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 Beitrag Verfasst: Montag 8. Mai 2006, 20:39 
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so würde mir öri sicherlich mehr gefallen. erstens sähe man ihr hässliches face nicht mehr und zweitens würde sie den kombi anzug nicht mehr anziehen

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Mai 2006, 08:27 
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Bund, 09.05.2006

YB-Sieg oder Meisterfeier

Basel benötigt morgen bei YB (19.30 Uhr) noch einen Punkt zum Meistertitel. Die Pokalübergbe ist für Samstag geplant.

Spontane Feiern des Schweizer Fussballmeisters sind im Kanton Bern keine Seltenheit – die YB- und Thun-Spieler sind mit der Rolle als erste Gratulanten vertraut. Vor vier Jahren sicherte sich der FC Basel den ersten Platz mit einem 3:0 vor 11 600 Zuschauern im ausverkauften Neufeldstadion, der temporären Heimat der Young Boys. Eine Saison später machte der Grasshopper Club an gleicher Stätte den letzten Schritt zum Titel – mit einem 4:2-Erfolg. Im Jahr 2004 wurde der FCB in der viertletzten Runde mit einem 2:0 in Thun Meister. Im Vorjahr entschieden die Basler die Meisterschaft zu Hause – 3:1 gegen St. Gallen.

Die Würde bringt in der Regel auch Bürde. Meisterfeiern werden oft von Krawallen begleitet – eine völlig unverständliche Zeiterscheinung. Das Neufeldstadion bot an den Tagen nach der Entscheidung jeweils ein Bild der Verwüstung. YB als Platzhalter musste für die Schäden aufkommen, welche ein Teil der Gästefans angerichtet hatte.


Pokalübergabe am Samstag

Ein Tiefpunkt wurde vor zwei Jahren erreicht, als Basler Hooligans im Lachenstadion wüteten, im Thuner Bahnhof einen Kiosk und später zwei SBB-Waggons des Sonderzugs aus Basel zerstörten. FCB-Trainer Christian Gross sagte danach, «wir haben fantastische Fans. Leider sind 0,1 Prozent von ihnen unbelehrbar.» In einem Zeitungsinserat bedankte sich der Klub bei seinem Anhang und entschuldigte sich gleichzeitig für die Unruhen. Gegenüber dem FC Thun zeigten sich die Basler zudem grosszügig. «Wir haben damals die Angelegenheit zur Zufriedenheit der Thuner bereinigt», sagt FCB-Mediensprecher Josef Zindel.
Bei den Betreibern des Stade de Suisse rechnet man am Mittwoch mit einem Grossaufmarsch – trotz Spieltermin an einem Wochentag und Fernseh-Direktübertragung. Bis gestern Nachmittag waren rund 18 000 Tickets verkauft. Bei YB geht man davon aus, dass ungefähr 6000 FCB-Fans in die Bundesstadt reisen werden – in der Hoffnung, die Meisterschaft werde entschieden. Gejubelt wird im Wankdorf ohnehin: Gewinnt YB, stehen die Berner als Uefa-Cup-Teilnehmer fest.
Doch auch für den Fall eines Basler Punktgewinns wird die Gross-Mannschaft den Pokal nicht am Mittwoch erhalten. Die Swiss Football League hält an ihrer Praxis fest, die Trophäe erst bei der letzten Gelegenheit zu überreichen – die Übergabe findet am Samstag nach dem Spiel Basel – Zürich statt, was den Organisatoren des Spiels in Bern nicht ungelegen kommt. Auf diese Weise dürfte die Gefahr kleiner sein, dass ein Teil des FCB-Anhangs nach Spielende versuchen wird, die Abschrankungen zu passieren und auf den Naturrasen, der im Sommer durch eine künstliche Unterlage ersetzt wird, vorzustossen.
Wie jedes FCB-Gastspiel in Bern gilt auch der letzte YB-Heimauftritt der Saison als «Risikopartie». Die Polizei wird in gewohntem Umfang Präsenz markieren, der Sicherheitsdienst will rigorose Eingangskontrollen durchführen. YB wird morgen einige Vorverkaufskassen auf der Seite Sempacherstrasse ab 12 Uhr öffnen.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Mai 2006, 10:24 
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Zitat:
Bis gestern Nachmittag waren rund 18 000 Tickets verkauft.


Ausverkauft???


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Mai 2006, 11:04 
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Gibt es morgen ein «Päckli»?

