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 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2019, 10:34 
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«Wir wollten auf Sieg spielen, doch die Klasse von YB setzte sich durch»

Die Young Boys offenbaren im Spiel gegen St. Gallen defensive Mängel. Sie kassieren zum zweiten Mal in Folge in der Super League drei Gegentore. Und doch gewinnen sie 4:3. «Dank der Mentalität», meint Trainer Gerardo Seoane.

Der FCSG im Hoch, YB auf dem Zahnfleisch: Den St.Gallern bot sich gestern in Bern eine gute Gelegenheit, mit negativen Statistiken im Stade de Suisse zu brechen. Sie begannen auch furios und überrollten den verwundbaren Meister in der Anfangsphase förmlich. Doch am Ende stand es 3:4 – die 19. St.Galler Niederlage im 25. Spiel in Folge ohne Sieg im Stade de Suisse und die erste Meisterschaftsniederlage seit dem 14. August. «Meine Mannschaft hat gespürt, dass sie mithalten kann. Dann wollte sie auf Sieg spielen, doch die Klasse von YB setzte sich durch», fasste FCSG-Trainer Peter Zeidler zusammen.

Dem Zuschauer bot die torreichste Partie der torreichsten Runde der Saison alles wünschenswerte: Sieben Tore, eine Vielzahl an Chancen, ein Lattenschuss, Nervenkitzel, kaum Mittelfeldgeplänkel. «Es ging hin und her», stellte Gerardo Seoane fest. Allerdings gefiel dem YB-Trainer das Gesehene bis auf das Schlussresultat weniger: «Wir haben schon bessere Leistungen gezeigt. Uns war anzumerken, dass wir am Ende dieser Phase mit sieben Spielen in 22 Tagen stehen.»

Doppeltorschütze Zesiger: «Eine Willensleistung»

Seine Mannschaft habe gelitten, sei oft hinterher gerannt, sagte Seoane weiter. «Wir waren im Kopf im ganzen Spiel nie richtig wach und lasen die Situationen nicht gut.» Mit seiner Einschätzung war der Trainer auf einer Linie mit Cédric Zesiger, der zwei der vier Kopfballtreffer der Partie erzielte. Zufrieden könne man in erster Linie mit den drei Punkten sein, meinte der Verteidiger. «Die Leistung war nicht perfekt, defensiv standen wir nicht immer gut. Vor allem in den ersten 20 Minuten liessen wir viel zu.»

Die drei Punkte seien eine Willensleistung gewesen, bemerkte Zesiger schliesslich. Und Seoane hielt fest: «Den Sieg haben wir der Mentalität zu verdanken.»

Tatsächlich stand YB in den letzten Wochen auf dem Prüfstein. Wobei im Zuge der Verletzungsmisere nach den gewichtigen Abgängen im Sommer nicht zu erwarten war, dass sich die Mannschaft im Herbst so gut halten würde. Vor der Länderspielpause und der letzten Meisterschafts-Tranche bis zur Winterpause führen die Young Boys in der Super League trotz eines erstarkten FC Basel, sind in der Europa League auf Kurs Richtung K.o.-Phase und stehen im Cup in den Viertelfinals.

Was, wenn YB keine Verletzten mehr hat?

Zum wiederholten Mal hielt Seoane fest, seine Mannschaft hätte Charakter bewiesen. Mit Mentalität alleine aber hätte sie sich nicht an der Spitze behauptet. Vielmehr sandte der Meister in Abwesenheit von Guillaume Hoarau, dem Torschützenkönig der letzten Saison, von Miralem Sulejmani, dem Schlüsselspieler im Mittelfeld, des schon zweimal verletzt gewesenen Captains Fabian Lustenberger sowie weiteren Leistungsträgern noch ein anderes Signal an die Konkurrenz aus: nämlich jenes, dass YB auch in der Breite tonangebend ist.

