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 Beitrag Verfasst: Montag 4. November 2019, 12:01 
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BSC Young Boys - FC St. Gallen

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Stadion Wankdorf, Bern
Sonntag, 10. November 2019
Zeit: 16:00 Uhr

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Webseiten FC St. Gallen:
http://www.fcsg.ch
https://www.espenblock.ch
http://www.fcsginfo.ch
http://www.green-supporters.ch
http://www.gp04.ch
http://www.club11.ch
http://www.fanarbeit-stgallen.ch
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_St._Gallen
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-st-ga ... n_257.html
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https://www.youtube.com/fcsg1879
http://www.stades.ch/StGallen-Arena-photos.html

Forum FC St. Gallen:
http://www.fcsgforum.ch/forum

Statistiken / Vergleiche FC St. Gallen:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc-stgallen-1879
https://www.transfermarkt.ch/bsc-young- ... ht/3197307
http://www.football-lineups.com/team/FC ... 20/fixture
http://de.soccerway.com/teams/switzerla ... allen-1879
https://de.soccerway.com/matches/2019/1 ... 79/3037883
https://de.soccerway.com/matches/2019/1 ... /head2head
https://www.fussballdaten.de/schweiz
https://www.fussballdaten.de/vereine/yo ... -st-gallen
http://www.weltfussball.com/teams/bsc-y ... -gallen/11
http://de.fcstats.com/vergleich,bsc-you ... 81,889.php
https://www.kicker.de/4584172/spielinfo ... allen-1171


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 Beitrag Verfasst: Montag 4. November 2019, 12:55 
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04.11.2019

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Zitat:
Gegentribüne: Der Spitzenkampf in Bern fühlt sich an wie ein Cupfinal

Am nächsten Sonntag kommt es im Stade de Suisse zu einem jugendlichen Spitzenkampf. St.Gallens junges Ensemble fordert den Meister Young Boys heraus, der sich zumindest dem Namen nach jugendlich gibt. St.Gallens Anhänger können die Partie auch als Entschädigung für früh entgangenen Cup-Ruhm betrachten.

Das grosse Ziel Cupfinal hat der FC St.Gallen zwar einmal mehr verpasst. Aber die Reise nach Bern fühlt sich am nächsten Sonntag an wie eine Fahrt zum Endspiel vor einer enormen Zuschauerkulisse. Die Mannschaft, die auch gegen Sion unaufhaltsam ihre Kreise zog, tritt zwar weiterhin als Aussenseiter im Stade de Suisse an. Aber die Art und Weise, wie das «Fliegende Klassenzimmer» (so benannt im «Kicker») auftritt, lässt auf ein finalwürdiges Spiel vor grosser Kulisse hoffen.

Der besondere Charakter ist auch dadurch gegeben, dass nach meiner Vermutung diese beiden Teams noch nie in einem Spitzenkampf aufeinander getroffen sind, zumindest nicht in diesem Jahrhundert. Das ist auch auf die Young Boys zurückzuführen, die über Jahre hinweg ihren Ansprüchen nicht zu genügen vermochten. 2012/13, als St.Gallen Dritter wurde, belegten sie nur Rang sieben. Und in St.Gallens Meistersaison 2000 spielte YB sogar in der Nationalliga B.

Run auf Eintrittskarten

Nicht nur der Block, sondern auch die Normalos unter den Anhängern dürften nächsten Sonntag zahlreich in die Bundeshauptstadt reisen. Nur: Wie kommt man zu Tickets? Das Fassungsvermögen des Stade de Suisse beträgt 31'120 Zuschauer. Schon das Derby gegen Thun war ausverkauft. Auf der Homepage des FC St.Gallen ist zu lesen: «Tickets für unsere Auswärtsspiele werden jeweils am Donnerstag vor dem entsprechenden Spiel im Fanlokal des Dachverbands 1879 verkauft. Bei Fragen wende dich bitte an inf@dv1879.ch.» Das tönt allerdings schwer nach Tickets im Gästeblock und nach Fanreise mit dem Extrazug. Da müsste noch angefügt werden: «Fragen Sie auch nach Risiken (Notbremse-Halt, Schlägereien) und Nebenwirkungen (Polizeieskorte, Spielbeobachtung im Pyrorauch).» Am besten ist es wahrscheinlich, sich möglichst rasch über die YB-Homepage Eintrittskarten zu sichern. Diesen Montagmorgen gab es noch einige, auch auf der Längsseite.

Cupfinal-Geschichte mit YB

Anhänger des FC St.Gallen mit historischem Flair wissen, weshalb der Vergleich mit dem Cupfinal nicht so abwegig ist: Die Grün-Weissen hatten das Pech, bei ihren vier Endspiel-Teilnahmen zweimal gegen die Young Boys antreten zu müssen. Sie bestritten also Auswärtsspiele und verloren sowohl 1945 als auch 1977. Diesmal kommt auch noch die unsägliche Serie von 14 Jahren Sieglosigkeit in der Super League bei den Bernern hinzu, während die St.Galler in den Auswärtsspielen gegen den viele Jahre erfolgreicheren FC Basel immer wieder einen oder drei Punkte ergatterten.

Einige Zeit hatte das auch mit dem Kunstrasen zu tun, der den Young Boys nachweisbar Vorteile verschaffte. Heutzutage ist das kein Argument mehr. Also «Auf nach Bern!». Peter Zeidler hat selber das Signal gegeben. Und den Kornhauskeller, wo man sich vor dem Spiel bei Berner Platte oder Hörnli mit Ghacktem getroffen hat, gibt es noch immer. Sonntagmittag offen von 11.45 bis 14.30 Uhr.

