurf zur Führung ins Netz (48.). Nur eine Minute später hätte YB ein Penalty zugesprochen werden müssen, als Regazzoni im Strafraum gefoult wurde. Weitere zehn Minuten später entwischte Hochstrasser auf der rechten Seite. Seine Massflanke wurde von Raimondi direkt abgenommen und letztlich von Sommer abgewehrt. Schneuwly setzte unmittelbar danach unwiderstehlich nach und wurde von Zanni gefoult. Diesmal pfiff Schiedsrichter Bertolini den Elfmeter und Raimondi drosch den Ball zum 2:0 in die Maschen (60.).
Die Basler zeigten in der Folge eine starke Reaktion. Marco Streller gelang nach einem schönen Angriff über die linke Seite der Anschlusstreffer (64.). Weitere sechs Minuten danach schoss der eben eingewechselte Derdiyok den klug herausgespielten Ausgleichstreffer (70.). Nun war wieder eine Reaktion von YB gefragt. In der gleichen Minute prüfte Yapi Torhüter Sommer mit einem tollen Schuss aus 40 Metern und Doumbia verfehlte das Tor per Kopf nur knapp (71.). Der schnelle Doumbia stand erneut im Mittelpunkt, als er nach einem guten Pass Ghezals alleine auf das Basler Tor ziehen konnte – Sommer blieb in diesem Duell der Sieger (80.).
Eren Derdiyok hatte für den Gast den dritten Treffer auf dem Fuss, blieb aber in der YB-Abwehr hängen (86.). Die turbulente Schlussphase fand zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit ihren Höhepunkt. Yapi spielte einen weiteren klugen Pass, Doumbia verlängerte und Häberli setzte sich in gekonnter Manier durch - der Treffer des eingewechselten Routiniers führte umjubelten zum 3:2-Sieg der Young Boys.
Stadion: STADE DE SUISSE Wankdorf Bern Zuschauer: 19'705 Schiedsrichter: Bertolini
Tore: 48. Ghezal (Kopfball; Schwegler) 1:0. 60. Raimondi (Penalty; Foul an Schneuwly) 2:0. 64. Streller 2:1. 70. Derdiyok 2:2. 88. Häberli (Rechtsschuss, Doumbia) 3:2.
Auswechslungen: 62. Perovic für Stocker. 68. Derdiyok für Gjasula. 72. Doumbia für Regazzoni. 82. Degen für Schwegler. 82. Häberli für Baykal.
Ersatz: YB: Collaviti, Schneider, Bastians, Varela. Basel: Stöckli, Hodel, Gelabert, Frei, Ferati.
Bemerkungen: YB ohne Doubaï (rekonvaleszent) und Eudis (kein Aufgebot). Basel ohne Costanzo, Chipperfield und Eduardo (alle verletzt). 37. Marque trifft eigene Torlatte.
Verwarnungen: 36. Zanni (Reklamieren), 43. Schwegler und Abraham (beide Unsportlichkeit), 50. Baykal (Foul), 75. Huggel (Foul).
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