Nicht umsonst strich St.Gallens Trainer Zeidler nach dem 3:4 gegen die ohne sechs verletzte (potenzielle) Stammkräfte angetretenen Berner die Klasse heraus, die sich durchgesetzt habe. Der eine oder andere dürfte sich darum fragen: Wenn die Berner mit so vielen Abwesenden vorne stehen, wie gut sind sie dann im Vollbestand?


https://www.watson.ch/sport/fussball/21 ... n-den-fcsg

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2019, 10:36 
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«Die Gründe waren Assalé, Nsame und Fassnacht»

27 Schüsse, Chancen hüben wie drüben, ein Lattenschuss und sieben Tore: YB und der FC St.Gallen spielten im Spitzenspiel der Super League mit offenem Visier. Am Ende verloren die Ostschweizer knapp mit 3:4.

Der FCSG begann furios und überrollte den Meister in der Anfangsphase förmlich. Doch am Schluss stand ein 3:4 - die erste Meisterschaftsniederlage seit dem 14. August 2019. «Meine Mannschaft hat gespürt, dass sie mithalten kann. Dann wollte sie auf Sieg spielen, doch die Klasse von YB setzte sich durch», fasste St.Gallen-Trainer Peter Zeidler zusammen.

Dem Zuschauer bot die torreiche Partie alles Wünschenswerte: sieben Tore, eine Vielzahl an Chancen, ein Lattenschuss, Nervenkitzel, kaum Mittelfeldgeplänkel. Bereits nach einer halben Stunde stand es 2:2. Und auch in der zweiten Halbzeit ging das Spektakel weiter.

Am Schluss wurde den entfesselt aufspielenden Gästen womöglich zum Verhängnis, dass sie das frühe 2:0 in der dominanten Anfangsphase verpassten. Alleine Boris Babic, der am Sonntag seinen 22. Geburtstag feierte, hatte in der ersten Viertelstunde zwei weitere Tore auf dem Fuss. Im TOP Regiosport trauert FCSG-Trainer Peter Zeidler vor allem diesen Grosschancen nach:

Dank dem knappen Heimsieg geht YB als Leader in die Nati-Pause und distanziert den FC St.Gallen um fünf Zähler. Die Ostschweizer bleiben jedoch weiterhin auf Rang 3 der Super League.


https://www.toponline.ch/news/stgallen/ ... -00123303/

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2019, 18:09 
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Gegentribüne: Der FC St.Gallen in Bern – geniessen statt verzagen

Eine tolle Leistung im Spitzenkampf nützte den St.Gallern nichts. Es hätte gegen Meister YB mindestens einen Punkt, wenn nicht sogar einen Sieg für die Espen geben müssen. Drei Punkte also statt drei letztlich wertlose Tore. Aber sind solche Ansprüche berechtigt?

Bern war eine Reise wert. Überall in der Stadt waren St.Galler anzutreffen – schon am Mittag, während es noch vier Stunden bis zum Anpfiff dauerte. Sie fielen auch deshalb auf, weil selbst die Bundeshauptstadt an einem Sonntagmittag kaum bevölkert ist. Viele Restaurants haben geschlossen.

Im Stadion nahmen wir unsere Plätze selbstverständlich auf der Gegentribüne ein, wie im Kybunpark rechts von der Mittellinie zwischen Anspielkreis und Strafraum. Eigenartig fühlte sich an, dass noch weiter rechts im Gästeblock nicht die Fans von Basel, Zürich oder YB Stimmung entfachten, sondern die St.Galler. Dieselben Rituale, dieselben Sprechchöre. Die Spieler in Grün-Weiss begaben sich schon vor dem Anpfiff in die Fanecke und bedankten sich für den Support in diesem Match, für welchen der YB-Stadionspeaker nach dem Schlusspfiff das Wort «historisch» verwenden sollte.

Auf Kunstrasen noch besser. . .

Sicher war, dass nicht jede Gastmannschaft im Stade de Suisse von Sekunde 1 an so frech auftritt wie der FC St.Gallen. Wobei es mehr als nur frech war, wie der Tabellendritte die Abwehr des Meisters anfänglich aufmischte. Die Ostschweizer liessen einfach staunen, Fans in Grün und Fans in Gelb. Denn jeder Pass sass, jeder Angriff war Ausdruck unglaublicher Stilsicherheit.