St.Gallen weniger anfällig auf Konter

Die St.Galler füllen nun nicht mehr nur das Vakuum zwischen den beiden Topteams und dem Rest der Liga, sondern beleben zumindest vorübergehend den Kampf an der Spitze. Sion nütze es wenig, nach dem Cupspiel in Linth in der Ostschweiz zu bleiben und in Rapperswil zu trainieren, sondern musste froh sein, nicht schon früher unter die Räder zu geraten. Wieder hat St.Gallen drei Tore erzielt. 20:6 lautet die Tordifferenz in den acht Partien mit sieben Siegen und nur einem Remis. Acht Spiele ohne Niederlage gab es zuletzt im Herbst 2013, in der Saison mit dem «Wunder von Moskau».

Die Resultate lauteten: 1:0, 1:1, 2:0, 0:0, 4:1, 0:0, 1:0, 1:0. Total fünf Siege, drei Remis, 10:2 Tore. St.Gallen stürmt, was das Zeug hält. Der Unterschied zur ersten Saisonhälfte vor einem Jahr: St.Gallen verteidigt nun nach hinten, wenn der Gegner kontern will, wesentlich aufmerksamer, präsenter. Es kommt selten vor, dass einer allein auf das St.Galler Gehäuse lossteuert.

Auch die Zuschauer kehren zurück. Nicht einmal 10'000 Eintrittskarten waren bis Donnerstag abgesetzt worden, 13 750 waren schliesslich erschienen. Viele «Zahlende», man könnte sie auch reumütige Rückkehrer nennen, waren noch dazugekommen. 13 178 besuchten St.Gallen gegen Sion am 12. Mai, als es um viel mehr ging, nämlich um das Abwenden des Barrageplatzes.


https://www.tagblatt.ch/sport/fcstgalle ... ld.1165505

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. November 2019, 01:18 
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08.11.2019

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Zitat:
St. Gallens Coach Zeidler beobachtete YB

«Bei der Europa League schlafe ich sonst ein...»

Am Sonntag steigt der Spitzenkampf zwischen Leader YB und dem Dritten St. Gallen. Klar hat Espen-Coach Peter Zeidler den Auftritt der Berner am Donnerstag gegen Feyenoord verfolgt.

Das 1:1 zwischen YB und Feyenoord Rotterdam hat St. Gallens Coach Peter Zeidler, am Sonntag mit seiner Rasselbande Gast in Bern, am TV gesehen.

Zeidler sagt an der Medienkonferenz vor dem Spiel: «Normalerweise schlafe ich ja bei der Europa League ein, spätestens in der zweiten Hälfte, dann ists ja schon nach 22 Uhr. Aber am Donnerstag ist mir das nicht passiert, weil es einfach so spannend war. Weil es so intensiv war. Weil es einfach gut war, was die beiden Mannschaften gezeigt haben.»

Und wie sieht er den Gegner vom Wochenende? Zeidler: «YB ist eine Mannschaft, die nicht nur gute Einzelspieler hat. Sie ist taktisch sehr variabel und sehr gut. Sie hat auch eine gute Mentalität. Wenn man die Sachen hat, hat man schon sehr viel. Deshalb ist es sehr sehr anspruchsvoll für uns, gegen diesen Gegner zu bestehen. Wenn man sieht, dass ein Spielmann eingewechselt wird, wenn man solche Möglichkeiten hat, obwohl einige Spieler verletzt fehlen, dann zeigt dies auch die Qualität dieser Mannschaft. Klar, die sind schon gut. Aber vielleicht sind wir ja auch gut.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 07308.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. November 2019, 02:42 
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Alles zum Spiel YB - St. Gallen

Verletzt:
Camara, Gaudino, Hoarau, Lauper, Martins, Sierro, Sulejmani

Vorverkaufsstand:
27'000 (davon 19'260 Saisonkarten)

Für die Anreise werden die öffentlichen Verkehrsmittel empfohlen.

Anreise- und Parking-Infos (Grafik): http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/A ... arking.png

Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.

Spiele der YB-Teams an diesem Wochenende

Samstag, 9. November 2019:
11:00 Uhr: Aarau - YB FE13 (Schachen, Aarau)
11:30 Uhr: YB FE14 - GC (Neufeld)
11:30 Uhr: YB U15 - Team AFF (Cup; Neufeld)
13:30 Uhr: YB U18 - Team Ticino (Cup; Stade de Suisse)
14:00 Uhr: YB U17 - Luzern (Allmend)
16:30 Uhr: YB U21 - Team Vaud (Stade de Suisse)


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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. November 2019, 13:15 
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09.11.2019

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Zitat:
Die beiden durchlebten unterschiedliche Zeiten beim FC St. Gallen

Zwei YB-Spieler mit FCSG-Vergangenheit: Wie sich die Rollen von Gaudino und Sierro gewandelt haben

Das Spitzenspiel zwischen YB und dem FCSG verspricht grosse Spannung, geht es in den ersten drei Plätzen doch extrem eng zu und her. Während Meister YB den Spitzenplatz zementieren will, könnten die Espen mit einem Auswärtssieg an den Bernern vorbeiziehen. Zwei YB-Spieler mit Espen-Vergangenheit werden das Spiel jedoch von der Tribüne aus verfolgen müssen.