VON STEPHAN ROTH
09.05.2006 | 01:14:37

BERN – Was passiert morgen im Stade de Suisse, wenn es nach 75 Minuten zwischen YB und Basel unentschieden steht?
Die Frage ist nicht ganz ohne Brisanz. Denn man kann sich leicht vorstellen, dass sich Berner und Basler dann nicht mehr weh tun.

Ein Punkt würde Basel den Meistertitel bescheren. Und mit einem Punkt könnte YB im Kampf um Platz 3 seinen Vorsprung auf GC auf drei Punkte ausbauen. Dann würde dem Rohr-Team in der Schlussrunde in Yverdon ein weiteres Unentschieden zur Uefa-Cup-Qualifikation reichen.

Möglich, dass bei einem Remis die legendäre YB-Viertelstunde, in der am Sonntag Thun noch 2:1 niedergerungen wurde, zum müden Quer- und Rückpass-Festival verkommt.

Kommts zu Bildern wie bei der WM 1982, als sich Deutschland und Österreich zu Lasten von Algerien auf ein 1:0 einigten?

Fürchtet sich der FCZ, der auf die Hilfe von YB angewiesen ist, vor einem «Päckli»?

«Was soll ich mich um das Resultat vom Mittwoch kümmern, wenn ich schon die ganze Saison sage, dass wir nur auf uns schauen?», wehrt FCZ-Sportchef Fredy Bickel ab. Trainer Lucien Favre sagt: «Es ist möglich, dass es ein Unentschieden gibt.» Und warnt: «Aber es wäre gefährlich für YB.» Der Romand traut seinem Ex-Klub Yverdon zum Schluss durchaus einen Sieg gegen YB zu...

blick.ch


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Mai 2006, 12:26 
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Hoppla, endlich einmal ein SL-Spiel ausverkauft. Wäre schon nicht schlecht (wenn es vorallem mehr Berner-Fans hat).
Zum glück hab ich gestern mein Ticket gekauft. Und ab nächster Saison schaffe ich mir eh eine Saison(Jahres-)Abo an.

Wird das Spiel eigentlich im TV übertragen? Den wie es schein haben sehr viel Interesse am ausgang des Spieles. (Siehe Gäste-Forum)

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Mai 2006, 15:49 
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black_panther hat geschrieben:
Wird das Spiel eigentlich im TV übertragen? Den wie es schein haben sehr viel Interesse am ausgang des Spieles. (Siehe Gäste-Forum)


ja es kommt live auf sf2 und erst noch um 19.30 und nicht irgendwie um 17.45!

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Mai 2006, 19:02 
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NZZ, 09.05.2006

«Wir haben die klare Absicht, in Bern Meister zu werden»
FC Basel einen Punkt vor der Krönung

Mit einem Punktgewinn bei YB könnte sich der FC Basel zum dritten Mal in Folge den nationalen Titel sichern. Die Basler wollen einen möglichen entscheidenden Match gegen den einzig verbliebenen Verfolger FC Zürich zum Saisonschluss am Samstag im St.-Jakob-Park vermeiden. «Wir haben die klare Absicht, heute Meister zu werden», sagt Christian Gross.

Bild
Gut gelaunt vor dem wichtigen Gang nach Bern: Basels Trainer Christian Gross. (Bild key)

(si)/mro. Seine Mannschaft wolle in Bern dominant auftreten - wie ein ein Heimteam, meinte Basels Chefcoach weiter. Die Basler fahren noch am Dienstagabend nach einer Theoriesitzung und dem Besuch der Generalversammlung an den Thunersee. Die Vorzeichen für eine vorzeitige Meisterparty Basels stehen günstig - zwei der letzten drei Titel standen nach Erfolgen auf bernischem Boden fest.

Ihren ersten Titel nach 22 Jahren sicherten sich die Basler 2002 im viertletzten Saisonspiel mit einem 3:0 bei den Young Boys, und vor zwei Jahren gelang dem Team von Christian Gross die Titelsicherung mit einem 2:0 in Thun ebenfalls vier Runden vor Schluss. Einzig den elften Titel stellte Basel im Vorjahr bei noch drei ausstehenden Partien vor eigenem Anhang sicher (3:1 gegen St. Gallen).

«Auf unentschieden spielen ist immer heikel»

Obwohl den Baslern bereits ein Remis zum Meistertitel reicht, wird Trainer Gross sein Team mit einer Offensivstrategie aufs Feld schicken. «Auf unentschieden zu spielen ist immer heikel, deshalb werden wir auf Sieg spielen», bemerkt der Basler Erfolgstrainer. Er wird deshalb erneut den wieder erstarkten Delgado hinter zwei Sturmspitzen aufstellen. Sollte das Spiel allerdings eine Viertelstunde vor dem Ende noch immer ausgeglichen stehen, würde er den Sieg nicht um jeden Preis anstreben, liess der Zürcher doch noch durchblicken.