Und schon erlag ich dem Gedanken, dass St.Gallens Kombinationsspiel auf Kunstrasen noch besser funktioniert und dass vielleicht eine solche Unterlage auch im Kybunpark ins Auge gefasst werden könnte (Helm auf, Mann von der Gegentribüne. Es drohen wieder verbale Prügel...).

Die Punkte in der ersten halben Stunde verloren

St.Gallen setzte YB auswärts mehr unter Druck, als dies Feyenoord im eigenen Stadion gelungen war. Zeidlers Leute haben den Match aber in der ersten halben Stunde verloren, nicht am Ende. Denn in dieser Phase «versagten» sie doppelt: Vorne zwei weitere hundertprozentige Chancen nicht genutzt, hinten zwei aufgrund des Spielverlaufs nicht zwingende Gegentore eingesteckt.

Der Meister war sonst kaum gefährlich. Noch bis in die zweite Halbzeit hinein galt: YB ist im Kopfball besser, St.Gallen im Fussball.

Wie beim Marathon

An Ende war es dann wie immer, wenn St.Gallen auswärts gegen YB spielt. Die Berner haben die Nase vorne, egal ob es als Aussenseiter oder wie diesmal auf Augenhöhe antritt. In der YB-Viertelstunde schlagen die Berner fast immer zu, und das hat nichts mit Glück zu tun. Da ist ihre Energie, da ist ihr Tempo. Und da ist natürlich auch die fussballerische Klasse, die sie stets, nicht nur gegen St.Gallen, in die Waagschale werfen können.

Und so wie im Marathon fast immer die Kenianer gewinnen, jubeln im Fussball auch meistens die Young Boys, wenn es gegen den FCSG geht. Da war keine Spur von Müdigkeit nach dem Europa-League-Einsatz festzustellen. Als ich dachte, Roger Assalé sei endlich die Puste ausgegangen, war es Nicolas Ngamaleu, der unaufhaltsam davonlief lief und den entscheidenden Pass zum Siegtor schlug.

Boris Babic vor einem Jahr...

St.Gallen legte am Sonntag sein Potenzial offen, erhielt aber auch die Grenzen aufgezeigt, wenn es auf einen Gegner von internationalem Format trifft. Denn es bräuchte im eigenen Strafraum mehr Wasserverdrängung und mehr Präsenz bei hohen Bällen.

Nun, wir wollen nicht unverschämt werden: Was diese junge Mannschaft diese Saison und am Sonntag in Bern geleistet hat, verdient allen Respekt. Nehmen wir das Beispiel von Boris Babic: Hätte er vor einem Jahr gedacht, dass er sich an diesem 10. November vor 28'645 Zuschauer darüber ärgern würde, dass er nach sieben Minuten an die Lattenunterkante schiesst, statt seinen zweiten Treffer zu erzielen? Vor einem Jahr durfte er gnädigerweise 45 Minuten für den FC Vaduz gegen Wil spielen, zwei Spiele später stand er gegen Rapperswil nicht einmal im Aufgebot.

Doch wie St.Gallen in der ersten halben Stunde aufgetreten ist, das kann eine Mannschaft gar nicht über 90 Minuten durchhalten. Dann nämlich hätte St.Gallen den Gegner mit einer Kanterniederlage aus dem Stadion getrieben. Aber so funktioniert Fussball nicht. Der Analytiker in mir hatte diese alte Weisheit übrigens schon in der Wirbelsturmphase meinen Hirnwindungen gemeldet. Und statt zu bibbern wegen der hohen Spannung im Spiel, sass ich dann einfach da und genoss es, dass eine St.Galler Mannschaft in einem so viel beachteten Spiel einen derart wunderbaren Fussball bieten kann – bei einem Chancenverhältnis von 8:8 (3:5).

Trost von YB-Anhängerinnen

«Ein Unentschieden wäre verdient gewesen», sagte ich mehr zu mir selber als zu irgendjemandem. Doch eine der beiden im Alter schon etwas fortgeschrittenen YB-Anhängerinnen neben mir, mit denen ich sonst kein Wort gesprochen hatte, sagte unvermittelt: «Da haben Sie recht!»