Die Verletzungshexe hat auch bei Gaudino und Sierro zugeschlagen

Sowohl für Gianluca Gaudino wie auch für Vincent Sierro ist die Hinrunde wohl gelaufen. Währenddessen Ersterer noch Hoffnung hat, in der Hinserie nochmals auf dem Platz stehen zu können, ist dies für Sierro definitiv ausgeschlossen. Beide Spieler haben sich grössere Verletzungen zugezogen, nachdem sich von einem Gegenspieler gefoult worden waren. Gaudino erlitt seinen Syndesmosebandanriss erst im letzten Meisterschaftsspiel in Genf und Vincent Sierro zog sich seinen Innenbandriss Ende September im Kantonsderby in Thun zu. Aus diesem Grund werden beide das Spiel gegen ihren Ex-Verein aus St. Gallen verpassen, wobei die Gefühle der beiden Spieler bezüglich ihres Ex-Klubs ziemlich unterschiedlich sein dürften...

Sierro verliess die Ostschweiz als Leistungsträger und Publikumsliebling

Vincent Sierro spielte die komplette letzte Saison auf Leihbasis beim FCSG und in der Ostschweiz wusste der 24-Jährige zu gefallen. Für die St. Galler bestritt der Mittelfeldspieler nämlich wettbewerbsübergreifend 39 Pflichtspiele und dabei sind dem Schweizer starke 13 Tore und sechs Assists gelungen. In der Meisterschaft war Sierro mit 14 Skorerpunkten (elf Tore und drei Assists) gar der Topskorer der Espen, weswegen er sich wenig überraschend auch zu einem absoluten Publikumsliebling entwickelt hat. Dank seinen starken Leistungen erhoffte sich Sierro, in der Bundesliga beim SC Freiburg endlich so richtig Fuss fassen zu können, doch seine guten Leistungen haben Aufmerksamkeit erregt. So schnappte sich YB in diesem Sommer seine Dienste und in St. Gallen nahm man seinen Abgang, auch wenn es von Anfang an klar war, mit viel Wehmut zur Kenntnis. Welchen Stellenwert Sierro in der Ostschweiz genoss, bewies auch eine Geste in dieser Saison, als seine ehemaligen Mitspieler Cedric Itten, Jordi Quintilla und Victor Ruiz mit einem Sierro-Trikot einen Treffer bejubelten.

Gaudino kam als Versprechen und ging als Enttäuschung

Von solch einer tollen Zeit wie sie Sierro in der Ostschweiz erlebte kann bei Gaudino definitiv keine Rede sein. Der Deutsche verbrachte zwei Saisons im Dress der Espen und in insgesamt 36 Pflichtspielen schoss der Mittelfeldspieler nicht einen einzigen Treffer für die Ostschweizer. Allgemein gelang ihm gerade einmal ein einziger Assist. Es sind erschreckend schwache Zahlen, stiess er doch im Januar 2016 damals als grosses Versprechen von Bayern München zu den Espen. Spielerisch wusste er in seinem ersten halben Jahr durchaus auch Akzente zu setzen, doch der Durchbruch gelang ihm beim FCSG nie. Nach seiner ein-ein-halb-jährigen Leihe verliess er den FCSG wieder und bei den Fans blieb er vor allem als nicht gehaltenes Versprechen und Enttäuschung im Gedächtnis.

Schaut man sich also die Rollen der beiden an, welche sie in ihrer Zeit beim FCSG eingenommen haben, dann war eigentlich klar, dass Vincent Sierro auch bei YB eine grössere Rolle spielen sollte wie Gianluca Gaudino. Dem ist jedoch nicht so, denn wenn einer vom grossen Verletzungspech der Berner profitieren konnte, dann war es definitiv Gaudino.

Der 22-Jährige stieg, anders als Sierro, als Ersatzspieler in die Saison, doch aufgrund der grösseren YB-Verletzungssorgen bekam der Deutsche schon bald seine Chance. Anders als beim FCSG wusste er diese endlich zu nutzen, sammelte der Mittelfeldspieler doch in elf RSL-Spielen starke sechs Skorerpunkte (drei Tore und drei Assists). Zum Vergleich: Der mit deutlich mehr Kredit in die Saison gestartete Sierro wartet nach sieben RSL-Spielen noch auf seinen ersten Skorerpunkt im YB-Dress. Die Entwicklung von Gaudino kommt durchaus ein wenig überraschend, denn seine Verpflichtung wurde wohl bei nicht wenigen YB-Fans mit Skepsis zur Kenntnis genommen. Schliesslich bezweifelte man, dass sich einer, welcher sich beim FC St. Gallen nicht durchsetzen konnte, es plötzlich beim Schweizer Meister packen würde. Gaudino hat die Skeptiker auf jeden Fall eines Besseren belehrt, weswegen seine Verletzung umso bitterer für den Deutschen ist, hätte er seinem Ex-Verein doch zu gerne vor Augen geführt, zu was er imstande wäre...


https://sport.ch/superleague/435675/zwe ... delt-haben

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. November 2019, 13:23 
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09.11.2019

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Überflieger Jordi Quintillà erklärt die Verwandlung des FCSG: «Nein, es ist kein Wunder, was in St.Gallen passiert»

Jordi Quintillà ist der Kopf des aufstrebenden FC St.Gallen. Der Spanier über das Spitzenspiel in Bern, La Masia und katalanische Separatisten.

Es ist kalt geworden. Jordi Quintillà hat sich einen grauen Rollkragenpullover angezogen, als er an diesem Nachmittag zum Gespräch im St.Galler Kybunpark erscheint. Der Spanier kam im Sommer 2018 aus Puerto Rico zum FC St.Gallen. Heute ist der 26-Jährige Dreh- und Angelpunkt der Ostschweizer. Mit dem Tabellendritten hat auch Quintillà einen steilen Aufstieg erlebt, er ist bester Torschütze der St.Galler und war in den Monaten September und Oktober Super-League-Spieler des Monats. Am Sonntag trifft er mit dem FC St.Gallen in Bern auf den Leader, die Young Boys.

Können Sie die wundersame Verwandlung des FC St.Gallen erklären?