Rein statistisch braucht Basel den Gang ins Stade de Suisse zu den Young Boys nicht zu fürchten. In 20 Partien (inklusive Cup) seit dem Wiederaufstieg der Berner 2001 in die höchste Spielklasse gewann YB nur ein Spiel gegen den FCB; zuletzt kassierte das Team von Gernot Rohr im Wankdorf zum Abschluss der Vorrunde gar eine 1:6-Niederlage. Die Young Boys brauchten einen Sieg, um den 3. Platz vorzeitig zu sichern, rechnete Gross vor. Und er hatte im Berner Derby gesehen, dass YB «sich gegen einen defensiven FC Thun sehr schwer getan hat».

Besonderes Augenmerk auf Hakan Yakin

Hakan Yakin habe die Mannschaft mitgerissen, auf ihn müssten sie ein besonderes Augenmerk richten. Ausserdem wird der Mittelfeldspieler gegen seinen ehemaligen Verein bis in die Haarspitzen motiviert sein, zumal auf der Tribüne Nationaltrainer Kuhn den Formstand des WM-Kandidaten beobachten wird. Gross hofft, dass die bevorstehende Fussball- Team zusätzlich Flügel verleiht. «YB hat Yakin; wir haben Petric, Ergic, Degen, Sterjovski, Majstorovic - sie wollen alle an die WM und haben nicht mehr viele Möglichkeiten sich aufzudrängen», sagte der Zürcher.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. Mai 2006, 08:34 
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Bund, 10.05.2006

Der Mann mit zwei Gesichtern

Privat ist er ruhig und nachdenklich, auf dem Fussballplatz ein Provokateur erster Güte. Carlos Varela will mit YB heute (19.30 Uhr, SF 2 live) die Titelfeier seines ehemaligen Vereins FC Basel im Wankdorf verhindern.

Es hat kaum Gäste im Restaurant Eleven beim Wankdorfstadion am Dienstagnachmittag. In einer Ecke, gleich beim Eingang, sitzt Carlos Varela an einem Tisch und rührt im Kaffee. Das modische Käppli hat er tief ins Gesicht gezogen. Ruhig erzählt er aus seinem Leben. Glücklich aufgewachsen in Genf; der Durchbruch bei Servette; die wunderbaren Jahre beim FC Basel mit Meistertiteln und seinen sieben Auftritten in der Champions League; der Wechsel nach Aarau mit dem Rauswurf vor genau einem Jahr, als sein Wechsel zu YB feststand und er «als Bauernopfer» von Trainer Andy Egli gehen musste; schliesslich dieses erste Jahr in Bern, mit dem bitteren Cupfinal gegen Sion, diese «brutalen Niederlage», die er noch nicht verkraftet hat.

73 gelbe Karten

Dieser zurückhaltende und nette Mann soll Carlos Varela sein? Jener Carlos Varela, der in 262 Super-League-Partien 73 gelbe Karten gesehen hat? Jener hitzköpfige Fussballer, in dessen Statistik zwar auch 35 Tore und 64 Assists notiert sind, über den YB-Trainer Gernot Rohr aber sagt, dass er die grösste Herausforderung seiner Trainerkarriere sei?

Varela rührt wieder im Kaffee. Dann sagt er: «Ich bin jetzt 28 Jahre alt. Doch ich war schon vor 10 Jahren ein Heisssporn auf dem Feld. So bin ich.» Der schnelle, flinke und dribbelstarke Rechtsfuss steckt im Fussballgeschäft fest in einer Schublade. Darauf steht geschrieben: «Provokateur erster Güte.» Varela weiss das, natürlich, und darum mag er es auch gar nicht abstreiten: «Ich bin ein leidenschaftlicher Spieler. Wenn ich das Leibchen meines Teams anziehe, will ich immer gewinnen. Um jeden Preis.» Auf dem Platz werde er zu einer anderen Person. «Ich bin ein Mensch mit zwei Gesichtern.»

Der private Carlos Varela ist nachdenklich, freundlich, sicherheitsorientiert. «Ich bin ein sensibler Typ und mache mir oft unbegründet Sorgen», sagt er. Der sportliche Carlos Varela aber ist impulsiv, ungestüm, engagiert. «Das ist mein Temperament. Ich bin ein echter Spanier. Und ich hasse es zu verlieren.»