Ich attestierte ihr sofort hohen Fussball-Sachverstand. Da meldete sich auch die andere Frau:

«Es ist doch toll, dass nicht immer nur die Basler hier schönen Fussball zeigen!»

Nun ist also die Serie ist zu Ende. Und sie dürfte im weiteren Verlauf der Saison einmalig bleiben. Denn auch so funktioniert Fussball nicht: Dass lange Serien wiederholt werden können. Aber die Mannschaft hat die Basis gelegt, um Rang drei zu verteidigen. Und die Spieler haben die Mentalität, um die Enttäuschung wegzustecken.

Aufgefallen

Cedric Ittens nachträgliches Aufgebot für die Fussball-Nati wirft die Frage auf, wann zuletzt einem Spieler des FC St.Gallen solche Ehre zuteil wurde. Gemeint ist ein Aufgebot, zu dessen Zeitpunkt der Betreffende das Leibchen des FC St.Gallen trug. Das festzustellen ist insofern schwierig, als Aufgebote statistisch nicht festgehalten sind, sondern lediglich die tatsächlichen Länderspiele. Vom aktuellen Kader hat Moreno Costanzo siebenmal die Schweizer Farben auf dem Spielfeld getragen, aber alle in seiner Ära bei den Young Boys.

Zu ihren St.Galler Meisterzeiten spielten Jörg Stiel, Marc Zellweger, Marco Zwyssig, Giuseppe Mazzarelli, Sascha Müller und einmal auch Giorgio Contini für das Nationalteam, nie jedoch Tranquillo Barnetta, der beim Titelgewinn erst 15 Jahre alt war. Bei seinem Debüt im September 2004 hatte der spätere 75-fache Internationale gerade zu Hannover 96 gewechselt. Itten könnte bei einem Einsatz am nächsten Freitag im Kybunpark gegen Georgien ein Stück St.Galler Fussballgeschichte schreiben. Dass er bereit ist, hat er am Sonntag in Bern bewiesen. Es dürfte sich dann realistisch betrachtet eher um einen Teileinsatz handeln.


https://www.tagblatt.ch/sport/fcstgalle ... ld.1167459

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2019, 18:12 
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Stimmen zum spektakulären Spitzenkampf zwischen YB und St. Gallen

YB gewinnt einen packenden Spitzenkampf gegen St. Gallen mit 4:3. Christian Fassnacht, Torschütze zum 2:2, spricht von einem «geilen Sieg».

Das Wichtigste in Kürze

- YB gewinnt einen fulminanten Spitzenkampf gegen St. Gallen mit 4:3.
- Die Spieler und Trainer der Young Boys sind begeistert.
- Bei St. Gallen hadert man vor allem mit der Standard-Stärke der Berner.

YB gewinnt einen spektakulären Spitzenkampf gegen St. Gallen mit 4:3. In der ersten Halbzeit fallen in sieben Minuten zwischenzeitlich drei Tore. Stürmer Jean-Pierre Nsame gelingt in der 80. Minute das entscheidende Tor. Dank dem Sieg bleiben die Berner Leader der Super League.

YB-Coach Gerardo Seoane ist begeistert und gratuliert allen Beteiligten: «Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Kompliment an alle Spieler, welche heute auf dem Platz standen.»

Gegen Ende der Partie gelingt es YB einen Gang höher zu schalten. Und dank dem Treffer von Jean-Pierre Nsame können die Berner am Ende doch noch jubeln. «Hätten wir heute die individuelle Klasse nicht gehabt, wäre es wohl schwierig geworden. Es war mehr eine Willensleistung als eine spielerische», meint Seoane.

Wie der Trainer sieht auch der Captain den Durchhaltewille als Erfolgsfaktor. «Wir haben die Qualität und die Fitness, um bis zum Schluss dran zubleiben. Ich bin froh, dass wir jetzt mit einem Sieg in die Nati-Pause können», so Fabian Lustenberger.

Die Begeisterung ist nach der Partie auch bei Michel Aebischer spürbar: «Ein super Spitzenspiel.» Und der 22-Jährige weiter: «St. Gallen zeigte eine starke Leistung. Wir hatten unsere Mühe. Schlussendlich sind wir aber der verdiente Sieger.»