Jordi Quintillà: Es ist kein Wunder. Es steckt harte Arbeit dahinter. Es ist nicht einfach, eine solche Geschlossenheit in einem Team zu erreichen.

Unsere Einstellung ist unsere grosse Stärke: Der Drive und die Leidenschaft, die alle dreissig Spieler haben, machen uns aus.

Es scheint im Moment, dass alle in diesem Club zusammenstehen um dem Team zu helfen, ein Spiel zu gewinnen. Nein, es ist kein Wunder, was in St.Gallen passiert.

Kann der FC St.Gallen den Titel gewinnen?

Jeden Tag ist es unser Ziel, ein noch besseres Team zu werden. Wenn das am Ende bedeutet, dass wir den Titel gewinnen: Okay. Wenn das bedeutet, nächste Saison weiter in der höchsten Liga zu sein: Okay. Wenn das bedeutet, Europa League zu spielen, auch okay. Wir denken nicht an den Titel. Denn: Machen wir uns Gedanken darüber, was am Saisonende alles sein könnte, werden wir unseren Fokus verlieren.

Was ist am Sonntag gegen die Young Boys möglich?

Wir sind nicht die Favoriten. Aber wir werden auch in Bern versuchen, so zu spielen, wie schon die ganze Saison.

In welchen Bereichen sind die Young Boys besser als St.Gallen?

Sie haben das bessere Budget (lacht). Aber natürlich: Es wird geprüft, wer momentan das bessere Team ist.

Weshalb sind Sie persönlich jetzt gerade so erfolgreich?

Der Grund für meinen Erfolg liegt darin, dass sich meine Arbeit nun auszahlt. Die Leute sehen, was ich das ganze Leben gemacht habe:

Ich profitiere nun von all den Sondertrainings und den Tagen im Fitnessstudio. Es ist die beste Phase meiner Karriere.

Alles passt zusammen, der Trainer, das Team, der Club. Nach dem 0:0 gegen Basel hat mir ein Fan geschrieben, das sei das beste Spiel gewesen, das er jemals in St.Gallen gesehen habe. Wir powern halt immer, weil unser Coach das will. Wir arbeiten an unserem Stil ja schon seit über einem Jahr und entwickeln uns weiter.

Im Sommer haben Vincent Sierro und Majeed Ashimeru St.Gallen verlassen. Es scheint, als würden Sie befreiter spielen, obwohl der Fokus nun auf Ihnen liegt.

Ich habe viel von Sierro und Ashimeru gelernt. Sie haben mir im vergangenen Jahr sehr geholfen, zu dem Spieler zu werden, der ich jetzt bin. Aber es stimmt, ich habe heute auf dem Platz mehr Freiheiten. Nicht, weil die Beiden weg sind. Sondern wegen mir. Ich gebe mir mehr Freiheiten, der Coach gibt mir mehr Freiheiten. Es ist mein zweites Jahr in St.Gallen. Meine Mitspieler vertrauen mir, ich vertraue mir. Im vergangenen Jahr war ja noch Tranquillo Barnetta da. Er war ein Star, er entschied, dass er den Freistoss treten will. Das habe ich respektiert. Heute bin ich es, der solche Aktionen ausführen will.

Heute sind Sie ein grosser Spieler, der Aufsteiger der Liga.

Ich will von mir immer die beste Ausgabe präsentieren, die es gibt. Das ist mein Antrieb, das ist, wofür ich lebe. Deshalb trage ich auch dieses Armband («Be the better you»). Fokussiere dich auf dich, wie du besser wirst, wie du besser Freistösse ausführen kannst, wie du dem Team helfen kannst, wie du ein guter Sohn oder ein guter Freund sein kannst.

Im Sommer weilten Sie für ein Praktikum in der Nachwuchsabteilung des FC Barcelona. Haben Sie dort ebenfalls diese Sichtweise vermittelt?

Ja. Ich will, dass die Jungen intensiv darüber nachdenken, wie sie besser werden können. Man darf nicht eifersüchtig sein, sondern muss ständig an sich arbeiten. Wir hatten drei Wochen Ferien im Sommer, aber ich habe diese Zeit bei Barcelona durchgearbeitet, um mein Studium der Sportwissenschaften mit dem Praktikum abzuschliessen.

Über Ihrer ganzen Karriere schweben die Jahre als Junior in La Masia, der sagenumwobenen Talentschmiede Barcelonas.

Wenn Sie mich fragen, wie es in La Masia ist, dann sage ich ihnen: Es herrscht Druck, sehr grosser Druck.

Aber man lernt dort, damit umzugehen und sich zu behaupten. Vielleicht gegen deine besten Freunde.

Du teilst das Zimmer mit einem Spieler, der möglicherweise ein Konkurrent auf deiner Position ist. Du lernst damit umzugehen. Das ist das wichtigste, was ich von der Zeit mitgenommen habe.

Sie haben mit Stars wie Lionel Messi trainiert.

Das war speziell. Er ist speziell. Plötzlich siehst du Messi vor dir. Aber wenn du da bist und ständig mittrainierst, denkst du das nicht mehr, es wird normal. Und du musst parat sein, weil du ja auch gegen ihn bestehen willst. Oder gegen Xavi, Andres Iniesta – dein Ziel ist es, auch vor diesen Spielern aufzulaufen. Du bist ja nicht zum Spass da.

Haben Sie oft mit Messi geredet?