Ohne Schweizer Pass

Aber er sei, das betont Varela, niemals unfair. «Ich habe in zehn Saisons erst drei rote Karten gesehen», sagt er. Wie ein Stier in einer spanischen Arena sieht Varela dennoch in unschöner Regelmässigkeit rot, wenn er hart attackiert wird. Dann verwandelt er sich zum Provokateur, zum Schauspieler, zum Feindbild, das von den gegnerischen Fans wüst beschimpft wird. «Das motiviert mich nur noch zusätzlich», sagt Varela. Und: «Fussball ist doch auch ein wenig wie ein Schauspiel. Die Leute wollen für ihr Geld unterhalten werden. Und ich war bei Servette, Basel und Aarau der Publikumsliebling.»

Die Reizfigur Carlos Varela polarisiert. Den Schweizer Pass besitzt der Spanier, dessen Familie aus La Coruña stammt, immer noch nicht, obwohl ihn Enzo Trossero im Jahr 2000 ins Nationalteam berufen wollte. «Das hat militärische Gründe. Ich wollte die RS nicht absolvieren», sagt er lächelnd.

Am Mittwoch ist wieder Varela-Tag. Das Wankdorf wird gut gefüllt sein, die Ambiance im Stadion fiebrig. «Wir wollen nicht, dass Basel bei uns den Titel feiert», sagt der Offensivspieler. «Und in der nächsten Saison greifen wir den FCB an. Wir müssen aggressiver werden, offensiver», erklärt er. Das sei keine Frage des Systems oder des Trainers, «sondern eine der Mentalität. Wir müssen selbstbewusster auftreten, dann kommen auch mehr Leute an unsere Spiele». Der feurige und eigenwillige Spanier zumindest ist auch in Bern auf dem besten Weg zum Publikumsliebling.



EXTRA

Varela und Hakan Yakin

Carlos Varela wohnt mit seinem Kumpel Hakan Yakin in einer Fussballer-WG in Jegenstorf. «Wir sind aber auch oft in Basel, weil wir dort viele Freunde haben», sagt Varela. Er habe am Dienstag lachen müssen, als er die neuesten Schlagzeilen auf dem Boulevard gesehen habe, erklärt Varela. «Es geht seit Tagen nur noch um Yakin und seine WM-Chancen. Das ist schade», sagt Varela. Er spreche oft mit Yakin darüber. «Er will nicht als Egoist dastehen. Denn für ihn und für uns alle ist es jetzt vor allem entscheidend, dass wir den Uefa-Cup erreichen. YB ist wichtiger als ein einzelnes Schicksal», sagt Varela.

Yakin selber tat die Äusserung von Nationaltrainer Köbi Kuhn weh, es gehe gegen Basel um seinen WM-Platz. Die anderen Kandidaten stünden nicht so unter Druck wie er. (fdr)

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. Mai 2006, 08:35 
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Bund, 10.05.2006

FCB will dominant auftreten

Basels Trainer Christian Gross will mit seiner Mannschaft in Bern «wie ein Heimteam» auftreten – und den Titel gewinnen.

«Wir haben die klare Absicht, in Bern Meister zu werden», sagt FCB-Trainer Christian Gross. Zu diesem Zweck wollen die Basler keine Kompromisse eingehen und Vollgas fahren. «Wir wollen am Mittwoch dominant auftreten – wie ein Heimteam.»

Die Basler sind bereits am gestrigen Abend mit allen verfügbaren Spielern in die Thunersee-Region gereist, nachdem sie zuvor noch an der FCB-Generalversammlung teilgenommen hatten.

Obwohl dem Spitzenreiter ein Remis zum Meistertitel ausreichen würde, wird Gross sein Team mit einer offensiven Ausrichtung auf das Feld schicken. «Auf ein Unentschieden zu spekulieren ist heikel, deshalb werden wir auf Sieg spielen.» Vorgesehen ist, Matias Delgado, der sich zuletzt seiner Bestform genähert hat, hinter zwei Sturmspitzen agieren zu lassen.

Gross nahm am letzten Sonntag als Zuschauer zur Kenntnis, dass sich YB «gegen das defensiv eingestellte Thun sehr schwer getan» hat. Hakan Yakin habe das Team mitgerissen, auf ihn müsse seine Mannschaft ein besonderes Augenmerk richten, zumal der Vielleicht-WM-Teilnehmer unter den Augen von Nationalcoach Köbi Kuhn besonders motiviert sein dürfte.