Christian Fassnacht, welcher morgen Geburtstag hat, erhält dank dem Sieg ein verfrühtes Geschenk: «Es war ein geiler Sieg. Es macht Spass solche Spiele zu gewinnen. Und sie sind wichtig für den Kopf.»

Die Analyse von Nicolas Bürgy könnte treffender nicht sein: «Es war ein Spiel mit offenen Visieren. Zum Glück mit dem besseren Ende für uns.»

Trotz guter Leistung verloren

Der FC St. Gallen zeigt eine starke Partie und hätte wohl einen Punkt verdient. «Ich fand uns gut. In der ersten Halbzeit machten wir starken Druck und erspielten uns viele Chancen», meint Torschütze Cedric Itten.

Die Young Boys schiessen drei Tore auf hohe Bälle, zwei davon nach Standards. Und genau da sieht Itten den Grund für die Niederlage. «Uns fehlte am Ende vielleicht etwas die Kraft. Dazu war YB auf Standards stärker und wir dürfen nicht vier Tore bekommen.»

Gleicher Meinung ist auch FCSG-Captain Silvan Hefti: «YB war auf Standards heute einfach stärker. So verlieren wir dann leider.»

Hefti hält aber auch fest: «Man muss sagen, dass die Berner in der zweiten Halbzeit auf den Sieg drückten. Die Enttäuschung ist nun aber trotzdem gross. Wir nahmen uns für die Partie viel vor.»

Deutlich fällt auch das Fazit von Torhüter Dejan Stojanovic aus: «Gut gespielt aber schlecht verteidigt. Wir bekamen zu einfach Gegentore.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/stimm ... n-65611430

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2019, 18:17 
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Den grossen Auftritt mit dem eigenen Fanclub gefeiert

Verteidiger Cédric Zesiger trifft gegen St. Gallen so oft wie zuvor in 54 Super-League-Einsätzen zusammen.

Ein YB-Held des Tages lässt lange auf sich warten. Cédric Zesiger feiert draussen im kalten Stade de Suisse nach dem 4:3-Sieg der Young Boys gegen den FC St. Gallen fast eine halbe Stunde lang.

110 Mitglieder seines Stammclubs FC Müntschemier sind im Stadion, eingeladen von YB, das in der Debütsaison eines Spielers immer einmal dem Heimatverein Tickets spendiert. Der FC Müntschemier hat ein grosses Plakat mitgebracht, darauf steht unter anderem geschrieben: «Cédric Zesiger – für immer einer von uns!»

Der berühmteste Sohn des Seeländer Vereins ist längst weitergezogen. Bald zu Xamax, später zu GC, in diesem Sommer zu YB. Und am Sonntag ist er endgültig beim Meister angekommen. «Ein toller Nachmittag», sei das gewesen, sagt Zesiger nach dem Festakt mit seinen früheren Teamkollegen und auch mit jener Senioren-Mannschaft, bei der sein Vater immer noch aktiv ist.

Die ganze Familie ist im Stade de Suisse, und Zesiger sagt, die eine oder andere Träne habe es schon gegeben. «Es ist schön, darf ich das erleben. Die letzte Saison bei GC mit dem Abstieg war schwierig für mich.» Er überzeugte bei den Grasshoppers nicht und wurde scharf kritisiert. Doch es ist eine Stärke der sportlichen YB-Leitung, in Fussballern ein Potenzial zu erkennen, das andere nicht sehen.

Der Umweg nach Bern

Zesiger ist einen langen Weg gegangen, um bei YB zu landen. Einen Umweg auch, und das gilt generell für seine Karriere. Anfang 2018 tauchte er auf einer Liste des Internationalen Zentrums für Sportstudien (Cies) der 50 grössten U-20-Talente der 22 Topligen auf Platz 29 auf – neben heutigen Topspielern wie Kylian Mbappé, Kai Havertz und Matthijs de Ligt. Jordan Lotomba von YB übrigens rangierte auf Rang 19, fiel aber später wegen Verletzungen rund ein Jahr aus.