Natürlich, aber er ist sehr scheu. Man muss auf ihn zugehen. Xavi, Iniesta, Gerard Piqué, Sergio Busquets – diese Spieler kommen, reden mit dir, fragen, wie es geht. Dani Alves beispielsweise fragte ich, wie er es schaffe, immer hundert Prozent zu geben. Er sagte mir, er versuche aus jedem einzelnen Training das Maximum und einen Vorteil herauszuholen. Das war schon eindrücklich, das will ich mitnehmen. Und dann war ja noch Victor Valdés.

Der Goalie von Barcelona.

Genau. Er war eine grosse Persönlichkeit. Er kam im ersten Training auf mich zu und sagte:

«Hey Jordi, wie gehts? Ich bin Victor Valdés. Du schaust ein wenig aus wie Phillip Cocu.»

Dann ging er zu Pep Guardiola und sagte: «Hey Pep, schau, Phillip Cocu ist wieder im Training.» Und ich lief rot an.

Wer in La Masia Fussball spielt, lebt in einer Blase, oder?

Ja, und es ist schwierig für jeden Spieler, wenn er dann die Akademie verlässt. Das Leben ändert komplett, davor hattest du kein normales Leben. Du musst alles ändern, das Spiel, deinen Stil, die Leute sind anders. Du musst dich neu erfinden.

Ajaccio, Kansas City, FC Puerto Rico. Das sind keine grossen Teams, wenn man La Masia hinter sich hat. Was ist falsch gelaufen?

Als ich Barcelona verliess, wechselte ich zu Ajaccio, das soeben abgestiegen war in die zweite Liga Frankreichs. Wir verloren oft, der Trainer musste gehen, und danach spielte ich nicht mehr. Ich wurde nicht gut behandelt, also wollte ich weg und ging zu Kansas. Nach einem Jahr kam dort der Coach und sagte, ich müsse wegen einer Ausländerklausel gehen. Schauen Sie, im Fussball gibt es einfach solche Karrieren. Jeder hat Hochs und Tiefs.

Ihr drei Jahre jüngerer Bruder machte es besser nach La Masia und ist heute Stammspieler bei Villarreal.

Er ist sehr gut. Er reifte schneller und ist besser als ich, auch wenn ich technisch stärker bin. Er hat aber auch zwei schwierige Jahre hinter sich, beispielsweise spielte er bei Barcelona B in einer Saison keine Minute. Die Fussballkarriere ist ein Marathon, auf 42 Kilometern gibt es gute und schlechte Momente. Ich habe erst im vergangenen Jahr damit begonnen, im Fussball so richtig zu reifen.

Ihr erstes Probetraining in St.Gallen absolvierten Sie noch unter Giorgio Contini.

Mein erstes Training in St.Gallen war sein letztes. Vor der ersten Übungseinheit sagte er zu mir, dass ich nachher zu ihm kommen solle, er wolle mich noch begrüssen. Das verschob sich aber um einen Tag.

24 Stunden später war ich in der Akademie und las, dass Contini entlassen wurde. Ich stand da und dachte: Wow, was ist denn da passiert?

Aber das ist halt auch der Fussball.

Zu Beginn Ihrer Zeit in St.Gallen ging man noch nicht davon aus, dass Sie ein Schlüsselspieler sein würden.

Mir war das bewusst. Ich kam ja aus Puerto Rico. Ich wusste, was meine Rolle in St.Gallen war. Natürlich gab es damals wichtigere Spieler als mich. Aber ich kam mit Selbstvertrauen.

Mit Ihren Leistungen wecken Sie das Interesse anderer Clubs. Ihr Vertrag läuft im nächsten Sommer aus. Bleiben Sie in St.Gallen?

Als ich in Kansas City war, unterschrieb ich für vier Jahre. Ich verwandelte im Cupfinal einen Penalty, wir gewannen und ich war ein umjubelter Spieler. Ich ging mit meiner Freundin durch die Stadt, überall wurden wir angesprochen und um gemeinsame Fotos gebeten. Ich sagte zu meiner Freundin: Hier müssen wir unser ganzes Leben bleiben. Doch dann stellten mich die Clubverantwortlichen frei. Nach bloss einem Jahr.

Dabei hatten Sie in Kansas ein Haus, ein Auto und einen Hund.

Ja, ich hatte alles. Das sagte ich auch dem Trainer. «Hey, Mann: Ich habe hier alles, ich bin glücklich. Warum darf ich nicht bleiben?» Seither denke ich nicht mehr über die Zukunft nach.

Sie sagen also nicht: Ich will unbedingt in St.Gallen bleiben? Vor einer Woche, nach dem Spiel gegen Sion, haben Sie sich noch in diese Richtung geäussert.

Was habe ich gesagt?

Dass Sie bleiben möchten.

Ich liebe St.Gallen. Wenn sich etwas tut hinsichtlich meiner Zukunft, werde ich das mitteilen. Aber wir müssen vorsichtig sein mit dem, was wir sagen. Man kann schnell falsch verstanden werden.

Also liessen Sie sich am vergangenen Samstag von den Emotionen leiten?

Nein. Ich sagte die Wahrheit. Ich bereue es nicht und wiederhole es gerne: Ich bin sehr glücklich hier.

Sie sind Katalane. Wie stehen Sie zu den politischen Unruhen?

Es macht mich traurig für mein Land.

Für Katalonien oder für Spanien?

Für beide. Das Problem ist, dass die einen nicht auf die anderen hören. Das ist das Problem eines jeden Kriegs. Es scheint nicht zu enden.

Wen würden Sie wählen?

Es wird nicht mehr zu Wahlen kommen. Was mir aber sehr am Herzen liegt, ist, dass die Politiker, die im Gefängnis sind, freigelassen werden. Sie sind keine Kriminelle, sie haben niemanden umgebracht und waren nicht gewalttätig. In Katalonien wird so lange nicht mehr gewählt, bis diese Menschen wieder auf freiem Fuss sind.