WM-Kandidaten im Einsatz

Gross hofft seinerseits, dass die WM seinen Schützlingen zusätzlichen Rückenwind verleiht. «YB hat Yakin; wir haben Petric, Ergic, Degen, Sterjovski, Majstorovic – sie wollen alle an die WM und haben nicht mehr viele Möglichkeiten, sich aufzudrängen», sagt der Zürcher.

Aus Schweizer Sicht blickt David Degen auf eine starke Saison zurück. Der flinke Aussenläufer wird dementsprechend nicht nur von Werder Bremen umworben. Heute dürfte die eine Hälfte der Degen-Zwillinge jedenfalls auch von Köbi Kuhn genau beobachtet werden. Meisterschaft und WM-Ticketvergabe stehen vor der Entscheidung. (st/si)

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 10. Mai 2006, 08:36 
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Bund, 10.05.2006

«Das ist doch eine Frechheit»

YB-Sportchef Marcel Hottiger über das Spiel gegen Basel, Trainer Gernot Rohr, WM-Kandidat Hakan Yakin und den Kaderumbau.

Der «Blick» hat gestern die Frage aufgeworfen, ob es zwischen YB und Basel ein «Päckli» geben könnte. Mit einem Punkt wären ja beide Teams zufrieden.

Marcel Hottiger: Das ist doch eine Frechheit. Ich wehre mich gegen solche Gedanken. Das hätte mit Fairplay nichts zu tun. Wir möchten gewinnen, dann wären wir sicher im Uefa-Cup. Und so wie ich Basels Trainer Christian Gross kenne, wird er nach Bern fahren und mit einem Sieg den Meistertitel sicherstellen wollen.


Auf Grund der Basler Faninvasion droht für YB ein Auswärtsspiel.

Ja, die FCB-Anhänger werden zu Tausenden nach Bern fahren. Es wäre deshalb sehr schön, wenn auch das Berner Publikum zahlreich ins Wankdorf kommen würde – am besten mit einer gelb-schwarzen Fahne, einem Schal oder in einem YB-Leibchen. Es wäre sehr schade, wenn es wie im Cupfinal gegen Sion ein Auswärtsspiel für uns gibt.

Gernot Rohr hat am Dienstag erklärt, es sehe gut aus, dass er auch nächste Saison YB-Trainer sei.

Ich gehe auch davon aus, dass Gernot Rohr bei uns bleibt.


Er verlangt aber Verstärkungen, damit YB weiter vorne mitspielen und offensiver agieren könne.

Das wissen wir. Ich fliege am Donnerstag ins Ausland, um Spieler zu beobachten. Es ist bekannt, dass wir einen Topstürmer verpflichten werden. Drei Talente sind mit Kusunga, Simpson und Souleymane bereits geholt worden. Und wir werden im Mittelfeld wohl gleich drei Spieler ersetzen müssen.


Sie gehen also davon aus, dass Yapi, Pirmin Schwegler und Everson im Sommer alle gehen?

Schwegler wird uns wohl leider Richtung Leverkusen verlassen. Ich finde, eine weitere Saison bei uns wäre für ihn gut, er könnte dann im Juni 2007 mit 20 Jahren in die Bundesliga gehen. Everson fällt mit einem Kreuzbandriss lange verletzt aus. Er ist 31 Jahre alt, da wird man sehen müssen, ob es mit Benfica Lissabon eine Einigung gibt. Er würde uns aber sowieso frühestens Ende Jahr wieder zur Verfügung stehen. Und bei Yapi kommt es darauf an, ob er mit der Elfenbeinküste eine starke WM absolviert. Sein Verein Nantes hofft, Yapi dann für eine hohe Ablösesumme verkaufen zu können.


Nationaltrainer Köbi Kuhn hat erklärt, dass der Match am Mittwoch gegen Basel für Hakan Yakin der WM-Gradmesser sei.

Diese Aussage verstehe ich nicht. Yakin hat in den letzten Wochen einen guten Rhythmus gehabt, er ist fit, und er war gegen Thun sehr stark. Im Prinzip müsste Kuhn doch auf alle Spieler den gleichen Massstab anwenden. Und es gibt ja sehr viele Nationalspieler, die seit Wochen nur auf der Bank sitzen oder sogar verletzt sind. Wenn der Nationaltrainer jetzt Yakin derart unter Druck setzt, ist das unfair und nicht konsequent.

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