Verletzungen anderer Akteure sind es auch, die Zesigers Aufstieg bei YB beschleunigt haben. Er erkämpft sich den Platz an der Seite Frederik Sörensens im Abwehrzentrum, agiert keineswegs immer stilsicher, leistet sich Patzer, wirkt manchmal behäbig, dabei gilt er als schneller Verteidiger – vor allem für seine Grösse.

Und sein linker Fuss, so sagt das YB-Goalie David von Ballmoos, sei «eine echte Waffe». Zesiger verfügt über Qualitäten im Aufbau, schlägt einen präzisen langen Ball, ist robust und – das vor allem – mit seinen 194 Zentimetern enorm kopfballstark.

Vorne stark, hinten wacklig

Zweimal trifft er gegen St. Gallen herrlich mit dem Kopf. Vor der Pause zum 1:1, gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zum 3:2. «Und das im Spitzenkampf», sagt der 21-Jährige.

«Zwei Tore in einem Spiel sind mir noch nie gelungen, höchstens vielleicht bei den F-Junioren.» Mit vier Jahren bereits kickte der kleine Cédric beim FC Müntschemier mit. Der grosse Cédric hat es weit gebracht – und am Sonntag so viele Super-League-Tore erzielt wie zuvor in 54 Einsätzen zusammen.

Defensiv jedoch hinterliessen Zesiger und seine Teamkollegen am Sonntag erneut mehrmals nicht den stabilsten Eindruck. «St. Gallen hat es stark gemacht», sagt Zesiger, «und wir hatten Mühe, nach den vielen Partien in kurzer Zeit ins Spiel zu finden.»

Zesigers Ausgleich zum 1:1 leitete das YB-Spektakel ein. Irgendwann aber werden die verletzten Defensivkräfte wieder dabei sein, dann ist sein Stammplatz in Gefahr. Er mag nicht zu weit in die Zukunft blicken, sondern vorerst einmal den schönen Augenblick geniessen.

Zu lange aber dürften die Feierlichkeiten mit den begeisterten Mitgliedern des FC Müntschemier am Sonntagabend nicht gedauert haben. Zesiger rückt heute Montag in die Schweizer U-21-Auswahl ein.


https://www.bernerzeitung.ch/news/stand ... y/29568128

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2019, 18:25 
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Mit viel Leidenschaft und Angriffspower: Die Espen verlieren in Bern als Spitzenteam

Nach dem starken Spiel beim 3:4 gegen YB bleiben dem FC St.Gallen nur Brosamen – und ungeliebte Komplimente. Trotz Leidenschaft, Spielwitz und Angriffspower fahren die Ostschweizer ohne Punkte nach Hause.

Am Ende galt für alle Beteiligten: Durchschnaufen! Keine ruhige Minute hatte es gegeben in diesem Spitzenspiel, das seinem Namen alle Ehre machte. Stets war eine Mannschaft im schnellen Vorstoss begriffen gewesen, nie bot es sich für die Zuschauer an, den Blick vom Spielfeld zu wenden.

Durchschnaufen! Das hiess es auch für Young-Boys-Trainer Gerardo Seoane, der kurz nach dem Schlusspfiff mit einem Kopfschütteln und einem erleichterten Seufzer durch die Gänge des Stadions ging. Von einem «genialen, packenden Spiel» sprach er später. Und von einem FC St.Gallen, der mit «viel Selbstvertrauen und einer klaren Linie» seinen Bernern so viel abverlangt hatte.

Komplimente, so machte es St.Gallens Trainer Peter Zeidler danach aber schnell klar, habe man nicht abholen wollen. «Es war ganz ruhig in unserer Kabine nach der Partie. Wir hätten mehr gewollt.»

Der attraktive, aber gefährliche Offensivdrang

Tatsächlich wäre für sein Team mehr möglich gewesen. Die St.Galler setzten ihr zuletzt immer kompakter werdendes Pressingspiel sogar gegen den Meister von Beginn weg um – was die Berner schnell vor grosse Probleme stellte.