Sind Sie für ein geeintes Spanien? Oder für ein neues Land Katalonien?

Das ist so eine schwierige Frage. Ich bin kein Politiker, der weiss, was passieren kann, wenn Katalonien sich von Spanien abspaltet. Wenn ich die Mechanismen besser verstehen würde, würde ich Ihnen eine Antwort geben. Ich wünschte, ich könnte eine Antwort geben.

Ist es gefährlich, in der Öffentlichkeit eine Meinung zu vertreten?

Nein. Mir hört eh niemand zu (lacht). Bei Piqué, Carles Puyol oder Xavi wäre das vielleicht anders.

Aber niemand wartet auf die Meinung von Jordi Quintillà. Noch nicht.

Doch wir sind Fussballspieler, keine Experten. Wir sollten uns auf das konzentrieren, was wir beherrschen.

Aber Sie lesen Bücher und gelten als sehr interessiert am Weltgeschehen.

Ja, ich lese Bücher. Vor allem über Aktienmärkte und darüber, wie man sich selber ständig verbessern kann – auch als Mensch.

Also haben Sie die Bücher von Alain Sutter auch schon gelesen?

Ich möchte. Jedoch ist mein Deutsch noch zu wenig gut. Aber ich habe ja auch noch eine Firma in Spanien, die Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb komme ich nicht mehr so oft dazu, Bücher zu lesen.

Eine Firma?

Es ist eine Sportmanagement-Firma. Wir erhalten Aufträge, öffentliche Sportanlagen zu managen. Wäre der Kybunpark zum Beispiel öffentlich, könnte man uns damit beauftragen, das Catering zu organisieren, die Putzequipen oder Leute, die sich um die Medienschaffenden kümmern. Oder die Behörden bezahlen uns, damit wir für ein öffentliches Fitnesscenter Personen suchen, die beispielsweise Pilates oder Yoga unterrichten.

Sie sind mit Ihrer Firma also vor allem im Sport engagiert?

Ja. Im vergangenen Sommer erhielten wir einen Auftrag für ein Gefängnis in Barcelona. Gesucht waren zwei Sportlehrer und zwei Ausbildner. Wir rekrutierten diese vier Männer, sie arbeiteten im Gefängnis, sie spielten mit den Inhaftierten Fussball, Basketball oder sie erteilten Unterricht im Zeichnen.

Haben Sie Ihre Angestellten auch besucht im Gefängnis?

Ja, während meines Praktikums in Barcelona war ich da. Es war eine Bedingung der Gefängnisleitung, ihr war es wichtig, dass ich wusste, wie es da ist. Ich war in drei Gefängnissen. Es war hart. Man sieht sehr Vieles, das einen nachdenklich stimmt. Aber einmal war es uns möglich, mit zehn Mädchen, denen es erlaubt war, das Gefängnis zu verlassen, an den Strand zu gehen um Beachvolleyball zu spielen.

Spitzenspiel wohl ausverkauft

Für das Spiel zwischen den Young Boys und St. Gallen vom Sonntag, 16 Uhr in Bern, waren am Freitag nur noch wenige Tickets erhältlich. Gut möglich, dass das Stade de Suisse mit über 31'000 Zuschauern ausverkauft sein wird. Mit einem Sieg – es wäre der erste in Bern seit 14 Jahren – könnten die drittplatzierten St. Galler den Leader überholen. Die Vorfreude im Team auf «den grossen Test» sei riesig, so Trainer Peter Zeidler. «Wir haben grosse Lust darauf, alles, was wir bisher gut gemacht haben, in Bern noch besser zu machen.»


https://www.tagblatt.ch/sport/fcstgalle ... ld.1166990

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. November 2019, 13:33 
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09.11.2019

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FC St. Gallen: Wenn einfach alles zusammenpasst

Der FC St. Gallen ist in der Super League das Team der Stunde. Der älteste Fussballverein des europäischen Festlandes mischt mit der jüngsten Mannschaft die Liga auf.

Die jungen Wilden von Trainer Peter Zeidler rangieren auf Platz 3. Sie sind seit acht Spielen ungeschlagen, haben sieben Siege und ein 0:0 gegen Basel errungen, haben 22 Punkte gescheffelt und stellen das erfolgreichste Auswärtsteam der Liga.

«Irgendwann wollen wir fliegen und nach oben durchbrechen.» Präsident Matthias Hüppi, der die derzeitige Fussball-Euphorie in der Ostschweiz vorlebt, hat diesen Ausspruch in seiner Begeisterung vor Monaten formuliert. Seine Utopie könnte einst Realität werden. Wenn die Ostschweizer am Sonntag im Spitzenspiel gegen die Young Boys in Bern siegen und Basel in Lugano nicht gewinnt, wären die Grün-Weissen Leader und irgendwie erinnern die mutigen und spektakulären Auftritte an die letzte Meistersaison vor 20 Jahren unter Trainer Marcel Koller.

«So banal dies tönen mag, wir schauen Spiel für Spiel. Wir haben uns zwar entwickelt, haben aber noch Steigerungspotenzial», sagt Trainer Peter Zeidler, der Baumeister der jungen wilden Truppe, deren 14 am meisten eingesetzten Spieler ein Durchschnittsalter von 23,5 Jahren aufweisen. Seit dem Cup-Out vor zwei Monaten in Winterthur (0:2), das St. Gallen hart traf, sind die Grün-Weissen im Hoch. Die Gegner werden dominiert. Mit frechem, mutigem Offensivspiel, gekonntem Pressing und gesteigerter Kreativität und Effizienz vermag der FCSG zu begeistern.

Zusammenhalt und Lust

«Wir ziehen alle am gleichen Strick, kämpfen und laufen füreinander», begründet Jordi Quinillà den Höhenflug. «Die Integration zahlreicher junger Spieler funktioniert. Wir sind eng zusammengerückt, harmonieren und vermögen die Ideen unseres Trainers umzusetzen. Wenn alles funktioniert, können wir in der Schweiz jede Mannschaft bezwingen.»

Das klingt nicht bescheiden, spricht aber für das gestiegene Selbstvertrauen und die Automatismen, die als Konsequenz steter Arbeit deutlich verbessert worden sind. Der FC St. Gallen powert und rockt, spielt Vollgas-Fussball, hat in der Balleroberung wesentliche Fortschritte erzielt und ist achtsamer und konsequenter in der Abwehr geworden, wenn der Gegner kontert.

«Meine Spieler haben Lust, zusammen Fussball zu spielen und etwas gemeinsam zu erreichen», fasst Zeidler seine Eindrücke zusammen. «Wir treten als Einheit auf und können unser eigenes Spiel durchsetzen. Taktisch und systematisch sind wir weitergekommen und haben einen weiteren Schritt vorwärts gemacht.» Es gelte die positive Energie umzusetzen. «Die derzeitige Euphorie beflügelt. Der eingeschlagene Weg, den wir im ganzen Verein gemeinsam gehen, stimmt. Wir heben aber nicht ab und bleiben bodenständig. Noch haben wir nichts erreicht.»

Dem Meister auf Augenhöhe begegnen

St.Gallen fährt erhobenen Hauptes nach Bern zum Meister. Die Stimmung ist entspannt und freudig. Es brennt Leidenschaft und inneres Feuer. Der derzeitige Flow basiert auf vorzüglicher Kondition und jugendlicher Frische. «YB ist aber YB», warnt Zeidler. «Die Berner haben zwar einige Verletzte, sind aber weiter gut besetzt, taktisch variabel und haben eine gute Mentalität. YB ist gut, wir vielleicht auch. Wir freuen uns jedenfalls auf das Kräftemessen und würden uns gerne auf Augenhöhe begegnen.»

Erfolge werden auch bei der Konkurrenz beachtet – national und international. Und bei St. Gallen hat es einige, vielleicht noch nicht ganz geschliffene Juwelen. Captain Silvan Hefti etwa, Spielmacher Jordi Quintillà, der Denker und Lenker im Mittelfeld, oder auch der erstaunliche Boris Babic. Die Verträge der beiden letztgenannten laufen im Juni 2020 aus. St. Gallens Anhänger können aber aufatmen. Beide Akteure werden, wenn nicht enorme Angebote ins Haus flattern, bleiben. Der FCSG besitzt für beide Spieler eine Option für eine Vertragsverlängerung. Und es kann kein Zweifel bestehen, dass die Ostschweizer diese ziehen werden, denn, so die Klubtroika Zeidler, Hüppi und Sportchef Alain Sutter unisono: «Wir sind noch lange nicht am Ziel.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 21395.html

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Sieben Gründe

Deshalb gewinnt der FC St.Gallen gegen YB

Eine Durststrecke geht zu Ende: Die FM1Today-Redaktion ist überzeugt, dass der FC St.Gallen am Sonntag auswärts gegen den Meister und Leader YB gewinnen wird. Hier die sieben Gründe dazu.

Sonntag, 10. November 2019, Stade de Suisse in Bern. Es ist 18 Uhr. Die FC St.Gallen-Anhänger feiern mit ihrem Team den Sieg gegen den Leader YB und die Medien titeln «Der FC St.Gallen schlägt die Young Boys – ist das die Entscheidung?».

Ist dieses Szenario nur ein Wunschdenken? Nein, wir haben sieben (gute) Gründe, wieso die Espen am Sonntag gegen YB feiern werden oder zumindest sollten.

Der FC St.Gallen gewinnt gegen die Young Boys, weil…

… YB nur zu zehnt antreten wird

Okay, dies müssen wir leicht relativieren. Das Gelb/Schwarze Kader reicht noch für ein komplettes Team inklusive Auswechselspieler. Aber die Verletzungshexe schwächt YB. Es fehlen voraussichtlich weiter verletzungsbedingt Leistungsträger wie Guillaume Hoarau oder Miralem Sulejmani.

Dazu kommt bei den Berner eine englische Woche. Zum Personalmangel kommt auch noch die Doppelbelastung. Spieler schonen – geht zurzeit in Bern nicht.

… die beiden Ex-St.Galler nicht mittun

Es ist bekannt, dass ehemalige FCSG-Spieler gegen St.Gallen gerne den Ball ins Tor hämmern. Wir erinnern uns (nicht gerne), wie Moreno Costanzo oder Davide Callà gegen den Ex-Klub getroffen haben.

Aktuell sind bei YB mit Vincent Sierro und Gianluca Gaudino zwei ehemalige St.Galler im Kader von YB. Jedoch sind (leider) auch diese beiden Spieler verletzt und können am Sonntag im Stade de Suisse nicht mittun.

… der FCSG Jordi Quintillà hat

Er ist aktuell «der Mann der Stunde» beim FC St.Gallen und auch in der Super League. Quintilla, der spanische Mittelfeldspieler, schoss in dieser Saison bereits sechs Tore. Aber nicht nur der Abschluss stimmt. Quintillà verrichtet viel Arbeit und lanciert den Spielaufbau. Dies gefällt natürlich dem Espenblock. «Jordi-Gesänge» sind keine Seltenheit.

Übrigens eine gute Nachricht für alle Jordi-Fans: Der 26-Jährige zeigt sich verhandlungsbereit. Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Gegen über dem St.Galler Tagblatt sagt Quintillà: «Ich hoffe, dass mein Vertrag verlängert wird. Ich bin sehr glücklich hier.»