Es war ein ungewohntes Bild, wie die gestandene Young-Boys-Abwehr im eigenen Stadion immer und immer wieder unter Druck geriet. Nach Boris Babics frühem Gegentor kam die beste Phase der Ostschweizer – die mit etwas mehr Kaltblütigkeit und Glück schon nach 15 Minuten mit 3:0 hätten führen können. Zeidler sagte am Ende des Nachmittags:

«Die Frage, ob wir uns auf diesem hohen Niveau mit unserem Spiel behaupten könnten, war schnell beantwortet.»

Wo die St.Galler aber Schwächen zeigten: Im Verteidigen des eigenen Strafraums bei Freistössen und Eckbällen. Dreimal kamen die Berner bis zur 50. Minute nach Standards per Kopfball zu einem Erfolg. In diesen Phasen zeigte sich, dass die sonst so flinke und im Spiel stilsichere Abwehr bei Luftduellen den physisch starken Bernern unterlegen ist.

Am Anfang des vierten Gegentors aber stand etwas anderes: Der unbändige Drang der St.Galler in die Offensive. Das 3:4 fiel in der 80. Minute. Und es erzählt die Geschichte der zweiten Halbzeit wohl am besten. St.Gallen, euphorisiert vom Ausgleich zum 3:3, spielte weiter schnell nach vorne, als wollte es die eigene Müdigkeit wegstrampeln.

Doch plötzlich lief Nicolas Ngamaleu dem agilen, aber langsam müde werdenden Yannis Letard auf der rechten Angriffsseite den Rang ab. Seine Hereingabe fand den Weg vorbei an drei ebenfalls träger gewordenen St.Galler Verteidigern zum Torschützen Jean-Pierre Nsame. «Vielleicht waren wir etwas ausgepowert», so formulierte es Cedric Itten. Man fühlte sich an das Heimspiel gegen den gleichen Gegner erinnert, als die St.Galler im August auf dieselbe Weise eine Partie aus der Hand gegeben hatten. Gegen den Meister auf Sieg zu spielen, spricht für das Selbstbewusstsein – aber auch für eine gewisse Unreife. Zeidler sagte:

«Klar hätten wir beim vierten Gegentor besser verteidigen können. Und klar hätten wir auf 3:3 spielen können.»

Aber das wollte sein Team nicht. Weil es mehr im Sinn hatte. «Die Wachheit im Kopf und in den Beinen», das sei wohl einer der Punkte, die den FC St.Gallen noch vom Leader unterschieden, so Zeidler. Dies nebst der individuellen Klasse – und der Abgeklärtheit, dank der die Berner letztlich nicht unverdient gewannen.

St.Gallen erarbeitet sich weiter Respekt

Und dennoch kann sich der FC St.Gallen nach diesem Spiel, mehr noch als zuvor, als Schweizer Spitzenmannschaft bezeichnen. Oder zumindest als ein Team, das nicht von ungefähr erster Verfolger von Basel und YB ist. Nicht nur, was das Spielerische, sondern auch was die Ausstrahlung angeht. Das erste Kompliment des Nachmittags hatten die St.Galler bereits vor dem Spiel erhalten, als sie nach dem Warmlaufen beim Gang in die Kabine gnadenlos von der Berner Fankurve ausgepfiffen wurden – und danach in der Pause wieder, als sich das Team mit Zeidler auf dem Feld versammelte. Das passiert nur einer Mannschaft, der man in Bern zutraut, den Young Boys lästig zu werden.

Noch ist der Weg weit – und vielleicht müsste sich ein Unentschieden gegen einen höher gewerteten Gegner auch einmal über die Runden bringen lassen. Doch St.Gallen macht derzeit nicht den Eindruck, gleich aus der Fassung zu geraten. Und wenn Zeidler verspricht, dass das Team weitere Schritte tun wird, um sich dem Niveau YBs anzunähern, glaubt man ihm.