… in St.Gallen eine Euphorie herrscht wie «anno dazumal»

Amoah, Zellweger, Gane und Stiel: Sie alle haben im Jahr 2000 eine Euphorie in St.Gallen ausgelöst, die die Stadt bis heute nie mehr erlebt hat. Das könnte sich mit einem Sieg gegen die Young Boys definitiv ändern. Denn schon nach dem Sieg gegen Sion war die Stadt elektrisiert. Gefühlt sprach zu später Stunde jeder und jede etwas über «üseren FC».

Und auch Trainer Peter Zeidler merkt, dass eine ganz spezielle Stimmung in der Stadt herrscht. Die Mannschaft dürfte dies tragen und der FCSG darf auf viele Anhänger, die live im Stade de Suisse sind, zählen.

… der FCSG eine Geburtstags-Mannschaft ist

Zugegeben: Dieser Grund ist ein wenig wage. Doch wir vertrauen auf jedes gute Omen. Beim überzeugenden Spiel am letzten Samstag gegen den FC Sion (3:0) stand mit Victor Ruiz ein Geburtstagskind auf dem Platz. Und auch dieses Wochenende feiert ein junger St.Galler Geburtstag. Boris Babic wird am Sonntag 22 Jahre alt und darf an seinem Geburtstag auf einen Einsatz in Bern hoffen.

… weil es Snacks zur Belohnung gibt

Ob Babic seinen Teamkollegen am Sonntag einen Kuchen spendiert, ist uns nicht bekannt. Spielt aber auch nicht so eine grosse Rolle. Denn Babic-Goals sind allen Fans und vermutlich auch den Teamkameraden lieber als Kuchen.

Und doch: Süsses und Sandwiches spielen im Team auch eine Rolle, auch wenn eine Nebenrolle. Auf der Heimfahrt von Genf spendierte Präsident Matthias Hüppi «seinen Jungs» die einkauften Snacks an der Raststätte Grauholz. Bei einem Sieg gegen YB würde er bestimmt wieder seinen Geldbeutel zücken. Und die Raststätte Grauholz würde ja wieder auf dem Nachhauseweg liegen.

… die Zeit reif ist

Zu guter Letzt natürlich ist es wieder mal an der Zeit für einen Auswärtssieg in Bern. Wir blicken zurück ins Jahr 2005: Richtig, 14 Jahre ist es her, als St.Gallen einen Sieg gegen YB auswärts, damals im kleinen Stadion Neufeld, gelang. Im März 2005 gewann damals der FCSG 3:2.


https://www.fm1today.ch/sport/fcsg/desh ... -135938679

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. November 2019, 19:53 
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Der FC St.Gallen 1879 mischt die Liga auf

Der FC St.Gallen 1879 ist in der Super League das Team der Stunde. Die jüngste Mannschaft mischt die Liga auf.

Das Wichtigste in Kürze

- Der FC St. Gallen stellt mit einem Durchsnittsalter von 23,5 Jahren das jüngste Team.
- Seit acht Spielen ist man in der Ostschweiz ungeschlagen.

Die jungen Wilden von Trainer Peter Zeidler rangieren auf Platz 3. Der FC St.Gallen 1879 ist seit acht Spielen ungeschlagen, haben sieben Siege und ein 0:0 gegen Basel errungen. Die Ostschweizer haben 22 Punkte gescheffelt und stellen das erfolgreichste Auswärtsteam der Liga.

«Irgendwann wollen wir fliegen und nach oben durchbrechen.» Präsident Matthias Hüppi, der die derzeitige Fussball-Euphorie in der Ostschweiz vorlebt, hat diesen Ausspruch in seiner Begeisterung vor Monaten formuliert. Seine Utopie könnte einst Realität werden.

Wenn die Ostschweizer am Sonntag gegen die Young Boys siegen und Basel in Lugano nicht gewinnt, wäre man Leader. Und irgendwie erinnern die mutigen und spektakulären Auftritte an die letzte Meistersaison vor 20 Jahren unter Trainer Marcel Koller.

Der FC St.Gallen 1879 stellt jüngstes Team der Liga

«So banal dies tönen mag, wir schauen Spiel für Spiel. Wir haben uns zwar entwickelt, haben aber noch Steigerungspotenzial», sagt Trainer Peter Zeidler. Er ist der Baumeister der jungen wilden Truppe, deren 14 am meisten eingesetzten Spieler ein Durchschnittsalter von 23,5 Jahren aufweisen.

Seit dem Cup-Out vor zwei Monaten in Winterthur (0:2), das St. Gallen hart traf, sind die Grün-Weissen im Hoch. Die Gegner werden dominiert. Mit frechem, mutigem Offensivspiel, gekonntem Pressing und gesteigerter Kreativität und Effizienz vermag der FCSG zu begeistern.

Der FC St.Gallen 1879 wird von der «Euphorie beflügelt»

«Meine Spieler haben Lust, zusammen Fussball zu spielen und etwas gemeinsam zu erreichen», fasst Zeidler seine Eindrücke zusammen. «Wir treten als Einheit auf und können unser eigenes Spiel durchsetzen. Taktisch und systematisch sind wir weitergekommen und haben einen weiteren Schritt vorwärts gemacht.»

Es gelte die positive Energie umzusetzen. «Die derzeitige Euphorie beflügelt – der eingeschlagene Weg, den wir im ganzen Verein gemeinsam gehen, stimmt. Wir heben aber nicht ab und bleiben bodenständig. Noch haben wir nichts erreicht.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/der-f ... f-65611038

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