Dazu kamen am Wochenende positive Nachrichten: Itten wird ins Schweizer Nationalteam berufen. Und Jordi Quintillà – wieder einer der stärksten Spieler auf dem Platz – wird wohl bis mindestens 2021 in St.Gallen bleiben. Sein Vertrag verlängert sich bei einer gewissen Anzahl absolvierter Spiele automatisch. Niemand zweifelt daran, dass der Überflieger diese Anzahl erreichen wird.


https://www.tagblatt.ch/sport/fcstgalle ... ld.1167396

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. November 2019, 18:27 
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St. Gallen muss sich YB in Torspektakel spät beugen

Zig Chancen und sieben Tore: Die Young Boys und St. Gallen spielen im Spitzenspiel der Super League mit offenem Visier. Am Ende verteidigt YB den 1. Platz nach zweimaligem Rückstand dank einem 4:3.

Verteidiger Cédric Zesiger, der zuvor noch ohne Tor für YB war, traf zweimal per Kopf für das Heimteam. Dazu erzielte Christian Fassnacht nach einer halben Stunde das 2:2 und markierte Jean-Pierre Nsame in der 80. Minute mit seinem zwölften Ligator den Siegtreffer. Für die St. Galler, die bedeutend besser in die Partie starteten und auch bei Führung mit offenem Visier spielten, waren Boris Babic am seinem 22. Geburtstag, Nationalmannschafts-Debütant Cedric Itten und Ermedin Demirovic erfolgreich.

Das frühe 2:0 verpasst

Womöglich wurde den entfesselt aufspielenden Gästen zum Verhängnis, dass sie das frühe 2:0 in der dominanten Anfangsphase verpassten. Zwei weitere Treffer hatte in der ersten Viertelstunde allein Babic auf dem Fuss - aus spitzem Winkel traf er an die Lattenunterkante, und freistehend von dem in der Halbzeitpause wegen eines Adduktorenproblems ausgewechselten David von Ballmoos wurde er im letzten Augenblick noch von Fabian Lustenberger entscheidend gestört.

Im spektakulären Schlagabtausch gingen die St. Galler nach 19 Punkten aus den letzten sieben Spielen erstmals seit Mitte August in der Liga wieder als Verlierer vom Platz. Die Young Boys, bei denen Guillaume Hoarau nach zweimonatiger Verletzungspause wieder im Aufgebot stand, aber nicht zum Einsatz kam, verteidigten ihre Leaderposition und unterstrichen vor allem mit ihrer Offensivkraft, dass das 0:3 gegen Servette vor einer Woche ein Ausrutscher war.

«Ein Unentschieden wäre schöner gewesen»

«Ich glaube es war ein grossartiger Match von beiden Mannschaften. Für uns wäre ein Unentschieden oder ein Sieg schöner gewesen», sagt Cédric Itten gegenüber FM1Today. YB-Spieler Zesiger habe seine zwei Tore praktisch identisch gemacht: «Das darf nicht passieren. Nach seinem ersten Tor hätten wir den hinteren Raum besser abdecken müssen.»

Young Boys - St. Gallen 4:3 (2:2)
28'645 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 4. Babic (Hefti) 0:1. 23. Zesiger (Aebischer) 1:1. 25. Itten (Demirovic) 1:2. 30. Fassnacht (Garcia) 2:2. 50. Zesiger (Sörensen) 3:2. 55. Demirovic (Muheim) 3:3. 80. Nsame (Moumi Ngamaleu) 4:3.

Young Boys: Von Ballmoos (46. Wölfli); Janko (66. Lotomba), Sörensen, Zesiger, Garcia (82. Bürgy); Fassnacht, Lustenberger, Aebischer, Ngamaleu; Assalé, Nsame.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Görtler, Quintilla (85. Bakayoko), Ruiz; Itten; Babic (70. Guillemenot), Demirovic.

Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani, Lauper, Camara, Sierro, Gaudino (alle verletzt) und Martins (U21). St. Gallen ohne Nuhu und Lüchinger (beide verletzt). 7. Lattenschuss Babic. Verwarnungen: 31. Zesiger (Foul). 44. Muheim (Foul). 43. Letard (Foul). 52. Quintilla (Foul). 73. Guillemenot (Unsportlichkeit). 87. Fassnacht (Foul). 92. Stergiou (Foul). 93. Aebischer (Foul).


https://www.fm1today.ch/sport/fcsg/yb-g ... -135949908

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